Kategorie-Archiv: RUND(um´s)HOLZ

Die Transportstrecke unserer ersten Buchen misst 1940 Meter – Neues aus der regionalen Waldschöpfungskette

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In Oberkrumbach, also genau 1,94 km von unserem Holzlagerplatz in Unterkrumbach entfernt, hat André (Rancher) Rebel die Buchen für uns geerntet (hier haben wir die ganze Geschichte von der Aktion der Forstbetriebsgemeinschaft erzählt).  Weil gerade Frost im Forst  ist, kann man im Wald bodenschonend  arbeiten, deswegen hat uns sein Mitarbeiter am 31. 12.  im letzten Abendlicht diese Buchen gebracht:

Die Anlieferung direkt mit dem Rückezug (Forwarder) machte ausnahmsweise Sinn, weil er sowieso bei uns vorbeifahren muss um wieder an seinen Standort in Happurg zu gelangen. Mit den ganz dicken Buchen, tat sich der Kran schon etwas schwer, das erklärt das raffinierte Abstellen und einseitige Anheben der Stämme im Video.

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Damit haben wir zum ersten Mal das Video und Fotos vom noch stehenden Baum,  der Ernte und der Anlieferung bei uns.

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Obwohl alles andere schon mehrfach dokumentiert wurde, werden wir an dieser Buche bis zum fertigen Möbel dranbleiben, was allerdings noch einige Jahre dauern kann. Deshalb hier nochmal das Video von der gelungenen Aktion der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land, bei der Floh Deinhard seinen Mitgliedern und Gästen den Umgang mit der Buche im Wald und wir den Umgang mit der Buche bis zur fertigen Küche erklärten.

Übrigens haben wir schon immer gesagt, dass wir Fotos von den Bäumen unserer Kunden haben und das sah dann so aus:

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Die Waldschöpfungskette bei den Möbelmachern

Alle Artikel rund ums Holz im Nachhaltigkeitsblog

Alle Videos zum Thema Holz in der Youtube Playlist 

Unsere Buche – wie die Forstbetriebsgemeinschaft faires Holz garantiert und die Waldschöpfungskette bei den Möbelmachern vervollständigt wird

(Mit der Maus kann man das Panorama drehen, mit dem Scrollrad zoomen – hier sind noch mehr Panoramen dieser Aktion)

von Sylke Pfeiffer

Am vergangenen Donnerstag konnte man im Oberkrumbacher Wald miterleben was für Kräfte bei einer Fällung einer großen Buche frei werden.  In Kooperation mit den Möbelmachern lud die Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land e.V. zur Infoveranstaltung Was passiert mit meiner guten Buche ein, um über Hiebqualitäten, das Arbeiten mit einer Stammpresse beim Fällen und wie die „Waldschöpfungskette“ bei den Möbelmachern weitergeführt wird aufzuklären.

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Treffpunkt war das Schützenhaus in Oberkrumbach, vor allem regionale Waldbesitzer interessierten sich für das Treffen und waren erstaunlich zahlreich erschienen. Vielleicht war das auch dem ausnahmsweise trockenen Wetter zu verdanken, dass sich für die Stunden dieser Veranstaltung eingestellt hatte.

Durch den ersten Teil der Tagesordnung führte  Forstmann Florian Deinhard, der erklärte warum es wichtig ist ab und zu in der ökologischen Biosphäre Wald einen stolzen Baum zu fällen, um genügend Licht einfallen zu lassen und wie man sich bei der FBG  auch mit Hilfe von Biokettensägenöl, Sicherheitskleidung und gerechter Entlohnung stets um den richtigen Umgang mit Mensch und Natur kümmert.

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Die Fällung selbst führte Andre´ Rebel vom Forstbetrieb Rebel – besser bekannt als „Rancher“ durch. Zunächst musste eine kleine Hainbuche weichen, um den Raum für die Fallrichtung freizugeben. Dann begann das Fällen der großen Buche, das mit dem Anlegen der Stammpresse begann. Sie verhindert das Aufreißen des wertvollen Stammes. Nach einem kurzen Moment in dem der Baum still zu stehen schien, gab der Stamm nach und die Krone schoss Richtung Erde. Die Wucht des Ganzen kann wahrscheinlich nur nachvollzogen werden, wenn man live dabei war.

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Auch mit dem gebührenden Abstand ließ einen das ehrfürchtig werden.  Trotz des Anseilens wich der Stamm ganz leicht vom Kurs ab, dennoch blieb er unbeschädigt, so dass er in rund zwei Jahren bei den Möbelmachern zu edlen Küchen oder Möbeln verarbeitet werden wird.

Führung bei den Möbelmachern

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Nahtlos zeigten die Möbelmacher bei der anschließenden Führung durch Werkstatt die weiteren Verarbeitungsschritte von der Lagerung bis zum fertigen Möbelstück.

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Die Interessierten konnten ein Blick in das umfangreiche Lager werfen, in dem wir ausschließlich Harthölzer lagern. Im weiteren Verlauf erfuhren sie, wie die Schreinerinnen und Schreiner von da an jedes Brett in Hinblick auf das zukünftigen Möbelstück aussuchen und bearbeiten. So wurde verständlich wie unter Berücksichtigung von Kundenwünschen die Lamellen so zusammengefügt werden, dass ein homogenes Holzbild für die Küchen- und Möbelfronten  entsteht.

Im Gegensatz dazu begnügt sich die Industrie ihr Leimholz quadratmeterweise automatisiert herzustellen, welches dann zwar auch Massivholz heißt, mit der liebevollen handwerklichen Fertigung aber so viel zu tun hat, wie ein Sauerteigbrot vom Slow Food Bäcker mit der Discounterschrippe.

Dass nicht nur bei der Baumbeschaffung Nachhaltigkeitskriterien einen großen Stellenwert haben, konnte dann auch bei der Stadtion der Oberflächenbehandlung erkannt werden. Alle fertigen Möbel werden ausschließlich mit Naturharzölen veredelt, um somit ewige Haltbarkeit und einfache Pflegemöglichkeit zu gewährleisten.

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Die Führung durch die Werkstatt führte anschließend in die Ausstellungsräume, in denen die Massivholzküchen und-Möbel dann im fertigen Zustand begutachtet werden konnten, woran sich noch eine ausführliche Fragerunde anschloss.

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Die gesammelten Eindrücke wurden anschließend bei Tee und Gebäck oder auch Bier und frisch zubereiteten Chips ausgetauscht werden und klangen so in gemütlicher Atmosphäre aus.

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Die Waldschöpfungskette bei den Möbelmachern

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Die regionale Waldschöpfungskette bei der Wertholzversteigerung in Sailershausen und warum Kilian Stihl hat

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In froher Erwartung, was der Wertholzplatz alles bieten wird …

Eigentlich haben wir in diesem Artikel vom Januar 2015 das Wesen der Wertholzversteigerung – genannt Submission – schon sehr genau beschrieben, aber wenn wir so umwerfende Fotos von den neuen Holzmanagergeneration haben, dann wollen wir die natürlich auch unbedingt zeigen.

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Tobias Raum muss auch messen, ob die Bäume überhaupt auf der mobilen Säge von Claus Gerstacker gesägt werden können, denn über 90 cm Durchmesser wird es knapp

Tobias Raum ist unser Mann fürs Holz und er fuhr mit Frau und Kind sonntags zur ersten Submission nach Sailershausen in der Nähe von Haßfurt, wobei sich Kilian natürlich nicht ohne seine Motorsäge ins Auto setzte.

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Es war noch ziemlich kalt in der Früh …

Als Papa dann unter hunderten von Stämmen auswählen musste – und sich entscheiden, welchen Preis er auf seine Liste für welchen Baum schreibt – sprang Kilian schon mal hilfreich zur Seite:

„Wenn  Dir der zu groß ist Papa, mache ich ihn Dir kleiner.“

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Der eingetragene Preis entscheidet dann, ob man den Baum bekommt (wenn man den höchsten eingetragen hat), oder eben nicht nicht, wenn jemand anders mehr bot. Das macht das Ganze für uns eigentlich zu einem etwas seltsamen Spielchen, aber so erhoffen sich die Waldbauern und die Forstbetriebsgemeinschaften höhere Preise, was bei einigen Stämmen sicher funktioniert, ob es den enormen Aufwand lohnt kann ich nicht beurteilen.

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Es geht um richtig viele Stämme …

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Hier ist der ausführliche Artikel vom Januar 2015 über das Wesen der Wertholzversteigerung und hinter den Videos zur regionalen Waldschöpfungskette  sind noch ein paar Impressionen von dem Sonntag im Dezember 2016, an den sich nicht nur Kilian gerne erinnert. Und hier sind all unsere Berichte über die „regionale Waldschöpfungskette auf der Homepage zu finden.

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Jeder einzelne Stamm muss begutachtet werden …
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und es sind derer viele …
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Es gibt viel zu entdecken …
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Die Baumscheibe könnte ein lustiger Couchtisch werden, aber die reißen immer so arg, dass man sie dann doch nicht verwenden kann …
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Es gab viel zu tun …

Impressionen aus Paris

Paris2015LauraUteherwig_0265Ein paar Tage Auszeit sind auch mal ganz schön. Und in Paris besonders, wenn sogar im Eiffelturm ein Tennisball ob des French Open www.rolandgarros.com/ hängt.

Museumstipp Impressionismus

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Wo kann man besser Impressionen sammeln, als in einem kleinen Museum, das sich dem Impressionismus verschrieben hat. Sogar das erste Bild dieser Stilrichtung von Monet war im „Musee Marmottan“ zu sehen „Impression Soleil Levant.“

Holz in allen Varianten

Ein Unterkrumbacher sieht natürlich auch in Paris viel Holz, vom Feinkostladen, über den Levi´s Shop, bis zum Kaufhaus: der Bretterstapel – wir hatten 2010 einen in unserem Popup-Shop in Nürnberg –  ist gerade sehr angesagt.

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Rustikal im Feinkostladen
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Bretterstapel im Levis´s Shop
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Sogar die Theke als Bretterstapel
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Kleine Stäpelchen im Kaufhauseingang
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Bretter mit Baumkante im Schaufenster
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Lackierte Baumstümpfe in der Boutique
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Witzige LED-Leichte aus Holz

Le Corbussier-Ausstellung im Centre Pompidou

Die konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und das Centre Pompidou ist immer noch ein faszinierendes Bauwerk mit super Ausstellungen.

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Als Jugendlicher habe ich hier schon Gitarre gespielt …
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Höhenverstellbare Schreibtische waren damals schon in.
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Ergonomisch gesehen sind die Relaxsessel von Jori sicher angenehmer, aber zum Anschauen ist die Liege schon toll
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Die Geschichte von Sitzmöbeln

Wunderbare Geschäfte

Vom Senfladen (Vorräte auffüllen, weil wir ja immer unseren www.maille-senf.de/ Senf dazugeben müssen), über den Gewürzspezialisten (der erste Laden, in dem die Frage nach Langpfeffer mit der Gegenfrage „was für einen“? beantwortet wurde),  die berühmteste Patisserie in der die Maccarons erfunden wurden  oder einfach ein kleiner Markt mit unglaublichen Fischangebot.

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Hier wird der Senf aus dem Zapfhahn in Tontöpfe nachgefüllt.
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Izrael heiß dieser sehenswerte Gewürzladen, in dem wir Langpfeffer erstanden
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Gleiche zwei Langpfefferarten
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Hier wurden die Maccarons erfunden, sagt zumindes der Marco Polo Reiseführer
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Was das Herz des Feinscheckers begehrt …

Cafés, Bars und Sushi

Natürlich gehört zum Genießen des Urlaubs auch das Café und das Essen gehen. Ein tolle Sushiladen ist das Miss Ko, auch wenn die am Tisch laufenden Videos gewöhnungsbedürftig sind: das Essen und der Service  waren ausgezeichnet.

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Ungewohnte Videos am Tisch, aber tolles Ambiente und Essen
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Das Sitzen im Café ist Kult
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Geschäftsidee? Sollten wir unsere Chips vom Tepan Yaki zum Verkauf anbieten? Wird nicht funktionieren, sind immer gleich aufgegessen.
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Sehen und gesehen werden, nicht nur in Paris
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Super Dekorationen in beeindruckenden Kaufhäusern
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Wahnsinns Gebäude selbst für Kaufhäuser, einige davon im Jugendstil
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Sicherheitskleidung am Motorrad wird nicht sooo wichtig genommen …
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Das Sein an der Seine
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Photo-shoppen oder Shoppingfoto?
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Eine alte Schmiede wird zum Kaufhaus
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Der Foodtruck-Trend ist auch in Paris zu spüren
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Seine oder Nicht Seine, das ist hier keine Frage

 Das neue Gebäude von Frank Gehry

Das beeindruckendste Museum war für uns das erst im Oktober eröffnete Fondation Lous Vouitton.  Wir konnten „Der Schrei“ von Edvard Munch und viele impressionistische und moderne Kunst sehen, aber das Gebäude (offiziell 100 mio Baukosten, könnte aber auhc das doppelte gewesen sein) von Frank Gehry ist wirklich ein Erlebnis.

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Wie ein Schiff mit gläsernen Segeln
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Der Blick im Treppenhaus nach unten
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Beeindruckende Holz-Glas-Stahl-Verbindungen
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Mal ne Rose verschenken?

Zurück in Unterkrumbach

Sicher werden bei unseren nächsten Veranstaltungen und in unserer Ausstellung einige der gesammelten Impression Eingang finden, die nächste Gelegenheit sind schon die 17. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage vom 26. bis zum 28. Juni.

 

 

Die regionale Waldschöpfungskette: Häckseln fürs Thermalbad

Der vorläufig letzte Schritt für dieses Jahr ist (nach dem Aussuchen, Anliefern, Entrinden, Stapeln und Lagern) das Häckseln der Reste, denn für den Landkreislauf am kommenden
Samstag soll unser Gelände wie geleckt aussehen.

Also ruft man bei der Schwarm E. GmbH in Stöppach (0 91 51- 9 51 51) an und die kommen am Samstag früh um 7:30 und verarbeiten unsere Schwarten – so heißen die ersten Bretter, die auf einer Seite noch rund sind) und auch die angefallenen Gartenabfälle zu edlen Hackschnitzeln, die den Besuchern des Thermalbades ordentlich einheizen.

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So haben uns die Waldbauern, die Forstbetriebsgemeinschaft, die Holzlieferanten, der Entrinder, der Besitzer der möbilen Säge, die Häcksler der Firma Schwarm und sogar das Thermalbad geholfen, die regionalen Wirtschaftskreisläufe vollständig in der Waldschöpfungkette darzustellen.

Aber halt, der wichtigste fehlt noch: zahlen können wir alle Beteiligten nur, weil wir das Geld für schöne Möbel und Küchen von unseren Kunden bekommen. Ohne deren Wertschätzung regionaler Zusammenhänge könnten wir so nicht arbeiten. Deshalb gilt der Dank neben allen Holz-Beteiligten vor allem denen, die das ganz ermöblichen: unseren Kunden.

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Die ganze regionale Waldschöpfungskette in einem Video (5 min):

Die Waldschöpfungskette: Holz anliefern
Die Waldschöpfungskette: Entrinden
Die Waldschöpfungskette: Sägen
Die Waldschöpfungskette: Häckseln

 

Die Waldschöpfungskette oder „Vom Baum zu Tisch“ auf der Homepage der Möbelmacher

 

Die regionale Waldschöpfungskette: Das Sägen

Früher haben wir einen Teil unseres Holzes auch zum Sägewerk gebracht, aber seit vielen Jahren wird ausnahmslos alles auf unserem Gelände mit der mobilen Säge von Claus Gerstacker aus Krottensee geschnitten. Das hat mehrere Gründe:

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  • Es fallen nur einmal Transportkosten (finanzieller und ökologischer Natur) an, nämlich vom Wald auf unser Gelände
  • Der Entrinder kommt zu uns und kann unseren gesamten Holzvorrat vor dem Sägen entrinden (hier haben wir dessen Vorteile erklärt)
  • Wir können spontan – je nach Aussehen des Baumes – entscheiden, welche Brettstärken wir daraus schneiden. Aus den dicken Brettern mit rund 53 mm werden Tischplatten, die am Ende 4 cm stark sind; Betten werden meist aus 43 mm dick eingeschnittenen Brettern gebaut, die als Möbel noch 3 cm stark sind; für die 2 cm starken Schrankkorpusse schneiden wir 33 mm starke Bretter ein.
  • Wir können den Stamm drehen und wenden, bis wir die optimale Position für den ersten Schnitt gefunden haben. Das macht bei unserem wertvollen Laubholz richtig Sinn, denn man kann die Risse so positionieren, dass sie wenig Holzverlust bedeuten oder auch mal auf Spechthöhlen ästhetisch nutzen.
  • Das Blatt der Bandsäge ist wesentlich dünner, als das eines Sägegatters, was uns pro Baum rund zwei Bretter mehr beschert.
  • Die Mitarbeiter – die die Knochenarbeit leisten – können auf teure Fitnessstudios verzichten (unsere Rückenschulleiterinnen achten auf das gesundheitlich richtige Heben!)
  • Unsere Kunden sehen, dass unsere regionale Waldschöpfungskette vom Wald bis zum Kunden lückenlos in unserer Hand ist, dass wir uns damit viel Arbeit machen und dass wir damit unsere und die Qualitätsansprüche unserer Kunden erfüllen.
  • Natürlich ist Holz Holz, der Unterschied entspricht ungefähr dem Gemüse aus dem eigenen Garten im Vergleich zum Einkauf im Supermarkt.

Fazit: Wer wirklich mit dem Holz aus der Region arbeiten will, kommt am großen Aufwand kaum vorbei. Wer den aber mit Freude betreibt und dokumentiert, kann seinen Kunden glaubhaft versichern, dass die Küchen und Möbel der Möbelmacher etwas besonderes sind.

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Die ganze regionale Waldschöpfungskette in einem Video (5 min):

Die Waldschöpfungskette: Holz anliefern
Die Waldschöpfungskette: Entrinden
Die Waldschöpfungskette: Sägen
Die Waldschöpfungskette: Häckseln

 

Die Waldschöpfungskette oder „Vom Baum zu Tisch“ auf der Homepage der Möbelmacher

 

Die regionale Waldschöpfungskette: der Entrinder

Oft werden wir gefragt, warum wir den Aufwand mit dem Entrinden treiben. Das hat sogar mehrere Gründe:

  • Entrindetes Holz lässt das Sägeblatt der mobilen Bandsäge viel langer scharf bleiben, weil die Rinde weg und kein Schmutz und keine Steinchen darin sind
  • Entrindetes Holz hat im Laufe der Jahre wesentlich weniger Verlust durch Tierchen
  • Entrindetes Holz macht bei der Lagerung, in der Trockenkammer und in der Werkstatt wesentlich weniger Dreck, weil die Rindenstücke nicht überall abfallen
  • mindestens einmal im Jahr muss man die Monstermaschine gesehen haben, sonst fehlt einem was

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Alle Videos zur regionalen Waldschöpfungskette

 
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Die ganze regionale Waldschöpfungskette in einem Video (5 min):

Die Waldschöpfungskette: Holz anliefern
Die Waldschöpfungskette: Entrinden
Die Waldschöpfungskette: Sägen
Die Waldschöpfungskette: Häckseln

 

Die Waldschöpfungskette oder „Vom Baum zu Tisch“ auf der Homepage der Möbelmacher

 

Die regionale Waldschöpfungskette: die Küchen und Möbel für 2018 werden abgeladen

Es ist wieder soweit: schon in der nächsten Woche kommt der Entrinder, also muss jetzt noch alles an Holz angefahren werden. Die vorletzte Fuhre brachte am Montag Karl Schuster aus Plech (A. u. M. Schuster e.K. Inhaber Karl Schuster Bernheck 3791287 Plech Bernheck09244/464). Und in der Woche drauf kommt wieder Claus Gerstacker mit der mobilen Säge. Wer also in 3 Jahren eine Küche möchte, könnte sich gleich seinen Lieblingsstamm aus diesem Stapel raussuchen, wer jetzt sofort eine möchte, sollte die Holzauswahl in unserer Werkstatt treffen, dort liegen die Bretter frisch aus der Trockenkammer, die wohl im Jahr 2012 hier ankamen.

Wir garantieren den Einsatz von mindesten 95 Prozent Holz aus der Region, meistens haben wir aber 100 Prozent. Die Einschränkung haben wir nur vorsichtshalber formuliert, weil ja auch mal was ausgehen kann und dann kaufen wir lieber so regional wie möglich zu, als den Bäumen beim Wachsen zusehen zu müssen. Und dass uns daraus dann niemand einen Strick der Unglaubwürdigkeit drehen kann, sind wir etwas vorsichtiger beim Angeben.

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Die ganze regionale Waldschöpfungskette in einem Video (5 min):

Die Waldschöpfungskette: Holz anliefern
Die Waldschöpfungskette: Entrinden
Die Waldschöpfungskette: Sägen
Die Waldschöpfungskette: Häckseln

 

Die Waldschöpfungskette oder „Vom Baum zu Tisch“ auf der Homepage der Möbelmacher

 

„Submission“ heißt „Wertholzversteigerung“ und ist ein Teil unseres Holzeinkaufs

20150108_135601Es war wieder soweit: die Holzeinkäufer wurden zur Submission der Waldbauernvereinigung nach Coburg geladen. Eine Versteigerung, bei der man einzelne Stämme bebietet und wer am meisten auf seine Liste schreibt, bekommt den Stamm. Die ersten Fotos sind von diesem Januar, die weiter unten deutlich älter, denn unsere Art des regionalen Holz-Wirtschaftens, hat sich nicht geändert.  Wer sich solche Dinge lieber als Video ansieht, findet sie hier in unserer Holz-Playlist.

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Ressourcenmanagement oder Holzeinkauf?

Natürlich klingt Ressourcenmanagement deutlich cooler als Holzwirtschaft, BWL-Studenten hätten ihre Freude dran und selbst Banker kann man damit begeistern, obwohl immernochnicht alle durchschaut haben, warum wir unser Holz selbst im Wald kaufen, bei uns sägen, lagern und trocknen und damit jede Menge Kapital binden. Anstatt es, wie die meisten Kollegen, einfach beim Händler zu ordern, wenn wir einen Auftrag haben. Die Philosophie der regionalen Wirtschaftskreisläufe, der Qualitätssicherung an der ersten Stelle der Wertschöpfungskette (die wir für die genannten lieber "Supply Chain" nennen würden) und die Freude an einem durch und durch schlüssigen und regionalem Produkt  ist Zahlenakrobaten nur schwer zu vermitteln. Trotzdem versuchen wir es immer wieder indem wir auf die "Soft Facts" des Harten Holzes aus Hersbruck  verweisen.


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Es war wieder soweit: die Bäume, die den jüngeren das Licht wegnehmen und selbst nicht mehr viel Holz-Zuwachs zu erwarten haben wurden, idealerweise nach dem ersten Frost, geerntet. Übrigens kein wesentlich anderer Vorgang, wie bei der Getreideernte, nur eben selektiv, d.h. nur die Bäume im richtigen Alter werden markiert und einzeln aus dem Wald transportiert (diese Argumentation hat FBG-Geschäftsführer Michael Müller im Fernsehen sooo toll rübergbracht, dass wir das gleich übernehmen mussten). Wenn das unsere vorbildliche Forstbetriebsgemeinschaft macht, werden die wertvollsten Laubhölzer häufig mit einem MM für Möbelmacher beschriftet, weil sie die Holztransporteure dann gleich auf unser Gelände fahren, weil deren Wert und Einschneidestärke man am besten vor Ort beim Schneiden auf der mobilen Säge beurteilen kann.

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Es gibt aber auch die Versteigerungen (Submissionen), bei denen die Waldbauern ihre wertvollsten Hölzer in eine Reihe legen, wo sie katalogisiert und numeriert werden. Mein Kompagnon Gunther Münzenberg geht dann mit einer Liste rum und schreibt bei den meisten Bäumen die Summen dazu, die wir dafür freiwillig zahlen würden. Leider machen das auch viele andere und wer die größte Summe hinschreibt zahlt zwar auch am meisten, aber er bekommt dafür dann auch den Baum.  So werden manche edle Bäume (vor allem von den Furnierhändlern, die ja eine große Wertschöpfung aus edlen Hölzern haben) furchtbar teuer verkauft, was dann in der Zeitung steht und viele denken, dass für alle Bäume so viel bezahlt wird. Andere Stämme will wiederum kein Sch(w)(r)ein(er) und die bleiben übrig, aber das interessiert die Zeitung nicht. Egal, ob das Prinzip wirklich genial ist, oder nicht, es ist toll, dass dieser enorme Arbeitsaufwand zur Organisation des Verkaufs geleistet wird. 

Holzverbrauch

Im Durchschnitt haben wir einen Holzverbrauch von ca. 150 m³ im Jahr, verteilt auf alle Holzarten (ca. 70% Buche) und alle Stärken. Auf dem Foto markiert Gunther die Stämme, die wir ersteigert haben mit MM, dass Werner Schmidt mit seinem wunderschönen Holzlaster nur noch vorbeifahren und aufladen braucht. "MM" sind also die Stämme mit dem gewissen Extra (auch wenn wir sie zwar genießen, aber nicht trinken können, wie beim gleichnamigen Schaumwein).

Nach einigen Jahren werden aus den Brettern wunderschöne Möbel gefertigt. Sind regionale Wirtschaftskreisläufe in einem Möbel spürbar? Kann man die Beisterung der Mitarbeiter für so wertvolle Stämme auch im fertigen Tisch spüren? Bedeutet Qualität nicht nur Belastbarkeit, Gewicht, Materialstärke oder optische Gestaltung, sondern auch Herkunft, Sorgfalt und Engagement? Wie stark werden die Kriterien der Nachhaltigkeit einen Kauf beeinflussen? Darüber hat der, der den Baum vor 150 Jahren gepflanzt hat nicht nachgedacht und auch wir werden ihn solange liegen lassen, bis er als Küche, Wohnzimmer oder Kneipe verkauft ist. Ob bis dahin der Nachhaltigkeitsnachweis das wichtigste Kaufkriterium ist, oder Ikea und andere global Player den Begriff entweder allgemeinverständlich oder einfach überflüssig gemacht hat wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass wir auch weiterhin nur so arbeiten werden. Einfach, weil es Sinn und Freude macht. 

"Vom Baum zu Tisch", alles über unsere Holzverarbeitung

 

Metamorphose eines Möbelmachertischs durch Drechslermeister Hager

Von Alice Niklaus

Anstatt Skifahren in der Schweiz haben wir uns im Frühjahr 2000 umständehalber gegenseitig den gleichen Möbelmacher-Küchentisch geschenkt. DSC04795 Heute morgen wurde unser sehr geliebter und täglich benutzter Tisch durch Drechslermeister Horst Hager aus Hersbruck einer liebevollen, reinigenden Behandlung unterzogen. In seinem 15. Jahr sieht der Tisch nun wieder aus wie am ersten Tag! Und weil er unbedingt 24 Stunden unbenutzt bleiben soll ist heute kein Kochtag!

Nachtrag: Horst Hager ist seit 22 Jahren vormittags für die Möbelmacher-Oberflächen zuständig und frönt erst nachmittags dem Drechseln.