Verwandlungssofa Wing von Jori und der passende Couchtisch auf Rollen

Im Januar dieses Jahres haben wir das neue Verwandlungssofa „Wing“ vorgestellt, das der sympathische Designer Hugo der Ruiter (Holländer) für unseren Partner Jori aus Belgien entworfen hat. Das erste Mal sogar in einem Video von der Kölnmesse.

Wir haben das Sofa, als es dann endlich bei uns ankam, natürlich fotografiert und Videos gedreht, aber so praktisch die Verwandlungsmöglichkeit des Möbels  selbst ist, so schwierig ist es, einen funktionalen und schönen Couchtisch dafür zu finden.

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Also machten wir uns für unsere neuen Sofakunden gleich an die Gestaltungsarbeit. Weil Sie und Er das Sofa laut eigenen Prognosen wohl meist als Doppelchaiselongue nutzen werden, war es naheliegend, den Tisch so zu gestalten, dass er genau zwischen die beiden Chaiselongues passt, denn dann können Sie und Er Weinglas und Chips bequem erreichen. Im Video mit unserer Designstudentin Sylke, die bei uns gerade ein grandioses Praktikum macht, zeigen wir (ganz oben im ersten Video), wie es funktioniert.

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img_1302xAber unsere Schreinerin Sophia Wagner  hat natürlich auch alle anderen Fälle der harmonischen Tischpositionierung bedacht und so entstand eine ästhetische und funktionale Form, die das Sofa perfekt ergänzt – wie wir meinen. Wenn jemand eine noch bessere Idee hat, führen wir natürlich auch diese gerne aus. Denn an dieser Stelle wurde uns erst wieder bewusst, wie viel Freude es macht, die persönlichen Wünsche unserer Kunden ohne Standardprodukte aus dem Katalog erfüllen zu können.

 

Wer das Verwandlungssofa Wing in allen Varianten nochmal ganz persönlich von Esther vorgestellt bekommen möchte, der klicke auf dieses Video:

Unsere besondere Beziehung zum Polstermöbelhersteller  Jori seit über 20 Jahren haben wir hier zusammengefasst, es macht einfach Freude mit Firmen zusammen zu arbeiten, die langfristig denken.

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Kocheinrichtung Nr. 8: Kabeljau und Hutangerbulle live zubereitet am Tag des Schreiners

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Diana Burkel und herwig Danzer beim Anrichten des Hutangerbullen

Eigentlich ist es diesmal keine richtige Kochsendung, sondern eher eine Aufarbeitung Dianas genialer Kochshow als Rahmenprogramm zum Tag des Schreiners am 4. Nov. 2016 in Unterkrumbach.

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Fast alle Gäste haben uns um die Rezepte gebeten und so versuchen wir nachträglich aus dem Video und Dianas Infos eine halbwegs brauchbare Anleitung zum Nachkochen zu erarbeiten. Halbwegs nur, weil die Zubereitung des Bullens in der Haushaltsküche nicht ganz leicht zu realisieren ist, aber wir haben Alternativen zu den 16 Stunden Garzeit anzubieten. Als kleine Entschädigung für Stammleser gibt es dafür hier zum ersten Mal Vor-, Haupt- und Nachspeise in einer einzigen Sendung. Offene Fragen beantworten wir wie immer gerne unter 09151-862 999.

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Vorspeise

Kabeljau mit Urkarotten und Cous Cous

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3 Minuten war der Kabeljau bei 99 Grad im Dampfgarer

Sehr ausführlich haben wir den Kabeljau als Skrei in der Kocheinrichtung Nummer 1 beschrieben und in der Tat haben wir uns an den damaligen Angaben „99 Grad, 3 Minuten“ orientiert. Aber Dianas Gerichte beruhen ja immer auf dem Zusammenspiel besonderer Zutaten und die beschreiben wir im Video und diesem Rezept.

Kabeljau Salzen , pfeffern leicht Olivenöl darüber und für 3 min in den Dampfgarer bei 99 Grad.  Dann in seine Segmente drücken .

Cous Cous mit Urmöhrensaft 

150 gramm cous cous
225 urmöhrensaft
1tl olivenöl
salz&zucker zum abschmecken
Je ein halber tl : gemahlener kümmel & korianderkorn
Alles miteinander vermengen , abschmecken dann im dampfgarer bei 100 grad 3 minuten dämpfen.

Oder:  den Urmöhrensaft aufkochen, alles andere vermengte mit der kochenden Flüssigkeit übergießen, abdecken und ca 5 min ausdämpfen lassen.

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Urmöhrensalat :

Möhren wie Bandnudeln mit dem Schäler oder Röslehobel formen – dann mit Essig und Öl Salz, Pfeffer leicht marinieren .. soll knackig bleiben – also erst unmittelbar vor dem Servieren machen!

Kresse Fond :

1 Handvoll Brunnenkresse gereinigt- mit Stängeln ( viel Geschmack ) mit der Küchenmaschine gemixt – dabei 2 Esslöffel Olivenöl dazu geben und etwas Salz . Anschließend durch ein Sieb geben.

Knusper:

Zwiebelwürfel frittieren . Zu gleichen Teilen , lauwarm geröstet dazu geben : Weißer Mohn , Weißer Senf ( nur die Hälfte – weil scharf ) Dillsamen , Korianderkorn. Abschmecken mit Salz und Zucker.

Das Anrichten aller Gerichte ist im Video gut zu sehen:

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Nach der Pause das Hauptgericht

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Zufriedene Gesichter

Nach der Pause der Lesung gab es den Hauptgang vom Hutangerbullen „Ingo,“ der leider ob seiner Aggressivität und Ausbruchsfreude zuchttechnisch nicht wirklich hilfreich war.  In den Hutangerherden  können für Menschen gefährliche Tieren nicht gehalten werden, denn jeder noch so kleiner Vorfall auf der Weide hätte katastrophale  Folgen für die Halter.

Ingos Leidenschaft hat übrigens der Liedermacher Ulrich Roski schon 1971 im Lied „I´m a lonesame Rider“ beschrieben:

Die Kuh sprang eines Tages übern Zaun und ging auf Tour
Und lief direkt in den Mercedes, der zum Ernteeinsatz fuhr
Ich sprach damals schon gut englisch und erklärte meinem Boss:
„Man, die Cow ist übern Fence gejumpt und hat dann deinen Benz gerammt.“

Um verantwortungsvolle Tierhaltung am Beispiel der Hutanger zu erklären, zeigen wir hier zwischendurch den Beitrag von Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark mit der ganzen Geschichte von Ingo:

Hutangerbulle auf Rübenpüree

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„Wie fanden Sie den Hutangerbullen?“ „Nach dem Verzehr des Rübensalats“

Das Mäusl aus der Keule hat Diana im Riesentopf 16 Stunden im nur mäßig warmen Sud ziehen lassen.  Der Sud soll Kraft haben, bevor das Fleisch dazu kommt. Das bedeutet:  Wurzelgemüse kräftig rösten,  Wasser dazu aufkochen,  mit Knoblauch Salz,  Piment, Pfeffer, Lorbeer, frischem Thymian, Rosmarin und Petersilie aromatisieren und dann erstmal so  30 min kochen lassen.  Das Fleisch danach scharf anbraten. Aus den rund 20 Litern Sud hat Diana dann 3 Liter Soße reduziert und die hatte es in sich.

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Geduldig beantwortete Diana alle Fragen zum Kochen und zum Restaurant

Für die Haushaltsküche schlagen wir folgende Alternativen vor:

Bulle im Druckdampfgarer

Die gleichen Zutaten in den ungelochten Garbehälter und zunächst mal 15 min bei 120 Grad kochen. Dann das Fleisch dazugeben und jetzt entscheiden, ob es schnell gehen soll (bei 120 Grad 45 Minuten), oder ob es an Dianas Fleisch herankommen soll (70 Grad, 15 Stunden).  Das geht natürlich auch im Topf, wenn man mutig ist oder durchmachen will. Das Fleisch danach scharf anbraten.

Bulle Sous Vide gegart

Den Sud bereitet man genauso vor, wie bei den anderen Methoden (nur mit viel weniger Wasser) und vakuumiert das Fleisch darin. Wir lassen es meist 24 Stunden bei 56 Grad in unseren Thermalisierern oder Dampfgarern. Danach scharf anbraten und aus der Beutelflüssigkeit mit Fonds die Soße machen.

Rüben Püree:

4 große Zwiebeln , 4 weiße Rüben , 10 größere Kartoffeln , Salzen und alles zusammen dämpfen bis alles sehr weich ist  (im Druckdapfgarer reichen bei 120 Grad 20 Minuten, im Topf sollten es 45 Minuten sein). Dabei aufgefangene Flüssigkeit in einen Topf gießen.  Gemüse pürieren dazu geben und unter der Zugabe von 2 Esslöffeln Butter und entsprechend Milch zum Püree rühren . Mit Salz und Muskat abschmecken .

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Rüben Salat :

Weiße und gelbe Rüben mit etwas Petersilie mit Essig und Öl Salz und Pfeffer zum Salat anmachen, wenn die Rüben schönes Grün haben unbedingt mit verwenden

Cassis :

Um den Gericht noch ein wenig Säure zu geben, hat Diana 2 Handvoll Cassis (schwarze Johnnisbeere) davon ein Viertel mit etwas Balsamico püriert und  anschließend gesiebt . Dann noch salzen, zuckern und die restlichen Cassis damit anmachen.

Das Anrichten ist im Video sehr gut zu sehen.

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Gleich nach dem Hauptgericht haben wir uns an die Nachspeise gemacht. Ein normaler warmer Apfelkuchen wird durch Äpfel mit rotem Fruchtfleisch aufgepeppt, aber das beste ist der Zimtschmand.

Nachspeise

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Irgendwie hat da jemand vergessen auch vom Nachtisch ein Foto zu machen …

Apfelkuchen mit Zimtschmand

Kuchenrezept von Azubi  Maxi :

Boden (1-2-3 teig) 300 g mehl 200 g butter 100 g zucker.
Alle zutaten vermischen und etwas wasser/flüssigkeit zum kneten hinzugeben. Teig dünn ausrollen, in ein backblech geben in form bringen und mit einer gabel einstechen. Ca. 10 min bei 180 C blind backen.

Belag Ca. 5 Äpfel schälen, kerngehäuse entfernen, in feine scheiben hobeln, etwas zucker, zitronensaft, vanille dazu und kurz stehen lassen

Streusel

Mehl, Zucker, Butter etwa im gleichen verhältnis verrühren bis streusel entstehen, etwas salz und zimt dazu

180 C, 25 min fertig backen

Zimtschmand : 100gr Schmand. 2 Stangen Zimt leicht rösten / mahlen und noch warm zum Schmand geben . Zuckern nach Geschmack.

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Sylke Pfeiffer studiert Industriedesign und macht bei uns Praktikum

Herzlichen Dank an unsere angenehmen Gäste, die Küchenchefin Diana Burkel, den Publizist  Ulrich Grober und Sylke Pfeiffer, unsere engagierte Praktikantin .

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Einen kritischen Kommentar zum F1Hybrid  „Urmöhre“ oder „Purple Haze“ kann man hier nachlesen.

Der Bericht über die Lesung mit Ulrich Grober und dem vollständigen Video nebst Zeitungsartikel.

www.kocheinrichtung.de
www.wuerzhaus.info
www.die-moebelmacher.de

Die Kocheinrichtungen bisher:

+ Kocheinrichtung Nr. 1: Skrei mal zwei trifft Karotte mal zwei
+ Kocheinrichtung Nr. 2: Rote Beete mit Meerrettichschmand, Koriander und grünem Apfel
+ Kocheinrichtung Nr. 3: Lammschulter mit Radieschen und Senf
+ Kocheinrichtung Nr. 4 : Spargel 3 mal anders
+ Kocheinrichtung Nr. 5: Schweinelende 55 Grad und Zucchini
+ Kocheinrichtung Nr. 6: Tomatestisches Quartett
+Kocheinrichtung Nr. 7: Hirsch mit Rettich x 2
+ Kocheinrichtung Nr. 8: Kabeljau und Hutangerbulle

+ Die Ziele der Koch-Einrichtung
+Kocheinrichtung Spezial: Dianas Werdegang

Die Küchen der Möbelmacher aus dem Holz der Region
Alle Videos zum Thema „kochen und Küche“ im Youtubekanal

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Kulinarische Lesung zum Tag des Schreiners: Ulrich Grober brachte zum Nachdenken, Diana Burkel den Genuss

dsc07012_1„Nachhaltig“ inspiriert und kulinarisch verwöhnt verließen uns unsere Gäste am sehr späten Freitag, den 4. November. Lesungen zu Nachhaltigkeitsthemen locken erfahrungsgemäß nicht die Massen an. Trotzdem  versammelten sich über 30 Gäste, um den Nachhaltigkeitspapst Ulrich Grober sehr persönlich kennen zu lernen und Texte aus seinem neuen Buch „Der leise Atem der Zukunft“ aber auch aus seinen persönlichen Schilderungen der Entstehung seiner Geschichte der Nachhaltigkeit zu hören.

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Interessanterweise berichtete danach fast jeder Besucher von anderen Besonderheiten der Lesung: viele waren von den Parallelen des Märchens „Das kalte Herz“ zur Gier in der Jetztzeit beeindruckt, andere freuten sich über die 1500 Jahre alte Holztür, durch die sich schon Karl der Große  durchzwängte (er war nämlich wirklich groß), grober01_karlstuerwebund die heute noch erhalten aber leider versteckt ist. Die umwerfende Symbolwirkung dieser handwerklichen Arbeit unserer frühzeitlichen Kollegen für den Nachhaltigkeitsbegriff  hat Grober zwar analysiert, leider fand sie trotz einer ganzen Seite in der Wochenzeitung „Die Zeit“ keinen Eingang in die Ausstellungskonzeption (in diesem Blogartikel ausführlich nachzulesen).

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Natürlich sind wir davon überzeugt, dass unsere Küchen mindestens genauso lange funktionieren werden, wir werden das die nächsten Jahrhunderte sehr aufmerksam beobachten und regelmäßig warten. Und gleichzeitig überlassen wir das Thema „Nachhaltigkeit“ nicht den Phrasendreschern aus Politik, Werbung und Demagogie, sondern verteidigen es – im Auftrag Grobers – in seiner ursprünglichen Bedeutung aus der Forstwirtschaft:

Aus dem Wald nicht mehr Holz entnehmen, als nachwächst. Ökologische Einrichtungsgegenstände herstellen, die entweder 1200 Jahre weitervererbt werden, oder frei von Schadstoffen upcycelt, recycelt,  oder auch umweltfreundlich entsorgt werden können.
Einen fairen Umgang mit Mitarbeitern, der Gesellschaft und kommenden Generationen pflegen und die Zukunft des Betriebs und der Arbeitsplätze sichern.

All diese Punkte kamen auch in der Lesung zur Sprache, wenn auch unter ganz unterschiedlichen Betrachtungswinkeln aus der Sicht des Wanderers Ulrich Grober. Weil wir von einigen Gästen, die nicht kommen konnten, darum gebeten wurden haben wir die Lesung aufgezeichnet und stellen sie hier in den drei Sequenzen zur Verfügung: „Lesung von Ulrich Grober,“ „Begrüßung und Hintergrundwissen von herwig Danzer,“ und „Erklärung der Hutanger und des Bullen Ingo von Rainer Wölfel.“

Begrüßung und Hintergründe von herwig Danzer

Ulrich Grobers Lesung in voller Länge

Rainer Wölfel über Hutanger und den Bullen Ingo

Weil die kulinarische Einrahmung der Lesung durch Diana Burkel aus dem Nürnberger Würzhaus unsere Gäste geradezu überwältigt hat, schneiden wir auch daraus ein Video nebst Rezepten, das wir in der Kochsendung „Kocheinrichtung.de“ als Nummer 8 „Kabeljau mit Variationen von der Urkarotte“ noch veröffentlichen werden.

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Spitzenköchin Diana Burkel schaffte vor Beginn der Lesung mit der Vorspeise (Kabeljau) und in der Pause mit ihren liebevoll angerichteten Geschmacksüberraschungen (Hutangerbulle) eine so angenehme Atmosphäre, dass sich unsere Gäste rundum wohl fühlten. Diese Kombination aus dem anspruchsvollem Nachhaltigkeitsthema in der Werkstatt und kulinarischen Genüssen in unserer Ausstellung  wurde durch die Erläuterungen Rainer Wölfels vom Naturschutzzentrum Wengleinpark über den genossenen Zuchtbullen Ingo und seine Geschichte zu einem ganzheitlichen Erlebnis.

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Auch wenn es einige Gäste verwunderte, überraschte und irritierte, war uns allen der Ausflug zum guten Leben und würdigen Sterben der Tiere aus der Hutangerherde sehr wichtig. Denn nur, wenn wir uns über die sehr unterschiedlichen Methoden der Massentierhaltung und dem verantwortungsvollen Umgang mit diesen natürschützenden Tieren bewusst werden, können wir mit unserer Stimme aber vor allem mit unserem Einkauf eine Umkehr des Verbraucherverhaltens herbeiführen: lieber weniger, aber wertvolles – verantwortungsvoll hergestelltes – Fleisch kaufen und auch bei allen anderen Investitionen daran denken, welchen Einfluss dieser Konsum auf die beteiligten Firmen, die Umwelt und die Gesellschaft hat.dsc00451_1

Ulrich Grober liefert mit seinen beiden Büchern „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit“ und „Der leise Atem der Zukunft“ einen fundierten Hintergrund für ein nachhaltiges Leben und wir wünschen uns alle, dass sein Optimismus über die Entstehung nachhaltiger Werte die Zukunft sein wird. Und wir bedanken uns bei unseren Gästen fürs Kommen, fürs Mitdiskutieren, fürs  Mitgenießen.     dsc06995

Alle Infos zum Tag des Schreiners 2016

Das war in der Hersbrucker Zeitung von Susanne Baderschneider zu lesen:

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Zufriedenheit ist eine hohe Kunst
Nachhaltigkeitsspezialist Ulrich Grober stellte sein neues Buch bei den „Möbelmachern“ in Unterkrumbach vor

UNTERKRUMBACH – Für „Die Möbelmacher“ in Unterkrumbach ist das Thema Nachhaltigkeit schon von Berufs wegen eine Notwendigkeit. Deswegen lud Geschäftsführer Herwig Danzer zum Auftakt der Aktionstage zum „Tag des Schreiners“ den Autor Ulrich Grober ein, vor Kunden und interessierten Gästen sein aktuelles Buch „Der leise Atem der Zukunft“ vorzustellen.

Der ganze Abend stand im Zeichen der Nachhaltigkeit.  Als Rahmen und um eine lockere und kommunikative Atmosphäre zu schaffen, zauberte Spitzenköchin Diana Burkel in der Showküche ein Menü aus nachhaltig hergestellten und angebauten Zutaten aus der Region. Auch Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark trug zum Thema bei und stellte das Projekt „Hutanger“ vor. Passend dazu war der Hauptgang des Menüs an diesem Abend: Das Fleisch stammte von Bulle „Ingo“ aus der Hutanger-Herde. Die Lesung selbst fand in der nach Holz duftenden Werkstatt der Möbelmacher statt. Grobers Buch „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit“ gilt inzwischen als Standardwerk zu diesem Thema, und sowohl Begriff als auch Inhalte sind in den vergangenen Jahren nicht nur in das Bewusstsein derer gerückt, die die Stärken und Vorteile des Konzeptes erkennen und nutzen. Der Begriff wird inzwischen schon fast inflationär von Politikern und Werbeschaffenden verwendet. Plötzlich ist alles „nachhaltig“.

Der Gastgeber des Abends, herwig Danzer, lehnt es strikt ab, den Begriff kampflos den Populisten zu überlassen und knüpft ganz bewusst Kompetenz und Verantwortlichkeit an die Nachhaltigkeit auch — oder ganz besonders — im täglichen Leben. Zum Thema, so Autor Ulrich Grober, sei er nach der Geburt seiner Tochter gekommen. Bewusster leben, sich ernähren, konsumieren, Rücksicht auf die Umwelt und die nachfolgenden Generationen nehmen — all das sei gar nicht so schwer. Die Voraussetzung dafür sei eine gewisse Zufriedenheit,eine Bereitschaft das zu genießen, was zur Verfügung steht.  In seinem neuen Buch beschreibt Grober eine Wanderung
im Schwarzwald, in der Landschaft,in der Wilhelm Hauffs Märchen „Das kalte Herz“ spielt. Darin geht es um den Köhler Peter
Munk, der sich nichts sehnlicher wünscht als Geld und Ansehen, was seiner Zunft damals verwehrt war.

Reich, aber ohne Gefühle

Er wendet sich an das „Glasmännlein“, einen Waldgeist, das ihm drei Wünsche gewährt, von denen Peter zwei sogleich aus Gier
und Dummheit verschleudert. Ein zweiter Waldgeist, der „Holländermichel“, verhilft ihm wieder zu Reichtum, wofür Peter ihm aber sein Herz verpfänden muss, das durch einen Stein ersetzt wird. Ausgestattet mit allem erdenklichen Reichtum, aber ohne Gefühle,
diesen zu genießen oder gerecht zu nutzen, richtet er sich und seine Familie zugrunde und wird letztendlich nur durch den dritten
verbliebenen Wunsch vom Glasmännlein gerettet.

Ohne moralisieren zu wollen, ist dieses Gleichnis für Grober eine Aufforderung, verantwortlich mit den Ressourcen dieser Welt umzugehen und sie nicht aus reiner Gier auf dem Altar grenzenlosen Wirtschaftswachstums zu opfern. Der Abend lieferte reichlich
Denkanstöße dafür, die eigene Lebensweise einmal kritisch zu überdenken und zu prüfen, ob der Preis, den man für gedankenlosen Konsum zahlt, nicht doch höher ist als der Nutzen, den man daraus zieht.

SUSANNE BADERSCHNEIDER

NL131: Lesung mit Ulrich Grober, kulinarisch begleitet von Diana Burkel, Tag des Schreiners, Elsbeerenschlafzimmer, Holz und Fleisch

Liebe Leute,

wir haben in diesem Jahr – statt Consumenta – den Kalender so bald herausgebracht, dass wir Sie noch zum Tag des Schreiners einladen konnten, deswegen hoffen wir auf viele Besucher von Freitag bis Sonntag. Für die kulinarisch gerahmte Lesung am Freitag Abend haben wir noch genügend Platz in der Werkstatt. Die Musik zum Einladungsvideo ist diesmal von Friend and Fellow, die auch schon mal bei uns aufgetreten sind.

 

Jetzt für das 2 min-Video klicken

Die Themen heute

  1. Fr. 4. Nov.: Diana Burkel kocht, Ulrich Grober liest vom Aufstieg nachhaltiger Werte
  2. Sa. 5. Nov.: Kochworkshop in neuer Küche aus Rüster
  3. So. 6. Nov.: Tag der offenen Tür, Woodspring, statt Boxspring, Möbeltesten
  4. Jori Showcar mit Generationswechsel
  5. Berlinreise mit Fotos vom Elsbeerenschlafzimmer
  6. EWS-Markt überrascht uns mit Beitrag über die Möbelmacher
  7. Die Youtube-Video Playlists der Möbelmacher
  8. Kurznachrichten + Sessel-Special für unsere Ausstellungssessel von Jori + Das kalte Herz + Crafted Meat von Wurstsack Hendrik Haase + Junge Hotelmeisterin sucht neue Herausforderung in der Gastronomie +

Fr. 4. Nov.: Diana Burkel kocht, Ulrich Grober liest vom Aufstieg nachhaltiger Werte
Ulrich Grobers Buch „Der leise Atem der Zukunft“ wird vom Bullen der Hutangerherde kulinarisch eingerahmt 

Eine Berlinfahrt konnten wir mit einem Besuch von Ulrich Grobers Lesung bei Stratum verbinden, deswegen können wir Ihnen schon kleine Minikostproben seiner Ausführungen anbieten. Diese sind natürlich aus dem Zusammenhang gerissen, trotzdem zeigen sie, wie sorgfältig der Germanist und Publizist Grober mit den Begriffen Nachhaltigkeit, Gabe, Gier, Convivialismus, Allmende und vielen anderen umgeht und wie hilfreich dieser Umgang bei der Suche nach den richtigen Begriflichkeiten zum Thema Nachhaltigkeit ist.Diese Sorgfalt wendet auch Spitzen- und Slow Foodköchin (16 Hauben) Diana Burkel aus dem Nürnberger Würzhaus an, das gerade 10-jähriges Jubiläum feiert. Sie wird einen Bullen aus der Hutagerherde garköstlich zubereiten und noch viele andere feine Dinge anbieten. Die gemeinsame Kochsendungen mit herwig Danzer können Sie hier sehen. Die Buchhandlung Lösch gestaltet für Sie einen Büchertisch. Der Eintritt zur Lesung beträgt im Vorverkauf 9.- statt 12.- Euro. Sie können jetzt schon Ihre Karten reservieren: 09151 862 999 oder hd@die-moebelmacher.de.

Wir freuen uns auf einen unvergesslichen Abend mit einem inspirierenden Referenten, angenehmen Gästen und dem feinen Essen.


Sa. 5. Nov.: Kochworkshop in neuer Küche aus Rüster
Unsere erste Sous Vide Küche mit Einbauvakuumierer UND Einbauthermalisierer, mit nur 1 cm dicker Granitplatte

Rüster heißt das Holz der Ulme, aber unser neue Showküche hat noch viel mehr Besonderheiten. Eine superdünne Grantitplatte aus dem Bayerischen Wald (Herrnholz) ziert die Spülenarbeitsplatte mit erstem eingebautenThermalisierer und auch das Kochfeld mit Tepan Yaki ist in in der 380 cm langen Holzkochinsel in einen Rahmen aus heimischem Granit eingelassen.

Und wieder werden wir in unseren neuen Showküchen gemeinsam kochen und/oder genießen und den Bullen vom Hutanger, aber auch das Weideschwein vom Schwabhof im Vakuum, aber natürlich auch ganz klassisch zubereiten. So kann jeder selbst probieren, was ihm liegt, schmeckt oder gefällt. Wie viel Spaß das gemeinsame Kochen machen kann, sieht man in dem Video vom Tag der Küche. Bitte melden Sie sich doch einfach kurz an: 09151 862 999 oder hd@die-moebelmacher.de.

Gleichzeitig ist in der ganzen Werkstatt – eigentlich wie immer – Tag der offenen Tür, Sie können die Herstellung von Küchen und Möbeln aus Massivholz verfolgen, oder Matratzen, Polstermöbel und Esszimmerstühle ausprobieren.

Die Tag des Schreiners Seite und der direkt Link zum Kochworkshop-Einladungsvideo.


So. 6. Nov.: Tag der offenen Tür, Woodspring, statt Boxspring, Möbeltesten  
Es gibt Sonderangebote für Bettsysteme von Pro Natura und die Aktion für alle Relaxsessel: bestes Leder zum günstigsten Preis  

Weil wir in diesem Jahr nicht auf der Consumenta ausstellen, machen wir auch am Sonntag (6.11.) auf und laden unsere Kunden zum Tag der offenen Tür ein, bei dem auch ein wenig gekocht wird. In der Werkstatt können Sie die Herstellung von Küchen und Möbeln verfolgen, in der Ausstellung Matratzen, Polstermöbel, Esszimmerstühle und Massivholzmöbel ausprobieren und für alles gibt es Sonderpreise.


Raffinierte Möbel und Beleuchtungsideen aus Elsbeere.


Jori Showcar mit Generationswechsel 
Bus mit Ausstellungssofas und Sesseln parkte in Kühnhofen 

Nach dem gemeinsamen Durchgehen der neuen Jori-Modelle im Bus aßen wir noch fränkisch beim Grünen Baum in Kühnhofen und tauschten alte Geschichten aus. Denn die neue Salesmanagerin Annelise Pattyn ist die Tochter unseres ersten Ansprechpartners Bernard Pattyn Anfang der 90-iger Jahre. Und so konnten wir viele alte Geschichten von Veranstaltungen in belgischen Schlössern austauschen, die sie als Kind und wir als junge Erwachsene wahrnahmen.Und nach wie vor gibt es die Jori Herbstaktionen, diesmal bekommt man das anschmiegsamste Leder oder den edelsten Stoff zum Preis vom Einstiegsmodell. Zusätzlich wollen wir gerade unsere Ausstellungssessel austauschen, also gibt es im Moment eine Reihe von Super Angeboten hier und da.


Berlinreise mit Fotos vom Elsbeerenschlafzimmer  
Lesung mit Grober, alte Eckbank geliefert, tolle Schlafzimmerfotos

Manchmal hat man Glück und man kann das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. So lieferten wir eine 20 Jahre alte Eckbank an die Kinder unserer damaligen Kunden, fotografierten ein schickes Schlafzimmer aus Elsbeere, wohnten der Lesung von Ulrich Grober bei und besuchten sogar noch den Filmpark Babelsberg.

Letzteres übrigens, weil der Regisseuer von „Das kalte Herz“ Johannes Naber bei einer Diskussion im Casablanca-Kino (hei ein Video davon) so von den Dreharbeiten in Babelsberg schwärmte und prompt trafen wir dort auf eine Mitarbeiterin, die Johannes Naber und das ganze Filmteam in den höchsten Tönen lobte. Außerdem erklären wir in diesem Artikel auch die enge Parallelität zwischen gutem Holz und gutem Fleisch.

Hier ist die ganze Geschichte, sogar mit Video von den Stuntshows.


EWS-Markt überrascht uns mit Beitrag über die Möbelmacher    
Frank Braun von Bluepingo schrieb den schönen Artikel über unsere Arbeit 

Herzlichen Dank an Frank Braun von Bluepingu für diesen einfühlsamen Artikel, den Sie hier nachlesen können.


Die Youtube-Video Playlists der Möbelmacher
Alle Videos nach Themen sortiert auf einen Blick    
Unsere Videoplaylisten:


Kurznachrichten + Sessel-Special für unsere Ausstellungssessel von Jori + Crafted Meat von Wurstsack Hendrik Haase + Schönes Lob von Freunden +

+++ Sessel-Special mit Ausstellungsstücken

Special-Sessel: unsere Sessel wollen wir komplett gegen die neuen Modelle tauschen, und deshalb sind – neben der Leder-Stoff-Aktion – die Ausstellungssessel sogar noch günstiger, als auf unserer Sonderangebotsseite angeboten.

+++ Bloggerkollege Hendrik Haase bringt Crafted Meat heraus

Der sorgfältige Umgang mit Tieren und Fleisch ist unserer anspruchsvollen Holzwirtschaft gar nicht unähnlich. Das Buch von Hendrik Haase beschreibt das von der Fleischseite sehr gut, über unsere regionale Waldschöpfungskette informieren wir auf dieser Seite. 

 

+++ Junge Hotelmeisterin sucht neue Herausforderung
Ganz intensiv und begeistert haben wir mit Mareike Selz ihr neues gastronomisches Projekt bis ins kleinste Detail geplant. Leider fiel es in letzter Sekunde ins Wasser, obwohl wir darin schon im neuen Jahrbuch werben. Jetzt sucht sie guten Mutes nach neuen Herausforderungen. Hier erfährt man mehr und die Kontaktdaten.
+++ So ein Schreiben macht doch FreudeEine Freundin aus Kindertagen hat diesen Kommentar über unseren Kalender und unsere Arbeit geschrieben, vielen Dank dafür:Lieber Herwig,

ich lese deinen Beitrag bei Facebook und bin beeindruckt von Deiner Klugheit, Kreativität und vor allem davon, wie lange Du schon, immer in gleicher Güte, die Außendarstellung der Möbelmacher „produzierst“.

Der kürzlich erhaltene Kalender ist eine Sache, aber mehr noch bewundere ich deine Fähigkeiten, mit modernen Medien umzugehen, während ich mangels Durchblick weiterhin old fashioned unterwegs bin. Nicht nur technisch, sondern inhaltlich und sprachlich ist es ein Genuss, von Dir zu lesen. Und wenn dadurch Bildungsmühe entstehen sollte, halte ich es mit meiner Mutter: „Von nix kommt nix…“

Den Begriff Nachhaltigkeit erlebe ich täglich, wenn ich in unserer Küche sitze, in der sich auch jeder Gast, Freund oder Klient wohlfühlt. Da bedeutet Nachhaltigkeit für mich, dass die Menschen immer wieder kommen, weil sich die Buche so gut anfühlt. Oder morgens vor dem Badezimmerschrank, wenn die wundervoll weiche und glatte Buche auf meinen Fältchen trifft. Auch der Esstisch, der nach wie vor als Bastel- oder Nähtisch missbraucht wird, fühlt sich bei jeder Berührung sehr gut an. Von den, bis an den Rand gefüllten Schubladen der Kommode ganz zu schweigen. (Die auch nach 15 Jahren immer noch wie geschmiert laufen, ohne dass ich sie jemals geschmiert hätte.)

Du siehst, Nachhaltigkeit beschert ein tolles Lebensgefühl 😉 Ja, und dafür „DANKE“ an die Möbelmacher!

Ciao und einen schönen Tag.

Bitte auch herzliche Grüße an Ute

Jutta Woker


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Das ganze Team der Möbelmacher hofft auf Ihren Besuch am Tag des Schreiners, oder wann immer Sie dafür Zeit finden.Alle Möbelmacher grüßen herzlich aus dem Nürnberger Land

herwig Danzer

Wenn Sie die älteren Newsletter noch nachlesen wollen, finden sie diese auch im Nachhaltigkeitsblog unter der Kategorie Newsletter.
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Erkenntnisse einer Berlinreise zur Lesung mit Ulrich Grober : Was gutes Fleisch und gute Möbel verbindet

 

mondsichellosfahrenwebDurch das Zusammenlegen einiger kleinen Aufgaben in Berlin, ließ sich das Angenehme mit dem Nützlichen gut verbinden.

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Zunächst war mal wieder frühes Aufstehen angesagt, dann war ich aber schon um 10 Uhr bei unserem Kunden, der diese Eckbank vor exakt 20 Jahren bei uns in Auftrag gab und  jetzt samt Lederkissen an die Familie der Tochter weiter. Ein fast schon klischeehaftes Beispiel für Nachhaltigkeit.

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Beim nächsten Kunden fotografierten wir das superschicke Schlafzimmer aus Elsbeere endlich mal mit und ohne Türen, weil die Beratung über die Inneneinteilung von Schränken mindestens so wichtig ist, wie die Front. Wenn man also mal so ein akkurat eingerichtetes Exemplar findet,  dann lohnt sich auch der Aufwand (unsere Schlafzimmer).

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Die Gemeinsamkeiten von  Holz und Fleisch

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Fast drei Stunden früher als geplant ging es wieder zurück in die Berliner Innenstadt  und da kam die Idee den Bloggerkollegen „Wurstsack“ (so sein Künstlername) Hendrik Haase von der Metzgerei Kumpel und Keule in der Markthalle in Kreuzberg zu besuchen. Schnell eingetippt, sagte das Navi „noch 400 Meter.“

Seit 2008 treffen wir uns jährlich beim ursprünglich von uns organisierten Treffen der Nachhaltigkeitsblogger auf der Biofach und beim letzten Mal diskutierten wir noch über Strategien, der ultimativen Haltung der Veganer mit einem Statement für die verantwortungsvolle Tierhaltung und vernünftigen Genuss zu begegnen.

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Während wir auf unseren Veranstaltungen die natürschützenden Rinder unserer Hutanger und die Weideschweine vom Schwabhof bewerben und zubereiten (Werkstatt-Tage 20016, Tag der Küche 2016, Tag des Schreiners 4. Nov), hat Hendrik ein sehr dickes Buch „Crafted Meat“ herausgebracht und eine – dank seines Kommunikationsgenies – sehr erfolgreiche handwerkliche Metzgerei Kumpel und Keule gegründet.

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So wie für uns die Herkunft unseres Holzes aus der Hersbrucker Alb wichtig ist (an der gewaltfreien Baumernte arbeiten wir noch), ist es für verantwortungsvolle Metzger die Herkunft, aber natürlich auch die Haltung und Tötung der Tiere.

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Wir entrinden und sägen unser Holz selbst auf unserem Gelände und lagern es jahrelang, genau das gleiche – nicht ganz so lange – macht man es auch mit gutem Fleisch. Unsere eigenen Trockenkammern entsprechen dann ziemlich genau den Fleischreifeschränken Saltager.

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Aber die Parallelen gehen weiter: Aus den edelsten Teilen machen wir Küchen und Möbel, aus den kleinen Stücken Schneidbretter und der gesamte Rest beheizt das Gelände und die Trockenkammern. „Von der Schnauze bis zum Schwanz“ – „nose to tail“ in Angeberdeutsch  – oder „vom Wald bis zum Kunden“ bedeutet  in beiden Handwerken einen wertschätzenden Umgang mit Tier oder Baum, der bei uns durch die Einzelanfertigung zusätzlich aufgeladen wird, so wie auch ein guter Metzger seine Kunden auch außerhalb der bekannten Filetstücke raffinierte Zuschnitte und -bereitungen empfiehlt.

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Wie die Möbelmacher ein Team mit gemeinsamer Philosophie des sorgfältigen Handwerks und des gesunden Wohnens sind, so stoßen auch zu Hendrik ganz besondere Mitarbeiter. Torsten hat zum Beispiel 20 Jahre im KaDeWe von Mario Barth bis zu Angela Merkel fachkundig bedient, und er verkauft selbst einer vorbeischlendernden, pappsatten Vegetarierin einen seiner wirklich genialen Burger in medium. Übrigens haben auch bei unseren Veranstaltungen einige Vegetarier mit gutem Gewissen  Freude am richtigen Fleisch  gefunden.

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In der richtig coolen Markthalle habe ich dann auch noch tollen Käse für unser Team mitgenommen, nachdem es das letzte Mal Bergkäse aus dem Allgäu war, stammt der diesmal aus Ostfriesland von der Rohmilchkäserei Backensholz.

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Inspirierende Lesung mit Ulrich Grober endet im Pub

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Der genaue Termin der Berlintour ergab sich aus der Lesung von Ulrich Grober in der Stratum Lounge, die ich zur Absprache des Ablaufplans für unsere Lesung in Unterkrumbach (Tage des Schreiners 4.Nov. 2016, hier ist die Besprechung) gerne besuchen wollte.

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Der leise Atem der Zukunft“ heißt sein Nachfolger von „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit„, die sich zum internationalen Wissensstandard über die Geschichte und die Bedeutung von Nachhaltigkeit entwickelt hat.

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Sowohl während der Lesung, als auch später im netten MacLaren´s Pub direkt daneben  war die Inspiration und das motivierende „Vom Aufstieg nachhaltiger Werte“ eine echte Bereicherung für alle Besucher, von denen einige selbst vom Fach waren, wie zum Beispiel Prof. Joachim D. Weber, der das mehr politisch orientierte Buch zur Nachhaltigkeit „Wie wollen wir leben“ schrieb.

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Chinesische Schneidermeisterin und Einrichtungskollegin lacht über altmodische Visitenkarte 

Die Pubgäste hatten alle noch weite Wege, ich musste nur noch ins Hotel genau ein Haus weiter und so kam ich mit einer chinesischen Schneidermeisterin aus Berlin ins Gespräch, die in den nächsten Tagen die Polster des Pubs neu beziehen wird.

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Beim Austausch der Visitenkarten machte die junge Dame ziemlich deutlich, dass die Möbelmacher in ihre aktuelle Qualitätsoffensive wohl auch herwigs Visitenkarte einbeziehen sollten. Nunja, es wurde nicht zuletzt dank des netten Barkeepers, von Beruf  Architekt, noch ein handwerklich-architektonisch diskussionsreicher Abend.

Filmpark Babelsberg

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Als ich tags darauf unserer Sekretärin Nina gerade via Autotelefon durchgab, dass ich gegen 15 Uhr zuhause sein werde, sah ich das Schild zum Filmpark Babelsberg, was mich dank des späteren Verkehrschaos‘ (90 min) dann insgesamt  7 Stunden Verspätung einbrachte. Aber der aktuelle Anlass war das Gespräch mit dem Regisseur Johannes Naber im Casablanca (hier der Bericht darüber), der die Babelsberger Filmstudios über den Schellenkönig lobte. Beim Gespräch mit der Stuckateurin im Filmpark wurde das Lob dann zurückgegeben: nach ihrer Meinung war „Das kalte Herz“ der schönste und beste Film seit ganz vielen Jahren  und Regisseur samt allen Schauspielern das angenehmste Team, das sie jemals in Babelsberg erlebt hat. „Hach!“

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Direkt hinter dem Eingang schaute man wehmütig auf den Bauwagen von Peter Lustig aus der Sendung Löwenzahn und auch der oh wie schöne Panamapark von Janosch weckte Erinnerungen.

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Sehr imponierend war  die Tierschau mit teppichausrollendem Schwein, witzigem Huhn, exakt folgendem Zwergpony und superintelligentem Border Collie. Die Tiertrainerin Claudia zeigte eindrucksvoll, was neben der Kamera passiert, wenn Tierszenen gedreht werden.

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Das 4D-Kino mit den rüttelnden Sitzen war auch mal lustig (wenn man es noch nicht kannte, wie ich), die vermeintlichen Horroraktionen im U-boot eher zum Lächeln und die  Stuntshow – trotz – aller Gewalt und Geballer (da gibt es anscheinend Filme, für die man solche Szenen braucht) sportlich und technisch beeindruckend inszeniert. Für Helmuts Söhne habe ich sogar ein kleines Video mitlaufen lassen.

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Die meisten Stuntmen und -frauen kämen vom Turnen,  einer vom Motocrossfahren und alle durften so Auto fahren, wie das im normalen Verkehr wohl eher ungern gesehen würde. (Auf Youtube gibt es übrigens eine Doku über diese Show)

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Faszinierend war auch, wie ein Moderator rund 1500 Menschen in kurzer Zeit in Stimmung bringt, vielleicht sollten wir uns für unsere Kochshows und Lesungen davon ‚ne Scheibe abschneiden? „Sorry, aber bei dem laschen Applaus, schalten wir unseren Tepan Yaki erst gar nicht an? Jetzt nochmal richtig: WOLLT IHR, DASS WIR KOCHEN??????????????

Apropos: Kochworkshop bei uns in Unterkumbach am Samstag, den 5. November von 10 bis 15 Uhr (bitte anmelden), Lesung mit Ulrich Grober am Freitag, den 4. November.

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„Das kalte Herz“ im Film von Johannes Naber und Thema unserer Lesung mit Ulrich Grober am 4. November

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Am Samstag (22.10.) gab es die einmalige Chance den Johannes Naber, Regisseur des kalten Herzens, im Casablanca (Kult-Kino in Nürnberg),  live zu erleben. Dem Verkehr ist es zu verdanken, dass die Diskussion erst nach der Vorführung stattfand, was ich als sehr angenehm empfand. Seinen beeindruckenden Film „Das kalte Herz“ nennt er selbst „Schmonzette,“ die Fragen und Antworten im Gespräch danach sind im Video zu sehen, die Kamera hat intelligenterweise abgeschaltet, als die Fragen vom Niveau her abglitten, aber sehr viel internes über den Film und den sympathischen Macher kann man in den 20 Minuten vorher erfahren.

Johannes Naber erschien mir ehrlich, intelligent, gesprächsbereit (meine Frau empfand ihn  zusätzlich noch als gutaussehend) und anscheinend hat er gerade das Genre „Fantasy“ als Märchenfilm in Deutschland mit beeindruckenden Schauspielern eingebracht, von denen mich die Anmut der weiblichen Hauptrolle Lisbeth , gespielt von  Henriette Confurius, am meisten beeindruckt hat. Trotz der Tätowierungen, mit denen ich persönlich meine Probleme habe, aber gottseidank war es ja nur Maske und als Schichtenkennzeichen soziologischer Natur gedacht.

Meine und alle anderen weiter unten verlinkten Kritiken zum Märchenfilm sind absolut positiv, bis auf den Verriss in der FAZ, dessen anscheinend hauffverliebter Autor Tilman Spreckelsen, seinen Denkfehler in einem kleinen Nebensatz (fett markiert) selbst manifestiert hat:

„Er (Peter Munk) möchte sozial aufsteigen, angesehen und geachtet werden, er möchte die Taschen voller Geld haben und der flotteste Tänzer weit und breit sein, nur dafür arbeiten will er nicht.

Der germanistische Schreibtischtäter Spreckelsen verkennt dabei sowohl die Botschaft des Märchens, wie die des Regisseurs Naber, dass  Peter Munk nie die Chance bekam, sich ob seiner harten Arbeit zu entwickeln, weil die strenge gesellschaftliche Ordnung nach Kasten oder Schichten ihm nur die Wahl des verlogenen Zaubers ließ.

Der Rest der Schmähkritik scheitert an diesem Verständnisfehler, alle anderen Kritiken kann ich nachvollziehen und muss sie nicht wiederholen.

Aber wie kommt ein Mensch in einen Fantasy-Film, den er normalerweise nie anschauen würde?

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Am 4. November 2016 liest bei uns der Nachhaltigkeitspapst Ulrich Grober aus seinem neuen Buch „Der leise Atem der Zukunft“ und er wandert auf den Spuren des Peter Munk im Schwarzwald und beschreibt die Hintergründe eines damals entstehenden Kapitalismus, in dessen Entstehung Gier noch anrüchig war und mit dem kalten Herz aus Stein begründet wurde. Heute ist das kalte Herz der Investmentbanker gemeinhin als normal akzeptiert, „die machen halt ihren Job.“

Grober beschreibt, wie Stuttgarts Reichtum aus den Bäumen im Schwarzwald entstand, weil die Holländer ihre Kolonialmacht aus den daraus gebauten Schiffen aufbauten und als holzverarbeitender Betrieb ist das auch unser Thema, nicht zuletzt weil uns Grober seit vielen Jahren darin bestärkt, das Thema Nachhaltigkeit ob der inflationären Wirkung seiner Verwendung von Politikern und anderen Manipulatoren nicht aufzugeben, sondern – im Gegenteil – mit dem Beispiel unseres nachhaltigen Wirtschaftens mit Sinn zu erfüllen.

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Wir empfehlen also den deutschen Fantasyfilm „Das kalte Herz“ von Johannes Naber und laden just diese Menschen, die in der alten oder neuen Gier des Menschen die Probleme der Menschheit sehen, zur Lesung mit Ulrich Grober am 4. November ein. Spitzenköchin Diana Burkel macht aus den schwierigen Themen einen unvergesslichen Abend aus dem Fleisch des Hutangerbullen, dessen Geschichte von Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark nebenbei mal erzählt werden wird.

 

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Der Film läuft im Casablanca noch bis 20.10. hier die offizielle Einführung:

Do 20.10. bis Mi 26.10. täglich außer Sa 20:20, Sa 19:30

Der mittellose Peter sucht aus Liebe zu der schönen Lisbeth, die aus gutem Hause stammt, einen Weg, um reich zu werden. In seiner Verzweiflung lässt er sich auf einen Pakt mit dem teuflischen Holländer-Michel ein, der ihm anstelle seines Herzens einen Stein in die Brust setzt. Befreit von jeglichem Mitgefühl gelangt Peter schnell zu Reichtum und Ansehen. Doch Lisbeth erkennt ihren einst so gutmütigen Peter in dem skrupellosen Geschäftsmann nicht mehr wieder und stellt sich gegen ihn. Um Lisbeth zurückzugewinnen, muss Peter um sein Herz kämpfen.

DAS KALTE HERZ entführt in eine archaische Welt, in der die Menschen noch an Geister glauben. In der kraftvollen Geschichte um den jungen Peter, der aus Liebe zu der schönen Lisbeth sein Herz verkauft, glänzt ein hochkarätiger Cast von Jungstars wie Frederick Lau (VICTORIA), Henriette Confurius (DIE GELIEBTEN SCHWESTERN) und David Schütter (WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK.) neben Leinwandgrößen wie Moritz Bleibtreu (SOUL KITCHEN) und Milan Peschel (HALT AUF FREIER STRECKE). Die bildgewaltige Neuver lmung der beliebten Hauffschen Erzählung entstand vor grandiosen Kulissen im Schwarzwald sowie an aufwendigen Sets im traditionsreichen Studio Babelsberg.

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Postive Filmkritik: http://kunstundfilm.de/2016/10/das-kalte-herz/

Vernichtend in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/kinofilm-das-kalte-herz-der-hollaendermichel-lacht-sich-eins-14488623.html

Lob im Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/kino/das-kalte-herz-mit-frederick-lau-frisch-gelueftetes-maerchen-a-1117113.html

Elke Vogel bei RP-Online: http://www.rp-online.de/kultur/film/kinokritiken/das-kalte-herz-neu-im-kino-neuverfilmung-von-wilhelm-hauffs-maerchen-aid-1.6337452

Positiv Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de/kultur/film-das-kalte-herz-eine-kapitalismuskritische-maerchenverfilmung/14710540.html

Positiv Augburger Allgemeine http://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Das-kalte-Herz-ist-ein-Maerchen-mit-duesterer-Seite-id39405997.html

Frank Braun stellt die Möbelmacher im EWS-Magazin vor

Unser Freund Frank Braun hat einen Artikel über die Möbelmacher geschrieben, der im EWS-Magazin erschien. Vielen Dank an Frank und EWS in Lauf an der Pegnitz.

von Frank Braun (bluepingo)

ewsmarktmoebelmacher16-10_kw43-1seite1web Hier ist alles aus gutem Holz geschnitzt

In unserer Reihe über Mutmacher möchten wir sie heute in das kleine Örtchen Unterkrumbach wenige Kilometer außerhalb von Hersbruck gelegen. Dort sind die Möbelmacher seit 1996 zu Hause. „Wir machen das Un-Möbliche wahr“, so lautete das Motto der Möbelmacher zur Gründung 1988. Eine Schreinerei sollte es sein, in der ausschließlich Massivhölzer und andere wohngesunde Materialien verarbeitet würden, so die Vision der beiden Firmengründer Gunther Münzenberg und herwig Danzer. Und dieser Vision sind die Möbelmacher bis heute treu geblieben.  Schon bei der Einrichtung ihrer ersten Werkshalle in Hersbruck machten die Beiden auch bei der Ausstattung keine faulen Kompromisse. Vom Möbelbauer entwickelte sich das Einrichtungshaus Schritt für Schritt zum Einrichter. „Alles Gute zum Einrichten“, das wollen die Möbelmacher auch heute noch Ihren Kunden schenken. Seit 1997 ist der Betrieb in Unterkrumbach zu Hause und feiert dort bald sein 20-jähriges Jubiläum.

Das „Un-Möbliche“ wahrmachen

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Das versprechen die Möbelmacher. Und dabei gehen sie keine Kompromisse ein. Von der Holzauswahl bis zum letzten Schliff wird hier auf Regionalität, Ökologie und einen fairen Umgang miteinander gesetzt. „Das Un-Möbliche wahrmachen“, diese Vision über mittlerweile mehr als 25 Jahre beizubehalten war nicht immer einfach, wie mir Firmenchef herwig Danzer erzählt: „Das Schwierigste ist die eigenen Prinzipien konsequent zu vertreten. Nachhaltigkeit ist für uns Verpflichtung. Da machen wir keine Kompromisse. Das stößt nicht bei jedem potentiellen Kunden auf Begeisterung. Nein zu sagen, dafür braucht es immer wieder Mut, denn wir tragen ja mittlerweile für rund 15  Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Verantwortung. Wir sind uns da aber stets treu geblieben. Wenn ein Kunde beispielsweise Spanplatte zum Bau von Möbeln verwenden wollte dann waren wir eben nicht die richtigen Partner“. Das Konzept scheint aufzugehen. Weit über Nürnbergs Grenzen hinaus hat die Arbeit der Möbelmacher in den letzten beiden Jahrzehnten Anerkennung gefunden und wurde auch vielfach ausgezeichnet. So wurde herwig Danzer 2003 zum Umweltbotschafter für den Freistaat Bayern ernannt und 2010 erhielten die Möbelmacher den Lokalen Deutschen Nachhaltigkeitspreis.

Die schönsten Momente für Danzer sind immer jene Augenblicke, wenn ein Kunde manchmal erst Jahre später rückmeldet, wie froh er wahr, dass er sich auf die Einrichtungsvorschläge der Möbelmacher eingelassen hatte. „Wir sind da manchmal  vielleicht anstrengend und bemühen uns den Kunden von der optimalen Lösung zu überzeugen. Denn mit unserer Erfahrung sehen wir schnell,  wenn der Kundenwunsch noch Verbesserungsmöglichkeiten bietet.“, so erklärt er mir.

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Das Team ist ihm dabei wichtig. Nachdem sich sein Gründungspartner Ende 2015  in den Ruhestand verabschiedet hat, versuchen die Möbelmacher noch mehr als zuvor das Team in die Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen. Flache Hierarchien und ein starkes Team, so wollen die Möbelmacher sich für die Zukunft aufstellen. Danzer denkt da längst über sich hinaus. Es soll ja auch weitergehen, wenn er sich in den Ruhestand verabschieden wird. Nachhaltigkeit, dass scheint ihm in den Genen zu liegen. Wie die Möbel, so soll eben auch der Betrieb noch über viele Generationen Freude machen!

Herzlich grüßt

Ihr Frank Braun

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Die Homepage der Möbelmacher

 

NL 130 – Statt Consumenta: Tag des Schreiners, Thermoküchenfabel, Sessel-Special, ministerialer Nachhaltigkeitssegen

Liebe Leute,

weil wir in diesem Jahr nicht auf der Consumenta sind, laden wir Sie stattdessen ganz herzlich zu 3 Tagen des Schreiners (4.bis 6.Nov.) nach Unterkrumbach ein. Das können Sie auch im Begleitschreiben zum Kalender nachlesen, den Sie in den nächsten Tagen in der Post haben sollten. Falls nicht, bitte einfach anrufen und natürlich schicken wir auch gerne ein Exemplar an Ihre einrichtungsinteressierten Freunde.Außerdem erzählt unsere Massivholzküche aus Thermobuche namens „Brown Sugar“ ihre fabel-hafte Lebensgeschichte, wir erzählen vom ministeriellen Nachhaltigkeitssegen und stellen das absolute Sessel-Special für unsere Ausstellungssessel vor.Die Musik zum Video ist von Christof Stahl komponiert, Schlagzeuger bei The Rose and Crown und neuer Bekocher unserer Thermobuchenshowküche.

 

Die Themen heute
  1. Tag des Schreiners Fr. 4. Nov.: Nachhaltigkeitspapst liest, Superköchin kocht
  2. Tag des Schreiners Sa. 5. Nov.: Kochworkshop und Tag der offenen Tür
  3. Tag des Schreiners So. 6. Nov.: Tag der offenen Tür und kleines Showkochen
  4. Kalender Nr. 21: 20 Jahre Unterkrumbach
  5. Die Fabel unserer Thermobuchen- Ausstellungsküche
  6. Im Frühtau in Sachen Nachhaltigkeit zur Umweltministerin nach München
  7. Warum unsere Kundin ihr Nachtkästchen als „Aufstehhilfe“ postet
  8. Die Youtube-Video Playlists der Möbelmacher
  9. Kurznachrichten + Sessel-Special für unsere Ausstellungssessel von Jori + Junge Hotelmeisterin sucht neue Herausforderung in der Gastronomie + Sessel-Special mit supergünstigen Ausstellungsstücken +  Werkstatt-Tage 2017 mit Fränkischem Sommer mit Oliva Trummer

Tag des Schreiners Fr. 4. Nov.: Nachhaltigkeitspapst liest, Superköchin kocht
Ulrich Grobers Buch „Der leise Atem der Zukunft“ wurde im Büchermagazin der Zeit hochgelobt und es gibt feines Essen
Es ist uns durchaus bewusst, dass wir mit einer Lesung über die Werte der Nachhaltigkeit nicht so viele Menschen anlocken, wie mit Freibier und Fischers Helene, umsomehr freuen wir uns auf einen unvergesslichen Abend mit einem inspirierenden Referenten, angenehmen Gästen und dem feinen Essen von Diana Burkel aus dem Nürnberger Würzhaus. Sie wird einen Bullen aus der Hutagerherde garköstlich zubereiten und noch viele andere feine Dinge anbieten. Der Eintritt zur Lesung beträgt im Vorverkauf 9.- statt 12.- Euro. Sie können jetzt schon Ihre Karten reservieren: 09151 862 999 oder hd@die-moebelmacher.de.


Tag des Schreiners Sa. 5. Nov.: Kochworkshop und Tag der offenen Tür
Von 10 bis 15 Uhr kochen wir gemeinsam mit Kunden und neuen Gästen nicht zuletzt im Sous Vide Verfahren – Bitte anmelden   

Und wieder werden wir in unseren neuen Showküchen gemeinsam kochen und/oder genießen und den Bullen vom Hutanger, aber auch das Weideschwein vom Schwabhof im Vakuum aber natürlich auch ganz klassisch zubereiten. So kann jeder selbst probieren, was ihm liegt, schmeckt oder gefällt. Wie viel Spaß das gemeinsame Kochen machen kann, sieht man in dem Video vom Tag der Küche. Bitte melden Sie sich einfach kurz an: 09151 862 999 oder hd@die-moebelmacher.de.

 

Übrigens wird es bald den Thermalisierer „Emily“ nicht mehr geben, dem Nachfolger „Steffi“ wurden einige Ausstattungsmerkmale geraubt, weshalb wir uns noch ein paar für Sous Vide Freaks reserviert haben (1050.- Euro), aber Sie müssen schnell sein.

Und gleichzeitig ist in der ganzen Werkstatt Tag der offenen Tür, Sie können auch die Herstellung von Küchen und Möbeln in der Werkstatt verfolgen, oder Matratzen, Polstermöbel und Esszimmerstühle ausprobieren.

Die Tag des Schreiners Seite und der direkt Link zum Kochworkshop-Einladungsvideo.


Tag des Schreiners So. 6. Nov.: Tag der offenen Tür und kleines Showkochen  
Sonderangebote für Bettsysteme von Pro Natura und die Leder-Stoffaktion für alle Relaxsessel: bestes Leder zum günstigsten Preis  

Weil wir in diesem Jahr nicht auf der Consumenta ausstellen, machen wir auch am Sonntag (6.11.) auf und laden unsere Kunden zum Tag der offenen Tür ein, bei dem auch ein wenig gekocht wird. In der Werkstatt können Sie die Herstellung von Küchen und Möbeln verfolgen, in der Ausstellung Matratzen, Polstermöbel und Esszimmerstühle ausprobieren und für alles gibt es Sonderpreise.


Kalender Nr. 21: 20 Jahre Unterkrumbach
Bitte Fragebogen auf der Rückseite des Anschreibens ausfüllen 
Auf 52 Seiten haben wir im Jahrbuch wieder mit 152 Fotos Wohnbeispiele demonstriert und hoffen, dass Sie bei Ihren nächsten Einrichtungswünschen vom Fußboden bis zur Beleuchtung, vom Sofa bis zur Matratze und von der Küche bis zum Wohnzimmer an uns denken.Sollten Sie noch nicht in unserer Postdatei stehen, würden wir uns freuen, wenn Sie uns  Ihre Postadresse schicken würden, dann kommt unser Jahrbuch kurz darauf bei Ihnen an. Und natürlich schicken wir es auch gerne an ihre einrichtungsinteressierten Freunde. Hier kann man es auch im Netz durchblättern und sich – für ehrbare private oder Pressezwecke – die pdf-Datei herunterladen.

 


Die Fabel unserer Thermobuchen- Ausstellungsküche
Unsere Showküche hat neue Besitzer und sie erzählt selbst ihre ereignisreiche Geschichte nebst Video  

Unsere Showküche hat eine neue Heimat gefunden. Da sie intern „Brown Sugar“ genannt wurde, musste sie bei einem Musiker landen, mit dessen Musik auch das Video vertont ist.

Im Video berichteten wir ganz objektiv über die schönen Jahre mit unserer ersten Showküche aus Thermobuche, im Text berichtet sie selbst fabel-haft subjektiv.


Im Frühtau in Sachen Nachhaltigkeit zur Umweltministerin nach München  
Der feierlich angehauchte Abschluss des Pilotprojekts Anspruchsgruppenanalyse!

Vom Projekt „Stakeholderanalyse“ haben wir schon vom Start in Augsburg und vom Mitarbeiterworkshop in Kühnhofen berichtet, jetzt wurden die Pilotbetriebe vom Bayerischen Umweltministerium und der IHK Bayern nach München zur Abschlussveranstaltung eingeladen. Hier der Bericht darüber.

Es ging um den Test und die Entwicklung eines Organisationswerkzeugs für die Stakeholderanalyse, die in der Zwischenzeit wieder zur Anspruchsgruppenanalyse zurückgedeutscht wurde (gerade, als wir das Fremdwort endlich begriffen haben). Diese Analyse ist ein kleiner aber wichtiger Teil im ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagement, die wir zusammen mit neun anderen Betrieben aus unterschiedlichen Branchen mit unterschiedlichen Größen getestet und weiterentwickelt haben. Weil das wiederum allen bayerischen und fränkischen Betrieben zugute kommt, bedankte sich die Ministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf, für unseren Einsatz im Sinne der Nachhaltigkeit.


Warum unsere Kundin ihr Nachtkästchen als „Aufstehhilfe“ postet   
Barrierefreie Kleinmöbel, Küchen und Hotelzimmer in Einzelanfertigung 

herwig Danzer durfte als Zivildienstleistender beim geschätztem ASB in Lauf alles lernen, was mit Pflege zu tun hat und besonders die Rollstuhlfahrer waren seine ständigen Kunden beim Fahrdienst. Umso leichter fiel den Möbelmachern ob dieser Erfahrungen die Entwicklung des barrierefreien Hotelzimmers für den VdK und den Hotelfachverband vor einigen Jahren. Noch besser ist natürlich die individuelle Planung, weil jede Rollstuhlfahrerin andere Einschränkungen hat.
So entwarfen und bauten wir für unser Kundin dieses Nachtkästchen, an dem sie sich auch alleine hochziehen kann. Auf Facebook postete sie dann das Nachkästchen als „Aufstehhilfe,“ weil es eben mehr Aufgaben erfüllt, als das „normale“ Nachtkästchen. Vielen Dank für das erfolgreiche gemeinsame Planen.
Barrierefreie Küchen der Möbelmacher
Barrierefreie Hotelzimmer der Möbelmacher


Die Youtube-Video Playlists der Möbelmacher
Alle Videos nach Themen sortiert auf einen Blick    
Unsere Videoplaylisten:


Kurznachrichten + Sessel-Special für unsere Ausstellungssessel von Jori + Junge Hotelmeisterin sucht neue Herausforderung in der Gastronomie + Sessel-Special mit supergünstigen Ausstellungsstücken +  Werkstatt-Tage 2017 mit Fränkischem Sommer mit Oliva Trummer

+++ Sessel-Special mit Ausstellungsstücken

Special-Sessel: unsere Sessel wollen wir komplett gegen die neuen Modelle tauschen, und deshalb sind – neben der Leder-Stoff-Aktion – die Ausstellungssessel sogar noch günstiger, als auf unserer Sonderangebotsseite angeboten.

+++ Ausführlicher Bericht zum Tag der Küche aus Massivholz


Thomas Schwab vom Schwabhof stellte uns seine Tierhaltung vor und wir haben mit Bernd Müller und Elke Böhner und vielen anderen Gästen, ganz erfahrenen und Neulingen wunderbar gemeinsam gekocht. Daraus ist ein Video und Blogartikel entstanden, das gleichzeitig zum Kochworkshop am Tag des Schreiners (5.11. 10 bis 15 Uhr) einlädt.

 

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Junge Hotelmeisterin sucht neue Herausforderung


Ganz intensiv und begeistert haben wir mit Mareike Selz ihr neues gastronomisches Projekt bis ins kleinste Detail geplant. Leider fiel es in letzter Sekunde ins Wasser, obwohl wir darin schon im neuen Jahrbuch werben. Jetzt sucht sie guten Mutes nach neuen Herausforderungen. Hier erfährt man mehr und die Kontaktdaten.

+++ Facebook kann manchmal Freude machen

Sind Sie schon Fan auf unserer Facebookseite? Über den Kalenderpost von Stadträtin Gig Pflaum haben wir uns sehr gefreut und die Gedichte bezüglich unseres Lamas (oder Alpakas?), das gut gelaunte Mitarbeiter im Holzstapel entdeckten und das Michael Maußner bedichtete:

Was wissen wir von Lamas?
Das Haupt schmückt eine Tolle,
fern von den Bahamas
kleidet sie die Wolle.

Vielleicht gibts Lama Dandys
und die tragen mit Stolz
zu brilliantbesetzten Handys
Fliegen aus Zypressenholz.

Aber dann kam die Frage auf, ob es nicht ein Alpaka sein könnte, aber die tragen keine Fliegen, sondern Kravatten.

Albaggas sind scho was besonders,
Therfore no one really wonders,
dass sie in allen Lebenslagen,
ausschließlich Holzkrawatten tragen.

Unsere Facebookfirmenseite finden Sie hier, die persönliche (mit noch mehr Lamagedichten) hier.

+++ Terminvorankündigung: Werkstatt-Tage mit Fränkischem Sommer mit Oliva Trummer

Am 23. Juni 2017 wird unser exakt 20 Jahre altes Gebäude durch den Besuch des fränkischen Sommers mit der Ausnahmepianistin Olivia Trummer geadelt und wir werden Sie an den drei Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen – übrigens die neunzehnten – gemeinsam mit der Unterkrumbacher Feuerwehr empfangen, bewirten und gut unterhalten.



Das ganze Team der Möbelmacher wünscht Ihnen einen schönen Herbst. Besuchen Sie uns doch an den Tagen des Schreiners, oder wann immer Sie Zeit dafür finden.

Alle Möbelmacher grüßen herzlich aus dem Nürnberger Land

herwig Danzer

Wenn Sie die älteren Newsletter noch nachlesen wollen, finden sie diese auch im Nachhaltigkeitsblog unter der Kategorie Newsletter.
Sehen Sie alle 360°Fotos bei Panono
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Pilotprojekt „Stakeholderanalyse“ im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements mit Umweltministerin abgeschlossen

 

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Das Ergebnis: die neue Broschüre (und noch mehr) über die Anspruchsgruppenanalyse vom Bayerischen Landesamt für Umwelt

Vom Pilotprojekt „Stakeholderanalyse“ haben wir schon vom Start in Augsburg und vom Mitarbeiterworkshop in Kühnhofen berichtet, jetzt wurden die Pilotbetriebe vom Bayerischen Umweltministerium und der IHK Bayern nach München zur feierlich angehauchten Abschlussveranstaltung eingeladen.

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Da war der der Mond noch nicht mal untergegangen, da mussten wir schon im Auto sitzen

Wir mussten dazu ungewöhnlich früh los, aber dank großer Zeitreserven schafften wir es gerade noch pünktlich zur IHK in der Münchner Balanstraße, die Ute und herwig Danzer nicht ganz fremd ist, weil sie in Haidhausen  acht Jahre lang wohnten, studierten und auch arbeiteten. Was es für einen Luxus bedeutet, wenn die Firma rund 40 Meter vom Bett entfernt ist, wurde uns auf der Autobahn mal wieder bewusst.

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Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, dankte den zehn  handverlesenen Betriebsinhabern oder -vertretern aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Größen für ihr Engagement. Denn der gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt und altbekannten Beratern in 10 Monaten erarbeitete Praxisleitfaden für die „Anspruchsgruppenanalyse“ soll allen Betrieben Deutschlands beim Nachhaltigkeitsmanagement wertvolle Hilfen bieten.

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Kathrin Englmann-Moosburger,  Marketingchefin der Lammsbräu (mitte) mit Ministerin Ulrike Scharf und IHK-Präsidenten Dr. Eberhard Sasse

Während sich einige Teilnehmer eher als Neulinge beim Thema Nachhaltigkeit bezeichneten,  wurden zum Beispiel die Neumarkter Lammsbräu und die Möbelmacher wegen ihrer langjährigen Erfahrung im Dialog mit Anspruchsgruppen nicht zuletzt  im Nachhaltigkeitsblog und dem Jahrbuch der Möbelmacher, aber auch mit dem nachhaltigem Wirtschaften im Ganzen ausgewählt.

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Nach mehreren Treffen ein cooles Team in Sachen Nachhaltigkeit

Die Zeit von Ministerinnen ist noch begrenzter, als von normalen Sterblichen und so ging es gleich nach ihrem Statement zum Fototermin, der den engagierten Fotografen deshalb so verblüffte, weil die Teilnehmer schon ein eingespieltes Team waren, die auch nicht sooooo wichtige Veranstaltungspunkte gemeinsam humorvoll und zügig mitmachen. Als Umweltpaktmitglied seit 1997 und Umweltbotschafter seit 2003 hat herwig Danzer schon ganz viele Fotos mit Umweltministern gesammelt, Ulrike Scharf ist wohl die charmanteste.

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Der Fotograf zeigte vollen Einsatz fürs Gruppenbild
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Die Projektpartner der Unternehmen auf der Regierungs-, Verbands-, und Beraterseite

Der sympathische Fotograf Goran Gajanin wunderte sich auch über die vielen eigenen Fotos, die wir machten, weil uns die Erfahrung lehrte, dass es supertoll ist, wenn gute Fotos gemacht werden, dass es im Zweifelsfall aber besser ist, eigene Fotos zu haben, selbst wenn sie schlechter sind. Das Nachhaltigkeitsblog wäre bis heute wohl reine Prosa, wenn man sich auf „und die Fotos schick ich Dir gleich heute Abend“ verlassen würde. (Aber in der Zwischenzeit sind sie schon da und richtig gut, herzlichen Dank dafür). Hier noch ein kurzes Video:

In einer kleinen Podiumsdiskussion befragte anschließend Dagmar Schmitt, Leiterin des IZU (Infozentrum UmweltWirtschaft am Landesamt für Umwelt) einige Teilnehmer und  herwig Danzer nach ihren Erfahrungen mit der Stakeholderanalyse und auch nach einer Vision der Nachhaltigkeit in der Zukunft.

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Podiumsdiskussion mit Dagmar Schmitt (mitte) Leiterin des IZU

Danzer wünschte sich (etwas naiv vielleicht ?), dass Unternehmen bald nur noch ebenso wahre, wie nachprüfbare Argumente für ihre Produkte liefern und das peinlich werbende Schmücken mit falschen Nachhaltigkeitsfedern namens „Greenwashing“ dank der aufgeklärten Endkunden nicht zuletzt über die sozialen Medien  endlich scheitern möge.

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Ein ausgewähltes Publikum

Der Präsident der Bayerischen IHK, Dr. Eberhard Sasse  freute sich riesig über das erste gemeinsame Projekt mit dem Umweltministerium und die schnelle Verwirklichung  (Anm. des Autors: „schnell“ nach den Kriterien eines Verbandes). Die beteiligten Betriebe lobte er für ihre Impulse, die zusammen mit den Beratern von CR-Consulting aus einem theoretisch erarbeiteten Konstrukt eine erprobte, handfeste Praxisanleitung ermöglichten.

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Das Buffet im großen Clubraum

Beim feierlich angehauchten Imbiss danach im „großen Clubraum,“  kamen die Gastgeber leider nicht auf die freundliche Idee, Getränke der Lammsbräu anzubieten, die bei einem zweiten Treffen des Pilotprojekts sogar als Gastgeber diente und sich seit Jahrzehnten in diesem Rahmen engagiert. Aber nach den ausgesprochen ausführlichen Ausführungen  der Geschäftsführerin der Bayerischen IHK, Gertrud Oswald am Veranstaltungsende, will sich die IHK in Richtung Nachhaltigkeit ja deutlich verbessern. Und da ist es doch motivierend, wenn es an Potential nicht mangelt.

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Achja, natürlich gab es nicht nur bei uns auch konkrete Ergebnisse der Anspruchsgruppenanalyse.  So liest am 4. November 2016 der „Nachhaltigkeitspapst“ Ulrich Grober vom Aufstieg nachhaltiger Werte, kulinarisch begleitet von Spitzenköchin Diana Burkel im Rahmen des Tags des Schreiners, dem noch ein Kochworkshop und zwei Tage der offenen Tür folgen.

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Pilotprojekt „Stakeholderanalyse,“ das war der  Start in Augsburg
Das war der Mitarbeiterworkshop in Kühnhofen
Hier sind die Tools zur Anspruchsgrupenanalyse nachlesbar
Hier ist alles zum Nachhaltigkeitsmanagement des IZU zu finden

Wer alle Fotos und Videos möchte, schickt eine Mail an hd@die-moebelmacher.de

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Und gerade kam auch noch die offizielle Pressemeldung des Veranstalters, die das Ganze nochmal aus anderer Sicht darstellt:

Scharf: Umweltpakt-Betriebe sind Keimzelle für Innovationen

Nachhaltigkeit in Bayern wird weiter gestärkt

Pressemitteilung

17.10.2016
Nr. 184/16

Die Bayerische Staatsregierung und der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) unterstützen gemeinsam den systematischen Dialog von kleinen und mittleren Unternehmen mit ihren Stakeholdern. Das bekräftigten die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf und BIHK-Präsident Dr. Eberhard Sasse heute in München. Scharf: „Die Erwartungen an Unternehmen werden heute immer größer. Zukunftsfähige Unternehmen müssen heute sicher erkennen, wessen Interessen und welchen Ansprüchen sie begegnen. Deshalb ist es entscheidend, Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und Verbände rechtzeitig einzubinden. Diese Anspruchsgruppen spielen bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.“ Gerade das Konzept der Nachhaltigkeit zielt darauf ab, die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft aufzugreifen, ohne die Bedürfnisse künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Um den Austausch zwischen Wirtschaft und Anspruchsgruppen zu fördern, hat das Landesamt für Umwelt im Auftrag des Umweltministeriums gemeinsam mit dem BIHK den neuen Leitfaden für Unternehmen „Anspruchsgruppenanalyse und -dialog in der Praxis“ entwickelt. An der Erstellung waren zehn bayerische Betriebe und ein externer Partner beteiligt. „Die Frage Wer will eigentlich was von meinem Unternehmen? sollte sich jeder Unternehmer stellen, der im Sinne des Ehrbaren Kaufmanns wirtschaftet. Denn eine systematische Analyse und ein Dialog mit den Stakeholdern ermöglicht es, Konflikte und Konfrontationen im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden. Wer Anspruchsgruppen als Partner begreift und einbezieht, kann nur gewinnen“, so Dr. Sasse. Das Umweltministerium hat das Projekt mit rund 25.000 Euro gefördert.

 

Das gemeinsame Projekt ist eine Zusage im Rahmen des 5. Umweltpakts Bayern. Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. Beide Partner erklären im Umweltpakt ihre nachdrückliche Überzeugung, dass die natürlichen Lebensgrundlagen mit Hilfe einer freiwilligen und zuverlässigen Kooperation von Staat und Wirtschaft besser geschützt werden können als nur mit Gesetzen und Verordnungen. Der Umweltpakt gilt jeweils für fünf Jahre. Seit 1995 wurden durch ihn insgesamt über 700 Projekte gemeinsam realisiert. Derzeit beteiligen sich rund 1.400 Betriebe mit freiwilligen Leistungen für den Umwelt- und Ressourcenschutz.

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Weitere Informationen zum Umweltpakt Bayern unter www.umweltpakt.bayern.de. Der Leitfaden steht beim Infozentrum UmweltWirtschaft unter www.izu.bayern.de zum kostenfreien Download bereit.

Die Pressemitteilung finden Sie unten in der Email und hier:

http://www.stmuv.bayern.de/aktuell/presse/pressemitteilung.htm?PMNr=184/16

 

Das Gruppenfoto und die Einzelfotos finden Sie hier:

https://www.ihk-muenchen.de/leitfaden-nachhaltigkeit/

 

Zum Online-Tool „Nachhaltigkeitsmanagement für KMU“ mit den Arbeitshilfen (Servicepaket) und zum Infozentrum UmweltWirtschaft (IZU) kommen Sie hier:

http://www.izu.bayern.de/nachhaltigkeitsmanagement/

 

Auf der Internetseite des Umweltpakts Bayern finden Sie Informationen hier:

https://www.umweltpakt.bayern.de/erfolge_und_angebote/index.htm

„Der leise Atem der Zukunft“ von Ulrich Grober in der „Zeit“-Besprechung von Prof. Reinhard Loske und bei uns am 4. November

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Weil wir in diesem Jahr nicht auf der Consumenta sind, veranstalten wir den Tag des Schreiners etwas feierlicher und beginnen am Freitag, den 4. November mit unserer Herzenssache Nachhaltigkeit in Form einer Lesung von Ulrich Grober, dem deutschen Nachaltigkeitspapst. Zusätzlich haben wir Spitzenköchin Diana Burkel vom Nürnberger Würzhaus gebeten, für unsere Gäste den Bullen vom Hutangerprojekt zuzubereiten und natürlich gibt es auch etwas Feines zu trinken.

Hier haben wir uns selbst zum Buch „Der leise Atem der Zukunft“ geäußert, im Literaturmagazin der „Zeit“ ist gerade die Rezension von Prof. Reinhard Loske erscheinen, die er uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

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Der leise Atem der Zukunft

Ulrich Grober empfiehlt Gelassenheit als Königsweg ins Grüne

Von Reinhard Loske

Kaum eine Buchgattung war so katastrophenreich wie die Ökologiebücher der letzten Jahrzehnte. Da konnte man vom stummen Frühling und dem geplünderten Planeten lesen, von sterbenden Wäldern und der Klimakatastrophe, vom todbringenden Ozonloch, dem totalitären Atomstaat und der Menschheit am Abgrund. Viele dieser aufrüttelnden Werke haben ihre Wirkung entfaltet: vom Verbot der Chemikalien DDT  und FCKW über die Luftreinhaltepolitik bis zum Atomausstieg und zu den Pariser Klimabeschlüssen.

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Seit geraumer Zeit allerdings bewegen sich Ökologiebücher vom Katastrophismus zum zuversichtlichen Realismus. Ulrich Grobers  jüngstes Buch „Der leise Atem der Zukunft. Vom Aufstieg nachhaltiger Werte in Zeiten der Krise“ ist das vielleicht schönste Beispiel für diese kenntnisreiche Zuversicht. Es redet nicht schön, wie es die sogenannten „Ökooptimisten“ mit ihren Frohmutsphrasen tun oder auch die Protagonisten des „grünen Wachstums“, die die ökologische Wende auf technische Innovationen zusammenschnurren lassen und über verschwenderische Lebensstile und Ungerechtigkeit kein Wort mehr verlieren. Stattdessen kennt sich dieses Buch in der Wirklichkeit aus.

Der Publizist Ulrich Grober, dessen Bücher zu einer nachhaltigen Lebensweise inzwischen Klassiker ihres Genres sind, macht sich in seinem neuen Buch buchstäblich auf den Weg und entdeckt auf seinen Wanderungen durch Schwarzwald, Thüringer Wald, Harz oder Ruhrgebiet einen Hunger nach Einfachheit und Echtheit. Mal nüchtern, mal pathetisch beschreibt Grober, wie sich gerade in Zeiten der von vielen empfundenen Sinnkrise aus dem Bestehenden heraus soziale Experimente und Innovationen entwickeln. Für ihn ist es ein Zeichen der Hoffnung, dass die Werte der Entschleunigung, des Lassens, des Kreislaufs, der Gemeingüter und der Selbstbeschränkung von immer mehr Menschen erkannt, geteilt und auch in neue Lebensmodelle umgesetzt wird.

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Dabei ist Grober keineswegs ein naiver Schwärmer, der sich ein romantisches postmaterielles Weltbild zusammenbastelt und nur sieht, was er sehen will. Ganz im Gegenteil: Er ist ganz Kind des Ruhrgebietes und kennt sich mit Bergbautechnik und Bergarbeiterkultur, Haldenbegrünung und Kleingartenwesen bestens aus und flicht sein umfassendes Wissen in lebendige Erzählungen ein, die auch von literarischer Kraft sind. Am besten ist Grober da, wo er akribische Naturbeobachtung, die Beschreibung sozialer Realitäten und die Analyse von Wandlungsprozessen zusammenführt. Man spürt den Respekt für das Gewesene und Gewordene, da ist keinerlei Ökoverbissenheit, sondern vor allem Gelassenheit. Aber noch stärker spürt man den Wunsch, Zeichen der Hoffnung zu erkennen, zu deuten und mitzuteilen.

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Es ist eine Freude, Grober nicht nur auf seinen Wanderungen d zu begleiten, sondern auch in die Wolfsburger Autostadt, die Tempelanlage des deutschen Automobilismus. Auch hier könnte man eigentlich erwarten, dass Grober als Ökologe mit spitzer Feder gegen den Umweltkiller Nummer eins, das Auto, zu Felde zieht. Aber wieder ist es eher die Gelassenheit des Autors, die erstaunt: Seine Beschreibung kommt  dem Abgesang auf eine untergehende Welt gleich, die nur noch nicht verstanden hat, wie unzeitgemäß sie geworden ist. Und fast hat man den Eindruck, die überwiegend männlichen Besucher der Autostadt täten Grober ob ihrer „falschen“ Orientierung ein wenig leid. Mit seinem Groll müssen sie nicht rechnen. Er ist sicher: Das Problem wird sich von selbst lösen.

Es mag sein, dass Grober die systemischen Zwänge im Kapitalismus und die Macht der politischen Beharrungskräfte  ein wenig unterschätzt. Und es mag auch sein, dass er die Hoffnungszeichen ein wenig überschätzt, schließlich halten zahlreiche ökologisch desaströse Entwicklungen weltweit unvermindert an. Und doch ist die Lektüre ein Gewinn, weil Grober erzählt, was möglich ist, mit etwas Mut.

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Reinhard Loske ist Professor für Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik an der Universität Witten/Herdecke. Zuletzt erschien von ihm: Politik der Zukunftsfähigkeit, Fischer Verlag Frankfurt a. M. 2015

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Ulrich Grober liest bei uns am Freitag, den 4. November, kulinarisch begleitet von Diana Burkel. Einlass ist um 18:30, Beginn der Lesung um 19:30. Über Ihre Anmeldung würden wir uns freuen.
Alles zum Tag des Schreiners 2016
Einladung zur Lesung im Nachhaltigkeitsblog

Alles zum Thema Nachhaltigkeit mit dem besonderen Interesse für das Einrichten mit Küchen und Möbeln aus dem Holz der Hersbrucker Alb und allem was zur Lebensqualität des Wohnens dazu gehört. Die Möbelmacher aus Unterkrumbach bei Hersbruck wollen seit Herbst 2005 aus dem Dialog in diesem Blog von Kunden, Freunden und Fremden lernen und das Bewusstsein für regionale Wirtschaftskreisläufe stärken.