Kategorie-Archiv: Nachhaltigkeit, Bio und Messen

Tag der Küche aus Massivholz am Samstag mit stolzem Gockel

PRESSEMELDUNG

Die Qualität einer Küche und deren Planung erkennt man erst beim Kochen, weshalb die Möbelmacher am Tag der Küche ab 10 Uhr  zusammen mit Kunden und spontanen Gästen zum Beispiel Hähne aus dem Gockelprojekt  des Geflügelhofs Schubert zubereiten, aber natürlich auch viel Gemüse der Solidarischen Erntegemeinschaft Vorderhaslach.

Endlich kann man die neuesten Geräte bis hin zum Schockfroster selbst ausprobieren, sich von erfahrenen Köchen Tipps geben lassen, oder einfach nur zuschauen und essen. So wird die Brust vakuumiert, im Wasserbad bei 60 Grad Sous Vide gegart und danach am Tepan Yaki kurz angebraten. Der Rest wird wohl im Backofen gegrillt oder in nur 35 Minuten zum Coq au Vin im Druckdampfgarer verarbeitet, sofern die Gäste keine besseren Ideen mitbringen, denn sie entscheiden selbst, was und wie zubereitet wird.

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Während die einen begeistert kochen, können sich die anderen die moderne Küchenfertigung in der Werkstatt, oder die Polstermöbel und Matratzen in der Ausstellung anschauen. Von 10 bis 16 Uhr werden die Massivholzküchen der Möbelmacher beweisen, dass nur   sie solche Kochaktionen unbeschadet überstehen: sie sind ein funktionales Werkzeug aus dem Holz der Hersbrucker Alb, das dank Einzelanfertigung liebevoll für die Vorlieben der Kunden entworfen wird.

Alle Infos und Videoeinladung unter www.die-moebelmacher.de
Einladung im Nachhaltigkeitsblog
Das Rezept des Coq au Vin im Druckdampfgarer

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Paris mit André Ampere, Bioausflug in die Champagne und Montmatre im Schlaf

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Den kurzen Abstecher nach Paris haben wir aus aktuellem Anlass  unserer nagelneuen Photovoltaikanlage genutzt, um einem der Väter der Elektrizität die Ehre am Grab zu erweisen. Die hat sich Andre´ Ampere wirklich verdient, denn aus den vielen Ampere die unsere Anlage produziert,  bauen wir begeistert Ihre Möbel und Küchen.

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Die genauen Leistungsdaten  sind übrigens öffentlich hier ständig einsehbar, was Herrn Ampere sicher Freude gemacht hätte, denn für viele technikbegeisterte Männer ist der Vergleich der Anlagenleistung zum Ritual geworden. Wir sind sicher, dass unsere PV-Anlage von Energie Concept auf dem neuen Dach von Georg Strobel, konzipiert nach den Berechnungen von Sommerkeller12   die beste Lösung für unseren Bedarf darstellt, aber stehen für Fragen und Diskussionen jederzeit gerne zur Verfügung.

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Nach dem Nachmittag am Montmatre und dem gleichnamigen Friedhof – bei dem wir auch unseren gleichsprachigen und geschätzten Autor Heinrich Heine besuchten –  genossen wir ein Abendessen in einem denkmalgeschützten Lokal, das der angesagte  Koch Cyril Lignac  von der Eigentümerfamilie übernahm und ihm neues kulinarisches Leben einhauchte – erfolgreich, wie wir meinen.

IMG_5658Dass die Qualität von Köchen auch die schützenswerten Räume und Möbel betrifft, halten wir für einen schönen „Softfakt,“ wie man neudeutsch Imageaspekte nennt, die sich nicht in ein kalkulatorisches Zahlenkorsett pressen lassen.

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P1003022Das war köstlich und vergleichsweise preiswert, wir wissen leider nicht, ob André ‚ Ampere oder Heinrich Heine hier schon speisten, aber es würde einen schönen  Historien-Kostümfilm beherbergen können.

In die Champagne auf den Spuren von Martin Kössler 

(zur Champagnereinstimmung ein kleines Video)

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Martin Kössler auf  der 10Jahresfeier von Jürgen Beyer im roten Ochsen 2007

Als Einrichter, die sich der Ökologie und Nachhaltigkeit verbunden fühlen, wollten wir auch bei der Reise durch die Champagne Ausschau nach den Bio-Pionieren halten und was lag näher, als Rat bei unserem Freund Martin Kössler zu suchen, der sich mit seiner K und U Weinhalle deutschlandweit einen Ruf als Szenenkenner erarbeitet hat.

P1003033  Er empfahl uns das Weingut Bredel, bei dem wir uns tags zuvor anmeldeten und schon vormittags die Champagnerprobe mit der Mitarbeiterin absolvierten (die Lese der Pinot Noire Trauben war bereits voll im Gange).P1003051 Danach führte sie uns in die Fertigungshalle , wo wir dann auch noch lange mit dem Sohn des Hauses unterhielten, der Martin Kösslers Kompetenz übrigens sehr lobte. Denn seine und die Champagner seiner Mutter sind nicht nur wegen des Biosiegels anders (die Anfeindungen muss man in dieser Branche trotz zahlreicher Auszeichnungen erstmal über viele Jahrzehnte aushalten) es hat mit dem ergiebigeren Boden am Auslauf des Marnetales nahe an Paris zu tun und der besonderen ökologischen Konsequenz, mit der die Familie das Weingut betreibt.P1003056

Nicht ganz unähnlich allseits bekannten Massivholzschreinern, die ebenfalls viele vermeintlich selbstverständliche Dinge, wie zum Beispiel Spanplatten schlichtweg verweigern.

In Reims  in der Brasserie Le Cayeres

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P1003096Wir waren beeindruckt von der Arbeit auf diesem kleinen aber feinen Weingut und machten uns auf nach Reims, wo wir den von Martin geschätzten Freund Phillipe Mille  besuchen sollten, was wir allerdings dank eines kleinen Missgeschicks einer französischen Verkehrsteilenehmerin erst verspätet und deshalb „nur“ in der Brasserie des Hauses verwirklichen konnten.

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Wer nach oder von Paris aus unterwegs ist, für den lohnt sich der kleine Schlenker zum feinen Essen, für das edle Abendessen im Haupthaus, sollte man wohl besser in Reims übernachten, die Weinkarte beherbergt für so ein Haus ungewöhnlich viele Biowinzer.

Schlafend am Montmatre

Zum Abschluss noch eine kleine Episode vom Montmatre – der schlafende Herr wurde von seiner Frau übrigens auch wieder abgeholt – , der Artikel der letzten Parisreise mit Tipps zum Anstehenvermeiden im Centre de Pompidou ist hier zu finden.

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Werkstatt-Tage mit fränkischem Sommer und Filmgala mit neuen Videos vom Kochblogradio, Zeitungsseite und neuen Oldtimern

Am kommenden Wochenende starten die 19. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage  am Freitag mit dem Fränkischen Sommer mit Olivia Trummer und Roland Satterwhite  und am Samstag der Filmgala Dolores mit Regisseur  Michael Rösel und TV-Moderatorin Christina Ringer.

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Wir haben die wunderbare Roland Rosenbauer Show vom KochblogRadio.de über die Filmgala Dolores und unsere Massivholzküchen von der Musik befreit und mit Bildern der Interviewerin Barbara Steinbauer-Groetsch und unseren Küchen hinterlegt. In Teil 1 geht es um unsere Massivholzküchen aus dem Holz der Hersbrucker Alb und in Teil 2 erzählt Michael Rösel viele Hintergründe zum Film Dolores samt Oldtimer.


Die Seite in der Hersbrucker  Zeitung am Samstag, 17.6. 2017

Herzlichen Dank an Andrea Pitsch von der Hersbrucker Zeitung und die Freunde, die uns mit einer Anzeige unterstützt haben: http://die-theatermaler.de; Energie Concept Solar & Heiztechnik; Radsport Manfred Müller; Thomas Schwab Schwabhof,  JAKSCH Küchentechnik, JORI

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(Der Text ist weiter unten nachzulesen)

Jetzt anrufen und Vorverkaufskarten reservieren

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Neben dem Telefon aus Bakelit haben wir am Samstag (24.6.) aktuell noch 11 andere angemeldete Oldtimer zu bieten, die auf unserer homepage schon verewigt sind und hier auf einer Collage zu sehen sind. OldtimerMontage

Und gerade im Moment kam noch dieser Mercedes 190 SL Bj1958 dazu:

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Anmelden können sie sich unter 09151 862 999, über info@die-moebelmacher.de  oder über dieses Formular.

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Aktuell planen wir schon die Verteilung der edlen Gefährte auf unserem Gelände, aber eigentlich macht das erst einen Tag vor der Veranstaltung Sinn, weil wir nicht wissen, wer sich alles noch anmelden wird.

Wer sich mit einem Oldtimer anmeldet hat freien Eintritt, wer im Stil der 60er Jahre gekleidet kommt, hat den ermäßigten Eintritt und es wird ein wunderbarer Abend mit einem genialen Film (grimmepreisnominiert) und tollen Menschen:

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Fotoaktionen mit den Schülerinnen des Paul Pfinzing Gymnasiums

Wir sind ziemlich stolz drauf, dass unsere Veranstaltung ganz viele gymnasiale Jahrgänge aus den Jahren 1960 bis 2000 zusammenbringt, in diesem Video haben wir für die Fotoaktionen während der Filmgala schon mal geübt.

Das Buffet wird köstlich

Foodbloggerin (www.ein-topf-heimat.de) Barbara Steinbauer Grötsch managed ein köstliche Buffet im Stil der 60er und dafür werden wir – mit modernsten Sous Vide Garmethoden (Garen im Vakuum) – das Weideschwein vom Schwabhof (und Reh aus Vorderhaslach) zubereiten, das sich – wie im Video zu sehen – wirklich sauwohl fühlt.

Premiumsekt „Von der Henne“

Und stilecht zur Hollywooddiva aus dem Film Dolores muss es auch ein Premiumsekt „Von der Henne“ sein (hergestellt im Champagnerverfahren) und er kommt von unserem Schulfreund Andreas Kirsch, Inhaber der Wein- und Sektmanufaktur Naumburg.

Der Zeitablauf

Eintrittspreis und Zeitplan

Filmgala Dolores am Samstag, 24. Juni 2017
in Unterkrumbach neben Hersbruck

  • Einlass, Buffett, Fotostationen, Oldtimerbestaunen: 18 Uhr
  • Veranstaltungsbeginn: 19:00
  • Filmstart 19:30
  • Regisseur: Michael Rösel
  • Moderation: Christina Ringer
  • Technik: Matthias Meier
  • Sekt: Andreas Kirsch – Naumburg
  • Getränke: Lammsbräu
  • Buffet: Workshopteilnehmer und Barbara Steinbauer Grötsch
  • Fotostationen und Service:Paul-Pfinzing-Gymnasium
  • Alle Oldtimerbesitzer sind herzlich eingeladen sich anzumelden und freien Eintritt zu erhalten
  • Alle liebevoll im Stil der 60-er Jahre gekleideten Gäste erhalten den ermäßigten Eintritt
  • Günstige Karten jetzt schon im Vorverkauf per email oder Telefon reservieren:

EintrittAbendkasse: 16 .-
Eintritt ermäßigt Abendkasse 13.-
Eintritt im Vorverkauf: 12.-
Eintritt ermäßigt Vorverkauf: 9.-

Telefon 09151 82 999
Email: info(at)die-moebelmacher.de

Der Text von der Zeitungsseite

Das Konzert im Rahmen des „Fränkischen Sommers“ am Freitag, 23.  Juni, und die Filmgala„Dolores“ am Samstag, 24. Juni, ab 18 Uhr  verbinden zusammen mit zwei Tagen der offenen Tür viele kulturellen Errungenschaften aus der Region.

Aber warum wird eine Schreinerei für Massivholzküchen und –möbel zum großen Kino- und Konzertsaal? Das hat vor allem
mit herwig Danzer und der  seit seiner PPG-Schulzeit bestehenden Musik- und Filmleidenschaft zu tun.  Entfacht hat sie der Deutschlehrer Richard Siebenbürger auch bei vielen anderen Gymnasiasten.

„Sibi“ führte die Tradition, die durch den 1976 von Barbara Steinbauer gedrehten und preisgekrönten Schulfilm „Happy  Monday“ gegründet wurde, fort, und deshalb dürfen sich die Gäste
auf gymnasiale Mitstreiter aus den Jahrgängen 1960 bis 2000  freuen. Auch Regisseur Michael Rösel stammt aus dieser Szene, und sein für den Grimme-Preis nominierter Kinofilm über eine Filmdiva
und ihren Modellbauer ist an diesem Abend die Hauptattraktion.

Die bekannte TV-Moderatorin Christina Ringer wird alle Protagonisten zu ihrem Werdegang nach dem Gymnasium befragen,  wie zum Beispiel Matthias Meier von den Theatermalern
aus Vorra.  Als Tini Fleischberger spielte sie damals selbst viele  Hauptrollen in legendären Siebenbürgerfilmen.

Foodbloggerin Barbara Steinbauer-Grötsch (www.ein-topf-heimat.de) wird das stilechte Buffet aus den 60er Jahren  organisieren.  Die jüngsten Mitstreiter sind Schülerinnen, die
die Gäste vor Oldtimern oder dem Bakelittelefon fotografieren
und den Service in zeitgemäßen Kleidern des Industriemuseums
Lauf übernehmen.

Zum Star des Abends könnte der Original-Oldtimer aus „Dolores“ werden.  Als Rösel das Comic las, auf dem sein Film basiert, stellte
er fest, dass sein Vater genau diesen Wagen in der Garage stehen hat. Damit sich die rollende Rarität auf dem Gelände der  Möbelmacher nicht einsam fühlt, hat Danzer bis jetzt schon zehn weitere Oldtimerinhaber gewonnen, die vom Pink Cadillac über einen US-Truck bis zum antiken Traktor „Schlüter“ einen spannenden Rundgang über den Hof versprechen und eine geniale Fotokulisse bieten werden.
„Wer sich mit seinem Oldtimer aus den 60ern anmeldet, hat freien Eintritt, in passender Kleidung bekommt man den ermäßigten
Preis“ erklärt Danzer, weil auch das Kleidungsmotto zu einem unvergesslichen Abend beitragen könnte.

Fränkischer Sommer
Am Vorabend der Zeitreise in die Sixties ist zudem der Fränkische  Sommer, die Konzertreihe des Bezirks Mittelfranken, zu Gast. Am 23. Juni ab 19 Uhr (Konzertbeginn 20 Uhr) gibt es Jazz und Klassik mit den Ausnahmemusikern Olivia Trummer (Piano und Gesang)
und Roland Satterwhite (Violine und Gesang).

Tage der offenen Tür

Der Samstag und Sonntag ist jeweils von 10 bis 16 Uhr Tag der  offenen Tür, an dem die Möbelmacher die regionale  Waldschöpfungskette vom Baum bis zur fertigen Küche und zum
Kunden zeigen, und am Sonntag um 11 Uhr führt Sigi Huber von der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land zusammen mit dem Holzmanager der Möbelmacher Tobias Raum durch die Wälder der Nachbarschaft. Und natürlich wird ständig gemeinsam gekocht.

Hier sind die Links zu den älteren Blogartikeln über die Werkstatt-Tage 2017

Fränkischen Sommer mit Olivia Trummer und Roland Satterwhite Fotoaktion zum Üben mit Schülerinnen und Buggy
Aufforderung zum Mitmachen bei den Werkstatt-Tagen

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Es gibt viele Gründe für neue Möbel, zum Beispiel, wenn sich Flüchtlinge drüber freuen

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Leere Räume wären zum Beispiel ein Grund für neue Möbel …

Der Wunsch nach neuen Möbeln muss nicht unbedingt an der Leere im Raum oder der Kaputtheit der alten liegen. Im Wohnzimmer ist zum Beispiel oft der neue große Fernseher der Anlass, aber natürlich hat sich im Laufe von Jahrzehnten auch der Geschmack gewandelt.

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… auch der Abschied von der Spanplatte …

Auch die Trennung von ausgasenden Spanplatten zugunsten des Massivholzmöbels aus der Region halten wir für einen hervorragenden Grund für die neue Einrichtung, aber unsere Meinung ist dabei eher unwichtig. Denn selbst, wenn sich ein Kunde einfach nur so aus Jux und Tollerei oder weil er eine lustige Lageridee für Ballettschuhe hat, ein neues Möbel kaufen wollte, kann er unserer Unterstützung gewiss sein.

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… oder eine lustige Idee für die Unterbringung von Ballettschuhen

Deshalb kommt es manchmal dazu, dass wir zwar jahrzehnte alte, aber nahezu neuwertige Möbel oder Küchen bei Kunden mitnehmen und … ? Tja, was und?

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Das schnellste und einfachste wäre natürlich der Müllplatz in Neunkirchen, aber wenn es irgendwie geht, bemühen wir uns um Weiterverwendung. Meist mit einem Foto im Newsletter oder auf Facebook und bisher haben wir noch immer Fans  gefunden.

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Studentin Johanna freut sich über neue (alte) Küche

Hier bekam zum Beispiel die Studentin Johanna eine „neue“ Küche (die ganze Geschichte im Blog) und hier haben wir von der Drogenhilfe Mudra  berichtet, die ebenfalls mit einer ganzen Küche versorgt wurde.

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dieses Bild zeigten wir auf Facebook

Dieses Foto stellten wir auf Facebook und kontaktierten die Hersbrucker und Happurger Flüchtlingshelfer, von denen Karin Holzinger vom Unterstützerkreis Willkommen in Happurg  sofort reservierte.  Dann sprach sie mit der syrischen Familie, die übrigens drei Kinder hat, zeigte das Foto und sagte daraufhin fest zu, die Schrankwand zu übernehmen.

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Damaskus, wunderschön im August 2004

Auch wenn es keine Rolle spielt habe ich mich sehr über den Zufall gefreut, denn seit unserem Aufenthalt in Syrien vor vielen Jahren schätzen wir Damaskus, das ganze Land und die Menschen dort sehr. Leider konnten wir die Reise bis jetzt nicht mehr wiederholen.

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Der Abbau des Möbels

Weil wir verständlicherweise Interesse daran haben, dass das Möbel mit möglichst wenig Aufwand zu seinen neuen Besitzern kommt, baten wir um Abholung desselben beim Kunden in Reichenschwand, was wegen Automangels nicht möglich war. Aber die gefundene Lösung war ebenfalls genial, denn Karin kam mit dem neuen Besitzer Hasan und seinem Freund Musen, die das Möbel zusammen mit unserer Schreinerin Christiane Suttner und unserem neuen Auszubildenden Hannes Wein abbauten, einluden und dann vor deren Wohnung in Hersbruck  wieder ausluden.

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Jetzt freuen sich Hasan, Yasmeen und die Kinder über das Möbel, unsere Kunden sind glücklich, dass das neuwertige alte Möbel weiterhin verwendet wird und wir Möbelmacher sind dankbar für die Möglichkeit, einen kleinen Beitrag für das harmonische Zusammenleben in der Hersbrucker Alb geleistet haben zu dürfen.

Achja und so sieht das neue Möbel aus Kirschbaum mit Platz für den neuen Fernseher und unserem Meister Stefan Winter aus, wir liefern bald gute Fotos nach.

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Übrigens nehmen wir auch unsere eigenen Möbel zurück, wenn Sie sich neue wünschen und auch für die finden wir nach dem Nachölen immer neue Käufer, die sich über ein günstiges Möbelmachermöbel freuen.

Nicht zuletzt deshalb ist es wichtig unseren Newsletter zu abonnieren, denn manchmal tun sich da erstaunliche Möblichkeiten auf.

Nochmal herzlichen Dank an Kunden, Karin und den Unterstützerkreis, der übrigens immer helfende Hände gebrauchen kann.

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Hier ist das neue Foto und das Video:

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Fotoaktion mit Schülerinnen und Oldtimer als Vorbereitung für die „Filmgala Dolores“ am 24. Juni

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Der Film „Dolores“ spielt im Jahr 1962, dem Geburtsjahr von herwig Danzer (re), die Schülerinnen Alicia, Julia, Ruveyda und Elisabeth (v.l.n.r.) sind unübersehbar ein paar Wochen jünger, der älteste ist der Käfer aus den 50-ern, der im Jahr 1969 zum Buggy umgebaut wurde.

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Während der  Werkstatt-Tage 2017 (23. bis 25. Juni) beteiligen sich an der „Filmgala Dolores“ Geburtsjahrgänge zwischen 1960 und 2000 des Hersbrucker Gymnasiums. Die ältesten begannen noch  vor der Filmgruppe des legendären Deutschlehrers Richard Siebenbürger mit dem Film „Happy Monday“ die Preise der Bayerischen Schulfilmtage einzusammeln, die jüngsten kennen ihn gerade noch aus Erzählungen oder aus dem Film den unser neuer Auszubildender Moritz Meier mit seinen Projektpartnern über Sibi im Jahr 2012 gedreht hatte.

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Gedränge am improvisierten Schminkspiegel in unserer Ausstellung

Die jüngsten haben für die Fotoaktionen der Gala in Zusammenhang mit den Oldtimern, Kleidung aus den Sixties und anderen lustigen Ideen zu den 60-er Jahren, schon mal mit der Fotoausrüstung der Möbelmacher geübt. Denn die engagierten Fotografinnen Ruth Geer und Marie Kumpf aus der Klasse des bekannten Fotografen und Kunstlehrers Michael Schober stehen den Gästen für originelle Fotoaktionen zur Verfügung.

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Schulung für die Fotografinnen

Am Tag der Filmgala Dolores – der Film wurde für den Grimmepreis vorgeschlagen – sind  schon jetzt 5 Oldtimer angemeldet (hoffentlich werden es noch viel mehr), natürlich das Original aus dem Film, DoloresEinladungKurz.MTS Kopie.Standbild004 das dem Vater des Regisseurs Michael Rösel gehörte, aber eben auch der Käfer aus den 50-er Jahren von Norbert Kirchenmeier, der 1969 zum Buggy Strandcar umgebaut wurde und der die junge Damen sichtlich begeisterte.

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Es war einfach ein genialer Fototermin, also zum Schreien …

Der Buggy durfte sich mit den liebenswerten  Schülerinnen, die in den Kostümen des industriemuseums Lauf den Service des stilechten Buffets erledigen werden, in den Wogen der Möbelmacher-Pusteblumenwiese   an den „summer of 69″ zurückerinnern, was ihm ob der lustigen Töne aus seiner Hupe wohl wirklich Freude bereitete. Und übrigens: in allen Schuljahrgängen bis zurück in die Antike gab und gibt es Schülerinnen und Schüler, die sich für mehr als Noten interessieren, die Freizeit investieren und dabei – wie wir selbst damals bei Siebenbürger – viel mehr lernen, als der bayerische Lehrplan in Franken hergibt.

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Was für ein Foto! Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Lehrern

Die Möbelmacher freuen sich riesig über den großen Zuspruch aller ehemaligen und aktuellen Gymnasiasten und die Unterstützung durch den Kunst- und Kultlehrer Ulf Geer aber auch Schulleiter Klaus Neundörfer, denn die Werkstatt-Tage sind seit 19 Jahren der Termin in Unterkrumbach, an dem man interessante und engagierte Menschen jeden Alters trifft. Bitte unbedingt hier für den Abend ab 18 Uhr anmelden und viele Freunde mitbringen!

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Wer nicht zu unserer Filmgala am 24. Juni kommt, verpasst genau jene jungen Frauen, von denen wir in Zukunft noch hören werden!

Wer noch einen  Oldtimer mitbringt und sich anmeldet, bekommt freien Eintritt, wer im Stil der 60-er kommt, den ermäßigten Eintritt und wer Musik- oder Küchengeräte mitbringt oder ganz neue Ideen hat, soll uns einfach anrufen: 0911 862 999 .

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Auch die Dreharbeiten für Dolores waren wirklich harte Arbeit, Michael Rösel (re) wird davon berichten
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Don´t forget Sibi, er hat vielen von uns die Orientierung erleichtert

Hier nochmal der wichtigste Link zur Filmgala auf der Homepage der Möbelmacher mit allen Infos zum 24. Juni ab 18 Uhr.

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Der Käfer aus dem Jahr 1950 wurde 1969 zum Buggy umgebaut und von den Mädels 2017 ins Herz geschlossen (weil ein Kabel zum Anschluss der Handys dranhing)
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Die Streuobstwiese der Möbelmacher mit Pusteblumen, Buggy und attraktiven jungen Damen im Stil der Sixties beim Fototermin
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So sieht man aus (Michael Schober), wenn man sich als Lehrer vom Scheitel (naja) bis zur Sohle für die Fotokompetenz der Schülerinnen engagiert
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Manchmal passen die Menschen, das Wetter und die Umstände einfach zusammen. Zufall, oder nicht, wir sind dankbar dafür.
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Manchmal passt einfach alles …

Und noch ein paar Ergebnisse vom Nachmittag:  UWT17FotosessionBuggy_0030

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„Immer teurer, aber selten genutzt“ – Widerspruch zur dpa Meldung von Uta Knapp in den Nürnberger Nachrichten

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Manchmal bedienen sich auch die Nürnberger Nachrichten bei der deutschen Presse Agentur, weil trotz immer leerer werdenden Redaktionszimmern, die Seiten  ja trotzdem voll werden müssen.
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Gemeinsames Genießen am Tepan Yaki

So fand wohl auch der seltsam überschriebene Artikel von Uta Knapp (von der deutschen Presse Agentur) über Küchen „Immer teurer, aber selten genutzt“ in die Nürnberger Nachrichten, den wir an einigen Stellen durchaus bestätigen können, an anderen aber heftig widersprechen. Denn unsere Küchenkunden kochen ebenso gerne wie gut und das auch noch oft.  Sie schreibt:

Verbraucher sollten indes auch bei hohen Nachlässen nicht blind zugreifen, sondern die Preise über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgen, rät Gabriele Bernhardt von der Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs: „Der Preiswettbewerb im Möbelhandel ist sehr hart. Wenn der Verbraucher anfängt, ein bisschen rumzuschauen, wird sich einiges bewegen.“
Nunja, bei Küchen von der Industrie, die von den Händlern nur weitergereicht werden, gibt es einen vernichtenden Preiskampf, weil der Kunde theoretisch von jedem Händler die gleiche Ware bekommen würde – aber nur, wenn alles fehlerfrei bestellt wird. Aber von wem ist der beste Entwurf, wer montiert zuverlässig und wer steht auch die nächsten Jahrzehnte zum  Service zur Verfügung?  Die mit „ein bisschen rumzuschauen“ vermeintlich verbraucherfreundliche beworbene Schnäppchenjagd kann einen einfachen Garantiefall durch Konkurs des ach so günstigen Händlers zur Katastrophe werden lassen, sie führt häufig zu völlig unvernünftigen Transportwegen daraus folgenden Serviceproblemen und der Verdrängungswettbewerb („wird sich einiges bewegen“), wird durch die beispiellose  Monopolisierung am Möbelmarkt das Angebot so weit zentralisieren, dass wir über den Einheitsbrei bald  jammern werden, wie über den Verlust der kleinen und guten  Metzgereien und Bäckereien.
„Für die Zubereitung eines gesunden Essens reiche dabei bereits eine ganz einfache Ausstattung: „Eine Küche für 30.000 Euro oder 100.000 Euro braucht kein Mensch.“
herwig_peter_norway87WEBDas ist nicht ganz falsch, aber vor allem nicht ganz richtig. Im Sommer 1990 schenkten uns zum Beispiel dankbare Norweger für den schönen Abend mit Gitarre, aber wohl noch mehr für den üppigen Alkohol tags darauf ein ganzes Zicklein, das wir auf sechs Campingkochern unseres wilden Campingplatzes mit böhmischen Knödeln und Sahnesoße für alle köstlich zubereiteten.
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Böhmische Knödel in einem von 6 gleichzeitig eingesetzten Campingkochern, um ein geschenktes Zicklein zum Festessen für alle zu machen – Norwegen 1991

Wir brauchten sicher keine Superküche zum gemeinsamen Kochen, wir hatten ja Zeit und Improvisationstalent und doch machen wir heute unsere Knödel mit weniger Aufwand im Dampfgarer, freuen uns über das schnelle Baggersbraten für alle auf dem Tepan Yaki und die ersten Kunden, die das Garen im Vakuum entdeckt haben, sind total begeistert: das Vakuumieren und Sous Vide Garen bietet die unproblematische Lebensmittelorganisation und ist die beste Kombination, wenn man bei unseren Direktvermarktern Hutangerrind, Weideschwein oder Reh einkauft.

Der Begriff „Brauchen“ ist in unserer Gesellschaft nicht mehr das Kriterium, es geht um köstliche und zeitsparende Zubereitung und Organisation, aber vor allem geht es um Lebensqualität oder einfach Freude am Zusammensein.
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Die wertvolle Küche – die bei uns durch Massivholz noch viel wertvoller wird als die Spanplattenvariante – wird in diesem Artikel als sinnlos erklärt, dabei kostet sie genauso viel wie ein Auto, von dem einen auch das billigste von A nach B bringt. Ein Auto wird bald ausgetauscht, unsere Küchen halten dagegen ein Leben lang und für viele unserer Küchenkunden ist das Auto ebenso egal, wie als Statussymbol unbrauchbar.
„Doch wird angesichts solch hoher Investitionen dann auch mehr selbst gekocht? Die Küchenbranche sieht einen Trend zu „genussvollem Kochen“. Es sei davon auszugehen, dass während der Woche etwas weniger, aber am Wochenende mehr gekocht werde, sagt Mangels.“
Warum eigentlich sind bei Männern Oldtimer und für Außenstehende andere  schwer nachvollziehbare Hobbys liebenswert, aber wenn sich Frauen eine funktionale und vor allem dank Kochinsel familienfreundliche Küche leisten, lästert Uta Knapp über das „Statussymbol.“ (Übrigens haben wir auch kochbegeisterte Männer als Kunden und viele Kinder lernen in unseren Massivholzküchen begeistert das Kochen)

Ich würde der sonst durchaus engagierten Journalistin gerne unsere Produktion zeigen und gemeinsam mit ihr und Freunden am Tepan Yaki im Dampfgarer und auf allen anderen Geräten in aller Ruhe kochen und dann genießen. Die berechtigte Kritik am Gebaren der Möbelhäuser wird das sicher nicht ausräumen, aber vielleicht kann ich um Verständnis für unsere Kunden werben, die ihr Geld ausgesprochen sinnvoll in die Lebensqualität der Familie investieren und die sich über diesem Artikel beschwert haben.


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Hier sind  unsere aktuellen Küchenlinks mitsamt den Videos:

Die ganze Holzgeschichte im Video in unserer Playlist.

Alle Videos über die Massivholzküchen in der Youtube Playlist:
http://nhblog.de/yt_pl_kueche/

Die Videos über das Kochen in unseren Küchen (Kochveranstaltungen oder-Shows):
http://nhblog.de/yt_pl_kochen/

Unsere Kochsendungen mit Diana Burkel (Würzhaus) ist hier zu finden: http://kocheinrichtung.de

Unsere eigene Kochreihe heißt „Einfach Kochen:“
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/einfach-kochen

Und viele Artikel über unsere Art des Küchenbaus sind im Nachhaltigkeitsblog unter der Rubrik „Die Küche zum Kochen“:
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/die-kueche-zum-kochen

Die Küchenseite auf der Homepage :
http://www.die-moebelmacher.de/produkte/kueche.html

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Warum uns die Schreinerinnung wichtig ist und die Alten Platz für die Jungen machen

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Der neue Obermeister Christian Pickelmann (stehend)

Den Bericht über unsere Innungshauptversammlung mit Neuwahlen aus der Hersbrucker Zeitung haben wir unten angehängt. Wir möchten voranstellen, warum es wichtig ist, in solchen Solidargemeinschaften wie der Schreinerinnung Mitglied zu sein und sie auch aktiv zu unterstützen.

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Vorstandsfoto aus dem Jahr 2004

Als Heinz Oppel vor 18 Jahren Obermeister wurde, sagte er lapidar, „Wenn Du den Gestaltungswettbewerb ‚die Gute Form‘ nicht übernimmst, wird er einfach sterben.“ Auch wenn es uns damals furchtbar peinlich war, dass eine von uns eingesetzte hochgradig kompetente und neutrale Jury aus Architekten, Künstlern und Designern häufig die Gesellenstücke unserer eigenen Lehrlinge auswählte (obwohl deren Herkunft immer unkenntlich gemacht wurde), stellten wir uns der jährlichen Kritik – manchmal auch Anfeindungen – weil wir nach wie vor glauben, dass man gemeinsam mit den Berufskollegen viel mehr Akzeptanz für das edle Schreinerhandwerk erreichen kann, als dass es ein einzelner Betrieb in Konkurrenz gegen dieselben schafft.

Wir bedauern die Entscheidung von Kollegen aus dem Nürnberger Land der Innung fernzubleiben, weil sie den alten Handwerkstraditionen widerspricht und die Chancen der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit ungenutzt verstreichen lässt –  bzw. beim Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form“ ohne eigenen Kostenbeitrag mitgenutzt wird.

Denn jeder Kollege hat sein eigenes Profil, ob mit hochglänzenden Oberflächen oder mit geöltem Massivholz. Dazu muss man wissen, dass in Deutschland statistisch kaum noch Möbel beim Schreiner gekauft werden – in Österreich ist das viel normaler – und deshalb macht es mehr Sinn gemeinsam für eine ungenutzte Zielgruppe von rund 93% zu arbeiten, als sich um die nichtmal 7% Schreinerkunden zu streiten (wovon nur ungefähr ein drittel Möbel kauft, das andere sind Fenster, Türen und Innenausbau).

Die „Gute Form“ als Designwettbewerb der Gesellenstücke

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Die Jury der guten Form im Jahr 2004

Noch ein Einschub sei erlaubt: Die Schreinerinnung Nürnberger Land hatte das Glück neben anderen kompetenten Jurymitgliedern auch den engagierten Professor Ingo Klöcker zu Gast zu haben, der ob seiner pointierten Vortragsweise viel Zuspruch, aber auch nicht selten Kritik erntete. Wir froh kann man heute sein, dass er die Freisprechungsfeier mit „Guter Form“ über 10 Jahre  mit seinen Beiträgen bereicherte.  Dafür nocheinmal herzlichen Dank.

Platz für junge Schreinermeister machen

Gleichzeitig freuen wir uns über die neuen jungen Obermeister, die die gerade mal rund 25 Mitgliedsbetriebe ehrenamtlich vertreten und dafür sorgen, dass unsere Auszubildenden keine lange Strecken zu allen Terminen in Fürth oder Nürnberg in Kauf nehmen müssen. Die familiäre  Atmosphäre im Nürnberger Land ist ein hohes Gut,  dass hoffentlich noch ein paar Generationen weiter bestehen wird.

Hier sind alle Berichte über „Die gute Form“ im Nachhaltigkeitsblog nachzulesen.

Der Bericht in der Hersbrucker Zeitung vom 31. März 2017

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„KÜHNHOFEN – Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Schreiner-Innung Nürnberger Land im Gasthof Grüner Baum in Kühnhofen ist der Vorstand turnusgemäß neu gewählt worden. Heinz Oppel aus Schönberg stellte sich nach über 18-jähriger Tätigkeit als Obermeister der Innung nicht mehr zur Wahl.

SchreinerinnungNeuwahl

Zu seinem Nachfolger wurde Christian Pickelmann aus Henfenfeld gewählt. Stellvertretender Obermeister ist Frank Ultsch aus Ottensoos und zum Lehrlingswart wurde Martin Wölfel aus Lauf-Neunhof wiedergewählt. Heinz Oppel wurde an diesem Abend auch mit der höchsten Auszeichnung des Fachverbandes Schreinerhandwerk Bayern, der goldenen Ehrennadel, in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um das Bayerische Schreinerhandwerk ausgezeichnet. Die Ehrung übernahm Peter Arlt, Bezirksvorsitzender für Mittelfranken.“DSC07678

Unser Foto (oben) zeigt von links: Peter Arlt, Manuela Wohlert, Geschäftsführerin der Innung, Heinz Oppel, Christian Pickelmann
und Frank Ultsch.

Noch können wir weitere Ideen für die Filmgala „Dolores“ am 24. Juni 2017 aufnehmen


Beim Schneiden des Einladungsvideos für unsere Filmgala am Samstag Abend (24.Juni 2017 im Rahmen der 19. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage) haben wir noch sooo viele liebe cineastische Mitstreiter aus dem Gymnasium Hersbruck entdeckt, dass wir nochmal die Einladung zum Mitmachen an alle schicken wollen, weil sich die Hersbrucker Filmszene eben über einige Generationen bis ins Heute erstreckt.

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Wer sich als ehemaliger Schüler, Lehrer oder normaler Mensch noch mit einer Idee  einzubringen möchte, möge sich ganz bald melden, wir sind für alles offen und würden uns rund um den epochalen Film „Dolores“ über ein fulminantes Wiedersehen freuen.

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Dolores Filmgala

Es geht natürlich zunächst mal um den Film, aber auch um ein stilechtes 60-er Jahre-Buffet, tolle Oldtimer und Requisiten und Kleider aus dieser Zeit, damit verbundene Foto- und Videoaktionen und vor allem ganz neue Ideen, die spannend für unsere Gäste sind.

Was bisher geplant ist:

  • den Kinofilm Dolores  (nominiert für den Grimme Preis 90 min) Dolores_Plakat_small
  • den Regisseur desselben Michael Rösel MichaelRösel
  • die TV-Moderatorin Christina RingerChristinaRinger
  • Buffet von einem Workshopteam (wer mag mitmachen?) im Stil der 60-er mit Foodbloggerin Dr. Barbara Steinbauer Grötsch (http://eintopfheimat.de)
  • Sekt aus Naumburg von Andreas Kirsch DoloresEinladungKurz.MTS Kopie.Standbild003
  • Technik und altes Feuerwehrauto von Matthias Meier aus Vorra (http://die-theatermaler.de) MatthiasMeier
  • Oldtimertreffen rund um das Original aus dem Film Dolores

    Filmdreh Dreharbeiten zu Dolores; Drehtag 5 Bild 98 Friedhof Aussegnungshalle; Georg  alias Udo Schenk wacht aus seinem Traum auf. Links Dolores alias Franziska Petri
    Filmdreh Dreharbeiten zu Dolores; Drehtag 5 Bild 98 Friedhof Aussegnungshalle; Georg  alias Udo Schenk wacht aus seinem Traum auf. Links Dolores alias Franziska Petri
  • Fotostationen, die den Abend in bleibender Erinnerung behalten DoloresEinladungKurz.MTS Kopie.Standbild004

Ein erster vorläufiger Ablaufplan

Einlass, Buffett,Fotostationen, Oldtimerbestaunen: 18 Uhr
Moderationsbeginn: 19:00
Filmstart 19:30

Fotostationen und Service:
Paul-Pfinzing-Gymnasium

Alle Oldtimerbesitzer sind herzlich eingeladen sich anzumelden und freien Eintritt zu erhalten
Alle liebevoll im Stil der 60-er Jahre gekleideten Gäste erhalten den ermäßigten Eintritt

Günstige Karten jetzt schon im Vorverkauf per email oder Telefon reservieren:

EintrittAbendkasse: 16 .-
Eintritt ermäßigt Abendkasse 13.-
Eintritt im Vorverkauf: 12.-
Eintritt ermäßigt Vorverkauf: 9.-

Wer Ideen hat, bite einfach melden
Telefon 09151 82 999
Email: herwig.danzer(at)die-moebelmacher.de
Sonderseite: www.die-moebelmacher.de/uwt

Die Filmgala auf der Homepage

Einladung zu den 19. Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen am Freitag:
Fränkischer Sommer mit Oliva Trummer und Roland Satterwhite

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Save the date – Konferenz zur regionalen Nachhaltigkeitstransformation am 6.4.2017 an der Universität Bayreuth

Seit 1997 hatten wir immer wieder regen Meinungsaustausch und intensive Zusammenarbeit bei unterschiedlichsten Projekten mit Professoren, Studenten und Universitäten zwischen Virginia, Bayreuth und Nürnberg/Erlangen. Deswegen hier die Einladung zur sicher interessanten

Tagung:  „Den Übergang in eine nachhaltige Gesellschaft vor Ort gestalten. Reallabore und Transformationsplattformen in der Region“

von Prof. Manfred Miosga (Uni Bayreuth) persönlich:

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„Sehr geehrte Damen und Herren,

die UN-Klimakonferenz hat in Paris im November 2015 bekräftigt, dass alle Anstrengungen unternommen werden sollen, damit die Erderwärmung auf 1,5 Grad oberhalb des langjährigen Mittels begrenzt werden kann. Der Beschluss hat zunächst insbesondere in der Fachwelt für Aufatmen gesorgt. Schienen doch damit die Empfehlungen der Klimaforschung aufgegriffen und die politische Blockade auf internationaler Ebene überwunden.

Mittlerweile ist deutlich geworden, welch epochale Herausforderungen damit verbunden sind. Für die westlichen Industrienationen bedeutet das Klimaschutzziel, dass schon in den nächsten 15-25 Jahren eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf annähernd null vollzogen werden muss. Auch die Inanspruchnahme anderer Ressourcen muss drastisch reduziert werden, um die planetaren Leitplanken des globalen Ökosystems nicht zu sprengen.

Klar ist, dass die Zeit drängt. Klar ist auch, dass die aktuellen politischen Klima- und Umweltschutzprogramme auf nationaler Ebene nicht ausreichen, um das Ziel zu erreichen. Ohne eine tiefgreifende Veränderung unserer Konsummuster und Produktionsweise wird die Erderwärmung und die Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlagen nicht zu stoppen sein. Alle politischen Ebenen und alle gesellschaftlichen Teilbereiche sind gefordert, ihren Beitrag zu leisten und Verantwortung zu übernehmen.

Mit der Tagung „Den Übergang in eine nachhaltige Gesellschaft vor Ort gestalten. Reallabore und Transformationsplattformen in der Region“ am 6. April 2017 von 10-17:30 Uhr an der Uni Bayreuth wollen wir als Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth diese Aufgabe aufgreifen und mit Akteuren aus der Region diskutieren, wie der notwendige Transformationsprozess vor Ort und in der Region konkret gestaltet werden kann. Das ausführliche Programm dazu finden Sie im Anhang.

Die Tagung richtet sich an alle, die sich angesprochen fühlen und Verantwortung übernehmen wollen: aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Bildung etc. Wir wollen mit Handelnden und Forschenden ins Gespräch kommen und nach geeigneten Lösungswegen vor Ort suchen. Wir verstehen die Tagung als ein Auftakt für einen längerfristig angelegten Prozess eines transdisziplinären Erfahrungs- und Wissensaustausches, der Forschung und Praxis zusammenbringt, mit dem Ziel Impulse für regionale Aktivitäten auszulösen bzw. zu unterstützen. Die Idee ist, eine Plattform aufzubauen, die verfügbares Transformationswissen zugänglich macht und die Produktion neuen Wissens anregt: das „Forum 1.5“. Dabei steht „ 1.5“ für das Ziel, die Erderwärmung auf maximal eineinhalb Grad zu begrenzen.

Anhand von Plenumsvorträgen und thematisch aufgefächerter Workshops (s. Anhang) wollen wir einige Themen anreißen, den Stand transformativer Aktivitäten reflektieren und Wege zur Lösung von Blockaden diskutieren. Die Ergebnisse der Diskussionen sollen die Grundlage liefern für die konkrete Ausgestaltung des „Forum 1.5“.

Wir möchten Sie sehr herzlich einladen an der Tagung teilzunehmen und die Einladung in ihrem Netzwerk / Bekanntenkries / in ihrer Organisation weiter zu leiten. Die Teilnahme ist kostenlos. Falls Sie teilnehmen können, melden Sie sich bitte bis spätestens 31.03. unter folgender Email-Adresse an: stadtregion@uni-bayreuth.de oder auf www.forum1punkt5.de.  Wir freuen uns auf eine spannende Tagung.

Mit freundlichen Grüßen

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Prof. Dr. Manfred Miosga“

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Studenten aus Virginia mit Dr. Heike Mayer 2005
StudentenVirginiaEssplatz
Studenten aus Virginia mit Dr. Heike Mayer 2005
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Vorlesung an der Ohm über die Entwicklung des Internets 2010
StudentenOhmFH0706
Studenten der Ohm 2006
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Führung mit Dr. Ulrich Ermann und Dr. Sonja Hack 2005

 

Von der Ökologie zur Nachhaltigkeit – gesellschaftliche Verantwortung bei den Möbelmachern

Die Entstehungsgeschichte erklärt in einem Vorwort, wie sich der Familienbetrieb seit der Gründung in Richtung  Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung entwickelt hat. Im Anschluss werden Kernthemen, wie die ökologische Fertigung und regionale Wirtschaftskreisläufe beleuchtet um dann im Paradebeispiel Massivholzküche die Querverbindungen aufzuzeigen, die bei der täglichen Arbeit motivieren und Freude machen. Der Ausblick erklärt die bereits vollzogene Betriebsübername und die geplante Übergabe im nächsten Jahrzehnt der Firmengeschichte.

Die Entstehungsgeschichte

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Von 1988 bis 2015 Kompagnons: Gunther Münzenberg links und herwig Danzer rechts

Als die Möbelmacher 1988 von einem Studenten für Politik, Soziologie und Germanistik und einem befreundeten Schreinermeister als reine Massivholzschreinerei gegründet wurden, lag der Fokus auf ökologischen Aspekten wie der Verweigerung von Spanplatten und Kunstharzlacken. Im Laufe der Jahre erweiterten sich die Anforderungen und die Möbelmacher wollten nicht nur die Wohngesundheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit ihrer Produkte kommunizieren, sondern auch deren Einsatz für regionale Wirtschaftskreisläufe, attraktive Arbeitsplätze und das Engagement für Lebensqualität in der Hersbrucker Alb. Ökologische Betriebe strebten schon damals nach Nachhaltigkeit. Auch wenn dieser Begriff in der Bedeutung der „Sustainibility“ im Bericht an den Club of Rome  „Die Grenzen des Wachstums“ schon 1972 entstand, war er Ende der achtziger Jahre noch nicht als Wirtschaftsweise etabliert, gleichwohl hatten Geschäftsführer nie ausschließlich den ökologischen Aspekt im Visier, denn ohne Ökonomie und soziale Verantwortung hätten gerade diese Betriebe nicht existieren können.

Ulrich Grober hat zuletzt wieder bei seiner Lesung bei den Möbelmachern gefordert, dass die Möbelmacher den Begriff „Nachhaltigkeit“pflegen sollten

Den aktuell stark strapazierten Begriff der Nachhaltigkeit verwenden die Möbelmacher in der Zwischenzeit ganz bewusst, weil er aus „ihrer“ Holzwirtschaft kommt und weil sie der bekannte Autor zu Nachhaltigkeitsthemen, Ulrich Grober („Die Entdeckung der Nachhaltigkeit“) während einer Lesung dazu ermutigte: „Denn wer, wenn nicht die Möbelmacher sollten die wahre Bedeutung dieses Begriffes pflegen,“ argumentierte Grober anhand des von ihnen geprägten Begriffs der „Waldschöpfungskette“ und so mauserte sich die inzwischen nicht mehr kleine Schreinerei mit rund 15 Mitarbeitern zum Vorreiter für Nachhaltigkeit, was zahlreiche Anerkennungen mit sich brachte.

Das Möbelmacherteam im Jahr 2003 beim EFQM-Workshop

Die Ziele der Möbelmacher wurden im Jahr 2003 während einer Selbstbewertung nach dem um den „Nürnberger Nachhaltigkeitsansatz“ erweiterten EFQM-Modell gemeinsam so definiert:

Der Slogan „Alles Gute zum Einrichten“ steht für die Ziele der Möbelmacher. Als überschaubares Handwerksunternehmen streben wir mit unserem wohngesunden und qualitativ führenden Einrichtungs-Komplettservice nach Zufriedenheit und Begeisterung bei Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft. Nachhaltiges Wirtschaften, bedeutet neben der Verwirklichung unserer ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen an einen ganzheitlich ausgerichteten Betrieb, auch die Förderung der regionalen Wirtschaftskreisläufe besonders bei der Holznutzung und des Bewusstseins für Qualität, Individualität und Regionalität. Ständige Verbesserungen von der Möbelgestaltung bis hin zu den Betriebsabläufen sollen die Freude an unserer attraktiven Arbeit erhalten und die Zukunft des Betriebs auf Generationen sicherstellen.

Nach dieser Leitlinie werden seitdem Maßnahmen geplant, Entscheidungen gefällt und nach neuen Wegen gesucht, wie ein positiver Einfluss auf die Entwicklung einer Region mit dem geschäftlichen Erfolg verbunden werden kann.

Ökologische Möbelfertigung durch konsequente Neubauten weiterentwickeln

Die durchgängig ökologische Fertigung von Massivholzmöbeln war damals weniger Marketingkonzept, als vielmehr die persönliche Überzeugung der Eigentümer und auch heute noch entspricht die  Kompromisslosigkeit bei der Materialwahl eher dem Selbstverständnis der Firma, als dem expliziten Wunsch aller Kunden, die immer wieder mal fragen, „ob das wirklich alles massiv sein muss“. Aber Glaubwürdigkeit entsteht am besten durch Vorbild und so errichteten die Möbelmacher im Jahr 1997 einen ökologischen Gewerbebau, der alle damaligen Erkenntnisse des umweltfreundlichen Bauens in sich vereinte.

Der Neubau

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Das 1997 nach ökologischen Richtlinien errichtete Firmengebäude mit Büro, Ausstellung und Fertigung

Grundidee war eine Halle für Fertigung, Büro und Ausstellung, für die nur wohngesunde Materialien verwendet werden, also solche, die die Möbelmacher auch beim Bau von Einfamilienhäusern empfehlen würden. Denn interessierten Bauherrn kann man nicht Naturfarben und ökologisches Dämmmaterial ans Herz legen, wenn man das eigene Gebäude aus Sparsamkeitsgründen mit billiger Industrieware gestrichen oder mit Mineralwolle statt ökologisch gedämmt hat.

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In der lichtdurchfluteten Halle fühlte sich auch das Bayerische Fernsehen beim Drehen eines Lehrfilms mit unserem Auszubildenden wohl

Angenehmes Arbeitsklima entsteht in einer Werkshalle in Holzbauweise durch massive Holzdielenböden und Deckenstrahlungsheizkörper, aber auch durch eine Architektur, die viel Tageslicht nach innen und den Blick in die Natur nach draußen ermöglicht.  Die eigenen Holzabfälle beheizen das gesamte Gelände und die Trockenkammern, die Streuobstwiese versorgt das Team mit angenehmer Atmosphäre und Vitaminen und das große Holzlager ermöglichte die Perfektionierung der Möbelfertigung auf 100 Prozent Holz aus der Region. Um vermeintliche Skandalmeldung zu vermeiden oder Engpässe bei bestimmten Holzarten durch Zukauf lösen zu können, werden nach außen nur fünfundneunzig Prozent Holz aus der Region kommuniziert, aber bisher waren es bis auf eine Ausnahme immer hundert.

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In der Ausstellung werden nicht nur Möbel verkauft, sondern auch Kochkurse und unterschiedliche Workshops abgehalten

Und noch einen wichtigen Aspekt hatte das neue Gebäude. In der Ausstellung können die Möbelmacher jetzt auf rund 1000 Quadratmetern nicht nur Massivholzmöbel zeigen, sondern die komplette Einrichtung mit Küchengeräten, Beleuchtung, Matratzen, Polstermöbeln und Vorhängen. Sie entwickelten sich dank ihrer Planungskompetenz immer mehr zum Kompletteinrichter, auch für ganze Häuser und Hotels.

Die regionale Waldschöpfungskette

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Veranstaltung nach dem Vorbild des „Weltcafes“ zum Thema „Der kurze Holzweg“ gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Initiativkreis Holz aus der Frankenalb im Jahr 2008

Auch hier ist die Motivation die Schaffung einer einzigartigen Waldschöpfungskette vom Wald bis zum Kunden, und viele Maßnahmen zielen in der Folge darauf hin, Kunden auf die Vorteile regionaler Wirtschaftskreisläufe – nicht nur in der Holzbranche – aufmerksam zu machen. So gab es in der Vergangenheit schon abendfüllende Veranstaltungen zusammen mit der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land, aber auch öffentliche Informationsveranstaltungen zum Baumfällen und vor allem ganz viele Videos über den Weg des Holzes. Der ist bei den Möbelmachern lückenlos dokumentiert, weil nach der Anlieferung des Rundholzes, das Entrinden der Stämme, das Sägen der Bretter mit der mobilen Bandsäge, das Stapeln, das Lagern und das Trocknen in den beiden selbst entwickelten Trockenkammern komplett am eigenen Gelände erfolgt.

Die komplette Waldschöpfungskette am eigenen Gelände

Vermutlich weckte aber auch die freundliche Aufnahme der Möbelmacher in dem  kleinen Dorf Unterkrumbach im Sittenbachtal den Wunsch, das dort erwirtschaftete Geld so weit wie möglich auch im Tal auszugeben und dadurch einen kleinen Beitrag für die Lebensqualität einer Region zu leisten. So muss der – im Vergleich zum „normalen“ Einkauf im Holzhandel – ungleich höhere Aufwand des eigenen Holzmanagements mit der deutlich besseren Qualität, der Einbeziehung aller Gewerke als Freunde, der Begeisterung der Kunden oder einfach nur mit einem angenehmeren Gefühl gegengerechnet werden. Und sollte all das keine exorbitanten Gewinne versprechen, so scheint dieses  Alleinstellungsmerkmal als Wettbewerbsvorteil doch die Zukunft in einer sehr schwierigen Branche sicher zu stellen.

Möbeloberflächen aus Naturharzölen

Neben ausgasenden Holzwerkstoffen wie Spanplatten oder MDF Werkstoffen (mitteldichte Faserplatten), ist vor allem die Oberflächenbehandlung der Möbel immer wieder ein Anlass für leider nur kurz aufwallende Skandale. Wenn Wohnraummessungen  ergeben, dass Anstriche ganze Wohnhäuser unbewohnbar machten, dann müssen sich ganzheitlich denkende Einrichter über alle Materialien Gedanken machen, die sie für Kunden einsetzen. So wurde schon bei der Firmengründung festgelegt, dass bei den Möbelmachern nur wohngesunde Materialien zum Einsatz kommen, aber vor allem die Oberflächenbehandlung passiert ausschließlich mit Naturfarben, für die Volldeklarationen vorliegen, also eine genaue Auflistung aller im Öl verwendeten Zutaten.

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Messen statt vermuten: die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten lässt fundierte Aussagen zum gesunden Wohnen zu

Zusätzlich führt die langjährige Zusammenarbeit mit Herstellern wie der Firma Livos oder baubiologischen Instituten und deren physikalischen Messtechniken zu einem Erfahrungsschatz, den die Möbelmacher auch beratend an die Kunden weitergeben.  So können sie sensiblen Menschen wissenschaftliche Daten zur Verfügung stellen und bei der Einrichtung von Kinder-, Schlaf- oder auch Hotelzimmern sicher sein, dass alles für die Gesundheit der Kunden getan wurde.

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Für die Oberflächentechnik mit Naturharzölen wird auch weiterhin ständig getestet und geforscht

Aber das ist nur ein Aspekt, der geölten Oberflächen. Neben der angenehmen Haptik, ist vor allem die Pflegeleichtigkeit im täglichen Gebrauch oft kaufentscheidend. Genau dazu forschen die Möbelmacher ständig nach verbesserten Materialien und Arbeitstechniken, um besonders Küchen und Fußböden auch für nicht ökologisch interessierte Menschen attraktiv zu machen. Testreihen mit Kaffee, Mineralwasser, Rotwein, Roter Beete und dem Permanentmarker von Edding münden immer wieder in kleine Detailverbesserungen, die dem Kunden später die Massivholzmöbel noch sympathischer machen.

Das regionale Musterhaus   

Das „regionale Musterhaus“ der Familie Danzer (2002), das nur mit Materialien und von Handwerkern aus der Region errichtet wurde und als Wohn- und Ausstellungsfläche genutzt wird

Aus der Zusammenarbeit mit der Forstbetriebsgemeinschaft und anderen befreundeten Handwerkern, die in die Gründung des Initiativkreises Holz aus der Frankenalb mündete, ergab sich die Idee, die eigenen Forderungen nach Regionalität auch für alle nachvollziehbar in einem Pilotprojekt zu verwirklichen. So entstand das Holzhaus der Familie Danzer direkt neben der Möbelmacherhalle im Jahr 2001 mit der Maßgabe, dass alle verwendeten Baumaterialien im Umkreis von 100 km hergestellt wurden und alle Handwerker aus dem Initiativkreis oder der Nachbarschaft kommen.

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Presserummel rund ums regionale Musterhaus

Die Presse begleitete das „das regionalen Musterhaus“ von der Planung bis zu den ersten Besichtigungen, was nachweislich die Akzeptanz regionaler Wirtschaftskreisläufe aber auch die Bekanntheit der Möbelmacher erhöhte. Sogar in der Wochenzeitung „Die Zeit“ wurde darüber berichtet. Gleichzeitig können sie seitdem nicht nur in der Ausstellung zeigen, wie sich Massivholzmöbel anfühlen, sondern auch im regionalen Musterhaus, welche Atmosphäre die Kompletteinrichtung aus einer Hand vermittelt. So verbinden sich Werte wie einfühlsame Architektur, gesundes Wohnklima im Holzhaus, Funktionalität und Ästhetik der Einrichtung, aber auch Gastfreundschaft und Kochveranstaltungen mit Regionalität. Ein Ziel, dass für alle Beteiligten auch wirtschaftliche Vorteile brachte.

Erster Tag der Regionen als Meilenstein

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Meilenstein für die Regionalentwicklung in der Hersbrucker Alb: der erste Tag der Regionen in der Werkstatt der Möbelmacher 1998

Der Höhepunkt für das langjährige regionale Engagement der Möbelmacher war der erste Tag der Regionen 1998, den sie gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum Wengleinpark aus der Taufe hoben. In der Zwischenzeit wird diese erstmals am Gelände in Unterkrumbach veranstaltete „Regionalmesse“ mit Direktvermarktern und allem, was in der Region interessant ist von der „Regionalbewegung e.V.“ in ganz Deutschland veranstaltet, damals war der Gedanke noch neu. herwig[1] Danzer lud zusammen mit Geschäftsführer Dipl. Ing. agr. Rainer Wölfel nicht nur die Lebensmittelerzeuger und die Forstwirtschaftler ein, sondern auch das Dehnberger Hoftheater aus der Nachbarschaft, das neue gegründete Convivium von Slow Food Nürnberg und veranstaltete eine Podiumsdiskussion mit regionalen Akteuren und Politikern.

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Podiumsdiskussion mit den Protagonisten regionaler Wirtschaftskreisläufe 1998

Daraus entwickelten sich in den folgenden Jahren viele gemeinsame Projekte vom Initiativkreis Holz aus der Frankenalb über Heimat auf´m Teller bis hin zu zahlreichen Messeauftritten, bei denen zusätzlich zu den Möbelmachern immer auch die Partner drumrum kommuniziert wurden. Von Slow Food, der maßgeblich von herwig Danzer mitinitiierten Cittaslow Hersbruck bis zu den zahlreichen Köchen und Politikern, die in den Kochshows der Möbelmacher auftraten.

Nachhaltiges Wirtschaften am Beispiel der Massivholzküche

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Ute und herwig Danzer in der aktuellen Showküche mit digital bedruckten Glasfronten

Natürlich besteht auch eine Küche der Möbelmacher aus einzelnen geölten Schränken, die zu einer funktionalen Küche gemeinsam montiert und mit modernsten Geräten ausgestattet werden. Und doch ist einiges anders, denn gerade anhand der Küchen lässt sich der ganzheitliche Ansatz der fränkischen Einrichter beispielhaft beschreiben. Küchen haben sich in den letzten 25 Jahren zum wichtigsten Standbein der Kompletteinrichter entwickelt. Dabei wurden die Unterschiede der Materialien – Massivholz versus Spanplatte – bereits beschrieben, im Folgenden wird auf die Aspekte der technischen Weiterentwicklung und der Kundenkommunikation eingegangen.

Technische Küchenentwicklung im Haus und mit Partnerbetrieben

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In der ersten Showküche werden im regionalen Musterhaus auch Kochsendungen mit Spitzenköchinnen aufgezeichnet

Die wichtigste innovative Küche wurde im Jahr 2000 zunächst für einige Messen, aber am Ende für das regionale Musterhaus gefertigt. Damals ergänzte man auf Ute Danzers Wunsch die Massivholzfronten mit solchen aus Edelstahl und stellte die Kochinsel in ein vom Partnerschlosser eigens geschweißtes Gestell aus dem gleichen Material. Die bis heute fortschreitende Individualisierung jeder einzelnen Küche führte insbesondere durch die einige Jahre später entstehende Glastechnik zu immer neuen Varianten, von denen der Fotodruck hinter Glas die auffälligste und originellste ist. So sprechen Kunden oft von der Mohnblumen-, der Erdbeer- oder der Rotweinküche, weil sich die auf der Homepage gezeigten Fotos derselben einprägen.

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Die erste Küche mit Granitfronten aus Bayern aus fränkischem Rüster

Die neueste Showküche in der Ausstellung wurde 2016 gemeinsam mit einem Granitverarbeiter entwickelt, der auf Wunsch der Möbelmacher erstmalig heimischen Granit aus Bayern verarbeitete und daraus die Fronten und Arbeitsplatten in nur 1 cm Stärke fertigte.

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CEO von Miele antwortet auf den offenen Brief und Beitrag im NAchhaltigkeitsblog

Aber auch mit den Geräteherstellern von der großen Firma Miele bis zu kleinen Manufakturen sind die Möbelmacher im regen Austausch. So hat der Miele Geschäftsführer Reinhard Zinkann selbst auf einen persönlichen und im Nachhaltigkeitsblog veröffentlichten offenen Brief von herwig Danzer geantwortet: Zinkann teile seine Vorliebe für den Druckdampfgarer und koche selbst damit, Miele wird ihn deshalb – entgegen vieler Ankündigungen von Vertreterseite – weiterhin im Programm lassen.

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Prototyp des ersten Einbauthermailiserers zum Sous Vide Garen in der neuen Showküche

Die Fachwelt war erstaunt, wie auch von der Tatsache, dass der erste Sous Vide Einbauthermalisierer von Komet – ein Gerät mit dem man vakuumierte Speisen bei niedriger Temperatur im Wasserbad gart – in jener Granitküche in der Möbelmacherausstellung integriert wurde. Die Firma Jaksch, Hersteller von kombinierten Tepan Yaki- und Induktionskochfeldern, lieferte den Möbelmachern schon 2008 zum 20-jährigen Jubiläum einen Prototyp zum Testen, alle erarbeiteten  Verbesserungsvorschläge wurden in der ersten Serie verwirklicht.

Einigen Kunden waren Induktionskochfelder suspekt und die Plastiktüten zum Sous Vide Garen beunruhigten, also haben die Möbelmacher Labore und Messtechniker bekannter Institute mit der Prüfung beauftragt und die Ergebnisse im Nachhaltigkeitsblog veröffentlicht. Jetzt kann jeder aus diesen  Daten selbst seine Schlüsse ziehen und fundierte Entscheidungen fällen.

Weil Danzer ständig experimentell kocht und das gesamte Küchenteam auf der steten Suche nach Verbesserungen ist, werden die einzeln für die computergesteuerte Maschine programmierten Schränke ständig weiterentwickelt, von der Öffnungsmöglichkeit aller unteren Schubladen mit dem Fuß, über perfektionierte Einteilungen für die Gewürze des befreundeten Biolieferanten Sonnentor – die auf Wunsch auch mitgeliefert werden – bis zur Einschubmöglichkeit für den großen Bräter von Miele im Backofenhochschrank.

Küche mit Kunden

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Alfons Schubeck auf der Consumenta 2000 auf der Möbelmacherbühne beim Bayerischen Fernsehen

Ute Danzers schon oben erwähnte Küche war die erste, die die Möbelmacher für Kochshows beim Bayerischen Fernsehen auf der Verbrauchermesse Consumenta im Jahr 2000 aufbauten. Dort lernte Danzer viele Jahre jeweils 9 Tage in täglich bis zu fünf Kochshows das Moderieren von Fernsehmoderatoren, die auch schon bei eigenen Veranstaltungen in Unterkrumbach auftraten.

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Kochshow mit Ralf Zacherl auf der Grünen Lust 2005

Die Stars waren dabei meist regionale Sterne- und Spitzenköche, aber auch Alfons Schubeck und Ralf Zacherl gaben sich in Möbelmacherküchen den Kochlöffel in die Hand. Parallel dazu absolvierte Danzer eine Ausbildung als Ernährungsexperte und moderierte auch die Kochshows der Biomesse Grüne Lust und der BIOerleben am Nürnberger Hauptmarkt.

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Foodbloggerin Barbara Steinbauer Grötsch  bei der gemeinsamen Kochshow auf der Messe

Mit einer lange Zeit in der Abu Dhabi und Syrien  lebenden Schulfreundin und Kundin von zwei Küchen gab es viele Besuche und regen Austausch zur arabischen Küche, was 2009  zu einem Kochbuch und ihrem in der Zwischenzeit sehr bekannten Foodblog www.eintopfheimat.de führte. Das ist vielseitig mit dem Nachhaltigkeitsblog verlinkt und stellt quasi das internationale Pendant zur Regionalität in Unterkrumbach dar.

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Zur  Küchenplanung gehört auch immer das gemeinsame Kochen

Küchenkunden profitieren von den gesammelten Erfahrungen, denn bei Beratungsgesprächen wird immer auch gekocht und genau in diesen Momenten lernt man die Lebensqualität der von den Möbelmachern zu über 95 Prozent eingebauten Kochinseln oder Kochhalbinseln zu schätzen. Viele können sich in ihrem „kleinen Raum“ keine Insel vorstellen, sie erklären, dass sie keinen Dampfgarer und keinen Tepan Yaki bräuchten und sie seien ja wegen des Holzes da, nicht wegen Fronten aus Glas. Manchmal sind es dann deren Kinder, die das Braten von selbstgehobelten Kartoffelchips am Tepan Yaki unbedingt auch zuhause wollen, es sind häufig Frauen, die die Zubereitung von Nudeln, Reis und Gulasch im Druckdampfgarer zu schätzen lernen und Männer entdecken den Reiz des perfekten Steaks im Vakuumverfahren. So bietet erst das gemeinsame Kochen die Chance, den echten Nutzen von bisher unbekannten Geräten einschätzen zu können.

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Viele Freihandzeichnungen entstehen während des ersten Gesprächs

Beim zweiten Gespräch haben schon viele Kunden eigene Lebensmittel zum Ausprobieren ihrer eigenen Lieblingsrezepte in der Möbelmacherküche dabei und die Küchenzeichnungen entstehen dabei nebenbei freihand mit Bleistift auf weißem Papier ganz ohne Computer.

Viele Kunden kommen von weit weg, Berlin, Allgäu, Köln oder Halle, und sie übernachten im benachbarten Hotel in den von den Möbelmachern eingerichteten  Zimmern. Am zweiten Tag können sie die vielen Fragen abarbeiten, die nach dem gemeinsamen Planungsabend nachts noch entstanden sind. Dank des akribisch arbeiteten Küchenteams bekommen diese Kunden zum vereinbarten Wunschtermin eine perfekte Küche, die nach zwei Montagetagen bekochbar ist und keine weiteren Anreisen benötigt.
Danach stehen sie ein Leben lang für ergänzende Beratungen, Umbauten oder Umzüge  zur Verfügung. Besonders bei Massivholzküchen führt ein Umzug zu überraschend perfekten Ergebnissen, weil es keinen Unterschied zwischen Sicht- und Korpusseiten gibt.

Gemeinsam Kochen bei den Werkstatt-Tagen, dem Tag der Küche oder des Schreiners

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Volle Werkstatt (350 Gäste) beim internationalen Gitarrenfestival Hersbruck, viele Jahre zu Gast in der auf- und ausgeräumten Fertigungshalle der Möbelmacher

Die Unterkrumbacher Werkstatt-Tage finden im Jahre 2018 bereits zum zwanzigsten Mal statt und das Rahmenprogramm besteht ursprünglich aus klassischen Konzerten heimischer Orchester, aber auch Jazz, Lesungen mit bekannten Autoren wie Uwe Timm, Herbert Rosendorfer oder Deutschlands renommiertesten Literaturkritiker Denis Scheck, der auch schon Kochworkshops begleitet hat. Sie sind der Versuch, an drei Tagen ein vielseitiges Programm für jeden Geschmack in der ausgeräumten für bis zu 300 Personen bestuhlten Werkstatt zu bieten und immer wichtiger werden dabei tagsüber die Kochworkshops, bei denen in der Zwischenzeit Möbelmacherkunden nahezu selbstständig das Programm bestimmen.

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Kochworkshops mit kochenden Kunden

Der Einkauf der Lebensmittel hat dabei missionarische Züge entwickelt, denn es wurde schon ein ganzer Ochse aus dem Hutangerprojekt an drei Tagen ganz unterschiedlich von verschiedenen Köchen von der Nase zum Schwanz verarbeitet. Die Weideschweine stammen von Danzers Schulfreund, der als hochbezahlter Manager im Lebensmittelbereich den Bauernhof seines Onkels in der Nachbarschaft übernommen hat. Die Fischzucht Rau ist Mitglied im Verband Heimat auf´m Teller dessen Entstehungsgeschichte auf den Tag der Regionen 1988 in Unterkrumbach zurückgeht und auch für alle anderen Lebensmittel werden Empfehlungen und Prospekte weitergegeben, denn wer wertvolle Lebensmittel zu schätzen weiß ist auch für besondere Küchenideen offen.

Die kochenden Kunden führen spannende Gespräche, es wurden sogar schon Küchenliefertermine untereinander getauscht und es entsteht eine „Community“, die sich auf die regelmäßigen Treffen am Tag  der Küche im September oder dem Tag des Schreiners im November freut. Manche schreiben über ihre Sous Vide Kocherfahrungen Artikel ins Nachhaltigkeitsblog und auch Danzer versucht die versammelte Koch- und Lebensmittelkompetenz der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Dazu dreht er mit der Spitzenköchin Diana Burkel eigene Kochsendungen unter dem Titel www.kocheinrichtung.de oder erklärt die einfachsten Rezepte in der Serie „Einfach Kochen.“ Diese soll in Zukunft auch mit Sendungen zusammen mit den Kindern von Kunden ergänzt werden, denn wer im Ernährungsreport 2017 lesen muss, dass immer mehr Deutsche auf Tiefkühlkost zurückgreifen, wird versuchen, schon die Kinder zum „richtigen“ Kochen zu motivieren. An Kochinseln, bei denen beim gemeinsamen Kochen die Arbeit zur Freude wird gelingt das am leichtesten.

Küchen und Kommunikation

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Das Jahrbuch Nr. 21 ist auch immer ein kleiner Nachhaltigkeitsbericht

Unterkrumbach (106 Einwohner) liegt neben Hersbruck im Nürnberger Land und bietet keinerlei Laufkundschaft, weshalb die Möbelmacher großen Aufwand in die Neukundenakquise aber auch in die Kundenpflege stecken müssen. Seit 1997 erhalten alle eingetragenen Kunden, aktuell sind das ca. 5500, das Jahrbuch der Möbelmacher kostenlos per Post. Auf 52 Seiten zeigen rund 150 Fotos und viele redaktionelle Texte die Arbeit des letzten Jahres und gleichzeitig können es die Kunden als Jahreskalender an die Wand hängen.

Das aufgeklappte Din A4 Format des Jahrbuchs wird an die Wand gehängt
Das aufgeklappte Din A4 Format des Jahrbuchs wird an die Wand gehängt

Nach einer externen Umfrage der Marktforscher des „Forschungswerks“ tun dies bis zu 29 Prozent der Kunden tatsächlich. Finanziert wird dieses für eine Schreinerei kommunikative Mammutprojekt mit den Werbekostenzuschüssen der Lieferanten für Matratzen, Polstermöbel und Küchengeräte und den Anzeigen von befreundeten Betrieben aus der Region aller Gewerke. Mindestens genau so wichtig ist der monatliche Newsletter (4500 Abonnenten), der zusätzlich auch als zeitsparendes zweiminütiges Video angeboten wird. Hier werden die Veranstaltungen beworben, aktuelle Projekte und die Sonderangebote aus der Ausstellung vorgestellt und auf diesem Weg häufig auch verkauft.

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Das Nachhaltigkeitsblog war im Jahr 2005 das erste im Handwerk

Die Neukundenakquise passiert neben persönlichen Empfehlung und anschließendem Blick auf die Website meist über das Internet, wobei das Nachhaltigkeitsblog seit 2005 mit seinen 2300 Artikeln nicht nur wegen dessen positiven Einfluss auf die  Suchmaschinen einen wichtigen Raum einnimmt.

„Die Möbelmacher aus Unterkrumbach bei Hersbruck wollen mit dem Dialog in diesem Weblog von Kunden, Freunden und Fremden lernen und das Bewusstsein für regionale Wirtschaftskreisläufe und verantwortliches Handeln stärken.“

Die Homepage ist „normale“ Werbung, aber durch den persönlichen Schreibstil im Blog erkennt man, wie die Möbelmacher „ticken“ und erfährt eine Menge Insiderinformationen vom Chef, der Sekretärin, der Praktikantin oder von Gastautoren. Das Bespielen anderer Social Media Kanäle wie Facebook, Youtube oder Twitter nutzt alle Fotos für das Jahrbuch oder Beiträge und Videos im Nachhaltigkeitsblog  um zusätzliche Glaubwürdigkeit und Reichweite zu erzielen. Auf diesem Weg wird auch die angebotene Möbelmachermöbelrücknahme organisiert, denn auf Facebook angebotene, 20 Jahre alte und nachgeölten Betten sieht man das Alter nicht an. Und meist freute sich bisher innerhalb weniger Stunden ein Student über ein „Schnäppchen“ von den Möbelmachern. Interessanterweise ist für die zurückgebenden Kunden dabei die Weiterverwendung des wertvollen Möbels viel wichtiger, als die Höhe der Gutschrift für die neuen Möbel. Kunden bestellen etwas Neues, weil sie wissen, dass sich über das Alte jemand freut. In einem Fachartikel mit dem Titel  „Die Möbelmacher zeigen wie´s geht“ wurden sie als „virtuose Spezialisten aller Social Media Kanäle“ bezeichnet.

Rechnet sich Nachhaltigkeit?

Natürlich kann ein Handwerksbetrieb nicht messen, ob er mehr oder weniger verkaufen oder verdienen würde, wenn das Konzept geändert würde. Einerseits lassen sich Möbel und Küchen aus billigerem Material leichter verkaufen, andererseits fiele das Alleinstellungsmerkmal Massivholzküche aus heimischem Holz weg. Zum Jahrbuch der Möbelmacher gibt es immer auch einen Fragebogen, der seit 20 Jahren die Kaufargumente der Kunden abfragt. Dabei hat sich der Begriff „Nachhaltigkeit“ stets etwas nach oben geschoben, allerdings noch immer hinter „Holz aus der Region“, „Beratung“ und „Ökologie“, was darauf hindeutet, dass die Möbelmacher ohne ökologische und nachhaltige Ausrichtung  die jahrzehntelang aufgebauten Kundenwünsche wohl nicht erfüllen könnten. Aber solange das Team von einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsphilosophie überzeugt ist, stellt sich diese Frage nur akademisch. Ein wichtiges Argument für das Fortsetzen der Nachhaltigkeitstradition sind die angenehmen Kunden der Möbelmacher, die die gleichen Werte teilen und die den Preis dafür nachvollziehen können.  Bisher konnten die Möbelmacher knapp 30 Jahre alle Löhne und die Investitionen bezahlen und auch in der Zukunft, werden neue Maßnahmen in diese Richtung geplant. So wird dieser kleine Text wohl dem nächsten Jahrbuch ergänzend beiliegen, denn nach der Empfehlung einer Arbeitsgruppe der Ohm-Universität sollten die Möbelmacher weiterhin ihren Stakeholdern statt eines offiziellen Nachhaltigkeitsberichts eher redaktionell aufbereitete Nachhaltigkeitsinformationen in der schon eingeführten Kalenderform anbieten. Außerdem soll die geplante Photovoltaikanlage ab Mitte 2017 rund 50% des Strombedarfs decken, der Rest ist natürlich Ökostrom.

Wissenschaftliche Anerkennung langjähriger Arbeit

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Vorlesung über Social Media Themen an der Ohm-Universität in Nürnberg

Über diese Social Media Aktivitäten, werden die Möbelmacher auch immer von Universitäten oder Instituten gefunden, die nach Praxisbeispielen für nachhaltiges Wirtschaften suchen. Als geprüfter EFQM Assessor bringt Danzer seine Erfahrungen im Qualitätsmanagement und vor allem dem nachhaltigen Wirtschaften bei Kongressen und Podiumsdiskussionen ein und es werden auch Aktionen der Bayerischen Staatsregierung begleitet – wie zum Beispiel ein Pilotprojekt zur Stakeholderanalyse. In zahlreichen Büchern und Fachzeitschriften werden die Besonderheiten der Möbelmacher erwähnt oder deren eigene Beiträge veröffentlicht. Danzer nimmt auch Einladungen zu Gastvorlesungen oder Vorträgen an, vielleicht findet sich ja auch auf diesem Weg einmal ein Nachfolger, der nachhaltiges Einrichten in die nächste Generation weiterträgt und sich als neuer Besitzer im regionalen Musterhaus wohl fühlt.

Nachfolger gesucht

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Zu den wichtigsten Aspekten der Nachhaltigkeit zählt die Erhaltung des Betriebs, der Arbeitsplätze und der Serviceleistungen für die Kunden.  Bei der Betriebsgründung im Jahr 1988 vereinbarten Gunther Münzenberg und herwig Danzer, dass Münzenberg nur bis zum 60. Geburtstag arbeiten will, lieber sogar schon früher aufhören möchte. Über ein Jahr wurde deshalb die Übergabe der Betriebshälfte geplant und so sorgfältig vorbereitet, dass der Steuerberater von der „harmonischsten Betriebsübergabe, die er jemals gesehen hat“ sprach.  Die Handwerkskammer, Steuerberater Michael Boos und die Hausbank waren wesentlich daran beteiligt. Durch den einvernehmlichen Ausstieg könnten die Möbelmacher in Spitzenzeiten oder bei besonderen Problemen auch weiterhin mit der Hilfe des ehemaligen Geschäftsführers rechnen.  Alle Details  der Betriebsübergabe (wer übernimmt seine Aufgaben?) wurden auch per Jahrbuch und Newsletter nach Außen kommuniziert, so gab es keine Verwunderung oder Verängstigung bei Kunden und Anspruchsgruppen.

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Das Team der Möbelmacher schlägt im Jahr 2016 neue Wege ein

Im Januar 2016 führten Ute und herwig Danzer mit der Gründung des Kernteams die Firma in eine neue Ära, die aufgrund von gemeinsamen Entscheidungen, großer Transparenz und Flexibilität schon jetzt eine neue Arbeitsatmosphäre bietet. Gemeinsam und mit viel Weiterbildung soll in den nächsten Jahren investiert und verbessert werden, um die Firma so zukunftssicher aufzustellen, dass auch der Ausstieg von Ute und herwig Danzer in 10 bis 15 Jahren reibungslos von statten geht. Ob der Nachfolger oder die Nachfolgerin aus den eigenen Reihen, der Schreiner-, der Einrichtungs- oder der Architekturbranche stammen, oder völlige Quereinsteiger sind, ist dabei nicht entscheidend. Wichtig ist, dass sie gemeinsam mit allen Mitarbeitern und angenehmen Kunden Freude an einer spannenden und erfüllenden Arbeit am Standort Unterkrumbach haben.

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Das Gelände am 6.1.2017

Bis dahin freuen sie sich schon auf die nächsten Unterkrumbacher Werkstatt-Tage vom 23. bis 25. Juni 2017, bei der die berühmte Konzertreihe „Fränkischer Sommer“ am Freitag zu Gast sein wird, beim Kochworkshop am Samstag wird das thematisierte Abendessen für die Kinogäste am Abend bereitet. Denn aus einem großen Schüler- und Freundeskreis rund um den Kult-Deutschlehrer und Filmemacher Richard Siebenbürger ist ein großartiger – und hoffentlich bald preisgekrönter – Kinofilm „Dolores“ entstanden. Dessen Regisseur wird von einer bekannten Fernsehmoderatorin, einem Winzer für Premiumsekt, einem Theatermaler, jener erwähnten Foodbloggerin und vielen Mitstreitern aus dem Schulumfeld in einem kultigen Galaabend unterstützt. Es bleibt spannend in Unterkrumbach.

 

Vita: herwig Danzer

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herwig Danzer wurde 1962 in Nürnberg geboren und studierte nach dem Abitur Germanistik, Soziologie und Politik. Bereits als Schüler baute er parallel dazu in der Waschküche der Mutter einen Handwerksbetrieb auf, den er am 18. Geburtstag als GbR anmeldete. 1988 gründete er gemeinsam mit dem vom Drachenfliegen bekannten Schreinermeister Günther Münzenberg die Möbelmacher, in denen er die Bereiche Marketing und Verkauf aufbaute. Er absolvierte Ausbildungen zum EFQM-Assessor und zum Ernährungsexperten wurde zum Umweltbotschafter Bayerns ernannt und gewann zahlreiche Preise für Nachhaltigkeit, Marketing und Management. Er organisiert Kochshows für den Bayerischen Rundfunk und andere Veranstalter, hält Vortrage für Verbände und Firmen und war für seine Heimatstadt Hersbruck Mitinitiator der ersten Cittaslow außerhalb Italiens. Seit 1997 erscheint jährlich sein 48-seitiges Jahrbuch, 2005 gründete er das Erste Weblog im Handwerk, das Nachhaltigkeitsblog, in dem auch der monatliche Newsletter mit Video erscheint. Seit 2016 ist er alleiniger Geschäftsführer und leitet mit seiner Frau Ute und dem Kernteam die Geschicke der Möbelmacher.

[1] Aus alter Tradition wird Danzers Vorname herwig mit kleinem „h“ geschrieben.