von | Nov 22, 2009

Feuerkinder in Tansania erhalten Hilfe aus der Region

Allgemein

P1010373 von Ute Danzer

Am Freitagabend war ich von lieben Freunden Ursi und Herbert Braun zu einem interessanten Vortrag in die Virologie nach Erlangen eingeladen. Nein, es ging nicht um die neue Grippe. Es ging um zwei sehr engagierte Ärzte, die unter anderen jährlich ihre Freizeit opfern um Menschen in Afrika zu helfen.

Dr. med. Annemarie Schraml (OP) und Dr. med. Heinz Giering (Anästhesist) P1010372 berichteten von ihrer Arbeit aus 10 Jahren Hilfe für Kinder und Jugendliche im Nkoaranga-Krankenhaus am Fuße des Mount Meru in Tansania. Tansania gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. In den Dörfern wird meist an offenen Feuerstellen gekocht. Kinder erleiden dabei immer wieder erhebliche Verbrennungen. Dies erfuhren Schraml und Giering bei ihrer ersten Reise 1998 und auch, dass durch Operationen viele geheilt werden könnten. Spontan erklärten sich die beiden Mediziner unter der Trägerschaft der Rummelsberger Anstalten bereit das Projekt "feuerkinder" zu initiieren. Durch Verbrennungen an offenen Feuerstellen oder Unfällen mit Kerosinlampen kommt es häufig zu drei Krankheitsbildern, derer sich das Team um Schraml und Giering annehmen: Korrekturen von Verbrennungsfolgen, Korrekturen von Klumpfüßen und Korrekturen von Achsfehlstellungen. Alle für diese Eingriffe notwendigen Utensilien von Medikamenten und Narkosemitteln über Gipsbinden bis hin zu Instrumenten, OP-Kleidung, OP-Fäden usw. müssen in Deutschland gekauft, vom Team verpackt und vorab nach Tansania transportiert werden. Durch das Projekt der beiden gibt es bereits eine einheimische Orthopädietechnik, erste Ärzteausbildung in der Nähe, Zusammenarbeit mit einheimischen Mitarbeitern.

P1010377 Durch diese Zusammenhänge haben sich die medizinische Versorgung und die Infrastrukturen des Krankenhauses in den vergangenen 10 Jahren bereits wesentlich verbessert. Der jährliche finanzielle Aufwand pro Jahr beträgt ca. 100.000,- Euro. Diese notwendigen Gelder werden ausschließlich durch Spenden aufgebracht. Hut ab vor der aufopferungsvollen Arbeit aller Beteiligten vor allem von Frau Dr. Schraml und Herrn Dr. Giering, die man von hier aus und sei es mit einem noch so kleinen Betrag jederzeit unterstützen darf.


1 Kommentar

  1. Thomas

    Mensch der Heinz – früher der Notarzt vom Dienst beim „Glubb“, heute im Einsatz in Tansania. Wie sich die Zeiten ändern und die Kreise immer wieder schliessen!

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