Der Teststuhl wurde im Jahr 2006 mit Ecopell bezogen
Ernst Nun wollte sich von Ute zeigen lassen, wie man das macht und Ute hat die Sitzfläche zu Ernsts Entsetzen einfach mit kaltem Wasser und Schwamm abgewaschen, danach sah sie zunächst mal wieder gleichmäßig, superdunkel und nass aus.
Schaut mal, wie schön die Stühle wieder sind 😎
Danke, liebe Ute, für deine Anleitung und Unterstützung!
Wenn man die Bilder vergrößert (einfach draufklicken) sieht man immernoch die Naturmerkmale der unbehandelten Bullenhäute, dazu im nächsten Kapitel mehr.
Warum Leder?

Wir lieben offenporiges Leder nicht zuletzt, weil es ein Lächeln auf die Gesichter der Besitzer zaubert
Da Tierhäute als Nebenprodukt der Lebensmittelgewinnung ohnehin anfallen, ist ihre Veredelung zu Leder ein wertvolles Upcycling, das die Verschwendung dieses nachwachsenden Rohstoffs verhindert. Ein Verzicht auf das langlebige Naturmaterial wäre ökologisch nicht sinnvoll, da es andernfalls ungenutzt entsorgt würde, während stattdessen oft erdölbasierte Ersatzstoffe mit schlechterer Ökobilanz zum Einsatz kämen.
Durch die Wahl eines chromfrei gegerbten Bioleders wie Ecopell wird dieser Kreislaufgedanke konsequent gewürdigt und ein verantwortungsvoller, wertschätzender Umgang mit den Ressourcen unserer Natur sichergestellt. Nachhaltigkeit liegt auch in der Wertschöpfung aus vorhandenen und vor allem langlebigen Materialien.
Wer aber kein Leder mag, bekommt natürlich auch alle anderen Bezugsstoffe.
Ecopell ist unser Lieblingsleder
„Die absolute Neuheit in der Lederproduktion stellt Ihnen Herr Weber von der Firma Leder Schomisch vor. Ecopell, das erste pflanzlich gegerbte und pflanzlich gefärbte Leder. Wir finden dieses Leder so interessant, dass wir Herrn Weber, den Ansprechpartner zum Thema, baten, ein paar Häute mitzubringen. Er erleichtert uns durch seine große Erfahrung so manche schwierige Entscheidung auf diesem Gebiet (zum Beispiel: Ist Ecopell auch für ein Oldtimer-Cabrio geeignet? Selbstverständlich!)“
Ecopell ist das erste pflanzlich gegerbte und pflanzlich gefärbte Leder, wir empfehlen es aufgrund seiner Herkunft und Umweltverträglichkeit und können vom Bürostuhl bis zur Sofaecke alles damit beziehen. Das Unternehmen hat eine Geschichte, die eng mit der Familie Schomisch verknüpft ist. Hier ist die zeitliche Einordnung:
Die Meilensteine der Firmengeschichte
1982: Gründung der Schomisch GmbH durch Johann-Peter und Christel Schomisch in Mülheim an der Ruhr. Das Unternehmen startete zunächst als klassische Ledergroßhandlung.
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1992: Einführung des Markennamens Ecopell. In diesem Jahr entwickelte Johann-Peter Schomisch die Idee für ein industriell hergestelltes, aber rein pflanzlich gegerbtes und naturbelassenes Leder.
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1993: Vorstellung der neuen Produkte bei den Möbelmachern in Hersbruck
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Standort: Seit dem Jahr 2000 befindet sich der Firmensitz in Weitnau-Seltmans (Allgäu).
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Philosophie: Das Unternehmen gilt als Pionier für ökologische Lederherstellung. Die Leder werden ohne Chromgerbung und Schwermetalle verarbeitet und sind besonders für Allergiker geeignet (ECARF-zertifiziert).
Besonderheit bei offenporigen Ledern
Wir polstern am liebsten mit Ecopell, weil im Gegensatz zu rund 95 % der marktüblichen, überlackierten Leder nur diese offenporigen Häute von Bullen aus Weidehaltung die Makellosigkeit von ungefärbten Milkamodels besitzen, die ohne das Kaschieren von Stallhaltungsschäden auskommt (wie zum Beispiel Dungflecken durch Ammoniak oder Scheuerstellen, die normalerweise überlackiert werden). Für uns ist diese Natürlichkeit der beste Beweis dafür, dass Sitzkomfort und ein respektvolles Tierleben bei verantwortungsvoll produzierten Möbeln zusammengehören. Während pigmentiertes Leder die Natur „maskiert“, um Unvollkommenheiten zu verstecken, feiert Ecopell die Echtheit. Jedes Naturmerkmal (Insektenstiche oder Nackenfalten) ist ein Beweis für das Leben im Freien und macht Ihre Möbel zu einem unverwechselbaren Unikat.
Die Lederflüsterin für alle Lederarten
Wir verarbeiten auch Leder von anderen Herstellern, wie sie zum Beispiel Jori in seinem Programm hat und auch für die hat unsere Lederflüsterin Ute Danzer alle Pflegetipps und die passenden Produkte auf Lager. Denn mit der richtigen Behandlung sind auch konventionelle Leder der langlebigste Bezugsstoff, den es gibt. Denn ein alter Ledersessel bekommt Patina, ein alter Stoff ist einfach kaputt.
Auf einen Blick: Warum wir auf Reinanilin setzen
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