von | 23. November 2018

Einfach Kochen Nr. 10: Mispel-Chutney auf Ziegenkäse mit Roter Beete aus dem Druckdampfgarer

Druckdampfgarer, Einfach Kochen, Küche & Einrichtung | 0 Kommentare

Die Mispel vorm Haus

Eigentlich geht es hier um die Mispel, ein wunderschöner fränkischer Baum vor unserem Haus, der im Mittelalter dem Apfelbaum an Beliebtheit nicht nachstand und in gesundheitlichen Aspekten sogar deutlich überlegen war. Die Mispel schmeckt nicht so süß und fein wie der Apfel, die Bitterheit (nach Recherchen in meinen mittelhochdeutschen Wörterbuch und bei Grimm halte ich „Bitterheit“ für passender als Bitterkeit) muss man mögen und ich war schon seit dem Treffen mit Kirstin Walther vom Saftblog anno 2007 auf der Suche nach dem besten Rezept, aber kaum 17 Jahre nach dem Einzug ins regionale Musterhaus wagte ich das zweite Experiment:

Mispelchutney

Inspiration gab dieses Rezept, dessen Süße ich aber schon bei Lesen nicht ertrug, weshalb ich vor dem ersten Versuch den Zuckergehalt viertelte und nach dem ersten Verkosten die Mispelmenge verdoppelte, es ist immer noch ganz schön süß.

Vier Mispeln wiegen im Schnitt hundert Gramm insgesamt habe ich dann für rund drei Liter Chutney eineinhalb Kilo Mispeln innerhalb von 3 Minuten von unserem Baum geerntet, dem man das danach nichtmal ansah. (Wer noch welche haben möchte kann sich gerne melden).

Es sind noch ein paar da, aber schnell sein, sie fallen schon runter

Nach dem ersten Test des händischen Zerlegens der edlen Frucht mit dem Messer errechnete ich rund 8 Stunden Schneidarbeit für 100 Mispeln, was mich an die Möglichkeiten des Druckdampfgarers erinnerte. In 3 Minuten kochte ich sie bei 120 Grad ziemlich weich, und drehte sie durch das Passetout (flotte Lotte), was in zwei Minuten die Kerne vom Fruchtfleisch trennte und die perfekte wohlschmeckende Masse fürs Chutney fast ohne Arbeit bot.

Natürlich funktioniert alles auch im normalen Dampfgarer bei hundert Grad und im ganz normalen Topf, dann die Garzeiten mindestens verdoppeln, besser wohl verdreifachen und die Erfahrungen bitte im Kommentar zur Verfügung stellen.

 

Mit allen anderen Zutaten wurde der Dampfgarer nochmal 20 Minuten bei 120 Grad beansprucht und alles zusammen danach mit dem Stabmixer püriert (Zutaten weiter unten).

Der Geschmackstest ergab ein scharfes und süß-saueres Chutney  von dem wir noch nicht wussten, was wir damit machen sollten aber die Kombination mit Ziegenkäse und Roter Beete war schon mal grandios.

Rote Beete aus dem Druckdampfgarer

Ziegenkäse mit Mispelchutney und roter Beete

Man nehme die rote Beete aus der Kiste vom Hutzelhof und packe sie ob ihrer 10 cm Durchmesser für 25 Minuten bei 120 Grad in den Druckdampfgarer. Danach lässt sie sich supereinfach schälen und in Scheiben schneiden, wir haben sie nur mit ein wenig Salz und dem Mühlviertler Kümmel von Sonnentor (gemalen) gewürzt und ähnliche Scheiben aus dem Ziegenkäse von unserem Freund Hans Klischewski geschnitten. Auf dieselben kam das Mispelchutney und schon hatten wir den ersten Verwendungszweck, der dem Wert der Frucht entsprach.

Noch haben wir Mispeln, wer mag, kann sie gerne holen

Wir können uns das Chutney auch zum Fleisch vorstellen, wer Ideen hat, mag sie im Kommentar äußern und im Moment haben wir noch einen ganzen Baum voll, falls jemand selbst experimentieren möchte. Und auch das Chutney selbst geben wir gerne weiter, denn im nächsten Jahr müssen die Früchte dieses Baums endlich nachhaltig genutzt werden.

Unser Rezept fürs Mispelchutney

Beim nächsten Versuch werden wir folgende Zutaten wie oben beschrieben verwenden:

1,5 kg Mispeln mit Blütenblättern (in 3 Minuten bei 120 Grad gegart und durch die flotte Lotte entkernt)
750 gr Zwiebeln oder Schalotten, geschält und halbiert
5 daumengroße Stücke Ingwer
8 Zehen Knoblauch
200 gr Rohrzucker
3 Esslöffel Honig
4 Teelöffel Salz
3 Teelöffel schwarzer Pfeffer
2 Teelöffel Zimt
1,5 Teelöffel Cayennepfeffer (Sonnentor)

 

Weil diese Teller gerade sooo modern sind, wollen wir unbedingt zeigen, dass unsere schon im Jahr 1984 von Lorna Dzierzawa getöpfert wurden

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