Vom Ende der Zusammenarbeit mit den Nürnberger Nachrichten
Der folgende Beitrag ist vermutlich der letzte, den wir für die Hersbrucker Zeitung (HZ) als Pressemeldung verfasst haben. Seit der Übernahme der HZ durch die Nürnberger Nachrichten (NN) haben sich viele Abläufe verändert – leider nicht immer zum Besseren.
Seit 2003 haben wir fast hundert Beiträge für die Hersbrucker Zeitung und ihre Sonderseiten zu Themen wie Einrichtung, Wohnkultur und Handwerk verfasst. Wir wollten inhaltlich wertvolle Artikel liefern – als Gegenentwurf zu den oberflächlichen Füllartikeln in Rubriken wie „Schöner Wohnen“ oder „Unser Haus“.
Wie alles begann – und wie es endete
Anfangs berichteten wir noch firmenneutral – etwa von der Möbelmesse in Köln oder anderen Einrichtungstrends. Einige Artikel entstanden auch als Pressesprecher der Schreinerinnung. Mit der Zeit einigten wir uns jedoch darauf, die Beiträge als „Anzeigen“ zu kennzeichnen – obwohl sie redaktionelle Inhalte blieben. Der Grund? Die Redaktion erhielt gelegentlich Beschwerden wie: „Warum wird schon wieder über die Möbelmacher berichtet?“ Ironischerweise reichten die Kritiker selbst nie eigene Artikel ein. So wurde unser Procedere zur pragmatischen Lösung.
Ein Blick zurück: Unsere Pressemeldungen seit 2003 (seit 2005 auch immer im Blog veröffentlicht) finden wir eigentlich heute noch schlüssig – und sie müssten für eine Neuveröffentlichung kaum angepasst werden. Der erste Artikel trug den Titel „Essplatz und Lebensqualität“ der zweite „Anderer Stil für Senioren“ , der sich lustigerweise mit unserem heutigen Alter befasst, hihi. Natürlich waren diese Beiträge immer mit einer echten Anzeige von uns verbunden. Über die Jahre addierte sich da einiges – aber das war uns die regionale Sichtbarkeit wert. Leider erfuhren wir erst spät, dass diese Form der Zusammenarbeit ab jetzt nicht mehr möglich sein wird. Daher ist dieser Artikel zum „Tag der Rückengesundheit“ wohl unser letzter in dieser Tradition.
Mit einer Träne im Knopfloch
Einerseits ist es nicht tragisch: Kein Leser hat je wegen dieser Artikel bei uns gekauft und es ist auch viel Arbeit diese Artikel zu schreiben. Andererseits werden wir die angenehme Zusammenarbeit mit den Redakteurinnen und dem Anzeigenteam der Hersbrucker Zeitung vermissen.
Denn so läuft es heute leider oft: Billige, KI-generierte Füllartikel ersetzen echte Berichterstattung, und selbst die Bilder stammen aus dem Generator. Langsam verschwinden die letzten authentischen Stimmen – die von echten Menschen für echte Menschen geschrieben wurden.
Vielleicht kommt irgendwann eine Rückbesinnung auf den Wert regionaler, handgemachter Berichterstattung auf Papier, es gibt ja auch das schöne Beispiel der Nürnberger Relevanzreporter . Vielleicht fordern Leser landesweit wieder Artikel von echten Redakteurinnen – wer weiß?
Bis dahin bleibt uns nur eines: Abonnieren Sie unseren Newsletter gleich hier , um monatlich Aktuelles aus Unterkrumbach direkt in Ihr digitales Postfach zu erhalten.
Und noch eine lustige Begebenheit zum Schluss:
Weil unser Artikel in der NN ja nicht mehr zu lesen sein wird, wollte ich eine Kleinanzeige als Fließtext veröffentlichen, was von der NN aber abgelehnt wurde, denn angeblich hätte sie die Zusammenarbeit ja gar nicht beendet.
Also haben wir statt diesem Text:
„Der letzte Artikel, den wir für die HZ schrieben, über den Tag der Rückengesundheit, ist leider nur im Nachhaltigkeitsblog unter www.nhblog.de/bettHZ zu lesen: Zusammen mit dem Dank an die HZ für die schöne Zusammenarbeit seit 2003, die die NN leider beendete. Also abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter unter www.nhblog.de/nlHZ.“
einfach diesen veröffentlicht, da muss man nach 23 Jahren jetzt auch nicht mehr drüber diskutieren:
Der letzte Artikel, den wir als Möbelmacher für die HZ schrieben, über den Tag der Rückengesundheit, ist leider nur im Nachhaltigkeitsblog unter www.nhblog.de/bettHZ zu lesen: Zusammen mit dem Dank an die HZ für die schöne Zusammenarbeit seit 2003 bitten wir Sie jetzt um das Abonnieren unseres Newsletter unter www.nhblog .de/nlHZ
Aber jetzt mit Freude und Zuversicht zum eigentlichen Artikel:
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Schlafsystem oder Bettgestell, was ist wichtiger?
Was ist wichtiger? Schlafsystem von ProNatura oder Bettgestel aus dem Holz der Hersbrucker Alb. Aus Sicht der Rückenschulleiterin und Sportlehrerin Ute Danzer bekommt das Schlafsystem von ProNatura aus gesundheitlichen Gründen den Vorrang, die Schreinerinnen und Schreiner der Möbelmacher erfreuen sich eher an raffinierten Handwerksaufgaben. Die hat herwig Danzer gemeinsam mit den Kunden und vielen neuen Ideen im Vorfeld phantasiereich ausarbeitet.


Dabei ist jedes Bett ein Einzelstück aus dem Holz der Hersbrucker Alb – jenem Holz, welches die Möbelmacher im April wieder selbst entrinden, sägen, stapeln und im Außengelände lagern werden (mag jemand helfen?). Nicht zuletzt für diese „regionale Waldschöpfungskette“ wurden sie mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
Anhand schneller Freihandzeichnung kann man sich das neue Schlafzimmer schon bald bildlich vorstellen. Später wird die Feinplanung digital ausgearbeitet, nochmal besprochen und einige Wochen später direkt an die CNC-Maschine weitergegeben.




Dabei kommt immer wieder eine 3-D Oberflächenstruktur des massiven Holzes zum Einsatz. Die rund gefrästen Längsstreifen – laut Obelix machen die ja schlank – verwandeln die liebevoll sortiert und verleimte Maserung des Kirschbaums aus Lilling zu etwas ganz Besonderem.
Doch so schön der Rahmen auch ist: Für das ergonomische Liegen ist das Schlafsystem verantwortlich, nicht das Gestell. Hier zeigen die Federelemente aus Holzlamellen auf Streifen aus Naturkautschuk ihre Stärke. Durch das Hinzufügen oder Herausnehmen von Lamellen passt Rückenschulleiterin Ute Danzer das System genauso individuell an, wie vorher das Holzgestell entworfen wurde.
Mit Geduld lässt sie die Kunden das System selbst erfühlen. Denn viel Erklärung würde zwar ihre mit dem „Innovationspreis Ergonomie“ ausgezeichnete Kompetenz beweisen, aber am Ende zählt das persönliche Gefühl. Und da wissen wir spätestens dank Loriot: Mit dem Gefühl muss alles stimmen.
In ihrem Matratzenstudio in Unterkrumbach zeigt sie großen, kleinen, kräftigen oder zierlichen Menschen, welche Vorteile reine Naturmaterialien haben. Ihre Beratungstermine enden dabei immer mit einem echten Erkenntnisgewinn. Und wenn es nur die etwas schaurige Tatsache ist, dass eine Matratze spätestens nach 15 Jahren und rund 3.000 Litern Schweiß ausgedient hat. Das Bett dagegen hält noch einige Generation aus, also ist Schlafsystem und Bettgestell wohl ebenbürtig. Mehr Infos unter: www.nhblog.de/bettHZ






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Bettenbeispiele in Kirschbaum, Eiche und Ahorn.
Die Betten der Möbelmacher
Die Möbelmacher und ProNatura
Die Schlafzimmer der Möbelmacher
Schlafsysteme von ProNatura
Interview mit Dr. Alexandra Hildebrandt: Sleep Economy – Wie die Dinge heute „liegen“
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