Vom lustigen Versuch ein Foto von “Möbelhaus”-Autor Robert Kisch abmahnungsfrei zu erlangen

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Weil das Foto von Robert Kisch vom Spiegel (nicht vom Fotografen!) 200 Euro kosten sollte, haben wir es lieber abgemalt

Nein, es war eigentlich nicht die Angst vor Abmahnung (die pdf-Datei der Spiegel-Seite im Blog hätte sicher niemand gestört), sondern eher der Respekt vor dem guten Artikel und dem noch genialeren Foto, dass ich wegen einer Bildverwendung des Originals nachfragen wollte. Denn der abgebildete Autor Robert Kisch von “Möbelhaus – ein Tatsachenroman” (hier ist meine Besprechung dazu) muss weiterhin anonym bleiben, weshalb ihn der Fotograf von hinten, zwischen vielen Stühlen abbildete, was mich einfach begeisterte.

Natürlich wäre die Einbettung der pdf-Datei des Spiegels Werbung für den Spiegel und vor allem das Buch gewesen und mir geht es in meinem Artikel als Möbler über das Buch um ganz andere Zusammenhänge – nämlich möblerische – als den anderen Autoren, deren Artikel ich deshalb ja ergänzend verlinkt habe (neben Spiegel noch taz und Deutschlandfunk und andere).  Insgesamt sind dann an zwei Tagen 21 Mails und 5 Tweets auf Twitter zusammengekommen, dann endlich hätte ich das Bild verwenden dürfen, allerdings stand dann auch die Forderung von 200 Euro im Raum, die für das Nachhaltigkeitsblog in keinem vernünftigen Verhältnis stehen (auch wenn es das Foto zweifelsfrei wert ist). Mit der 22. Mail habe ich mich dann nochmal bei allen beteiligten und durchaus wohlwollenden Menschen bedankt (Autor, Fotograf, Bildredaktion, Assistenz Bildredaktion).

Nicht missverstehen, alle waren freundlich und hilfsbereit und ich weiß durchaus, dass Bilder etwas wert sind. Vielleicht habe ich auch selbst das Missverständnis verursacht, weil ich so naiv war zu glauben, dass man ein Foto für Werbezwecke gratis haben könnte, aber insgesamt war es – abgesehen vond er für alle verlorenen Zeit – auch ein wenig lustig. Und das ist bei dem eher traurigen Thema im Buch ja auch hilfreich.

Der Ablauf einer Bilderanfrage

1. Erstmal den Spiegelautor gegoogelt und die Anfrage via Twitter geschickt.

2. Der antwortet sehr freundlich und innerhalb weniger Minuten, dass der Fotograf zuständig sei.

3. Der Fotograf ist nur per Email erreichbar, antwortet aber auch schnell, dass die Bildredaktion des Spiegels im Moment noch die Bildrechte dran hätte und schickt mir dankenswerter Weise auch die Kontaktadresse mit.

4. Die Bildredakteuerin möchte sicherheitshalber nochmal den Buchautor (Robert Kisch) fragen, von dem sie die Kontaktdaten aber leider schon gelöscht hatte und fragt deshalb nochmal beim Autor des Spiegelartikels an. Im Telefonat bitte ich sie dabei doch auch gleich, dem Buchautor ausrichten zu lassen, dass ich an einer Lesung interessiert wäre.

5. Die Bildredakteuerin bekommt das o.k. und schickt mir die freudige Botschaft, dass alles genehmigt ist und ich das Foto haben, sie habe die Information weitergegeben.

6. Daraufhin erreicht eine Mail ihrer Assistentin mit der Frage, wofür ich das Foto verwenden will und in welcher Auflage das geschehen wird.

7. Ich antworte kurz – bereits leicht genervt, denn es ist bereits tags darauf am Nachmittag, dass das Foto im Nachhaltigkeitsblog verwendet werden würde.

8. In der Anwortmail der Assistentin heißt es: “…etwas genauer bitte, damit können wir recht wenig anfangen…

9. Meine Antwort darauf:

“Liebe Frau XXXX,
seit gestern Früh arbeite ich mehr oder weniger erfolglos aber weiterhin unermüdlich an der Freigabe für das Foto.
Wie soll ich genauer formulieren, dass ich das Foto im http://nachhaltigkeitsblog.de für einen eigenen Artikel über das Buch von Robert Kisch verwenden möchte? Weiter Infos zum Hergang in der Mail weiter unten.
Mit herzlichem Gruß aus Franken
herwig Danzer
10. Wieder ein wenig später endlich das nahe Ende in dem mir die Dame freudig verkündet, dass jetzt alles geklärt sei und ich es für 200 Euro haben könnte, ergänzt mit einem “Noch Fragen..?”
11. Darauf blieb mir leider nur mich für das Erlebte zu bedanken:
“Nein, ich wollte es nie kaufen, ich bat um die Freigabe für die Verwendung im Blog um für das Buch zu werben, aber es war ein lustige Erfahrung.
Vielen Dank und Gruß
herwig Danzer”
Und weil ich es total doof gefunden hätte, wenn man von dem Foto jetzt gar nichts zu sehen bekäme, habe ich es abgemalt. Ob das eine abmahnfähige Copyrightsverletzung sein könnte, werde ich ja vielleicht noch erfahren.

 

“Möbelhaus” von Robert Kisch ist ein bitterer Tatsachenroman aus einer anderen Möbelwelt

MöbelhausBuchNotebook

Möbelhaus – Tatsachenroman von Robert Kisch

Unter dem Pseudonym Robert Kisch schreibt ein ehemals preisgekrönter Journalist – eine “Edelfeder” mit Theodor-Wolff-Preis! – einen Tatsachenroman über seine Erfahrungen und Gefühle bei der Arbeit in einem Möbelhaus. Die 314 Seiten habe ich in zwei Nächten verschlungen. Ich bin ein wenig schockiert, ganz schön enttäuscht und gleichzeitig fallen mir einige Erlebnisse aus der Möbelwelt der letzten Jahrzehnte wieder ein.

Es geht um ein großes anonymes Möbelhaus, eines – das wie so viele – ihre Verkäufer größtenteils nach Provision bezahlt. Das Grundgehalt von rund 1400 Euro reicht hinten und vorne nicht und via Provision, die bei einem Prozent anfängt, kann man selten vernünftig, meist zu wenig aufstocken. Kisch musste als arbeitsloser Journalist den Job annehmen, um Sohn und just jene Ehefrau mehr schlecht als recht zu ernähren, die ihn wenig später verließ. Er hatte sogar ein ganz klein wenig Verständnis dafür, denn die Arbeit im Möbelhaus hatte ihn und sein Leben verändert.

Persönliche Betroffenheit ob der seelischen Grausamkeit

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Warum das Foto von Robert Kisch aus dem Spiegel hier nur abgemalt ist, erfahren Sie im nächsten Blogbeitrag

Es gibt zu diesem Buch bereits Besprechungen und ein klasse Radio-Interview, zu denen wir weiter unten verlinken, alles das müssen wir hier nicht wiederholen. Wir wollen hier vielmehr unsere persönliche Betroffenheit zum Ausdruck bringen. Wir bedauern, dass ein Kollege – oder sind es sogar furchtbar viele unserer Kollegen – von Inhabern und Abteilungsleitern in Arbeitsverhältnissen und Betriebsklimata schuften, die Kisch bildhaft als “mein Gefängnis” beschreibt. Dazu zählt auch der Umgang der Verkäufer untereinander, der von einigen Ausnahmen abgesehen, von Neid und Missgunst geprägt sei.

Auch alle Unterkrumbacher  Möbelmacher leben ausschließlich von den verkauften Möbeln, aber doch ist es anders. Es gibt keine Provision, kein “Wegschnappen” von Aufträgen und keinen Neid untereinander, denn alles, was die Möbelmacher für ihre Kunden verwirklichen, kommt der ganzen Mannschaft zugute. Diese verdient ein geregeltes Gehalt und das seit bis zu 25 Jahren ohne Unterbrechung.

Kunden aus der Hölle

Auch wir beschweren uns heimlich untereinander ab und zu über Kunden, die es nach stundenlangen Beratungsgesprächen nicht einmal schaffen, eine einfache Email zu beantworten. Wobei uns ein einfaches “haben uns anders entschieden” bereits freuen würde, denn nichts ist beleidigender als keine Antwort. (Vielleicht muss man dazu erklären, dass wir die Erfahrung gemacht haben, dass keine Antwort nicht bedeuten muss, dass die Idee begraben ist, denn neben technischen Pannen, Krankheiten oder Urlauben gibt es noch viele Situationen, die eine Einrichtungsidee aufschieben können, also müssen wir die Unterlagen mangels Nachricht noch viele Jahre – leider trotzdem häufig umsonst – aufheben.)

Aber über unsere “Worst-Case-Szenarios” kann Kisch wohl nur lächeln, denn er beschreibt in seinem Buch die echten Kunden aus der Hölle: Im Größenwahnsinn geben sie zu verstehen, dass der Verkäufer ein moderner Sklave in prekärer Lage ist. Und sie trampeln selbstgerecht und unbelehrbar auf ihm herum und manchmal suchen (und finden!) auch noch Verstärkung bei der Geschäftsleitung. Wir wissen durchaus, dass heutzutage jeder im Verkauf ein ziemlich hartes Fell braucht, aber in den geschilderten Fällen wären wohl eher eine Panzerung von nöten.

Es gibt auch dankbare Kunden für ehrliche Beratung

Nur weil man von der Provision lebt, wird man noch kein Betrüger, kein “Über-den-Tisch-Zieher,” hin und wieder erlebt der Autor auch Freuden mit dankbaren Kunden, denn die sorgfältig ausgewählte Einrichtung hätte ja wirklich einen großen Einfluss auf die persönliche Lebensqualität, würde man sich ernsthaft und jenseits der Rabattschlachten damit beschäftigen.

In den letzten 26 Jahren haben wir viele Veranstaltungen und Treffen mit Möblern erlebt, bei denen nicht nur Inhaber, sondern auch viele Mitarbeiter von kleinen aber auch von sehr großen Möbelhäusern anwesend waren. Mit dem Hintergrundwissen aus diesem Buch haben wir einen anderen Einblick in deren mögliche Situationen und sehe einige Verhaltensweisen in ganz neuem Licht.

Als Kompletteinrichter, die die Holzmöbel selbst fertigen, aber das ergänzende Programm von Polstermöbeln, Vorhängen, Matratzen und Stühlen aus ähnlichen Quellen wie der Autor beziehen, können wir nach der Lektüre des Buches besser verstehen, warum manche Verkäufer sich nicht an Preislisten und Verträge halten und warum sie weniger an der guten Beratung, als am schnellen Verkauf interessiert sind. Allein, das ändert nichts daran, dass diese Verhaltensweisen eine ganze Branche in Verruf bringen. Komplett zerstört wird die Freude am Möbelkauf dann aber über die Werbung, die mittels Verdrängungswettbewerb mit Rabattschlachten suggeriert, dass nur der Rabatt Freude macht und nicht das Möbel. Dabei zeigt Kisch deutlich, dass jeder Käufer nur das als Nachlass erhält, was vorher draufgerechnet wurde. Er erwähnt dabei auch einige Marken, die das anders machen – wie unsere Marken auch – aber insgesamt steht der Preis in einem ungünstigen Verhältnis zur Qualität.

Wir möchten mit diesem ausgesprochen unfröhlichen Buch darauf hinweisen, dass es nicht egal ist, bei welchen Betrieben man einkauft, selbst dann, wenn das gelieferte Produkt am Ende das gleiche wäre. Der Autor beweist auch, dass der Preis auf Dauer nur eine unzureichende Bezugsgröße ist, denn persönliche Beziehung, ehrliche Beratung, langfristiger Service und einfach Zufriedenheit sorgen für viel mehr Freude an der Einrichtung.

Das Buch “Möbelhaus – ein Tatsachenroman” (Droemer Knaur, München, 320 S., 19.50 €) von Robert Kisch

Wir haben dem Autor über den Spiegelredakteur Alexander Kühne ausrichten lassen, dass wir an einer Lesung interessiert wären, sollte er sich doch dafür entscheiden. Wer dabei sein will, kann seine Adresse hinterlassen, dann laden wir persönlich ein.

Nachtrag: Beim Bayerischen Rundfunk gibt es jetzt auch ein weiterführendes Video (Capricio), in dem Kisch schon fast erkennbar ist.

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Zur Aufmunterung die Geschichte unserer Fotoanfrage beim Spiegel

Interview der Sendung Aspekte von Tobias Schlegl mit Robert Kisch (6 min)

Interview mit Robert Kisch von Adrian Schräder

Spannende Gedanken der ZEIT zum Thema Geschlechterrollen

Artikel in Taz 

Artikel im Spiegel

Interview im Deutschlandradio Kultur

Der Hintergrund zum Pseudonym “Robert Kisch,” das an den “rasenden Reporter” Egon Erwin Kisch erinnert
 

 

Die Koch-Einrichtung Nr. 2: “Rote Beete mit Meerrettischschmand, Koriander und grünem Apfel” in den Massivholzküchen der Möbelmacher mit Diana Burkel und herwig Danzer

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Rote Beete und Saft, Cous Cous, Limette, Koriander, gemahlener Kümmel, Meerrettich, Schmand und süßer Senf

Diesmal haben wir uns unserer “Brown Sugar-Küche” in der Möbelmacher-Ausstellung gekocht (Thermobuche mit weißem Glas), bei der Koch-Einrichtung 1 war es die Küche von Ute Danzer im regionalen Musterhaus (Buche mit Edelstahl).

Für die Fastenzeit hat Diana Burkel vom Würzhaus in Nürnberg ein vegetarisches Gericht mit köstlicher roter Beete, Meerrettich, Koriander und grünem Apfel ausgewählt. Die Weinempfehlung haben wir während der Sendung leider vergessen, aber unauffällig drangeflickt, auf dass alle die köstliche Scheurebe von Manfred Rothe probieren mögen.  Während Diana das feine Kochen zelebriert, zeigen wir ein wenig die unterschiedlichen Küchen und Geräte der Möbelmacher und mach so gemeinsam Lust auf Kochen und Küche. Für Fragen und Anregungen sind wir immer offen, gerne im Kommentar oder auch persönlich per Mail: hd@die-moebelmacher.de.

 

Das Rezept von Diana Burkel:

ROTE BETE COUS COUS MIT MEERRETTICH, KORIANDER UND GRÜNEM APFEL

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COUS COUS:

150 gramm cous cous

225 gramm rote bete saft

75 gr rote bete würfel (0,5×0.5cm)

1tl olivenöl

Salz&zucker zum abschmecken

Je ein halber tl : gemahlener kümmel & korianderkorn

Alles miteinander vermengen , abschmecken dann im dampfgarer bei 100 grad 3 minuten dämpfen.

Oder : den rote bete saft aufkochen alles andere vermengte mit der kochenden flüssigkeit übergiessen – abdecken und ca 5 min aufdämpfen lassen.

ROTE BETE SPALTEN GEBRATEN

2 rote bete – je in 6 spalten geschnitten

Salz

Olivenöl

-zutaten vermengen dann entweder auf dem tepan yaki bei mittlerer hitze auf beiden schnittseiten braten oder in einer pfanne.

ROTE BETE – APFEL_KORIANDERSALAT

1 rote bete in feine streifen geschnitten kurz abspülen (damit nicht der ganze salat pink wird)

1 halben apfel (säuerlich bevorzugt) in feine streifen geschnitten

Den saft einer halben limette

1tl süßen senf

2el grob geschnittenen koriander (stängel mit verwenden)

Salz

Olivenöl

Alles bis auf das korandergrün miteinander zum salat anmachen –grün zum schluss unterheben

MEERRETTICHSCHMAND

3el meerrettich

3el schmand

Salz/zucker….alles mitenander verrühren-abschmecken- LECKER!

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Übrigens: Sollten Sie sich wundern, dass Diana Rote Bete schreibt und herwig Danzer Rote Beete machen Sie sich nichts draus, beide Schreibweisen sind korrekt, auch wenn der Duden Dianas Schreibweise empfiehlt, aber die kommt mir irgendwie nicht über die Tastatur.

Die Koch-Einrichtungen:

+ Kocheinrichtung Nr. 1: Skrei mal zwei trifft Karotte mal zwei
+ Kocheinrichtung Nr. 2: Rote Beete mit Meerrettichschmand, Koriander und grünem Apfel
+ Kocheinrichtung Nr. 3: Lammschulter mit Radieschen und Senf

+ Die Ziele der Koch-Einrichtung

 

Junger Franzose sucht Job als Sales Assistant im Webmarketing in Berlin

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Ich habe Safir als Kommilitonen meiner Tochter in Aix en Provence kennen und schätzen gelernt und jetzt möchte er Berlin erobern.Safir2 Er liebt Sprachen, Mode und das Netz und sucht einem Job (vielleicht im Webmarketing), in dem er seine international gesammelten Fähigkeiten einsetzen und sein Deutsch verbessern kann – was wirklich nötig ist. Mehr zu ihm kann man hier erfahren: http://about.me/safir.boukhalfa 

Wer einen Job hat, oder von einem weiß, kann mit ihm Kontakt aufnehmen, ist wirklich ein netter. Email: Safir.boukhalfa@gmail.com

“It’s all about being open-minded and travelling the world.

Hello everybody!

I’m a French young man, whose aim in life is learning the most.

 

As a student, I was passionate with languages and fashion.

As a grown-up, languages give me opportunities to discover new cultures and new people, while fashion offers me this unique way of approaching things.

After a year abroad in Spain, I came back to Paris to extend my abilities in both Marketing and Communications, working with companies as Le New Black and Etudes Studio. More than experiences, those jobs led me to do whatever was possible to follow my path, and start a career in this area.

After having mastered both English and Spanish, I’m now willing to learn German so I can discover this culturally rich and historical country by learning from Germans themselves.

Feel free to visit my networks or contact me, so you can have a better idea of who I am and tend to be.”

Email: Safir.boukhalfa@gmail.com

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http://about.me/safir.boukhalfa

 Nachtrag: Er hat seinen Job, vielen Dank für alle Hinweise!

Samstag am Baggersee

von Alice Niklaus

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Ich bin wieder zurück aus dem Land der weissen und grünen Kittel und fange gleich mit dem idyllischen Baggersee bei Hersbruck meinen neuen Einstieg in den Nachhaltikeitsblog an. Der See, Inhalt und Umgebung ziehen mich immer wieder magisch an. Am schönsten ist es am blauen Wasser früh morgens. Am verangenen Samstag allerdings war der frühe Morgen noch sehr kalt, Hausarbeit und Einkaufen auf dem Bauernmarkt warteten. Die Fotos stammen also vom stillen Nachmittag.

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Allerdings schreckte mich beim Seerundgang ein lauter Schrei auf. Der kam von einem Schwan mit kohlrabenschwarzem Hals, wobei die Farbe des Halses nichts mit der Lautstärke zu tun hat, eher schon mit der Tatsache, dass sich im Wasser seinem hungrigen Weibchen ein schöner Enterich näherte. Die unerwünschte Aktion hat sich schnell geklärt, und Ruhe kehrt wieder ein.

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Aus dem wellenlosen Baggersee fliesst ein gurgelndes Bächlein in den Happurger Bach, und somit sprudeln beide vereint durch die Pegnitzaue in die mäandernde Pegnitz.

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Von hier aus und mit ein wenig Zoomen fällt auf, wie sehr Hohenstadt sich vergrössert  hat.  Der Hohenstädter Fels scheint auf meinen Besuch zu warten – demnächst, so hoffe ich. P1140937An dieser Stelle werden Erinnerungen wach an den eifrigen Biber, der durch seine Baumverschnitte Furrore machte, und als Abschluss meines ersten Blogeintrags in diesem Jahr stelle ich hier einen der Pilze vor, der am gleichen Platz wächst, wo der Biber aktiv war.

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“Outing” auf Wissenschaftskonferenz vom IÖW und der Heinrich Böll Stiftung? Alternativ denken. Wirtschaften für Wohlstand und Lebensqualität

Podiumsdiskussion Die Podiumsdiskussion mit den “Postwachstumspionieren”

 

War es wirklich ein “Outing,” wie Hannes Koch in der Taz in seinem Artikel “Outing der Kleinen – Nicht alle Unternehmen wollen expandieren. Manche setzen auf Qualität und Regionalität – auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen” über diese Berliner Wissenschaftskonferenz schreibt:

Alternativen denken. Wirtschaften für Wohlstand und Lebensqualität. Ohne Wachstum – oder mit?  (veranstaltet von der IÖW bei der Heinrich Böll Stiftung)

Für mich – und ich vermute auch für einen Großteil handwerklicher Betriebe – ist es ganz normal, dass es eine optimale Betriebsgröße geben könnte. Unter derselben reicht das Geld nicht zum Abzahlen der Kredite und drüber wird es sehr schwer genügend Aufträge zu generieren. “Geoutet” haben sich bisher meist Homosexuelle, aber seit der Integration schwuler Politiker, interessiert das Outing eigentlich nur noch in der nicht gerade fortschrittlichen Fußballwelt. In der Wirtschaft könnte man das “Outing als Wachstumsverweigerer” auch abschaffen, wenn es nicht so tief verwurzelt im Unternehmertum wäre. Daran will das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) rütteln:

Postwachstum15IÖWHeinrichBöll_0001 Die Heinrich Böll Stiftung in Berlin ist ein ziemlich cooler Schuppen: alles angeblich öko, aber kein Stückchen Holz …;


Unternehmen brauchen Wachstum. Oder?

Mit der Konferenz „Alternativen denken“ wollen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und die Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) dem „Oder“ nachgehen. Am Beispiel kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), die nicht nur zahlenmäßig den Großteil der Wirtschaft ausmachen, sondern oft genug eher wachstumsneutral aufgestellt sind, leuchten wir alte und neue Wege aus: für ein Wirtschaften, das wesentliche Beiträge für Wohlstand und Lebensqualität leistet und hierfür in die kritische Auseinandersetzung mit „der Wachstumsfrage“ geht.

Aus dieser Perspektive wollen wir mit der Tagung dazu beitragen, unternehmerische wie auch politische und gesellschaftliche Transformationsprozesse zu verstehen und zu gestalten. Im Zentrum der Veranstaltung stehen zum einen spannende Unternehmensbeispiele aus dem Projekt „Postwachstumspioniere“, zum anderen aber auch die Teilnehmenden selbst. Eine Mischung aus plenaren Diskussionen, Workshops und kreativer Gruppenarbeit gibt viel Raum für Austausch und Interaktion, für gemeinsames Lernen, Entwickeln und Vernetzen.

Postwachstum15IÖWHeinrichBöll_0002Projektleiterin Jana Gebauer ist zu schnell fürs Fotografieren!

 

Und wieder mal eine große Berliner Veranstaltung im Sinne der Nachhaltigkeit, die ob des dreitägigen Zeitbedarfs nicht ganz unaufwändig ist. Und trotzdem hat es sich gelohnt, denn abgesehen vom Wiedersehen alter Weggefährten der Nachhaltigkeit (Prof. Angelika Zahndt hat uns 2002 einen Artikel in ihrem Buch “Zukunftsfähige Unternehmen: Wege zur nachhaltigen Wirtschaftsweise von Unternehmen” gewidmet; mit Prof. Werner Wild von der Ohm Nürnberg haben wir schon viele gemeinsame Projekte gestemmt; Verena Exner von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt übergab uns 2005 den Mimona Preis; uvm.) hat man viele neue Kontakte knüpfen können und seinen Teil zum Projekt mit der Teilnahme an der Podiumsdiskussion und einem Workshop beitragen können.

Podiumsdiskussion2

Kompostierbare Schuhbändchen waren ein Thema der von Jana locker moderierten Podiumsdiskussion
 

Denn was nützt eine Untersuchung zum Thema Postwachstum, wenn die Unternehmer nicht ansprechbar sind? Tragisch war, dass ausgerechnet die wenigen “Großen”, wie die Stromgesellschaft EWS und die Lammsbräu verhindert war, denn so waren wirklich nur wir kleinen Betriebe auf der Bühne, obwohl das Thema Postwachstum eigentlich vor allem auf die Großen wirken soll. Fünf Kleinbetriebe haben die Postwachstumsfahne hoch gehalten oder – wie es die Taz meldete – “sich geoutet!”

Dieser Gedanke des Outen, weil man nicht wachsen will, ist mir fremd, denn ich kenne in unserer ganzen Schreinerinnung oder im ganzen befreundeten Handwerk niemand, der auf unvernünftiges Wachstum setzen wollte oder könnte, denn Gebäude, Mitarbeiter, eigene Kapazität geben die beste Betriebsgröße – nach einer gewissen Wachstumsphase auf dieselbe zu – fast immer vor.

So gesehen war ich auf dem Podium wohl eher ein seltsamer Gast, der die Postwachstumsdiskussion (im Handwerk!) für nicht sehr prickelnd hält, weil fast alle Handwerker wissen, was sie erreichen können und auch was nicht. Was ja nicht ausschließt, dass die Postwachstumsdiskussion an sich einen wertvollen Beitrag für die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland leisten kann, wenn das Wachstumsmantra endlich vom Sockel gestoßen würde.

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Heike Mewes (vorne rechts) leitete den Workshop “Transmission”

Im Workshop am Nachmittag ging es beim schwer greifbaren Thema “Transmission” um das Einbringen von Unternehmen in die Entwicklung der Gesellschaft. Mein Vortrag endete mit dem Satz:

“1988 haben wir versucht zu erklären, was Massivholzmöbel sind, 1997 warum die aus dem Holz der Region sein müssen, 2001 war es die Entschleunigung via Slow Food und Cittaslow, danach der Wandel von der Ökologischen Betrachtung zur Nachhaltigkeit aber am schwersten wird die Kommunikation wohl, wenn wir erklären müssen, was ein “Postwachstumspionier” sein soll.”

Und weil das alles nicht leicht ist, hat das IÖW zum Thema Postwachstumspioniere eine liebevoll getextete, gestaltete und gedruckte  Broschüre herausgegeben, deren Hintergründe man hier erfahren und sie selbst herunterladen kann.

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Spannende Menschen abends am Podium

Bei der abendlichen Podiumsdiskussion mit Politikern und Journalisten kamen noch viele sapnnede Themen zur Sprache und ich habe mich gefreut,  Dr. Ute Scheub (nimmermüde Mitgründerin der Taz) mal live zu hören.

Bald wird es auch eine Dokumentation der kompletten Veranstaltung geben, die wir dann hier verlinken werden.

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Der Artikel in der Taz

Beitrag in der Wirtschaftswoche

Beitrag bei Deutsche Welle

Und noch ein Bericht auf www.schwaebische.de

Eine kurze und verständliche Erklärung zur Post- und -Wachstumsideologie von Prof. Werner Wild

Es gibt ein gemeinsames, stets aktuelles Blog zum Thema Postwachstum

Unsere Fotos sind hier zu sehen (zum Download unter cc, namensnennung die-moebelmacher.de).

 

Unsere Ausstellung, die Werkstatt und das regionale Musterhaus zur Abwechslung mal als Englischkurs

P1020881Ruft eine nette Kundin an und wünscht sich eine Küche von uns, weil sie gestern Abend auf Bayern Alpha mit ihrem Sohn einen Englischkurs gesehen und anschließend die Möbelmacher gegoogelt hat.

Ich konnte mich überhaupt nicht mehr dran erinnern, aber Mathias Rex hat das im August 2010 bei uns gedreht. Aber im Prinzip ist es nicht wichtig, wie unsere Kunden auf uns kommen, sondern dass!

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Na vielleicht ist der Kurs  ja sogar hilfreich, wenn ich wieder englischsprachige Gäste führe. Ist auf jeden Fall war es wie immer eine schöne Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, was die noch gefundenen Fotos vom Set beweisen.  P1020885

Die Koch-Einrichtung Nr. 1: “Skrei mal zwei trifft Karotte mal zwei” in den Massivholzküchen der Möbelmacher mit Diana Burkel und herwig Danzer

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Das ist unsere erste Kochsendung gemeinsam mit Diana Burkel, Küchenchefin vom Würzhaus in Nürnberg. Wir freuen uns über Ihre Meinung darüber, lieber länger, lieber kürzer, Sie können gerne Fragen stellen oder Vorschläge machen und wir kochen gerne auch mal in anderen Massivholzküchen der Möbelmacher. Schicken sie uns einfach eine Mail, wenn Sie daran Interesse haben. Hier das Video und dahinter das Rezept, das auch in unserer Rezeptdatenbank zu finden ist.

 

Karottensalat :

2 karotten-geschält- und fein in scheiben gehobelt

1tl eingelegten ingwer(sushi ingwer)- fein geschnitten

1 prise salz

1 tl olivenöl

¼  becher kresse

…alle zutaten bis auf die kresse mischen- leicht kneten und kurz vor dem servieren die kresse dazu geben.

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Karottengemüse:

2 karotten – in schräge scheiben geschnitten

¼ zwiebel fein in spalten

Je ein halber tl – geriebener ingwer & galgant

1el butter

salz / zucker

…alle zuaten vermengen – im druckdampfgarer bei  120 grad  2 min garen oder im topf weichkochen

 

Curry joghurt:

3 el naturjoghurt

1tl currypulver (indisch- mehr cumin)

salz/zucker

…zutaten verrühren

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Skrei gebraten:

Fisch tranche- gesalzen von der hautseite langsam mit etwas öl  nach oben glasig braten// vor dem anrichten pfeffern.

 

Skrei gedämpft:

2 scheiben ingwer & galgant

Fischtranche salzen mit 1tl butter bei 99grad 3 min dämpfen

alternativ:

1 liter wasser zum kochen bringen – mit ingwer/ galgant / knoblauch und salz abschmecken. Das skreistück (leicht gesalzen ) einlegen – deckel drauf und weg von der hitze. 6 min ziehen lassen. Aus dem fond heben und leicht mit Butter abglänzen (is einfach schicker). Pfeffern… Fertig

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KochenDiana15_1Sony_0015Hier sind noch ein paar Infos zum Skrei und warum es ihn gerade jetzt gibt.

Wie gesagt: Fragen und Anregungen für neue Sendungen sind herzlich willkommen: In den Kommentar oder Mail an hd@die-moebelmacher.de

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Die Koch-Einrichtungen:

+ Kocheinrichtung Nr. 1: Skrei mal zwei trifft Karotte mal zwei
+ Kocheinrichtung Nr. 2: Rote Beete mit Meerrettichschmand, Koriander und grünem Apfel
+ Kocheinrichtung Nr. 3: Lammschulter mit Radieschen und Senf

+ Die Ziele der Koch-Einrichtung

Bloggertreffen auf der Biofach 2015 – Frühstück

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Bloggertreffen 2015 im Zeichen junger Damen, unterwegs im Namen der Naturkosmetik

Die Entstehung des Bloggertreffens im Jahr 2007

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Beim ersten Bloggertreffen 2008

Im Herbst 2007 konnte ich den damaligen Pressesprecher der NürnbergMesse Peter Ottmann – den heutigen Geschäftsführer – von der Notwendigkeit eines Bloggertreffens während der Biofach überzeugen und so wurde es (glaube ich) 2008 zum ersten Bloggertreffen mit offizieller Presseakkreditierung überhaupt mit folgenden Bloggern:

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Der damalige Pressesprecher und heutige Chef der NürnbergMesse Peter Ottmann
Name Blog
1 Reto Stauss http://nachhaltigbeobachtet.ch
2 Thomas Geiger http://blog.photopool.de
3 Johannes Korten http://jazzblog.de
4 Sjörn Plitzko http://konsumguerilla.net
5 Christoph Harrach http://karmakonsum.de
6 Horst Klier http://www.leben-ohne-diaet.de/blog
7 Michael Wenzl http://farmblogger.de
8 Gerhard Zirkel http://www.waldblog.de
9 Manuel Rosenboom http://www.vital-genuss.de
10 Klaus-Peter Baumgardt http://fressnet.de
11 Peter Parwan http://lohas.de
12 Ralf Hense http://kleinsthof.de
13 Det Müller http://lohas-blog.de
14 Roland Dunzendorfer http://www.landscaping.at/blog
15 Kirstin Walther http://saftblog.de
16 Jörg Holzmüller http://saftblog.de
17 herwig Danzer http://nachhaltigkeit.blogs.com
18 Andy Brandl http://www.andy-brandl

19 Sandra Trummer   http://lebensdorf.at/

20 Milo Tesselar  http://www.biorama.at/

21 Fritz Lietsch http://nachhaltigwirtschaften.net

22 Andrea Nienhaus  http://www.alles-was-gerecht-ist.de

23 Thomas Hölzl  http://www.stoibaer.de/  

24 Frans Prins http://www.grass-routes.org

25 Noel Kein-Reesink http://karmakonsum.de

26 Sophie Scholz http://fairdo.de

27 Isabel Strohschein – http://blog.nz-online.de/mode/about/

28 Matthias Metze http://www.viva-vino.de/biowein_blog/

29 Gerhard Schoolmann http://www.abseits.de/weblog/gastronomie_blog.html

      (Der Eindruck mit den vielen nicht hinterlegten Links täuscht, fast alle sind noch in der Szene aktiv,  allerdings unter anderem Blog- oder Seitennamne)

Wir Blogger hatten sogar ein eigenes riesiges Pressecenter wo richtig gearbeitet wurde, einmal sogar über die ganze Messe mit Hostess (mit der ich noch Ärger wegen der damals entstandenen Fotos hatte) betreut.

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Wohlfühlpaket für Blogger: man beachte – als Zeitzeichen – das MDA Smartphone mit Tastatur neben dem Notebook

Die Einladung lief über das Nachhaltigkeitsblog, die Organisation der Karten bis hin zur persönlichen Betreuung übernahm unglaublich engagiert die NürnbergMesse in der Gestalt von Geoffrey Glaser.

 

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Geoffrey Glaser wurde ob seines Einsatzes nach seiner “Amtszeit” zum “Ehrennachhaltigkeitsblogger” ernannt

Des nächtens habe ich noch mein Auto voll Blogger in ein Hotel unserer Nachbarschaft gebracht, die Tags darauf vom Inhaber desselben wieder zum Zug gebracht worden sind.

Das Treffen war bis 2013 (beim ersten Frühstück 2014 konnte ich leider nicht teilnehmen) abends ab 17:15 Uhr in unterschiedlichen und immer großzügigen Räumen und Restaurants mit viel Raum zum Essen, Reden oder Schreiben. Nach der informativen  Begrüßungsrede von Pressesprechern (“Ich bin der Peter”) oder Geschäftsführern waren noch bis zu 12 Stunden (o.k., das war die Ausnahme, Mitternacht war eher normal) zum Meinungsaustausch.

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Damals waren vor allem Steckdosen wichtig!

Nach der ultimativen Vorstellungsrunde wurde mir 2008 zum Beispiel Twitter erklärt, an ganz vielen Laptops wurde Software diskutiert und das köstliche Buffet nebst gesponserten Getränken mit oder ohne Alkohol führte zu einer ebenso anregenden wie entspannten Atmosphäre, die bei mir ganz viele dauerhafte Verbindungen zu spannenden Menschen entstehen ließ.

NachhaltigkeitsbloggerHersb

Es entstanden tolle Freundschaften mit auch heute noch engagierten Menschen

Das fiel mir gerade auf, weil ich die alte Teilnehmerliste durchgegangen bin. Dafür bin ich und sicher ganz viele der damaligen Blogger, von denen leider nur sehr wenige da waren, der NürnbergMesse sehr dankbar. Aber genug von damals, auch am Freitag, den 13. Februar 2015 war das Bloggertreffen ein Highlight, aber eben ganz anders, was ja kein Fehler sein muss.

 

 

Das Bloggertreffen heute

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“Wurstsack” Hendrik erklärt die Wurst auf der nicht veganen Seite des Frühstücksbuffets

Vorgestern früh – Beginn um 9:15! – waren die Plätze schon um 9 beinahe belegt, es war gemütlich eng und es gab Frühstück – auch vegan. Von den ursprünglich eingeladenen Nachhaltigkeitsbloggern war fast niemand mehr da (Johannes Korten, Thomas Geiger als Fotograf), aber natürlich traf man viele alte Bekannte, wie Peter G. Spandl, Daniel Überall, Thomas Weber von Biorama, Wurstsack Hendrik Haase und freute sich über die vielen jungen Damen, die über Naturkosmetik und Food bloggen. Eine Aufgabe lösten wir Alten mit Bravour: das Heben des Altersdurchschnitts. Und ein paar Fotos habe ich gemacht, auf denen fast alle zu sehen sind. Der Tweet von Kristian @trotzik Biss fasst das zusammen:

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Die Bloggerthemen haben sich geändert, es war einiges an Food (erstaunlich viel aus der veganen Ecke, das seien laut einem nicht genannt werden wollenden Teilnehmer angeblich die,  die sich über chemisch erzeugte Würstchen mit Glutamat freuen, statt gesundes Gemüse zu essen), ganz viele junge Damen beschäftigen sich – durchaus erfolgreich – mit Schönheit und Naturkosmetik.

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Flying Kajalstift bei den Naturkosmetikbloggerinnen
Nurnbergmesse

Susanne Franz (links) und Manja Rupprecht (rechts) erklären den Ablauf (foto: thomas geiger nuernbergmesse)

Manja Rupprecht und Susanne Franz von der NürnbergMesse haben 2011 die komplette Organisation von Geoffrey Glaser liebevoll übernommen – der daraufhin zum Ehrennachhaltigkeitsblogger ernannt wurde –  und sehr sympathisch zur Beteiligung mit Beiträgen auf bloggertreffen.org eingeladen. Eine Domain, die Michael Wenzl als damaliger Farmblogger reservierte und die Vernetzung der Nachhaltigkeitsblogger damit vorantreiben wollte. Im letzten Jahr übergab er die Domain an die NürnbergMesse, die damit diese wunderbare Veranstaltung weiterhin bewirbt und dort die Artikel der Blogger sammeln will (wobei ich selbst aus Zeitgründen nicht wahnsinnig gerne auf fremden Portalen blogge, ich fände eine Verlinkung mit Teaser angenehmer).

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Über 60 Blogger fanden sich im Jahr 2015 ein (foto: nuernbergmesse)

Wieder habe ich interessante Blogger und noch mehr Bloggerinnen kennen lernen dürfen (z.B. Denise J. Blasczok von foodup.de, Stefanie Grauer vom Kochtrotz.de, Sibel Arend von insaneinthkitchen.blogspot.de), aber zwischen der Vorstellungsrunde und dem Aufbruch zur veganen Führung war nur wenig Zeit. Die Zeit der geöffneten Messe erscheint mir persönlich für ein Bloggertreffen zu wertvoll (auch wenn ich wegen Krankheitsausfällen kurz nach dem Bloggertreffen schon wieder nach Unterkrumbach musste), der Abend danach dafür umso geeigneter, aber viele Bloggerinnen waren gerade von der Frühstücksidee begeistert.

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Liebevoll präsentiertes und frisch zubereitetes Frühstück von Lehrrieder, das leider vor lauter Bloggertalk wenig gewürdigt wurde (foto: thomas geiger nuernbergmesse)

Auf jeden Fall freue ich mich riesig, dass das Bloggertreffen der Biofach bei der Nürnbergmesse weiter gepflegt und geschätzt wird. Die Übernahme der kompletten Organisation führt zu einer gefühlten Entlastung von 200 Emails, denn ganz früher haben wir uns teilweise sogar um Übernachtungen gekümmert und stundenlang diskutiert, welche Blogs Nachhaltigkeitsblogs sind und welche nicht. Da ich nur wenige Gäste der ersten allerersten Stunde entdeckt habe, würde mich interessieren, ob wirklich alle der neuen Gäste die Frühstücksidee gut finden – wie das einige betont haben – oder ob noch Fans des abendlichen Treffens existieren.

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Was wir sowas von können: Altersdurchschnitt heben und irgendwie an die Muppet-Show erinnern.

Bleibt der Dank an Susanne und Manja, die Nürnbergmesse insgesamt, die Firmen, die das Bloggertrefen unterstützen und das engagierte Team vom Caterer Lehrrieder.

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Fotos vom Bloggertreffen von Thomas Geiger stehen bei der NürnbergMesse zum Download zur Verfügung (Quellenangabe NürnbergMesse)

Meine Fotos von fast allen Teilnehmern stehen auf moebelfoto.de unter CC (Namensnennung die-moebelmacher.de) hier zum Download zur Verfügung

Alle Artikel über die 8 Bloggertreffen im Nachhaltigkeitsblog sind chronologisch unter der Kategorie Bloggertreffen zu finden.

Der Artikel von Peter G. Spandl im “Aus meinem Kochtopf-Blog”

Blogartikel von Partick Held

Und die wichtigste Seite: bloggertreffen.org/

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Bloggertreffen 2013

Bloggertreffen 2012

Bloggertreffen 2011

Bloggertreffen 2010

Bloggertreffen 2009

Bloggertreffen 2009

Bloggertreffen 2008

Ältere Artikel zur Biofach gibt es hier:

Biofach 2007 mit Carlo Petrini, Slow Food

Biofach 06: Politiker und Promis benehmen sich daneben

Auszeichnung von Biofach Veteran Manfred Rothe

 

Möbelmesse in Köln Teil 5: Joka, Pro Natura und die Boxspringbetten auf der IMM Cologne

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Joka Geschäftsführerin Mag. Anna Kapsamer erklärt das neue Konzept der bewährten Chaiselongue mit Schlaffunktion

Am zweiten Tag unseres Möbelmessebesuchs besuchten wir gleich Joka, die Mutter der Marke Pro Natura und die Superspezialistin für Boxspringbetten und Schlafsofas. Durch die Pro Natura Tochter inspiriert, orientiert sich Joka auch in der Mutterfirma mehr am Naturgedanken. So gibt es bereits Boxspringbetten, die mit Dreischicht-Massivholzplatten und zertifizierten KbA-Stoff gefertigt wurden und die nette Chaiselongue mit Bettkasten hat ein Gestell aus massiver Buche, leider aber noch einen beschichteten Bettkastenboden, den man gegen vernünftiges Sperrholz austauschen sollte.

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Praktisch, wenn die Chaiselongue gleichzeitig ein Gästebett ist
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Schicker Bettkasten unter Chaiselongue mit Schlafmöglichkeit

Überhaupt finden wir die Entwicklungen bei Joka seit dem harmonischen Einstieg der Inhabertochter sehr vielversprechend. Ein Firmenkauf wie der von Pro Natura birgt für die Marke und Mutter einige Fallstricke, aber auch wir werden uns als Pro Natura Händler der ersten Tage bei den anstehenden Treffen daran beteiligen, alle zu umgehen und gemeinsam mit Joka auch für die nächsten Jahrzehnte eine perfekte Schlaflösung für unsere Kunden zu bieten.

Das BoxspringbettMöbelmesse15__0054

Joka ist einer der größten europäischen Hersteller von Boxspringbetten, was uns in die angenehme Lage versetzt, auch den Kunden ein vernünftiges Bett zu liefern, die sich für die Naturphilosophie von Pro Natura nicht begeistern können, was häufig Hoteliers sind. Umso wichtiger ist es für uns, auch auf diesem Gebiet Fachwissen zu sammeln, denn wie bei allen Bettentrends vom Wasserbett bis zum Boxspring gibt es eher vernünftige und unvernünftige Angebote. Möbelmesse15__0074Wir sehen unsere Aufgabe in der Suche nach der besten Lösung für unsere Kunden und sind froh, dass wir sogar Boxspringwünsche erfüllen können.

Neues Schlafsofa mit Bettkasten

Wir sind ja ziemlich glücklich, dass die genialen Schlafsofas von Joka häufig eine eigene Matratze und Lattenrost beinhalten. Aus deren Erfahrung ist aber für manche Kunden, die das Bett nur selten nutzen wollen, ein Bettkasten angenehmer, weshalb Joka hier ein neues Modell vorstellte.  Die raffinierte Konstruktion wird im Video gezeigt:

Auf jeden Fall finden wir bei jedem Besuch mehr Produkte der Firma Joka, die auch für unsere Kunden interessant werden könnten.

Relaxsessel mit Aufstehhilfe

Bisher mussten wir auf die Frage, ob wir auch Relaxsessel mit Aufstehhilfe haben leider mit “Nein” antworten, denn das ließ sich bisher mit Design kaum vereinen. Aber jetzt könnten wir auch dieses Problem durchaus ästhetisch lösen, und zwar so, wie es auf dem Video zu sehen ist:

Für größere Menschen fährt der Sessel noch deutlich höher hoch und es gibt ihn natürlich in allen Farben und Ausführungen, bis hin zur Sitzheizung.

Schicke Weinregale

Ausgesprochen hübsch fanden wir auch die Weinregale aus Metall und Eiche mit Weinkisten.

Möbelmesse15__0338Die Möbelmesse 2015 war für uns – wohl durch den zweitägigen Aufenthalt – ausgesprochen informativ und inspirierend. Mit neuen Ideen können wir jetzt im Kundengespräch das beste für deren Grundrisse entwickeln. Und das Regal für Highheels empfanden wir als die lustigste Idee:

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Die Artikel über die Möbelmesse 2015

Teil 1 über die beiden Tage

Teil 2 als kurze Pressemeldung über die “German Gemütlichkeit”

Teil 3 über den Besuch bei Miele

Teil 4 über unseren Besuch bei Jori

Teil 5 über Boxspringbetten, Joka Schlafsofas und einen Relaxsessel mit Aufstehhilfe

 

Alles zum Thema Nachhaltigkeit mit dem besonderen Interesse für das Einrichten mit Küchen und Möbeln aus dem Holz der Hersbrucker Alb und allem was zur Lebensqualität des Wohnens dazu gehört. Die Möbelmacher aus Unterkrumbach bei Hersbruck wollen seit Herbst 2005 aus dem Dialog in diesem Blog von Kunden, Freunden und Fremden lernen und das Bewusstsein für regionale Wirtschaftskreisläufe stärken.