von | Mrz 13, 2020

Bewerbung für den Nachhaltigkeitspreis der Lammsbräu – wir sind nominiert

Allgemein, Nachhaltigkeit, Bio und Messen, Über uns

Nachtrag vom 26.9.2020, die Preisverleihung

Wir gratulieren VAUDE, dem Preisträger in der Kategorie „Familiengeführtes Unternehmen“ sehr herzlich, natürlich auch der Firma Loveco, die wie wir zu Nomierten zählte.

Hier kann die gesamte Preisverleihung (56 min) und das Nachhaltigkeitsforum angeschaut werden (80 Minuten), wir haben daraus eine 8 Minuten Kurzform geschnitten:

Die Laudatio von Violetta Paprotta:

„Beim Neumarkter Lammsbräu Preis für Nachhaltigkeit 2020 hat Die Möbelmacher GmbH einen Platz unter den Top 3 in der Kategorie „Familiengeführtes Unternehmen“ erzielt. Nominiert wurden Die Möbelmacher in einem mehrstufigen Verfahren aufgrund ihrer konsequent ökologischen Ausrichtung. Darüber hinaus trage das Unternehmen mit vielen sozialen und kulturellen Aktivitäten dazu bei, ganzheitliches Denken und Handeln zu verbreiten.
Für ihr Engagement für Natur, regionale Wertschöpfungskreisläufe und die Gesellschaft wurden Die Möbelmacher bereits mehrfach ausgezeichnet. Wie die Küche Herz eines jeden Hauses ist, ist die Manufaktur Motor und Ideengeber zahlreicher Initiativen, unter anderem für den „Tag der Regionen“, den „Initiativkreis Holz“ und „Heimat auf´m Teller“.
Sich seiner besonderen Verantwortung als Familienunternehmen bewusst, bindet der Pionier-Betrieb alle Mitarbeiter in seine Nachhaltigkeitsstrategie ein und lässt sie diese eigenverantwortlich Tag für Tag umsetzen.
Durch transparente Kommunikation und die kreative Nutzung vielfältiger Kanäle tragen Die Möbelmacher dazu bei, den Nachhaltigkeitsgedanken zu verbreiten.
Mit der Verbindung von regionaler Handwerksqualität, individueller Ästhetik und optimaler Nutzbarkeit begeistern Die Möbelmacher das Frankenland aber auch die große weite Welt für nachwachsende Rohstoffe.
Urteil der Jury: „Eine starke Bewerbung!““

Nachtrag vom 25.5.20, die Email von Lammsbräu:

„Sie sind für den Neumarkter Lammsbräu Nachhaltigkeitspreis 2020 nominiert!

Sehr geehrter Herr Danzer,

die Jury des Neumarkter Lammsbräu Nachhaltigkeitspreises hat getagt, die Nominierten 2020 stehen fest – und Sie sind dabei!


Die Jury – bestehend aus Professor Dr. Hubert Weiger (BUND Naturschutz), Ilona Jerger (Autorin), Prof. Dr. Matthias Fifka (FAU Erlangen-Nürnberg), Martina Merz (| mërz punkt), Dieter Brübach (B.A.U.M. e.V.), Dr. Manuel Schneider (oekom e.V.) und Johannes Ehrnsperger (Neumarkter Lammsbräu) – hat sich schließlich auf hochkarätige Kandidaten geeinigt.

Wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass Die Möbelmacher GmbH in der Kategorie Familiengeführtes Unternehmen vorgeschlagen wurde und im Jahr 2020 zu den Nominierten gehört.“

 

 

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Die Bewerbung
Beim gemeinsamen Kochen während des Workshops im Februar fragte uns die Designerin Anett Hentschel , ob die Möbelmacher denn beim diesjährigen Nachhaltigkeitspreis der Lammsbräu mit im Rennen sind. „Nein, dort hat uns noch niemand vorgeschlagen“ war meine Antwort und ihre „dann mach ich das.“

Weil man für das Ausfüllen des Lammsbräu-Online-Fragebogens (in der Kategorie familiengeführtes Unternehmen)  zunächst mal viele Daten sammeln muss, haben wir das jetzt gemeinsam im Nachhaltigkeitsblog organisiert (da können beide am gleichen Dokument arbeiten) und von diesem aus, die Anworten auf die Fragen in das etwas historisch anmutende Lammsbräu-Internet-Formular kopiert. Die Antworten sind aber auch für unsere Leser interessant, weshalb wir sie – unabhängig vom Ergebnis der Bewerbung – hier dokumentieren. Weil ein Blog ein wenig schicker zu gestalten ist, als ein Fragebogen, haben wir noch viele Links und Bilder eingefügt, denn Nachhaltigkeit macht nicht nur Arbeit, sondern auch Freude. Seit der Betriebsgründung im Jahr 1988 denken wir so, auch wenn es den Begriff Nachhaltigkeit in seiner modernen Form noch gar nicht gab, damals war einfach alles noch ökologisch und deswegen nicht schlechter. Hier ist der kurze Fil, den wir speziell für die Preisverleihung im September erstellt haben:

Hier beginnt der Fragebogen, die Fragen sind fett gedruckt (äh, am Bildschirm dargestellt).

NACHTRAG vom 3.2.2o21:

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Bitte beschreiben Sie das Unternehmen kurz!

Das Möbelmacherteam im September 2019

Aus der Firmenbeschreibung bei www.eco-world.de:

„Das Unternehmen wurde 1988 in Hersbruck bei Nürnberg als ganzheitlich orientierte Möbelmanufaktur gegründet. 1997 bezog die neugegründete Die Möbelmacher GmbH mit inzwischen rund 15 Mitarbeitern den ökologischen Neubau in Unterkrumbach, wo Möbel und Küchen aus dem Massivholz der Region in Einzelanfertigung hergestellt werden. Ergänzt wird das Angebot durch die komplette Einrichtung von Küche, Wohn- und Arbeitswelt von der Beleuchtung über die Polstermöbel bis zu den Vorhängen. Sie wurden ausgezeichnet mit dem Nachhaltigkeitspreis der Stadt Nürnberg, zum Umweltbotschafter Bayerns ernannt, sie gewannen den Thalhoferpreis und seit dem Handwerkspreis 2005 dürfen sie sich zu den sieben besten deutschen Handwerksbetrieben zählen. 2010 gewannen sie den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis. Seit 2016 ist herwig Danzer alleiniger Geschäftsführer und leitet den Betrieb zusammen mit dem 5-köpfigen Kernteam.“

Rechtsform des Unternehmens

Seit 1997 sind die Möbelmacher eine GmbH

Mitarbeiterzahl im Jahr der Bewerbung

15

Branche

Kompletteinrichtung am Beispiel von Laras Loft in Düsseldorf

Individuelle und wohngesunde Einrichtung aller Wohn- und Arbeitsräume, Schwerpunkt Massivholzküchen

Befindet sich die Mehrheit der Entscheidungsrechte unmittelbar oder mittelbar im Besitz einer Familie?

Ja

Ist mindestens ein Vertreter der Familie oder der Angehörigen offiziell an der Leitung bzw. Kontrolle des Unternehmens beteiligt?

Ute und herwig Danzer in einer der Ausstellungsküchen

Beide, nämlich Ute und herwig Danzer

Ist Nachhaltigkeit im Leitbild des Unternehmens verankert?

Auf der Homepage sind die Ziele der Möbelmacher festgehalten:

Der Slogan „Alles Gute zum Einrichten“ steht für die Ziele der Möbelmacher. Als überschaubares Handwerksunternehmen streben wir mit unserem wohngesunden und qualitativ führenden Einrichtungs-Komplettservice nach Zufriedenheit und Begeisterung bei Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft. Nachhaltiges Wirtschaften, bedeutet neben der Verwirklichung unserer ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen an einen ganzheitlich ausgerichteten Betrieb, auch die Förderung der regionalen Wirtschaftskreisläufe besonders bei der Holznutzung und des Bewusstseins für Qualität, Individualität und Regionalität. Ständige Verbesserungen von der Möbelgestaltung bis hin zu den Betriebsabläufen sollen die Freude an unserer attraktiven Arbeit erhalten und die Zukunft des Betriebs auf Generationen sicherstellen.

Unter „Arbeitgeber“ bei Xing  ist Folgendes zu lesen:

NACHHALTIGKEIT IM HANDWERK

Seit der Möbelmachergründung im Jahre 1988 arbeiten wir nach den Zielen der Nachhaltigkeit. Natürlich noch nicht unter diesem Begriff, der seinen Ursprung nicht zufällig vor über 200 Jahren in der deutschen Forstwirtschaft hatte.

Den modernen Dreiklang „Sustainability“ aus Ökonomie, Ökologie und Sozialem hatte zwar noch niemand definiert und doch zeichnete sich ab, dass der Aktienwert eines Unternehmens als Qualitätsmaßstab untauglich, weil zu kurz greifend ist. Besser ist ein Qualitätsmanagement, dass neben nackten Zahlen auch „weiche“ Faktoren, wie Image, Glaubwürdigkeit und Beliebtheit einer Organisation berücksichtigt. Die Selbstbewertung nach dem EFQM–Modell (European Foundation for Quality Management), das im Rahmen des Nürnberger Nachhaltigkeitsansatzes um entscheidende Nachhaltigkeitskriterien erweitert wurde, ist die organisierte Weiterentwicklung der „alten“ Ziele und seit 2002 unser Weg der ständigen Qualitätsverbesserung.

Welches Gremium/welche Abteilung ist für Nachhaltigkeit im Unternehmen zuständig und welche Stellung hat dieses Gremium/diese Abteilung in der Organisation (Organigramm)?

Das Möbelmacherteam im Jahr 2016

Im Prinzip ist das die Geschäftsleitung und das 5-köpfige Kernteam, aber genau genommen sind alle beteiligt, weil sie eigenverantwortlich handeln.

Wie werden die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte in und um das Unternehmen identifiziert?

EFQM-Workshop in der Werkstatt im Jahr 2003

Alle Nachhaltigkeitsaspekte wurden im Rahmen des EFQM-Prozesses 2003 erstmals erarbeitet und seitdem weiterentwickelt. Im Rahmen der „Stakeholderanalyse“ als Pilotprojekt für das bayerische Umweltministerium haben sich die Möbelmacher als Pionierbetrieb an der Entwicklung neuer Richtlinien für die Nachhaltigkeitsstrategie der bayerischen Staatsregierung beteiligt.

Wie findet die Nachhaltigkeitsberichterstattung des Unternehmens statt? 

Podiumsdiskussion bei der Böll-Stiftung zum Thema Postwachstum im Jahr 2014

Wie wird die Glaubwürdigkeit der Nachhaltigkeitsberichterstattung garantiert?

Eine Frage des Glaubens – Altar in Ahorn

Seit wann spielt Nachhaltigkeit im Unternehmen eine Rolle?

Die Gründer im Jahr 1988

Seit der Gründung im Jahr 1988, da hieß es zwar noch Ökologie, meinte aber das Gleiche. Im Jahr 1998 wurde der erste Tag der Regionen auf dem Möbelmachergelände abgehalten, woraus sich viele andere Projekte wie „Streuobstinitiative“, „Heimat auf´m Teller“, „Initiativkreis Holz aus der Frankenalb“ ergaben. Seit dem Jahr 2002 sind die Ziele in einem EFQM-Selbstbewertungsverfahren festgeschrieben worden.

Ist die Firma Mitglied von Vereinigungen oder Verbänden, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen?

Initiativkreis Holz aus der Frankenalb im Jahr 2005 auf der mobilen Säge

  • Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land, Slow Food, Naturschutzzentrum Wengleinpark, , Initiativkreis Holz aus der Frankenalb, Regionalbewegung Mittelfranken, Cocoyoc eine Welt Laden,  Schreinerinnung Nürnberger Land, Bloggerclub e.V., Bioverbraucher e.V., Streuobstinitiative Nürnberger Land,
  • Zusammen mit dem Umweltreferat Nürnberg und anderen Mitstreitern in der Cooperation 21 und innerhalb der Expertengruppe Sussex (Sustainable Excellence Group) beteiligten sich die Möbelmacher an der Erweiterung des EFQM-Qualitätsmanagementsystems, welche als „Nürnberger Nachhaltigkeitsansatz“ auch in Brüssel in die mordernisierte Fassung der Betriebsbewertung aufgenommen wurde.
  • „Gutes Beispiel“ auf der neuen Seite Nachhaltigkeit im Handwerk.

Wie verbreitet das Unternehmen Nachhaltigkeit über die Grenzen des Unternehmens hinaus?

Die Nachhaltigkeitskommunikation der Möbelmacher

Aktuell von heute (leider coronabedingt abgesagt):

ZDH-Forum „Wir denken in Generationen“
Donnerstag, 12. März 2020, 14.30 Uhr,
ICM, Internationales Congress Center München, Saal 13,
Am Messesee 2, 81829 München.
– Dr. Robert Habeck, Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
– Daniel Calleja Crespo, Generaldirektor der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission
– Ulla Burchardt, MdB a.D./Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung
– Björn Strehl, Handwerksunternehmer, Strehl GmbH & Co.KG aus Bremervörde (Kinderreha- und Orthopädietechnik)
– Herwig Danzer, Handwerksunternehmer, Die Möbelmacher GmbH aus Unterkrumbach
– Hans Peter Wollseifer, ZDH-Präsident
– Holger Schwannecke, ZDH-Generalsekretär

Moderation: Fernsehjournalistin Anke Plättner.

 

Was sind die herausragenden Merkmale des Nachhaltigkeitsmanagements des Unternehmens?

Auf unserem Gelände werden in jedem Jahr Anfang April die wertvollen Stämme aus der Umgebung gesägt

Die „regionale Waldschöpfungskette“ vom Wald bis zum Kunden – es werden ausschließlich Massivholzmöbel und -küchen gefertigt und mit Naturharzölen veredelt. Auch die Kompletteinrichtung mit ökologischen Produkten von Partner erfolgt nach diesen Kriterien.

Nachhaltigkeitskommunikation via Blog, Social Media, Jahrbuch und Unterkrumbacher Werkstatt-Tage

Der ökologische Neubau aus dem Jahr 1997 ist nahezu autark, seit 2017 können 80 Prozent des selbst erzeugten Stroms für die Fertigung verwendet werden. Heizung für Gelände, Musterhaus und Trockenkammern wird ausschließlich mit eigenem Abfallholz betrieben.

Mehr dazu im Jahrbuch 2019, Seite 58: Ökologie und Nachhaltigkeit bei den Möbelmacher in 7 Sätzen:

„Seit August 2017 erzeugen wir über zwei Drittel unseres Strombedarfs selbst und seit Juni dieses Jahres kühlen wir damit auch so umweltfreundlich wie möglich Büro und Ausstellung für Mitarbeiter und Kunden.

Die Wärme für die Trockenkammern, das Warmwasser, die Heizung und das regionale Musterhaus erzeugen wir mit Abfallholz aus der Möbelproduktion in unserer eigenen Heizanlage. Das Wasser für die Klospülung und das Bewässern unserer Biotope am Gelände kommt aus unserer auch in Trockenzeiten gut gefüllten Regenwasserzisterne.

Die Bäume für unsere Möbel kommen aus den Wäldern der Nachbarschaft, werden bei uns mit Selfmade-Strom gesägt und ganz ohne Fremdenergie im Außenlager ein paar Jahre getrocknet. In den Trockenkammern passen wir die Bretter endgültig an das Raumklima an, verabschieden unbeliebte Bewohner des Holzes und verarbeiten es zu langlebigen, ausschließlich mit Naturharzölen veredelten Massivholzmöbeln, wobei ganz nebenbei wieder das Abfallholz für die Heizung entsteht.

Die Möbel werden mit 1000 mal wiederverwendbaren Decken verladen und beim Kunden montiert, der sie nutzt, liebt, vererbt, umzieht oder nach Jahrzehnten reparieren lässt oder zurückgibt. Dann werden sie nachgeölt, aktualisiert und günstig weitergegeben oder verschenkt oder sie erzeugen – schlimmstenfalls – wieder Wärme in der Trockenkammer für die neuen Möbel – der Kreislauf schließt sich.“

Was wurde in ökologischer Hinsicht erreicht?

Das nahezu autarke Möbelmachergelände mit dem regionalen Musterhaus, das nur von Handwerkern und mit Materialien aus der Region erstellt wurde

Durch den Neubau in Unterkrumbach wurden Autarkie bei Heizung und nahezu 80% beim Strom (seit 2017) erreicht. Brauchwasser kommt aus der Regenwasserzisterne.  Der gesamte Holzbedarf wird garantiert mit mindestens 95% in Franken gedeckt, meist sind es hundert Prozent. Die Verarbeitung zu Möbeln erfolgt konsequent ökologisch, Oberflächenbehandlung mit Naturharzölen. Auslieferung verpackungsfrei mit eingem Fuhrpark.

Was wurde in sozialer Hinsicht erreicht?

Kommunikation zum Weltfrauentag

Auf der Homepage sind alle Auszeichnungen aufgezählt.

Ausbildung

Laut Aussage der Handwerkskammer haben die Möbelmacher die höchste weibliche Ausbildungsquote Bayerns, vermutlich Deutschlands. Seit dem Jahr 1989 haben dort 48 Lehrlinge ihren Abschluss gemacht (knapp 40% waren Frauen) und dabei 48 Preise bei der guten Form oder als Innungsbeste eingeheimst. Einer unserer Meisterschüler gewann den mit 3000 DM dotierten Bayerischen Meisterpreis, Silke wurde in der Prüfung Frankens beste Sekretärin und Nina beste Bayerns.

Sehr frei wählbare Arbeitszeiten

Stärkung des Bewusstseins der Bevölkerung für eine zukunftsfähige Regional- und Kreislaufwirtschaft mit den wichtigsten ökologischen Nachhaltigkeitskriterien:
Reduzieren (qualitativ hochwertige langlebige Produkte kaufen, statt öfter mal was Neues und Wegwerfprodukte)
Recyceln (Wieder- und Weiterverwenden, Gebrauchtmöbelbörse, Regen-/Abwassernutzung, Wirtschaften im weitgehend geschlossenen Kreislauf)
Reparieren (gebrauchte Möbel wieder funktionstüchtig machen und Rücknahme)
Regionalisieren (Holz aus Franken, Partner der Regionalwirtschaft)
Regenerative Energie einsetzen (Solarstrom, Abfallholz)

Was wurde in ökonomischer Hinsicht erreicht?

Das Team nach den anstrengenden Tagen beim Sägen und Holzstapeln

32 Jahre nach Gründung fast ohne Eigenkapital wurden durchgängig alle Löhne bezahlt, keine Kündigungen ausgesprochen und bald ist auch alles abbezahlt (nach Ausstieg des Kompagnons nochmal 10 Jahresfinanzierung von 2015-2025)

Langfristige Bindung der Kunden durch ehrliche und qualitativ hochwertige, langlebige Produkte, die auch repariert und zurückgenommen werden.

Vorreiter in der Postwachstumsbewegung  (Siehe Anhang “ Wir_sind_so_frei_-_Elf_Postwachstumspioniere). 

Was wurde in kultureller Hinsicht erreicht?

Das Gitarrenfestival Hersbruck wurde viele Jahre in der zum Konzertsaal umgebauten Halle der Möbelmachern eröffnet

  • Sinnstiftendes, ganzheitliches Denken und Handeln, sowohl im eigenen Unternehmen als auch in der Gesellschaft. 
  • Veranstaltung der Unterkrumbacher Werkstatt-Tage seit 1998 mit Lesungen, Kunst und Handwerksausstellungen, Konzerten und vielem mehr seit 1998. Sie führten zur zweimaligen Nominierung zum deutschen Kulturförderpreis. Beherbergung der Konzertreihe fränkischer Sommer, Eröffnungskonzerte des internationalen Gitarrenfestivals Hersbruck.
  • Mitinitiator zur Aufnahme Hersbrucks in die Vereinigung der lebenswerten Städte (Cittaslow).
Aus der „brandeins“ von 2007 im Artikel von Georg Waldherr
„Wer über Cittaslow reden will, ist bei Danzer an der richtigen Adresse, denn ohne Danzer und seinen Freund Rainer Wölfel gäbe es Cittaslow in Hersbruck nicht. Von ihnen kam die Anfrage an Plattmeier, der sich erinnert: „Anfangs sagte ich: Herwig, was soll der Quatsch? Wir sind eine aufstrebende, dynamische, moderne Stadt.“ Wölfel hatte mit dem Naturschutzzentrum Wengleinpark die Grundlagen für eine erfolgreiche Bewerbung gelegt. Der Agraringenieur kam für den Bund Naturschutz nach Hersbruck und begann 1996, Naturschutz-, Land- und Waldwirtschaft miteinander zu vernetzen, gemeinsame Strategien und Vermarktungskonzepte zu entwickeln. Er propagierte Arten- und Biotopschutz, veranstaltete 220 natur- und heimatkundliche Exkursionen, 50 Seminare und Fachtagungen und erfand zusammen mit Danzer den „Tag der Regionen“. Erst war nur ein regionaler Kochkurs in den Werkstätten der Möbelmacher geplant, plötzlich hatten sie eine „kleine Grüne Woche“ (Wölfel).“
  • Mit- und Zusammenarbeit  in folgenden kulturellen Vereinigungen:
    Heimat auf´m Teller, Anna M. Scholz Stiftung, Kulturverbund Nürnberger Land, Gitarrenfestival Hersbruck, Dehnberger Hoftheater, Förderverein Kunstmuseum Hersbruck, Verein Dokumentationsstelle KZ Hersbruck

 

Ergänzung

Aus aktuellem Anlass haben wir unsere Liste über die Freundschaften, Mitgliedschaften und Projektpartner aktuealisiert:

Mit  folgenden Vereinen oder Organisationen arbeiten wir zusammen:

Gesellschaftliche Themen
Cocoyoc Eine Welt-Laden (Gründungsmitglied)
Verein Dokumentationsstätte KZ Hersbruck (Mitglied)
Bloggerclub e.V. (Mitglied)
VDK und Hotel und Gaststättenverband (Projektpartner barrierefreie Einrichtung)
Naturfreunde Pommelsbrunn (Mitglied und Projektpartner)
Cittslow Hersbruck (Gründer und Arbeitskreismitglied)
Bayerischer Rundfunk (Projektpartner Frankenschau und Consumenta)
Rotary Club Auerbach (Mitglied)
Hersbrucker Tierheim e.V. (Förderer)
Feuerwehrverein Unterkrumbach (Mitglied)
Altstadtfreunde Hersbruck (Mitglied)

Thema Regionalität

Schreinerinnung Nürnberger Land (Vorstandmitglied)
LAG Nürnberger Land e.v. LEADER (Mitglied)
Handwerkskammer und IHK (Mitglied, Referent und Projektpartner)
Initiativkreis Holz aus der Frankenalb (im Vorstand)
Nürnbergmesse (Projektpartner Bloggertreffen, Nachhaltigkeitskonferenz, …)
Naturschutzzentrum Wengleinpark (Mitglied und Projektpartner Tag der Regionen)
Regionalbewegung Mittelfranken (Sprecher Franken Ost)
Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land (Mitglied und Projektpartner)
Original Regional Metropolregion (Gründungsmitglied und Projektpartner Kochshows)

Ernährung und Lebensmittel

Heimat auf´m Teller (Projektpartner)
Slow Food Deutschland und Convivium Nürnberg (Mitglied und Projektpartner)
Bioverbraucher e.V. (Mitglied und Projektpartner)
Streuobstinitiative Hersbrucker Alb (Projektpartner)
Hutangerprojekt (Projektpartner)

Kulturelle Themen

Dehnberger Hof Theater (Vorstandsmitglied)
Anna M. Scholz Stiftung (im Stiftungsbeirat)
Verein zur Förderung des Gitarrenfestivals Hersbruck (Projektpartner und Konzertveranstalter)
Kulturverbund Nürnberger Land (Mitglied und Projektpartner)
Förderverein Kunstmuseum Hersbruck (aktives Mitglied)
KiCK e.V. (Kleinkunst im City Kino Hersbruck e.V.)
Collegium Musicum Hersbruck (Projektpartner und Konzertveranstalter)
Ensemble Kontraste (Projektpartner und Konzertveranstalter)
fränkischer sommer (Projektpartner und Konzertveranstalter)
Kunst- und Kulturverein Arteschock (Mitglied)
Kulturbahnhof Ottensoos (Projektpartner)

Bildung, Wissenschaft und Forschung 

Oekom-Verlag (Buchrezensionen)
Bund Naturschutz (Projektpartner)
Uni Lüneburg, Prof. Schaltegger (Jurymitglied bei Prüfung)
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm Prof. Wild und Stahlmann (Projektpartner)
WISO bzw. FAU Nürnberg (Gastvorlesung, Projektpartner)
Universität Bayreuth, Prof. Miosga  (Referent und Projektpartner)
Hotelfachschule Pegnitz (Projektpartner)
Bayerisches Umweltministerium (Umweltbotschafter und Projektpartner)
Förderverein Gymnasium Hersbruck (Gründungsmitglied)

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Rainer Wölfel und herwig Danzer 1997

Das war der Bericht vom Nachhaltigkeitspreis 2012, den das Naturschutzzentrum Wengleinpark mit Rainer Wölfel gewann, mit dem wir 1998 den ersten Tag der Regionen in Unterkrumbach veranstalteten.

 

 

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