Wir haben in diesem Blogbeitrag vom Start der SynergisTen in Berlin berichtet und jetzt waren die Vorbereiter des SynergisTen-Festivals in Unterkrumbach am letzten Wochenende just dort.
Der Freitag
Martina Eick vom Umweltbundesamt war die Erste ( Fachgebiet I 1.1 Grundsatzfragen, Nachhaltigkeit und strategische Vorausschau). Sie stand einfach im Eingang, weil sie es geschafft hatte, sich mit dem Bus vom Bahnhof rechts der Pegnitz nach Unterkrumbach bringen zu lassen. Sie ist die Ideen- und Geldgeberin der SynergisTen, weshalb es gut war, sich vor dem Treffen im Alten Schloss in Kleedorf ein wenig austauschen zu können. Dort genossen wir zu fünft (Ute und herwig Danzer, Jürgen Hader, Raban Fuhrmann, Martina Eick) einen inspirierenden Abend, der noch viel Einfluss auf den Verlauf des Workshops vom Samstag und Sonntag haben sollte. Das unmoderierte Gespräch, das sich um den ganzen Erdball dreht, ist manchmal das inspirierendste.
Der Samstag in Unterkrumbach




Wir haben drei in Kleedorf abgeholt, die weiteren fünf kamen wie vereinbart pünktlich in der folgenden Stunde, sodass wir dank unserer Funkuhr im Außenbereich auf die Sekunde genau anfangen hätten können, wenn Frank nicht noch die Geschichte seines Urlaubs erzählen hätte müssen.
Raban leitete den Workshop konsequent und begann in unserer Möbelmacher-Sozialküche, wo wir uns schon mal dran gewöhnen konnten, dass die nächsten zwei Tage mithilfe von geschriebenen Zetteln organisiert werden. Das macht nicht jedem immer Freude, aber man muss zugeben, dass es funktioniert hat. Überhaupt war das keine Friede-Freude-Eierkuchen-Veranstaltung, sondern es wurde sehr ernsthaft und auch kontrovers diskutiert, was das Ergebnis deutlich verbesserte: Denn es ging um die Vorbereitung des ersten SynergisTen-Festivals, welches wir im Rahmen unserer 26. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage vom 25. bis 27. September anberaumt haben.
Ab zum Kochen
Eigentlich wollte ich ja parallel zum Workshop in aller Ruhe in meiner Showküche für alle kochen, aber ob der Verlegung der ersten Diskussionen in die Möbelmacherküche musste ich mich dann ausklinken und alleine alles vorbereiten; dachte ich. Doch dann stießen doch noch Martina und Frank zu mir und dieses Dreamteam sorgte für ein Mittagessen mit dem Schwabhof’schen Weideschwein, Reh aus unseren Wäldern und einer vegetarischen (Sellerieschnitzel) und sogar einer veganen Variante für die Studentin Clara. Sie brachte sich nicht nur mit dem Senken des Altersdurchschnitts ein, sondern auch mit vielen Ideen und tiefen Gedanken. Wir sind Prof. Manfred Miosga von der Uni Bayreuth sehr dankbar, dass er sie beim Willen zur Teilnahme bekräftigte.
Das Mittagessen
Es ergab sich glücklich, dass wir mit unserem Essen zum vereinbarten Termin genauso wenig fertig waren wie die andere Gruppe mit ihren Diskussionen, aber die gemeinsame Mahlzeit war für die Entstehung des Festivals und der dafür notwendigen Mindest-Gemeinschaft genauso wichtig wie die vielen Zettel – und es hat den Teilnehmern nach deren Angaben auch noch geschmeckt.
Und wenn das Kochteam etwas Vernünftiges auf den Teller bringt, dann darf es dazu auch ein Tröpfchen Wein geben; wir sind nicht im Umweltbundesamt (das übrigens weder Alkohol noch Fleisch als Seminarkosten bezahlen darf), sondern in Unterkrumbach, wo auch dem Genuss gefrönt wird. Zu dem mit Panko panierten, Sous-vide gegarten Weideschwein gehört auch ein Silvaner von Manfred Rothe – in dem Maße, dass man danach noch Rabans Post-Its beschreiben kann. Und das gelang uns danach vielleicht sogar noch entspannter.
Der Weg nach Kleedorf
Natürlich war es schwierig, den Zeitpunkt des Aufbruchs zu finden, denn wir hatten in Kleedorf zum Abendessen reserviert. Clara packte ihr Auto voll und auch Christophers Auto war voll. Als wir mit unserem Renault losfuhren, bemerkten wir, dass Christopher Richtung Oberkrumbach und nicht Richtung Kleedorf aufbrach. Durch Unterkrumbach hielten wir uns noch fast an die vorgeschriebene Geschwindigkeit, aber danach galt es, ihn einzuholen, wenn das Wenden noch an der Unterkrumbacher Abbiegung möglich ist. 200 PS machten es trotz energischer Ermahnungen der Mitfahrerin möglich, hupend zu überholen und den Wendepunkt in einem Zug zu markieren. Dank dieses Stunts kamen wir rechtzeitig in Kleedorf an, auch wenn nicht alle Gäste des 19:30-Tisches die Uhrzeit als wichtig erachteten.
Abendessen mit KI
Weil Frank Braun am Sonntag nicht mehr bei uns sein konnte, referierte er nach dem Abendessen noch aus seiner Arbeitsgruppe über den „Call for Papers“ und wie wir die anderen SynergisTen vom Besuch des Festivals überzeugen könnten, was Raban mit seinem Handy aufnahm. Ute und ich machten uns dann auch relativ bald auf den Weg zurück ins Tal, aber dann hatte der Rest noch weitergearbeitet und sich über eine Stunde über die Erfolgsaussichten und Chancen der SynergisTen und deren Festival sehr offen unterhalten, was Raban ebenfalls aufnahm und tags darauf bereits von der KI ausgewertet an uns schickte. Bei aller Skepsis muss man zugeben, dass dieses Werkzeug in diesem Fall sehr hilfreich war, denn es hat eine Analyse des Gesprächs geliefert, dem alle Beteiligten zustimmen konnten. Eine Aufgabe, die einen Menschen viele Stunden Arbeit gekostet hätte und die als Ergebnis für alle hilfreich war.
Sonntag früh
Zum ersten Mal wurde die Sozialküche als „Check-in Room“ bezeichnet, aber das macht ja nix. „Check-in“ nennen solche Coaches und Workshoporganisierer die Minuten mit Kaffee und Häppchen vor dem Beschreiben von Post-its. Nach der zweiten Nacht zu diesem Thema war das aber sehr erfolgreich und weiterführend. Eine Stunde später gingen wir wieder in die Ausstellung, wo wir versuchten, das gesamte Festival in eine Struktur zu bringen, was auch ganz gut gelang. Statt den bei uns verpönten belegten Brötchen (weil herwig statt zu kochen wichtige Beiträge zum Ablauf der Veranstaltung beisteuern sollte) holte Ute grandiose Familienpizzen in normal, vegetarisch und vegan aus Hersbruck.
In Unterkrumbacher Tradition gab es einen Aperitif aus Frankensecco von Manfred Rothe und einer alkoholfreien Variante für die Autofahrer von Schmidts Kinder, und damit versuchten wir dann auf der Terrasse auch noch ein paar ob der Lichtverhältnisse nicht gerade gelungene Fotos der Gruppe zu machen. Aber in zwanzig Jahren sind wir vermutlich furchtbar dankbar auch für diese Zeitdokumente von der Entstehung des SynergisTen-Festivals, das dann hoffentlich schon weltweit einen festen Termin und einen Feiertag eingenommen hat, hihi.
Ausklang
Dank der strukturierten Moderation von Raban und dem konsequenten Gegenhalten zur normalen Unterhaltung glichen sich die Gegensätze von Raban und Martina gut aus und insgesamt kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein. Wir freuen uns alle auf das SynergisTen-Festival am 25. September und unser zusammengewachsenes Team wird sehr konsequent die eingeschlagenen Ideen und Wege in der Gesamtgruppe verteidigen, um genau das Festivalerlebnis für unsere Besucher und Kunden zu ermöglichen, das wir entwickelt haben.
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Das erste Treffen in diesem Blogbeitrag
Die Synergisten
Die 25 bisherigen Werkstatt-Tage der Möbelmacher im Nachhaltigkeitsblog
Die Werkstatt-Tage der Möbelmacher auf der Homepage
Videos von den Werkstatt-Tage in der Playlist

















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