von | 19. Januar 2013

1000 Bäume für die Frankenalb: Nach der Kartierung folgen die Reiser

Baumwelten, Hutanger, Nachhaltigkeit, Bio und Messen | 0 Kommentare

von Alice Niklaus


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Auf Kainsbachs Kornanger stehen einige etwa hundertjährige Apfelbäume, die dieses Jahr teilweise üppig Früchte trugen. Mangels Verwertungsmöglichkeit liegen sie allerdings eng beieinander auf dem Boden. Soll man darüber traurig oder halbwegs glücklich sein? Für Ottmar Fischer von der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb liegen die Gefühle vermutlich eher auf der positiven Seite, denn weil die alten Bäume noch Äpfel tragen wird ihm ermöglicht, von seltenen Sorten Reiser zu gewinnen und sie so vor dem Verschwinden zu retten. Am vergangenen Dienstag startete die Aktion, und ich war dabei!

Die Sonne verschwindet schon am frühen Nachmittag hinter der Anhöhe auf der linken Talseite, es ist kalt geworden.
P1130304 Als wir auf dem Anger ankommen, ist die Arbeitsgruppe schon beim Reiser schneiden. Der Kornanger ist einer der ersten Anger, die ich im Blog beschrieben habe. Das war Ende Oktober 2007. Die nötigen Informationen zum Projekt Hutanger holte ich mir bei Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark. Seit damals hat sich im Kornanger einiges getan: Um die 19. Jahrhundertwende bepflanzte ein Lehrer den Anger mit Obstbäumen, in meiner Fantasie sehe ich ihn von Baum zu Baum gehen, um sie zu pflegen und wohl auch die Ernte einzufahren. Vielleicht hat er die Äpfel in der Schule an die Kinder verteilt.
P1130307 Vor kurzem wurde der Happurger gemeindeeigene Kornanger vom Bund Naturschutz gepachtet. Bei der Kartierung wurden hier seltene Sorten entdeckt, so z.B. der Ribston Pepping (mehr zum Namen im Internet). Für die Zeit bis zur Veredelung werden erst einmal die Reiser auswärts in Quarantäne gebracht, so wird die Zeit überbrückt, bis die Baumschule Geiger diese anspruchsvolle Arbeit übernehmen wird.
P1130310 Ich bin beeindruckt von der Verve, mit der die Spezialisten ihre Planung durchziehen, damit meine ich auch die positive Einstellung zur Tatsache, dass sie ihr Projekt nur am Rande für sich, vor allem aber für kommende Generationen erarbeiteten und nun ausführen.
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Damit die Wiese unter den Apfelbäumen in Zukunft nicht mehr aussehen wie auf dem Foto folgt zum Schluss noch ein Angebot aus Happurg:

In Zusammenarbeit mit der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb e.V. und der Kelterei Roland Heldrich bieten wir Ihnen die Säfte und Fruchtweine aus der Region Hersbrucker Alb an.

Verkauf nach telefonischer Terminvereinbarung!

Sabine Ullherr, Enger Weg 3, 91230 Happurg,

Tel. 09151-8658264  email: apfelgarten2012@web.de


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