von | 15. März 2015

Vom lustigen Versuch ein Foto von “Möbelhaus”-Autor Robert Kisch abmahnungsfrei zu erlangen

Allgemein, Bücher | 0 Kommentare

ZeichnungRobertKischausgeschnitten

Weil das Foto von Robert Kisch vom Spiegel (nicht vom Fotografen!) 200 Euro kosten sollte, haben wir es lieber abgemalt

Nein, es war eigentlich nicht die Angst vor Abmahnung (die pdf-Datei der Spiegel-Seite im Blog hätte sicher niemand gestört), sondern eher der Respekt vor dem guten Artikel und dem noch genialeren Foto, dass ich wegen einer Bildverwendung des Originals nachfragen wollte. Denn der abgebildete Autor Robert Kisch von “Möbelhaus – ein Tatsachenroman” (hier ist meine Besprechung dazu) muss weiterhin anonym bleiben, weshalb ihn der Fotograf von hinten, zwischen vielen Stühlen abbildete, was mich einfach begeisterte.

Natürlich wäre die Einbettung der pdf-Datei des Spiegels Werbung für den Spiegel und vor allem das Buch gewesen und mir geht es in meinem Artikel als Möbler über das Buch um ganz andere Zusammenhänge – nämlich möblerische – als den anderen Autoren, deren Artikel ich deshalb ja ergänzend verlinkt habe (neben Spiegel noch taz und Deutschlandfunk und andere).  Insgesamt sind dann an zwei Tagen 21 Mails und 5 Tweets auf Twitter zusammengekommen, dann endlich hätte ich das Bild verwenden dürfen, allerdings stand dann auch die Forderung von 200 Euro im Raum, die für das Nachhaltigkeitsblog in keinem vernünftigen Verhältnis stehen (auch wenn es das Foto zweifelsfrei wert ist). Mit der 22. Mail habe ich mich dann nochmal bei allen beteiligten und durchaus wohlwollenden Menschen bedankt (Autor, Fotograf, Bildredaktion, Assistenz Bildredaktion).

Nicht missverstehen, alle waren freundlich und hilfsbereit und ich weiß durchaus, dass Bilder etwas wert sind. Vielleicht habe ich auch selbst das Missverständnis verursacht, weil ich so naiv war zu glauben, dass man ein Foto für Werbezwecke gratis haben könnte, aber insgesamt war es – abgesehen vond er für alle verlorenen Zeit – auch ein wenig lustig. Und das ist bei dem eher traurigen Thema im Buch ja auch hilfreich.

Der Ablauf einer Bilderanfrage

1. Erstmal den Spiegelautor gegoogelt und die Anfrage via Twitter geschickt.

2. Der antwortet sehr freundlich und innerhalb weniger Minuten, dass der Fotograf zuständig sei.

3. Der Fotograf ist nur per Email erreichbar, antwortet aber auch schnell, dass die Bildredaktion des Spiegels im Moment noch die Bildrechte dran hätte und schickt mir dankenswerter Weise auch die Kontaktadresse mit.

4. Die Bildredakteuerin möchte sicherheitshalber nochmal den Buchautor (Robert Kisch) fragen, von dem sie die Kontaktdaten aber leider schon gelöscht hatte und fragt deshalb nochmal beim Autor des Spiegelartikels an. Im Telefonat bitte ich sie dabei doch auch gleich, dem Buchautor ausrichten zu lassen, dass ich an einer Lesung interessiert wäre.

5. Die Bildredakteuerin bekommt das o.k. und schickt mir die freudige Botschaft, dass alles genehmigt ist und ich das Foto haben, sie habe die Information weitergegeben.

6. Daraufhin erreicht eine Mail ihrer Assistentin mit der Frage, wofür ich das Foto verwenden will und in welcher Auflage das geschehen wird.

7. Ich antworte kurz – bereits leicht genervt, denn es ist bereits tags darauf am Nachmittag, dass das Foto im Nachhaltigkeitsblog verwendet werden würde.

8. In der Anwortmail der Assistentin heißt es: “…etwas genauer bitte, damit können wir recht wenig anfangen…

9. Meine Antwort darauf:

“Liebe Frau XXXX,
seit gestern Früh arbeite ich mehr oder weniger erfolglos aber weiterhin unermüdlich an der Freigabe für das Foto.
Wie soll ich genauer formulieren, dass ich das Foto im https://www.nachhaltigkeitsblog.de für einen eigenen Artikel über das Buch von Robert Kisch verwenden möchte? Weiter Infos zum Hergang in der Mail weiter unten.
Mit herzlichem Gruß aus Franken
herwig Danzer
10. Wieder ein wenig später endlich das nahe Ende in dem mir die Dame freudig verkündet, dass jetzt alles geklärt sei und ich es für 200 Euro haben könnte, ergänzt mit einem “Noch Fragen..?”
11. Darauf blieb mir leider nur mich für das Erlebte zu bedanken:
“Nein, ich wollte es nie kaufen, ich bat um die Freigabe für die Verwendung im Blog um für das Buch zu werben, aber es war ein lustige Erfahrung.
Vielen Dank und Gruß
herwig Danzer”
Und weil ich es total doof gefunden hätte, wenn man von dem Foto jetzt gar nichts zu sehen bekäme, habe ich es abgemalt. Ob das eine abmahnfähige Copyrightsverletzung sein könnte, werde ich ja vielleicht noch erfahren.

 

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