von | 17. Juni 2018

Jubiläumskonzert des Collegium Musicum mit Männerchor bei den Werkstatt-Tagen

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Die 20-jährige und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Susanne und Rudolf Pflaumer und dem Collegium Musicum Hersbruck haben wir in diesem Blogartikel mit der Einladung leidenschaftlich beschrieben. Den einfühlsamen Bericht über den wunderbaren Nachmittag überlassen wir deshalb Annika Liedel von der HZ, die leider etwas früh gehen musste, weshalb der Erfinder der Werkstatt-Tage, Anselm Stieber, ihn ergänzte. Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren über hundert Gästen, bei der Hersbrucker Zeitung für 30 Jahre  freundschaftliche Kooperation, beim Collegium Musicum für stets innovative Auftritte, beim Hutzelhof für die liebevolle Bio-Verköstigung  und beim Gesangverein Alfeld, der dem Nachmittag die besondere Note gab (vom anschließenden Abend bis der Bus fuhr ganz zu schweigen…).

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Musik in Möbelmanufaktur

 

Jubelklänge von Collegium Musicum und Alfelder Männerchor bei den Werkstatttagen

UNTERKRUMBACH – Was haben Möbelhersteller und ein Streichorchester gemeinsam? Nicht viel? Im Gegenteil! Anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens luden die Möbelmacher nach Unterkrumbach zum gemeinsamen Konzert mit dem Collegium Musicum Hersbruck und dem Alfelder Männergesangverein.

Es gab viel zu jubeln: 20 Jahre Unterkrumbacher Werkstatttage, 30 Jahre Möbelmacher, außerdem 35 Jahre Collegium Musicum. Erwähnenswert ist auch das Alter des Alfelder Männergesangvereins, der es auf stolze 166 Jahre bringt. Am dritten Tag dieser 20.Werkstatttage also sollte nun das Collegium Musicum gemeinsam mit dem Gesangverein ein Jubiläumskonzert in der Produktionshalle der Möbelmacher geben.

Susanne Pflaumer, Leiterin des Orchesters, brachte es auf den Punkt: Was würde sich als Auftaktstück besser eignen, als ein Auszug aus dem Concerto Grosso von Georg Friedrich Händel? Freudig und erwartungsvoll klang es durch die Halle, souverän und kunstvoll spielte das Orchester romantische Melodien von Edvard Grieg. Oleg und Daniel Galperin spielten ein fantastisches Cellosolo in Antonio Vivaldis „Concerto per due Violoncelli“. Es klang nach Heimat, durch die schwebenden, verträumten Klänge des Collegiums und durch die Stimmen der Sänger, die traditionellen Liedern Gefühl und Leben geben.

Um nun die Eingangsfrage zu betrachten: Eine Möbelwerkstatt und ein Orchester, wo liegen denn da die Gemeinsamkeiten? Pflaumer sowie herwig Danzer, Geschäftsführer und Mitgründer der Möbelmacher im Jahr 1988, beantworteten diese Frage lebendig mittels erklärtem Konzert, ließen ihre Worte durch die Musik beflügeln. Es gehe um Heimat, um Nachhaltigkeit und um Tradition. Nachhaltigkeit finde man bei den Möbelmachern, durch Kundennähe und bewusst umweltschonende Produktion, ebenso wie in der Musik. Musik bleibe erhalten, egal, wie oft man sie spielt, kommentierte Pflaumer.

Dynamische Nuancen

Anselm Stieber hatte mit seiner Geige vor 20 Jahren den Klang in der Halle der Möbelmacher für gut befunden und die Idee eines Konzerts aufgebracht. Damit war der Grundstein für den diesjährigen Auftritt gelegt, der mit Rhythmus und Mehrstimmigkeit im dritten der sechs Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach (1685-1750) in Teil zwei ging. Festlichkeit und Lebensfreude hatte Bach in die Noten geschrieben, was auch den Streichern des Collegium Musicum beim Musizieren sichtlich Spaß machte.
„Der Lindenbaum“ von Franz Schubert (1797-1828) und das bekannte, sehr volksnahe italienische „La Montanara“ von Antonio Ortelli (1904-2000) aus der Sagenwelt der Dolomiten sind Lieder, die das Thema „Heimat“ aufgreifen. Dem Alfelder Männerchor mit seinem homogenen Klang und seiner Fähigkeit zu dynamischen Nuancen waren diese Lieder auf den Leib geschrieben.

Ein Abstecher in neuere Zeiten führte zu Bèla Bartòks (1881-1945) Rumänischen Volkstänzen. Das sind sechs sehr kurze, rhythmisch anspruchsvolle Bearbeitungen von originalen Tänzen für Streicher mit lustigen Namen wie zum Beispiel „Gürteltanz“, „Der Stampfer“ oder „Horntanz“. Flageolettspiel (Andreas Gabriel) und andere Streicherraffinessen meisterte das Collegium Musicum unter der präzisen Führung von Susanne Pflaumer.

Selbst die Pause war ein Erlebnis

Es gab dann noch einmal eine Komposition von Franz Schubert, das Ständchen „Zögerndleise“ nach einem Text von Franz Grillparzer für Sopran, Männerchor und Streicher. Der leicht und genau geführte Sopran von Bianca Kölbel entwickelte das Zwiegespräch mit dem Chor einfühlsam und stilvoll. Die Spiccatofiguren bei den Streichern bildeten einen duftigen, melodiösen Hintergrund.
Mit einem humorvollen Lied des Chansonniers Reinhard Mey und einem lustigen Potpourri als Zugaben bedankten sich Pflaumer und der Männerchor für den verdienten Beifall.

ANNIKA LIEDEL, ANSELM STIEBER

Konzerte in einer Schreinerei bergen ein paar Besonderheiten

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Noch mehr Fotos vom Konzert

 

Alles über die 20. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage auf der Homepage

Der Artikel über die Vernissage bei den 20. Werkstatt-Tagen am Freitag

Der Artikel über den Kochworkshop am Samstag früh

Der Artikel über den Weinvortag am Samstag

Der Artikel über das Abschlusskonzert am Sonntag

Der Artikel über die beiden Tage der offenen Tür

Das ausführliche HZ- Interview über 20 Jahre Werkstatt-Tage 

 

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