von | 28. Januar 2007

Möbelmesse Köln 07 – die Zeit war knapp

Die Massivholzküche, Möbelmesse, Presse - über und von uns, Pro Natura | 0 Kommentare

Erichutegimmifive1000_1Um 4.00 Uhr war Abfahrt in Unterkrumbach. Es gab keinen einzigen Stau auf der Autobahn, so dass wir bei teurem Kaffee die gewonnene Zeit nochmal zur genauen Planung des Messerundgangs nutzen konnten. Start war bei Pro Natura, dem Hersteller von ergonomisch einstellbaren Bettsystemen, die die Basis für unsere Anerkennung als Ergonomie Kompentenz-Zentrum für das Nürnberger Land waren. Gut, dass es nur im Vertrieb und in der Werbung einige neue Ideen gab, denn als einer der ersten Pro Natura Händler Deutschlands trifft man nicht nur Geschäftspartner, sondern auch viele alte Freunde und das bringt den Messezeitplan in arge Bedrängnis. Das "GivemeFive-Bild" mit Ute Danzer und Markenchef Erich Hölzl entstand bei der Erkenntnis, dass beide der gleichen Kundin mit Rückenproblemen ohne Absprache das exakt gleiche geraten haben und seitdem schläft sie seelig. Nur zufriedene Kunden empfehlen uns weiter und weiter mussten wir unbedingt, weil wir noch über 100 andere Stände am Plan markiert hatten.

Weg mit den Flachbildschirmen

Wie es der Zufall wollte trafen wir Bernd Hunger, den Vertriebsleiter Deutschland für Sharp Flachbildschirme und Einbaugeräte bei einem Anbieter für TV-Liftsysteme. Denn die Freude über den neuen Flachen wird bald abnehmen, wenn ihn auch der Nachbar hat, dann setzt sich die Erkenntnis durch, dass es doch nur ein Fernseher ist, der das Programm nicht verbessern kann und der im ausgeschalteten Zustand ein großes schwarzes Loch im Wohn-, Schlaf- oder Fernsehzimmer markiert. Sharpeinbauvarianten1000Deshalb haben wir zum Beispiel für die Messe Nürnberg ein Büromöbel gebaut, dem man den Bildschirm erst ansieht, wenn er sich aus dem Sideboard pellt. Das Verstecken in einem Möbel, hinter einem Bild, hinter dem Sofa oder schlimmstenfalls sogar im Fussteil eines Bettes wird die Zukunft der im Moment noch gefeierten Technik werden, zu erkaufen natürlich nur mit noch mehr Technik. Aber auch für den "Nur-Einbau" in Wände bietet Sharp eine neue Lösung, nämlich elegante Edelstahlrahmen, die sich für mehrer Modelle eignen. Weil bequemes Sitzen zum Fernsehen dazugehört, machten wir uns auf zu Jori, dem Polstermöbelhersteller, dessen gefeierte Relaxsessel jetzt das 35-jährige Jubiläum begehen. Auf dem Weg dorthin kann man sich vor dem Trend der Möbelmesse 2007 nicht verstecken: Einheitsbrei in Nussbaum wohin das Auge sieht. Nur der fränkische Polstermöbelgestellhersteller Göhring ist bei seiner Möbelkollektion der rotkernigen Buche treu geblieben, logisch, daraus werden ja die Gestelle gefertigt. Auch diesem Trend prophezeien Fachleute nur eine kurze Dauer, das ist gut so, weil wir mit unserem eigenen Holz schon an Grenzen stoßen und bald zukaufen müssen. Deswegen neigen wir dazu, das dunkle Holz am Boden einzusetzen, als willkommenen Kontrast zu hellen Möbeln. Aber bei der Einzelanfertigung kann das der Kunde ganz einfach selbst entscheiden.

Jori feiert den 35-sten Geburtstag des Relax-Sessels

Uterelaxolafwolfgang1000_2Relaxsessel-Probesitzen ist das Standard-Programm der Möbelmesse, denn die Kunden eines Ergonomie Kompetenz-Zentrums erwarten mit Recht, dass ihr Berater nicht nur ergonomisch kompetent ist, sondern auch den Markt kennt. Beim diesjährigen Gewinnspiel verlost jeder Händler einen iPod mit Sound-Dock, die Mitarbeiter finden es traurig, dass der für Relaxsesselkunden reserviert ist. Aber Jori hat sich nicht nur mit funktionalen Sofas und Sesseln einen Namen gemacht. Seit einigen Jahren übernehmen die bequemen Vollpolsterstühle die Vormachtstellung der Holzstühle am Esstisch. Logisch, dass man dann die Sitzplätze im Wohnzimmer auf die Bewohner reduziert, ein Sofa und ein Sessel reichen oft schon, und dafür den Sitzkomfort für einen langen Abend in die Vierbeiner oder Freischwinger am Essplatz einbaut. Auch hier dauerte das Probesitzen, das Bestellen der neuen Sofa- und Stuhlmodelle viel länger als geplant. So konnten wir mit Oliver Borongo-Heinze, den wir zufällig im Gang trafen, nur kurz reden, ihn während der Biofach zum Essen nach Unterkrumbach einladen und die geplante Reise nach Uganda, wo das von uns so geliebte Rindentuch hergestellt wird ankündigen. Am Stand von Ann Idstein, der erst kürzlich in der "Schöner Wohnen" gefeierten Herstellerin von Holzjalousien, Flächenvorhängen und raffinierten Fenstergestaltungen, müssen wir sie nach dem Treffen mit Oliver unbedingt wieder auf Aufnahme des Rindentuchs in ihr Stoffprogramm ansprechen.


Oskar Idstein steigt bei Mutter Ann ins Geschäft ein

Annidsteinsohnoskarute1000Wie alle Veranstaltungen besteht auch die Möbelmesse viel mehr aus Beziehungen zu Menschen und weniger aus Produkten. Klar beschäftigen wir uns mit dem raffinierten schallschluckenden FilzparaventUteannidsteinparavent, aber viel interessanter sind die Neuigkeiten, dass der 26-jährige Sohn (ihr kleiner, wie sie sagt-sieht aber nicht so aus. )  in die Firma einsteigt. Noch hat er den Blick von aussen und wird einige Jahre gemeinsam mit seiner Mutter viele Dinge behutsam verändern. Wir wünschten einen reibungslosen Generationswechsel wie im Business-Bilderbuch und setzten uns dabei auf eine neue Sitzidee des Stoff-, Teppich- und seit neuestem auch Kissenherstellers Kinnasand, der seit einigen Jahren der Stofflieferant von Ann Idstein ist und sich auf der Messe über die Auszeichnung "Best of the Best" freute. Besonders interessant fanden wir die Idee, den Teppich über eine Bank zu ziehen und mit vielen Kissen einen arabisch anmutenden, aber skandinavisch geprägten Sitzplatz zu gestalten.    Kinnasandkissenute1000

In den verbliebenen drei Stunden versuchten wir dann noch so gut es eben geht die restliche Zeit zu nutzen, um möglichst viele Eindrücke und Inspirationen mitzunehmen. Mit Erwin Berghammer, dem ehemaligen Chef des Massivholzmöbelherstellers Team 7, der in der Zwischenzeit auch ganz viel Tischlerplatte verwendet, tauschten wir früher immer unser Jahrbuch gegen seinen neuen Katalog, immer erstaunt, welche Parallelen sich mehr oder weniger zufällig ergaben. Und auch in diesem Jahr ist unsere Miele-Titan-Flagschiffküche aus Ahorn mit beschichteten Glasfronten dem neuen Team7 Modell aus Nussbaum – was sonst – nicht nur in der Verwendung von Glas verwandt. Und natürlich entdecken alle Hersteller die Eckbank wieder. Häufig mit Edelstahl und Lederpolster, aber auch die Holzvarianten fand man an vielen Stellen. Bei diesen Trends freuen wir uns immer, dass der Maßstab der Einzelanfertigung die Bedingungen des Raumes und die Wünsche des Kunden diktieren und nicht die Mode.Lapalmalemneuefarben1000

Im "Vorbeihuschen" entdeckten wir, dass es unsere Tresenhocker "Lem" jetzt auch in den Grundfarben gibt, ziemlich bunt, aber immerhin mehr Auswahl, als das bisherige Braun und Schwarz.

Kurz nach 18.00 Uhr erreichten wir gerade noch die Halle in der wir uns neugierig ein angeblich innovatives Bettsystem ansehen wollten, aber  schon alleine der Schaumstoffanteil und die nur schlecht an den Schläfer anpassbare Grundidee schied das Produkt als potentielle Konkurrenz zu Pro Natura aus. Die letzte Halle war direkt neben dem Parkplatz und um 22:30 saßen wir – den Horizont um ein Hörbuch während der Autofahrt erweitert -schon wieder bei Francesco vor dem verdienten Abendessen.

"Internationale Möbelmesse Köln: Katalogdesaster und Onlineversagen" Warum wir uns 2007 so geärgert haben

"Möbelmesse Köln – imm cologne – Möbelmacher treffen Möbelmacher" Bericht Möbelmesse 2006

"IMM-Die Möbelmesse Köln will besucht sein" Bericht über die Möbelmesse 2006

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