von | 4. April 2017

Warum uns die Schreinerinnung wichtig ist und die Alten Platz für die Jungen machen

Designwettbewerb, Nachhaltigkeit, Bio und Messen | 0 Kommentare

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Der neue Obermeister Christian Pickelmann (stehend)

Den Bericht über unsere Innungshauptversammlung mit Neuwahlen aus der Hersbrucker Zeitung haben wir unten angehängt. Wir möchten voranstellen, warum es wichtig ist, in solchen Solidargemeinschaften wie der Schreinerinnung Mitglied zu sein und sie auch aktiv zu unterstützen.

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Vorstandsfoto aus dem Jahr 2004

Als Heinz Oppel vor 18 Jahren Obermeister wurde, sagte er lapidar, „Wenn Du den Gestaltungswettbewerb ‚die Gute Form‘ nicht übernimmst, wird er einfach sterben.“ Auch wenn es uns damals furchtbar peinlich war, dass eine von uns eingesetzte hochgradig kompetente und neutrale Jury aus Architekten, Künstlern und Designern häufig die Gesellenstücke unserer eigenen Lehrlinge auswählte (obwohl deren Herkunft immer unkenntlich gemacht wurde), stellten wir uns der jährlichen Kritik – manchmal auch Anfeindungen – weil wir nach wie vor glauben, dass man gemeinsam mit den Berufskollegen viel mehr Akzeptanz für das edle Schreinerhandwerk erreichen kann, als dass es ein einzelner Betrieb in Konkurrenz gegen dieselben schafft.

Wir bedauern die Entscheidung von Kollegen aus dem Nürnberger Land der Innung fernzubleiben, weil sie den alten Handwerkstraditionen widerspricht und die Chancen der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit ungenutzt verstreichen lässt –  bzw. beim Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form“ ohne eigenen Kostenbeitrag mitgenutzt wird.

Denn jeder Kollege hat sein eigenes Profil, ob mit hochglänzenden Oberflächen oder mit geöltem Massivholz. Dazu muss man wissen, dass in Deutschland statistisch kaum noch Möbel beim Schreiner gekauft werden – in Österreich ist das viel normaler – und deshalb macht es mehr Sinn gemeinsam für eine ungenutzte Zielgruppe von rund 93% zu arbeiten, als sich um die nichtmal 7% Schreinerkunden zu streiten (wovon nur ungefähr ein drittel Möbel kauft, das andere sind Fenster, Türen und Innenausbau).

Die „Gute Form“ als Designwettbewerb der Gesellenstücke

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Die Jury der guten Form im Jahr 2004

Noch ein Einschub sei erlaubt: Die Schreinerinnung Nürnberger Land hatte das Glück neben anderen kompetenten Jurymitgliedern auch den engagierten Professor Ingo Klöcker zu Gast zu haben, der ob seiner pointierten Vortragsweise viel Zuspruch, aber auch nicht selten Kritik erntete. Wir froh kann man heute sein, dass er die Freisprechungsfeier mit „Guter Form“ über 10 Jahre  mit seinen Beiträgen bereicherte.  Dafür nocheinmal herzlichen Dank.

Platz für junge Schreinermeister machen

Gleichzeitig freuen wir uns über die neuen jungen Obermeister, die die gerade mal rund 25 Mitgliedsbetriebe ehrenamtlich vertreten und dafür sorgen, dass unsere Auszubildenden keine lange Strecken zu allen Terminen in Fürth oder Nürnberg in Kauf nehmen müssen. Die familiäre  Atmosphäre im Nürnberger Land ist ein hohes Gut,  dass hoffentlich noch ein paar Generationen weiter bestehen wird.

Hier sind alle Berichte über „Die gute Form“ im Nachhaltigkeitsblog nachzulesen.

Der Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 31. März 2017

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„KÜHNHOFEN – Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Schreiner-Innung Nürnberger Land im Gasthof Grüner Baum in Kühnhofen ist der Vorstand turnusgemäß neu gewählt worden. Heinz Oppel aus Schönberg stellte sich nach über 18-jähriger Tätigkeit als Obermeister der Innung nicht mehr zur Wahl.

SchreinerinnungNeuwahl

Zu seinem Nachfolger wurde Christian Pickelmann aus Henfenfeld gewählt. Stellvertretender Obermeister ist Frank Ultsch aus Ottensoos und zum Lehrlingswart wurde Martin Wölfel aus Lauf-Neunhof wiedergewählt. Heinz Oppel wurde an diesem Abend auch mit der höchsten Auszeichnung des Fachverbandes Schreinerhandwerk Bayern, der goldenen Ehrennadel, in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um das Bayerische Schreinerhandwerk ausgezeichnet. Die Ehrung übernahm Peter Arlt, Bezirksvorsitzender für Mittelfranken.“DSC07678

Unser Foto (oben) zeigt von links: Peter Arlt, Manuela Wohlert, Geschäftsführerin der Innung, Heinz Oppel, Christian Pickelmann
und Frank Ultsch.

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