von | 19. Februar 2018

Biofach Bloggertreffen 2018 – The Times they are a-chanching

Allgemein, Bloggertreffen, Messen und Veranstaltungen, Nachhaltigkeit, Bio und Messen, Veranstaltungen | 1 Kommentar

Das war das Bloggertreffen auf der Biofach 2018 am hellen Rand der Halle 7A

Auf dem Weg zum Bloggerfrühstück der Biofach spielte meine Festplatte bei Sonnenaufgang Bob Dylans „The times they are a-changing.“  Früher dachte ich immer, er meinte mit „Don´t stand in the doorway, don´t block up the hall“  die anderen, ein paar Stunden später war ich mir nicht mehr so sicher, ob er vielleicht mich meinte, aber der Reihe nach:

Im letzten Jahr feierten wir das 10. Bloggertreffen auf der Biofach mit einer schicken Torte und dem ersten Weglassen der Vorstellungsrunde, was die Veranstaltung schon damals ihres angedachtens Wertes beraubte. Das im Jahr 2008 vom damaligen Pressesprecher (heute CEO) der Nürnbergmesse, Peter Ottmann und mir eingeführte abendliche Treffen der Nachhaltigkeitsblogger, mit dem die Nürnbergmesse sich als Vorreiter des vernünftigen Umgangs mit Bloggern bis heute einen Vorsprung sichern konnte, sollte die Blogger untereinander vernetzen und nicht zuletzt auch zum Berichten über die Messe motivieren.

Die Teilnehmerlisten waren früher das wichtigste und weitverbreiteste Dokument, aber seltsame Anmeldungsrituale und Datenschutzgründe verhindern heutzutage diese einfache Art der Vernetzung

Damals wäre uns die Zeit während des Messegeschehens viel zu schade gewesen, dafür haben wir das abendliche Buffet nebst Getränken der Lammsbräu ausgiebig genossen, wir haben gegenseitig social Media Kompetenz geteilt, fleißig Artikel geschrieben und vor allem Trackbacks getauscht, so nannte man damals Verlinkungen in Blogs von Freunden. Es gab eine eigene Website dazu auf der natürlich alle Blogs und deren Artikel über die Messe über viele Jahre erreichbar und abrufbar waren, es gab vor allem via Twitter die ganze Messe über regen Austausch mit allen Teilnehmern und es entwickelte sich eine Comunity, die sich auch heute noch gegenseitig liest und die Kontakte pflegt. Von jeder Messe brachte man locker 30 Visitenkarten oder Zettel heim und viele der „Ehemaligen“ sind heute Promis, wie der Wurstsack, Manomama, Karmakonsum. Kirsten Brodde, Frank Braun und natürlich auch Peter Ottmann, der damals mit den Worten begann „Ich bin der Peter.“

Aus Arbeitszeitsgründen (ein Arbeitgeber darf heute keinen Mitarbeiter bis nachts um 1 beschäftigen, wenn er morgens pünktlich da sein soll) entwickelte sich aus dem abendlichen Treffen ein Bloggerfrühstück in einem der Restaurants auf dem Messegelände.

In diesem Jahr wurden auf der Biofachhomepage zunächst mal nur die Bloggerrundgänge angekündigt, das „Medien und Bloggerfrühstück“ kam erst viel später auf die Veranstaltungsliste und die Akkreditierungsvoraussetzungen waren so formuliert, dass sie eigentlich kein Blog mehr erfüllen konnte. Auch das hat leider nachvollziehbare Gründe, denn aus den engagierten, beinahe altruistischen und vielleicht etwas naiven Nachhaltigkeitsbloggern von damals wurden geschickte, gutaussehende und geldverdienende Beauty- und Foodbloggerinnen, Influencer auf Youtube und Instagram oder einfach Corporate Blogger für Firmen, zu denen ich mich auch zähle und weshalb ich nur noch über eine historisch gewachsene Zugangsberechtigung verfüge.

Foodblogger Peter G. Spandl und ich können mit dem Titel aus der Muppet Show „Waldorf and Statler“ gut leben (foto: thomas geiger)

Aber selbst die Anmeldung hat dann versagt , weshalb ich ohne Namensschild teilnahm, vielleicht war ich auch einfach nur zu spät dran.

Barbara Böck interviewt und überträgt den Ton an die Kopfhörer, links im Bild

Zum ersten Mal war das Treffen nicht in einem eigenen Raum, sondern mitten im Messegeschehen, was Barbara Böck von der Presseabteilung der Nürnbergmesse in Ihrer Begrüßung als Vorteil schilderte, weil man gleich mittendrin sei. Um die Begrüßung akkustisch verstehen zu können, musste man die Funk-Kopfhörer aufsetzen, ein Dialog war so leider nicht möglich, der entstand dafür dann rudimentär beim gemeinsamen Anstehen für den Kaffee aus Pappbechern nebst plastikverpackten Junk Food. Aber wie schon erwähnt sind ja nörgelnde Nachhaltigkeitsblogger ausgestorben, hat also niemand gestört, außer Peter G. Spandl, der ebenfalls auf eine unverpackte Breze auswich.

Fotograf Thomas Geiger ist sprachlos, weil Bloggerinnen nicht fotografiert werden wollten

Mit derselben in der Hand beobachteten wir den völlig sprachlosen Fotografen Thomas Geiger, der bisher alle elf Bloggertreffen dokumentierte, als Teilnehmerinnen nicht fotografiert werden wollten: „for the times, they are a-changing.“

Das neue Herz des Bloggerfrühstücks

Und weil der Cateringstand auf die laminierten(!) Gutscheine der Messe nicht richtig vorbereitet war, dauerte das Kaffeeholen praktisch das ganze Frühstück lang, bevor anschließend an die Begrüßung mehrere Interviews mit den späteren Führern des Bloggerrundgangs via Kopfhörer übertragen wurden.

Der geführte Bloggerrundgang brachte dann 80 Prozent der Teilnehmerinnen zur Kosmetikmesse Vivaness und 20 Prozent auf die Biofach. Ich fuhr ob eines wichtigen Termins wieder nach Unterkrumbach und hörte Bob Dylan singen „Your old road is rapidly aging. Please get out of the new one if you can’t lend your hand.“  Im dicken Buch „Bob Dylan Lyrics“ wurde das mit „steht auf der neuen Straße nicht im Weg, wenn ihr nicht mitmachen könnt.“ übersetzt.

Ich würde weiterhin gerne mitmachen, wenn man mich lässt, denn es ist auch nicht doof live miterleben zu dürfen, wie die Zeiten sich ändern.

NACHTRAG

Auf der Biofacheröffnung tags davor referierte Steffi Burkhart als „Sprecherin der Generation Y“ (hier das Video) und es ging um just um die times, die sich gerade ändern.

Medien- und Bloggerfruehstueck mit Rundgang BIOFACH und VIVANESS, Anstehen für den Kaffee

 

Das eine Mikrofon informierte die Kosmetikblogger, das andere war für die Biofachblogger

Bloggertreffen 2018

 

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Sollte sich jemand tatsächlich für die ganze Geschichte dieser Veranstaltungsreihe interessieren, ist hier eine Liste aller Artikel im Nachhaltigkeitsblog, das es seit dem März 2005 gibt.

Biofach Bloggertreffen 2017

Biofach Bloggertreffen 2016

Bloggertreffen 2015

Bloggertreffen 2013

Bloggertreffen 2012

Bloggertreffen 2011

Bloggertreffen 2010

Bloggertreffen 2009

Bloggertreffen 2009

Bloggertreffen 2008

Ältere Artikel zur Biofach gibt es hier:

Biofach 2007 mit Carlo Petrini, Slow Food

Biofach 06: Politiker und Promis benehmen sich daneben

Auszeichnung von Biofach Veteran Manfred Rothe

1 Kommentar

  1. Öko-Theosoph

    Ein Mensch sollte seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, die körperliche Leistungsfähigkeit zu vergrößern, diverse Herausforderungen zu meistern, die Natur zu schützen usw. Und dann sollte man sich morgens unmittelbar nach dem Aufwachen auf einen Wunsch konzentrieren und sich (nochmal) in den Schlaf sinken lassen. Durch Traumsteuerung (oder im halbwachen Zustand nach dem Aufwachen) kann man zu mystischen Erfahrungen (und Heilen wie Jesus) gelangen. Der Mensch (genauer: das Ich-Bewusstsein) kann mystische Erfahrungen nicht bewirken, sondern nur vorbereiten. Bestimmte Meditations- und Yoga-Techniken, Hypnose, Präkognition usw. sind gefährlich. Traumsteuerung ist auch ohne luzides Träumen (das u. U. gefährlich ist) möglich. Man sollte sich nur dann einen luziden Traum wünschen, wenn man durch Traumdeutung herausgefunden hat, dass man dafür die nötige Reife hat. Oder man kann sich vor dem Einschlafen wünschen, dass sich nur Dinge ereignen, für die man die nötige Reife hat. Es ist gefährlich, während eines luziden Traumes zu versuchen, den eigenen schlafenden Körper wahrzunehmen. Luzide Träume dürfen nicht durch externe Reize (Drogen, akustische Signale usw.) herbeigeführt werden. Man kann sich fragen, ob eine Zeitdehnung in Träumen möglich ist. Zudem, wie sich Schlaf-Erlebnisse von Tiefschlaf-Erlebnissen (und Nahtod-Erlebnissen usw.) unterscheiden. Die Bedeutung eines symbolischen Traumgeschehens kann individuell verschieden sein und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
    Es bedeutet eine Entheiligung der Natur, wenn Traumforscher die Hirnströme von Schlafenden messen. Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Zudem besteht die Gefahr, dass ein Mensch verrückt wird, wenn er sich fragt (wie schon vorgekommen), ob das Leben nur eine Illusion ist. Das Leben ist real. Es kann in Teilbereichen auf wissenschaftlichen (und technischen) Fortschritt verzichtet werden. Es ist z. B. falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Es sollte lange Sabbatzeiten (u. a. für Berufsgeschädigte) anstatt Rentenzeiten geben (denn es gibt kein biologisches Altern). Nicht-Berufstätige sollten in relativ kleinen Orten (insbesondere in Dörfern) wohnen. Berufstätige eher (aber nicht nur) in relativ großen Orten. Es ist sinnvoll, dort zu wohnen, wo man arbeitet (in Verbindung mit wirtschaftlicher Subsidiarität). Diese und weitere Maßnahmen (z. B. Fernkurse) führen dazu, dass fast alle Privatfahrzeuge (nicht Firmenfahrzeuge) überflüssig werden. Es ist sinnvoll, überflüssige Dinge (nicht-leistungsgerechte Vermögen, Kreditwesen, Werbung, Urlaubsindustrie, Luxusgüter, Rüstung usw.) abzuschaffen. Der MIPS muss gesenkt werden (moderne Verfahren erhöhen die Recyclingquote, ein Öko-Auto fährt über 3 Mio. km, ein 1-Liter-Zweisitzer-Auto spart Sprit usw.). Ein Mensch kann im kleinen und einstöckigen 3-D-Druck-Haus (Wandstärke ca. 10 cm) mit Nano-Wärmedämmung wohnen. Wenn die Menschen sich ökologisch verhalten, kommt es zu einer günstigen Erwärmung im Winter (siehe Wikipedia „Zeitreihe Lufttemperatur“, Messwerte in Dekaden). Denn das Klima ist (so wie das Leben) in der Lage, sich positiv weiterzuentwickeln. In der Medizin sollte u. a. die Linsermethode gegen Krampfadern (auch dicke) eingesetzt werden. Es ist wichtig, den Konsum von tierischen Produkten (und Süßigkeiten und Eis) zu reduzieren oder einzustellen. Hat man eine bestimmte Reife, kann man sich vegan ernähren oder von Urkost ernähren (oder sogar fast nahrungslos leben). Die berufliche 40-Stunden-Woche kann durch die 4-Stunden-Woche ersetzt werden (Lohnausgleich erfolgt nur zu einem kleinen Teil). Wenn die Menschen sich richtig verhalten, werden die Berufe zukünftig zunehmend und beschleunigt (!) beseitigt.

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