von | 11. August 2009

Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft

Allgemein, TU Nbg Ohm, umweltministerium | 0 Kommentare

von Nina Brunner

Die Hersbrucker Zeitung hat am 05.08.09 einen Artikel zu der zur Klimawoche Bayern und die Veranstaltung bei uns Möbelmachern geschrieben:

HZ-Nachhaltigkeit2009

Nachhaltigkeit stammt aus Forstwirtschaft
Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Regionalinitiativen – Was sagt uns der „CO²-Fußabdruck“?

HERSBRUCKER LAND – Zur "Klimawoche Bayern" hat der Initiativkreis Holz aus der Frankenalb, die Regionalbewegung Mittelfranken und die Möbelmacher als bayerische Umweltbotschafter nach Unterkrumbach eingeladen. Die Schlussdiskussion mit über 30 Teilnehmern führte zur Erkenntnis, dass
der CO²-Fußabdruck nur eines von vielen Kriterien ist, die der Verbraucher beim Einkauf beachten sollte.
"Von der Herd-Erwärmung zur Erd-Erwärmung" leitete Gastgeber Herwig Danzer den ersten Vortrag ein, denn zur Stärkung für das schwierige Thema "Regionale Wirtschaftskreisläufe und der CO²-Fußabdruck" empfing er die Gäste mit frisch gebackenem Flammkuchen und Frankensecco. Im Publikum saßen nicht nur Holzspezialisten und interessierte Privatleute, sondern auch Schreinerkollegen, Vertreter von Greenpeace, Attac, dem nachhaltigen Portal der Metropolregion
"Bluepingu" und Original Regional.

Die Einführung ins Thema "Wald- Holz-Klima" übernahmen Michael Müller, Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land und Danzer zusammen. In dieser humor- und gehaltvollen Präsentation wurden die Vorteile des Werkstoffes Holz und des Waldes für den CO²-Haushalt der Erde, aber auch die vielfältigen Möglichkeiten des modernen bis zu siebenstöckigen Holzbaus erläutert. Die Holzspezialisten legten aber auch Wert auf die Tatsache, dass der Begriff "Nachhaltigkeit" aus der Forstwirtschaft  stammt.

Im Anschluss gab Professor Werner Wild von der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg einen fundierten Überblick über den Zusammenhang regionaler Wirtschaftskreisläufe und des CO²-Fußabdrucks unterschiedlichster Produkte. Sein Diplomand Daniel Steinsdörfer erläuterte am Beispiel des Teeherstellers Martin Bauer und seiner darüber angefertigten Diplomarbeit die Vorgehensweise bei der Berechnung des – neudeutsch – "Carbon Footprint." Da es noch keine einheitlichen Standards gibt, sind heute viele Angaben der Hersteller eher als Werbeaussagen, denn als verlässliche Ratgeber zu sehen. Für eine Gesamtklimabilanz des Tees ist erstaunlicherweise die Art, wie das Teewasser zum Kochen gebracht wird, wesentlich entscheidender, als der Transportweg. Über dieses Beispiel hat sich dann auch die engagierte Diskussion entwickelt, wie viel Rechenaufwand überhaupt sinnvoll ist. Bei den wirklich CO²-relevanten Themen wie Energiebedarf bei der Produktion muss man genau hinschauen, Schätzungen müssen zum Beispiel genügen, wenn es um die Frage geht, ob der Kunde mit dem Fahrrad oder dem Auto zum Supermarkt fährt.

Trotz ganz vieler Fragen und Antworten, wollten die Zuhörer auch den nur am Rande vorgeschlagenen zweiten Teil zum Thema Holz von Professor Wild hören. Er stellte die regionale Holzwirtschaft der globalen Vermarktung von Tropenhölzern entgegen und leitete zur Frage über, welche Inhalte sein Lehrstuhl Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Umweltmanagement für das kommende Semester als Forschungsziele rund um regionale Wirtschaftskreisläufe definieren sollte.

Darüber wurden im Anschluss mit den Mitgliedern des Initiativkreises und der Regionalbewegung Mittelfranken noch viele Ideen entwickelt, die beim nächsten Treffen konkretisiert werden sollen. So wurde der Abend in Unterkrumbach zum Auftakt einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Regionalinitiativen.

Mehr zu der Veranstaltung im Weblogartikel vom 15.07.09:
Klimawoche Bayern: CO2 Fußabdruck alleine ist kein Argument

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