von | 5. März 2022

Wening-Bau rettet Wärme über Weihnachten mit dem LKW-Kran

Allgemein, RUND(um´s)HOLZ | 0 Kommentare

In einem langen Artikel haben wir beschrieben, wie wir die Späneaustragung  direkt in die Heizung von unserem im Gebäude integrierten Bunker reparieren konnten: das war mithilfe eines Saugbaggers der Brochiergruppe möglich, der unseren nahezu vollen Bunker leersaugte (was fast romantisch klingt, aber eine staubige Knochenarbeit für unser ganzes Team und die Jungs von Brochier war). (Hier nachlesen)

Auf jeden Fall waren wir sehr dankbar für diese Hilfe, mit Schaufeln und Eimern wäre das die noch schlimmere Hölle geworden und hätte ewig gedauert.

Wärmereserve: 16 Säcke mit unseren abgesaugten Briketts haben wir gelagert, und jetzt mussten sie irgendwie in den Bunker befördert werden

Zwei Wochen vor Weihnachten fiel die Heizung dann erneut aus, gottseidank war der Bunker schon ziemlich leer und man konnte sehen, dass sich der drehende Gelenkarm aus unerklärlichem Grund furchtbar verbogen hatte. Also holten wir sehr zügig von unserem Anlagenbauer das Ersatzteil ab, welches Stefan dann mit unseren Jungs austauschen konnte. Wir konnten also unsere Trockenkammern und das regionale Musterhaus weiter beheizen, aber:  zum ersten Mal in der Möbelmachergeschichte einigte sich das ganze Team 2021/22 auf  Winterferien für (fast) alle. Uns jetzt hegten wir ernsthafte Zweifel, ob die paar Briketts im Bunker noch bis zum 10. Januar reichen werden. Wir hatten für Engpässe ja vorgesorgt: beim Aussaugen des Bunkers haben wir das meiste Material zwar verschenkt, uns aber in weiser Voraussicht 16 große Säcke mit unseren Briketts aus Spänen aufgehoben.

Der LKW Kran von Wening mit kompetentem Kranführer war die Lösung

Das Problem war: der wärmende Inhalt just jener Säcke war im Holzlager gestapelt, wie bekommt man diesen in den Bunker, ohne ihn in Eimern über die Treppe und durch die Ausstellung tragen zu müssen (was wiederum einen guten Tag Staubsaugen zur Folge hätte)?

Durch das Absaugen der Briketts hat sich sehr viel Staub gebildet, noch ein Grund mehr für die Maske – It´s a dirty Job, but someone gotta do it

Wie das Absaugen des Bunkers, funktioniert auch das Befüllen desselben normalerweise über die Absaugung und die Brikettpresse, im Notfall aber nur über das Fenster unseres basilika-artig gestalteten Gebäudes. Denn den scheußlichen freistehenden Bunker oder das Silo  „normaler“ Schreinereien wollten wir uns beim Neubau 1997 unbedingt ersparen und integrierten ihn deshalb in das Gebäude. (Übrigens war jenes Gebäude mal eine Abituraufgabe im Fach Kunst).

Das war eine Abituraufgabe im Kunstunterricht im Jahr 2013

Der Bunker in der Halle war prinzipiell eine optisch gute Idee, die optimistisch davon ausging, dass solche Systeme keine Probleme machen werden. Taten sie auch fast nie (nur einmal ging uns das Heizmaterial aus), aber Murphys Law hatte eben an Weihnachten 2021/2022 zugeschlagen, weshalb wir ziemlich verzweifelt nach Menschen mit Kränen suchten.  Am liebsten Kräne, die am LKW montiert sind, weil deren Transportaufwand überschaubar ist.

Und wieder war die von uns durchaus geschätzte Basilika-Architektur ein Problem, denn die Säcke müssen über das schräge Dach mit Fotovoltaikanlage an das Fenster gehoben werden. Einige unserer lieben Freunde (z.B. Arno Haas) hätte uns gerne geholfen, aber der Kran muss eine knappe Tonne über rund 15 Meter Entfernung tragen können: da wären alle umgekippt.

Nur die Firma Wening aus Offenhausen hatte einen solchen Kran am LKW und war auch prinzipiell bereit uns zu helfen, obwohl in den wenigen Tagen vor Weihnachten eigentlich keine Zeit mehr war. Nach Absprachen mit dem Kranführer, der den Auftrag als letzten des Jahres noch einschob, kam derselbe und bewegte unsere staubigen Säcke durch das gleißende Sonnenlicht.

Für deren Ankunft am Dach hat Stefan Winter mit Team ab 6 Uhr früh auf vereistem Dach einen Trichter gebaut, über dem wir die Säcke aufschlitzten. Leider ein ökologischer Fauxpas, aber er war nicht zu vermeiden, denn nur so konnten wir in den geplanten zwei Stunden alle Säcke wieder in den Bunker zurückführen. Ich war mir sicher, einige Briketts wiedererkannt zu haben, die ich einige Wochen vorher mit Pascal abgesaugt hatte.

Um auf die andere Seite des Trichters zu kommen, musst man unten durchkriechen, für Aron kein Problem, für mich eine anspruchsvolle Aufgabe …

Es war mal wieder eine ebenso staubige wie anstrengende Arbeit (bei der wir uns ablösten – It´s a dirty Job, but someone gotta do it (in memoriam Meat Love) und deshalb danken wir unserem Team für die Lösung auch sehr unangenehmer Probleme. Aber am meisten Glück hatten wir mit der Firma und Familie Wening-Bau.de  (seit 1839 in Familienhand!), die uns warme Weihnachtsferien sicherte, in denen wir ganz viele Kunden in einer wohltemperierten Ausstellung empfangen durften. Tragischerweise waren die Ferien dann doch nicht so lang, wie geplant, weil wir für einen lieben, aber verstorbenen Freund und Kunden einen Sarg bauen mussten, aber diese Geschichte erzählen wir ein andermal.

 

 

Das Wiedereinsetzen der Acrylglasscheibe

Hier ist das Absaugen des Bunkers mit dem Saugbagger nachzulesen.

 

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