von | 30. Oktober 2018

Gartentisch und Bänke als Kooperationsprojekt in der Fürther Kiderlein-Schule

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Das gemeinsame Planen und Schreinern von Küchen und Möbeln ist eine wunderbare Aufgabe. Aber wenn man das Glück hat, sich mit diesem Handwerk auch noch pädagogisch-gesellschaftlich  einbringen zu dürfen, begeistert das bei uns das ganze Team und unsere Projektpartner waren es anscheinend auch, denn Inge schrieb:

„Heute war alles suppi. Besonders Julia!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Sie hatte noch eine Idee, und zwar würden wir  gerne mit ausgewählten Schülern der achten Jahrgangsstufe eine Besichtigung bei euch machen.“

Julia Hölzel von den Möbelmachern

Aber ganz von vorne:
Im Mai 2018 kam eine ungewöhnliche Anfrage, aber die Möbelmacher haben in ihrer 30-jährigen Geschichte gelernt, dass es vor allem diese Fragen sind, die ihre Arbeit später bereichern werden:

Immer war es ein Entwicklungsschritt, immer haben wir selbst viel dazugelernt und auch diesmal war es eine wertvolle Bereicherung unserer Arbeit.

Die Projektarbeit für die Kiderleinschule in Fürth sollte einen Tisch und zwei Bänke für den Außenbereich hervorbringen, ausnahmsweise waren das Wichtigste zunächst aber nicht die Möbel selbst, sondern die Fertigstellung derselben zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Deutschklasse aus Albanien, Bulgarien, Griechenland, Italien und Rumänien.

Und die waren an den zwei gemeinsamen Tagen mit unserer Julia, der organisierenden  Jugendsozialarbeiterin Ingrid Wenk und Moritz Kühnlein (B.A. Soziale Arbeit bei der Jugendberatungsstelle Fürth) soooo engagiert bei der Sache, dass eine Forstsetzung nicht ausgeschlossen scheint. Aber erstmal laden wir die jungen Leute nach Unterkrumbach ein, denn sie interessieren sich für die Vorgeschichte der eigenen Möbel. Und die können wohl nur wir vom Wald bis zur Schule lückenlos dokumentieren.

   

  

Julia Hölzl ist neben ihrer Ausbildung bei uns zur Schreinerin anno 2004 auch Mutter und Physische Geographin (Bachelor of Science). Sie übernahm die etwas überraschende pädagogische Aufgabe, die sie zusammen mit unserem Holztechniker Tobias Raum logistisch perfekt vorbereitete.

An zwei Vormittagen wurden die von uns vorbereiteten Gartenmöbel im Schulhof gemeinsam fertig geölt und montiert und die Fotos zeigen eindrucksvoll, was die persönliche Erfahrung auch schon verrät: beim gemeinsamen Arbeiten lernt man ein Stück Handwerk, sich untereinander besser kennen und das fertige Produkt macht auch noch jede Menge Freu(n)de.

Weil beide Organisatoren immer dabei waren und so jedes Detail des Entstehungsprozesses kennen, kann man die gesammelten Erfahrungen wieder für die nächsten Projekte verwenden. Julia hat die Zusammenarbeit mit den engagierten jungen Menschen jedenfalls viel Spaß gemacht, denselben hoffentlich auch. Wir würden uns wirklich freuen, wenn auf dieser Ebene der Zusammenarbeit und Freundschaft noch weitere Projekte entstehen.

Denn das Handwerk sucht Mitarbeiter und hat so viel Schönes zu bieten, man muss nur beide zusammenbringen. Inges Projekt sollte Vorbildcharakter für alle Schulen bekommen. Und hoffentlich ist dann auch immer so tolles Wetter!

  

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Die offizielle Darstellung der Aktion hat Ingrid Wenk so zusammengefasst:

Berufsorientierungswoche für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler

  • Ein Kooperationsprojekt zwischen Jugendsozialarbeit an Schulen, Elan GmbH und der Schreinerei „Die Möbelmacher“

Einmal im Schuljahr veranstaltet die Jugendsozialarbeit eine Berufsorientierungswoche für  Schülerinnen und Schüler, welche noch keine Ahnung haben, was sie in der Zukunft werden wollen. Vorgestellt werden dabei unterschiedlichste Handwerksberufe, bei welchen sich die Schülerinnen und Schüler ausprobieren können.

Die an diesem Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler besuchten die  achte Jahrgangsstufe der Deutschklasse der MS Kiderlinstraße und haben unter Anleitung einer Schreinerin eine Sitzgarnitur aus Esche gezimmert.

Die beteiligten Jugendlichen erhielten so einen guten Einblick in den Beruf des Schreiners  und lernten entsprechende Tätigkeiten kennen. Die Schülerinnen und Schüler waren von Anfang an dabei. Vom rohen Holz übers Ölen bis zum Zusammenbau.

Die Woche wurde im Anschluss gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern aufgearbeitet und manche kamen dabei zu dem Entschluss, dass die sich eine Zukunft im Schreinerhandwerk vorstellen könnten. Somit war die Jugendsozialarbeit maßgeblich beteiligt an der Berufsorientierung.

Das Projekt wurde in Kooperation mit der Jugendberatungsstelle KiQ durchgeführt. KiQ wird im Rahmen des Programms JUGEND STÄRKEN im Quartier durch das BMFSFJ, das BMUB und den Europäischen Sozialfonds sowie der Stadt Fürth gefördert und finanziert.

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