von | 16. September 2018

„Jenseits des Gewöhnlichen“ – neue Miele Spülmaschine unter Wasser und Essenslieferung für den Dialoggarer

Die Küche zum Kochen, Jahrbuch, Küche & Einrichtung, Möbelmesse | 0 Kommentare

„Unmöglich ist es so lange, bis es jemand macht.“

Miele stellt die ersten Geräte der neuen Serie 7000 unter dem Slogan #LifeBeyondOrdinary“ vor und formuliert im Video einen Zusammenhang zwischen der attraktiven russischen Extremtaucherin und Schauspielerin Marina Kazankova (Weltmeisterin im Freediving) und den neuen Ideen der Miele-Ingenieure jenseits des „Gewöhnlichen.“ (Eigentlich könnte man das auch mit „#Miele_taucht_was“ übersetzen.) Bin immer wieder beeindruckt von den Ideen der Werber. Die neue Markenbotschafterin ist in der Tat beeindruckend, war aber leider nicht da.

Neu ist auch der Neoprenanzug mit Mielelogo, statt der bisher üblichen Schürze

Dr. Markus Miele

Auf jeden Fall wollten wir bei der allerersten Gerätevorstellung dabei sein, denn nur auf solchen (kleinen) Veranstaltungen am Vorabend des Messegeschehens erfährt man die für unsere Kunden so wichtigen Dinge jenseits der technischen Prospektangaben:

von Dr. Markus Miele selbst (er hielt die Eröffnungsrede mit vielen persönlichen und technischen Anmerkungen),  dem schon mehrfach hier erwähnten Entwickler Michael Henkeljohann (der Chef der Backöfen), von unserem Vertriebspartner Roman Frank oder – nicht zuletzt – durch das Ausprobieren der neuen Geräte vor Ort, was ohne Zweifel die wichtigste Erfahrung ist.

Gut Böckel in Ostwestfalen vor dem Kuhstall, in dem Miele schon seit vielen Jahren die Messe bestreitet

Also machten wir uns mal wieder auf den weiten Weg nach Rödinghausen in Ostwestfalen und starteten auf dem wunderschönen alten Gut Böckel erstmal bei der Firma Blanco, weil wir deren neu gestalteten Arbeitsplatten aus Edelstahl  gerne anschauen wollten.


Die neue Geschirrspülmaschine G 7000

In dem Kreis im Deckel wird der Spülvorrat dosiert

Miele begeht den Generationswechsel bei den Geschirrspülern, den ersten, der sogenannten 7000-Serie. Natürlich kann man sie – wenn man will – jetzt auch mit dem Mobiltelefon bedienen, wirklich „jenseits des Normalen“ ist aber die automatische Dosierung für mindestens 20 Spülgänge, dann muss man wieder eine „PowerDisc“ nachfüllen.
Man kann die Maschine aber auch bitten, einfach alle zweit Tage um 21 Uhr zu spülen, oder gegen 14 Uhr, wenn die PV-Anlage den meisten Strom liefert. Wer das nicht mag, oder die leider noch nicht nachfüllbare Kunstoffdose vermeiden will, kann sie auch mit ganz normalen Spülmittel befüllen. Die Körbe bekamen ein paar kleine aber feine Funktionen mehr spendiert, wir werden auf unserem Gelände also so bald wie möglich auf die neuen Maschinen umstellen.

Neuer Kaffeeautomat mit drei Sorten
Eine gute Reaktion auf die (eine) Katastrophe, die Nestlé mit seinen Nespresso-Kaffeekapseln aus Aluminum der Welt beschert, ist der erste Kaffee-Standautomat, der drei verschiedene Sorten in einem Mahlwerk zubereiten kann. Die Maschine ist dank ihrer aufwändigen Ausstattung die 2700 Euro durchaus wert, dafür bekäme ein Vieltrinker gar nicht mal sooo lange Alumiummüll-Kaffee von Nestlé. Jetzt hoffen wir mal, dass auch die Einbaumaschinen mit diesem Feature ausgestattet werden können, denn von denen sind viele unserer Kunden begeistert.

Flächeninduktion von Miele
Die neuen großen Induktionskochfelder von Miele sind mit 6 quadratischen Induktionsspulen und hochintelligenter Steuerung nach unserem Verständnis viel logischer, als die fast 60 Mini-Induktionsspulen von anderen Herstellern, die alle einzeln angesteuert werden müssen (von der Elektronik, nicht vom Kunden). Das Rumspielen mit einigen Töpfen und viel Wasser hat auf jeden Fall Freude gemacht, aber dann begrüßte mich die sympathische Pressesprecherin, Bloggerkollegin  (und vieles mehr) von MChef Stefanie Möller, weil sie meinen Namen noch von dem Blogartikel über den Dialoggarer-Backofen von Miele kannte.

Dialoggarer M-Chef mit darauf abgestimmten Lebensmittellieferservice

MChef heißt nicht mehr nur der neue Dialoggarer von Miele (der mittels Langwelle unterschiedliche Lebensmittel gleichzeitig und schnell garen kann und den wir hier schon beschrieben haben), sondern auch ein innovatives „Cateringkonzept“, das mithilfe dieses Ofens bis zu sechs komplett vorbereitete Gerichte innerhalb von maximal 25 Minuten vollautomatisch zubereitet, denn die Backofensteuerung wird via Mobiltelefon übertragen (hier die Miele Pressemeldung dazu).
Dazu werden fertig angerichtete Porzellanteller innerhalb von 24 Stunden geliefert, gerne ergänzt mit dem passenden Wein oder Champagner und dank der ausgeklügelten Verpackung perfekt temperiert. Selbst ungespülte Teller nebst Verpackungsmaterial werden vom Paketdienst wieder abgeholt und dann kann man sich im Internet schon wieder die neuen 3-Gang-Menüs raussuchen.

Sie sind erstaunt?
Wir waren es auch, denn es ist einerseits das exakte Gegenteil des regionalen, saisonalen und genießerischen Kochens, bei dem man  besonderen Wert auf kurze Wege zu den Direktvermarktern und gemeinsames Kochen mit Freunden legt. Genau dafür sind die Küchen für unsre Kunden von Natur aus konzeptioniert.
Auf der anderen Seite kann es auch Situationen geben, bei denen man mit dem Kochen rein gar nichts zu tun haben will, aber auch der Gang ins Restaurant unpassend wäre. MChef-Geschäftsführer Martin Eilerts denkt aber auch an Kanzleien, Banken oder Firmen, die ihren Kunden, Klienten oder auch Patienten etwas Besonderes mit überschaubarem Aufwand in den eigenen Räumen bieten wollen. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt und erklären den Ofen und das ganze Konzept hinter diesem Gourmet-Lieferservice sehr gerne unseren interessierten Kunden.

Neue Kochtechnik fordert neuen Charakter von Kochshows

Markus Schneider und Andreas Pöschel demonstrieren den Dialoggarer

Während Ute Danzer vor allem am Ergebnis der MChef-Kochaktion interessiert war, verfolgte ich gebannt die Kochshows von Markus Schneider und  Andreas Pöschel, denn es gibt noch nicht viele Menschen auf dieser Erde, die mit dem Dialoggarer schon kreativ umgehen können. Bisher – und auch bei den Shows – funktioniert fast alles noch nach den Regeln der Automatikprogramme oder aus dem neuen goldenen Kochbuch, welches aus unzähligen Experimenten entstand. Lieblings-vorzeigeprojekt ist immer auch ein Soufflé , das natürlich in kurzer Zeit wunderbar aufgeht.

Showeffekt mit im Eisblock gegartem Fisch

Da darf der etwas alberne gegarte Fisch aus dem Eisblock nicht fehlen (mache ich eher selten). Aber Markus hat schon erste Faustformeln für das freie Kochen mit Langwellenergänzung verraten. Das ist ähnlich wie beim Druckdampfgarer, wo man mit einiger Erfahrung auch ganz gut abschätzen kann, dass ein Lebensmittel etwa die halbe Garzeit des Kochens bei 100 Grad brauchen wird, nur deutlich  komplizierter, weil der konventionelle und der Langwellengarprozess ja parallel gesteuert werden müssen. Getreu dem Mielemotto (das sie sogar ganz modern mit Hashtag schreiben) #LifeBeyondOrdinary, also eher „ungewöhnlich“,  laufen jetzt auch die Kochshows ab, denn die Kunst der Köche – weshalb man auch zwei braucht – ist es jetzt hauptsächlich, die Wartezeiten auf den Ofen mit Vorträgen über die Theorie der Technik und den Umgang damit unterhaltsam zu füllen. Das ist zu zweit deutlich leichter. Ich konnte auf jeden Fall wieder einiges von den beiden lernen.

Wie immer bei unserer Beratungsarbeit, sehen wir unsere Aufgabe in dem kompetenten Schildern der Vor- und Nachteile aller modernen Geräte und unsere Kunden setzen dann die Prioritäten. Deswegen besuchten wir Miele auf Gut Böckel in Ostwestfalen und deswegen können wir jetzt wieder alles gelernte an Sie weitergeben.

Die Nacht verbrachten wir in der Wiehen Terme in Hüllhorst, wo wir leider nur kurz ein originelles Appartment mit eigener Riesenterasse bewohnen durften.  Tags darauf besuchten wir die anderen Messestandorte mit unseren Geräte- und Küchenzubehörlieferanten in der Region, wovon wir im nächsten Artikel berichten werden, zum Beispiel vom gegen Geruch und Fruchtfliegen gekühlten Biomüll.
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