von Alice Niklaus
Themen: Huderplatz und Verständigung
Damals als es noch trocken war im Garten überraschte ich den Fasan beim Hudern. Unglaubliches geschah. ER hat im einzigen trockenen und aus feiner Gartenerde bestehenden Plätzchen gebadet respektive gehudert. Vorher aber hatte ER unbemerkt die Erde vom Gras befreit und eine Mulde ausgebaggert. Als dann eine Staubwolke aufstieg und ER sich wie ein Huhn wälzte und mit den Flügeln flatterte, meinte ich zu träumen. Nun hatte der Fasan doch neben dem Futterplatz bei uns auch noch einen Platz für eine Bademulde gefunden! Dann kam die Zeit des Schneefalls und der zehn Grad unter Null. Der Badeplatz wurde zur Hälfte zugeschneit und war hart gefroren. Vorgestern lag ER doch tatsächlich wieder im Bad und hackte mit seinem starken Schnabel Gras und Erde weg und Waldemar beklagte sich, weil die vorher noch sauberen Gartenplatten nun soooo dreckig seien. Was die sprachlichen Bemühungen anbelangt, so lag der Aufwand vor allem auf meiner Seite. Ich versuche täglich, seine wenigen Laute zu imitieren. Ich scheine nicht sehr erfolgreich zu sein, denn was ihn interessiert ist das Futter, das ich ins Vogelfutterhäuschen streue. Wenn etwas daneben fällt, ist ER gleich zu meinen Füssen. Am schnellsten sind die Erdnüsschen verschwunden. Harte Brotkrumen interessieren ihn nicht. - Ach ja: ER düngt netterweise den Garten, dabei wird ER jeweils 10 cm grösser.
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