von | 24. März 2010

HZ Artikel vom 24.03.: “Zwitschernde Pizza”

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von Nina Brunner

Die Hersbrucker Zeitung hat heute einen Artikel über das Twizzaessen veröffentlicht. Die Hersbrucker Twitterszene traf sich letzten Mittwoch bei uns in Unterkrumbach zu Pizza und Web2.0-Ausstausch.

HZTwitterHersbruck


Zwitschernde Pizza

Internetplattform „Twitter“ hat Anhänger in Hersbruck
UNTERKRUMBACH/HERSBRUCK (ap) –
Es musste schon eine Pizza in Form eines Vögelchens sein, um dem Motto des Abends gerecht
zu werden: Herwig Danzer hatte zum ersten „Twizzaessen“ nach Unterkrumbach geladen. Freunde und Neulinge des Internetnetzwerkes „Twitter“ aus Hersbruck und Nürnberg kamen bei ihm zum gemütlichen Schmausen zusammen.

Für Wolfgang Schröpfer ist „Twitter“ noch Neuland, der Abend eine Möglichkeit, sich an diese neue Form der Kommunikation über das und im Internet heranzutasten und sich von eingefleischten „Twitterern“, wie Möbelmacher Herwig Danzer, Tipps zu holen. Schnell kommen Schröpfer, Jürgen Putzer, Markus Uhl und die anderen auf Chancen, Risiken und Möglichkeiten der Plattform zu sprechen: Wer kann lesen, was ich schreibe? Wann nerven mich die unzähligen Kurzbeiträge, bis zu welchem
Grad beinhalten sie für mich brauchbare Informationen?

Wie „Twitter“ genutzt werden könne, wussten die treuen „Twitterer“ zu berichten: als Forum,  Kontaktbörse oder – wie für Danzer – zur Präsentation seines Unternehmens. Markus Uhl von hersbruck.tv sieht „Twitter“ als Ersatz zum Newsletter: „Bis ich da einen verschicken kann, muss ich Informationen sammeln. Über „Twitter“ kann ich die News sofort ’raussenden.“

Der Clou am „Twittern“: Es passen maximal 140 Zeichen in eine Nachricht – quasi eine SMS ins World Wide Web. Außerdem ist der  Mikroblog, eine Art öffentlich einsehbares Mini-Tagebuch, ein Echtzeit- Medium. Heißt der „Tweet“ (engl. to tweet = zwitschern) ist sofort sichtbar. Jedoch nur, wenn man bei „Twitter“ angemeldet ist und die Meldungen einer Person als „Follower“ abonniert hat – man folgt
(engl. to follow) einem Autor, kann dessen Beiträge kommentieren.

Vor allem Medien können dank des Kurznachrichten-Charakters ihre Leser über aktuelle Meldungen auf dem Laufenden halten. Im Idealfall heißt das, dass der Reporter, der gerade bei einem Unfall ist, seine Meldung binnen Minuten über seinen Zugang zur Internetseite „Twitter“ an die Welt weiter gibt. Unüberprüfbare Falschmeldungen oder Gerüchte sind jedoch die Kehrseite der rasanten Information.

Im letzten Jahr hatte „Twitter“, das 2006 aus einem Forschungsprojekt heraus entstanden war, in
Deutschland knapp zwei Millionen Nutzer, vor allem im Alter von 35 bis 45. Jedoch statten die meisten dem sozialen Netzwerk nur einen kurzen Besuch ab. „Oftmals einfach aus Neugier“, wie Professor Jürgen Müller, Medienwissenschaftler an der Universität Bayreuth, weiß. „Twittern“ birgt eine Vielzahl kommunikativer Aspekte, zum Beispiel Austausch mit einer Personengruppe oder ’Partizipation’ an aktuellen Events.“ Es wird also beinahe alles „getwittert“: Alltägliches, Weisheiten und Ratschläge   finden sich in den „Tweets“, das sind die kurzen Beiträge der Internetschreiber.

Neben Privatpersonen, Politik und Medien haben auch Universitäten „Twitter“ für sich entdeckt. Die Nasa twittert gar aus dem All. Ein wichtiges Instrument war das Medium während der Proteste nach dem strittigen  Wahlergebnis im Iran, vergangenes Jahr: Trotz Internet-Zensur konnte die Opposition Informationen weltweit verbreiten. Das „Twitterfieber“ machte auch vor Hersbruck und Umgebung nicht Halt: Die Internetseite der Stadt, „hersbruck.de“, weist auf Veranstaltungen hin und die „Rathausblogger“ der Freien Wähler zwitscherten den Ausgang der Hersbrucker Bürgermeister-Wahl geschwind von den Internetseiten.

Für Robert Ilg war es wichtig, junge Leute mit diesem Medium zu erreichen  und „wenigstens ein bisschen mitreden zu können.“ Das kann der Marketing affine Danzer mittlerweile sehr gut. Er war es auch, der das „Twizzaessen“ mit kreiert hat. Wenn man doch über „Twitter“ im ständigen Kontakt stehe, warum dann ein Treffen im echten Leben? „Das Internet kann den persönlichen Kontakt nicht ersetzen“, gab er zu, bevor er sich wieder der Pizza widmete. http://twitter.com/hersbruck_de

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