von | 8. August 2013

Wie macht man das in Finnland?

Praktikum, Presse - über und von uns | 0 Kommentare

von Nina Brunner

In der Deutschen Handwerks Zeitung (DHZ) erschien am 26.07.2013 in der 26. Ausgabe der Artikel über das Auslandspraktikum von unserer Auszubildenden Sophia Bernutz:

2013-04-12 14.26.17


Wie macht man das in Finnland?

Drei Auszubildende absolvierten Betriebspraktikum im Ausland

(Text: Handwerkskammer Mittelfranken)
 
„You have to use this machine“ (Du musst diese Maschine benutzen) – Diesen All-zwecksatz hörten Schreinerin Sophia Bernutz, Anlagenmechaniker Max Allstatt und Friseurin Katja Leikam öfter, als sie in Finnland ihr Betriebspraktikum absolvierten. Sophia war durch Zufall an das Projekt geraten. Über ihren Berufsschullehrer hatte sie erfahren, dass noch Teilnehmer für ein Betriebspraktikum in Finnland gesucht werden. Spontan entschied sich die 22-jährige Auszubildende mitzufahren. Ihre Chefs waren sofort einverstanden. „Es gehört zur Ausbildung, dass die jungen Menschen ihren Horizont erweitern und Lebenserfahrung sammeln“, erklärt Herwig Danzer, Geschäftsführer von die möbelmacher und Sophias Chef.


Belohnung für gute Lehrlinge

Dem kann Roland Wolf, Abteilungsleiter von Dreyer Haustechnik GmbH, nur zustimmen. Aus seinem Betrieb hatte Max Allstatt an dem Austausch teilgenommen. „Das ist auch für mich eine tolle Gelegenheit, herausragende Lehrlinge zu belohnen“, ergänzt er. Bereits im Vorjahr hatte er diese Chance genutzt und einen Lehrling, den er inzwischen nach bestandener Gesellenprüfung übernommen hat, nach Finnland geschickt. Für den 19-jährigen Max war es im April 2013 trotz der detaillierten – und begeisterten – Schilderungen seines Vorgängers eine besondere Erfahrung: „Die Arbeitstechniken unterscheiden sich nicht so sehr von unseren, aber es war eine Herausforderung, alleine in einer fremden Stadt mit Kollegen, deren Sprache man nicht spricht, zu arbeiten.“

“You have to use this machine”

Mit Händen und Füßen und ihrem Allzwecksatz: „You have to use this machine“ war es aber letztendlich kein Problem, wie auch Sophia lachend bestätigt. Unterschiede gab es vor allem beim Arbeitsschutz – „Da sind wir Deutschen einfach vorsichtiger“, erklärt Max – und bei der Arbeitsgeschwindigkeit.
Mein Anleiter meinte immer zu mir: „Es ist egal, wie lange du brauchst, aber arbeite sorgfältig“, erzählt Sophia. Dr. Rainer Wolf, Geschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken, überreichte den engagierten Auszubildenden nun ihre Europässe. „Dieser Hunger nach Wissen imponiert mir“, lobte er die Anwesenden bei der Übergabe. „Sie haben interkulturelle Kompetenz gesammelt und ich muss Ihnen meinen Respekt aussprechen.“

Sie machen es möglich

Ein besonderer Pluspunkt bei dieser Aktion war, dass die Teilnehmer nur wenig selbst zahlen mussten. Die Mittel für Flug, Unterkunft und kulturelle Unternehmungen wurden über ein Stipendium zur Verfügung gestellt. Hierfür bedankte er sich auch bei Anja Seulen, Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer
für Mittelfranken, und Undine Landvoigt, zuständige Mitarbeiterin der Regierung Mittelfranken, die den drei Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite standen. Und auch an die Betriebe, die vier Wochen auf ihre Auszubildenden verzichtet hatten, richtete er sich: „Wenn Sie sich nicht darauf eingelassen hätten,
wäre das alles nicht möglich gewesen“, stellte er klar.
 
Bildunterschrift: Der Dom von Helsinki gehört zu den Wahrzeichen der Stadt, die von den Praktikanten besucht wurden. Denn auch für kulturelle Unternehmungen sind Mittel im Stipendium vorgesehen.

Bildunterschrift: „Respekt!“ – Bei der Übergabe des Europasses an die drei Auslandspraktikanten Sophia Bernutz (vorne, l.), Max Allstatt (vorne, Mitte) und Katja Leikam (nicht im Bild) sprach Geschäftsführer Dr. Rainer Wolf, Handwerkskammer für Mittelfranken (hinten, l.), nicht nur den nach Finnland
gereisten Auszubildenden seinen Respekt aus, sondern auch deren Ausbildern, Chefin Ute Danzer und Ausbildungsmeister Stefan Winter von „die möbelmacher“ sowie Roland Wolf, Abteilungsleiter von Dreyer Haustechnik GmbH. Zudem dankte er Anja Seulen, Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer
für Mittelfranken (hinten, Mitte), und Undine Landvoigt (r.), zuständige Mitarbeite-rin der Regierung Mittelfranken, die den drei Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite standen. Fotos: Handwerkskammer 

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