von | 3. Oktober 2012

Chinesische Gäste beeindrucken am Tepan Yaki und mit Ginseng-Wurzel

BETRIEBS(ver)FÜHRUNGEN, Die Massivholzküche, Nachhaltigkeit, Bio und Messen | 2 Kommentare

2012-10-02 15.20.36Natürlich beginnt auch eine Führung mit chinesischen Gästen im Holzlager, wo wir dank des genialen chinesischen Dolmetschers (der in Frankfurt Germanistik studiert hatte) die regionale Waldschöpfungskette lückenlos erklären konnten. Auch in der Werkstatt übersetze er nahezu synchron die Besonderheiten unserer individuellen Leimholzherstellung und die außergewöhnliche Ausstattung unserer Maschinen, die ausschließlich auf die Verarbeitung von Massivholz spezialisiert sind. 
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Im Bankraum diskutierten wir lange die Technik der dort gerade verklebten Glasfronten, die vorher mit einem Naturfoto unseres Kunden digital bedruckt wurden. Kaum waren die vielen Fragen in der Werkstatt beantwortet, ging es in der Ausstellung weiter.

2012-10-02 16.03.25Besonders unsere Küchen haben es den Gästen angetan, und was soll man dann machen, dann muss einfach im Druckdampfgarer und auf dem Tapn Yaki auch gekocht werden, man kann ja den Frankensecco Fraenzi schlecht ohne Grundlage genießen. Aber kaum legte ich Spachtel und Palette kurz aus der Hand zum Einschenken der Gläser, übernahmen die Chinesen diese Werkzeuge und – es fällt schwer das zuzugeben – sie konnten beeindruckend damit umgehen. Schon das Geräusch, wenn Zhang Zhili, General Manager der Jilin Forest Industry, mit der Spachtel über den Tepan Yaki strich, klang nach Profi, während das eigene Gekratze im Nachhinein wie ein erster Versuch klingt.

2012-10-02 16.03.38Aber offensichtlich war Herr Zhili dann doch so begeistert von unserer Kochaktion, dass er uns zwei Ginseng-Wurzeln schenkte, von der wir nach seinem Rat sicher eine in Schnaps einlegen werden, um das hundertste Lebensjahr bei voller Gesundheit zu erreichen, für die andere suchen wir noch nach dem besten Rezept. Leider gibt es davon nicht so viele, denn die Verarbeitung der Wurzel als Gemüse hält sich aufgrund des Preises von rund einem Euro pro Gramm in engen Grenzen. Es könnten die wertvollsten Chips unserer Tepan Yaki-geschichte werden, oder Sie formulieren im Kommentar noch eine bessere Idee, was man wohlschmeckendes daraus zaubern könnte (allerdings ist die Wurzel eher für die Heilwirkung, als für den Geschmack berühmt geworden).
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Und sollten wir in nächster Zeit zufällig mal nach Peking kommen, wissen wir schon, wo wir eingeladen sind. Ein beruhigendes Gefühl.

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Die ganze Geschichte "Vom Baum zu Tisch" auf unserer Homepage.

NACHTRAG:

Dieses Rezept aus einem koreanischem Kochbuch schickte uns ein Küchenkunde Bernd Müller:
Candied-GinsengWEB

Vielleicht
sollte man noch erläutern, dass das sein Kochbuch aus der Heimat der
Ginsengwurzel Korea stammt und schon sehr alt ist. Dieser Teller wäre
nach heutigen Maßstäben (1gramm = ca.1
Euro) bei 37 Stückchen, also gut 4 ganzen großen Wurzeln locker 400
Euro wert. Und schmecken tut es vermutlich auch hauptsächlich gesund. Wobei man das natürlich mal im Dampfgarer probieren müsste …

2 Kommentare

  1. Klaus-Peter Baumgardt

    „Koreanisches Kochbuch“ ist doch ein Stichwort, bei dem mir zu lebensverlängernden Lebensmitteln eine etwas preiswertere Alternative, die sich jeder leisten kann, einfällt – schließlich ist das Ginseng-Angebot begrenzt, und eine verstärkte Nachfrage würde vorerst nur die Preis treiben.
    Angeblich begleitet es in Korea ja alle Mahlzeiten, kann zur Herstellung auch einen Hobel – Krauthobel oder Gemüsehobel brauchen: Das Kimchi.
    Milchsaures Gemüse tut es auch, und der Phantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Es verträgt viel Ingwer, was ja vielleicht ähnlich gesund wie Ginseng ist, und hat Zukunft – behaupte ich mal.

    Antworten
  2. herwig Danzer

    O.k., wollte die Ginseng-Preise nicht in die Höhe treiben, habe nur nach einer Verwendung meiner Wurzel gesucht. Aber dann trinken wir einfach unseren Ginseng-Schnapps auf die Zukunft des Ingwers …

    Antworten

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