Kategorie-Archiv: Slow Food oder City

Hutanger und der Tag der Regionen sind die Basis der Cittaslow Hersbruck

“Das Hutangerprojekt ist eines der ältesten und erfolgreichsten Naturschutzprojekte Bayerns. Es entstand 1985 auf Initiative der Ortsgruppe Hersbruck des Bundes Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Mittelfranken aus der Erkenntnis heraus, dass die Hutanger das wichtigste Natur- und Kulturerbe der Hersbrucker Alb sind. 1987 übernahm das Naturschutzzentrum Wengleinpark die Betreuung.”

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Alle Fotos dieser gelungenen Veranstaltung von Thomas Geiger www.geiger-foto.de

 

Genau genommen gibt es wohl keine naheliegendere Zusammenarbeit, als die des Naturschutzzentrums Wengleinpark mit seinem Hutangerprojekt und dem Hirtenmuseum in Hersbruck,  ist doch Projektleiter Rainer Wölfel durch die Mutterkuhhaltung auf den Hutangern zum letzten Kuhhirten geworden.

“Begleitend zu unserer aktuellen Fotoausstellung: „Vor den Augen – in nahe Ferne. Landschaften. Weidetiere. Menschen.“ laden wir am Donnerstag, den 16. April um 19.00 Uhr ins Deutsche Hirtenmuseum Hersbruck zu einem geselligen und auch informativen Abend ein.”

Es war durchaus ein Vortragsmarathon im schönen Hirtenmuseum, aber – so ähnlich wie bei einem guten dicken Buch – ist man nach den 150 Minuten gescheiter, zufriedener und sogar dankbar, denn die Botschaft der beiden Referenten Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark und Frau Dr. Uli Albert wurde glaubwürdig belegt:

Die Hutanger der Hersbrucker Alb zählen  kulturell, touristisch und sogar kulinarisch zum Besten, was die Hersbrucker Alb zu bieten hat und vor allem: das gibt es  NUR hier!

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Dipl. Ing. Agr. Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark und Dr. Uli Albert, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Hirtenmuseums.

Davon wollen viele Politiker immer nur kurz vor den Wahlen etwas wissen, auch die zu diesem Zeitpunkt versprochene Kuhpatenschaft (hier alle Infos zu derselben) kommt dann häufig doch nicht, dabei wurde in dem Vortrag – den man unbedingt im ganzen hätte aufzeichnen sollen  – jedem Zuhörer klar, dass das Naturschutzzentrum einen Schatz behütet,  der bei Bevölkerung und Politik weder gewürdigt noch geschätzt und vor allem nicht vernünftig unterstützt wird.  Dabei hat dieser Schatz schon reichlich Zinsen gebracht, es merkte nur niemand.

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Cittaslow wäre ohne Hutanger und Co.  nicht denkbar

Als wir im Jahr 2000 die Idee von Hersbruck als erster Cittaslow außerhalb Italiens an Bürgermeister Wolfgang Plattmeier überbrachten (siehe Foto), waren es  zuerst mal das Hutangerprojekt, der bei uns in Unterkrumbach entstandene Tag der Regionen, die vielen Zeitungsartikel darüber und die Beharrlichkeit und der Charme von Manuela Sillius, der die Italiener von der Berechtigung unseres Aufnahmewillens überzeugte.

Im Jahr 2000 besprachen Citymanager Johannes Michel, Rainer Wölfel, herwig Danzer, Manuela Silius und Bürgermeister Wolfgang Plattmeier den Cittalsow-Gedanken
Im Jahr 2000 besprachen Citymanager Johannes Michel, Rainer Wölfel, herwig Danzer, Manuela Silius und Bürgermeister Wolfgang Plattmeier den Cittalsow-Gedanken

Der Vortrag der beiden Spezialisten, die diese Zusammenhänge von der Stein- bis in die heutige Zeit humorvoll und kurzweilig rüberbrachten, sollte Pflichtveranstaltung für Stadt-, Gemeinde- und Landkreisräte – ach eigentlich für alle werden. Denn die Hirtenkultur, deren Idee des gemeinschaftlichen Besitzes der Allmendeflächen war noch nie aktueller als heute und muss als  als Vorbild  für umweltfreundliche Beweidung, verantwortliche Fleischwirtschaft und gemeinschaftliche Verbesserung der Lebensqualität dienen.  (Eine Befreiung vom Pflichtvortrag bekommt übrigens nur, wer das Hutangerbuch aus dem Jahr 2005 gelesen hat und den Fragebogen dazu fast fehlerfrei ausfüllen konnte!)

Musikalische Untermalung auf höchstem Niveau

Regina und Christoph Utz machen wunderbare Volksmusik
Regina und Christoph Utz machen wunderbare Volksmusik

“Niederpfälzer” Musik entsteht, wenn ein Oberpfälzer eine Niederbayerin heiratet und sie gemeinsam wunderbar sympathische und künstlerisch wertvolle Volksmusik machen. Dann freuen sich auch die Franken.  Daran sieht man schon, wie völkerverbindend regionale Wirtschafts- und Musikerkreisläufe  sein können.

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Kuh- oder Hutangerpate werden

Das Hutangerbuch haben wir im Dezember 2005 besprochen

Die Hutangerbesuche von Alice Niklaus

Im Hutangerblog kann man sich über alle Kühe aktuell informieren

Das gleiche Thema gab es übrigens im Jahr 2005, also exakt vor 10 Jahren schon mal im Hirtenmuseum, was ich gerade im Nachhaltigkeitsblog entdeckt habe.

Die Fotos dieses Artikels stammen von Thomas Geiger:
www.geiger-foto.de

“Die verkaufte Demokratie” – Lesung mit Autor Christian Nürnberger am 26. Juni 2015

Bevor ich das Buch lobe, das ich gestern von Früh um 9 bis Abends um 22 Uhr auf einmal gelesen habe, sollte ich ehrlicherweise erst drauf hinweisen, dass die Möbelmacher und ganz viele unserer Freunde aus der Hersbrucker Alb, aber auch aus ganz Deutschland, Österreich und Italien darin vorkommen. Dabei geht es nicht nur um das Naturschutzzentrum Wengleinpark, Heimat auf´m Teller und die Cittaslow Hersbruck, sondern auch den Holzexperten Erwin Thoma, Claudia Langer von Utopia, Günther Bachmann vom Rat für Nachhaltige Entwicklung, Daniel Überall vom Kartoffelkombinat, die GLS-Bank oder auch Klaus Töpfer, der unsere erste Nachhaltigkeitskonferenz in Nürnberg bereicherte.

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Das eigentliche Verdienst des Buches ist weniger die Beschreibung der einzelnen Menschen oder Aktivitäten (wobei da schon sehr spannende Beispiele, wie Lesegespräche dabei sind), sondern das Einbetten aller Aktionen und Ideen in den großen Zusammenhang der erhofften gefahrlosen und friedlichen Mittelmeerumrundung seiner Kinder, dem eigentlichen Aufhänger – sicher aber auch die Motivation  – des Buches.

Im Vorwort heißt es: “Meine 21 und 24 Jahre jungen Kinder glauben, dass die Zukunft besser wird als die Gegenwart. Sie haben vor ein paar Jahren mal beiläufig ihre Erwartung erwähnt, eines Tages mit dem Auto gefahrlos ums ganze Mittelmeer herumzufahren und dabei durch eine einzige zusammenhängende Zone des Wohlstands, des Friedens und der Freiheit zu kommen, in der Menschen unterschiedlichster Kulturen freundlich miteinander leben und arbeiten.

Jetzt kann man sich natürlich schwer vorstellen, dass unsere Regionalinitiativen die Mörder des Islamischen Staates zur Einsicht bringen werden, aber so wie Nürnberger im ersten Teil ausführlich und dank seines persönlichen Schicksals als Bundestagskandidat auch glaubwürdig begründet, warum er keine Hoffnung in die Politik (mehr) setzt, so versucht er im zweiten Teil die Arbeit von Internetpionieren, Landwirtschaftsfachleuten und allen anderen engagierten Unternehmern und Menschen so zu vernetzen, dass dadurch die kritische Masse erreicht werden kann, die für die anstehenden Veränderungen nötig sei. Am schönsten fand ich den Ausdruck der “Entschlechterung der Welt” denn der aktuell von ihm beschriebene Zustand Europas, ist nicht wirklich ein Grund für Optimismus.

Und trotzdem macht er auch ein wenig Hoffnung. Seine nahezu tagesaktuellen Analysen der Anschläge in Vorra oder Paris werden mit positiven Beiträgen kontrastiert, zum Beispiel mit dem Bürgermeister von Oldenburg, der Kriminologen durch seine beispiellos niedrige Gewaltquote bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund auffiel. Seine so erfolgreiche Aktion bestand einfach aus dem Zusammentrommeln aller Schulleiter und seiner Bitte die Eltern anzuhalten, bei Kindergeburtstagen auch die Migrantenkinder einzuladen. So weit, so einfach.

Die Umsetzung seiner vielen Forderungen – bis hin zum vernünftigen Vorschlag Eward Snowden in Deutschland Asyl zu gewähren – wird da schon deutlich schwieriger, aber das darf kein Grund sein, nicht daran zu arbeiten. Er schreibt:

“Die Vernetzung mit Kunden und Konsumenten zu einer richtigen Regionalwirtschaft steckt noch ganz in den Anfängen, und jeder weitere Entwicklungsschritt erfordert das Engagement weiterer Bürger.”

Aus genau diesem Grund haben wir ihn zu unseren 17. Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen für den Freitag, den 26. Juni zu uns eingeladen. Wir hoffen, dass aus der Lesung und vor allem durch die Diskussionen mit ganz vielen Mitstreitern neue Ideen entstehen, wie wir die Hersbrucker Alb, aber auch Europa ein wenig entschlechtern können.

PS:

Was mich absolut verwundert ist, dass das Buch bei Randomhouse (Bertelsmann) herausgegeben wird – auch wenn als Verlag “Ludwig” draufsteht. Kann mir kaum vorstellen, dass die Inhaberfamilie Mohn ein Fan dieses Buchs werden könnte, wo der Konzern doch nahezu alles auf sich vereint, was im Buch kritisiert wird.

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Christian Nürnberger
Die verkaufte Demokratie (Niemals bei Amazon bestellen, sondern beim regionalen Buchhändler!)
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
368 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-28070-0
€ 19,99 Verlag: Ludwig

 

Artikel von Ulrike Heidenreich in der SZ

Das gesamte Interview auf der Seite http://christian-nuernberger.de

Ein Artikel vom Freelanceteam über das Buch

 

Flotte Lesung von Jaana Prüss aus ihrem Buch “fair handeln” am Michelsberg

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Jaana Prüss am Michelsberg in Hersbruck

Wurde schon gefragt, wo im Nachhaltigkeitsblog  unser Artikel über den spannenden Abend mit Jaana Prüss am Michelsberg bleibt (den wir hier angekündigt haben). Das ungewöhnlich lange Warten auf diese Veröffentlichung im – im März 10-jährigen – Blog war offen gestanden Absicht, denn ich wusste, dass Ute Scharrer einen tollen Artikel darüber schreiben wird und den leihe ich mir hier dankbar und mit freundlicher Unterstützung der Hersbrucker Zeitung gerne aus.

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Dr. Ulrike Eyrich bei ihrer wohlformulierten Begrüßungsrede

Ute hat Recht, man hätte Jaana gerne noch länger zugehört und nicht nur über die einzelnen Initiativen selbst als Shortcut, sondern auch über die notwendigen Rahmenbedingen und Jaanas großen Erfahrungsschatz damit erfahren. Denn wer ihre Vita ließt, oder Ulrike Eyrichs einfühlsame Einführung verfolgte, hat großen Respekt vor Ihren Leistungen, die sie an keiner Stelle erwähnt hat.

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Bürgermeister Robert Ilg

Aber die Unterhaltung über diese Themen war dann nach dem Vortrag möglich, denn bei köstlichem Essen und fairem Biowein war dank ihres Parforceritts durch Ihr Buch mehr Zeit für den persönlichen Austausch und der war  sehr inspirierend. UnterstützungsbannerC3S_B4NIE36CRGAuch sie sieht in der Open Source Bewegung eine große Zukunft und ist ein Fan von C3S (die Cultural Commons Collecting Society baut gerade eine Alternative zur GEMA auf, was wir auch als Genossenschaftler unterstützen). Ihr empfehlenswertes Buch hat sie unter Creativ Commons Lizenz ohne Verlagsbeteiligung herausgebracht, so verzichtet sie zwar auf die vertriebliche Unterstützung, behält aber die absolute Kontrolle über die Rechte. 

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Ottmar Fischer von der Streuobstinitiative

Ein wertvoller Beitrag für Hersbruck war die Veranstaltung aber nicht zuletzt deshalb, weil viele, leider nicht alle, Initiativen mal zusammen kamen und sich auch untereinander austauschten, auf dass sich nicht wiederholen möge, dass sich die Streuobstinitiative ein Gebäude errichten lässt, ohne beim Initiativkreis Holz aus der Frankenalb wenigstens anzufragen.

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Ute Scharrer schrieb in der Hersbrucker Zeitung:

Umdenken mit dem Schnellfeuergewehr

Rasante Buchvorstellung mit Jaana Prüss aus Berlin zum Thema „fair handeln“ – Regionale Projekte präsentierten sich

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HERSBRUCK (us) – Eine Glücksministerin als Herrin über ein fiktives Ministerium, ein Werteladen in Berlin und regenfeste Röcke aus Belfast: Jaana Prüss, Künstlerin und Autorin aus der deutschen Landeshauptstadt feuerte bei der Vorstellung ihres Buches „fair handeln“ eine Salve an Ideen zum  Umdenken ab – angesichts deren Fülle leider manchmal auch mit der Geschwindigkeit eines  Schnellfeuergewehrs. Mit bewundernswerter Bescheidenheit nahm sich die vielfach ausgezeichnete
und hochgebildete Kulturaktivistin aus dem Rampenlicht des gut gefüllten Lokals am Michelsberg
und stellte nicht nur über den Tellerrand denkende Kollegen hinein, sondern bot auch Initiativen
aus dem Hersbrucker Umkreis ein Podium.

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Doris Dischner ist die "Initiative Essbare Stadt"

So stellte Doris Dischner ihr Projekt „Essbares Hersbruck“
mit dem zu vernaschenden Inhalt der Pflanzkübel in der Kirchgasse vor. Uwe Neukamm erzählte von der
in Vorderhaslach betriebenen Solidarischen Landwirtschaft, die mit ihrer überwältigenden ökologisch
erzeugten Gemüseernte die Erntegemeinschaft 2014 fast überversorgte.

 

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Das Publikum aus der Cittaslow Hersbruck

Ottmar Fischer pries die von der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb gehegten Apfelbäume an, die zumindest Teile der 140 in der Region gelisteten alten Sorten tragen und so vor dem Aussterben retten.
In diese eher kulinarische Ecke passen auch etliche Initiativen, die die von der Fairtrade-Beauftragten
der Stadt Hersbruck, Ulrike Eyrich, geladene Jaana Prüss vorstellte. Unter dem griffigen Titel „Stadt
macht satt“ werden in Berlin Gemüse und Kräuter in die Vertikale gebracht und in Pflanztaschen an Bauzäunen hoch-gezogen. „Running Dinner“ gehen einen Schritt weiter in der Verarbeitungskette der Nahrung und fördert nebenbei Beziehungen. So wird die Vorspeise in einem Haushalt, der Hauptgang in der nächsten Wohnung und das Dessert in einem dritten Habitat zubereitet und gemeinsam verspeist. 

Natürlich gibt es auch Ideen, wie mit Ressourcen schonend umgegangen werden kann. Im „Do-it- yourself“-Drittel des Buches von Jaana Prüss kann man lernen, aus Tetra-Paks originelle  Geldbörsen herzustellen oder Bienenkästen für eine extensive Haltung der für uns so wichtigen Insekten selbst zu bauen. Der Leihladen LEILA in Berlin hält selten gebrauchte Geräte zum Ausleihen bereit – so muss nicht jeder Haushalt eine Bohrmaschine anschaffen. Produktentwickler Leif Schoeller aus Fürth war angereist, um seine Crowd-Funding-Kampagne, oder wie er nach Anmahnung der vielen englischen Begriffe witzelte
„Schwarm-Finanzierung“, persönlich vorzustellen. Mit dem Umfang einer Langspielplatte und etwa einem
Pfund Gewicht könne man mittels „Blue Freedom“ Wasserkraft mobil zur Stromerzeugung nutzen.

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Jaana Prüss und Uwe Neukamm von der solidarischen Landwirtschaft

Bürgermeister Robert Ilg, der sich freute, dass Jaana Prüss aus „seiner Geburtsstadt Berlin in die erste Cittá Slow außerhalb Italiens“ angereist sei, teilte in seiner Begrüßung viel Lob an die in der Fair-Trade-
Bewegung Engagierten Hersbrucks aus. Ehrlich gestand er leise Nervosität gegenüber der Aktivistin mit
ihren Ideen zum Anstiften ein, äußerte aber Verständnis dafür, dass man manchmal „Maximalforderungen
formulieren muss, um Minimales zu erreichen“.

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Leif Schoeller erklärt seine Mikroturbine

Doch die Bedenken waren unbegründet, denn Jaana Prüss forderte nicht- sie inspirierte: zum Umdenken, Querdenken und Ausprobieren. Ob „Ticketteilen“,  „Wandelwerte“, die alternative Nutzung der allgegenwärtigen Werbeflächen oder das Verschenken von  Zeit statt Zeug“- viele der erfinderischen Initiatoren, die Prüss in ihrem kurzweiligen Buch vorstellt, setzen eher auf frisches Denken als auf behördliche Unterstützung. Und dabei ist laut Jaana Prüss eines ausdrücklich  erlaubt: Fehler machen!

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Klaus Prätor ist ein Fan und Verbreiter der Allmende-Kultur

Das Buch von Jaana Prüss heißt  „fair handeln-Anstiftungen für zukunftsfähiges Handeln“ und ist als
Taschenbuch im Verlag Morgengrün Kommunikation für 22.99 Euro erhältlich. Die Autorin, Künstlerin und Kulturaktivistin Jaana Prüss. Foto: U. Scharrer

Hier kann man ihr Buch bestellen oder in der Buchhandlung Lösch.

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Jaana Prüss beim Signieren ihrer Bücher

Lesung von Jaana Prüss zum Thema Fair Trade am Donnerstag 29.1. am Michelsberg

Pressemeldung der Stadt Hersbruck von Christl Schäfer-Geiger

Hier sind ein paar Fotos dieser gelungenen Veranstaltung (wer alle Fotos will, schickt eine email an hd@die-moebelmacher.de):

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Die Fairtrade Stadt Hersbruck lädt Mutige und Zukunftsorientierte zur Lesung „fair-handeln! Anstiftungen für zukunftsfähiges Handeln“ der Berliner Autorin Jaana Prüss ein, am Donnerstag, 29. Januar 2015
um 19 Uhr in der Gaststätte Michelsberg.

Die Berliner Kulturaktivistin und Kuratorin Jaana Prüss stellt auf Einladung des Eine-Welt-Netzwerkes Bayern und der Initiative Fairtrade Stadt Hersbruck am Donnerstag, 29. Januar um 19 Uhr in der Gaststätte Michelsberg ihr mehrfach ausgezeichnetes Buch „fair-handeln! Anstiftungen für zukunftsfähiges Handeln“ vor. Im Buch kommen neben Akteurinnen und Initiativen des Wandels viele Stimmen zu Wort, die eine Lebensweise unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit praktizieren. Von „Essbarer Stadt“ über Prinzipien des Leihens statt Besitzens und Aufwertens statt Wegwerfens stehen Rezepte und Anleitungen zum Do-it-yourself und Upcycling im Bereich Ernährung, Textil, Mobilität, Energie und Finanzen im Zentrum. 

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Die Lesung wird von Bürgermeister Robert Ilg eröffnet. Begleitend stellen sich regionale Initiativen vor, wie die Solidarische Landwirtschaft Vorderhaslach, die Streuobstinitiative Hersbruck, die Initiative „Essbare Stadt“ und die Firma Aquakin, Anbieter von nachhaltigen Kleinwasserkraftwerken. Sie bieten praktische Beispiele für „fair-handeln“ und nachhaltige Lebensweise in unserer Region.

Jaana Prüss gründete 2004 Morgengrün Kommunikation in Berlin, um Projekte mit Menschen unterschiedlicher Disziplinen aus Kultur, Kunst, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu initiieren und den Resonanzraum in der Allianz von Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit zu erweitern. Hierfür wurde sie u.a. mit dem Umweltmedienpreis der Deutschen Umwelthilfe (2010) und vom Rat für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet (2011, 2015).

 

Ulrike Eyrich, Leiterin der Fairtrade Initiative der Stadt Hersbruck freut sich auf spannende, kreative und nachahmenswerte „Anstiftungen und Impulse!“.

Unterer Markt 1
91217 Hersbruck
Tel. 09151 735 110
c.schaefer-geiger@hersbruck.de
www.hersbruck.de

Elaines Heimat auf dem Teller – Haggis meets Whisky im alten Schloß zu Kleedorf

HaggismeetsWhisky_0017Es war eine Veranstaltung, wie sie sich für eine Cittaslow gehört: persönlich, engagiert, verbindend und auch noch genussvoll. Denn Hans Heberlein (vom Alten Schloß in Kleedorf) hat einst von netten Gästen, die er vergeblich zum Bleiben bewegen wollte, statt ihre Reise nach Schottland fortzusetzen, ein Paket geschickt bekommen in dem Haggis war (die Schotten sprechen es "haggis"). Bei einem guten Gastronom entstehen aus solchen Dingen sofort Veranstaltungsideen, noch dazu, wo Hersbruck seit über 40 Jahren eine Partnerstadt in Schottland hat, und zwar Lossiemouth.

Durch diese Partnerstadt entstand aber nicht nur eine Ehe – die Schottin Elaine Schmidt heiratete den zugezogenen Hersbrucker Wolfgang Schmidt, Inhaber von Foto Steinbauer  -  sondern auch ein besondere Whiskyaffinität und – kompetenz bei Hersbruckern, mit der Evi Stenz sich sogar selbständig gemacht hat (Whiskypunsch.de). Dazu kommt, dass es in einer der hinteren Ecken von Schottland einen Deutschen gibt, der sich auf den Versand von Lachs (Ardshealach Fine Foods), Haggis und andere typische Produkte spezialisierte.

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Also war eigentlich alles beisammen, um einen wunderbaren Abend zu gestalten, den Hans mit der Entstehungsgeschichte begann und Elaine über die schottische Geschichte und insbesondere Robert Burns sprach. Denn am 25. Januar wird traditionell der Geburtstag des Dichters mit Haggis und einem festen Zeremoniell gefeiert, das ausführlich hier beschrieben ist und hier ist sogar das Gedicht auf schottisch, weiter unten die Übersetzung. Dabei fiel allen Schottlandgereisten wieder ein, dass die schottische Sprache nur bedingt mit dem Englisch verwandt ist, das wir einst in der Schule lernten, aber auch ohne die Gedichte zu verstehen, war der Klang der schottischen Sprache eine tolle Einleitung zu dem schottischen Räucherlachs, der den Vorspeisesalat begleitete.

Die Gäste konnten zwischen Lachs im Blätterteigmantel und Haggis auf Steckrüben- und Kartoffelpüree wählen an unserem Tisch war es ungefähr halb, halb, an anderen Tischen haggislastiger. Wikipedia schreibt dazu:

Haggis ist eine Spezialität aus der Schottischen Küche und besteht aus dem Magen eines Schafes, paunch genannt, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Haggis ist mit Pfeffer scharf gewürzt, und das Hafermehl verleiht ihm eine etwas schwerere Konsistenz als Wurst. 

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Anders als im offiziellen Geburtstagszeremoniell – und wohl auch angenehmerweise – wurde das Haggis fertig auf dem Teller portioniert und nicht aus dem Schafsmagen geschält und es schmeckte – offen gestanden wider Erwarten -  ausgesprochen köstlich.

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Evi Stenz erklärte uns die verschiedenen Whiskysorten, die es zu den Gängen gab und als passendes Bier wurde Kikennys aus Irland gewählt. Jedes Volk hat seine eigene Art mit den Innereien der Tiere umzugehen, das Einnähen in den Schafsmagen hatte natürlich auch den Zweck der Haltbarmachung. Wikipedia: "In Deutschland gibt es mit dem nordhessischen Weckewerk und der westfälischen Stippgrütze ähnliche, ursprünglich für die bäuerliche Schlachtresteverwertung gedachte Rezepturen." 

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Hans Heberlein ist Mitglied von "Heimat aufm Teller", der sich auf die Verwendung von Lebensmitteln unserer regionalen Diektvermarkter spezialisiert hat. Der ausgesprochen gelungene Abend "Haggis meets Whisky" zeigt, dass Regionalität nicht provinziell sein darf, dass auch internationale Kontakte Freu(n)de machen und schließlich hatten wir ja immerhin Elaines Heimat auf´m Teller.

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Die deutsche Übersetzung von Robert Burns "Address To A Haggis" (ohne Gewähr)

Auf einen Haggis

Dein feines Gesicht sei von Glück erhellt,
du Häuptling in der Würstewelt!
Bist hoch über alle anderen gestellt,
ob Pansen, ob Darm:
Verdienst, daß man dein Lob erzählt,
so lang wie mein Arm.

Die ächzende Schüssel da füllst du aus,
dein Hintern schaut wie ein Bergrücken raus,
Dein Holzspieß hülf als ´ne Rad-Achse aus,
in Zeiten der Not.
Und aus deinen Poren tritt Tau heraus,
wie Bernstein rot.

Sieh, wie der Bauer sein Messer wischt;
er schneidet dich auf, wenn aufgetischt,
Und in dein saftiges Inneres er bricht,
dem Pflüger gleich;
Und dann, o welch gesegnete Sicht,
warm-dampfend, reich.

Und Löffel für Löffel macht man sich ran,
der Teufel kriegt den letzten dran,
Bis alle Bäuche, ob Frau, ob Mann,
sind wie Trommeln gespannt;
Und kurz vor dem Platzen der Hausvater dann stöhnt: "Gott sei Dank“.

Gibts einen, der nach Ragout noch trachtet,
und Eintopf, den ´ne Sau verachtet,
Und Frikassee, das sie kotzen machte,
vor Ekelqual,
der hinschaut und verächtlich lachte,
auf solch ein Mahl?

Der Ärmste! Seht ihn bei seinem Müll,
ist kraftlos wie trockene Binsen und still,
Für Schnüre die Schenkel man halten will;
die Faust für ´ne Nuß;
Wie wenig für blutiges Schlachtengebrüll
der taugen muß!

Doch seht den Landsmann, haggisgenährt,
von seinem Schritt tönt zitternd die Erd,
Drückt ihm in die breite Faust ein Schwert,
er läßt es tanzen;
Mit Armen und Beinen er verfährt,
wie mit Unkrautpflanzen.

Ihr Mächte, die ihr im Himmel verkehrt,
und den Menschen den Speisezettel serviert,
ein Schotte hat Fraß noch nie verzehrt,
der bloß ein Dreck ist;
Drum, wünscht ihr, daß er euch verehrt, gebt ihm ´nen Haggis!

(Übersetzt von Rudi Camerer) Quelle

Vakuumieren, Slow Food und Nachhaltigkeit

von Dr. Elke Böhner
 
Seit August 2014 haben wir nun unsere neue Küche von den Möbelmachern.
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Fünf Jahre lang hatten wir alle Möbelgeschäfte im größeren und kleineren Umkreis von Ansbach abgeklappert auf der Suche nach einer neuen Küche. Kein Konzept konnte uns so recht überzeugen. Manchmal zweifelten wir schon, ob wir nicht zu viel wollten: in meine 16 qm große Küche (unser Haus ist nun über 20 Jahre alt und damals hatte man halt keine offenen Küchen), sollte eine "Insellösung" oder Mittelkochfeld integriert werden, ich wollte, dass 4 Personen in der Küche bequem essen können, der Sitzplatz sollte so groß sein, dass wir (mein Mann und ich) samstags beim Frühstück Zeitung lesen können, ich wollte nicht auf der "Hühnerleiter" aufgereiht sitzen und dann wollte ich auch keinen Pressspan mehr in meiner Küche (überhaupt nicht mehr in meinem Haus).
 
Mit diesen schwierigen Vorgaben kamen wir nach Unterkrumbach. Schon die ersten Skizzen von Herrn Danzer haben sowohl meinen Mann als auch mich fasziniert. Keine langen Computersitzungen – einfach ein paar Striche auf ein Blatt skizziert und schon konnte man sich die Küche vorstellen. Nebenbei gab es von Herrn Danzer immer was leckeres zu Essen.
 
Schon beim ersten mal, als er seinen "Teppan" anschaltete, überzeugte er uns, dass auch wir einen Teppan Yaki wollten. 
 
Mittlerweile zelebrieren wir sonntags unseren Teppan.
Es gibt nichts schöneres als am Sonntag in aller Ruhe gemeinsam zu kochen, wobei ich mich dann mit einem Glas Wein bewaffnet hinsetze und zuschau, wie mein Mann das Sous Vide gegarte Fleisch anbrät oder Bratkartoffeln brutzelt. Das ist für uns Entspannung und Runterkommen aus unserem hektischen Alltag.
Gelebtes Slow Food.
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Und so ging es weiter mit unserer Küchenplanung:
 
 Wenn ich Herrn Danzer sagte, ich möchte ein Fach, in dem auch meine hohen Essig- und Ölflaschen untergebracht werden konnten, stand er auf, sagte: "Schaun Sie mal, Frau Böhner, so einen Schub haben wir sogar mit Edelstahlboden", machte einen Schub auf und es war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Die Ratschläge von Herrn Danzer hatten Hand und Fuß und man merkte, dass da unheimlich viel know how und  praktische Erfahrung dahinter steckte.
 
KuecheBoehner14_II_0152In den Hochschrank wollte ich unbedingt einen Combidampfgarer und einen Backofen mit Klimagaren unterbringen. Mit dem Combidampfgarer kann man nämlich "Sous vide" garen und das wollte ich unbedingt. Der dazu benötigte Vakuumierer sollte in die Speisekammer warten und nur bei Benutzung hervorgeholt werden.
 
Vakuumierer
Und schon ging wieder eine Schublade auf und Herr Danzer zauberte einen Vakuumierer in einer Schublade integriert hervor. Erst überlegte ich noch ein bisschen, ob wir uns den doch nicht ganz günstigen Profivakuumierer gönnen sollten, im nachhinein war es mit eine der besten Entscheidungen, die wir getroffen haben. In meiner alten Küche hatte ich keinen Vakuumierer, in meiner neuen Küche brauch ich ihn ständig.
 
Mein Mann und ich sind beide selbständig und haben keine 38,5 Stundenwoche, so dass ich normalerweise nur einmal in der Woche zum Einkaufen gehe. Früher passierte es schon mal, dass das eine oder andere Lebensmittel (Wurst oder Gemüse etc) im Müll landete, weil es schon zu lang in meinem Kühlschrank lag oder díe Kinder die aufgeschnittene Wurst nicht mehr wollten, weil die Ränder etwas angetrocknet waren. Und das ganze häufte sich, als die Kinder dann im Studium weg waren. Dachte ich doch erst, ich brauch den Vakuumierer nur fürs "Sous Vide" garen, weit gefehlt. Mittlerweile landet viel weniger im Müll, es wird vakuumiert und hält dadurch viel viel länger.
 
BlumenkohlSousVideAuch muß ich nun nicht mehr 3 Tage an einem Blumenkohl essen, ich vakuumier den Blumenkohl portionsweise ein und hab ihn immer frisch. Gelebte Nachhaltigkeit.
 
und hier ist mein Vakuumierer und hier die ersten Ergebnisse als Foto dazu:
 
 
Hirschrücken – Sous vide
HirschrückenSousVide
Entenbrust – Sous vide
 
EntenbrustSousVide+++++++++++++++
 

Die Erdbeerküche unserer neuen Sous Vide Foodbloggerin Elke Böhner

KuecheBoehner14_II_0015Die technischen Seiten der Buchenküche von Elke Böhner haben wir schon auf der Homepage beschrieben. Aber die schöne Zusammenarbeit beim Entwerfen der Küche hat noch andere Folgen, als "nur" eine schöne Küche. Weil sie sich spontan so für das Garen im Vakuum (Sous Vide Garen) begeisterte und auch gleich einen Kammervakuumierer von Komet in die Schublade integrierte,
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haben wir für sie die (signierte) "Sous Vide Bibel" von Hubertus Tzschirner organisiert und uns über erste Erfahrungen ausgetauscht. Schnell war klar, dass sie ihre erworbenen Kenntnisse und Umsetzungen auch in diesem Nachhaltigkeitsblog an unsere Leser weitergeben wird, denn manche warten wirklich auf immer neue Infos zum Sous Vide Garen, die wir in der Kategorie "Sous Vide Garen" absortieren.
 
(Das Ganze ist auch hier im Video zusammengefasst:)

 
 
 Der Text im Video (für Videoverweigerer)
 
Also wir Möbelmacher wollen jetzt einfach mal zeigen, wie unsere Massivholzküchen in Einzelanfertigung entstehen und warum unsere Kunden damit richtig glücklich werden.
 
Diese sympathische Dame mit dem liebenswerten Hund heißt Elke Böhner, ist Zahnärztin in Ansbach und sie hat uns auf der Consumenta endeckt.
 
In der Frauenhalle Fem hat sie unsere Kochshows und die grüne Kühe gesehen und quasi im Vorbeigehen ein Jahrbuch, den Kalender 2014 mitgenommen.
 
Vermutlich hat er ihr gefallen, denn wenige Tage später hat sie einfach  angerufen und einen Termin vereinbart, und uns mit Ihrem Mann in Unterkrumbach besucht.
 
Da haben wir erstmal alle möglichen Variaten der KüchenEinrichtung gezeichnet, disktutiert, radiert, gelöscht verworfen neu gestaltet, (alte fotos ihrer küche)
 
Dabei haben wir auch – wie immer bei Küchenplaungen – gemeinsam gekocht, denn natürlich möchte jemand für den Kochen richtig wichtig ist, alle  Geräte auch ausprobieren, vor allem den Tapan Yaki, auf dem in fast allen Möbelmacherküchen alle Steaks, Speigeleier, Kartofffelchips und Gemüsesorten gebraten werden. Und wir diskutierten über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Dampfgarer von Miele, von denen jeder einzelne ganz besondere Vorteile hat.
 
KuecheBoehner14_II_0142Zur vernüftigen Beratung gehört auch eine Führung durch unsere Werkstatt, denn nur, wenn man weiß, mit wie viel Liebe vom Wald bis zum Kunden unsere Küchen in Einzelanfertiugn entstehen, kann man einschätzen, wie sinnvoll es ist, sich mit Freude an der Küchenplanung wirklich mit jedem Detial der eigenen Küche zu beschäftigen.  Denn  jede Schubladenhöhe und Schrankbreite können wir individulell festlegen, in Möbelmacherküchen gibt es keine Ausgleichsschränke sondern nur "Passendes". . 
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Nach vielen Abwägen der unterschiedlichen Grundrisse war klar, wie ihre Küche  aussehen soll. Diese während des Gesprächs entstandene Zeichnung kommt dem Original doch schon ziemlich nahe.
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Denn Frau  Böhner will mit dem blick in den Garten kochen, also haben wir das umgesetzt und dann ging es um es um die optische Wirkung ihrer Küche.
 
Sie liebt rot und Erdbeeren , also haben wir uns alle auf die Suche gemacht und tolle Erdbeerfotos im Internet gekauft, via Photoshop auf die Größen der Türen und Farben angepasst und natürlich hat sie eine rote Kitchen Aid Küchemaschine und eine rote Wand
 
Aber wir haben auch ganz tolle Haozjalousien mit roten Bändern bestellt, die die Optik der Küche erst perfekt machen. KuecheBoehner14_II_0209
 
Dan haben wir die Küche montiert und dabei konnten unsere Schreiner und Schreinerinnen ganz freundliche und hilfsbereite Menschen kennen lernen, die außerdem genre kochen.  
 
KuecheBoehner14_II_0199Frau Böhner hat den ersten Einbauvakuumierer  von Komet, mit dem sie lebsnmittel haltbar macht, mariniert und super Rezepte aus dem Sous Videkochbuch von Hubertus Tzschirner kocht. Und wenn das Garen im Vakuum mal wieder ganz toll gelungen ist, oder komplett in die Hose ging, dann berichtet sie darüber in unserem Nachhaltigkeitsblog in der Rubrik "Die Küche zum Kochen" und "Sous Vide Garen."
 
 
Der Backofen und ihr CombiDampfgarer mit Festwasseranschluss, sind wie die beste Spülmachine natürlich von Miele.
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Den Kühlschrak von Liebher gab es leider nur ein Jahr lang, aber er passt hervorragend zur grauen Granitplatte in die ein Spülbecken aus Keramik eingelassen wurde.  
 
Das Kochfeld ist eine Kombination aus Induktionskochfeld mit einem großen Tepan Yaki von Jaksch auf dem auch Kartoffelchips mit blauen Kartoffeln der Sorte blauer Schwede gelingen.

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Jetzt ist ihre Küche schon ein paar Wochen eingebaut, wenn Sie Fragen zur Küche hat, ruft sie uns an, wenn wir Fragen zum sous Vide Garen haben, rufen wir sie an und ihre Erfahrungen gibt sie als neue Foodbloggerin im Nachhaltigkeitsblog weiter.

 

   

Newsletter 108: Tag des Schreiners am Samstag und günstige Consumenta-Überbleibsel

 

 

 

 

 

 

 


Liebe Leute,

am kommenden Samstag ist wieder Tag des Schreiners und wir laden Sie und die, die uns auf der Consumenta kennen lernten, ganz herzlich nach Unterkrumbach ein. Denn der Eindruck von wohlsortiertem Holzlager, hochmoderner Werkstatt und wohnlicher Ausstellung ist eine glaubwürdige Ergänzung zum Messeauftritt mit beeindruckenden Frauen und schicken Möbeln. Weil die Messepreise für unsere Ausstellungsmöbel, Sofas, Sessel und die Bettsysteme von Pro Natura noch gelten, können sie sich persönlich bei einem Gläschen köstlichen Schaumweines von der Idee "Alles Gute zum Einrichten" überzeugen. 

Ausnahmsweise gibt es diesmal kein Video zum Newsletter, erst muss noch unser Jahrbuch 2015 fertig geschrieben werden. 

Das sind die Themen heute:

  1. Der Tag des Schreiners am Samstag, den 8. Nov.
  2. Bitte Postadresse für das neue Jahrbuch schicken
  3. Die Stoff- und Nackenkissen-Aktion von Jori
  4. Warum die Consumenta in diesem Jahr richtig Freude machte
  5. Gelände ohne Geländer im November
  6. Mit Walter Regler ergonomischen Fußhocker verwirklicht
  7. Kurznachrichten+ Nachölen von Holzfußböden + Das neue Buch "Roh!"von Hubertus Tzschirner + Die Streuobstinitaitive im Nachhaltigkeitsblog +


Der Tag des Schreiners am Samstag, den 8. Nov.
Mal durch die Werkstatt schlendern und in der Ausstellung genießen
 
Eigentlich haben wir immer Tag der offenen Tür, aber für alle, die uns nur von Messen oder aus dem Internet kennen, ist der Tag des Schreiners doch eine schöne Tradition die Möbelmacher endlich mal "in echt" zu sehen. Es gibt noch viele Sonderangebote von der Consumenta und für ein Gläschen köstlichen Schaumweines ist immer Zeit.

Die Einladung auf der Homepage.


Bitte Postadresse für das neue Jahrbuch schicken
Auf dass Newsletterabonnenten unser Kalender-Jahrbuch per Post erhalten

Wir haben ganz viele Newsletterabonnenten, die nicht in unserer Postdatei sind und deshalb unser neues Jahrbuch 2015, den Info-Kalender Nr. 19 Anfang Dezember nicht bekommen würden, wenn sie uns nicht jetzt ihre Postadresse schicken. info@die-moebelmacher.de 
Manchmal ist Print doch schöner als Pixel. 


Die Stoff- und Nackenkissen-Aktion von Jori
Alle Jorimöbel mit Stoffbezug besonders günstig und das Nackenkissen zum Relaxsessel geschenkt

Wer mit einem Sofa, Stühlen oder einem Relaxsessel in Stoff liebäugelt, sollte die Gelegenheit beim Schopfe greifen, denn bis Silvester gibt es alle Möbel zum "Weißpolsterpreis," also ohne Berechnung des Stoffes selbst.

Die aktuellen Aktionen gelten für alle Modelle in Stoff und die Kissen der Relaxsessel sind bis 31.12. kostenlos.  

Unsere Jori-Sonderangebote und Aktionen


Warum die Consumenta in diesem Jahr richtig Freude machte
Viele begeisterte Gäste und Vortragende in der Frauenhalle "fem," in der auch Männer willkommen sind

Eigentlich ist der Whiskystand von Michael Gradl in unserer fem-Halle 7A so etwas wie ein Bällebad für Männer. Die Mädels geben ihre Männer dort ab, um in Ruhe durch die inspiriereden Stände schlendern zu können, wobei – anders herum – die Männer ihre dann später schon vermissten Frauen am Möbelmacherstand wiederfanden. Denn die ergonomischsten Betten, die rückenfreundlichsten Relaxsessel und natürlich die schönsten Möbel gab es dort.

Was sonst noch alles los war – Kochshowimprovisation mit Konditorenweltmeisterin Andrea Schirmaier-Huber, Messerstecherei mit Lizzy Aumeier, wilde Vorwürfe der wilden Hilde "Hildegard Pohl," romantische Liebesgeschichte von Gabriela Popov oder kulinarisch Abgefahrenes von Hubertus Tzschirner – erfahren sie in diesem Blogbeitrag über die fem

Wer sich für die vielen Sonderangebote von Ausstellungstischen, Möbeln und Küchen interessiert kann hier was finden.

Wer sich lieber die vielen Bilder anschauen will, kann sie hier nach Tagen sortiert nicht nur anschauen sondern auch herunterladen.


Gelände ohne Geländer im November
Ungewöhnlicher Blick auf und von unserer Terrasse

Sonnenaufgang am Sonntag: Der hohe Dachüberstand der Möbelmacherhalle sorgt dafür, dass unsere Lärchenholzverschalung nur wenig vergraut – und das in Würde. Die Bretter des Balkons waren aber schon deutlich dunkler und so haben wir die Consumenta genutzt sie einfach kurz durch unsere Breitbandschleifmaschine laufen zu lassen. Erstaunt sehen wir jetzt, wie stark (k)ein Geländer die Optik eines Gebäudes beeinflusst.


Mit Walter Regler ergonomischen Fußhocker verwirklichtProblemlöser für besten Sitzkomfort gefunden

Passend zur restlichen Einrichtung aus Nussbaum haben wir eine gerundete Fußauflage gefräst, die beim Nach-hinten-lehnen den aufklappenden Hocker nicht behindert, die einer kleinen Person in aufrechter Haltung aber trotzdem das Aufstellen der Füße erlaubt. Mit fachlicher Unterstützung von Walter Regler (Praxis für Physiotherapie in Hohenstadt) konnten wir alles perfekt auf die Bedürfnisse der Kundin abstimmen. Denn perfektes ergonomisches Sitzen ist mehr als das Verkaufen eines Sessels.

Kurznachrichten+ Nachölen von Holzfußböden + Das neue Buch "Roh!"von Hubertus Tzschirner + Die Streuobstinitaitive im Nachhaltigkeitsblog +
+++ Nachgeölt in der Ausstellung

Weil alle Möbel auf der Consumetna standen haben wir auch gleich unseren Ausstellungsboden nachgeölt. Diese Aktion, die den Boden wie neu aussehen lässt bieten wir natürlich auch unseren Kunden an. Anruf genügt.
 
+++ "Roh" von Hubertus Tzschirner ist trotzdem ein KOCHbuch

Es geht um eine Neudefinition von Rohkost, wissenschaftlich hinterlegt und vor allem mithilfe von neuer Techniken, wie zum Beispiel dem Vakuumieren, schmackhaft umgesetzt. Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst. Das neue Standardwerk zur Rohkost, wie Hubertus schon das (Meister-)Standardwerk zum Sous Vide Garen schrieb (immer zusammen mit Prof. Thomas A. Vilgis und dem Fotograf von Daniel Esswein: Edition Fackelträger 49,45€) 
 
+++ Die Streuobstinitiative im Nachhaltigkeitsblog

Unsere unermüdliche Blogautorin Alice Niklaus beschreibt im Nachhaltigkeitsblog regelmäßig die Entwicklung ihres Patenbäumchens und was sich sonst noch in der Streuobstinitiative tut. Wer in der rechten Spalte des Blogs auf die Kategorie "Streuobstinitiative" klickt, kann alle Artikel speziell zu den jeweiligen Themen anschauen. 


Die Videos der Möbelmacher in Themenlisten


Wir freuen uns über Ihren Besuch am Tag des Schreiners, oder wann immer Sie vorbeischauen wollen. Einfach so zu unseren Öffnungszeiten oder – noch schöner – mit Grundriss, Fotos und einem vereinbarten Termin, der auch Samstag Nachmittag möglich ist. 

Mit herzlichem Gruß aus Unterkrumbach

 
herwig Danzer
 
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Und relativ neu ist die Rebelmouse

“Starke Frauen” auf der Consumenta 2014 in der fem-Frauenhalle

 

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Die Showküche mit den Testessertafeln und dem Spiegel über der Kochinsel

 

Es war eine ausgesprochen angenehme Messe (hier das Gesamtprogramm an unserem Stand), auf der wir, wie im letzten Jahr, viele Kochshows in der grünen Küche organisierten. Diesmal aber nicht mit  Schwerpunkt auf dem Kochen, sondern unter dem Motto "Starke Frauen." Wobei "stark" nicht die Figur betraf, sondern "beeindruckend," "toll" oder einfach "wow" heißen sollte.

 

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Auch Schlafzimmer, Bett, Polstermöbel und Standleuchten konnten wir präsentieren

 

Gleichzeitig haben wir den Besuchern fast unsere ganze Ausstellung zum Probesitzen, -kochen, -liegen und -relaxen zur Verfügung gestellt, denn zu viele Kunden verbinden uns ausschließlich mit Holzprodukten, obwohl unser Slogan "Alles Gute zum Einrichten" eingentlich verraten sollte, dass wir auch Polstermöbel, Beleuchtung, Matratzen, Vorhänge, Jalousien oder Teppiche führen. 

Der Samstag mit Stefanie Kneißl und Enie van de Meiklokjes

 

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Stefanie Kneißl am Induktionswok

 

 

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Enie von de Meiklokjes an unserem Kochlöffel

Stefanie Kneißl, die Chef de Patisserie vom Gasthaus Rottner, absolvierte ihre Kochshow wieder ganz bewährt in aller Ruhe und das Publikum war baff erstaunt, wie locker ihr neue Rezepte und Ideen zufliegen. Den ganzen Nachmittag saß sie dann als kompetentes Jurymitglied beim Backwettbewerb und prämierte zusammen mit der aus dem Fernsehen bekannten Enie va de Meiklokjes und einigen anderen die Besten Bäckerinnen des Jahres.

 

Sonntag mit Andrea Schirmeier-Huber und Miss Franken Anna Barth

 

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Zwei Kochshows gleichzeitig gab es mit Andrea Schirmaier Huber und Miss Franken Anna Barth

Ein gut besuchter erster Tag begann mit ein wenig Verwirrung, denn die Konditorenweltmeisterin Andrea Schirmaier-Huber hat von ihrem Mangement leider nicht alle Infos weitergeleitet bekommen, aber wir haben gemeinsam das Beste draus gemacht und unseren großen Arbeitstisch auf die Bühne gehievt,

 

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Der Arbeitstisch auf der Bühne

wo Andrea zusammen mit Moderatorin Susanne Hofmann-Fraser dem aktuellen Back-Wahn frönte (war das nicht mal ne Sekte?). In der Ernährungslounge haben wir dann mit zwei Kochshows gleichzeitig auch improvisiert, aber es war nicht zuletzt durch die Geschichten der amtierenden Miss Franken, Anna Barth, trotzdem soo interessant, dass sich alle Gäste über die vielen Infos zwischen Fernsehen und Backstube bei Baggers mit süßem Nachtisch freuten.

 

Montag mit Lizzy Aumeier

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Lizzy Aumeier an der Kartoffel

Ich muss zugeben, dass ich etwas Lampfenfieber hatte, denn Lizzy ist bühnengewaltig. Dabei gleichzeitig auch noch zu kochen – was nicht wirklich ihre Leidenschaft ist – stellte ich mir nicht leicht vor. War es auch nicht, aber wir haben nicht nur sehr viel gelacht, sondern auch einige nahezu ernste Themen besprochen und trotzdem etwas auf die Teller bekommen. Das Publikum hing ihr förmlich an den Lippen. 

Dienstag mit dem Quotenmann Hubertus Tzschirner

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Faszinierende Texturen und Geschmackserlebnisse bei Hubertus Tzschirner
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Die "Freundinnen 2014"

Zum Freundinnentag am Dienstag kamen ganz viele Frauen, wohl auch, weil die Freundin freien Eintritt hatte. Denen zu Ehren präsentierten wir unseren attraktiven Quotenmann, der auch noch furchtbar gut kochen kann. Hubertus Tzschirner ist DER Spezialist für das Garen im Vakuum (Sous Vide Garen) und zusätzlich hat er gerade ein neues Buch herausgebracht, das "Roh" heißt, aus dem wir auch einige Kostproben zubereiteten. Es waren mit Abstand die aufwändigsten und informationsreichsten zwei Kochshows. Unsere Standnachbarn schwärmten noch bis zum Ende der Messe von der 26 Stunden gegarten Rinderschulter. 

Mittwoch mit Gabriela Popov und dem Umweltreferat

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Gabriela Popov beim Anrichten

Wir haben als "Starke Frau" ganz bewußt die Bühnenpartnerin des berühmtesten Clowns der Welt eingeladen, dass sie nebenbei auch seine Ehefrau ist, schadet ja nicht. Aber wir wollten nicht mit dem Titel "Ehefrau von" werben, sondern mit dem was Gabriela in der Zeit seit ihrer ersten Begegnung mit Oleg Popov vor 25 Jahren alles geleistet hat. Die ganze Geschichte hatte etwas romantisch märchenhaftes. Mit ihrer offenen Art hat sie das Publikum erst mit der Kennenlerngeschichte und dann mit der Rattendressur in ihren Bann gezogen, was auch für Möbelmacher – die ja mal eine Ratte als Logo hatten – ausgesprochen erhellend war.  Lustig war, dass ich dem Bühnenprofi Gabriela das Headset (das Mikrofon, das man am Kopf trägt) nur in die Hand drücken wollte, weil ich vermutete, dass sie damit mehr Erfahrung hat als ich, aber falsch: sie hat noch nie ein Headset getragen, weil alle ihrer Zirkusnummern Panotomime sind. So kann man sich täuschen.

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Das Umweltreferat wirbt für die BIOerleben

Am Nachmittag kochte Umweltreferent Dr. Peter Pluschke mit seinen Mitarbeiterinnen Karin Laugner und Kerstin Stübs eine hervorragende Suppe und erklärte dabei ebenso anschaulich wie beeindruckend, was Nürnberg alles anstellt, um sich als Biometropole einen Namen zu erarbeiten. Dabei ging es nicht nur um die BIOerleben, der BIOmesse am Nürnberger Hauptmarkt, bei der wir von Anfang an die Kochshows beisteuern durften. Es war Karin Laugners vorletzter Arbeitstag, wir wünschen ihr für ihren Ruhestand alles gute und bedanken uns für die wunderbare Zusammenarbeit.

Donnerstag mit Schwester Regina Werner, Maria Ward und Slow Food 

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Schwester Regina Werner beim Anrichten
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Ordensgründerin Mary Ward sah vom Kühlschrank aus zu

Schwester Regina Werner ist Küchenchefin in der Maria Ward Schule und gleichzeitig eine Spezialistin für Rezepte aus dem 16. Jahrhundert. Regina ist ein wandelndes Lexikon für mittelalterliche Lebensmittelbezeichungen und das auch noch auf Altenglisch und gleichzeitig hat sie sich ganz viel mit der ebenfalls Respekt einflößenden Mary Ward beschäftigt, der Gründerin ihres Ordens. Und so ganz nebenbei haben unsere staunenden Gäste dann auch noch ein schmackhaftes Mahl nach altem Rezept bekommen.

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Claus Fesel erzählt von Slow Food

Nachmittags kochte mit uns der Conviviumsleiter von Slow Food Nürnberg, der mit seinem Engagement für heimische und naturbelassene Lebensmittel nicht nur Werbung für gesunde und vernünftige Ernährung machte, sondern auch für unser Slow Food Convivium, das sich über neue Mitglieder immer freut.  Claus Fesel, im richtigen Leben Marketingleiter bei der Datev, machte mit seiner Eloquenz und Konsequenz allen Zuhörern klar, dass wir in unserer Gesellschaft ein Umdenken nach den Slow Food Kriterien "gut – sauber – fair" brauchen.

Freitag mit der Wilden Hilde und den Weight Watchers

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Hildegard Pohl beim Kartoffelreiben

Hatte ja heftige Bedenken, ob man eine Künstlerin mit soo wertvollen Händen mit einer Kartoffelreibe ausstatten kann, aber sie tat es einfach. So brieten wir die Baggers und machten die Grüne Pfeffersauce im lockeren Plausch, wobei auch der Moderator für ungeschickte Komplimente heftige Kritk einsteckte, sich aber kochtechnisch dafür revanchieren konnte. Die Gäste bekamen sogar eine Swing-CD von Hildegard und ich konnte sogar meine uralte Geschichte mit dem Mauereinreißen mittels Schlagzeug von Yogo Pausch und Matthias Rosenbauer wieder mal unterbringen.

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Ernährungsberaterin Regina Hoschmann zeigt, wie viel Fett in einer Chipsrolle ist, die nicht am Tepan Yaki gebraten wird

Am Nachmittag kam Regina Hoschmann, die ebenso kompetente wie sympathische Leiterin der Weightwatchers in Nürnberg. Sie zeigte, wie man mit Genuß essen kann und mit einigen Tricks dabei sogar abnimmt. Da ich im autonomen Selbstversuch gerade in das Thema involviert bin, konnten wir uns hervorragend über alle Facetten des Abnehmens austauschen, und was man dazu alles tun oder lassen sollte.

 

Samstag mit der Fernsehköchin Diana Burkel

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Diana Burkel vom Würzhaus

Consumenta14DianaRegina_0159Wir sind nicht ganz unstolz, dass die Küchenchefin des Nürnberger Würzhauses ihre allererste Kochshow im Jahr 2003 auf der Grünen Lust in unserer Küche absolvierte. Seitdem hat sie – passend zum Karriere-Tagesmotto in der Fem-Halle – eine Köchin-Bilderbuchkarriere hingelegt, die sie immer öfter ins bayerische Fernsehen bringt, weil die Einschaltquoten sich so gut entwickeln. Bei dieser Tätigtkeit entwickelt man offensichtlich eine Sprechgeschwindigkeit, die kaum Pausen für das Einflechten von persönlichen Fragen zulässt, aber die Zuhörer waren von ihren kulinarischen Geheimnissen vielleicht noch mehr begeistert. Vom köstlichen Essen auf jeden Fall.

 

Sonntag mit Susanne Hofmann-Fraser und ihrem Mann Stephen aus Trinidat

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Stephen Fraser mit Tochter Scarlett

Susanne ist der Liebling der fem-Halle, weil sie eine einfühlsame Moderatorin ist, die ihren Interviewpartnern sets die richtigen Fragen stellt und Brücken baut. Mit ihrem Engagement und der Energie für 9 Tage gute Laune war es klar, dass sie sich in die Reihe der "Starken Frauen" einordnen muss, aber das Kochen wollte sie dann doch lieber ihrem Mann, Stephen überlassen, der uns damit glatt in seine Heimat die Karibik entführte. Mit einem echten Gewürzabenteuer bereitete er das Hühnchen zu und die original indisch-karibischen Fladenbrote gelangen am Tepan Yaki noch einfacher, als in der Pfanne. Wenn er arbeitet und sie spricht, scheint ja alles zu funktionieren und so bekamen die erstaunten Besucher ein Festessen und schöne Geschichten aus dem spannenden Leben der Familie auf den Teller.

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Die Kandidatinnen zur Miss Franken Wahl 2014 in der grünen Küche

Udo Pierenkämper von der Konditorei Glückswinkel baute am Nachmittag eine komplette Pralinenwerkstatt in unsere Küche, wo er mit Marie-Luise Cawi und 13 Kandidatinnen zur Miss Franken Wahl die Herstellung derselben demonstrierte. Auch in diesem Jahr war es wieder toll zu erleben, was für selbstbewusste, pfiffige und auch vielseite junge Damen sich an einer Schönheitswahl beteiligen, denn Schönheit allein wäre auch viel zu wenig, um unsere Region draußen in der großen Welt als Miss Franken zu vertreten. Nachdem sie alle Traumfiguren hatten, konnten sie die Pralinen nicht nur an das Publikum verteilen, sondern auch ein paar davon selbst genießen, bis zur Wahl am 7. November im Hotel Maritim sind die dann schon wieder weg.

 

Fazit und Dank an Esmeralda

Unsere 14 Jahre alte Idee, die Kochtauglichkeit von Massivholzküchen mit Kochshows zu belegen, hat sich wieder bewährt. Dass das auch ohne die reine Fixierung aufs Kochen funktionieren kann und mal einen frischen Wind – durchaus in Sturmstärke – reinbringt, bewiesen die spannenden Shows mit den Künstlerinnen Lizzy Aumeier, Hildegard Pohl und Gabriela Popov. Durch die Hilfe der Ferienarbeiterin Esmeralda Sümen, die sich wunderbar in unsere Küche einlebte,  konnte ich auch nach den Shows mit unseren Gästen sprechen und deren Meinung erfragen und musste nicht gleich die Küche auf die nächste Kochshow vorbereiten.

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Die Stimmung unter den netten Standnachbaren war toll, zur guten Laune trugen auch die Modenschauen der Cawi Models bei, die vor Ideenreichtum und Freude an der Sache nur so sprühten, auch wenn wir jetzt alle mit Ohrwürmern zu kämpfen haben. Dass der Choreograph Markus Herbst uns aber trotz deutlichem Wunsch das Lied "Atemlos" ersparte, ist ihm nicht hoch genug anzurechnen. 

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Esmeralda Sümen und dieChips mit Herzchen

Und so steht einer Weiterführung auch im nächsten Jahr wohl nichts im Wege. Die eigentliche Neuigkeit in diesem Jahr waren aber 18 kg Kartoffelchips vom Tepan Yaki, aber diesmal mit Herz. 

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und den Besuchern und weisen hier nochmal auf die vielen Sonderangebote für Polstermöbel Tische und auch die grüne Küche hin, die uns auch nach der Messe sehr günstig verlassen dürfen.

 

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Wer noch mehr Bilder sehen will, findet sie nach Tagen sortiert unter: http://www.moebelfoto.de/

“Aus dem Feuer” – Kunstausstellung im Hersbrucker Hirtenmuseum mit Mary Sych, Angelika Krauss, Gerlinde Berger und einem Möbelmachertisch

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Die Künstlerinnen von links nach rechts: Gerlinde Berger, Angelika Krauß, Mary Sych vor unserem zwar wertvoll gedeckten aber nur halbfertigen Tisch

Die Ausstellung "Aus dem Feuer" im Hersbrucker Hirtenmuseum darf man sich nicht entgehen lassen. Die drei Damen haben sich mit kleinem Etat aber viel Elan ins Zeug gelegt und eine geniale Präsentation von traditionellen Handwerkstechniken in moderner und künstlerischer Umsetzung geschaffen.

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Bürgermeister Robert Ilg und die neue Museumsleiterin Ingrid Pflaum
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Uli Olpp erklärte die Geschichte der Frauen im Handwerk und im Kunsthandwerk, was nicht so ganz leicht zu unterscheiden ist

Die hauchdünnen Porzellanobjekte von Angelika Krauss haben mit dem Töpfern von Biohumpen so viel zu tun, wie das Silberbesteck von Gerlinde Berger mit den Supermarktprogramm von Fackelmann, obgleich derselbe – weil in Hersbruck beheimatet – die Ausstellung unterstützt, wofür ihm die Stadt Hersbruck, das Hirtenmuseum und natürlich die Künstlerinnen selbst sehr dankbar sind (wie natürlich auch den anderen Sponsoren Boesner, Kunstkontor Nürnberg, Löffler und Raumkunst individuell).

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Andrea Pitsch von der Hersbrucker Zeitung fotografiert die Künstlerinnen

Aus Glas kann man Fensterscheiben herstellen oder beeindruckende Glaskunst, wie Mary Sych das tut, Keramik, Glas und Schmiedearbeit hat immer mit Feuer zu tun. Darauf wies Bürgermeister Robert Ilg, die neue Museumsleiterin Ingrid Pflaum (wir wünschen ganz viel Freude an der neuen Aufgabe und freuen uns über die Unterstützung durch Christoph Gerling und Daniel Hess) und der Vorsitzende des Kunstmuseumsvereins Hersbruck, Uli Olpp, in seiner informativen Einführung hin.

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Von roh bis fertig entwickelt sich unser wunderbar bestellter halbfertiger Buchentisch von vorne links nach hinten rechts

Das Holz braucht man dabei normalerweise nur als Brennstoff, aber wir durften trotzdem einen Tisch beisteuern, der die Kunst- und Gebrauchsobjekte nicht nur vom Boden hebt, sondern auch in ihrem häuslichen Zusammenhang präsentiert.

Dafür haben wir den halbfertigen Tisch aus unserer Ausstellung ausgewählt, weil er – wie auch die Künstlerinnen in Raum 3 – den Fertigungsprozess vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt darstellt.

Der Einladungstext auf der Museumseite enthält noch mehr Details, verschweigt allerdings die liebevolle Gestaltung der Ausstellung und dass auch die geniale Cittaslow-Schnecke aus Edelstahl von Robert Lindner und Gerlinde Berger zu sehen ist.

 

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Die Cittaslow-Schnecke von Roland Lindner und Gerlinde Berger hat noch Platz für viele Schneckengehäuse

 

Aus dem Feuer – Glas, Keramik, Metall

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Wunderbare Darstellung der Materialien und Werkzeuge

Sonderausstellung im Deutschen Hirtenmuseum:

Wie entsteht ein plastisches Kunstwerk? Die Antwort auf diese Frage hängt nicht nur von der Arbeitsweise der Künstler, sondern auch vom Material ab. So spielt für den Herstellungsprozess bei drei Materialien das Feuer eine entscheidende Rolle: für Glas, Keramik und Metall. So unterschiedlich die Eigenschaften dieser drei Materialien sind, so verschieden sind auch die Arbeitsschritte, wenn aus Glas, Keramik und Metall Kunst wird. Ebenso verschieden sind auch die Formen. Ein Löffel zum Beispiel ist nicht gleich ein Löffel. Ein solch elementares Alltagswerkzeug kann rein funktional oder ein abstraktes Kunstwerk sein – das liegt bei der Interpretation des Künstlers, beim Umgang mit dem Material und auch beim Betrachter. Das wird anschaulich, wenn viele Löffel aus drei Materialien nebeneinander liegen.

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Die Collage über die Arbeit von Mary Sych

Die Sonderausstellung „Aus dem Feuer – Glas, Keramik, Metall“ ist vom 15. Oktober bis zum 21. Dezember im Deutschen Hirtenmuseum der Stadt Hersbruck zu sehen. Den Künstlerinnen Mary Sych (Glas), Angelika Krauß (Keramik) und Gerlinde Berger (Metall) ist es gelungen, den Kontrast und die Symbiose dreier Werkstoffe greifbar zu machen, ihren Umgang mit dem Feuer aufzuzeigen und wunderschöne Gebrauchsobjekte und Kunstwerke auszustellen, die gerne auch erworben werden können.

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Gerlinde Berger bei der Arbeit
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Entstehungsprozess der Keramik von Angelika Krauß

Auf einem gedeckten Tisch kommen alle drei Materialien in unterschiedlichen Formen und Größen sehr spannungsvoll zusammen. Auch das Licht ist ein verbindendes Thema der Ausstellung: Ein Teil der Exponate reflektiert es, ein anderer Teil ist transparent. Und alle drei Materialien eignen sich für wunderschöne Lampen, Leuchten und Lichtobjekte – aber auch für Schmuck und für die Wirkung leuchtender Farben.