von | 22. August 2018

Multikulti-Kochkurs mit Saibling und neuen Kunden

Allgemein, Die Massivholzküche, Druckdampfgarer, Einfach Kochen, Küche & Einrichtung | 0 Kommentare

„Bei den Möbelmachern trifft man immer so interessante Menschen!“

schwärmte Brigitta Stöber schon vor 20 Jahren bei den ersten Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen und auch beim gemeinsamen Kochen am Samstag, den 4. August 2018 war es so.
Dort fanden sich aus aus unserer aktuellen Liste der Kochkursinteressenten (in die Sie sich auch per Anruf oder Mail eintragen können) ein:

  • zwei begeisterte Kunden, deren Küche tags zuvor von uns montiert wurde
  • zwei Kunden und Freunde, die schon seit 2 Jahren in unserer Küche den arbeitsfreien Teil das Tages unter Vernachlässigung des Wohnzimmers gemeinsam und mit Freunden genießen
  • der weltweit aktive Aufsichtsratsvorsitzende Josef Koch (deswegen hieß es Koch-Workshop) mit seiner chinesischen Frau, ihrem Sohn, dessen Freundin und seiner Schwägerin aus der Oberpfalz
  • die bekannte Foodbloggerin und Fotografin Barbara Steinbauer-Grötsch (das gleichnamige Hersbrucker Fotogeschäft ihres Vaters in Hersbruck floriert noch immer unter Wolfgang, Elaine und Kai Schmidt), die viele Jahre in der arabischen Welt und Holland lebte und ebenso ausgezeichnet, wie international kocht, aber vor allem fotografieren wollte (und deswegen nicht auf dem „Vorher-Gruppenfoto“ zu sehen ist)

Dieses Dreamteam wuchs – wie immer beim gemeinsamen Kochen –  zusammen und es wurde auf englisch, deutsch, fränkisch, chinesisch und oberpfäzerisch gefachsimpelt. Dank Barbaras Foto- und Videodokumentation können wir diesmal sehr genau darüber berichten und vor allem unsere Leser zur Anmeldung für weitere Kochveranstaltungen motivieren, die entstehen oft spontan, wie diesmal durch die super Kirschbaumküche von Familie Koch, die in deren neu gekauften Haus einfach drin war (einfach Kochinteresse per Mail bekunden).

Begrüßung und Vorstellungsrunde mit Apfelschorle Pomme 200, Frankensecco, Kartoffelchips und  Teigknabberzeug vom Tepan Yaki

  

 

Dieter hat in guter Tradition alle Teilnehmer mit Vornamensschildern ausgestattet und in der ersten Gesprächsrunde kristallisierte sich der fränkische Saibling aus der Fischzucht Rauh als Hauptinteresse heraus, allerdings sollten dabei das panierte schwabhofsche  Schweineschnitzel, Sellerieschnitzel, gebratene Aubergienen und Zucchini, Sous Vide gegarte Hutangerochsenschulter, vor allem der Reis aus dem Druckdampfgarer und die flambierten Crepes auch nicht vernachlässigt werden, was dann doch zu einer vierstündigen Kochaktion führte.

Der Saibling am Tepan Yaki im Ganzen und als Filet gebraten und als Kräuterröllchen im Dampfgarer zubereitet

Nur bei uns können Sie das Filetieren von Fischen mit ausreichend Fisch und Zeit so lange üben, wie Sie wollen, denn bei uns geht es zwar durchaus um guten Geschmack, aber zusätzlich auch um die Technik, das Handwerk und die Geräte, mit denen wir ganz viele Prozesse vereinfachen können. Deswegen verbanden wir unsere ersten Gerichte, wie das Rollei oder die Eier in der Tasse (Egg Coddler) auch mit einem kleinen Schneidkurs für Zwiebeln, Kräuter oder Klischewskis Rinderschinken.

Das Rollei mit Zwiebeln, in einer Minute im Dampfgarer enthäuteten Tomaten, Schinken und Kräutern ist der Trick, wenn man mehr Gäste als Eier hat.

 

Das Frühstücksei in der Tasse braucht 1 Minute bei 120 Grad, mit Tomaten, Zwiebeln und Kräutern sollte man ihm dann drei Minuten gönnen. Im „normalen“ Dampfgarer geht das alles natürlich auch bei 100 Grad, dann 4 oder 10 Minuten einplanen und vor allem selbst ein wenig rumprobieren. Es ist auf jeden Fall die genialste Resteverwertung für alles, was im Kühlschrank noch weg muss.

  

Zusätzlich zum Filetieren, haben wir einige Fische diesmal auch noch enthäutet, um sie mit Kräutern einzurollen und mit der darumgewickelten Haut zu fixieren. Im Dampfgarer brauchen die Röllchen bei 90 Grad dann gerade mal 12 Minuten und nach dem Halbieren, kann man die Schneckenform sehen. Alle Karkassen, also die Gerippe, Köpfe und Reste vom Fisch kamen zusammen mit Wurzelgemüse, Kräutern und Wein in den großen Garbehälter, wo bei 120 Grad in 35 Minuten ein Fischfond entstand, der danach nur noch reduziert und gewürzt wurde und als Soße für die Kräuterröllchen verwendet. Am Tepan Yaki haben wir die ganzen Fische und die Filets gebraten zusammen mit den Zucchinis und Augberginen am einzigen Teller des Tages angerichtet, alle anderen Dinge wurden quasi direkt mit den Fingern aufgegessen …

   

   

 

  

Das Treffen war als Kochkurs angelegt, weshalb wir auch noch Schnitzel vom schwabhofschen Weideschwein und Sellerie (1 Minute bei 120 Grad vorgegart) panierten und am Tepan Yaki gar köstlich brieten.

   

 

Und eine kleine Nachspeise musste es natürlich auch noch geben, dünne Pfannkuchen aus Mehl, Ei, Zucker Salz und Weißwein mit Zucker und Weinbrand flambiert. Arrangiert mit Vanilleeis und einer – zum Vergleich – frisch gezupften und einer schockgefrosteten Brombeere, denn wir haben die ersten Schockfroster als Einbaugerät in unserer Küche.

  

Es war ein wunderbarer Nachmittag mit gegenseitigem Austausch und voneinander Lernen. Wir bedanken uns bei unseren Gästen und der Fotografin und laden alle Kücheninteressenten ganz herzlich ein, sich auf die Liste der Koch- und Küchenbegeisterten  setzen zu lassen, oder sich für den Tag der Küche am 29. September anzumelden.      Dies Mail hat uns Josef Koch danach geschickt:

„Lieber herwig, liebe Ute!

Ihr habt uns heute nicht nur eine große Freude mit Eurer Einladung zum Bekochen, zum Schaukochen gemacht, sondern uns auch viel Neues gezeigt – kulinarisch und wie wir mit unserer neuen Küche gut zurecht kommen. Dabei sind wir nicht mal direkt Kunden von Euch, sondern haben die tolle Küche mit dem neuen Anwesen übernommen. Umsomehr war ich heute positiv überrascht, wie angenehm unaufdringlich und unsichtbar der Marketingaspekt Eurer großzügigen Einladung zum gemeinsamen Kochen und Genießen, auch mit anderen stolzen Küchenbesitzern, letztlich war.

Wir kamen ja wirklich mit einer großen, erweiterten Familie, international besetzt und das Gemisch aus Englisch, Deutsch, Fränkisch, Chinesisch und Oberpfälzisch hat hervorragend funktioniert! Alle werden den Event in sehr guter Erinnerung behalten, die tollen Fotos, die dabei von den Materialien, dem Essen und Prozessen und natürlich von den Beteiligten entstanden sind, werden dabei helfen.

Ich muss echt sagen, Euer Geschäft ist Eure Passion – man spürt es durch und durch, auch bei der Betriebsbesichtigung, welche sehr beeindruckend war.

Ganz herzlichen Dank für die angenehmen Stunden!

Liebe Grüße von

Josef, Jenny, Harris, Rae und Irmi“

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