Autor: Alice Niklaus

Sonntag wars als ich mich entschloss, nie mehr ein gewisses WC-Papier zu kaufen!

von Alice Niklaus Es war am vergangenen Sonntag, als ich  den Entschluss fasste, das Schaf-Fest im einzigen Hirtenmuseum von Deutschland zu besuchen. Zum einen war ich um 12 Uhr hungrig und hatte keine Lust zu  kochen,  zum anderen war ich gespannt, wie es dieses Jahr mit dem Besucherandrang aussehen wird. Das Interesse war so gross, dass ununterbrochen Leute durch die Schranke, wo ein bescheidener „Obulus“ für den Eintritt fällig war, hinter sich liessen. BesucherInnen in mittelalterlichem Gewand bezahlten nur einen Einerobulus. Die  fröhliche Einstellung zum Anlass war bei mir gegeben! Die angekündigten mittelalterlichen Spielleute machen sich genau bei meiner Ankunft auf, das Mittelalterspektakel vorzustellen. Der Minnesänger Bernd von Ammenberg widmet sich den fröhlichen Liedern der Minnezeit, Ulrich der Starke begleitet ihn mit der Trommel und der Laute. Gegenüber finde ich die „Streuobstkiste“ in Form von Säften, Frucht- und Dessertweinen, sowie Trockenobst: Sabine Ullherr mit Partner bewirtschaften Streuobstwiesen mit Apfelbäumen in der Hersbrucker Alb. Bei „HAYET ART“ und Sabine Treffers marrokanischem Kunsthandwerk bin ich hängen geblieben.  Hier finde ich etwas Besonderes zum Geburtstag meiner Freundin. Aus Thuya sind die glänzenden Kugeln und an Thuya habe ich ganz spezielle Erinnerungen, denn Thuya ist giftig, das hat mir meine Grossmutter beigebracht. Die Kugeln hier beim Schaf-Fest kann man öffnen, eine kleine Portion duftender Amber lege ich hinein: das ist das Geburtstagsgeschenk! Der feine kurze Nieselregen war zu ertragen, der Innenhof war meist...

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Die Viamala-Schlucht (CH), Sittenbach/Obermühle (D) und John Knittel (CH)

  von Alice Niklaus In der Schweizer Revue April 2015 (Zeitschrift für Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen) habe ich in einem Beitrag der Vorsitzenden des Schweizer Vereins Nürnberg, Vreni Fenske-Gmür gelesen, dass der Schweizer Schriftsteller John Knittel den Bestseller Via Mala ursprünglich im Sittenbachtal in der Obermühle verfilmen wollte. Die damalige Sägerei gibt es zwar nicht mehr.  Die Gebäude stehen aber immer noch. Fotografieren  ist nicht erlaubt, so dass ich auf eine Aufnahme des nahen Ortsteils Algersdorf zurückgreife. Knittel war wohl nicht zufrieden mit der Situation im Sitttenbachtal, denn das Drama „Via Mala“ wurde in die Schweiz verlegt, ganz genau in...

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Der Schweizer Bundesrat 2015

von Alice Niklaus Die Hersbrucker Schweiz steht, nun soll der neue Schweizer Bundesrat vorgestellt werden. Das Foto habe ich der Schweizer Revue, die Zeitschrift für Auslandschweizer, Ausgabe April 2015, entnommen. Von links nach rechts: Bundesrat Didier Burkhalter, Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann (Vizepräsident), Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Bundesrätin Doris Leuthard, Bundesrat Ueli Maurer, Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Bundesrat  Alain Berset, Bundeskanzlerin Corina Casanova. Die lustigste Pressestimme zur Foto kommt meiner Meinung nach von der „Basler Zeitung“ und heisst: „Da-Vinci-Style“ – Offenbar hat sich die Landesregierung entschlossen, die Probleme nicht mehr standhaft anzugehen, sondern sie fortan auszusitzen. Erklärung zu Bundesrat:  Der Name „Bundesrat“ gilt einerseits für alle 7 Bundesräte/Bundesrätinnen als Gruppe und für die männlichen Mitglieder. Die „Bundeskanzlerin“ ist Stabschefin des Bundesrates.  ...

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Primeln, Schweiz, Hersbruck: Blumen für die Hersbrucker Schweiz

von Alice Niklaus Es ist Primelzeit! Die Pflanzen blühen, sie tun das trotz Kälte, Schnee und der grauen Tage! Sie blühen in unserem Garten in der Hersbrucker Schweiz. Vor 20 Jahren habe ich etwa fünf Pflanzen in meinem Schweizer Heimatkanton Baselland ausgegraben, um sie als Andenken in meinem neuen Wohnort Hersbruck einzupflanzen. Anfangs blühten die Primeli alle gelb, nach Jahren kamen ein paar   rosarote Blüten dazu (der leichte Schleier auf den Fotos stammt von einem Regentropfen!) und dieses Jahr gibt es einige Primeli in Tiefrosa zu bewundern. Ich habe immer und immer wieder Pflänzchen ausgegraben, damit die grüne Wiese nicht ganz zugedeckt wird. Die Rabatten aber waren jedes Jahr voll von Primeln; sie sind es immer noch, obwohl ich wiederum etwa die Hälfte ausstach. Vor ein paar Jahren beglückte die Natur auch Nachbars Wiese mit gelb und rosa. Dies sehr zur Freude der Mieter. Eine weitere Überraschung war besonders gross, denn die satten roten Farben der neuen Primelgeneration sind ganz besonders attraktiv; zu kaufen sind die Pflanzen um jede Ecke in der Stadt; ausgeschlossen sind Apotheken, Metzgereien, Bäckereien, Buchhandlung usw. Ich wollte nicht zurückstehen und habe eine schon vorhandene Rabatte voll mit blühenden Primeln gedüngt. Das sieht üppig aus, aber am liebsten sind mir nach wie vor die Nachkommen aus dem schweizerischen Baselbiet. Morgen ist das Osterfest vorbei, aber die Primeli/Primeln blühen noch weiter, trotz der Kälte oder...

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Neuer Frühling, neue Pläne: Obstspaziergang!

von Alice Niklaus Folgende Einladung des Bioland e.V., Verband für organisch-biologischen Landbau kommt per Mail bei mir an; ich gebe sie mit Elan und einigen Änderungen an interessierte Frühlingserwachte weiter: Liebe Mitglieder und Interessierte, Wir laden Sie herzlich zu folgender Veranstaltung ein: Obstspaziergang, Dienstag, 24.03.2015, Beginn um 14:00 Uhr im Bioland-Betrieb Heldrich, Frechetsfeld 15, 92262 Birgland, Tel.: 09666/693. Wir machen einen Spaziergang durch die Streuobstwiesen des Bioland-Betriebs Heldrich. Schwerpunkt ist dabei der Winterschnitt. In Theodrie und Praxis erfahren wir, warum geschnitten werden muss und wie sich der  Schnitt auf die Entwicklung des Baumes auswirkt. Die Bandbreite auf den Streuobstwiesen umfasst schöne alte Sorten und zeigt eine grosse Vielfalt auf. Roland und Katrin Heldrich verarbeiten das eigene Obst, die Produktion der Streuobstinitiative Hersbruck und Obst von weiteren Betrieben im Lohn zu hochwertigen Säften. Sie berichten welche Erfahrungen sie in der Kultur und bei Verarbeitung und Vermarktung gesammelt haben. Im Anschluss erfolgt eine Verkostung der Produkte und Säfte. Für eine gute Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 20.03.2015 bei Ansprechpartnerin Susanne Maurer, Auf dem Kreuz 58, 86152 Augsburg. Tel. 821 34680-186 oder susanne.maurer@bioland.de. Wir freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Obstspaziergang! Katrin und Roland Heldrich                                  Norbert Drescher Bioland-Betrieb                                                   Bioland-Weinbauberater Hier endet die Einladung. Ich wünsche einen wunderschönen Tag!...

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Samstag am Baggersee

von Alice Niklaus Ich bin wieder zurück aus dem Land der weissen und grünen Kittel und fange gleich mit dem idyllischen Baggersee bei Hersbruck meinen neuen Einstieg in den Nachhaltikeitsblog an. Der See, Inhalt und Umgebung ziehen mich immer wieder magisch an. Am schönsten ist es am blauen Wasser früh morgens. Am verangenen Samstag allerdings war der frühe Morgen noch sehr kalt, Hausarbeit und Einkaufen auf dem Bauernmarkt warteten. Die Fotos stammen also vom stillen Nachmittag. Allerdings schreckte mich beim Seerundgang ein lauter Schrei auf. Der kam von einem Schwan mit kohlrabenschwarzem Hals, wobei die Farbe des Halses nichts mit der Lautstärke zu tun hat, eher schon mit der Tatsache, dass sich im Wasser seinem hungrigen Weibchen ein schöner Enterich näherte. Die unerwünschte Aktion hat sich schnell geklärt, und Ruhe kehrt wieder ein. Aus dem wellenlosen Baggersee fliesst ein gurgelndes Bächlein in den Happurger Bach, und somit sprudeln beide vereint durch die Pegnitzaue in die mäandernde Pegnitz. Von hier aus und mit ein wenig Zoomen fällt auf, wie sehr Hohenstadt sich vergrössert  hat.  Der Hohenstädter Fels scheint auf meinen Besuch zu warten – demnächst, so hoffe ich. An dieser Stelle werden Erinnerungen wach an den eifrigen Biber, der durch seine Baumverschnitte Furrore machte, und als Abschluss meines ersten Blogeintrags in diesem Jahr stelle ich hier einen der Pilze vor, der am gleichen Platz wächst, wo der Biber aktiv war....

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