von | 4. Dezember 2008

Kaffee-Parade: Unsere Kaffeegewohnheiten

Allgemein | 1 Kommentar

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Manuel vom Vital-Genuss Blog stellt Kaffee-Fragen, für die ich mir jetzt erst mal nen Kaffee hole.

  • Wie bereitest Du Dir Deinen Lieblingskaffee zu und was
    muss für Dich in einen „perfekten“ Kaffee rein: nix, Milch(schaum),
    Zucker, Sirup… ?

Als einer der ersten Saecohändler Deutschlands erfreuen wir uns seit knapp 18 Jahren an den in der Zwischenzeit schon fast wieder verpönten Vollautomaten. (unsere private Superautomatica liegtKaffeeSuperautomatica
leider in den letzten Zügen, wir würden Sie sooo gerne behalten, weil ihr im neutralen weiß der aktuelle Schickimicki Touch so völlig fremd ist.),  Aber eine Siebträgermaschine würden wir bei unserem Verbrauch schon allein über die verlorene Arbeitszeit nicht finanzieren können, mittelfristig werden wir als Mielehändler sicher auch in der Möbelmacherküche eine einsetzen, die sind zwar nicht sehr schnell, dafür machen sie richtig guten Kaffee. Selbst trink ich ihn einfach schwarz, nur für oder mit Kunden als Cappuccino, früher schütteten wir eimerweise Amaretto rein, aber als wir bei unserem 5-jährigen Jubiläum von unseren Gästen ungefähr 40 Flaschen Mandellikör geschenkt bekamen, ließ auch das nach.

Vor 25 Jahren durften wir die Gründung des (heute) Eine Welt Ladens Cocoyoc miterleben, haben viele Jahre den Nicaraguakaffee der Gepa durchgestanden und sowohl eigenen, als auch Ambitionen von Mitarbeitern immer wieder widerstanden, auf wohlschmeckenderen, als Händler günstiger einzukaufenden, oder einfach schickeren Kaffee umzustellen. Heute hat die Gepa einen köstlichen Bioespresso aus Guatemala, mit dem wir ganz glücklich sind, weil er gut schmeckt und einen wichtigen Beitrag zum Umsatz des Ladens leistet, zusätzlich natürlich auch die richtigen Strukturen des Kaffeeanbaus unterstützt.TitankücheJanaZeussKaffeero

  • Ist Kaffee Deiner Meinung nach ein Problem für die Umwelt? Warum
    (nicht)? (C02-Verbrauch, Anbau, Pestizid- u. Herbizideinsatz,
    Energieverbrauch etc.)

Wir müssen den Kaffeekonsum der Möbelmacher und den ihrer Kunden und Gäste zur Förderung der biologischen Anbaumethode und des fairen Handels einsetzen. Ein Verzicht würde neben furchtbaren körperlichen Entzugserscheinungen, Einbruch der Leistungsfähigkeit, Verlust an Lebensqualität und im Endstadium wohl Arbeitsverweigerung vom Lehrling bis zu den beiden Geschäftsführern zur Folge haben. Damit würden nicht nur in Guatemala die Umsätze zusammenbrechen, sondern auch die ausbleibenden Steuerzahlungen der Möbelmacher die deutsche Konjunktur in den Keller ziehen. Wem wäre damit geholfen außer vielleicht Kollegen Ikea, mit dem wir solche Themen schon zusammen diskutiert haben?

  • Fühlst Du Dich beim Kaffeekauf genügend informiert (Angaben auf der
    Packung, Webseite des Herstellers etc.) oder welche Informationen vom
    Kaffeeanbau bis zur Zubereitung vermisst Du?

Nicht zuletzt auf der von uns mitinitiierten Nachhaltigkeitskonferenz vor der Biofach werden wir versuchen, den internationalen fairen Handel zu fördern und die Kriterien für nachhaltigen Konsum transparenter zu machen. Alle Nachhaltigkeitsblogger haben wir zu dieser Veranstaltung bereits eingeladen.

  • Was war bislang Dein schönstes Kaffee-Erlebnis (Flirt am Kaffee-Automaten, Diskussionen in der Espressobar… was auch immer)?

Meine erste persönliche Kundendienst- und Kaffeeschulung (insgesamt ein Teilnehmer!) bei Saeco im Jahre 1990 war eine mittlere Baristaausbildung und gleichzeitig eine detailgenaue technische Schulung für den damals völlig unbekannten Vollautomaten Superautomatica.
Zwar gab es noch keinen Latte M. – den wir auch nicht vermissen würden – aber alles, was ich damals über Robusta und Arabica und den Rest der Kaffeewelt gelernt habe, hat mir bis heute weitergeholfen. Und selbst beim Verkauf der neuen Mieleautomaten ist es kein Fehler, wenn man wirklich weiß, wie diese Kisten im Inneren arbeiten. Dank dieser Erfahrung kann man über kaffeephilosophierende Schaumschläger lächeln  und echte Fachleute bewundern. Und obwohl ich die Kalsbader Kanne und deren Schöpfer, die Firma Walküre als handwerkliche Könner sehr schätze und deren Porzellan als unkaputtbar verehre, habe ich damit leider noch keinen Kaffee hingekriegt, den ich gerne trinken würde.KaffeeBildschirmSchreibtisc Genauso, wie ich mir Filterkaffe oder andere seltsame Methoden der Kaffeezubereitung nur dann einführen würde, wenn ich beim Kundenbesuch nicht anders kann, oder ich schon im gesundheitsgefährdeten Unterkaffee gelandet wäre. 

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