von | 1. Mai 2019

Sechs mal war die Eröffnung des Hersbrucker Gitarrenfestivals in Unterkrumbach zu Gast – ein einfühlsamer Artikel von Andrea Pitsch in der Hersbrucker Zeitung

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20-jähriges Jubiläum des Gitarrenfestivals

Das Internationale Hersbrucker Gitarrenfestival wird 20 Jahre alt und eine kleine Feier für die Mitstreiter wird in diesem Jahr am Freitag vor der Eröffnung auch in Unterkrumbach stattfinden. Denn insgesamt sechs mal (meine nicht ganz vollständigen Angaben auf der Homepage führten leider zu Andreas falscher Vermutung der fünf Konzerte) durften wir die Eröffnung des Festivals in unserer Werkstatt beherbergen, auch das siebte war für 2008 schon vereinbart. Aber damals ergab sich die Möglichkeit mit der nicht mehr genutzten Halle der Rheinischen Kunststoff Werke, welche unseren Platzmangel beheben konnte (worüber wir damals hier berichteten). Denn schon beim Konzert mit Trabuco 2006 platzte die Halle aus allen Nähten und für Diknu Schneeberger im Jahr darauf hätten wir deutlich mehr Karten verkaufen können.

Auf diesem Foto testet Arnoldo Moreno im Jahr 2001 den Klang in unserer Werkstatt und wählt sie zum Veranstaltungsort, das war der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit und Freundschaft und wir hoffen, alle Beteiligten bald wieder zu sehen.

Knapp zwei Stunden habe ich Andrea Pitsch von der Konzerten und den Geschichten drumrum vorgeschwärmt und daraus hat sie diesen wunderbaren Artikel gemacht. Die Fotos, die ich für Sie zusammengesammelt habe, sind hier zu finden.

23 Artikel über das Gitarrenfestival kann man im Nachhaltigkeitsblog nachlesen.

Auch auf der Möbelmacherhomepage gibt es hier noch viel über das   Gitarrenfestival zu entdecken

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Klingendes Holz
Möbelmacher waren Gastgeber für Hersbrucker Gitarrenfestival

UNTERKRUMBACH (ap) – Wenn Musik in der Werkstatt der Möbelmacher erklingt, dann müssen wieder Werkstatt-Tage sein: Nicht ganz. Denn in den 20 Jahren des Hersbrucker Gitarrenfestivals waren die Massivholzschreiner immerhin fünf Mal Gastgeber für das Eröffnungskonzert.

Von Beginn an war herwig Danzer ein Fan des Gitarrenfestivals. Dass die Schreinerei einen guten Klang hat, das war damals bekannt. „Als Altstadtfest und Festival zusammengefallen sind, sollte das erste Konzert nicht auch in der Stadt stattfinden“, meint sich Danzer zu erinnern.

Ihm kam die Anfrage der Organisatoren nicht ungelegen und er baute seine Werkstatt-Tage um das Event herum. „Unter der Woche hätte es keinen Sinn gemacht, alles auszuräumen.“ So konnten die Festivalgäste nicht nur eine besondere Atmosphäre genießen, sondern ums Konzert herum auch das Gelände inspizieren. Und davon waren nicht nur die Zuhörer begeistert, erzählt Danzer.

„Arnoldo Moreno kam extra in die Halle, um die Akustik zu testen und war sofort angetan davon.“ Schnell entwickelte sich eine persönliche Beziehung zum Musiker, der 2001 mit Freunden bei
den Möbelmachern auftrat, 2002 mit Flamenco samt Tänzer sowie 2003 mit Martin Kelner, Ernst Grieshofer und Mateo Gallito.  Denn: „Man kommt nah in Kontakt mit den Künstlern.“ Schließlich musste das Danzersche Haus als Proberaum herhalten, nach den Konzerten ließen alle den Abend im Wohnzimmer beim gemeinsamen Essen ausklingen.

 

In der Werkstatt war es mit Ausräumen und Bestuhlen nicht getan. „Wir mussten aufpassen, dass der Kompressor nicht während des Konzerts anläuft oder das Telefon nicht so laut klingelt wie normal.“ Parkflächen? Fehlanzeige. „Wir haben Schilder aufgehängt, dass die Leute nur rechts am Straßenrand  parken sollen.“ Das befolgten sie und zig Autos säumten den Weg bis zur und sogar entlang der Staatsstraße.

Vom Kind zum Star

Viele Anekdoten könnte Danzer ausplaudern – von einer Patricia Moreno, die damals ihre ersten Auftritte hatte und heute ein Star ist, von einem Diknu Schneeberger, der „da noch ein Kind war“,
oder von einem der frühen Cajons, das „scheußlich klang“. Das hatten die Möbelmacher aus Holz der Hersbrucker Alb gebaut und ein Künstler befand: „Sieht hübsch aus, ist aber untauglich“, verrät Danzer lachend. Die letzten beiden Jahre sind ihm besonders in Erinnerung geblieben: „Das schönste Erlebnis musikalisch war 2005 „Friend ´n´ Fellow.“ Im Vorfeld wurde es Danzer aber anders, als der Vertrag der beiden nach Unterkrumbach flatterte. „Das war damals das erste Schriftstück dieser Art und da waren genaue Vorgaben zu Umkleide, Pausenessen, Proberaum und
Getränken drin.“ Das Entsetzen war groß, was das wohl für Menschen sein würden …

Die Sorge war unbegründet. „Constanze Friend und Thomas Fellow hatten nur schlechte Erfahrungen gemacht und waren deshalb vorsichtig geworden“, erklärt Danzer. Heute spricht er von einem freundschaftlichen Verhältnis mit dem Duo.

Gequetschte Gäste


„Ein echter Wahnsinn war 2006 Trabuco.“ Da gerät Danzer ins Schwärmen – obwohl das das Ende der Unterkrumbacher Festivalkonzerte war. Rund 350 Gäste haben sich in die Werkstatt gequetscht, so Danzer. „Mehr Leute hätten nicht mehr hineingepasst“ – ein Ortswechsel war die Folge.  Danzer freut sich, dass er ein Teil der erfolgreichen Festivalgeschichte sein darf: „Es ist schön, dass sich die Veranstaltung etabliert und professionalisiert hat.“ Der Name sei in der Branche bekannt und das Festival „ein Markenzeichen für Hersbruck“.

Infos und Karten zum Festival
unter https://gitarre-hersbruck.de

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Ganz aktuell aus der Hersbrucker Zeitung:

 

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