von | 17. August 2019

Zum Thema Nachhaltigkeit eine Kurzvorstellung der Möbelmacher für ein Handwerksprojekt

Allgemein, Nachhaltigkeit, Bio und Messen, Über uns | 0 Kommentare

Für die neue Projekthomepage „Nachhaltigkeit in Handwerksbetrieben stärken“ haben wir für unseren eigenen Beitrag ein paar Fragen bekommen, die wir einfach hier im Blog beantworten, weil es die gleichen Fragen sind, die uns auch Kunden oft stellen.  Das Projekt möchte Handwerksbetrieben ein Forum bieten, um deren nachhaltiges Engagement für eine breite Öffentlichkeit sichtbar zu machen, frei nach dem Motto: „Tue nachhaltiges und rede darüber“ und welcher Kollege Interesse daran hat, kann  sich hier informieren und alle Kontaktdaten von uns bekommen.

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Um den Steckbrief gestalten zu können braucht das IT-Team von Ihnen folgende Information:

  • Kurzvorstellung des Betriebs: Wer, was, wo, seit wann, etc.?

Im Jahr 1988 gründeten Gunther Münzenberg und herwig Danzer die  Massivholzschreinerei “Die Möbelmacher” in Hersbruck. 1997 entstand der ökologische Neubau in Unterkrumbach und seit Januar 2016 führen Ute und herwig Danzer gemeinsam mit dem Kernteam den nachhaltig wirtschaftenden Handwerksbetrieb in neue Einrichtungszeiten.

Dieser arbeitet ausschließlich mit dem Massivholz aus Franken, das am eigenen Gelände gesägt, gelagert und getrocknet wird und mit anderen ehrlichen Materialien, wie zum Beispiel Stahl, Glas, Keramik oder Leder.

Immer den Kundenwünschen und dem gesunden Wohnen verpflichtet, entwickelte sich der Betrieb zum Kompletteinrichter für alle Küchen, Wohn- und Geschäftsräume. Der Service reicht vom Fußboden bis zur Beleuchtung, vom Vorhang bis zum Polstermöbel und vom Entwurf bis zum Service Jahrzehnte nach der Montage – sogar bis zur Möbelrückgabe.

In unserer Ausstellung erarbeiten wir anhand der Bedürfnisse unserer Kunden komplette Einrichtungskonzepte. Die Möbel aus dem Holz der Hersbrucker Alb entstehen dabei in Einzelanfertigung in unserer Werkstatt, für alle anderen Produkte haben wir ein Netz von langjährigen Partnern, die mit uns zusammen “Alles Gute zum Einrichten” garantieren.

 

Die Ziele aller Möbelmacher (gemeinsam formuliert im Juli 2003)

Der Slogan “Alles Gute zum Einrichten” steht für die Ziele der Möbelmacher. Als überschaubares Handwerksunternehmen streben wir mit unserem wohngesunden und qualitativ führenden Einrichtungs-Komplettservice nach Zufriedenheit und Begeisterung bei Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft. Nachhaltiges Wirtschaften, bedeutet neben der Verwirklichung unserer ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen an einen ganzheitlich ausgerichteten Betrieb, auch die Förderung der regionalen Wirtschaftskreisläufe besonders bei der Holznutzung und des Bewusstseins für Qualität, Individualität und Regionalität. Ständige Verbesserungen von der Möbelgestaltung bis hin zu den Betriebsabläufen sollen die Freude an unserer attraktiven Arbeit erhalten und die Zukunft des Betriebs auf Generationen sicherstellen.

  • Antwort auf die Frage: Wo und wie sind Sie bereits nachhaltig aktiv?

Schon seit der Betriebsgründung arbeiten die Möbelmacher ausschließlich mit Massivholz und umweltfreundlichen  Naturharzölen zur Oberflächenbehandlung. Seit dem Neubau in Unterkumbach stammen die gekauften Stämme ausschließlich (garantiert zu mindestens 95 %) aus der Hersbrucker Alb oder Frankens. Die Kompletteinrichtung  bei Kunden erfolgt von den Wandfarben bis zum ausgewählten Leder ökologischen und wohngesunden Gesichtspunkten, die Möbelmacher wurden für dieses außergewöhnliche Nachhaltigkeitskonzept  im Jahre 2003 mit dem Nürnberger Nachhaltigkeitspreis und im Jahr 2010 mit dem Deutschen lokalen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Neben der als “regionale Waldschöpfungskette” definierten Rohstoffwirtschaft vom Wald bis zum Kunden ist
auch die Förderung regionaler Wirschaftskreisläufe vom Holz über Lebensmittel bis hin zum lokalen Einzelhandel oder der Kultur im Rahmen der Unterkrumbacher Werkstatt-Tage im Firmenziel verankert. Seit 1999 laden die Möbelmacher Kunden und die Bevölkerung zu Konzerten, Lesungen oder Werkstattgesprächen, die immer auch einen Bezug zum Handwerk in der Region herstellen.

Die Ziele einer vorbildlichen Ausbildung werden laut Handwerkskammer Nürnberg belegt durch die höchste weibliche Ausbildungsquote Bayerns und durch 48 Auszubildende, die seit 1992  48 Preise als Innungsbeste, Sieger beim Designwettbewerb “Die gute Form” oder anderen Wettbewerben gewannen.

Seit 1997 berichten die Möbelmacher über ihre Arbeit im 50-seitigen Jahrbuch, seit März 2005 werden die Print-Pausen durch viele Artikel im ersten Handwerkerblog Deutschlands geschlossen. Im gut besuchten “Nachhaltigkeitsblog”, das auch für kulturelle Veranstaltungen in der Region wirbt, werden Beiträge zum Wohnen, Kochen Arbeiten und Leben nicht nur veröffentlicht, sondern auch diskutiert.

  • Antwort auf die Frage: Wie sind Sie dazu (=Interesse für Nachhaltigkeit) gekommen?

Die wohngesunde und ökologische Einrichtung war von Anfang an erklärtes Firmenziel, der erst später entstandene Begriff der nachhaltigen Betriebsführung verdeutlichte zusätzlich auch die schon vorher verwirklichten, ökonomischen und sozialen Ansprüche. In vielen Diskussionen mit dem deutschen “Nachhaltigkeitspapst” Ulrich Grober, forderte dieser zuletzt bei einer Lesung bei den Möbelmachern, dass sie den Begriff der Nachhaltigkeit in seiner ursprünglichen Bedeutung aus der Forstwirtschaft verteidigen und mit ehrlichem Inhalt füllen sollen.

Aus dem Wald nicht mehr Holz entnehmen, als nachwächst. Ökologische Einrichtungsgegenstände herstellen, die entweder 1200 Jahre weitervererbt werden, oder frei von Schadstoffen upcycelt, recycelt,  oder auch umweltfreundlich entsorgt werden können. Einen fairen Umgang mit Mitarbeitern, der Gesellschaft und kommenden Generationen pflegen und die Zukunft des Betriebs und der Arbeitsplätze sichern.

Als Umweltbotschafter Bayerns, als Pressesprecher der Schreinerinnung und als Organisator der Treffen der Nachhaltigkeitsblogger bei der Nürnbergmesse engagieren sich die Möbelmacher für die Lebensqualität in der Region und Deutschland. Der erste „Tag der Regionen“ fand 1998 in der Unterkrumbacher Werkstatt statt, zusammen mit dem Naturschutzzentrum Wengleinpark und Manuela Sillius führte Slow-Food-Nürnberg-Gründungsmitglied Danzer die Heimatstadt Hersbruck in die Vereinigung der lebenswerten Städte „Cittaslow.“

  • zusätzlich ein Porträtbild von Ihnen und ein Bild, das den Betriebsalltag Ihres Unternehmens zeigt

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Aus einer sehr ausführlichen Darstellung unseres Nachhaltigkeitsengagements in diesem Artikel, ist der Beitrag für ein aktuelles CSR-Buch (Corporate Social Responsibility) entstanden, welches man hier als pdf nachlesen kann.

Auf unserer Homepage gibt es einige Sonderseiten zum Thema Nachhaltigkeit.

Auch diese Bewerbung um einen Nachhaltigkeitspreis auf Innungsebene wird von Studenten oft als hilfreiches Dokument bezeichnet.

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