von | 7. Februar 2007

Nextperts Februar 07

Veranstaltungen | 1 Kommentar

Serviceperfekt_1Alle Fotos bei sevenload.

Jetzt im Ernst: könnten Sie morgens um 8:30 im Münchner Hotell Anna, nach zwei Stunden Autofahrt (danach noch Bett ausgeliefert)  auf die Frage der charmanten Bedienung "Kann ich Ihnen vielleicht Rührei mit Schinken anbieten?" einfach "Nein" sagen?

So beeinflusst eine Figur die andere.

Aber neben dem hervorragenden Frühstück gab´s ja auch noch andere Themen beim Nextpertsmeeting im Februar 07.
Endlich konnte ich mal wieder die Termine in München verbinden und als neurotischer brandeins-Leser (und seit Januar auch -Hörer) muss ich dem Ruf des Qualitätsjournalismus als interessierter Laie folgen und Froitzheimentspannt
Ulf J. Froitzheims Ausführungen zum Thema "Blogs versus Journalismus. Wozu noch" aufmerksam lauschen. Alleine diese drei Stunden wären den Ausflug des Unterkrumbachers nach München schon wert gewesen, denn manchmal braucht man einfach die Vergewisserung, dass es doch einige Menschen gibt, die auch Wert auf den Inhalt des geschriebenen Wortes legen. Wir diskutierten über den im "Spiegel" verrissenen Bananenartikel von brandeins-usa-korrespondent Steffan Heuer (an dem wir uns auch im Konsumblog beteiligten) und den Handy-Krebs-Artikel der Süddeutschen. Der Artikel wäre für unsere Philosophie durchaus passend gewesen, wenn er denn aus verlässlichen Quellen stammen würde.  Trotzdem will ich sowas zweifelhaft recherchiertes in unserem Nachhaltigkeitsblog sicher nicht haben.

Froitzheimpublikum
Die schönste Aussage des Referenten hörte ich erst in der folgenden Diskussion nach dem Vortrag auf die Frage "Wird es eine vernünftige Einbindung der Leser bei den Printmagazinen geben, wenigstens online? "  Hier setzt Froizheim auf die neue Generation, die den Umgang mit Blogs und Web 2.0 schon gelernt hat. Und nach seinen Rechnungen kann es in vielen Chefetagen nicht mehr so lange dauern, bis sich die Probleme "Journalismus versus Blogger" biologisch lösen. Regt zum Nachdenken an, wenn man so eine hoffnungsvolle Nachricht als einer der ältesten Teilnehmer erfährt, der das "Blogger-Du" nur unter Androhung von unglaubwürdiger Gewalt druchsetzen kann . Generationen
Trotzdem gibt es wie überall im Leben die Erkenntnis, dass es egal ist ob man Blogger ist oder Journalist, oder beides oder einfach nur der mehrfach bemühte "Schwätzer": Alles ist auf lange Sicht eine Frage der Kompetenz und der Glaubwürdigkeit. Im Nachhaltigkeitsblog würde ich die Frage ziemlich banal angehen:

Ein Schreiber arbeitet nachhaltig, wenn er es trotz aller widriger (Zeitdruck- usw.)Umstände schafft, dass er das, was er schreibt auch gegen Nachfragen und üble Kommentare vertreten kann. Und auf Dauer wird genau diese Art des Journalismus das Vertrauen gewinnen, das unbedingte Voraussetzung für ein langlebige Presse- oder Onlineprojekte ist.

Verena_1
Dank an den authentischen Referenten (und seine Thesen), an Klaus für die Organisation und an die aufgehende Sonne um 8:30 am Empfang, Verena Schmunk für das "Besucherabhaken"(Insiderjoke).   

Grade noch rechtzeitig gegen Ende der Veranstaltung kam Björn Negelmann, Nachbar aus Wendelstein, der zum Weblogcamp@cebit einlud.

Alle Fotos bei sevenload.

1 Kommentar

  1. Nachhaltig

    Social Web Breakfast in München – 10 Zeilen Bloggen

    alle Fotos bei sevenload Diesmal konnte ich die Münchentour zufällig mit einem Termin beim Bayerischen Rundfunk (Consumentabeprechung mit Tanja Schön, Diana Quiring und Imke Floch) und einem Fototermin in Freising verknubbeln (mit Model Emmy!). Denn so…

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