von | 18. März 2013

Journalisten im Fall Mollath mit Wächterpreis 2013 ausgezeichnet – Michael Kasperowitsch bleibt bisher unerwähnt

Nachhaltigkeit, Bio und Messen | 0 Kommentare

Unser Geschäftspartner und Freund Robert Lindner ist ein persönlicher und enger Freund von Gustl Mollath, über dessen Festhalten in die
Psychiatrie wir im Nachhaltigkeitsblog schon im Januar 2012 bestürzt berichteten, weil alle objektiven Information samt belegender Dokumente auf der Homepage der unterstützenden Freunde  für jeden interessierten Menschen nachlesbar sind. Seitdem ist viel passiert, was wir hier nicht wiederholen müssen, hier geht es um den gerade vergebenen Journalistenpreis, zu dem wir Olaf Przybilla und Uwe Ritzer herzlich gratulieren:

"Mit dem “Wächterpreis der Tagespresse” werden seit 1969
jährlich couragierte Reporter ausgezeichnet die ohne Rücksicht auf Namen
und
bestehende Verhältnisse Missstände schonungslos aufdecken. In diesem Jahr (Verleihung am 3. Mai 2013, dem “Tag der Pressefreiheit”) geht der "Wächterpreis der Tagespresse an die Journalisten Olaf Przybilla und Uwe Ritzer (Süddeutsche Zeitung), für ihre Artikelserie über den Fall Gustl Mollath. "

200px-Michael_Kasperowitsch_SelbstportraitWichtig: die beiden Journalisten der SZ haben ihren Preis für ihre Recherchen und Veröffentlichungen im Fall Mollath, der seit 7 Jahren in der Psychiatrie von Bayreuth festgehalten wird, mit aufwändiger Recherche verdient und es gibt sicher niemand, der ihn ihnen nicht gönnen würde. Und trotzdem sehen Insider aus der Unterstützergruppe von Gustl Mollath den Preis mit einem lachenden und einem weinenden Auge, weil der Mann, der wichtige Vorarbeit leistete und nach wie vor in den Fall involviert ist, unerwähnt bleibt. Die Artikel von Michael Kasperowitsch erschienen schon zu einer Zeit in den Nürnberger Nachrichten, als Gustl Mollath noch niemand kannte, weil er dort auch nur Ferdl G. genannt werden durfte. Leider wurden die Artikel des Journalisten Kasperowitsch, den wir noch von seiner Zeit bei der Hersbrucker Zeitung her kennen und schätzen, nie im Netz veröffentlicht und waren nur dank der Abtipparbeit des Freundeskreises auf der Unterstützerseite zu finden.

Dass diese Artikel nicht im Netz zu finden waren, wurde
von der NN zunächst mit der Online-Strategie der Nürnberger Nachrichten begründet. Die
gedruckte Zeitung soll demnach nicht kannibalisiert werden, indem allzu viele
eigene Artikel kostenlos ins Netz gestellt werden. Außerdem berief man sich auf
die Aktualität. Deswegen wurden lieber, allgemein verfügbare Agenturtexte zum
Fall Mollath auf die Seiten von Nordbayern.de gestellt. Die eigenen Beiträge von
Michael Kasperowitsch blieben hingegen nur den Abonnenten zugänglich.

Wir wissen nicht, warum sich die Nürnberger Nachrichten an welcher Stelle mit dem Fall so schwer tun, wir wollen nur von unserer Seite festhalten, dass wir großen Respekt vor Michaels Arbeit haben und diesen im Nachhaltigkeitsblog  zum Ausdruck bringen. In diesem Zusammenhang muss auch die Berichterstattung von Monika Anthes, Eric Beres und Erwin Kohla (alle SWR) gelobt werden, denn Report Mainz schaffte es mit seinem Fernsehbeitrag das erste Mal am 13.12.2011 eine große Öffentlichkeit zu sensibilisieren.  

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Das wichtigste Dokumentation zum Fall ist die akribisch aktualisierte Website des Unterstützerkreises www.gustl-for-help.de

Biographie von Michael Kasperowitsch im NürnbergWiki

Über die Verleihung des Wächterpreises mit Fußnote zu Michaal Kasperowitsch im Nürnbergwiki

Aktuell gibt es wieder eine Onlinepetition, die man hier unterzeichnen kann.

Der Blogartikel vom Januar 2012

Berichterstattung im Whistlblower-Netzwerk e.V.

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Nachtrag:

Die Regensburger Staatsanwaltschaft hat heute offiziell den Wiederaufnahmeantrag im Fall Gustl Mollath gestellt.

 

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