Unser Lieblingskochbuch für den Tepan Yaki ist schon etwas zerfleddert und besonders auf dieser Scampi-Seite mit Spritzern veredelt. Es wurde 1992 mit den Rezepten der Amerikanerin Barbara Böttner (geboren 1936, während des Vietnamkriegs 1968 nach Köln gezogen). Eine beeindruckende Frau, deren Geschichte sie selbst in diesem Podast im WDR erzählt (weiter unten haben wir ihn eingebaut). Eines unserer Lieblingsrezepte sind die Scampis auf Zuckerschoten, auch wenn wir meist nur Garnelen haben (Unterscheidung ist auch weiter unten zu finden).
+++++++++++++++++++++++++++
Scampis auf Zuckerschoten mit Mandelblättchen
ATAG GrillGarer – Aus Spaß am Kochen
Zutaten
Für die Scampis & Zuckerschoten:
- 100 g Scampis (roh, in der Schale)
- 50 g rote Zwiebeln
- ½ Knoblauchzehe
- 100 g Zuckerschoten (auch Kaiserschoten oder Zuckererbsen genannt)
- 2 EL Olivenöl
- 50 ml Weißwein
- 10 g Mandelblättchen
- Salz & schwarzer Pfeffer
- Optional: Tabasco nach Geschmack
Als Beilage (Spaghetti):
- ca. 70 g Spaghetti
- 1 TL Olivenöl
- 2–3 Zweige Blattpetersilie oder frisches Basilikum
- Kräutersalz & Pfeffer
Zubereitung
1. Vorbereitung
- Scampis vorbereiten: Die Scampis schälen, indem man die Beine entfernt und den Panzer in einzelnen Segmenten abzieht. Die Schwanzflossen nicht entfernen. Am Rücken entlang aufschneiden und den dunklen Darm entfernen. Unter fließendem Wasser spülen und auf Küchenkrepp gut abtropfen lassen.
- Gemüse schneiden: Die Zwiebeln fein hacken. Den Knoblauch zusammen mit einer Prise Salz mit einer Gabel zu feinem Mus zerdrücken. Stiele der Zuckerschoten entfernen (große Schoten eventuell halbieren oder dritteln).
2. Zubereitung auf dem GrillGarer
- Die Kochfläche des GrillGarers auf 200 °C erhitzen (wir arbeiten lieber auf 180 Grad).
- Mandeln anrösten: 1 EL Olivenöl auf die Fläche gießen, die Mandelblättchen darin unter ständigem Wenden rasch anbräunen und anschließend beiseite stellen.
- Scampis & Zwiebeln anbraten: Das restliche Öl aufgießen. Scampis und Zwiebeln auflegen. Die Scampis von beiden Seiten ca. 1 Minute anbraten, dabei gelegentlich leicht festdrücken.
- Zuckerschoten zugeben: Die Zuckerschoten hinzugeben und unter ständigem Wenden ca. 30 Sekunden mitbraten, bis sie kräftig dunkelgrün, jedoch noch nicht angebräunt sind.
- Ablöschen & Würzen: Den Weißwein zugießen und kurz einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Anrichten: Sofort auf einen Servierteller geben, mit den gerösteten Mandelblättchen bestreuen und nach Wunsch mit etwas Tabasco beträufeln.
Wichtiger Tipp für das perfekte Ergebnis: Achte auf eine kurze Garzeit! Scampis werden rasch zäh, wenn sie zu lange braten. Auch die Zuckerschoten dürfen nur kurz erhitzt und keinesfalls lange gegart werden – sie behalten so ihren knackigen Biss und schmecken hervorragend!
3. Beilage: Schnelle Kräuter-Spaghetti
- Die Spaghetti in reichlich Salzwasser bissfest (al dente) kochen und gut abtropfen lassen.
- 1 TL Olivenöl auf die Kochfläche des GrillGarers geben, die gegarten Spaghetti hinzufügen und nochmals kräftig erhitzen.
- Die Petersilie bzw. das Basilikum fein hacken, unter die Nudeln mischen und mit Kräutersalz sowie Pfeffer feurig abschmecken.








++++++++++++++++++++++++++++++++++
Freude am Kochen mit dem Tepan Yaki
Wir haben in den letzten 35 Jahren nur wenige Küchen ohne Tepan Yaki gebaut, denn er ist wirklich der Grund für die Freude am Kochen, das um so viel lockerer und angenehmer ist als in der Pfanne, noch dazu an einer Kochinsel, an der Gäste, Freunde und Familie drumherumsitzen können.
Die Gründe:
- Die Temperatur wird vom Thermostat gesteuert, ist also immer perfekt.
- Der Kleine hat bereits die Fläche (28 cm Durchmesser) von 3,2 Pfannen, der Große von 5,6 Pfannen und er reinigt sich wesentlich leichter als dieselben
- Dank perfekter Edelstahloberfläche, auf der nichts anhakt, kann man auf PFAS-Ewigkeitsgifte (Infos beim Umweltbundesamt) und die blöden Pfannen darunter verzichten
Das Rezept hat dank Zuckerschoten und dem Ablöschen mit Weißwein einen Pfiff, der mit dem Tabasco noch verstärkt wird, genau so einfach aber pfiffig wollte Barbara Böttner kochen, der Podcast ist wirklich hörenswert.
Übrigens sind Scampi kein Garnelen-Format, sondern eine eigene Art: der Kaisergranat, ein Hummerverwandter aus dem Nordatlantik mit zwei kräftigen Scheren, rund 20 cm lang. Garnelen haben diese Scheren nicht, stammen meist aus Aquakultur und sind deutlich billiger. In Deutschland ist „Scampi“ eine verbindliche Handelsbezeichnung aus dem Verzeichnis der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung reserviert für Kaisergranat (Nephrops norvegicus = Tiefseekrebs, Kaisergranat, Scampi, Norwegischer Tiefseehummer)- . Ein Test des NDR-Magazins „Markt“ fand 2015 in fünf von fünf Hamburger Restaurants Garnelen statt Scampi. „Riesengarnele“ ist übrigens keine Art, sondern nur eine Größenangabe – welches Tier drinsteckt,sagt das Wort nicht. (Quelle @fuchs.erklaert)
++++++++++++++++++
Der Tepan Yaki auf der Möbelmacher-Homepage
Alle Artikel zum Tepan Yaki im Nachhaltigkeitsblog
Sonderseite zu unseren Kochinseln
Sonderseite zu den Alleinstellungsmerkmalen der Möbelmacher
Das Kochbuch als PDF-Datei: ATAG_Grillgarer Aus Spaß am Kochen TepanYaki
++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Barbara Böttner, Amerikanerin im Rheinland: Die Vollwertköchin
Profi- oder gar Fernsehköchin ist Barbara Böttner nie gewesen. Sie hält auch nicht viel von Kochshows. Aber bereits in den 1980er Jahren gab sie Bücher zur Vollwerternährung heraus, leitete Kochkurse und hielt Vorträge.
Auf der Speisekarte im Bundeswirtschaftsministerium in Bonn gab es jeden Tag ein Vollwertgericht von Barbara Böttner, lange bevor der „Veggie-Day“ für Aufregung sorgen konnte. Geboren wurde Barbara Böttner 1936 in New York. Als Teenager quälte sie sich mit Magersucht herum, litt unter der strengen Erziehung ihrer Mutter und kam als Lehrerin nicht zurecht, einen Beruf, den sie sich mangels Alternativen ausgesucht hatte. Irgendwann fing sie an zu kochen, probierte viele verschiedene Rezepte aus. Dies half ihr nicht nur gesund zu werden, sondern sie lernte über das Kochen auch viele Menschen kennen, auch in Deutschland, wo sie sich zuerst sehr fremd fühlte. „Ich liebe es, wenn der Tisch voll ist mit Menschen, die gerne gut essen, und ich bin es, der sie bekochen darf,“ sagt sie heute








0 Kommentare