Symbiose von Ökohof Klischewski, Ziegen und Züchterin Elisabeth Fischer

von Alice Niklaus

P1100764 Wieder einmal in Loch! Die Auffahrt von Hirschbach zum Ökohof Klischeswski ist spannend, enge Kurven, steile Strasse. P1100768 Immerhin, der Schnee ist geschmolzen. Es ist klirrekalt. Ich habe mich mit einer Ziegenzüchterin verabredet und bin gespannt auf sie. Nicht einmal den Namen kenne ich. Das ändert sich jetzt, denn die Frau, die strahlend auf mich zukommt, ist Elisabeth Fischer und ich P1100770 kenne sie als Frau von Ottmar Fischer, der die Streuobstwiesen-Initiative gestartet hat. Der Stall bietet eine Überraschung: P1100772 es riecht nicht nach Dung, sondern nach Heu, der Boden ist trocken, die Nutzung und Einrichtung von Fachmann Klischewski sorgfältig geplant und ausgeführt. Jetzt dürfen die Ziegen in den frisch geputzten Stall und an die P1100781 Futterkrippe. Die quickfidelen Zicklein sind im warmen Stall geblieben. Die einen springen hoch und ausdauernd, die anderen kuscheln am Boden. Waldemar darf sich als Babysitter P1100775 bewähren und Elisabeth verströmt ihre Tierliebe, wo immer sie eingefordet wird. Die Geissen futtern mit Wonne das luftige Gras vom Ökohof. Zwei Haufen Heu liegen bereit. Ich schnuppere daran und bin perplex, denn die beiden Futtervorräte riechen sehr verschieden. Grosses Fragezeichen, einfache Lösung: sie kommen von verschiedenen Weiden. Der Ziegenkäse, den ich am Freitag auf dem Bauernmarkt in Hersbruck kaufe, wird mit Ziegenmilch aus Loch gemacht. Um zum Zickleinfleisch zu kommen muss man sich nach Restaurants erkundigen, die dieses Fleisch auf der Speisekarte stehen haben.

Eine Frau hatte eine Idee, ein Bauer hatte einen leeren Stall, beide leben und arbeiten nach ökologischen Grundsätzen, die Ziegen mit dem schönen Namen "dunkle deutsche Edelziegen" ist die Verbindung. Ich bewundere Elisabeth Fischer für ihren Mut zum Projekt, denn das heisst Dauereinsatz!

Klick in die Fotos!

Mehr erfahren? Auf TrackBacks klicken!

Tropenholzskandal und Parkbankkrise in Nürnberg in aller Stille beigelegt

Im Oktober 2009 konnte Michael Müller von der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land die vielen falschen Angaben in der Zeitung über die vermeintlichen Vorteile von Tropenholz nicht mehr ertragen.  Obwohl wir schon im Vorfeld warnten, dass die Aktion die Parkbänke mit Tropenholz auszustatten ein Flop werden könnte, haben wir uns zurückgehalten, weil die Argumentation des (von uns geschätzten) Umweltreferenten Dr. Peter Pluschke das ganze quasi als "Entwicklungshilfe für Afrika" zu definieren, ja auch nicht ganz unvernünftig klingt. Unvernünftig waren dann aber die vielen fachlich falschen Angaben, die die Firm SÖR veröffentlichte, weshalb Michael Müller dann in einer Ausschusssitzung die Fehler an den Tag brachte. Auch das ZDF berichtete damals über den Nürnberger Tropenholzskandal: 

 

Rund 16 Monate später fragt Andreas Franke von den Nürnberger Nachrichten nochmal nach und schreibt in seinen Artikel vom 14.2.2011:

"Nürnberg  – Für die Nachrüstung von 3500 Sitzbänken in Nürnberg wird nun deutsches Eichenholz eingesetzt. Das teilt der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) auf Nachfrage der Lokalredaktion mit. Nach heftigen politischen Debatten hatte der Stadtrat — entgegen einem ersten Beschluss — den Einsatz von Tropenholz ausgeschlossen."

 

Die Stadträte schwenkten um, auch wenn Sör weiter an seiner Interpretation festhielt. Anfang 2010 hoben sie ihren ersten Beschluss auf und entschieden, dass kein Tropenholz, sondern nur heimisches zertifiziertes Holz zum Einsatz kommen darf (wie berichtet). Seitdem war es wieder ruhig geworden um das Thema. Grund für die Lokalredaktion, einmal nachzufragen, was aus dem Auftrag des Rats an Sör geworden ist.

„Wir haben nun Eichenholz aus dem Schwäbischen gekauft“, sagt Hans-Peter Kaupert von Sör. Und natürlich sei es FSC-zertifiziert, betont er. Für etwa ein Viertel der 3500 Bänke sei das Holz als Blockware bereits geordert worden.

 

Nun gut, immerhin besser als vorher, aber Michael Müller erklärt dazu für die FBG:

"Erst spät reifte die Erkenntnis der Stadträte, dass auch unser heimisches Holz für hochwertige und dauerhafte Produkte zu gebrauchen ist. Man hat sich nun für FSC-Eiche aus dem Schwäbischen entschieden. Na ja, auch in der Metropolregion Nürnberg würden Eichen wachsen, aber man kann nicht alles haben. Irgendwann werden auch die Entscheidungsträger in Nürnberg erkennen, dass „Holz der kurzen Wege“ oft deutliche Vorteile in Bezug auf Nachhaltigkeit gegenüber diversen Ökosiegeln hat."

  Tisch_BernhardUte

Aus unserer heimischen Eiche kann man nicht nur Möbel, sondern auch Parkbänke bauen.

Obwohl sich unsere Kritik nicht gegen FSC, sondern gegen die Falschinformationen von Sör richtete, war auch das Siegel immer mehr unter Beschuss, so zum Beispiel erst vor zwei Wochen in der Sendung Report:

Und weil wir grade beim Kommentieren waren, hat auch hier unsere Forstfachmann Michael Müller das sehr einseitige Bild der Sendung relativiert:

"Kommentar der FBG zur Sendung „report“ in der ARD  zum Thema: „FSC-Ökosiegel“

Auf welches Ökosiegel können wir uns denn noch verlassen? Dass auch bei FSC nicht alles Gold ist was glänzt, ist klar, aber dass bei den Kontrollen schon scharf überwacht wird, konnten wir erst kürzlich am eigenen Betrieb erfahren. Ziehen wir doch mal den Umkehrschluss: Wenn solche Abholzaktionen in FSC-Wäldern in Skandinavien zulässig sind, wie werden dann dort die nicht zertifizierten Wälder behandelt? Darüber will ich gar nicht intensiv nachdenken! Ein Grundproblem bei FSC sind sicherlich die unterschiedlichen Standards, die weltweit angewandt werden. Ein FSC-Wald in Skandinavien oder Brasilien wird definitiv anders bewirtschaftet als ein FSC-Wald in Deutschland.

Grundsätzlich bleibt festzuhalten: Holznutzung bzw. Holzverwendung ist aus vielerlei ökologischen Gründen absolut sinnvoll, wenn es sich dann noch um „Holz der kurzen Wege“ aus heimischen Wäldern handelt liegt man goldrichtig."

 

Aber es gibt auch etwas sehr positives über diese Geschichte zu berichten. Trotz unserer durchaus lästigen Aktionen gegen die Tropenholzpläne der Stadt und des Umweltreferates war die Zusammenarbeit auf allen anderen Ebenen (wie zum Beispiel Deutscher Lokaler Nachhaltigkeitspreis, Bio-Innung, Biofach oder BIO-erleben) weiterhin sehr harmonisch. So will der Initiativkreis Holz aus der Frankenalb und die Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land auch in Zukunft als verlässlicher Partner gemeinsam mit anderen Holznutzern nach den besten Lösungen suchen.

+++++++++++++++++++++++

Die wichtigsten Links zum Thema:

Diesen Beitrag in der Tagesschau sollten alle sehen, auch wenn es nicht genau um die Baumart (Sapelli) und das Gebiet geht, das für die Nürnberger Parkbänke geplant ist. Das Geld kommt nicht bei der Bevölkerung, sondern bei den Holzfirmen an. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen. 

Andere Beitrag zum gleichen Thema im Archiv der Tagesschau.

 

+++++++++++

Stellungnahme zur Tropenholzdiskussion für Nürnberger Parkbänke vom Initiativkreis Holz aus der Frankenalb.

Was in der Sitzung des Umweltausschusses der Stadt Nürnberg passierte.


Sitzungsvorlage: Tropenholz Parkbänke UmwA 071009 herunterladen

Stellungnahme von Christine Seer von den Grünen

Farmblogger Micha Wenzl zum Thema: "Kriegt Nürnberg noch die Kurve?"

Artikel im Waldbog

Offener Brief (der alles sagt) an die Stadt Nürnberg von Pro Regenwald

Artikel über FSC bei Bluepingu

Artikel im Waldblog von Gerhard Zirkel

Protestaktion Rettet den Regenwald

Erhellender Artikel auf Zeit-Online

Bloggertreffen auf der Biofach 2011

  SecceohneAlkohol Nein, so wenig Zeit für die Biofach hatte ich leider noch nie. Bin erst am Freitag gegen 13:30 gekommen und durfte mich auch am Samstag in Unterkrumbach um Kunden kümmern, was in einer Nicht-Biobranche wie der Einrichtungsbrache trotz Massivholz und Naturharzölen einfach vorgeht. So habe ich im Vorbeihetzen grade noch eine alkoholfreie Alternative zum Prosecco entdeckt (nein, das hatte nix mit der Präsentation auf Foto Nr. 1 zu tun), denn wir brauchen das für unsere Kunden und Gäste immer öfter, denn Orangensaft im Sektglas ist einfach nur f(r)u(r)chtbar.

Hubert Rottner hat mich dann in die Vorträge der kleinen Karmkonsumkonferenz geschleppt, wo mich Wurstsack Hendrik Haase als Beleg nutzte, dass auch Alte im Netz was zu melden hätten. Und das noch zwei Jahre vor meinem 50-sten … . P1050066 Dann durfte ich Sina Trinkwalder im RL (richtigen Leben) kennen lernen, mit deren Betrieb Manomama uns viele Parallelen verbinden. So zum Beispiel der neurotisch öko- und regionale Ansatz, aber auch Gedanken über Rücknahme, Reparatur oder Weiterverkauf unserer Möbel, bzw. ihrer Textilien. Nur machen wir das schon seit 22 Jahren und diese Staubschicht spürt man nicht zuletzt daran, wie gelassen – an manchen Stellen sogar positiv (!) – wir die Professionalisierung in der Biobranche sehen, über die sich traditionell neue Gäste des Bloggertreffens auf jeder Biofach beschweren. 

Cause I´m a Wanderer, I´m a Wanderer, I´ll go around around around ….

Danach mit Micha Wenzl auf die andere Seite des Messegeländes gewandert und unterwegs den singenden Barkeeper bei der Lammsbräu bestaunt. Tja und da waren wir dann auch schon am als gemütliche Lounge gestalteten Veranstaltungsort des Bloggertreffens auf der Biofach, das wir zusammen mit Peter Ottmann, dem Pressesprecher der  Nürnbergmesse vor vier Jahren aus der Taufe gehoben haben. Allen Unkenrufen vom Bloggersterben zum Trotz lockte dasselbe immerhin 68 Menschen an. Von denen outeten sich nur zwei als Nichtblogger (Peter und @Pingu) – aber Peter als Veranstalter und Pingu als fränkisches Twitter-Urgestein durften bleiben. 2011_BF_50111

War ja klar, dass in dem Moment, als die von den Organisatorinnen Manja Rupprecht und Susa Franz zusätzliche georderten Stühle eintrafen, sich dann doch lieber alle auf den Barhockern platzierten (und mit den leeren Stühlen das Foto der überfüllten Feierlichkeit verhinderten). Aber diese Kleinigkeit war vielleicht nötig, denn sonst hätte alles zuu perfekt geklappt. Das Buffet war nicht nur köstlich (auch wenn der Fleischanteil diskutiert wurde – ich fands o.k.), sondern machte auch die 68 Gäste satt, obwohl  nur knapp 40 angemeldet waren. An der unumgänglichen Anmeldung sollten wir noch arbeiten, denn einerseits wollen wir natürlich niemand aussperren, andererseits lebt die Idee des Bloggertreffens nicht zuletzt von der Vernetzung im Vorfeld per Anmeldung und die Akkreditierung als Pressemensch.

 

Begrüßungsrede: Den Begriff der Nachhaltigkeit nicht aufgeben, sondern mit Inhalt füllen

MarmotMünchen11Markii_0026 Am Tag vor dem Bloggertreffen planten wir mit Marmot einen Flagshipstore (Vorzeigeladen), bei dem erstmals in der Geschichte der Outdoorproduzenten alle verwendeten Materialien ehrlich sein sollen. Also Massivholz, Glas, Edelstahl und z.B. Solnhofer Platten. Wenige Stunden später beim Treffen „Dialog Nachhaltiges Wirtschaften“ bei den Grünen in München, BloggertreffenBiofach11__0021 erklärten dieselben – gelehnt an einen billigen Stehtisch aus China, nahezu baugleich mit dem von mir verwendeten, wenn auch mit edlerer Umkleidung) – dass sie den Ausdruck "Nachhaltigkeit" ob seines inflationären Gebrauchs eigentlich gar nicht mehr anwenden wollten. Das erinnerte mich an eine Gespräch mit Gabriele Fischer von brandeins im Jahr 2005 mit der gleichen Aussage, die mich von der Benennung unseres Blogs als "Nachhaltigkeitsblog" gleichwohl nicht abhielt, sondern bestätigte: 2011_BF_50194 Nachhaltigkeit kommt aus der Holzwirtschaft und wer – wenn nicht wir Nachhaltigkeitsblogger – müssen diesen Begriff mit glaubwürdigem Inhalt füllen. Sinas Geschichte der aufgetakelten Mädels, die sich ob einer Tierquälereigeschichte "nachhaltig schockiert" zeigten, war da nur Wasser auf meine Mühlen.

Meine Aufforderung, nicht nur auf die Lebensmittel, sondern auch auf die Materialien der Einrichtung zu achten, wird im Messegeschehen wohl untergehen (auch wenn die Nürnbergmesse immerhin schon zwei von ??? Büros nach diesen Kriterien einrichtete).

Als Senior-Blogger konnte ich mir auch die Ermahnung nicht verkneifen, in Zukunft auf das korrekte Zitieren zu achten, wer weiß heute schon, wer noch alles über diese Hürde stolpern wird. Die Beschreibung des Abendprogramms war überschaubar:

 

Das Abendprogramm

Begrüßung – Vorstellungsrunde (bei 68 Teilnehmern auf 140 Zeichen beschränkt) – Buffet. 2011_BF_50268

Dass wir vergleichsweise früh nach Hause kamen, verdanken wir der Party im K4, die Blupingu organisierte.

Nochmal vielen Dank an Maja Rupprecht, Susa Franz, Peter Ottmann und Micha Wenzl und alle zum Teil weit angereisten Teilnehmer. Scheint nicht ganz unwahrscheinlich, dass wir auch im nächsten Jahr wieder zum Treffen der Nachhaltigkeitsblogger auf der Biofach einladen werden …

++++++++++++++

Angemeldet hat man sich im Kommentarfeld der Einladung.

Alle Links und Bilder zu den Blogbeiträgen gibt es sicher bald vom Listenman bei Blogertreffen.org

Schöne Foto-Impressionen der Biofach von Peter Spandel

Unsere Fotos (Micha und herwig) auf Facebook (dort könnte man auch mal auf Gefällt mir klicken)

Frank Boxler hat für die Nürnbergmesse beim Bloggertreffen fotografiert (einige Fotos dieses Artikels haben wir uns dort dankbar heruntergeladen)

Wenn sich jemand fände, der Video schneiden möchte, würden wir ihm glatt die Rohdaten zur Verfügung stellen, ich bin damit temporal, temporär, äh, also halt zeitlich leider überfordert, habe aber eine geduldige Festplatte …

 

„Dialog Nachhaltiges Wirtschaften“

Rund ums Brandholz zwischen Hartenberg und Vorderhaslach

von Alice Niklaus

Ein sonniger, kalter Februarnachmittag.

Um meinen darniederliegenden Vitamin D-Mangel aufzufüllen, bin ich bereit, einen Ausflug zum Tippi zu wagen, trotz des beissenden Windes. Hartenberg oberhalb von Förrenbach ist mein Ausgangspunkt zum Thema "was es doch alles so gibt in der Gemeinde Happurg", zu der der Weiler Hartenberg gehört. P1100755 Vor Jahren habe    ich dieses Tipi entdeckt. Es steht immer noch und wird genutzt, die Spuren im Schnee führen direkt ins Indianerland.

P1100757

Bei Vorderhaslach ruht der Hüllweiher noch unter einer Eisdecke und auf der Wiese daneben tummelt sich ein junges Wildschwein. P1100759 Keine schlechte Nachahmung, im ersten Moment gelingt die Täuschung. Hinter den Gebäuden von Vorderhaslach beginnt P1100760 ein "Alleeweg", der mir aus früheren Spaziergängen in Erinnerung ist. Auch ihn finde ich noch vor, er ist inzwischen etwas gealtert und nur mit Vorsicht zu geniessen. Im mittleren, steilen Teil liegen kreuz und quer frisch gefällte Bäume. Anscheinend wird der Weg hier  freigelegt und wieder begehbar gemacht. Schön ist die Allee bevor sie an der Strasse Hinterhaslach-Breitenbrunn endet.Winterwanderungen sind etwas Besonderes, es gibt keine Bregenzung durch Zäune und Weiden, Wege kann man selber erfinden.

Klick in die Fotos!

Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit in der Werbung für Küchen und Möbel aus Massivholz

PRESSEMITTEILUNG

Seit 22 Jahren fertigen die Möbelmacher aus Unterkrumbach im Nürnberger Land ausschließlich Massivholzmöbel in Einzelanfertigung aus dem Holz der Region. Beworben wird der ungewöhnliche Service der Kompletteinrichtung nicht nur durch Weiterempfehlung und Messeauftritte, sondern seit 1997 auch durch ein Jahrbuch in Kalenderform.

Kalender_screen

Dort werden interessante Einrichtungsbeispiele wie Küchen Wohnzimmer oder Büros des letzten Jahres meist zusammen mit ihren Besitzern vorgestellt. Dabei geht es weniger um den Verkauf der gezeigten Produkte, sondern um die Idee, zusammen mit den Möbelmachern eigene Einrichtungswünsche zu verwirklichen.

Für das Jahrbuch 2011 wurden beim Fotografieren zusätzlich Videos in einer Küche und einem Berliner Büro gedreht, in dem die Kunden von den Erfahrungen mit den Möbelmachern berichten. So erklärt zum Beispiel der Geschäftsführer der Beratergesellschaft kcw deren Bezug zur Nachhaltigkeit und die Büroorganistorin die erfolgreiche Zusammenarbeit von den Entwürfen bis zur Montage.

Familie Müller hat für den Fototermin ein dreigängiges Menü als Kochshow vorbereitet, aus den drei Stunden Videoaufnahmen entstanden 4 Minuten glaubwürdige Werbung für die Massivholzküchen aus Franken. Die Begeisterung für die Planung, die Verarbeitung und die ausgewählten Geräte sind ein beeindruckendes Zeugnis von Kundenzufriedenheit.

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für die Möbelmacher nicht nur die Verwirklichung regionaler und ökologischer Kreisläufe, sondern auch ehrliche Kommunikation auf allen Kanälen. Der neueste und wohl glaubwürdigste Baustein für ganzheitliche Werbung sind Videos, in denen die Kunden selbst zu Wort kommen.

Abgesagt: Neuwahlen im Slowfood Convivium Nürnberg

Akutalisierung: Der Termin wurde abgesagt. Wir informieren, wenn der neue Termin bekannt ist.

Weil der Termin der Jahresversammlung des Slowfood Conviviums Nürnberg etwas ungünstig gewählt wurde, liegt die Bewerbung um die Leitung des Conviviums Nürnberg von Claus Fesel jetzt digital vor. Wir rufen wie immer alle Slow Food Mitlgieder auf, an dem Treffen und der Wahl am 1. März teilzunehmen.

Beginn: 1. März, 19:00 Uhr 

Ort: Mobile Kochkunst – Gabriele Hussenether

Weinmarkt 10, 90403 Nürnberg Telefon: 0911-3651891

++++++++++++++++++++++++++++++++++

Das Bewerbungsvideo:

 

Das Bewerbungsschreiben von Claus Fesel:

+++++++++++++++++++++++++++++++++

       Claus_Fesel_WEB                                                                   

 

BEWERBUNG

 

                                                                              Lauf 15. Februar 2011

Claus  Fesel                                                                           

Krämerstrasse 16

D – 91207       Lauf

Tel. : 09123 – 990413

Mobi: 0175 – 9378663

Mail: claus.fesel@t-online.de

 

An die Mitglieder des Conviviums Nürnberg

 

Bewerbung um das Amt des Convivienleiters

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

liebe Mit-Schnecken,

 

hiermit möchte ich mich bei Euch schriftlich bewerben für und um das Amt des Convivienleiters für das Convivium Nürnberg.

 

Warum schriftlich?

Ich habe Gerhard Tremel am 10. Januar – lange bevor die Einladung zur MV rausging – gebeten die Mitgliederversammlung auf den April zu verschieben. Denn am 1. März ist die CeBIT in Hannover und ich trage die Verantwortung als Standleiter für 250 Mitarbeiter und kann nicht mal so eben nach Nürnberg komme. Auf meine Mail habe ich keine Antwort bekommen – nur am 27.1.2011 die Einladung zur MV. Schade.

 

Wer bin ich?

Claus Fesel Jahrgang 1962, in Hamburg geboren. Mitglied bei Slow Food seit 1.4.2004.

Beruflich seit 23 Jahren bei DATEV und dort seit 19 Jahren mit Führungsaufgaben betraut. Ich habe das Wachstum des Unternehmens von 2000 auf 5500 Mitarbeiter in verschiedenen Funktionen im Vertrieb, Consulting, Produktmanagement, Vertriebsunterstützung und Händlerbetreuung begleitet. 2000 übernahm ich den Aufbau der Online-Kommunikation der DATEV, 2004 die Verantwortung für die gesamte Marketing- und Servicekommunikation und  seit 2008 bin ich als Leiter Zentrales Marketing für die interne und externe Kommunikation, Messen und Events direkt dem Vorstand gegenüber verantwortlich.

 

Seit 8 Jahren Kreisvorsitzender des Kreisverbandes Nürnberger Land der Grünen und seit neuestem auch Vizepräsident des Marketing Clubs Nürnberg mit 300 Mitgliedern.

 

Warum will ich Convivienleiter werden?

Slow Food ist für mich mehr als eine Organisation zum gemeinsamen Essen und Trinken (was aber sehr, sehr wichtig ist….). Ich muss die Ideen von Slow Food hier nicht wiedergeben. Zu denen stehe ich 100% und hoffe auch in meiner politischen Arbeit dort einen Beitrag zu leisten. Weil ich die Ideen des Vereins teile, möchte ich mich auch engagieren und einbringen. Das habe ich auch seit 2006 mit Gerhard Tremel als Vorsitzenden gerne getan.

 

Im Februar 2010 kam es dann zu einem Zerwürfnis in der Causa Rottner und ich habe meine Ämter niedergelegt und Stillschweigen bewahrt.

 

Jetzt wird aber neu gewählt und ich möchte eine personelle Alternative anbieten. Wobei ich nicht weiß, ob Gerhard Tremel noch einmal antritt.

 

Was macht den Unterschied?

Inhaltlich zu den Themen von Slow Food natürliche keine.

 

Aber ich möchte,

  • dass in der Arbeit des Conviviums Nürnberg in der Metropolregion das SF Motto Gut-Sauber-Fair nach innen und nach außen (auch zu den Gastronomen & Produzenten in der Region) gilt,
  • neue Impulse für die Tafelrunden – auch zur Neumitgliedergewinnung
  • dass Mitglieder (auch die, die sich zurück gezogen haben) wieder eingebunden werden,
  • vermehrt Veranstaltungen auch für den kleinen Geldbeutel und Familien angeboten werden.
  • Ein partizipativer Stil einkehrt, denn ich kann alleine nicht soviel wissen, wie wir alle zusammen.

Ich denke, es ist einfach eine andere Art des Auftritts.

 

Wer macht noch mit?

 Ich würde mir wünschen, dass Peter Schubert  als Stellvertreter (und für die Kasse) auch mit mir als Convivienleiter weitermacht (für den Vorsitz war er nicht zu gewinnen…). Sie kennen ihn alle. Mit ihm verbindet mich ein vertrauensvolles Verhältnis seit Anbeginn unserer gemeinsamen Arbeit 2006. Er hat mir signalisiert, dass er auch bei einem Wechsel der Convivienleitung in den bisherigen Positionen weitermachen würde. Und ich freue mich, wenn wir die schon damals gute Zusammenarbeit – falls Sie wollen – wieder fortsetzen können.

 

Zudem hat sich ein relativ neuer (seit 2009) und junger (32 Jahre) Slow Foodler schon einen Namen als Internet-Schnecke gemacht (Sie alle kennen Ihn Direkt/indirekt unter anderem als veröffentlichenden des News Letters und verschiedener Veranstaltungen). Da er unabhängig von Personen und Namen dem Slow-Food-Gedanken sehr verbunden ist, würde er auch unter meiner Convivien-Leitung für ein persönliches Engagement zur Verfügung stehen. Ich persönlich würde  mir ihn als zweiten Stellvertreter wünschen. Er wird auch bei der Mitgliederversammlung anwesend sein.

 

Und viele andere Mitglieder haben die Unterstützung zugesagt für einen neuen frischen Auftritt des Conviviums, und ich bin sicher, wir schaffen das.

 

Ich bitte Sie deshalb ganz herzlich um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme für mich und für das Team.

 

Melden Sie sich zur Mitgliederversammlung an und stimmen Sie für uns.
Genuss gestalten. Gemeinsam.

 

Wenn Sie mich „sehen wollen“ finden Sie weiter oben auch ein Video.

 

Mit herzlichen & genussreichen Grüßen

Ihr

Claus Fesel

+++++++++++++++++++++++

Zur Geschichte von Slow Food Nürnberg und der Slow City (Cittaslow) Hersbruck.

 

 

Nachhaltiges Eis

von Alice Niklaus

Nein, nicht Eis als Nachtisch, sondern das Produkt aus dem eigenen Garten ist gemeint!

P1100748a   Die dicke Eisplatte im Weiher wurde von mir zerschlagen, daraus ergibt sich

P1100752 P1100750

Impression 1                                    Impression 2

Wenn einem als Name nichts anderes einfällt, ist "Impression" als Bezeichnung eines Kunstwerks immer eine gute Wahl.

Klick in die Fotos!

Biofachblogger 2011

Zur Einladung zum vierten Bloggertreffen

Alle Blogger die auch 2011 wieder am Bloggertreffen teilnehmen:

Axel Weiß – Umweltblog
Benjamin Hohlmann – www.benjamin-hohlmann.de
Christoph Harrach – Karmakonsum
Clemens Rüttler
– natureinrichtungshaus.de
Frank Braun – bluepingu
Frans Prins – grass-routes.org

Franziska Schmid – www.veggie-love.de
Gerhard Schoolmann – gastronomie blog
Johannes Korten – www.blog.gls.de
Heike von Broock – naturkosmetik12.de
Heiko Kunkel – www.olschis-world.de
Hendrik Haase http://wurstsack.blogspot.com
herwig Danzer – Nachhaltigkeitsblog
Horst Klier – Leben ohne Diät
Ingmar & Jörg Kaufmann – www.aronia-original.de
Jonathan – waldorfpatriot.tumblr.com
Kay Jarchov – www.meer-bio.de
Klaus-Peter Baumgardt – Fressnet
Manuel Rosenboom – Vitalgenuss
Martina Nachtsheim www.wegwartehof.at/blog.php/
Matthew Horner – fairlangen.org
Matthias Metze – viva-vino-biowein
Oliver Adria – www.faktorn.de
Roland Dunzendorfer – Landscaping Blog
Sebastian Backhaus`Blog
Sina Marie Trinkwalder – www.manomama.de
Susanne Wiemer – www.goldmarie-kommunikation.de
Thomas Turner – ideen-fuer-nachhaltigkeit.blogspot.com

 

Möbelmesse in Köln – Teil 5: Living Kitchen mit Gutmann, Dornbracht und Gaggenau

Moebelmesse2011__0157 Jetzt aber wirklich der letzte Artikel von der Möbelmesse und der Living Kitchen.

 

Gaggenau

Es wurde an jenem Preview-Montag immer später und ich musste doch noch alle wichtigen Partner schaffen. Deswegen konnte der Neugierbesuch bei Gaggenau nicht so lange dauern, obwohl ich den neten Koch schon lange kenne (tauchte auch in diesem Blogbericht von 2007 schon auf) Moebelmesse2011__0151und den Stand mit den Original-Gitterboxen und Geräteteilen sehr originell fand. Auch die uralte Firmenschrift hatten sie dabei und die ersten Bänke aus den Werkhallen. Sicher die hübscheste aller Siemens-Töchter, mit einem auf den ersten Blick beeindruckend intelligenten Induktionskochfeld, dessen Zusatznutzen (für die Köchin) ich aber noch nicht ganz verstanden hab.

DornbrachtMoebelmesse2011__0152

Eine vollelektronische Spülarmatur hat uns grade noch gefehlt, auch wenn man bei genauem Hinschauen auf die nette Beraterin einige reizende Vorteile erkennen kann. Auf einen Knopfdruck schließt sie zum Beispiel den Auslauf, gibt Spülmittel zu und füllt das Becken in der programmierten Temperatur mit der richtigen Menge Wasser. Schon beeindruckend.

 Gutmann

Moebelmesse2011__0191Leider kam ich erst gegen 18 Uhr bei unserem zweiten Hersteller für Dunstabzugshauben (neben Miele) an, aber unser Vertriebspartner Herr Leimeister hat in aller Ruhe auch nach Messeschluss noch alles gezeigt. Zum Beispiel die Leistung der Hauben, wenn man eine Pexiglasscheibe mit 2.5 kg Gewicht drunterhängt. Oder die Leistung eines Motors, der auf Schienen montiert ist. Das Neueste aber war eine Haube, die vom Mittelzentrum aus absaugt Moebelmesse2011__0187 , was bei dem aktuellen Hype um die Bora-Technik verständlich ist, auch wenn ich generell von der Überlastung des Mittelzentrums mit der Lufttechnik aus Platzgründen nicht begeistert bin. Und dann kommen da auch noch die ganzen Fugen dazu, die mich beim Reinigen deutlich mehr nerven würden, als die Haube ÜBER dem Kopf – nicht genau vorm Hirn, wo sie leider häufig ungünstig montiert wird. Und natürlich gibt es von der neuen Gutmann-Mutter Elica auch eine Haube im Mittelzentrum, die sogar ganz lustig aussieht, aber mit einem Tepan Yaki deutlich überfordert wäre. Das ist aber fast immer so: pro Jahr und Firma viele neue Hauben, aber keine kann unsere meist großen Kochfelder vernüftig absaugen. Dunstabzugshauben werden leider immer mehr über das Design verkauft, immer weniger über die Funktion. 

Matteo Thun und sein Küchenprojekt

Moebelmesse2011__0183 Nun gut ich war zu spät, aber ich hatte schon den Eindruck, ich hätte es verstehen können, wäre auf der großen Fläche etwas geboten, was diese intellektuelle Textflut begründen könnte. Jetzt war es natürlich schön den berühmten Architekten als Vertreter der Idee Massivholzküche zu sehen, aber ob eine von unten schlecht unterleuchtete Marmorplatte tatsächlich eine gute Idee für die Küche ist, wage ich zu bezweifeln. Moebelmesse2011__0180 Der hochgeistige Hintergrund durch die stilisierte Feuerstelle war zugegeben immerhin ungewöhnlich, angeschürt hatte man aber offensichtlich nicht.

Das wäre das Feuer gewesen, mit dem ich meinen Messebesuch in Köln hätte beenden können, aber ich konnte auch so halbwegs beruhigt heimfahren. Habe den Eindruck gewinnen können, dass nichts auf dem Markt ist, was wir nicht mitbekommen haben. Unsere Kunden können sich also weiterhin auf eine ehrliche Beratung verlassen, die auch bei Marken, die wir nicht im Programm haben so objektiv wie möglich einbezieht und die keine Neuerungen bei den Küchengeräten und Designs auslässt. Knapp 5 Stunden nach dem Verlassen des Thun-Standes war ich auch schon wieder zu Hause in Unterkrumbach, was für eine Ruhe …

 

Bericht von der Möbelmesse Teil 1 mit Pro Natura

Bericht von der Möbelmesse Teil 2 mit Kneer

Bericht von der Möbelmesse Teil 3 mit Pro Natura

Bericht von der Möbelmesse und Living Kitchen Teil 4 mit Miele, Dornbracht und Quooker

Winterspaziergang im Hutanger „Laufer Hardt“

von Alice Niklaus

Im Hutanger-Prospekt "Natur in Lauf" wird die Hardt so beschrieben: "Grösse ca 1,7 ha, Beseitigung der Verbuschung: 2004. Derzeitige Bewirtschaftung: Mahd. Hardt bedeutet im Mittelhochdeutschen Wald und Weide. Das Gebiet reichte früher bis zum Erbsenboden und erstreckte sich im Osten bis zur Kunigundenstrasse und im Süden bis zur Espanstrasse."

P1100709 Der heutige noch überlebende Angeranteil liegt zwischen "Bad" entlang des Bitterbachs und der Sportanlage TV 1877. Der Waldanteil macht nach der Steigung einen Dreh um 45 Grad nach rechts und endet am Berg bei der Vogelhoferstrasse, P1100714 alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit. Am einfachsten ist hinzugehen, die Baum- und Graslandschaft einzuschätzen und auf Hutangerzugehörigkeit zu prüfen. Eichen rechts und links und auch als P1100716 Alleebäume. Ich möchte zum Bitterbach hinunter, dessen Wasser ist aber an dieser Stelle statisch, weil vereist. Zurück übers romantische Brücklein und hoch zur Wiese vor der Sportanlage TV 1877. Ich werden als Suchende erkannt, P1100722 weshalb mir ein freundlicher Mensch den Besuch des Bitterbachs ans Herz legt. Eigentlich will ich den Hutanger begehen, den kennt wiederum er nicht. Die fünf alten Obstbäume gehören doch dazu, nicht wahr? Eine grosse weisse P1100723 Wiese mit zarten Spuren im Schnee, denen ich nachgehe. Abdrücke von Füsschen sind keine zu finden, welches Bäuchlein hat sich hier denn wohin geschleift? Nur ein Loch kann das Ziel sein. Ob das Mäuschen – wenn es denn P1100724 eines war – auf Nahrungssuche unterwegs war?  Kalte Füsse zwingen mich zur Umkehr. Meine Gedanken sind etwas zwiespältig, denn dieser Anger hat in mir keine P1100728a wohligen Gefühle ausgelöst. Die Stadt drückt mit den Strassen, Gärten, Häusern allzunah auf die Hardt. Immerhin: Zum Schluss schickt die Sonne ihre Strahlen doch noch einen kurzen Moment zum Wasser des Bitterbachs.

Klick in die Fotos!

Hier gehts zur Hutanger-Google-Map!