von | 25. April 2021

Plantcube von Agrilution (by Miele) im Dauertest der Möbelmacher

Allgemein, Die Küche zum Kochen, Küche & Einrichtung, Plantcube | 5 Kommentare

 

Zu meinem geliebten Plantcube gibt es viele Kommentare im Netz, sie sind entweder Werbung der Hersteller, bzw. Pressemeldungen in den Medien, oder von Menschen, die ihn im Real Live (RL) noch nie berührt hatten. 2013 wurde die Firma in München gegründet, 2019 griff ihr Miele finanziell freundlich unter die Arme, weil sie das Potenzial der frühen Idee der aufwandslosen Selbstversorgung mit Kräutern und Salaten erkannten.

Die Möbelkultur schreibt: Auch bei der 100-prozentigen Miele-Tochter bleiben die Gründer Maximilian Lössl und Philipp Wagner Geschäftsführer, werden aber zusätzlich unterstützt von Gernot Trettenbrein, Leiter des Geschäftsbereichs Hausgeräte der Miele Gruppe und zugleich Chef der Miele Venture Capital GmbH. Für ihn passt das Konzept von Agrilution perfekt zu Miele: „Mit Blick auf kreatives Kochen, neue Geschmackserlebnisse, bewusste Ernährung und urbanen Lifestyle eröffnen die Plantcubes den Menschen spannende neue Möglichkeiten. Wir glauben an die Idee, an das Produkt und an das Geschäftsmodell – und an eine langfristige Zusammenarbeit mit den beiden Gründern und ihrem Team.“

Freunde aus dem Miele-Vertrieb waren es auch, die mich baten, das Gerät zu testen, denn was sollen sie ihren Händlern darüber sagen? Die anberaumten Treffen zwischen dem Agrilution Team und dem Miele-Vertrieb fielen leider Corona zu Opfer, aber natürlich wollen die Händler wissen, ob sich der Platz von 60 mal 60 cm mit 85 cm Höhe in der Ausstellung lohnt. Ich habe Agrilution schon lange virtuell beobachtet und dessen Chef das erste Mal bei einer virtuellen Messe von Miele im September 2020 live im Internet erleben dürfen, hier ist das Video noch mit der alten Samenmatte zu sehen.

“Auch Maximilian Lössl, Gründer des von Miele übernommenen Startups Agrilution, ist dabei und führt ins Vertical Farming ein: mit „Plant Cube“, 20 Saatmatten (in der Zwischenzeit sind die Samen in Kokos und im Schälchen) für Salat und Kräuter sowie einer App zur Überwachung. Wobei Sensoren und WIFI-Anschluss LEDs und Bewässerung automatisch steuern.”
Noch thetralischer im Weltenzusammenhang ist dieses Video auf englisch, in dem der Mann von Miele am Ende seine Begeisterung für die Idee des vertical farmings ausspricht.

Dieses fünfminütige Video ist mein erster Versuch, die Erlebnisse objektiv zu schildern

Kein grüner Daumen

Lassen Sie mich etwas ausholen: Ich habe noch nie Pflanzen oder Kräuter durchgebracht, obwohl ich mir es für unsere Showküche ganz fest gewünscht habe, denn was kommt cooler, als das eben gekochte noch mit den eigenen Kräutern zu verfeinern? Sogar mein superedles und -teures Gewächshaus, entworfen von dem berühmten Architekten Renzo Piano und 2004 produziert von Smeg (siehe Foto) musste ich irgendwann auf ebenso wohlmeinenden wie bestimmten Ratschlag meiner Frau zuliebe abgeben. Denn mein Kräuterertrag stand deutlich hinter dem Pflege- und Reinigungsaufwand zurück. (Renzo Piano hat übrigens auch das Centre Pompidou gebaut, vor dem ich als Jugendlicher Gitarre spielte und dem wir in diesem Blogbeitrag aus Paris huldigen).

Chef ist offen, Vertrieb verschlossen

Maximilian Lössl war bei der Miele Präsentation sehr sympathisch und kompetent und im nachfolgenden Chat wurde meine Frage nach dem Aufzug eigener Kräuter über einige Umwege auch ebenso ausweichend wie wohlwollend beantwortet. Man sei noch nicht so weit, aber man arbeite auch daran, das Gerät für den Aufzug eigener Samen zu optimieren.

Als ich mit dem Vertriebsmann Maximilian Ott darüber sprach, war der überrascht, das Gerät wäre nur für die eigenen “Seeds” konzipiert (so heißen die Kokosmatten auf neudeutsch mit den integrierten Samen bei Agrilution). Von der Aussage war ich dann wieder irritiert, denn ich kann mich durchaus für innovative Technik begeistern, aber sobald der Verdacht auf das Nespresso-Prinzip entsteht (“unsere Maschine ist nur dazu da, unser Zubehör teuer zu verkaufen”), bin ich zurückhaltend. Habe ich auch einige Montage geschafft, aber dann kamen die Nachfragen von Miele-Mitarbeitern, ob ich das nicht mal testen könne und meine eigene Neugier war die größte treibende Kraft.

Also fragte ich an, ob ich noch einen Plantcube bis Weihnachten 202o haben könnte, (da ist mein koch- und technikbegeisterter Schwiegersohn zu Gast) was coronabedingt dann leider doch nicht klappte.  Endlich hatte ich also das Gerät und das Starterpaket. Das Anschließen an das W-Lan hat ein wenig Support gebraucht, aber das müssen Early Adopter nun mal auf sich nehmen und so ein W-lan-Problem hat ja immer zwei Seiten.

Gebrauchsanleitung besser online als auf Papier

Vielleicht zähle ich ja zu den letzten unserer Gattung, die gedruckte Gebrauchsanleitungen lesen, hinterher hat sich herausgestellt, dass nur in der digitalen Anleitung der entscheidende Hinweis stand, der in der gedruckten fehlte: Es dauert nämlich etwas, bis der Plantcube die korrekte Befüllung mit Wasser online in der App anzeigt. Weil ich diesen Hinweis nicht fand, habe ich den Plantcube dreimal befüllt und zweimal abgepumpt, was mit einiger Nässe für den Fußboden verbunden war, mit Handy wäre das wohl nicht passiert. Das war am 27.1. 2021, hier startet auch das Video weiter oben.

Erste Versuche

Tags darauf war die App zufrieden und zeigte den korrekten Wasserstand an, denn es passen rund 17 Liter in die Schublade, die man sich wie die Wasserbehälter beim Kaffeeautomaten vorstellen kann, auch das selbstverschließende Ventil ist ähnlich. Also packte ich meine in Kokosfasern gebettete Samen in die Schälchen, schloss die Videokamera an die Steckdose an und stellte sie auf ein Bild pro 10 Sekunden ein. In den Zeitrafferaufnahmen versuche ich die Freude an dem Schrank zu vermitteln. Denn eigentlich muss man fast gar nichts tun (alle zwei Wochen mal Wasser und vor allem die Nährflüssigkeit nachfüllen), denn nur von Licht und Wasser alleine können die Pflanzen eben auch nicht gedeihen.

Nicht ganz billig, aber sehr fein

Die seltsamsten Diskussionen im WEB drehen sich um den Preis des Geräts (2999 €) und des Saatguts (1,7o bis 2,99€ pro Schälchen). Es ist und bleibt ein exklusives Nischenprodukt, welches den Massenmarkt erstmal nicht erobern wird (wie unsere Möbel übrigens auch). Zumindest, solange es in so kleinen Stückzahlen hergestellt wird, größere könnten es dann wieder verbilligen. Aber – wie schon erwähnt – es sind die ersten Pflanzen, die unter meiner persönlichen fürsorglichen Pflege nicht eingehen und überragend gut schmecken. Alle Mitarbeiter, Familienmitglieder und vor allem unsere Kunden waren total begeistert vom außergewöhnlichen Geschmack des Rucolas, des Wasabinas, des bunten Senfs und vieler anderer Kräuter und Salate, die die heimische Küche wirklich enorm bereichern. Aus der Münchener Sicht der Hersteller sind sie Samen doch gar nicht teuer, beim Käfer kosten sie in Plastik abgepackt das gleiche, aber in Franken kaufen wir halt am Gemüsestand vom Knoblauchsland und da sind die Preisunterschiede dann schon groß, die Geschmacksunterschiede allerdings auch. Und ja, hier auf dem Land haben die meisten eigene Gärten, aber im Winter sind dieselben eher unproduktiv und gerade dauert unser Winter ja bis zum Osterhasen.

Trotz APP ergänze ich gerne mit Filzstift

Jaja, die App ist das “Herzstück” des Plantcubes, aber ich pflanze meine Kräuter nun auch gerne mal um, weil sonst die hinteren Pflanzen im Video nicht zu sehen sind. Wenn sie noch sehr jung sind, weiß man nicht mehr, welche es war, was besonders peinlich ist, wenn Kunden fragen. Deshalb schreibe ich zusätzlich mit einem leicht abwaschbaren Gläserstift die Sorte drauf, denn aus den Erfahrungen mit meinen Kochshows weiß ich, dass mir nicht immer zur rechten Zeit der richtige Pflanzenname einfällt. Nochdazu sind auch für mich, der mal eine Ausbildung in Kräutern absolvierte, viele Namen neu, weil eingeenglischt und da möchte ich nicht stammelnd vor Kunden stehen.

Support hängt sich rein

Loben muss man die Jungs und Mädels vom Support, die sind wirklich sehr engagiert und dank der direkten Verbindung mit dem Gerät, können sie es notfalls auch von München aus steuernd eingreifen, denn es gibt ja nicht mal einen Einschaltknopf an diesem Gerät. Nur den Knopf für das W-Lan nebst LED Kontrollleuchte und den Sensor für die Tür, der Rest wird vom Programm über das W-Lan gesteuert.

Lydia meldet sich zur Schulung an

Meine Stimmung zum Plantcube schwankte: mal freut man sich riesig über die Begeisterung anderer über den Geschmack der Kräuter und Salate, mal nervte die Bedienung und der Einkauf, der nur über ein Smartphone möglich ist. Deswegen muss man die neu eingelegten Samenpakete auch via QR-Code dem Gerät übermitteln, mittels Handytastatur funktioniert es zumindest bei meinem Telefon trotz einiger Reparaturversuche bis heute nicht. Aber dann wurde alles anders: Lydia Grill rief an und vereinbarte einen Schulungstermin für den 19. Februar und das weckte Hoffnung auf die Beantwortung aller bereits entstandenen Fragen, denn mein Plantcube war bei Ihrer Erscheinung schon gut grün gefüllt.

Technische Zusammenhänge

Das Team von Agrilution ist wirklich jung (so um die 30) und Lydia ist dort nach ihrem Studium als Praktikantin eingestiegen, als sie bei mir eintraf, war sie aber schon – aus gutem Grund – fest angestellt. Sie versprühte so eine Begeisterung für Firma, Team und Produkt, dass ich mich wirklich auf meine Notizen konzentrieren musste, um die kritischen Fragen stellen zu können. Sie fuhr früh in München los und nach langen Diskussionen wird bei uns natürlich auch gekocht, sie braucht ja was zu essen, bevor sie wieder heimfährt.

Meine erste Frage war, warum die Kühlrippen hinter dem Schrank so heftig arbeiten und warm werden, obwohl die Innentemperatur ja 23 Grad beträgt, also ziemlich die Temperatur in unserer Ausstellung. Ganz einfach: die kühlen die Spezial LEDs von Osram, deren Licht speziell auf das Pflanzenwachstum abgestimmt ist. Außerdem erfuhr ich, dass er einmal täglich die Schubladen vollpumpt, genauso weit, dass sich die Wurzeln das Wasser mit den zugefügten Nährstoffen abholen können. Dabei ist das Programm aus Licht, Wasser und Tag und Nacht standardisiert und für alle Samen aus dem Agrilutionprogramm geeignet.  Die Nachricht am Smartphone, dass die Pflanzen jetzt erntbar sind, ist eine reine Zeitsteuerung im Programm der Münchner, es gibt keine Sensoren dafür im Gerät (braucht man ja auch nicht, man kann ja reinschauen und sieht, wie groß sie sind).

Pflanzen verhalten sich ganz unterschiedlich

Beim Pak Choi (chinesischer Senfkohl – die schick-micki Namensgebung bei den einfachsten Pflanzen verstört mich etwas, wenn wenigstens ein richtiger, erklärender Name dabeistünde), also beim Pak Choi sieht es so aus, dass er nach der geplanten Wachstumsphase sogar ein wenig welk wird, während Petersilie, Basilikum und einige andere einfach noch größer werden. Das Basilkum wächst nach der Ernte sogar auch außerhalb fröhlich weiter, das wirkt sich gut auf die finanzielle Bilanz aus. Wie gut man die Pflanzen danach im Garten einpflanzen kann, weiß ich noch nicht, weil wir heute am 18.4.21 immernoch Nachtfrost hatten.

Stromverbrauch, Wasser und Geräusch

Natürlich ist für eine Öko-Bilanz die wichtigste Frage der Stromverbrauch, um diese Angaben drückt sich Agrilution ein wenig. Deswegen habe ich 46 Tage ein Messgerät dazwischengeschaltet, dass mir heute folgende Werte angab:

55,08 kWh in 45 Tagen und 22 Stunden bedeutet 1,19 kWh am Tag oder 443,35 kWh im Jahr, was bei 30 cent Strompreis rund 130 Euro ausmacht, oder 11 Euro im Monat. Er braucht also im Durchschnitt 49 Watt, so viel wie die E14 Kerzenglühbirne (falls die noch jemand kennt), oder eine lange Leuchtstoffröhre. Die heutzutage üblichen Weihnachtsbleuchtungen verbrauchen deutlich mehr, sind aber eher sinnlos und das Licht vom Plancube ist deutlich dekorativer. Der geringste Stromverbauch ist 4 Watt, vermutlich nachts, der höchste 941 Watt, vermutlich, wenn die Pumpe, Licht und Lüftung gleichzeitig laufen.

Den Stromverbrauch halte ich für vertretbar, eine komplette Ökobilanz wird – wie immer – schwer zu rechnen sein, denn wir bräuchten den Rressourcenverbrauch der Herstellung samt Transportwegen und Entsorgung, aber nach welcher Lebensdauer? Und wie viele Pflanzen wurden bis dahin produziert? Auf jeden Fall ist der Wasserverbrauch vorbildlich, denn nur alle zwei bis drei Montage brauch ich rund 15 Liter, die ich beim normalen Gießen wohl schon in den ersten paar Tagen verbraucht hätte (mal ganz davon abgesehen, dass das ziemlich lästig wäre). Agrilution spricht von 90% Wassereinsparung im Vergleich zur herkömmlichen Landwirtschaft. Und wie rechnet man gesunde Ernährung ein ohne einkaufen fahren zu müssen (jaja, das tut man ja trotzdem und da könnte man auch die Kräuter mitnehmen)? In die GEsamtbilanz könnte man auch noch einfließen lassen, dass es bei dem kleinen Gerät auch um die forschung geht, mit deren daten man später auch größere Anlagen des vertikal farmings verwirklichen kann.

Geräusch und Lautstärke

Das wichtigste, was Verkäufer dieses Schranks ankündigen müssen, ist, dass er nicht lautlos arbeitet. Zwar kann man ihn in den “Silent-Mode” (auf Deutsch könnte man auch “leise” sagen) bringen, dann wird er in dieser Zeit nicht pumpen und nicht lüften, aber im Normalfall hört man ihn einfach, was fürs Schlafzimmer nicht so richtig doll wäre, außer man einigt sich mit dem Plantcube friedlich auf gemeinsame Nachtruhezeiten, die man ja einstellen kann. Beim Plantcube kann man Gott spielen und im sagen, wann Tag und wann Nacht ist, bei mir ist das von 24 bis 8 Uhr. Im Wohnzimmer ist er wohl erträglich (unser Side by Side Kühlschrank von GE ist lauter), aber besonders geräuschempfindliche Menschen, sollten ihn sich vorher sorgfältig in den unterschiedlichen Betriebsarten anhören.

App muss auf den Desktop und Generationenproblem

Anscheinend gibt es wirklich ein Generationenproblem. Auch wenn ich mein erstes Smartphone (T-Mobile MDA Pro) schon 2004 hatte und seitdem stets auf dem aktuellen Stand blieb, geht mir das Lesen von Bedienungsanleitungen, das Bedienen von Geräten und vor allem das Einkaufen mit den Winzlingen furchtbar auf die Nerven, vor allem, wenn ich sowieso den ganzen Tag vor dem Desktop sitze und das da viel einfacher wäre. Mit der App habe ich also meine Problemchen, wobei das größte der falsche Apostroph in der automatisch generierten Anrede ist, aber auch das kann man mithilfe der netten Egzona Syla vom Support lösen, jetzt steht dort “herwigs Plantcube.”

Den Rest der Firmenkommunikation empfinde ich und auch meine häufig nicht ganz jungen Kunden sehr speziall auf junge Leute ausgerichtet, es scheint eine Schicki-Micki-Hipster-Dink- (Double income, no Kids) Sprache zu sein? Üppige Gesundheitsversprechen ohne den eigentlichen Namen der Pflanze auf Deutsch zu nennen und  bedeutungsschwache Angaben wie “stets nur das hochwertigste Saatgut” (Woher? Bio? Verband? Firma?). Nach unserem Gefühl engt das die Zielgruppe ein. Die älteren sind sehr interessiert daran, nicht zuletzt um ihre Pflanzen für das Hochbeet aufzuziehen, wer weiß, ob sie dann nicht doch lieber die Originalseeds verwenden, weil es einfach superbequem ist. Könnte mir vorstellen, dass diese Zielgruppe sogar noch größer sein könnte, als die Youngsters der Münchner Schickeria, würde man sie – vielleicht im nächsten schrtt des Marketings – berücksichtigen.

Fazit

Ich schätze das Gerät, weil ich in Geschmack und Aufwand pro Blatt rechne und weil es eine echte Bereicherung des eigenen Kochens für Kunden und daheim ist. Werde es auch weiterhin begeistert verwenden und freu mich jeden Tag daran das Gras sogar von unten wachsen sehen zu können (wenn man die Schale rausnimmt). Und was das Beste ist: die Kräuter und Salate müssen nicht gewaschen werden, weil in meinen Plantcube nichtmal die Katze reinkommt.

Besuchen Sie uns, Sie können alle Kräuter probieren und wir erzählen wirklich alles und ehrlich, was wir gelernt haben. Übrigens bauen wir den Plantcube für Sie auch gerne in einem Hochschrank, dann sieht er noch viel besser aus.

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Weiterfürhende informative Links

https://www.ad-magazin.de/article/gruene-revolution-mit-dem-plantcube-von-agrilution
https://www.moebelkultur.de/news/uebernimmt-agrilution-aus-der-insolvenz-und-steigt-ins-indoor-gardening-ein/?type=RSS2
https://www.grillsportverein.de/forum/threads/vertikal-farming-plantcube-neofarms-etc.313173/
https://gruender.wiwo.de/agrilution-miele-baut-auf-indoor-gewaechshaeuser
https://vbw-zukunftsrat.de/TechCheck-2019/Anwendungen?box=1122&box_1122=Der-Plantcube-von-Agrilution—hier-wachst-die-Zukunft

 

5 Kommentare

  1. Lydia

    Super, vielen lieben Dank für dein ehrliches Feedback Herwig!

    Antworten
  2. Peter

    Super Artikel, vielen Dank. Also das Thema ist interessant, deine Betrachtungsweisen sowieso und deine Schreibe wie immer amüsant.
    Danke auch für die Spitze bzgl. ‘Deppen-Apostroph” 🙂
    Spontan würde ich (frei nach Polt) sagen “Ja brauchts denn des? Braucht es das?”. Für Stadtbewohner ohne Balkon oder im Winter verstehe ich den Anwendungfall – ein bisschen, zumindest.
    Ich persönlich würde mir niemals ein Gerät kaufen, das ohne Internet-Anbindung an einen Server nicht funktioniert und bei einem Ausfall der Infrastruktur dann unbrauchbar ist (wo auch immer der stattfindet auf der Strecke vom Gerät bis zum Server-Betreiber).
    Gibt es da eine ‘Ausfallsicherung’ und wie sieht die aus?
    Die Verwendung eigenen Saatguts ist auch ein wichtiges Thema.
    Bin gespannt wie sich das entwickelt.
    Wie hoch ist eigentlich die Produktion? Könnte man sich davon ernähren oder produziert die Kiste nur die Garnitur fürs Essen?
    Grüße, Peter

    Antworten
    • herwig

      Hallo Peter,
      alle Deine Fragen sind berechtigt. Fangen wir mal beim philosophischen an. Max Lössl argumentiert, dass sie nebenbei immer auch wertvolle Daten sammeln, um aus dem aktuellen, zugegeben eher sparsamen Ernährungsangebot des Plantcubes, (reicht ohne Zufütterung nichtmal für Dich alleine) , später mal echte Beiträge zur Weltrettung zu leisten. Das wäre doch schön.

      Dafür weiß ich lustigerweise aus eigener Nachlässigkeit (die Kiste zeigte immer an, dass sie offline ist, aber ich habe die ständigen Zeitangaben der Pflanzen als Indiz gesehen, dass nur die alte Nachricht – als unser W-Land down war – nicht gelöscht wurde. Tatsächlich hat der Schrank angeblich eine selbstständige Laufreserve von rund einem Monat, in der er auch ohne Internet seine Aufgaben brav erledigt, ich durfte es beobachten, ohne es seinerzeit zu verstehen. Aber Du hast natürlich recht, wir müssen die Jungs mal nach der “Ausfallsicherung” fragen, andererseits funktioniert Dein Telefon ja auch schlecht, ohne Internet? Für den Atombunker ist das Gerät wohl ungeeignet.

      Das eigene Saatgut werden wir bald testen (wer Ideen hat, bitte melden), weil die meisten älteren Kunden, beim Anblick des Plantcubes sofort an ihr Hochbeet denken und ich finde es – wie schon erwähnt – seltsam, auf diese Zielgruppe zu verzichten.

      Trotz aller berechtigter Fragezeichen bin ich begeistert, denn ich habe noch nie irgendwas Grünes durchgebracht und Du musst es vor allem selbst probieren: Der Geschmack überzeugt. Wir freuen uns auf Deinen nächsten Besuch, da diskutieren wir alle Deine Fragen und spätestens Agrilution wird sie uns dann später beantworten.

      Mit herzlichem Gruß
      herwig

      Antworten
  3. Walter

    Stell ich mir wirklich praktisch vor, vor allem hab ich jetzt auch nicht das geschickteste Händchen, wenns ums Pflanzen geht. Aber der Preis ist mir derzeit dann doch noch etwas zu hoch… Ich hoffe, dass er in den nächsten Jahren noch etwas günstiger wird! Bis dahin seh ich meinen Kräutern beim sterben zu ^^

    Antworten

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