von | 4. Juli 2012

Das Konzert der 14. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage mit der Orchestergemeinschaft Hersbruck

Nachhaltigkeit, Bio und Messen, Presse - über und von uns, Slowfood & Cittaslow, Veranstaltungen, Werkstatt-Tage | 1 Kommentar

2012-06-24 17.15.09Die ersten Unterkrumbacher Werkstatt-Tage entstanden im Jahr 1999, weil Anselm Stieber mit der Geige bewaffnet den Klang unserer Halle testete und zum Schluss kam, dass man dort ein Konzert spielen müsste. Was Susanne Pflaumer dann mit dem Collegium Musicum Hersbruck auch umsetzte. Dabei sollte das Besondere immer die Verbindung von Kunst und Handwerk sein, weswegen viel erklärt wurde, von den Komponisten bis zu den Instrumenten.

2012-06-24 17.35.12Im Frühjahr 2012 fragte der Vorsitzende der Orchestervereinigung Hersbruck, Dr. Klaus Vornberger, ob es bei uns eine Auftrittsmöglichkeit gäbe, was sich wegen des Aufwands aber nur im Rahmen der Werkstatt-Tage realisieren lässt, die damals noch nicht fest standen. Aber kurze Zeit später vereinbarten wir einen (leider nicht besonders günstig gelegenen) Termin während der Fussballeuropameisterschaft und dem Laufer Altstadtfest am 24.Juni 20012, um den herum wir dann die Werkstatt-Tage mit dem Slow Food Sommerfest  und dem Werkstatt-Gespräch legten.

2012-06-24 17.32.45Die Werbetrommel rührten wir mit 60 Radiospots, 2500 Flyern, 3 Newslettern und einigen Videos im Blog, dem Newsroom und der Website, was mit 60 Besuchern deutlich jenseits der Peinlichkeitsgrenze, aber nicht beim geheim Erhofften lag. Was besonders deshalb tragisch ist, weil das Konzert – wie ich so richtig erst beim Schneiden des Videos bemerkte – wirklich ebenso gelungen ausgewählt, wie dargeboten wurde. Orchesterleiter Friedemann Pods erklärte im Sinne der Werkstatt-Tage viele Details zu den Stücken und den Komponisten, was eine – für mich – wesentlich angenehmere Atmosphäre ausstrahlte, als in einem Konzertsaal. Ich glaubte das auch bei den Solisten zu erkennen, Caren Forster an der Violine und Armin Roth an der Trompete. 2012-06-24 17.46.37

Das Video wurde leider von mir, einem musikalischen Laien geschnitten, wer sich das Konzert mit allen Sprachbeiträgen in ganzer Länge anhören möchte, bekommt von uns den Link dazu, einfach eine Mail an hd@die-moebelmacher.de schicken.

In der Pause nahmen sich die Besucher die Getränke selbst aus dem Lammsbräu Kühlschrank (und warfen das Geld in eine Schüssel), in der Ausstellung gab es außerdem Sekt und köstliche Häppchen, die der Biomarkt Hersbruck sponserte (vielleicht hätte man das in die Einladung schreiben müssen?). BiomarktWEB

Erika Vogel und ihre Tochter Sophie Schuster wollten mit dem Buffet auch auf den neuen Biomarkt in Hersbruck hinweisen, 2012-06-24 18.06.19den natürlich alle Hersbrucker schon kannten, aber einige Menschen von außerhalb doch wieder auf die Idee brachten, mal wieder nach Hersbruck zum Einkaufen zu fahren.

2012-06-24 18.59.10“Die Henne” von Haydn war der zweite Teil und die Zuhörer waren begeistert. Die Aufforderung nach dem langen Applaus noch länger unsere Gäste zu bleiben wurde dankenswerterweise auch angenommen, wir hatten ja noch das köstliche Buffet des Werkstatt-Gesprächs am Samstag und so fachsimpelte man noch lange um einen kleinen Stehtisch herum, obwohl es viele schöne andere Plätze gegeben hätte, aber dort stand man halt nun schon mal.

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28 Musiker bringen ein ganz anderes Raumgefühl in eine Werkstatt und so hoffen wir, dass die Schwingungen auch einen positiven Einfluss auf unsere Arbeit und Ihre Möbel haben, auf dass das Konzert eine ebenso nachhallende und nachhaltige Wirkung entfache.

Vielen Dank an Dr. Klaus Vornberger, Friedemann Pods, Caren Forster, Armin Roth, Matthias Meier von www.die-theatermaler.de für die Technik, an Erika Vogel und Sophie Schuster vom Biomarkt und an Alfred Eichhorn, der den kompetenten Artikel über das Konzert in der Hersbrucker Zeitung verfasste, den wir hier zitieren dürfen:

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UNTERKRUMBACH – Anlässlich der Unterkrumbacher Werkstatt-Tage musizierte die Orchestergemeinschaft Hersbruck unter der Leitung von Friedemann Pods bei den „Möbelmachern“ im Ambiente einer Schreinerwerkstatt Werke von Joseph Haydn, Franz Schubert und Niels W. Gade. Als Solisten bereicherten Caren Foster (Violine) und Dr. Armin Roth (Trompete).

Friedemann Pods moderierte die erlesene Vortragsfolge und verstand es, mit den erwartungsfrohen Zuhörern über Musik zu „plaudern“. herwig Danzer hieß die zahlreichen Besucher beim Abschlusskonzert herzlich willkommen und verwies auf die vorherigen Veranstaltungen an den zwei Tagen der offenen Tür über „Slow Food“ und „Cittá slow“. Er freute sich, dass die Halle mit Musik erfüllt werde, was sicher einen guten Einfluss auf die Möbel habe. In der Pause lud er zu Sekt und Häppchen, von Erika Vogel und ihrer Tochter aus dem Hersbrucker Biomarkt zubereitet, ein.

2012-06-24 18.52.40Eingangs erklang die „Serenade, op. 19 für Streicher“ von Niels W. Gade (1817-90), einem dänischen Komponisten und Schüler von Robert Schuhmann und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Sein romantischer Stil ist empfindsam, nordisch verklärt und von folkloristischer Melodik. Die aus vier kleinen „funkelnden Edelsteinen“ bestehenden „Aquarelle“ musizierten die engagierten Musiker tonschön, pastellfarbig und von unbeschwerter Stimmung. Von Franz Schubert (1797-1828) hörte man „Adagia und Rondo in A-Dur für Solovioline und Streicher“. Das an melodischen Einfällen, dem Wechsel von Dur nach Moll und kühnen harmonischen Wendungen reiche Werk musizierte die versierte Geigerin Carin Foster mit edlem Ton, festem Bogenstrich und sicherem Lagenwechsel.

Herrliche Kantilenen auch in hohen Lagen in reiner Intonation, dynamisch differenziert, wechselten mit rasant gebrochenen Akkorden in den Überleitungen. Im bewegten Rondo – von den stets subtil begleitenden Streichern übernommen – sowie in den Kadenzen der Solovioline brillierte die durch ihre Technik und Gestaltung überzeugende Solistin. Ein weiterer Ohrenschmaus war das „Trompetenkonzert in Es-Dur von Joseph Haydn (1732-1809) mit Dr. Armin Roth (Trompete). Friedemann Pods erteilte all denen eine Absage, die abwertend von „Papa Haydn“ sprechen. Sein klassischer Stil vereinigte in einer Synthese die Gegensätze von Polyphonie und dem galanten Stil des Rokoko aus Italien.

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In einer prächtig musizierten Orchestereinleitung stellte der Solist das prägnante, sauber intonierte Thema vor, das die Musiker übernahmen und weiterführten. In auf- und absteigenden Sequenzen, makellos geblasen, auch im Piano, sowie in den virtuosen Kadenzen, erwies sich der Solist als Meister seines Instruments. Das stets präsente Orchester begleitete feinsinnig und klangprächtig.

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Nach der Pause musizierten die engagierten Musiker die „Sinfonie Nr. 83 in g-moll“ mit dem Beinamen „Das Huhn“ von Joseph Haydn, der mehrere seiner Sinfonien mit solchen Beinamen versah. Bereits im ersten Satz erklang von den Geigen und der Oboe das Krähen des Hahns und Gackern der Henne. Ein bezauberndes Andante mit schwereloser Melodie, sowie ein federndes Menuett und ein resolutes, düster gestimmtes Finale formten die Musiker mit den vorzüglich präsenten Bläsern zu einem klassischen Tongemälde. Langanhaltender Beifall für ein exzellentes Abschlusskonzert.

 

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Nachtrag: Gerade erreicht uns dies nette Mail vom Orchesterleiter:

Lieber Herwig,

vielen Dank für Deine Nachricht und die vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit. Ich gehe davon aus, im Namen aller mitwirkenden Musiker zu schreiben – es hat uns großen Spaß gemacht und war mit Sicherheit das Highlight des diesjährigen Sommer-Konzertkalenders.

Liebe Grüße
Friedemann

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Bericht über das Werkstatt-Gespräch am Samstag

Slow Food trifft Cittaslow am Freitag

Alle Artikel, Videos und Einladungen zu den Werkstatt-Tagen

Alles auf der Homepage unter die-moebelmacher.de/uwt

1 Kommentar

  1. Nachhaltig

    Zwei Tage der offenen Tür an den Werkstatt-Tagen (mit Video der CNC-Maschine)

    Während der beiden Tage der offenen Tür bei den 14. Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen interessierten sich einige Menschen jenseits des Fussballtaumels für unsere Neuigkeiten, wie zum Beispiel den ungewöhnlichen Massivholztisch aus Birnbaum (es wird aus d…

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