Charleys Tante hatte Premiere im Dehnberger Hof Theater

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Ich muss zugeben, dass ich wohl in kein anderes Theater wegen dieses Stückes gekommen wäre, das man in meinem Alter noch als Film mit Peter Alexander kennt.  Aber die Eigenproduktionen sind für die künstlerische Einstufung eines Theaters extrem wichtig, deswegen ist staatlicherseits festgelegt, wie viele Eigenproduktionen ein Theater stemmen muss, um in der obersten künstlerischen Liga mitspielen zu dürfen. Und deswegen steckt in dieser Produktion nicht nur viel Herzblut, sondern auch viel Geld des Freundeskreises des Theaters, ohne den wir (ich bin zweiter Vorstand des Vereins Dehnberger Hof Theater) solche Produktionen nicht stemmen könnten.

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Wir hatten das Glück, dass Marcus Everding die Regie übernahm und zusammen mit dem dem engagierten Ensemble wurde aus dieser Komödie zusätzlich eine beeindruckende schauspielerische Leistung und der Abend machte richtig Freude.   Das Stück wird in Zukunft noch 34 Mal gespielt werden, ich kann also nur empfehlen, sich mal eine unbeschwerten Abend zu machen, vorher im Theater gut zu essen (die einzige Gastronomie die zu 100% mit Produkten von „Heimat auf´m Teller“ arbeitet!) und nach dem Happy End gut gelaunt nach Hause zu kommen.

Hier kann man die Karten bestellen.

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Die Premiere war ein voller Erfolg, die Premierenfeier nicht minder und wir freuen uns auf noch viele begeistere Menschen im Publikum.

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Ein Toast auf Charleys Tante bei der Premierenfeier

Die Handlung:

Die heiratswilligen Junggesellen Jack und Charley sind arg in Not: zum trauten Beisammensein mit ihren Angebeteten Anny und Kitty bedarf es einer Anstandsdame, doch die hierfür ausersehene Tante aus Brasilien kommt nicht.

Währenddessen probiert Hausdiener Brassett sein Kostüm für den Dienerball, auf dem er zum Spaß keine geringere als die Queen verkörpern soll. Es gelingt Jack und Charley, den guten Brassett zu überreden: kurzerhand wird aus Brassett „Donna Lucia“ – so überzeugend, dass sogar Männerherzen für ihn entflammen.

Bis unerwartet die echte Tante auftaucht…

Die beeindruckenden Schauspieler waren: Johannes Aichinger, Elmar Börger, Florian Elschker, Jürgen Heimüller, Marietta Holl, Rebecca Kirchmann, Arnd Rühlmann, Michelle Völkl
Regie: Marcus Everding
Bühnenbild & Kostüme: Kathrin Younes
Verlag: stückgut Bühnen- und Musikverlag GmbH

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Alle Artikel über das Dehnberger Hof Theater im Nachhaltigkeitsblog

Das Theater hat jetzt zusätzlich zur Homepage auch ein lesenswertes Blog und dank des Freundeskreises sogar eine Facebookseite.

Biofach 2016 Eröffnung und erster Rundgang

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Genial war die Stoppuhr, die den Beginn der Veranstaltung ankündigte

Zum ersten Mal war die Eröffnung der Biofach am Nachmittag um 14 Uhr anberaumt, irgendwie ein komisches Gefühl, wenn man beim Rundgang vorher dauernd auf die Uhr schauen muss. Trotzdem war er wieder technisch und organisatorisch beeindruckend, inhaltlich  kam die beste und kürzeste Rede „es geht hier um Lebensqualität“ von Dr. Ulrich Maly.  Die dänische Umweltministerin Eva Kjer Hansen kam wiedermal sehr sympathisch rüber – nicht nur wegen der netten Aussprach wie wir Alten sie noch von Vivi Bach kennen.  Das Gespräch mit Liveschaltungen zu Biopionieren nach Bogota und Südtirol führten Dr. Flelix Prinz zu Löwenstein (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft) und der IFOAM-Prisdent Andre Leu.

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P1000832Ballett

Der Ballettauftritt überraschte nicht  nur durch seine lange Dauer, ebenso die engagierte Rede von Auma Obama, wobei ich den Grund für die Länge in ihrem deutschen Gemanistikstudium  vermute.  Im Schlusssatz allerdings brachte sie ihre Forderung für eine gleichberechtigte Zusammenarbeit des Norden und des Südens auf den Punkt: „Wir sind noch nicht im gleichen Boot und wenn, dann rudern wir. Es muss einen Kapitän aus dem Süden und einen aus dem Norden geben.“
Man kann sich den Schluss der Rede hier anhören. Wer richtig Interesse hat, findet hier die Langfassung.

Der deutsche Landwirtschaftsminister Christian Schmidt erfüllte seine  Rolle als Schlusslicht und wir fanden es beschämend, dass fast die Hälfte der Besucher während des letzten Liedes einfach geht, während Sängerin und ihr Gitarrist ihr Bestes gaben (nach zwei langen Stunden kommt es auf die zwei Minuten auch nicht mehr an, leider stand deren Name nicht auf dem Programm, aber sie sang einst bei Deutschland sucht den Superstar).

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Richtig gute (auch für Blogger verwendbare) Fotos von Frank Boxler gibt es übrigens auf der Seite der BIOfach.

Nunja, spannender als die Eröffnung war der Rundgang vorher, bei dem wir wieder viel  Freunde und Geschäftspartner trafen.

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Zum Beispiel Maja Wasa von Klosterkitchen (Erfinderin des IngwerTRINKS, den man auch bei uns kaufen kann, die bei unseren 18. Werkstatt-Tagen am 10. Juni zusammen mit uns und Schwester Regina Werner von der Maria Wardschule für unsere Gäste kochen wird und zwar nach einem Rezept aus dem 17. Jahrhundert.  Anmeldungen nehmen wir gerne schon entgegen.  (Halle 4-122)

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Hubert Rottner darf als Gründer derselben auf keiner BIOfach fehlen, am Gemeinschaftsstand der  NGOs in Halle 9 (459) zeigte er das Plakat der Stunde.

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Der eigentlich Star am Stand sind aber Nürnberger Biobratwürschdla, die auf unserem Tepan Yaki gebraten werden und im Biobrötchen der Bäckerei Imhoff serviert.

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Unsere Slow Food Freundin Claudia Bschorr ist bei Sonnentor, mit denen wir jetzt im Gewürzbereich zusammen arbeiten werden, um unseren Küchenkunden endlich die perfekte Gewürzschublade nicht nur zu bauen, sondern auch in Bioqualität zu füllen.

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Ein paar der Gewürze haben wir schon mal für unsere Kunden getestet und wir arbeiten uns noch weiter vor.

 

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Petra und Richard Wolny  sind wieder die Chefs der Olivenölstandes, der die traumhafte Möglichkeit bietet, alle Olivenöle auch zu kosten. Einige Hersteller sind sogar anwesend, so dass Öljunkies hier  voll auf ihre Kosten kommen. Außerdem gibt es jede Menge Fachvorträge von Richard.  (Halle 4 -271)

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Bei den Kochshows der Kollegen bei BIOland wollte ich kurz vorbeischauen und traf dort Bernd Trum, meinen Ausbilder als Ernährungexperte im Jahr 2003, der übrigens neue Köche für sein Team sucht.  Danach hatten wir auch schon gemeinsame Shows gemacht und uns regelmäßig bei den Symposien getroffen. Also mussten wir auf die gemeinsame Vergangenheit unbedingt auch mit einem Bierchen der Lammsbräu anstoßen, deren Chef Dr. Franz Ehrnsperger steht gerade im Hintergrund und telefoniert.

Am Freitag wieder Bloggertreffen

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Bloggertreffen von 2015

Die BIOfach ist einfach immer eine Begegnungsstätte, bei der man viele nette Menschen trifft. Am Freitag muss ich dann wieder wegen des Bloggertreffens hin, das leider –  anders als von uns im Jahr 2008 eingeführt – auf den frühen Morgen verlegt wurde (hier sind alle Artikel über die Geschichte, dieser damals sehr innovativen Veranstaltung der Nürnbergmesse. )

 

 

 

 

RUDI ZAPF TRIO am 13.02.16 im KiCK

Gerne leiten wir die Einladung von Peter Wagner weiter!
Am 13.02.16 kommt das fantastische Rudi Zapf Trio zu uns ins City Kino!

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RUDI ZAPF TRIO
GRENZENLOS – Tango, Klezmer, Irish, Bairisch, Valse Musette

Rudi Zapf  vertrauter Meister des Hackbretts und Knopfakkordeons  kommt zusammen mit der außergewöhnlichen Jazzgeigerin Sunny Howard und dem feinfühligen Kontrabassisten Harald Scharf. Im Trio vereint betreiben die drei Vollblutmusiker eine Reise durch die Musik der westlichen und östlichen Welt, mischen Volksliedhaftes, Jazzelemente, Irish Folk, Balkan, Valse Musette, Tango und Klezmer mit eigenen Kompositionen ineinander, verflechten, lösen auf. Grenzenlos ist diese Musik allemal, die mit ihrer eigenwilligen Instrumentierung und der Vielfalt an musikalischen Stilen und Richtungen mühelos Orient und Okzident zu Neuem vereint.

Gemeinsam spielen sie ihre eigene Musik: packende, akustische Klangwelten auf der Höhe der Zeit, verbunden mit der Freiheit und Spontaneität der Improvisation. Sie lieben die Moll- und Zwischentöne, leben von ihren instrumentellen Fähigkeiten und verzichten darauf, ihre Stücke auf dem Silbertablett garniert zu überbringen. Denn kaum bekommt man ein Stück zu fassen, biegen sie möglicherweise um die nächste Ecke in den nächsten Rhythmus… Ein besonderes Merkmal liegt aber auch in der Konzentration und Sensibilität, die man dieser Musik entgegenbringen kann.
www.zapf-musik.de

Pressestimmen:

Gebe es eine Steigerung von fantastisch, das Rudi Zapf Trio hätte sie verdient. Ihr Konzert im restlos ausverkauften Barocksaal war derart mitreißend, spannend und faszinierend, dass man ohne Umschweife sagen kann, das erst seit wenigen Monaten bestehende Trio ist das beste Ensemble, das Rudi Zapf ins Leben gerufen hat. – Zurück bleibt das glückliche Gefühl, ein Konzert dieser Formation gehört zu haben. Der Wunsch, die drei mögen wieder kommen. Und zwar so schnell wie möglich. (Tölzer Kurier) 

Es ist atemberaubend, welche Töne Zapf seinen Instrumenten zu entlocken vermag. Was bleibt, ist die Erinnerung an drei Musiker, die ihrer Musik eine unbeschreibliche Sensibilität entgegenbringen, an ein atemberaubendes Konzert, an ungewöhnliche und manchmal ein wenig zauberisch wirkende Klänge. 
(Hilpoltsteiner Zeitung) 

Das „Rudi Zapf Trio“ beweist bei seinem Auftritt im „Schweiger Brauhaus“, dass es eine musikalische Alchemie gibt, die – allen Regeln der Chemie spottend – aus drei Edelelementen ein Super-Edelelement synthetisiert. (Ebersberger SZ) 

Dem Rudi Zapf Trio gelang an diesem Abend, was sich wohl jeder Musiker wünscht: die Menschen anzurühren, sie innerlich und äußerlich zu „bewegen“ (Dachauer SZ) 

Biografien:

Rudi Zapf erhielt seine ersten Hackbrettschläge mit 6 Jahren. Seit seinem Musikstudium mit Hackbrett, Knopfakkordeon und Horn spielte er mit verschiedenen Musik- und Kabarettgruppen (Die Guglhupfa, Die Meiers, Trio Bavario, Never Been There). Unzählige Auftritte in der bayerischen Kleinkunst- und Kabarettszene sowie Konzerte zwischen Schlachthof, Tollwood und Gasteig machten ihn bekannt. 1985 erhielt er den Förderpreis der Stadt München und 1989 den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Tourneen führten ihn quer durch Deutschland, nach Österreich, in die Schweiz und über den Weißwurst-Äquator nach West- und Ostafrika, Süd- und Mittelamerika, Marokko, Tunesien, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Tschechien, Slowakei, Litauen, Lettland, Estland, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisistan, Finnland, China und Indien. Rund 25 CD-Aufnahmen erschienen mit Volksmusik, Klassik, Weltmusik, Kleinkunst und Kabarett.

Um eine Weltspezialität handelt es sich bei Rudi Zapfs Hackbrett. Dieses Klavier ohne Tasten wurde als Spezialanfertigung gebaut und besitzt einen größeren Tonumfang und eine Dämpfmechanik ähnlich dem ungarischen Zymbal oder dem Vibraphon. Mit diesem Instrument bringt Zapf feinste klangliche und rhythmische Nuancen ans Ohr. Mit ihm erzielt er Töne, die entfernt an karibische Steeldrums oder javanische Gamelan-Orchester erinnern. Eigentlich stammt das Hackbrett aber aus dem Nahen Osten, wo es seit dem 11. Jahrhundert unter dem Namen Santur gespielt wird. Erst seit dem 15. Jahrhundert kam es nach Europa und diente 300 Jahre später der Entwicklung vom Cembalo zum Hammerklavier.

Rudi Zapfs chromatisches Knopfakkordeon, eine 5-chörige Poeta Victoria, sieht schon rein äußerlich nicht mehr wie eine ganz normale Quetschkommode aus. Denn es wurde gefertigt aus Edelhölzer, die mindestens 7 Jahre natürlich gelagert werden, reiner Handarbeit und antiker Arbeitsmethoden, wie zum Beispiel warme Kleber auf Knochenbasis und wertvolle natürliche Lacke, die schon von den großen Geigenbaumeistern Cremonas Amati und Stradivari angewandt wurden. Jedes dieser Instrumente stellt ein unnachahmliches Einzelstück dar; das Medium mit dem der Musiker seine Kunst verwirklicht. Zu hören ist ein musikalisches Karussell von Bach bis Zapf. Virtuos oder ganz schlicht, mit Leidenschaft, Herz und Witz, lässt er sein Akkordeon sprechen und schöpft dabei aus einer anscheinend unerschöpflich vielfarbigen Klangwelt.

Sunny Howard studierte Violine und Klavier am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Neben ihrer Liebe zur klassischen Musik wandte sie sich in den letzten Jahren immer mehr der improvisierten Musik und dem Jazz zu. Es folgten zahlreiche Auftritte mit Musikern wie Mathias Götz, Jan Eschke und Paolo Cardoso, u.a. im Rahmen der bayrischen Filmwoche in Kiew (2005) und Bukarest (2008). Im Projekt „Zuageh‘ duads“ spielt sie mit der Münchner Akkordeonistin und Sängerin Michaela Dietl. Es enstanden mehrere Rundfunkaufnahmen und TV-Mitschnitte des Bayrischen Rundfunks“.

Der Münchner Harald Scharf ist ein musikalischer Vielse(a)iter. Seine Tätigkeit als Bassist zahlreicher Jazzensembles (u.a. Sir Cornways Jazz Connection (2001 Gewinner des new generation contest), MunichUp!) sowie Weltmusik- und Volksmusikformationen (u.a. Münchner Saitentratzer, trio SOL) zeugt von seiner großen musikalischen Bandbreite. Diese Stilsicherheit macht ihn auch zu einem gefragten Musiker grenzüberschreitender musikalischer Projekte wie z.B. 2×4 Shostakovich Jazz Projekt zusammen mit dem Georgischen Staatsquartett, dem Jazz- und Filmmusik-Programm Spiel mir das Lied vom … zusammen mit dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt und dem Kabarettisten Bruno Jonas oder dem Programm Jazz & Modern Dance: Wenn ihr euch bewegt, wird sichtbar, wer ihr seid mit Solistinnen des Bayerischen Staatsballetts und des Königlichen Balletts von Flandern. Daneben überzeugt er als Komponist, Arrangeur und Bandleader der Harry Scharf Group mit eigenen Programmen wie z.B. Musik zur Stille der Nacht, Swinging Christmas oder Poetic Night of Bossa Nova.

http://www.zapf-musik.de/?page=ensembles&sub=1

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@yahoo.de

Eintritt: 17,00 Euro
Vorverkauf: 14,00 Euro

Alles weiteren Infos zum KiCK und wie Sie KiCKer werden finden Sie unter: www.kultkick.de/

Warum mich das von Denis Scheck empfohlene Dschungelbuch beschäftigte

Meine Frau ist durchaus gewöhnt, dass ich während unserer Lieblingssendung „Druckfrisch“ sonntags Nacht während der von Regisseur Andy Ammer einfühlsam ausgewählten Pausenmusik nebst tollen Bildern eine „Bitte besorgen“-Bitte einfließen lasse, die unseren Buchhändler Martin Lösch stets erfreut.  Diesmal erntete ich maßloses Staunen und „wirklich?“, denn ich wünschte mir  das „Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling, weil es Denis (der während der 18. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage wieder bei uns zu Gast sein wird – so war es 2013) seinen Zuschauern ans Herz legte. Die Begründung war sehr überzeugend und ist hier nachzuhören:

Als Kind besaß ich eine Dschungelbuch Langspielplatte – die wir auf die Schnelle leider nicht gefunden haben, aber vielleicht reiche ich sie ja nach erfolgreicher Wiederentdeckung nach – die ich viele Winter später – also heute noch komplett mitsprechen kann. Denis betont, dass Kipling eben kein Kinderbuchautor sei, sondern ein komplettes Genie (laut Henry James), das als jüngster Nobelpreisträger (1907 war er 42 Jahre alt) den größten angloamerikanischen Wortschatz seit Shakespeare verwendete. Mit meinen Sätzen, Liedern und Disney-Bildern im Kopf wollte ich mich der Gefahr stellen, dass einem einst geliebte Geschichten nach wenigen Seiten langweilen und man sich wirklich nicht erklären kann, was man damals so toll daran gefunden hat.

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Aber es kam anders: ich war vom Buch auch als Nichtmehrkind begeistert, denn es barg noch so viele Facetten der vermeintlich bekannten Rahmenhandlung, dass ich es trotz anderer wichtiger Aufgaben in zwei Nächten durch hatte.  Die Schlange Kaa war nicht einfach böse sondern gescheit, viel- und weitsichtig, Balu nicht so treudoof und der alte King Lui („ich bin der König im Affenstaat, der größte Klettermax!“) war nicht lustig, sondern gefährlich für das Dschungelvolk. Die Neugier war geweckt,  jetzt wollte ich noch wissen, ob die neue Übersetzung von Andreas Nohl einen Einfluss darauf haben könnte und mehr über den Autor erfahren.

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Glücklicherweise birgt unser Bücherregal alle Werke der Nobelpreisträger aus dem Coron Verlag nebst Begleittexten.  Während aktuelle Kipling-Kritiker den Autor als Imperialisten verunglimpfen, erklärt Dr. Gunnar Ahlström, dass er wie Charles Dickens eine „lebhafte Sympathie für die niederen Gesellschaftsklassen empfindet“ und „wie er hat er Sinn für jenen Humor, der in frivolen Denken und Handeln liegt“.  Er zeichne sich weniger durch die Tiefe seiner Gedanken aus, als durch die überragende Weisheit seiner Betrachtungen. Kippling hätte zur Annäherung zwischen Indien und England sehr viel mehr beigetragen, als der Durchbruch des Suezkanals.

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Der direkte (Stichproben-)Vergleich mit der Ausgabe der Originalübersetzung von C. Abel-Musgrave und Bernd Hauptmann  mit der gerade herausgekommenen Arbeit von Andreas Nohl zeigt die zeitgenössische Übersetzung wenig überraschend angenehmer zu lesen, weniger theatralisch und einfühlsamer, aber vermutlich hätte mich die Originalausgabe auch begeistert, ich wäre nur ohne Denis Scheck nie darauf gekommen, sie (vor dem Ruhestand) zu lesen.

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Denis Scheck liest am 11.Juni 2016 zusammen mit Eva Gritzmann aus deren Buch „Solons Vermächtnis – vom richtigen Zeitpunkt im Leben.“ Im Vorfeld planen wir einen gemeinsamen Kochworkshop, bei dem man zusammen mit Denis Scheck und dem Sous Vide Papst Hubertus Tzschirner das Abendessen zubereiten darf. Hier ist die ganze Geschichte.

Warum wir selbst Beistelltischchen und Couchtische zusammen mit den Kunden entwerfen und in Einzelanfertigung umsetzen

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Jahrzehntelange Erfahrung mit unseren Kunden lässt trotz der Ausnahme vier serienmäßig gefertigter Teile (stummer Diener Giovanni, Stehtisch, Stehpult und Wein-Buchhalter) keinen anderen Schluss zu:

Am besten entwerfen wir die Möbel gemeinsam mit unseren Kunden.  Die individuellen Lösungen mögen der Allgemeinheit mal mehr mal weniger gefallen, aber das ist schlichtweg unwichtig, denn  es war DIE PERFEKTE zusammen erarbeitete Lösung für unseren Kunden und sie kann für kommende Generationen als Vorbild dienen, meist aber nur als Inspiration. Denn das gleiche Möbel bauen wir fast nie, jeder Kunde hat neue Ideen und Wünsche und wir setzen sie begeistert um.  Das ist zwar aufwändiger und teurer, als ein umgedrehter Bierkasten mit hübscher Tischdecke, der die Aufgabe des Beistelltischchens ebenfalls halbwegs ästhetisch hinbrächte, aber die Freude darob mag schnell verfliegen, während Familie Seidler an diesem Beistellrolli sicher viele Jahrzehnte lang Freude haben wird, zumal er auch als Reservestuhl am Essplatz eingesetzt werden kann.

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Er besitzt feststellbare Rollen, was das Herausziehen der Schublade ohne Möbelverschiebung möglich macht und in der Schublade ist zusätzlich ein verschiebbares Kästchen für Kleinzeug, hauptsächlich für Nähzeug geplant, aber im Video mit Saphir haben wir darin Huberbretzel untergebracht und den Restraum mit Wein und Glas dekoriert.

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Dass dieses Möbel sich optimal mit den Relaxsesseln von Jori kombinieren lässt, versteht sich von selbst, trotzdem werden wir es nicht in Serie fertigen, denn was dem einen zu hoch, ist der anderen zu niedrig und die Einteilung der Schubladen ist ganz anders, wenn zum Beispiel Zeitschriften, Briefmarkensammlungen oder Zigarren statt dem Nähzeug untergebracht werden sollen.

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Safir Boukhalfa hat für uns dankenswerterweise  gemodelt, wir suchten vor vielen Monaten für den netten Kommilitonen unserer Tochter eine Stelle in Berlin, die er in der Zwischenzeit angetreten hat.  Der Sessel heißt Yoga Multimove, weil seine Mechanik die getrennte Verstellung von Rücken- und Fussteil ermöglicht.

Aktuell ist Safir wieder auf der Suche:
„People from everywhere: anyone knows anything about a music-related (in marketing or PR) potential internships in Paris, Berlin, London or wherever? “ (Hier ist die Kontaktmöglichkeit)

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Die Wohnzimmer der Möbelmacher
Die Jori Polstermöbel der Möbelmacher mit Konfigurator und Preis

Das Dehnberger Hof Theater – jetzt sogar mit Blog und Facebookseite des Freundeskreises – beschreibt die Möbelmacher im Programmheft

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Ute und herwig Danzer, Viola und Wolfgang Riedelbauch anno 1997

Die Verbindung von den Möbelmachern zum Dehnberger Hof Theater sind alt, denn herwig Danzer war einst mit Viola Riedelbauch in einer Schulklasse.  Noch aus dem letzten Jahrtausend stammen die ersten Protokolle der Vorstandssitzungen des Dehnberger Hof Theater Vereins aus seiner Feder und auch die großen Türen auf der Bühne des Theaters kommen aus Unterkrumbach.

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Theaterleiter Ralf Weiß und herwig Danzer beim Kochen

Das Theater wirbt im Kalender der Möbelmacher, die Möbelmacher im Programmheft des Theater und diesmal hat Theaterleiter Ralf Weiss auch noch eine schöne Seite zusätzlich gestaltet, vielen Dank dafür.

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Vor einigen Jahren haben wir die Tische im Aquarium des Theater gebaut (das war die Großbaustelle, die dann leider kurz im Wasser versank), und bald bekommt das Theater auch im Gastraum um den Ofen herum neue Tische aus Frankens Buche.

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Die Tische im Aquarium haben praktischerweise Klappgestelle

Viel hat sich beim Vorstand des Theaters in den letzten 10 Jahren nicht geändert, nur Christa van Essenberg ist leider verstorben.

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Der Vorstand des Dehnberger Hof Theaters im Jahr 2006

Weil es trotz einer gewissen Gleichförmigkeit über viele Jahrzehnte immer weitergehen muss, hat das Theater jetzt zusätzlich zur Homepage auch ein lesenswertes Blog und dank des Freundeskreises sogar eine Facebookseite. Und gemeinsam mit der Köchin Melanie Rießner kochten Bernd Regenauer und herwig Danzer am Consumentastand der Möbelmacher den Dehnbörger.

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Endlich ein aktuelles Bild vom November 2015 auf der Consumenta mit dem Urgestein des DHT Bernd Regenauer und seiner neuen Köchin Melanie Rießner

Wir freuen uns auf noch viele weitere Jahre der fruchtbaren Zusammenarbeit und bedanken uns für die schöne Geste.

Und das ist der Text von Ralf Weiß in der Rubrik:

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 Gesucht und gefunden

„Aus gutem Holz geschnitzt“

ist sicherlich herwig Danzer von den „Möbelmachern“ aus Unterkrumbach neben Hersbruck. Seit Anbeginn der Dehnberger Hof Theater-Zeit ist er ein Freund, Förderer, Helfer und nebenbei noch im Vorstand unseres Theatervereins. Er ist Motor der Regionalentwicklung, der regionalen Wirtschaftskreisläufe, des Tages der Regionen und und und.

So.

Wenn Sie im Theatersaal sitzen und ihren Blick in Richtung Bühne richten, das Bühnenportal kommt aus seiner Werkstatt. Essen Sie im Aquarium an den schönen Tischen aus regionalen Hölzer, würden Sie sich wünschen, dass wir im gesamten Restaurant über solche Tische verfügen.

Nun ist es soweit.

Wir bekommen nun zu dem guten, frischen Essen nach den Gedanken Heimat aufm Teller auch die passenden Tische in unserem ersten Gastraum. Sozusagen Heimat UNTER dem Teller, denn die Möbelmacher arbeiten ausschließlich mit dem Massivholz aus Franken.

Wer mehr über die Möbelmacher erfahren will, nimmt sich eines der an der Theatertheke ausliegenden Jahrbücher mit, besucht die weniger schwere aber dafür mit einer Fülle von Informationen ausgestattete Homepage oder fährt einfach gleich nach Unterkrummbach in die Mitte der Metropolregion Nürnberg.

Die Möbelmacher
Unterkrumbach 39
91241 Kirchensittenbach
09151 862 999
info@die-moebelmacher.de
www.die-moebelmacher.de

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Alle Artikel über das Dehnberger Hoftheater im Nachhaltigkeitsblog

Mehr zur Zusammenarbeit auf der Homepage der Möbelmacher

Homepage des Theaters

 

Bank oder Eckbank auch in Edelstahl und Leder

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Unser Slogan „ALLES Gute zum Einrichten“ bedeutet nicht zuletzt, dass wir auch mit anderen ehrlichen Materialien außer Holz arbeiten. Weil wir in den Köpfen aber so eng mit unserem Massivholz aus der Region verbunden sind, kommen manche gar nicht auf den Gedanken, dass wir zum Beispiel auch in Edelstahl und Leder können.  Und deshalb haben wir ganz spontan – als Ina und Janna nebst  Australian Shepherd Kaja  uns wegen Resthölzern besuchten – das kleine Video gedreht.

Die Bank entstand wie immer in Einzelanfertigung und in Anlehnung an die Stühle des Kunden, wobei wir Profilstärke des Edelstahls, Polsterdicke, Nahtführung und natürlich die Lederfarbe  aufeinander abgestimmt haben.

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Hier haben wir noch ein paar andere Bänke angehängt,  um die unendlichem MöBlichkeiten der Einzelanfertigung zu demonstrieren.

Zum Beispiel diese Rundbank um Säulen herum für das Gymnasium Hersbruck (die ganze Geschichte darüber ist hier nachzulesen)BankGymnasium12_0067PoehnerGeerWEB BankGymnasium12_0111JustierenWEB

Oder die Gartenbank mit Edelstahlgestell und Nina, die Popart schätzt, die Campbell Soup war hipp, aber nicht der Hit.  IMG_0146Ausschnitt

Die VIP- oder Wipp-Bank haben wir mal für die Biomesse Grüne Lust entworfen, später kam der Tisch und Amelie dazu ..

Amelie1__0013VIPBankDie vielen Varianten der Einzelanfertigung von Möbelmachermöbeln insbesondere den Essplätzen sind hier zu finden.

Denis Scheck und Eva Gritzmann lesen aus „Solons Vermächtnis“ bei den 18. Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen am 11. Juni 2016

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Beim 25-jährigen Jubiläum der Möbelmacher im Jahr 2013 durfte Ute Danzer die entscheidenden Worte aus der ARD-Sendung „Druckfrisch“ sprechen: „Und hier kommt er, Ihr Streiter für das Gute, Schöne, Wahre: Denis Scheck.“

Vor seinen Buchempfehlungen, interviewten wir ihn zu seinem Buch „Sie und Er,“ das er gemeinsam mit Eva Gritzmann veröffentlichte, was man hier noch nachhören kann:

Der ganze Abend begeisterte unsere Gäste so sehr, dass wir ihn und Eva Gritzmann anlässlich einer Lesung in Schwabach gleich wieder für unsere 18. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage am 11. Juni 2016 einluden, wo die beiden aus ihrem neuen Buch „Solons Vermächtnis – Vom richtigen Zeitpunkt im Leben“ lesen werden.

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Solons Vermächtnis – Vom richtigen Zeitpunkt im Leben

Der 50. Geburtstag katapultierte Scheck, Gritzmann – und ganz viele von uns  – aus der „werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen.“

Der Erwachsene, reife  Mensch ist aus dem kollektiven Bewusstsein und dem Fernsehen verschwunden. „Statt seiner führen Spaßmichl, Animationsseppl, Klatschtraudeln und Castingnudeln das Zepter. (…)  In unseren Medien hat sich ein Klischee festgesetzt, wonach Jugend gleichzusetzen sei mit Enthusiasmus, Reinheit und Frische, Alter hingegen mit Abgezocktheit, kalkuliertem Zynismus und Sünde. „

Das Buch rebelliert gegen diese Art von Gehirnwäsche.  Die Autoren fordern:  „Entwickelt eine Grammatik und ein Vokabular der Reife.“ 

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Ute Danzer und Denis Scheck nach der Lesung in Schwabach

Allerdings  können SIE und ER (wie die beiden Autoren sich schon im ersten Buch nannten) sich und ihren Lesern auf diesem Weg ein wenig Bildungsmühe nicht ersparen.  Vorsokratiker Solon von Athen – er lebte auf der Schwelle vom sechsten bis zum fünften Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung – würde heute „zum Helden und zur Leitfigur moderner kapitalismuskritischer Bewegung taugen.“

Und so geht es im ersten, historischen Teil um Akme (mit „m“!) und Arete was mit „Höhepunkt und Reifegrad“ zu tun hat und gleichzeitig griechische Gedichte mit der Beschwerde der Musikerin Madonna verbindet. Sie beklagte: „Das Alter ist der Bereich, wo man jemanden  ungestraft diskriminieren und verleumden darf (besonders Frauen).“

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Die Ärztin aus Stuttgart und der Literaturkritiker aus Köln berichten in den folgenden Kapiteln von interessanten Menschen, die sich beruflich mit Reife beschäftigen: Der Gewürzguru Ingo Holland beschreibt seinen abwechslungsreichen Werdegang, aber auch warum Alfons Schubeck (Mac Donalds) und der Rest der unglaubwürdigen Kochgang von Alexander Herrmann (Knorr Instant Brühe), Cornelia Poletto (Herta Wurst) und Kolia Kleeberg (Lidl) zur „dunklen Seite der Macht konvertierten.“ Sie bewerben nach Außen unästhetische Produkte, deren Verwendung in ihrer eigenen Restaurantküche ihre mühsam erarbeiteten Sterne untergehen ließen.

Es geht im Buch um sorgfältig geerntete  Äpfel, trocken gereifte Steaks und Restaurantkritiker, die nach dem neuen Wortschatz für Geschmackserlebnisse suchen. Das Erkennen der Reife, also die Kunst, einen Blick für den richtigen Zeitpunkt zu entwickeln, zählt laut Scheck und Gritzmann zu den ältesten Überlebenstricks der Menschheit.

Die 18. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage unter dem Motto: 
Vom richtigen Zeitpunkt im Leben“

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Denis Scheck und herwig Danzer bei der Planung der Werkstatt-Tage in Köln

Alle Freunde und Kunden, denen wir das Buch empfohlen haben, entdeckten Parallelen zur Arbeit der Möbelmacher, am deutlichsten natürlich beim richtigen Zeitpunkt des Holzeinschlags und vor allem ob der vieljährigen Lagerung oder „Reifung“ unseres edlen Ernteguts Hartholz, welche – wie bei allen anderen Produkten der Buch-Protagonisten – der Qualität zugute kommt. Aber es geht auch um die Zeit, die man sich für die gemeinsame Einrichtungsplanung im Rahmen der Einzelanfertigung nimmt, es geht um über zwanzigjährige Partnerschaften mit unseren Matratzen- , Leuchten oder Polstermöbelherstellern und es geht um lieb gewonnene Mitarbeiter, deren hoher Reifegrad, die Qualität unserer Arbeit seit 25 Jahren immer weiter entwickelt. Deshalb haben wir die Werkstatt-Tage von Freitag (10-. Juni) bis Sonntag (12.Juni) dem Buch gewidmet und stellen dabei Projekte vor, die vielleicht weniger bekannt, aber nicht minder beeindruckend sind.

Drei Werkstatt-Tage zum  „Richtigen Zeitpunkt“

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Am Freitag (10.Juni) veranstalten wir einen gemeinsamen Abend mit KlosterKitchen, dem Hersteller des IngwerTrinks und kochen mit der Erfinderin Maja Wasa und der Küchenchefin der Maria Ward Schule, Schwester Regina Werner.

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Am Samstag und Sonntag sind wieder zwei Tage der offenen Tür an denen es in diesem Jahr neben dem Schreinern auch um das Hutangerrind als Teil des Naturschutzprojektes und als kulinarische Bereicherung gehen wird.  Dafür haben wir es in einen Reifeschrank von Koenigssalz einige Wochen reifen lassen, weshalb es an  beiden Tagen auch köstliche Steaks geben wird (bitte vorbestellen).  Weil der Ochse vom Hutanger aber nicht nur aus Rücken besteht und wir Wert darauf legen, dass das ganze Tier verarbeitet wird, gibt es zusätzlich Bratenstücke, zubereitet in der Vakuumtechnik im Dampfgarer oder Thermalisierer und zwar von unserem Freund und  Sous Vide Papst Hubertus Tzschirner.

Das ganze Programm für die Werkstatt-Tage gibt es in den nächsten Wochen, denn: für den falschen Zeitpunkt, ist es nie zu spät!

 

Möbelmesse 2016 Teil 3: Zwischen Saibling und Brückenenttäuschung

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Der Kölner Dom in Sichtweite und noch ein paar Autos vor uns, aber es lief gut in diesem Jahr

Vor lauter Sofa-Bestell-Newsletter-Hektik  und Pressemeldungshektik (der Artikel für die Hersbrucker Zeitung musste geschrieben werden) ist die eigentliche Möbelmessegeschichte im Möbelmesseartikel1 und Möbelmesseartikel2  bis jetzt zu kurz gekommen.

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Sie beginnt seit vielen Jahren mit einer Übernachtung nebst gemeinsamen Kochen – diesmal fränkischer Saibling – bei guten Freunden in Gießen, wo man sich tags darauf an die Vorsätze des letzten Jahres erinnert, als man sich des morgens gemeinsam schwor, das nächste Mal eher ins Bett zu gehen.

Pro Natura in Halle 9

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Wenigstens war die Anfahrt diesmal halbwegs unproblematisch und gegen 9:15 waren wir schon in der Schlafhalle 9 am Stand von Pro Natura. Das ausgiebige Feilen an der ökologischen und ergonomischen Boxspring-Alternative Woodspring hat sich gelohnt.

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Auch die kleinsten Nähte der dekorativen Hüllen sind in der Zwischenzeit perfektioniert. Wer also das Liegegefühl aus Amerika sucht, bekommt zusätzlich zertifizierte Naturmaterialien mit ergonomischer Anpassmöglichkeit und perfekter Belüftung, also alles, was dem „normalen“ Boxspringbett fehlt.

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Wer einfach nur schöne Betten aus Holz mit perfekter Ergonomie sucht, bekommt sie bei uns in Einzelanfertigung seit 1988 was man aus dem Foto aus dem Jahr 1993 mit Jana und Laura leicht erkennen kann, denn die beiden sind heute 27 Jahre alt. Bis alles bestellt ist, was im Bettenstudio aktualisiert werden muss und vor allem, bis die neue Händlerschulung in Unterkrumbach besprochen ist, sind locker mal 150 Minuten rum, also höchste Zeit, in Halle 11 mit den Polstermöbeln zu eilen.

Jori Postermöbel in Halle 11 

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Dort erwartet uns der niederländische Designer Hugo de Ruiter mit seinem Multifunktionssofa Wing, welches uns wirklich so faszinierte, dass wir einen ganzen Film aus dem ganzen Material schneiden mussten.

In der Zwischenzeit haben wir unser Ausstellungssofa schon vorab an Stammkunden verkauft und bestellt, deshalb können wir endlich auch das andere neue Sofa „Lady“ erwähnen, dessen Idee neben der superleichten Sitztiefenverstellung raffiniert keilförmig geschnittene Rückenkissen sind, die sich an der gepolsterten Barriere selbst stabilisieren und einen unerwarteten Sitzkomfort in fast jeder Lage bieten.

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Unser Joripartner Wolfgang Schön war von Händlern so belagert, dass wir Zeit für viele Gespräche mit der Geschäftsleitung  Wim Vantomme und der Salesmanagerin Annelise Pattejn hatten, was interessante  Einblicke in die Gefühls- und Planungslage eines so großen Unternehmens ermöglichte, das – wie wir gerade auch – eine wesentliche  Umstellung in der Geschäftsleitung erlebt und mit dem wir seit über 20 Jahren zusammenarbeiten .

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Und schon wieder verging die Zeit viel zu schnell, denn nach der Pflicht folgt die Kür,  das Schlendern durch die interessanten Hallen soll zu neuen Ideen, Erkenntnissen und Strategien führen.  Aber die Zeit der echten Trends ist vorbei, heute passieren viele Dinge gleichzeitig und wir haben das Glück, dass unsere  Einzelanfertigung von Möbeln sich nach den Wünschen unserer Kunden und fundierter Beratung richtet und uns Trends auch mal total egal sein können, wenn unsere Kunden damit glücklich werden.

Hubertus Tzschirner zur Planung der Werkstatt-Tage getroffen

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Als wir gegen 15:30 an den Stand von Ewald Schilling kamen, interessierten wir uns vor allem für die Miniküche, aus der Hubertus mit seinem kleinen Team über 500 Mittagessen auf höchstem Niveau dank seiner ausgefeilten Sous Vide Technik zaubern konnte.

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Ein guter Anlass, um die Unterkrumbacher Werkstatt-Tage vom 10. bis 12. Juni zu planen, denn da geht es um die ganzheitliche Verwendung (nee, nicht in einem Stück Rind, sondern portioniert, aber trotzdem von vorne bis hinten oder „nose to tail“ wie man heute sagt) des Hutangerrinds.

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Nach der Messe in die Pizzeria

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Nach dem Gespräch mit Hubertus nebst ausgesprochen köstlichen Mahl – welcher Zufall, es gab Rind –  machten wir uns wieder auf den inspirierenden Weg durch die Hallen, checkten gegen 19:00 Uhr  in einer beeindruckenden Jugendstivilla mit „Hotelzimmern“ ein und trafen uns wenig später mit dem Literaturkritiker und Autor Denis Scheck, der schon zu unserem 25-jährigen Jubiläum in Unterkrumbach zu Gast war, natürlich mit Ehefrau Christina und dem „Scheck-Russel“  Stubbs.

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In einer ungewöhnlichen Pizzeria namens 485° besprachen wir bei köstlich belegten Teigfladen italienischer Art und feinen Getränken die Lesung mit Denis Scheck und Eva Gritzmann aus dem Buch „Solons Vermächtnis“, das bei uns wohl mit einem gemeinsamen Kochworkshop mit Hubertus Tzschirner eingeleitet werden wird.

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Sie dürfen gespannt sein, und sich gerne auch schon jetzt anmelden, denn – wie schon beim letzten Mal – dürfte der Platz knapp werden. Und Ute Danzer wird nicht müde, für Denis zu werben, also rechtzeitig anmelden.

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Tags darauf zurück in die Heimat und unterwegs noch auf der berühmten Würzbürger Brücke und dem benachbarten Restaurant genießen, was ob derer Umbauarbeiten leider nicht gelang, aber „Glücklichsein“ sollte man von diesen Widerlichkeiten nicht abhängig machen, lernten wir im Cafe Schönborn an der Tafel.

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Alle Artikel über die Möbelmesse 2016:

Blitzmeldung über das geniale Jori-Verwandlungssofa „Wing“ Pressemeldung: Megatrend Individualität auf er Möbelmese 2016
Newsletter 123 über die Möbelmesse

 

Möbelmesse 2016 Teil 2: Megatrend Individualität

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Pressemeldung

Möbelmesse2016 (5) Die größte Möbelmesse der Welt freute sich in Köln wieder über 1200 Aussteller aus 50 Ländern. Eine Pflichtveranstaltung für Einrichter, denn nur dort kann man sich überzeugen, dass die eigenen Ideen und Lieferanten nach wie vor aktuell sind.  So nimmt zum Beispiel die Eiche dem Nussbaum die Führung als Trendholz ab, die Tischplatten und Korpusse zeigen Leichtigkeit durch filigrane Linienführung und große Radien ergänzen das eckige Design der letzten Jahre. Gleichzeitig verblasst die letztjährige Euphorie zur natürlichen Baumkante, denn Serienhersteller ernteten damit zu viele Reklamationen. Über den allgegenwärtige Megatrend zur Individualisierung freuen sich die Messebesucher Ute und herwig Danzer, denn in letzter Konsequenz, entspricht er genau der Philosophie der Einzelanfertigung von Möbeln und Küchen, die von den Möbelmachern seit 27 Jahren verwirklicht wird.

Wohnlandschaft neu interpretiert

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Ute Danzer gratuliert dem Designer Hugo de Ruiter zum Messerfolg mit seinem Multifunktionssofa Wing

Der Wunsch nach Vielseitigkeit war auch das Ergebnis einer Studie, aus der der holländische Designer Hugo de Ruiter den Auftrag für ein völlig neues Multifunktionssofa vom Sofahersteller Jori erhielt. „Wing“ kann sich vom Ecksofa, zur Lounge, zur Doppelchaiselongue und sogar zum Doppelbett verwandeln, das lautlose Schweben der Polsterelemente ohne Bodenberührung gab dieser Innovation seinen Namen.

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Schaumstoff zum Nachhaltigkeitsprodukt erklären

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Rückenschulleiterin Danzer wunderte sich über den dekorativen Schilderwald eines Matratzenverbandes, bei dem in der Zwischenzeit sogar Hersteller von reinen Plastikprodukten mit Nachhaltigkeit auf Kundenfang oder –täuschung gehen. Der Bettsystemhersteller Pro Natura hat dagegen den Trend zum Boxspringbett ökologisch perfekt in seinem Woodspringkonzept umgesetzt. Gut belüftete Naturmaterialien bieten nicht nur Boxspringkomfort, sondern persönliche Anpassungsmöglichkeiten.

Der Megatrend der Individualisierung wird auch in Zukunft das Einrichten verändern.

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Alles zum Thema Nachhaltigkeit mit dem besonderen Interesse für das Einrichten mit Küchen und Möbeln aus dem Holz der Hersbrucker Alb und allem was zur Lebensqualität des Wohnens dazu gehört. Die Möbelmacher aus Unterkrumbach bei Hersbruck wollen seit Herbst 2005 aus dem Dialog in diesem Blog von Kunden, Freunden und Fremden lernen und das Bewusstsein für regionale Wirtschaftskreisläufe stärken.