von | 6. März 2006

Nachhaltigkeit für das EFQM-Modell – harter Workshop in Frankfurt

Veranstaltungen | 3 Kommentare

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Schon einmal hat es die Sustainable Excellence Group (SEG) geschafft, das Qualitäts – management – system EFQM in Richtung Nachhaltigkeit zu beeinflussen. Das war im Jahr 2003, als wir beim "Refreshment 2004"  (kann nix dafür, das Updaten heißt bei den Jungs halt so) mit unseren Änderungsvorschlägen ungwöhnlich erfolgreich waren. Am Donnerstag und Freitag letzte Woche (2.3. März 06) nahmen wir in Frankfurt bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) einen neuen Anlauf und arbeiteten zwei Tage intensiv an Forderungen und Formulierungen des Managementmodells, das die Unternehmen europaweit zur Integration des Nachhaltigkeitsgedankens anregen bzw. verpflichten soll.

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Thomas Mertens moderierte maßvoll und mit eiserner Hand und erreichte so die Aufgabenerfüllung just in Time: alle 9 Kriterien und sogar das Glossar wurden nach Verbesserungsmöglichkeiten durchgearbeitet und zum Teil schon passabel formuliert, wobei immer wieder die englischen und deutschen Versionen verglichen werden mussten. Dass unsere Ideen dann auch auf Englisch in Brüssel ankommen, ist wie immer Aufgabe unserer kompetenten "Quotenfrau" (Gruppenbild mit Dame) P1060106_3
Susanne Kaldschmidt, die sich das erste Mal seit 6 Jahren statt der perfekt durchgestylten Business-Optik eine schicke Jeans gönnte. Tja, man wächst zusammen, denn auch den EFQM-Chef Deutschlands, Buechersommerhoff2
Benedikt Sommerhoff (unseren Kunden bekannt durch das tolle Bücherregal im Kalender 04), sah noch keiner von uns in Nachhaltigkeitsefqm_frankfurt067
Radelklamotten, was unserem Respekt vor seiner Kompetenz und seiner Gastfreundschaft im Hause der DGQ keinen Abbruch tat. So ganz nebenbei organisierte er ebenso köstliche wie kalorienreiche Nougathörnchen, frischgebackene Brezen und ein Schneechaos, dessen Verantwortung er sich ständig entziehen will, weil ja Thomas Merten den Termin festgelegt hätte, der mich auf der Heimfahrt achteinahalb Stunden für 255 Kilometer im Auto beschäftigte (wobei ich wenigstens noch zwei Fachzeitschriften durcharbeiten konnte, fast wie im Zug).

Der harte Kern besteht zusätzlich aus Nachhaltigkeitsefqm_frankfurt063
Michael Lörcher und Dr. Werner Ebert, die zusammen mit Thomas Merten auch unseren eigenen Nachhaltigkeits – EFQM – Prozess in Unterkrumbach begleiteten. Unterstützt wurden wir von Unternehmesvertretern der Deutschen Bahn, Fujitsu Siemens (Heinz Neppach, Director Risk Management, QA) und der Nürnberger TNT, die den statistischen, kompetenten und sympatischen Ausgleich  zu den eher handwerklich orientierten Möbelmachern schafften.

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Fragt sich doch der geneigte Leser, warum eine Schreinerei bei solchen Projekten mitwirkt?

1. Freundschaft. Zusammen hat die SEG schon einiges auf die Beine gestellt, nicht zuletzt mit der Hilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

2. Wissenschaft. Die geballte Erfahrung der unterschiedlichsten Mitglieder führt zu außergewöhnlichen Ergebnissen. Wo sonst treffen Ökofuzzis, Managementerfahrung und internationale Verbindungen so zusammen, wie bei der SEG und der DGQ?

3. Dank. Die Gruppenmitglieder haben den Möbelmachern trotz deren rudimentären Finanzreccourcen die Einführung des weltweit ersten Nachhaltigkeits-EFQM ermöglicht und damit den Betrieb einen Schubs in die richtige Richtung gegeben. Diese Erfahrungen möchten wir auch anderen Unternehmen in Europa zugänglich machen. Wenn wir es zusätzlich schaffen könnten, dass sich EFQM in Richtung Nachhaltigkeit bewegt, sind das achteinhalb Stunden im Schneechaos locker wert.

Nachtrag:

Bei einem leicht verkorkstem Abendessen im Hotel konnte ich das Thema Wissensmanagement durch Weblogs und Wikis so spannend machen, dass die Sustainable Excellence Group über ein (vielleicht vorläufig) nicht öffentliches Weblog (bei mir) und ein Wiki (bei Michael) verfügt. Das vedanken wir nicht zuletzt der Diplomarbeit von Johannes Kleske, der mir noch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bei Social Software und Web. 2 auf die Sprünge half. Dafür an dieser Stelle vielen Dank, wir wünschen Ihm viel Erfolg in der Selbständigkeit. Vielleicht hat er ja auch noch einen Tipp für uns Newbees (Insiderslang für Anfänger), die das Wissensmangement der Nachhaltigkeitsszene aufmischen wollen.

3 Kommentare

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