Kategorie-Archiv: Slow Food oder City

Sous Vide Garen mit Hubertus Tzschirner auf der Gewerbeschau Hersbruck im Video

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Es war Robert Ilg, Hersbrucks amtierender Bürgermeister, der unsere Kochshow mit Hubertus Tzschirner auf der Consumenta erlebte und ihn spontan für Hersbruck buchte. Und es war das Versicherungsbüro Hertel und Wagner, das mit seiner Unterstützung über die ganze Gewerbeschau edles Essen und Getränke ermöglichte. Ute Plank wiederum machte aus der ehemals grünen Küche aus heimischem Kirschbaum ein Kunstwerk und wir versuchten all die lieben Menschen und Verbindungen am 9. und 10. Mai zusammen zu bringen.

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Hubertus Tzschirner kam aus der Frankfurter Ecke schon um 9 Uhr auf dem Hersbrucker Plärrer angereist und das Essen für die zwei großen Kochshows hatte er eigentlich schon fertig in Tüten, denn eine Garzeit von 24 Stunden hätte die Zuhörer der Kochshows wohl überfordert.  Er wird Sous Vide Papst genannt und ist wohl der einzige Koch, dem das Etikett „Tütenkoch“ nichts ausmacht, im Gegenteil, in beiden Kochshows um 11:30 und um 15:00 Uhr erklärte er ausführlich, was das Garen im Vakuum für Vorteile hat, aber auch die Nachteile und warum er diese Technik mit Vakuumierer und Dampfgarer (oder Thermalisierer) so schätzt.

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Es war nicht nur das Geschmackserlebnis, auch die sympathische Präsentation von Hubertus hat unsere Gäste begeistert

Im 18 min-Video der Vormittags-Kochshow haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst, für echte Fans haben wir aber auch beide Kochshows in voller Länge hochgeladen, das sind dann rund 90 Minuten.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Hubertus für seinen Besuch, viele unserer Kunden sind von weit angereist, um ihn endlich live zu erleben und  sie waren danach ganz glücklich, was sie wieder alles gelernt haben.

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Noch einige Fotos von den Kochshows:

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Das Anrichten muss schnell gehen, soll doch die Temperatur so gut es geht gehalten werden.

 

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Rinderschulter, Kartoffelschaum, Gemüse und feine Sauce, fast alles kam aus der Tüte
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Bei 24 Stunden Garzeit (58 Grad) ist auch das Collagen der Schultersehne weich und köstlich
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Die Gäste waren begeistert

Sous Vide Links:

Alle Artikel zum Sous Vide Garen im Nachhaltigkeitsblog

Der eingebaute Vakuumierer in der Erdbeerküche

Die Massivholzküchen der Möbelmacher entstehen in Einzelanfertigung

Hier finden Sie die Vakuumierer und Thermalisierer von Komet und das sind speziell die ersten Einbaugeräte dazu.

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Spargelsalat mit Saibling von Dr. Ulrich Maly auf der Gewerbeschau Hersbruck 2015

Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet zusammen mit Robert Ilg (Bürgermeister von Hersbruck) und herwig Danzer von den Möbelmachern ein Spargelgericht mit einem Saibling zu – Foto: bayernpress/ Udo Dreier – 09.05.2015 – Nürnberg – Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.

Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister von Nürnberg, Robert Ilg, 1. Bürgermeister von Hersbruck und herwig Danzer von den Möbelmachern kochten gemeinsam für die Gäste der 10. Gewerbeschau in Hersbruck. Und weil das Rezept ausgesprochen köstlich war (und man die tiefgekühlten Probleme in der Gastgeberküche der Möbelmacher unauffällig löste) hier das Video und natürlich auch das Rezept. Die Fotos stammen von Udo Dreier (Bayernpress.de), herzlichen Dank dafür.

Maly brachte Spargel, machte lauwarmen Salat mit Orangesaft daraus im Induktionswok und erzählte ganz nebenbei von der Nürnberger Fahne auf der Burg, von seinem ehrenamtlichen Engagements als Präsident des deutschen und bayerischen Städtetags und vom Kochen in seiner Möbelmacherküche.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die schöne Zusammenarbeit

Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -

Hier das Rezept:

Spargel schälen, schräg in etwa 1 cm große Scheiben schneiden. In gutem Speiseöl (Olive, Leinöl) hell anbraten, mit Puderzucker bestäuben, salzen, pfeffern. Mit etwas Orangensaft und etwas weißem Balsamicoessig ablöschen, mit frisch gehacktem Estragon bestreuen und kurz durchziehen lassen. Der Spargel soll noch knackig sein.

Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
Die Sekunde, in der wir feststellten, dass die Saiblinge versehentlich tiefgefroren wurden … (Petra und Ulrich Maly)
Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
Spargel im Induktionswok anbraten
Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
Den „gerade noch aufgetauten“ Saibling am Tepan Yaki braten
Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
Gemeinsames Kochen macht einfach immer viel Spaß
Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
Die Gäste wurden verwöhnt
Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
Der Hersbrucker Bürgermeister Robert Ilg serviert das Gericht des Nürnberger Oberbürgemeisters der Stadt Nürnberg
Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
Es gab viel Beifall für das feine Essen und den Einsatz der beiden Bürgermeister
Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
Es ist kein Zufall, dass sich OB Maly in den Möbelmacherküchen wie zu Hause fühlt
Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
Im Anschluss war Ulrich Maly für alle Besucher ansprechbar …
Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
… und schrieb ob der vielen Nachfragen auch das Rezept für den Spargelsalat auf.

 

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Koch-Einrichtung Nr. 4: „Spargel 3 mal anders“ live von der Gewerbeschau Hersbruck

Diesmal haben wir live auf der Hersbrucker Gewebeschau für Sie gekocht und dank der technischen Unterstützung von Matthias Meier (http://die-theatermaler.de) haben wir sogar einen angenehmen Ton aufgenommen. Die Küche war unsere „Grüne Küche“ im neuen Gewand mit schwarzem Leder und einer Malerei am Oberschrank der Künstlerin Ute Plank. Holz und Kunst und Lebensmittel und Köche – wie immer aus der Region.

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Präsident, OB und Koch Ulrich Maly bereitet ein Spargelgericht mit einem Saibling zu -   Foto: bayernpress/ Udo Dreier - 09.05.2015 - Nürnberg - Ulrich Maly (* 8. August 1960 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister von Nürnberg und Präsident des Deutschen Städtetags.  "Hobbykoch" Ulrich Maly bei einer Kochshow in Hersbruck -
Foto bayernpress.de

Nur eine Stunde nach dem gemeinsamen Kochen mit Dr. Ulrich Maly und  Robert Ilg begannen wir pünktlich mit dem vieren Beitrag der Koch-Einrichtung zum Thema „Spargel 3 mal anders:“

Roh mariniert, aus dem Druck-Dampfgarer (allerdings ohne Druck mit 100 Grad) und gebraten vom Tapan Yaki (geht natürlich auch aus dem Topf und in der Pfanne). Und ein Chutney mit rohem Rabarber und Ingwer ist auch dabei.

Im Video erfahren Sie dazu ganz viele wertvolle Tipps, unter anderem, wie man zeitsparend Kirschtomaten schneidet oder wie man Schnittlauch auch mal schneiden kann.

Spargel – roh mariniert

2 Bund Spargel 1 Bund Schnittlauch

1 Knoblauchzehe

Saft einer Bio-Zitrone

Salz /Zucker /Pfeffer

TO DO: Die Spargelstangen nach dem Schälen einfach weiter schälen so dass feine Bandnudeln entstehen. Den gewaschenen Schnittlauch im ganzen dazu geben. Spargel und Schnittlauch mit Salz, Zucker würzen – den Zitronenabrieb dazugeben und mit dem Saft säuern . Jetzt kräftig kneten und die Knoblauchzehe fein schneiden und unterheben / pfeffern.  Den Salat mindestens 10 min ziehen lassen

 

Rhabarber Chutney

2 Stangen Rhabarber – fein gewürfelt

2el Ingwer fein gewürfelt

1el Zucker

1el Curry

Salz

Alles kräftig mit der Hand durchkneten.

Spargel gebraten

1 Bund Spargel- geschält- schräg in Scheiben geschnitten

1 handvoll Kirschtomaten

1 Zweig Rosmarin

2el Kräuter (Schnittlauch oder Kresse) geschnitten

Salz/Zucker/Pfeffer

Öl zum Anbraten

Spargel mit Farbe auf dem Tepan Yaki oder in der Pfanne anbraten – mit den übrigen Zutaten zum Salat anmachen .


Gewürzhonig

100 gr Honig

1 Limettenblatt

1 Chilischote

Honig leicht temperieren so das die Aromen verschmelzen.


Spargel gedämpft

Spargel geschält und halbiert – im Dampfgarer bei 100  Grad 6 min

Salzen – danach mit dem Gewürzhonig aromatisieren- Minze unterheben

…falls jemand Entenhaut übrig hat : diese knusprig gebacken über den Spargel streuen / schmeckt aber auch ohne.

Guten Appetit

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Die Kocheinrichtungen bisher:

+ Kocheinrichtung Nr. 1: Skrei mal zwei trifft Karotte mal zwei
+ Kocheinrichtung Nr. 2: Rote Beete mit Meerrettichschmand, Koriander und grünem Apfel
+ Kocheinrichtung Nr. 3: Lammschulter mit Radieschen und Senf
+ Kocheinrichtung Nr. 4 : Spargel 3 mal anders
+ Kocheinrichtung Nr. 5: Schweinelende 55 Grad und Zucchini

+ Die Ziele der Koch-Einrichtung

Die Küchen der Möbelmacher aus dem Holz der Region

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Die Gewerbeschau 2015 in Hersbruck mit Diana Burkel, Hubertus Tzschirner und Malys Rezept

Es war die 10. Hersbrucker Jubiläums-Gewerbeschau.  Die erste fand  im Jahr 1997 statt, als wir gerade nach Unterkrumbach umzogen. (Rein rechnerisch liegt die Zahl 10 an der Tatsache, dass Sie zunächst jährlich, später zweijährig stattfand). Das brachte uns auch die Sonderbehandlung, die uns in den nächsten Jahren die Teilnahme als Nicht-Hersbrucker Betrieb ausnahmsweise ermöblichte. Nach einigen Jahren waren es  aber zu wenige heimische Aussteller und so kamen auch 2015 wieder internationale Messeanbieter wie der Weinhändler Pallhuber und sogar Vorwerk zu uns, was zwar hilfreich bei der Finanzierung, aber nicht unbedingt stilgebend für eine Regionalmesse sein sollte.

Die Miniköche

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Sie gehören einfach dazu und sie sind eine Bereicherung für IMG_0768Hersbruck: Die Miniköche, unterstützt von Hans-Peter Eberhard, Peter Bauer, Claudia Häffner und sogar einer Glücksgöttin, boten dem politischen Publikum der üblichen Verdächtigen einen feinen Imbiss mit Produkten von Heimat auf´m Teller, dem köstlichen Frankensecco von Manfred Rothe  oder dem guten Hersbrucker Bier.

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Der von der Eröffnung kommende Menschenpulk im dunklen Anzug zog nach der Stärkung weiter und machte einen Rundgang auf der ganzen Messe, stets ein Loblied auf die regionalen Wirtschaftskreisläufe auf den Lippen.

Dr. Ulrich Maly mit Rezept

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Schon eine Stunde später stand der OB der Stadt Nürnberg in unserer Küche und kochte – trotz unseres organisatorischen Problems – gut gelaunt und im angenehmen Gespräch mit unserem Bürgermeister Robert Ilg einen die Gäste beeindruckenden Spargelsalat mit Saibling von der Fischzucht Rau.  Als Schirmherr war er dank des guten Wetters an beiden Tagen der Schau gottseidank gar nicht im Einsatz, dafür fiel sein routinierter Umgang mit dem Dampfgarer in unserer Küche auf, der nicht von ungefähr kam.

„Der schneidet seinen Spargel ja schräg“ war der erstaunte Kommentar einer Zuschauerin, später verschlug ihr der Geschmack seines Spargelsalat-Dressings mit Orangensaft die Sprache, weshalb wir das Rezept gleich hier veröffentlichen:

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Spargel schälen, schräg in etwa 1 cm große Scheiben schneiden. In gutem Speiseöl (Olive, Leinöl) hell anbraten, mit Puderzucker bestäuben, salzen, pfeffern. Mit etwas Orangensaft und etwas weißem Balsamicoessig ablöschen, mit frisch gehacktem Estragon bestreuen und kurz durchziehen lassen. Der Spargel soll noch knackig sein.

Bürgermeister Ilg wurde nicht müde sich für sein Kommen auf die Hersbrucker Gewerbeschau zu bedanken und die Besucher freuten sich über Politiker, die beim Reden auch noch Kochen.

Kocheinrichtung.de mit Diana Burkel

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Wenig später drehten wir mit Diana Burkel vom Würzhaus in Nürnberg die vierte Folge der „http://kocheinrichtung.de“ welche mit ihren drei Spargelvariationen hoffentlich hier in der Kocheinrichtung.de bald zu sehen ist (wenn wir den Ton hinkriegen).

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In kürzester Zeit hat sie dem Publikum gezeigt, wie man – in den richtigen Küchen versteht sich – schnell und locker köstliche Dinge mit Spargel zubereiten kann. Bitte noch ein wenig Geduld, die ersten drei Sendungen sind hier zu sehen.

Sous Vide Papst Hubertus Tzschirner

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Wie kommt ein in der Frankfurter Gegend wohnender, international anerkannter Spezialist für die feine Küche und erfolgreicher Kochbuchautor ausgerechnet nach Hersbruck? Die Erklärung liegt in der Tatsache, dass Robert Ilg ihn bei unserer gemeinsamen Kochschau auf der Frauenmesse Fem (im Rahmen der Consumenta) kennenlernte und ihn als Zugpferd mit Niveau engagierte.

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Und tatsächlich sind viele unserer Kunden von weit her angereist, um den Autor des von uns schon lange empfohlenen Kochbuchs „Sous Vide Garen“ persönlich kennen zu lernen und von seiner Erfahrung mit Vakuumierern und Dampfgarern zu profitieren.

Und das haben alle genossen, die an den drei Testessertischen aus heimischer Buche und Nussbaum die Show verfolgten und die Gerichte aus der Rinderschulter verspeisten. Er zeigte eindrucksvoll die Möglichkeiten des Garens im Vakuum, war aber im ständigen Gespräch mit allen Besuchern immer offen für alle anderen Garmethoden. Auch unseren Einbauvakuumierer hatten wir ständig im Einsatz, denn der Unterschied zwischen den Geräten ab 30 Euro und einem Kammervakuumierer von Komet wird erst beim Gebrauch deutlich.

Fazit

Bei uns waren ganz viele unserer Kunden, wohl nicht zuletzt, weil wir zwei Newsletter zum Thema verschickten und viele  persönlich angerufen und eingeladen haben.  Axel (Peugeot) Dannhäuser hat seinen Kunden sogar einen Einladungsbrief per Post geschrieben, Gerhard Kratzer hat einen Stadtstrand aufgebaut und auch die Hersbrucker Zeitung hat die Werbetrommel gerührt. Der Sonntag war für einige unserer Kunden eine Terminvereinfachung, denn da ist in Unterkrumbach mal für ein paar Stunden geschlossen.  Die Terminüberschneidung mit Landkreislauf, Feuerwehrfest und Muttertag war nicht gerade glücklich trotzdem waren einige Aussteller ganz zufrieden.

Der große Dank an:

Gewerbeschau15__0129Alexander Hertel vom Versicherungsbüro Hertel & Wagner hat wieder die Lebensmittel finanziert und auch noch beim Kochen und Spülen geholfen.

Die Bürgerbräu Hersbruck hat die Getränke spendiert.

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Die Baumschule Geiger hat uns die Lebensbäume für unseren ProNatura-Stand geliehen.

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Die Tischdekoration war von Sabine Reichel-Starker Bines Blumen & Genuss.

Gewerbeschau15__0016Die Künstlerin Ute Plank hat die Front unserer ursprünglich grünen Küche künstlerisch neu gestaltet.

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Matthias Meier  hat am Samstag die Technik für uns gemacht.

Die Stadt Hersbruck hatte 1997 die Idee zur Gewebeschau.

Die Miniköche, Dr. Ulrich Maly, Robert Ilg, Diana Burkel und Hubertus Tzschirner haben die Gäste zu uns geholt.

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Unser Küchenkunde Bernd Müller ist spontan als Koch mit eingesprungen.

Die vielen Kunden, die uns besuchten und mit denen wir viele neue Einrichtungspläne schmieden durften.

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Alle Artikel über die Gewebeschau in Hersbruck 2015 im Nachhaltigkeitsblog:

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Newsletter 114: Kurzmail mit Video zur Gewerbeschau mit Maly, Burkel, Tzschirner und Ihrer Showküchenchance

Liebe Leute,tolle Fachleute der Küchen dieser Welt haben wir für Sie eingeladen und zeigen unsere Küche im künstlerischen Gewand von Ute Plank. Am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr würden wir uns über Ihren Besuch auf der Hersbrucker Gewerbeschau am Plärrer sehr freuen.Hier gibt es das Einladungsvideo:

Die Themen heute:

  1. Spitzenköche aus dem Hobby- und Profisegmet
  2. Die regionale Waldschöpfungskette endet in der Therme oder beim Kunden
  3. Werkstatt-Tage vom 26. -28. Juni 2015

Spitzenköche aus dem Hobby- und Profisegment
Vom Saibling, vom Spargel und vom Rind 
Wir haben auch den Kammervakuumierer von Komet für Sie zum Testen dabei und Hubertus Tzschirner zeigt am Sonntag (10.5.), was man damit alles raffiniertes anstellen kann.Das Programm:Am 9. Mai kochen wir mit Robert Ilg und Dr. Ulrich Maly um 12:30 auf der Hersbrucker Gewerbeschau und um 15:00 drehen wir mit Diana Burkel eine Sendung für die Kocheinrichtung. Am Sonntag ist ab 11:00 Hubertus Tzschirner, einer der kompetentesten Köche für die Sous Vide Garmethode (im Vakuum garen) zu Gast.
Showküche kaufenWenn Sie in den nächsten Wochen mit uns Ihre neue originelle Massivholzküche mit Kochinsel gestalten und mindestens ein Jahr darauf warten könnten, dann würden wir dieselbe so lange in unserer Ausstellung und auf Messen als Showküche nutzen und Ihnen eine großzügige Leihgebühr bezahlen – beziehungsweise von der Rechnung abziehen. Rufen Sie uns doch einfach an.
Hier finden Sie Inspirationen zur neuen Küche auf der Homepage
hier sind die Videos über unsere Massivholzküchen.


Die regionale Waldschöpfungskette endet in der Therme oder beim Kunden   
Das diesjährige Ende der Holzarbeiten
Auch über das Ende der Waldschöpfungskette haben wir ein 1 minütiges Video gedreht. Was das mit den regionalen Wirtschaftskreisläufen zu tun hat, können Sie hier im Nachhaltigkeitsblog nachlesen.


Werkstatt-Tage vom 26. -28. Juni 2015
Christian Nürnberger, Billy Joel und Diana Burkel  
Freitag,    26. Juni 19 Uhr:Lesung mit Christian Nürnberger
Worum es in dem Buch „Die verkaufte Demokratie“ wirklich geht – nämlich die Hoffnung seiner Kinder auf eine gefahrlose und harmonische Reise rund um das Mittelmeer und mit welchen Ideen man dieser näher kommen könnte – haben wir im Nachhaltigkeitsblog schon angedeutet. Mit seiner Frau Petra Gerster (zdf-heute) und vielen Buchprotagonisten aus der Hersbrucker Alb besucht er uns während der 17. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage.

Samstag, 27. Juni 19 Uhr:
Steffen Radlmaier liest aus der Billy Joel Story (Der Musiker Billy Joel ist in Nürnberg aufgewachsen) und John Marshall (Gesang) spielt mit Werner Kandzora (Piano) seine schönsten Lieder

Sonntag,  28. Juni 11 Uhr:
Die Koch-Einrichtung live mit Diana Burkel, Fernsehköchin (Bayerischer Rundfunk) und Küchenchefin im WürzhausUnd wie immer sind das auch zwei tolle Tage der offenen Tür, in denen man unsere Schreinerei und die Ausstellung ganz anders erleben kann.Hier ist das Programm schon auf der Homepage und man kann sich bereits die vergünstigten Vorverkaufskarten reservieren.


Die Videos der Möbelmacher in Themenlisten


Alle Möbelmacher grüßen herzlich aus Unterkrumbach

herwig Danzer

Wenn Sie die älteren Newsletter noch nachlesen wollen, finden sie diese auch im Nachhaltigkeitsblog unter der Kategorie Newsletter.
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Und relativ neu ist die Rebelmouse

Hutanger und der Tag der Regionen sind die Basis der Cittaslow Hersbruck

„Das Hutangerprojekt ist eines der ältesten und erfolgreichsten Naturschutzprojekte Bayerns. Es entstand 1985 auf Initiative der Ortsgruppe Hersbruck des Bundes Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Mittelfranken aus der Erkenntnis heraus, dass die Hutanger das wichtigste Natur- und Kulturerbe der Hersbrucker Alb sind. 1987 übernahm das Naturschutzzentrum Wengleinpark die Betreuung.“

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Alle Fotos dieser gelungenen Veranstaltung von Thomas Geiger www.geiger-foto.de

 

Genau genommen gibt es wohl keine naheliegendere Zusammenarbeit, als die des Naturschutzzentrums Wengleinpark mit seinem Hutangerprojekt und dem Hirtenmuseum in Hersbruck,  ist doch Projektleiter Rainer Wölfel durch die Mutterkuhhaltung auf den Hutangern zum letzten Kuhhirten geworden.

„Begleitend zu unserer aktuellen Fotoausstellung: „Vor den Augen – in nahe Ferne. Landschaften. Weidetiere. Menschen.“ laden wir am Donnerstag, den 16. April um 19.00 Uhr ins Deutsche Hirtenmuseum Hersbruck zu einem geselligen und auch informativen Abend ein.“

Es war durchaus ein Vortragsmarathon im schönen Hirtenmuseum, aber – so ähnlich wie bei einem guten dicken Buch – ist man nach den 150 Minuten gescheiter, zufriedener und sogar dankbar, denn die Botschaft der beiden Referenten Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark und Frau Dr. Uli Albert wurde glaubwürdig belegt:

Die Hutanger der Hersbrucker Alb zählen  kulturell, touristisch und sogar kulinarisch zum Besten, was die Hersbrucker Alb zu bieten hat und vor allem: das gibt es  NUR hier!

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Dipl. Ing. Agr. Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark und Dr. Uli Albert, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Hirtenmuseums.

Davon wollen viele Politiker immer nur kurz vor den Wahlen etwas wissen, auch die zu diesem Zeitpunkt versprochene Kuhpatenschaft (hier alle Infos zu derselben) kommt dann häufig doch nicht, dabei wurde in dem Vortrag – den man unbedingt im ganzen hätte aufzeichnen sollen  – jedem Zuhörer klar, dass das Naturschutzzentrum einen Schatz behütet,  der bei Bevölkerung und Politik weder gewürdigt noch geschätzt und vor allem nicht vernünftig unterstützt wird.  Dabei hat dieser Schatz schon reichlich Zinsen gebracht, es merkte nur niemand.

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Cittaslow wäre ohne Hutanger und Co.  nicht denkbar

Als wir im Jahr 2000 die Idee von Hersbruck als erster Cittaslow außerhalb Italiens an Bürgermeister Wolfgang Plattmeier überbrachten (siehe Foto), waren es  zuerst mal das Hutangerprojekt, der bei uns in Unterkrumbach entstandene Tag der Regionen, die vielen Zeitungsartikel darüber und die Beharrlichkeit und der Charme von Manuela Sillius, der die Italiener von der Berechtigung unseres Aufnahmewillens überzeugte.

Im Jahr 2000 besprachen Citymanager Johannes Michel, Rainer Wölfel, herwig Danzer, Manuela Silius und Bürgermeister Wolfgang Plattmeier den Cittalsow-Gedanken
Im Jahr 2000 besprachen Citymanager Johannes Michel, Rainer Wölfel, herwig Danzer, Manuela Silius und Bürgermeister Wolfgang Plattmeier den Cittalsow-Gedanken

Der Vortrag der beiden Spezialisten, die diese Zusammenhänge von der Stein- bis in die heutige Zeit humorvoll und kurzweilig rüberbrachten, sollte Pflichtveranstaltung für Stadt-, Gemeinde- und Landkreisräte – ach eigentlich für alle werden. Denn die Hirtenkultur, deren Idee des gemeinschaftlichen Besitzes der Allmendeflächen war noch nie aktueller als heute und muss als  als Vorbild  für umweltfreundliche Beweidung, verantwortliche Fleischwirtschaft und gemeinschaftliche Verbesserung der Lebensqualität dienen.  (Eine Befreiung vom Pflichtvortrag bekommt übrigens nur, wer das Hutangerbuch aus dem Jahr 2005 gelesen hat und den Fragebogen dazu fast fehlerfrei ausfüllen konnte!)

Musikalische Untermalung auf höchstem Niveau

Regina und Christoph Utz machen wunderbare Volksmusik
Regina und Christoph Utz machen wunderbare Volksmusik

„Niederpfälzer“ Musik entsteht, wenn ein Oberpfälzer eine Niederbayerin heiratet und sie gemeinsam wunderbar sympathische und künstlerisch wertvolle Volksmusik machen. Dann freuen sich auch die Franken.  Daran sieht man schon, wie völkerverbindend regionale Wirtschafts- und Musikerkreisläufe  sein können.

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Kuh- oder Hutangerpate werden

Das Hutangerbuch haben wir im Dezember 2005 besprochen

Die Hutangerbesuche von Alice Niklaus

Im Hutangerblog kann man sich über alle Kühe aktuell informieren

Das gleiche Thema gab es übrigens im Jahr 2005, also exakt vor 10 Jahren schon mal im Hirtenmuseum, was ich gerade im Nachhaltigkeitsblog entdeckt habe.

Die Fotos dieses Artikels stammen von Thomas Geiger:
www.geiger-foto.de

„Die verkaufte Demokratie“ – Lesung mit Autor Christian Nürnberger am 26. Juni 2015

Bevor ich das Buch lobe, das ich gestern von Früh um 9 bis Abends um 22 Uhr auf einmal gelesen habe, sollte ich ehrlicherweise erst drauf hinweisen, dass die Möbelmacher und ganz viele unserer Freunde aus der Hersbrucker Alb, aber auch aus ganz Deutschland, Österreich und Italien darin vorkommen. Dabei geht es nicht nur um das Naturschutzzentrum Wengleinpark, Heimat auf´m Teller und die Cittaslow Hersbruck, sondern auch den Holzexperten Erwin Thoma, Claudia Langer von Utopia, Günther Bachmann vom Rat für Nachhaltige Entwicklung, Daniel Überall vom Kartoffelkombinat, die GLS-Bank oder auch Klaus Töpfer, der unsere erste Nachhaltigkeitskonferenz in Nürnberg bereicherte.

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Das eigentliche Verdienst des Buches ist weniger die Beschreibung der einzelnen Menschen oder Aktivitäten (wobei da schon sehr spannende Beispiele, wie Lesegespräche dabei sind), sondern das Einbetten aller Aktionen und Ideen in den großen Zusammenhang der erhofften gefahrlosen und friedlichen Mittelmeerumrundung seiner Kinder, dem eigentlichen Aufhänger – sicher aber auch die Motivation  – des Buches.

Im Vorwort heißt es: „Meine 21 und 24 Jahre jungen Kinder glauben, dass die Zukunft besser wird als die Gegenwart. Sie haben vor ein paar Jahren mal beiläufig ihre Erwartung erwähnt, eines Tages mit dem Auto gefahrlos ums ganze Mittelmeer herumzufahren und dabei durch eine einzige zusammenhängende Zone des Wohlstands, des Friedens und der Freiheit zu kommen, in der Menschen unterschiedlichster Kulturen freundlich miteinander leben und arbeiten.

Jetzt kann man sich natürlich schwer vorstellen, dass unsere Regionalinitiativen die Mörder des Islamischen Staates zur Einsicht bringen werden, aber so wie Nürnberger im ersten Teil ausführlich und dank seines persönlichen Schicksals als Bundestagskandidat auch glaubwürdig begründet, warum er keine Hoffnung in die Politik (mehr) setzt, so versucht er im zweiten Teil die Arbeit von Internetpionieren, Landwirtschaftsfachleuten und allen anderen engagierten Unternehmern und Menschen so zu vernetzen, dass dadurch die kritische Masse erreicht werden kann, die für die anstehenden Veränderungen nötig sei. Am schönsten fand ich den Ausdruck der „Entschlechterung der Welt“ denn der aktuell von ihm beschriebene Zustand Europas, ist nicht wirklich ein Grund für Optimismus.

Und trotzdem macht er auch ein wenig Hoffnung. Seine nahezu tagesaktuellen Analysen der Anschläge in Vorra oder Paris werden mit positiven Beiträgen kontrastiert, zum Beispiel mit dem Bürgermeister von Oldenburg, der Kriminologen durch seine beispiellos niedrige Gewaltquote bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund auffiel. Seine so erfolgreiche Aktion bestand einfach aus dem Zusammentrommeln aller Schulleiter und seiner Bitte die Eltern anzuhalten, bei Kindergeburtstagen auch die Migrantenkinder einzuladen. So weit, so einfach.

Die Umsetzung seiner vielen Forderungen – bis hin zum vernünftigen Vorschlag Eward Snowden in Deutschland Asyl zu gewähren – wird da schon deutlich schwieriger, aber das darf kein Grund sein, nicht daran zu arbeiten. Er schreibt:

„Die Vernetzung mit Kunden und Konsumenten zu einer richtigen Regionalwirtschaft steckt noch ganz in den Anfängen, und jeder weitere Entwicklungsschritt erfordert das Engagement weiterer Bürger.“

Aus genau diesem Grund haben wir ihn zu unseren 17. Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen für den Freitag, den 26. Juni zu uns eingeladen. Wir hoffen, dass aus der Lesung und vor allem durch die Diskussionen mit ganz vielen Mitstreitern neue Ideen entstehen, wie wir die Hersbrucker Alb, aber auch Europa ein wenig entschlechtern können.

PS:

Was mich absolut verwundert ist, dass das Buch bei Randomhouse (Bertelsmann) herausgegeben wird – auch wenn als Verlag „Ludwig“ draufsteht. Kann mir kaum vorstellen, dass die Inhaberfamilie Mohn ein Fan dieses Buchs werden könnte, wo der Konzern doch nahezu alles auf sich vereint, was im Buch kritisiert wird.

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Christian Nürnberger
Die verkaufte Demokratie (Niemals bei Amazon bestellen, sondern beim regionalen Buchhändler!)
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
368 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-28070-0
€ 19,99 Verlag: Ludwig

 

Artikel von Ulrike Heidenreich in der SZ

Das gesamte Interview auf der Seite http://christian-nuernberger.de

Ein Artikel vom Freelanceteam über das Buch

 

Flotte Lesung von Jaana Prüss aus ihrem Buch „fair handeln“ am Michelsberg

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Jaana Prüss am Michelsberg in Hersbruck

Wurde schon gefragt, wo im Nachhaltigkeitsblog  unser Artikel über den spannenden Abend mit Jaana Prüss am Michelsberg bleibt (den wir hier angekündigt haben). Das ungewöhnlich lange Warten auf diese Veröffentlichung im – im März 10-jährigen – Blog war offen gestanden Absicht, denn ich wusste, dass Ute Scharrer einen tollen Artikel darüber schreiben wird und den leihe ich mir hier dankbar und mit freundlicher Unterstützung der Hersbrucker Zeitung gerne aus.

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Dr. Ulrike Eyrich bei ihrer wohlformulierten Begrüßungsrede

Ute hat Recht, man hätte Jaana gerne noch länger zugehört und nicht nur über die einzelnen Initiativen selbst als Shortcut, sondern auch über die notwendigen Rahmenbedingen und Jaanas großen Erfahrungsschatz damit erfahren. Denn wer ihre Vita ließt, oder Ulrike Eyrichs einfühlsame Einführung verfolgte, hat großen Respekt vor Ihren Leistungen, die sie an keiner Stelle erwähnt hat.

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Bürgermeister Robert Ilg

Aber die Unterhaltung über diese Themen war dann nach dem Vortrag möglich, denn bei köstlichem Essen und fairem Biowein war dank ihres Parforceritts durch Ihr Buch mehr Zeit für den persönlichen Austausch und der war  sehr inspirierend. UnterstützungsbannerC3S_B4NIE36CRGAuch sie sieht in der Open Source Bewegung eine große Zukunft und ist ein Fan von C3S (die Cultural Commons Collecting Society baut gerade eine Alternative zur GEMA auf, was wir auch als Genossenschaftler unterstützen). Ihr empfehlenswertes Buch hat sie unter Creativ Commons Lizenz ohne Verlagsbeteiligung herausgebracht, so verzichtet sie zwar auf die vertriebliche Unterstützung, behält aber die absolute Kontrolle über die Rechte. 

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Ottmar Fischer von der Streuobstinitiative

Ein wertvoller Beitrag für Hersbruck war die Veranstaltung aber nicht zuletzt deshalb, weil viele, leider nicht alle, Initiativen mal zusammen kamen und sich auch untereinander austauschten, auf dass sich nicht wiederholen möge, dass sich die Streuobstinitiative ein Gebäude errichten lässt, ohne beim Initiativkreis Holz aus der Frankenalb wenigstens anzufragen.

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Ute Scharrer schrieb in der Hersbrucker Zeitung:

Umdenken mit dem Schnellfeuergewehr

Rasante Buchvorstellung mit Jaana Prüss aus Berlin zum Thema „fair handeln“ – Regionale Projekte präsentierten sich

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HERSBRUCK (us) – Eine Glücksministerin als Herrin über ein fiktives Ministerium, ein Werteladen in Berlin und regenfeste Röcke aus Belfast: Jaana Prüss, Künstlerin und Autorin aus der deutschen Landeshauptstadt feuerte bei der Vorstellung ihres Buches „fair handeln“ eine Salve an Ideen zum  Umdenken ab – angesichts deren Fülle leider manchmal auch mit der Geschwindigkeit eines  Schnellfeuergewehrs. Mit bewundernswerter Bescheidenheit nahm sich die vielfach ausgezeichnete
und hochgebildete Kulturaktivistin aus dem Rampenlicht des gut gefüllten Lokals am Michelsberg
und stellte nicht nur über den Tellerrand denkende Kollegen hinein, sondern bot auch Initiativen
aus dem Hersbrucker Umkreis ein Podium.

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Doris Dischner ist die "Initiative Essbare Stadt"

So stellte Doris Dischner ihr Projekt „Essbares Hersbruck“
mit dem zu vernaschenden Inhalt der Pflanzkübel in der Kirchgasse vor. Uwe Neukamm erzählte von der
in Vorderhaslach betriebenen Solidarischen Landwirtschaft, die mit ihrer überwältigenden ökologisch
erzeugten Gemüseernte die Erntegemeinschaft 2014 fast überversorgte.

 

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Das Publikum aus der Cittaslow Hersbruck

Ottmar Fischer pries die von der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb gehegten Apfelbäume an, die zumindest Teile der 140 in der Region gelisteten alten Sorten tragen und so vor dem Aussterben retten.
In diese eher kulinarische Ecke passen auch etliche Initiativen, die die von der Fairtrade-Beauftragten
der Stadt Hersbruck, Ulrike Eyrich, geladene Jaana Prüss vorstellte. Unter dem griffigen Titel „Stadt
macht satt“ werden in Berlin Gemüse und Kräuter in die Vertikale gebracht und in Pflanztaschen an Bauzäunen hoch-gezogen. „Running Dinner“ gehen einen Schritt weiter in der Verarbeitungskette der Nahrung und fördert nebenbei Beziehungen. So wird die Vorspeise in einem Haushalt, der Hauptgang in der nächsten Wohnung und das Dessert in einem dritten Habitat zubereitet und gemeinsam verspeist. 

Natürlich gibt es auch Ideen, wie mit Ressourcen schonend umgegangen werden kann. Im „Do-it- yourself“-Drittel des Buches von Jaana Prüss kann man lernen, aus Tetra-Paks originelle  Geldbörsen herzustellen oder Bienenkästen für eine extensive Haltung der für uns so wichtigen Insekten selbst zu bauen. Der Leihladen LEILA in Berlin hält selten gebrauchte Geräte zum Ausleihen bereit – so muss nicht jeder Haushalt eine Bohrmaschine anschaffen. Produktentwickler Leif Schoeller aus Fürth war angereist, um seine Crowd-Funding-Kampagne, oder wie er nach Anmahnung der vielen englischen Begriffe witzelte
„Schwarm-Finanzierung“, persönlich vorzustellen. Mit dem Umfang einer Langspielplatte und etwa einem
Pfund Gewicht könne man mittels „Blue Freedom“ Wasserkraft mobil zur Stromerzeugung nutzen.

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Jaana Prüss und Uwe Neukamm von der solidarischen Landwirtschaft

Bürgermeister Robert Ilg, der sich freute, dass Jaana Prüss aus „seiner Geburtsstadt Berlin in die erste Cittá Slow außerhalb Italiens“ angereist sei, teilte in seiner Begrüßung viel Lob an die in der Fair-Trade-
Bewegung Engagierten Hersbrucks aus. Ehrlich gestand er leise Nervosität gegenüber der Aktivistin mit
ihren Ideen zum Anstiften ein, äußerte aber Verständnis dafür, dass man manchmal „Maximalforderungen
formulieren muss, um Minimales zu erreichen“.

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Leif Schoeller erklärt seine Mikroturbine

Doch die Bedenken waren unbegründet, denn Jaana Prüss forderte nicht- sie inspirierte: zum Umdenken, Querdenken und Ausprobieren. Ob „Ticketteilen“,  „Wandelwerte“, die alternative Nutzung der allgegenwärtigen Werbeflächen oder das Verschenken von  Zeit statt Zeug“- viele der erfinderischen Initiatoren, die Prüss in ihrem kurzweiligen Buch vorstellt, setzen eher auf frisches Denken als auf behördliche Unterstützung. Und dabei ist laut Jaana Prüss eines ausdrücklich  erlaubt: Fehler machen!

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Klaus Prätor ist ein Fan und Verbreiter der Allmende-Kultur

Das Buch von Jaana Prüss heißt  „fair handeln-Anstiftungen für zukunftsfähiges Handeln“ und ist als
Taschenbuch im Verlag Morgengrün Kommunikation für 22.99 Euro erhältlich. Die Autorin, Künstlerin und Kulturaktivistin Jaana Prüss. Foto: U. Scharrer

Hier kann man ihr Buch bestellen oder in der Buchhandlung Lösch.

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Jaana Prüss beim Signieren ihrer Bücher

Lesung von Jaana Prüss zum Thema Fair Trade am Donnerstag 29.1. am Michelsberg

Pressemeldung der Stadt Hersbruck von Christl Schäfer-Geiger

Hier sind ein paar Fotos dieser gelungenen Veranstaltung (wer alle Fotos will, schickt eine email an hd@die-moebelmacher.de):

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Die Fairtrade Stadt Hersbruck lädt Mutige und Zukunftsorientierte zur Lesung „fair-handeln! Anstiftungen für zukunftsfähiges Handeln“ der Berliner Autorin Jaana Prüss ein, am Donnerstag, 29. Januar 2015
um 19 Uhr in der Gaststätte Michelsberg.

Die Berliner Kulturaktivistin und Kuratorin Jaana Prüss stellt auf Einladung des Eine-Welt-Netzwerkes Bayern und der Initiative Fairtrade Stadt Hersbruck am Donnerstag, 29. Januar um 19 Uhr in der Gaststätte Michelsberg ihr mehrfach ausgezeichnetes Buch „fair-handeln! Anstiftungen für zukunftsfähiges Handeln“ vor. Im Buch kommen neben Akteurinnen und Initiativen des Wandels viele Stimmen zu Wort, die eine Lebensweise unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit praktizieren. Von „Essbarer Stadt“ über Prinzipien des Leihens statt Besitzens und Aufwertens statt Wegwerfens stehen Rezepte und Anleitungen zum Do-it-yourself und Upcycling im Bereich Ernährung, Textil, Mobilität, Energie und Finanzen im Zentrum. 

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Die Lesung wird von Bürgermeister Robert Ilg eröffnet. Begleitend stellen sich regionale Initiativen vor, wie die Solidarische Landwirtschaft Vorderhaslach, die Streuobstinitiative Hersbruck, die Initiative „Essbare Stadt“ und die Firma Aquakin, Anbieter von nachhaltigen Kleinwasserkraftwerken. Sie bieten praktische Beispiele für „fair-handeln“ und nachhaltige Lebensweise in unserer Region.

Jaana Prüss gründete 2004 Morgengrün Kommunikation in Berlin, um Projekte mit Menschen unterschiedlicher Disziplinen aus Kultur, Kunst, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu initiieren und den Resonanzraum in der Allianz von Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit zu erweitern. Hierfür wurde sie u.a. mit dem Umweltmedienpreis der Deutschen Umwelthilfe (2010) und vom Rat für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet (2011, 2015).

 

Ulrike Eyrich, Leiterin der Fairtrade Initiative der Stadt Hersbruck freut sich auf spannende, kreative und nachahmenswerte „Anstiftungen und Impulse!“.

Unterer Markt 1
91217 Hersbruck
Tel. 09151 735 110
c.schaefer-geiger@hersbruck.de
www.hersbruck.de

Elaines Heimat auf dem Teller – Haggis meets Whisky im alten Schloß zu Kleedorf

HaggismeetsWhisky_0017Es war eine Veranstaltung, wie sie sich für eine Cittaslow gehört: persönlich, engagiert, verbindend und auch noch genussvoll. Denn Hans Heberlein (vom Alten Schloß in Kleedorf) hat einst von netten Gästen, die er vergeblich zum Bleiben bewegen wollte, statt ihre Reise nach Schottland fortzusetzen, ein Paket geschickt bekommen in dem Haggis war (die Schotten sprechen es "haggis"). Bei einem guten Gastronom entstehen aus solchen Dingen sofort Veranstaltungsideen, noch dazu, wo Hersbruck seit über 40 Jahren eine Partnerstadt in Schottland hat, und zwar Lossiemouth.

Durch diese Partnerstadt entstand aber nicht nur eine Ehe – die Schottin Elaine Schmidt heiratete den zugezogenen Hersbrucker Wolfgang Schmidt, Inhaber von Foto Steinbauer  -  sondern auch ein besondere Whiskyaffinität und – kompetenz bei Hersbruckern, mit der Evi Stenz sich sogar selbständig gemacht hat (Whiskypunsch.de). Dazu kommt, dass es in einer der hinteren Ecken von Schottland einen Deutschen gibt, der sich auf den Versand von Lachs (Ardshealach Fine Foods), Haggis und andere typische Produkte spezialisierte.

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Also war eigentlich alles beisammen, um einen wunderbaren Abend zu gestalten, den Hans mit der Entstehungsgeschichte begann und Elaine über die schottische Geschichte und insbesondere Robert Burns sprach. Denn am 25. Januar wird traditionell der Geburtstag des Dichters mit Haggis und einem festen Zeremoniell gefeiert, das ausführlich hier beschrieben ist und hier ist sogar das Gedicht auf schottisch, weiter unten die Übersetzung. Dabei fiel allen Schottlandgereisten wieder ein, dass die schottische Sprache nur bedingt mit dem Englisch verwandt ist, das wir einst in der Schule lernten, aber auch ohne die Gedichte zu verstehen, war der Klang der schottischen Sprache eine tolle Einleitung zu dem schottischen Räucherlachs, der den Vorspeisesalat begleitete.

Die Gäste konnten zwischen Lachs im Blätterteigmantel und Haggis auf Steckrüben- und Kartoffelpüree wählen an unserem Tisch war es ungefähr halb, halb, an anderen Tischen haggislastiger. Wikipedia schreibt dazu:

Haggis ist eine Spezialität aus der Schottischen Küche und besteht aus dem Magen eines Schafes, paunch genannt, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Haggis ist mit Pfeffer scharf gewürzt, und das Hafermehl verleiht ihm eine etwas schwerere Konsistenz als Wurst. 

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Anders als im offiziellen Geburtstagszeremoniell – und wohl auch angenehmerweise – wurde das Haggis fertig auf dem Teller portioniert und nicht aus dem Schafsmagen geschält und es schmeckte – offen gestanden wider Erwarten -  ausgesprochen köstlich.

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Evi Stenz erklärte uns die verschiedenen Whiskysorten, die es zu den Gängen gab und als passendes Bier wurde Kikennys aus Irland gewählt. Jedes Volk hat seine eigene Art mit den Innereien der Tiere umzugehen, das Einnähen in den Schafsmagen hatte natürlich auch den Zweck der Haltbarmachung. Wikipedia: "In Deutschland gibt es mit dem nordhessischen Weckewerk und der westfälischen Stippgrütze ähnliche, ursprünglich für die bäuerliche Schlachtresteverwertung gedachte Rezepturen." 

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Hans Heberlein ist Mitglied von "Heimat aufm Teller", der sich auf die Verwendung von Lebensmitteln unserer regionalen Diektvermarkter spezialisiert hat. Der ausgesprochen gelungene Abend "Haggis meets Whisky" zeigt, dass Regionalität nicht provinziell sein darf, dass auch internationale Kontakte Freu(n)de machen und schließlich hatten wir ja immerhin Elaines Heimat auf´m Teller.

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Die deutsche Übersetzung von Robert Burns "Address To A Haggis" (ohne Gewähr)

Auf einen Haggis

Dein feines Gesicht sei von Glück erhellt,
du Häuptling in der Würstewelt!
Bist hoch über alle anderen gestellt,
ob Pansen, ob Darm:
Verdienst, daß man dein Lob erzählt,
so lang wie mein Arm.

Die ächzende Schüssel da füllst du aus,
dein Hintern schaut wie ein Bergrücken raus,
Dein Holzspieß hülf als ´ne Rad-Achse aus,
in Zeiten der Not.
Und aus deinen Poren tritt Tau heraus,
wie Bernstein rot.

Sieh, wie der Bauer sein Messer wischt;
er schneidet dich auf, wenn aufgetischt,
Und in dein saftiges Inneres er bricht,
dem Pflüger gleich;
Und dann, o welch gesegnete Sicht,
warm-dampfend, reich.

Und Löffel für Löffel macht man sich ran,
der Teufel kriegt den letzten dran,
Bis alle Bäuche, ob Frau, ob Mann,
sind wie Trommeln gespannt;
Und kurz vor dem Platzen der Hausvater dann stöhnt: "Gott sei Dank“.

Gibts einen, der nach Ragout noch trachtet,
und Eintopf, den ´ne Sau verachtet,
Und Frikassee, das sie kotzen machte,
vor Ekelqual,
der hinschaut und verächtlich lachte,
auf solch ein Mahl?

Der Ärmste! Seht ihn bei seinem Müll,
ist kraftlos wie trockene Binsen und still,
Für Schnüre die Schenkel man halten will;
die Faust für ´ne Nuß;
Wie wenig für blutiges Schlachtengebrüll
der taugen muß!

Doch seht den Landsmann, haggisgenährt,
von seinem Schritt tönt zitternd die Erd,
Drückt ihm in die breite Faust ein Schwert,
er läßt es tanzen;
Mit Armen und Beinen er verfährt,
wie mit Unkrautpflanzen.

Ihr Mächte, die ihr im Himmel verkehrt,
und den Menschen den Speisezettel serviert,
ein Schotte hat Fraß noch nie verzehrt,
der bloß ein Dreck ist;
Drum, wünscht ihr, daß er euch verehrt, gebt ihm ´nen Haggis!

(Übersetzt von Rudi Camerer) Quelle