Verfasst von Alice Niklaus am 15. Januar 12 um 18:13 in Baumwelten, Hutanger, Streuobstinitiative | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Das Schlossgut Wildenstein liegt auf einer Höhe von 500 ü.M. auf einer Hochebene des Tafeljuras im Kanton Baselland in der Nordwestschweiz. Ich habe die Chance, am letzten warmen, goldenen und sanftfarbigen Tag dieses Jahres ein paar Stunden mit lieben Verwandten im Naturschutzgebiet Wildenstein zu verbringen. Hier befindet sich auch einer der letzten Eichenwitwälder der Schweiz. Witwald = Weidewald.
Am Beginn der ersehnten Wanderung unerhalten wir uns über die Vergangen- heit von Schloss Wildenstein. Es wird in der zweiten
Hälfte des 13. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. Damals wurde die Dreifelder-Wirtschaft betrieben. Im Herbst waren die Samen der vielen
Eichen Material für die Viehmast. Mitte des letzten Jahrhunderts war die Zeit der intensiven Landwirt- schaft, was vom damalige Besitzer noch r
echtzeitig als falsch erkannt wurde. Zurück in die Jetztzeit: Ein Schreit- vogel entdeckt uns und setzt sich auf den obersten Ast einer Eiche. Es ist ein mächtiger Graureiher.
Die letzte Herbstmahd im Naturturschutz-gebiet ist im Gang, es gelten
hier die strengen Regeln des biologischen Landbaus. Viele der Eichenbäume sind über 500 Jahre alt, einige sind so umfangreich, dass wir vier
Leute es nicht schaffen, ihn zu umarmen. Im hohlen Stamm allerdings, da hätten wir wohl zu viert Platz, aber wer fotografiert dann?
Beim Weiter- schlendern begegnet uns etwas ganz Kostbares. Ein süsses, kleines Froschkind sitzt farblich dem Herbst angepasst
zwischen Eicheln auf dem Boden. Wir nehmen es mit. Jenseits des Zauber- walds gibts einen Weiher, da wird es sich hoffentlich gut
verstecken. Reiher haben keine Hemmungen!
Entspannt trete ich aus dem Eichenhain. Ich habe wieder Hutangergefühle!
Fotos: Waldemar Schuster
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Verfasst von Alice Niklaus am 12. Dezember 11 um 21:32 in Baumwelten, Hutanger, ZEIT zu leben | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Ottmar Fischer, Initiator der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb organisierte am vergangenen Freitag in Kühnhofen einen Abend zum Thema "Obstbaumlandschaften in Europa", den er als "Abend für die Seele" ankündigte. Gestalter waren Markus Zehnder, Kreisfachberater für Obstbau aus Geislingen und Adreas Fischer, klassische Gitarre. Lichtbilder aus den noch vorhandenen älteren Obstbaumkulturen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Sardinien - hier vor allem Olivenbäume gemischt mit Korkeichen - zeigen, dass es immer noch alte Obstbestände gibt, die aber einer intensiven Pflege bedürfen, um zu überleben. Wir sehen auch Neupflanzungen, was aber fehlt, ist die mittlere Generation von Obstbäumen. - Die Erwähnung von "Mostindien" für das obere Gebiet des Schweizerischen Kanton Thurgau lässt mich an den prickelnden "Möhl-Most" denken. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden intensiv Neupflanzungen von Hochstammobstbäumen gefördert, deren Früchte nun zum besten Most verarbeitet werden, den ich kenne - ausser den Säften vom Biolandhof Heldrich natürlich! - Ich habe selten solch aufmerksame Zuhörer erlebt wie bei diesem Vortrag. Vorschläge zum Einbezug von Kindern ins Thema purzelten aus dem Erfahrungsschatz des Referenten, z.B. Heugeruch kennen lernen, Obst dörren, alte Apfelschäler ausprobieren, Bratäpfel zubereiten, alte Pressen benutzen. In Hessen gibt es eine Apfelwein-Königin! Nachdem es in Hersbruck einen Schäufeles-König gibt, könnte man ja in ein paar Jahren an eine Apfel/Birnen/Zwetschen/Trauben-Königin denken, je nach Geschmack. -
Während der Pause war Ottmar Fischer ein gefragter Mann, seine Begeisterung für das Thema sprang über und brachte zum Schluss des Anlasses noch eine interessante
Perspektive zu Tage. - Er hat eine V i s i o n ! Sie heisst "Tausend Bäume für die Franken Alb" und wie das so ist bei Visionären: sie sehen die Zukunft schon plastisch vor sich. In diesem Fall beinhaltet ein einfacher Apfel das Thema. In der Umgebung des Biohofs Heldrich in Frechetsfeld stehen schon 100 neu gepflanzte Obstbäume! So wie ich das sehe, stehen sie allerdings ganz am Rande der Frankenalb, also bleibt für die Frankenalb immer noch die Zahl 1000 bestehen. -
Die nächste Aktion soll eine Bestandes-aufnahme von alten Obstbäumen sein gefolgt von Kartierung, Reiser entnehmen und in Gärtnereien vermehren lassen und schlussendlich erste Pflanzungen in geeigneten Hutangern in die Wege leiten! Aus dem Kreis der Anwesenden kam ein ermunterndes Angebot, und das ist gut so! Ganz zum Schluss noch ein Danke von mir für die schöne klassische Musik, welch ein Genuss!
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Verfasst von Alice Niklaus am 19. November 11 um 20:16 in Baumwelten, Hutanger, Regionalbewegung, Streuobstinitiative | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Verfasst von Alice Niklaus am 08. November 11 um 18:39 in Baumwelten, Hutanger | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
So fing alles an! Meinen ersten Blogeintrag schrieb ich über den Tag der Regionen am 30.9.2007. Hier ist er:
'Blaue Kartoffeln am Tag der Regionen
Die blauen Kartoffeln (aus Henfenfeld vom Bauer Scharrer) wurden tatsächlich im Puzzle mit der gelben Sorte von einem verschmitzt lächelnden herwig Danzer zu knusprigen Chips auf einer Edelstahlplatte mit dem Namen Tepan Yaki gebraten. Das Foto bestätigt alles!'
Gleich gegenüber von Herwigs Blauem-Kartoffel-Zauber wurde der erste Hutanger-Kalender von Thomas Geiger verkauft. Ich war so fasziniert von der Aufmachung und dem Inhalt des Kalenders, dass ich ihn gleich kaufte mit der Resultat, dass ich ihn die nächsten vier Stunden sorgfältig gerollt unter dem Arm mittragen musste. Wer die Kalendergrösse kennt, weiss wovon ich spreche!
Zwei Wochen später stand ich auf dem Heuchlinger Hutanger. Der Kainsbacher Kornanger, der Mosenhofer-Anger, der Fennat-Anger folgten und so nach und nach waren es dann knapp über 100 Hutanger, die ich kennenlernte. Über den letzten, den "Schönberger Anger am Sportplatz" berichtete ich am 13. Juni. Ich lernte blogen, Bilder hochladen, verlinken, TrackBacks einrichten. Es war nicht immer lustig, aber ich freute mich schliesslich über jeden meiner Einträge, der im Nachhaltigkeits-Blog der Möbelmacher erschien. Herwig war und ist immer noch ein sehr toleranter Blogeigentümer.
Am vergangenen Donnerstag habe ich den Hutanger-Kalender vom Verlag Schäfer-Geiger (rechts Christel Schäfer-Geiger) für das Jahr 2012 kennen gelernt. Der Inhalt heisst "Falterwelten" und ist wunderschön. Fotos zum träumen! Ein Kalender hat mich zu den Hutangern gebracht. Beim Betrachten dieses Kalenders spüre ich, dass es für mich Zeit ist, meine Beiträge zum Hutanger-Blog im engsten Sinne abzuschliessen. Zum Thema rundum wird es immer wieder Ereignisse geben, die mich zum Blog zurückführen. Beschreiben möchte ich zum Beispiel den Eichenhain beim Schloss Wildenstein in meinem Heimatkanton. Demnächst!
Verfasst von Alice Niklaus am 30. Oktober 11 um 20:21 in Baumwelten, Hutanger | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Herbert Hofberger
JURADISTL–LAMM AUF DER CONSUMENTA
Georg Lukas vom Landgasthaus Almhof in Neumarkt i.d.OPf. ist einer von etwa 60 Juradistl Marktpartnern. Er kocht gemeinsam mit herwig Danzer am
Donnerstag, den 27. Oktober um 13:00 Uhr auf der Consumenta ein leckeres Lammgericht.
Juradistl ist eine Naturschutzmarke und Bestandteil des größten Oberpfälzer Naturschutzprojektes „JURADISTL – BIOLOGISCHE VIELFALT IM OBERPFÄLZER JURA“. Dieses Projekt ist eines der beiden Biodiversitätsprojekte der Oberpfalz. Ziel ist der Biotopverbund und der Erhalt der Artenvielfalt im Oberpfälzer Jura. Um dies zu erreichen, wurde unter anderem seit 2003 die regionale Naturschutzmarke Juradistl-Lamm kreiert und dieses Jahr im September um eine weitere Produktschiene, das Juradistl-Weiderind, erweitert. Denn eine wichtige Grundlage der Naturschutzarbeit, aus Sicht der vier Landschaftspflegeverbände Amberg-Sulzbach, Neumarkt i.d.OPf, Regensburg und Schwandorf und der Regierung der Oberpfalz, ist die Unterstützung extensiver Landnutzungsformen, wie beispielsweise die Hüteschafhaltung und die Weidehaltung von Rindern. Auch der Erhalt naturschutzfachlich wertvoller Streuobstbestände und der Erhalt gefährdeter Ackerwildkräutern ist angedacht. Jetzt wurde Juradistl im Rahmen des 1. Spezialitätenwettbewerbs der Europäischen Metropolregion Nürnberg als eine von 30 prämierten Spezialitäten aus 222 Bewerbungen mit einem Krönchen ausgezeichnet. Am Donnerstag, den 27. Oktober können sie diesen Biotopischen Genuss probieren. Um 13:00 Uhr in der Showküche der Möbelmacher in Halle 6, Stand A44.
Wir laden Sie dazu ganz herzlich ein.
Weitere Informationen unter:
Projektmanagement (landimpuls GmbH): 09402 – 948 280
Link Landgasthof Almhof: www.landgasthaus-almhof.de
Fotos: Rainer Windhorst, Thomas Schwarz, Sabine Freudenberger
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Das ganze Consumentaprogramm bei den Möbelmachern: die-moebelmacher.de/consumenta
Verfasst von herwig Danzer am 21. Oktober 11 um 16:47 in Die Küche zum Kochen, Hutanger, Nachhaltigkeit, Bio und Messen, Regionalbewegung, Veranstaltungen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (1)
Und wieder war am Erntedank – in diesem Jahr der 3. Oktober – der Tag der Regionen und diesmal das erste Mal im südlichen Landkreis in Rummelsberg neben Schwarzenbruck (der ersten "Nichtmehrcittaslow").
Nach unserer Zeitrechnung, die den ersten Tag der Regionen in Unterkrumbach 1998 als Geburtsjahr ansieht, war es der vierzehnte, die Regionalbewegung zählt nur 13, weil sie uns zwar am ersten besuchten, aber da heiß er ja noch „Regional Genießen“ was auch ein schöner Titel war.
Schon 1998 hatten wir Slow Food, die Holzwirtschaft, die Politik und natürlich unsere Direktvermarkter in unserer Fertigungshalle versammelt, in Rummelsberg fand der dritte Tag der Regionen mit einem Hauptthema statt, nach „Kultur“ in Dehnberg und „Wald und Hutanger“ in Engelthal war es in Rummelsberg die „soziale Verantwortung.“ Kein Wunder, dass dieses ernste Thema nicht gerade die Massen anlockte, auch wenn die ziemlich großzügig geschätzten 10 000 Besucher kein Pappenstil sind. Ob auch die Ankündigung der Alkoholfreiheit in der Zeitung Besucher vom Besuch abschreckte, können wir nicht einschätzen, das Ergebnis war auf jeden Fall eine sehr entspannte Veranstaltung, weil man an jedem Stand mit den Menschen reden konnte.
Auch wenn unsere Direktvermarkter nur bescheidene Umsätze machten (wir selbst haben eigentlich noch nie etwas verkauft, diesmal allerdings einige „Lebensart Genießen“ Bücher) und in unserem abgelegenen Bereich des riesigen Geländes nicht alle Besucher ankamen, war die erstmals mit Hilfe des Landratsamt organisierte Veranstaltung nach meiner Überzeugung ein Erfolg. Denn die Themen regionale Wirtschaftskreisläufe und soziale Verantwortung lassen sich besser in Ruhe vermitteln, als zum Beispiel seinerzeit in Dehnberg, wo sich die Menschenmassen durch die Straßen schoben. Die Weitläufigkeit des Geländes in Rummelsberg führte einfach dazu, dass nicht alle Menschen alle Stände besuchten, das gut gemachte Faltblatt als Führer nutzten zu wenige Menschen, offensichtlich wollten sie einfach nur ein wenig flanieren. Zumindest in unserer Holzecke wo der Initiativkreis Holz aus der Frankenalb war es eher ruhig, man konnte sogar am Notebook arbeiten oder mit den Standnachbarn Alkoholwitze austauschen wie zum Beispiel den:
„Aber Herr Wachtmeister, ich war am Tag der Regionen und hab nur Tee getrunken.“ Dann haben Sie ja mindestens 1,8 Kamille.“
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Einen wurnderbaren Bericht über den tag der Regionen gibt es auch von Alice Niklaus
Verfasst von herwig Danzer am 10. Oktober 11 um 17:48 in Ausstellung, Hutanger, Nachhaltigkeit, Bio und Messen, Regionalbewegung, Streuobstinitiative, Veranstaltungen | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Ich kam nicht auf dem offiziellen Weg zum Ziel. Der Waldpfad nahm mich mit auf die Anhöhe zur Kirche und damit stand ich zu meiner eigenen Überraschung gleich
zwischen dem bekannten Wagen der Familie Klischewsky aus Loch und dem Stand von Frau Bauer vom Bauer'n-Hof aus Henfenfeld, hier im Gespräch mit Ralph Weiss, Theaterleiter des Dehnberger Hoftheaters. Der Kauf von Ziegenkäse und
ein Pflegetyp für das weisse Fell auf Waldemars Jori-Ledersessel von den Möbelmachern in Unterkrumbach waren schon mal gesichert. Die Streuobstinitiative
Hersbrucker Alb und ein Zylinderhut auf dem Kopf von Initiator Ottmar Fischer gaben noch einige Rätsel auf, der einsame Mann, den ich als Bürgermeister von
Hersbruck kenne, schien auf einem anderen Stern zu stehen, diese himmlische Ruhe war dann bald zu Ende, denn die Eröffnung
des Tags der Regionen stand kurz bevor. Auch ich eilte vom Hügel zum Festplatz hinunter, die Rede von Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark wollte
ich nicht verpassen. Er zeigte den Weg auf von den vergangenen zum diesjährigen Thema der "Sozialen Verantwortung im Nürnberger Land". Im Park jubelten Kinder
über die zum Himmel steigenden Ballone. Und ich hatte das Glück, einer jungen Frau in der Fränkischen Tracht zu begegnen!Sie
arbeitet als Verwaltungs angestellte in den Rummelsberger Anstalten der inneren Mission, ihr Lachen ist ansteckend und ihre Tracht wunderschön. Inzwischen wurde auf dem Hügel
die Hüpfburg eingeweiht und Ottmar Fischer war mit Leib und Seele dabei, Äpfel zu bestimmen. Unterbrochen wurde er durch das Posthorn,
das weithin schallend darauf aufmerksam machte, dass etwas Besonderes im Gang sei. Zwei Spielleute waren angekommen und machten mit Drehleier und Verse
auf den desolaten Zustand der Natur, im speziellen auf Streuobstwiesen aufmerksam. Mein Regionentag war mit dieser Ballade zu Ende. Noch ein Spaziergang um die Philippuskirche herum, dann durch den Wald und ich fand erstaunlicherweise den richtigen Parkplatz wieder.
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Verfasst von Alice Niklaus am 03. Oktober 11 um 21:53 in Baumwelten, Hutanger, Regionalbewegung, Streuobstinitiative | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (1)
Für die, die den Tag der Regionen noch nicht kennen (soll es auch noch geben – ich kenne aber keinen) ist es eher ein „letzter Minutenhinweis“. Für Tag der Regionen Veteranen ist es sowieso ein Pflichttermin. Wer auch zukünftig glaubhaft nachweisen möchte, dass er alle Aktionstage im Nürnberger Land besucht hat, lernt so einen Ort im Landkreis-Süden kennen.
Am Sonntag, den 02. Oktober findet von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr unter dem Motto „soziale Verantwortung im Nürnberger Land“ der 14. Tag der Regionen statt.
Für jedes nachhaltige Projekt gehören Ökologie, Ökonomie und Soziale Verantwortung gleichrangig berücksichtigt. Die Darstellung ökologischer und ökonomischer Aktivitäten haben wir mit dem Tag der Regionen in den letzten Jahren vielfältig umgesetzt. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf der „Sozialen Verantwortung“. Viele Einrichtungen des Landkreises präsentieren ihre Arbeit mit fantasievollen Aktionen. Auf dem Erlebnistag für die ganze Familie gibt es wieder viel zu entdecken. Die Veranstaltung beginnt mit dem Gottesdienst in der Philippuskirche um 9:30 Uhr, dort findet auch um 17.00 Uhr das Abschlusskonzert statt. Das genaue Programm ist unter www.naturschutzzentrum-wengleinpark.de zu finden.
Wie empfehlen die Anfahrt mit der VGN - vom Bahnhof Ochenbruck kann man entweder in 15 min zum Veranstaltungsort laufen oder den Pendelbus-Service nutzen.
Naturschutzzentrum Wengleinpark e.V.
Rainer Wölfel
Am Schloss 14
91239 Henfenfeld
Telefon 09151/70200
www.naturschutzzentrum-wengleinpark.de
Verfasst von herwig Danzer am 29. September 11 um 12:35 in Ausstellung, Barrierefrei, Hutanger, Nachhaltigkeit, Bio und Messen, Regionalbewegung | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Am vergangenen Samstag füllten Mitglieder und Gäste der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb e.V. einen Bus und folgten somit der Einladung von Ottmar Fischer zum Kennenlernen einer schon fast
vergessenen Frucht, die da "Quitte" heisst, und Quitten waren der Grund für die Tagesfahrt nach Unterfranken an die Mainschleife, wo ein Rekultivierungsprojekt alter Quittensorten im Gang ist.
Marius Wittur, der Initiator dieses Projekts, begl
eitete uns auf dem "Astheimer Quittenlehrpfad" und erzählte mit grosser Sachkenntnis und Begeisterung, wie er zum Projekt "Quittenbaumschule und Quittenweinbau MUSTEA" kam. Auf dem Rundwanderweg von
etwa 4 km Länge kamen wir an zwölf thematisch verschiedenen Stationen vorbei, die sich mit Botanik, Sortenvielfalt, Mythologie, Symbolik, Heilkunde und Fruchtverwertung von Quitten befassen. Die abschliessende Quittenweinprobe fiel fröhlich aus. Wir hatten die Wahl zwischen MUSTEA Quittenwein cuvée classic, Barrique cydonia und Quittensecco. Vom Genuss beschwingt eilten wir zum Mittagessen auf die Vogelburg. Nach dem Essen setzten wir unseren Erlebnissamstag fort.
Vorher aber freuten wir uns noch über die Rebhänge unter uns. Die wenigen Regenwolken hatten sich verzogen. In Veitshöchheim erwartete uns Martin Degenberg, Koordinator an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.
Eines der Ziele der LWG ist die Erfassung des Sortenspektrums von Apfel, Birne und Quitte in den Streuobstbeständen des Landkreises Würzburg. In ausgewählten Projektgemeinden wurden über 5000 Kernobstbäume kartiert. Ergebnis: Äpfel 144, Birnen 39 Sorten. Makus Wittur hat 18 Quittensorten im Landkreis sicher identifiziert. Da steh ich schlecht da mit meinen Birnen- und Apfel-Quitten, mehr Sortenvielfalt war mir fremd.
Nach der "etwas speziellen" Streuobstwiese strebten wir der Wiese zu, die mir persönlich eher als Muster zur Nachahmung
entspricht, vorbei an steilen Rebhängen und plätscherndem Bächlein. Zurück im Ort Veitshöchheim stand uns eine Stunde "zur freien Verfügung" zu, dann war es Zeit
für Donner, Gewitter und Tropenregen. Trotzdem wurde der letzte Termin in Anspruch genommen:"Führung durch den Rokokogarten von Schloss Veitshöchheim". Bei schönem Wetter nachholen! Und hier noch mein Lieblingsfoto von diesem Tag!
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Streuobstinitiative Hersbrucker Alb e.V.
Marius Wittur, MUSTEA Quittenweinbau & Quittenbaumschule
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim
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Verfasst von Alice Niklaus am 24. September 11 um 22:17 in Baumwelten, Hutanger, Regionalbewegung, Streuobstinitiative | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (1)
von Alice Niklaus
Nachdem ich heute keine Lust hatte, Mittagessen zu kochen, stand dem frühen Besuch des Hoffestes nichts mehr im Wege. Die geplante kurze Wanderung fand wegen der versprochenen 30° Hitze nicht statt und ein schlechtes Gewissen wegen des Gebrauchs des Autos hatte ich auch nicht, fand doch gleichzeitig das 11. Historische ADAC Bergpreis-Autorennen in Happurg statt! Höchstens der uns daraus entstehende Umweg machte mir zu schaffen. Kurz nach 11 Uhr also kamen wir auf dem Demeterhof an. Die Begrüssung der Gänse beim Haupthaus
war nicht gerade freundlich, aber der Duft von gebratenem Schwein(chen, Alter undefinierbar) und der Anblick der Knödel und Salate bestätigten: hier sind wir richtig!
Heimische Produkte aus Feld und Wald, Wollsocken und Mützen, Gefilztes und anderes mehr suchten kauflustige Menschen. Am liebsten hätte ich einige Liköre gekauft, nicht wegen des
Inhalts - der würde mich wohl überleben - sondern wegen der Farbensymphonie. Den fahrbaren Verkaufsladen von Demeter-Bauer Fritz Leipold kenne ich vom
Bauernmarkt in Hersbruck, wo er bei Hitze, Schnee und Kälte getreulich steht und für mich inzwischen eine Art Institution geworden
ist. Nun finde ich ihn hier auf der heimatlichen Wiese, wo er einen zarten Käseduft verströmt. Bei den Dinkelkissen erschnüffelt ein Kenner der Materie die Qualität des Dinkelspelz, worauf sich ein interessantes Gespräch ergab. Die durch die Meteo versprochenen Donner, Blitze und Regengüsse fanden bis jetzt nicht statt - und das ist gut so.
Zum Hoffest eingeladen hat der biologisch-dynamische Arbeitskreis Mfr.-Ost
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Verfasst von Alice Niklaus am 04. September 11 um 18:21 in Baumwelten, Hutanger, Regionalbewegung, Streuobstinitiative | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Heute vormittag habe ich oberhalb des Stöppacher Hutangers eine Ödlandschrecke gesehen. Sie versuchte, sich auf den Gräsern trocknen zu lassen. Dabei habe ich sie gründlich gestört, aber nicht zertreten, was mich froh macht. Die Schrecke ist nur etwa 2,5 cm lang! Für mich ist Hutangerland Wunderland, ich begehe es mit Bedacht. Wer das Tierchen als Holzplastik sehen möchte: hier klicken!
Verfasst von Alice Niklaus am 28. August 11 um 16:04 in Baumwelten, Hutanger, Streuobstinitiative | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Tagesfahrt am Samstag, dem 17.09.2011, nach Unterfranken
7.00 Uhr Abfahrt am Plärrerparkplatz Hersbruck
9.00 Uhr Eintreffen in Astheim bei Volkach
Führung entlang des Astheimer Quittenlehrpfades durch Marius Wittur. Dauer der sehr informativen Wanderung mit Quittenweindegustation ca. 2 bis 2,5 Stunden. Vorstellung des unterfränkischen Rekultivierungsprojekts alter Quittensorten (festes Schuhwerk und Trittsicherheit ist erforderlich!)
12.00 Uhr Mittagessen auf der Vogelsburg
14.00 Uhr Führung durch den Sortengarten der Bay. Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) bei Veitshöchheim
Martin Degenbeck wird uns über die Erfahrungen der LWG mit alten und neuen Apfelsorten berichten, die für extensiven Anbau auf Halb- und Hochstamm geeignet sind, sowie Beispiele für den Erhalt der Obstwiesen in Unterfranken aufzeigen.
16.00 bis 17.00 Uhr 1 Stunde zur freien Verfügung in Veitshöchheim
Kaffeepause oder Besichtigungen
17.00 Uhr Höfische Obstbaukultur
Der Tafelobstanbau zur Zeit der Fürstbischöfe. Spaliere, Palmetten, Cordons, Pyramiden usw. Einstündige Führung im Rokokogarten.
18.15 Uhr Heimfahrt. Eintreffen in Hersbruck ca. 20.00 Uhr.
Fahrtpreis incl. aller Führungen und Produktverkostung in Astheim Erwachsene: 25,00 Euro, Jugendliche halber Preis, Kinder bis 6 Jahre gratis.
Auskunft und Anmeldung: Tel. 09154/8699 oder E-mail: ottmarfischer@web.de
Hier gehts zur Homepage der Streuobstintiative Hersbrucker Alb e.V.
Verfasst von Alice Niklaus am 20. Juli 11 um 17:38 in Baumwelten, Hutanger, Regionalbewegung, Streuobstinitiative, Veranstaltungen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Flashs vom Fest zu 10 Jahre Cittàslow: es waren keine Schnecken zu sehen, es hat rechtzeitig aufgehört zu regnen, die Stimmung war locker, die Musiker passten sich dem Publikum an, mir hat ihre Wahl gut gefallen, das Wort slow war ganz schnell vergessen.
herwig Danzer von den Möbelmachern war bestens vorbereitet (wann ist er das nicht??), die Technik war in Profi-Händen, die Miniköchinnen und
Miniköche servierten gekonnt die Schäufele mit Zutaten, Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark versprach mir, einmal zu lächeln, das hat er
denn auch getan, wenn auch zögerlich, aber immerhin, schliesslich war seine Aufgabe als Interviewter eine ernsthafte, das Schmalzbrot vom
Sittenbacher Laden nachweislich ein Produkt von Heimat auf'm Teller war nicht nur zum Anschauen lecker. Als letzte Interviewte stellte Ursula Wilfing als Veranstaltung der Cittàslow Hersbruck anlässlich des 10. Jubiläums eine Reise an die Amalfiküste in bella Italia vor. Positano ist Cittàslow der ersten Stunde und steht ganz oben im Programm der Reiseleiterin.
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Verfasst von Alice Niklaus am 27. Juni 11 um 16:31 in Baumwelten, Hutanger, Regionalbewegung, Streuobstinitiative | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (1)
von Alice Niklaus
Sieben der acht Laufer Hutanger habe ich im Blog vorgestellt, heute folgt der letzte. Er heisst "Schönberger Anger am Sportplatz" und ist 1,2 ha gross. Die Beseitigung der Verbuschung fand 1999 statt, die derzeitige Bewirtschaftung ist die Mahd. Am einfachsten zu finden ist der Anger von Schönberg aus. Mit etwas Glück entdeckt man die Hinweistafel zu den Sportplätzen im ersten Anlauf, ich habe dafür zwei gebraucht. Somit habe ich mich in Schönberg ein wenig umgesehen und was ich sah, hat mir gefallen.
Am Weg zum Anger liegen links der Strasse die Gebäude der "Lebenshilfe Nürnberger Land". Rechts der Strasse steht der Hinweis "zur Nessenmühle" und geradeaus zieht sich der Hutanger der Strasse entlang. Nach den Sportplätzen beim Wald angelangt drehe ich mich um und
blicke zurück zum Dorf. Es ist Sonntag- vormittag, 9 Uhr, still und friedlich. Föhren bilden den rechten Waldrand. Gegenüber spiegelbildlich die gleiche Ansicht und
dazwischen steht erstaunlicherweise eine Reihe sich in Wuchs und Aussehen gleichende Buchen, dazwischen kann ich auf einem weichen Pfad wie in einer Allee
zurückgehen. Über allem glänzt ein tiefblauer Himmel. Sachte fängt sich der Sonntagmorgen an zu beleben. Hunde werden zum Morgen-
spaziergang ausge- führt, ein paar Menschen finden sich im Sportheim ein. Die Ruhebank wird wohl noch einige Zeit leer bleiben. In der Mitte des Hutangers zieht sich eine dichte Hecke hin, Heimat für kleine und kleinste Tiere. Am Ende des Hutangers steht eine Tafel mit Hinweisen zum Wanderzirkus Frankenalb und hier treffe ich auf Waldemar. Die Nessenbachrunde für Langläufer würde uns interessieren, zu Fuss müssen wir die vorgegebene Route etwas verändern.
Auf dem Weg zur Nessenmühle kommen wir an einem Aushub vorbei. Ich bin neugierig und befrage einen Anwohner über das Warum und Wozu.
Ganz einfach: hier soll ein Haus gebaut werden, wie üblich wird für den Keller Erde ausgehoben, in dieser Schichtstufen- landschaft besteht der
Aushub aus Sand, der wiederverwertet wird. Ausserdem lerne ich, dass wir in dieser Gegend meist auf Sand laufen. Vorbei an der Nessenmühle, die keine mehr ist, weiter zur Brücke über den Nessenbach und rein ins Sandlaufen-Vergnügen. Im Gegensatz zu anderen Bächen fliesst nach der gehabten regenlosen Periode im Nessenbach noch reichlich Wasser.
Rätselhaft für uns sind die auffällig gekrümmten Baumstämme, denen wir auf dem ganzen Weg begegnen.
Meist folgen wir dem Hinweis des LL-Zeichens, dann kommt wieder der PP-Pfad zu Ehren. Rauf und runter auf Sandboden ist eine Erholung. Wir lernen den Knöpflegraben, den vorderen tiefen Graben und den Katharinagraben kennen, sie geben ihr Wasser alle in den Nessenbach ab. Erstaunlich, dass wir am Ende der Wanderung genau dort ankommen, wo wir uns wünschen, nämlich im Hutanger. - Dies ist der Bericht Nr. 103 und gleichzeitig der letzte über die Hutanger in der Hersbrucker Alb - ausser Rainer Wölfel zaubert noch den einen oder anderen aus seinem Projekt-Hut.
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Hier gehts zur Homepage "Naturschutzzentrum Wengleinpark"
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Verfasst von Alice Niklaus am 13. Juni 11 um 19:36 in Baumwelten, Hutanger, Regionalbewegung | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (6)
Für alle Hutanger-Fans gibt es am Sonntag um 18.05 Uhr im bayerischen Fernsehen/Studio Franken den „Viehauftrieb in Förrenbach“. Die Menschen haben historische Gewänder angezogen und den Hirtenschwur nachgespielt, die Rinder kamen unverkleidet. Auch der Sohn des Hersbrucker Stadthirten durfte die Peitsche schwingen und Thomas Reichel, auch ein Hirtensohn - spielte auf einem Albhorn die Hirtenmelodie.
Verfasst von herwig Danzer am 04. Juni 11 um 09:03 in Hutanger, Veranstaltungen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Themen: Sommerschnitt und Baumgesundheit
Referent: Josef Weimer, Gärtnermeister und
Gartenbaulehrer
Wann: 23. - 24. Juli 2011
Wo: Info-Scheune, Obstsortengarten Hersbruck
Kursgebühren: € 60.-- (Mitglieder € 50.--) inkl.
Kaffeepausen
Thema Sommerschnitt:
Pflege und Schnittmassnahmen im Sommer, theoretische Grundlagen des Simmerschnitts an Obstbäumen mit praktischer Durchführung, Wirkung des Sommerschnitts, Methodik, Sommerriss und Sommerschnitt.
Thema Baumgesundheit:
Erkennen von Krankheiten und Schädlingen, Massnahmen und Möglichkeiten der Erkennung, Entwicklung der Schädlingsbekämpfung, durch welche Massnahmen entsteht Baumgesundheit? Ökologische Grundlagen, Übersicht über die häufigsten Schadenerreger im Obstbau, Biologie und Bekämpfung, Nützlingsgruppen, vorbeugender Pflanzenschutz, Übersicht über nützlingsschonende Pflanzenschutzmittel, Literatur.
Anmeldung und Info unter 09154/8699 oder email: ottmarfischer@web.de
Verfasst von Alice Niklaus am 29. Mai 11 um 15:06 in Baumwelten, Hutanger, Streuobstinitiative, Veranstaltungen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Dem Flyer "Hutanger" der Stadt Lauf entnehme ich folgende Details: Grösse ca. 1,7 ha, Beseitigung der Verbuschung: 2002. Derzeitige Bewirtschaftung: Beweidung mit Schafrassen wie Schwarzkopfschafe, Coburger Fuchs und Suffolk.
Es ist endlich wieder einmal Hutanger-Tag! Sonntagvormittag, frühlingslaue Lüfte wehen, die Vögel zwitschern, die Spechte klopfen und die Welt ist für ein paar Stunden mehr oder weniger, je nach Standpunkt, in Ordnung.
Anhand des Info-Flyers "Natur in Lauf", der topographischen Karte Nr. 6433 und unserer Intuition wandern wir auf der Suche nach dem Hutanger von oberhalb Heuchling zum Heuchlinger Berg. Nach dem kurzen Anstieg überrascht uns eine lange Obstbaumallee, die einfach so auf einer grossflächigen Wiese steht. Ich möchte gerne wissen, wer früher einmal mit welchem Gerät durch diese Allee fuhr. Wir spazieren
auf der "Steinleite" bis zum Wasser-behälter. Unterwegs frage ich die vergreisten Obstbäume, ob sie sich wohl fühlen in ihrem grauen Schuppenkleid. Ihre Sprache verstehe ich nicht, wünsche ihnen aber für die Zukunft einen baldigen Erhaltungsschnitt. Das ist wohl ein frommer Wunsch, denn wo sind die Spezialisten, die alte Bäume so zuschneiden können, dass sie noch eine Zukunft haben? Einen kenne ich, aber der ist am Limit seiner Einsatzfähigkeit
angelangt. Kreuz und Quer heisst der Titel des nächsten Bildes.
Ein Lichtblick sind die ersten Frühlingsboten ganz in weiss. Auf dem Rückweg vom Wasserbehälter auf die Anhöhe der Steinleite
begleitet uns das Trommeln zweier Spechte in verschiedenen Tonhöhen. Möglich, dass wir den einen von seinem Frühstück vertrieben haben, das
Harz auf der linken Seite ist gelb und feuchtklebrig, die Höhle birgt noch einige "Schmankerl" für den Vogel. Von mir kaum beachtet, von Waldemar aber fotografiert wird dieses Häuschen. Auf meine Frage, wieso er denn einen zerfallen- den Holzschuppen ablichte, antwortet er: weil es bald keine "Kirschenhäusle" mehr geben wird! "Kirschenhäusle" - wie sinnig!
Inzwischen wissen wir, wo der Hutanger liegt. Die offenen Weideflächen der Schafe orten wir zwischen der Steinleite und dem Heuchlinger Berg, die
Sträucher sind nah dran, ihre Blätter und Blüten zu entfalten. Bei der Linde biegen wir links ab und gehen auf dem Heuchlinger
Berg vor zum Hutanger. Unangenehme Überraschung beim Anblick der "Rettungskletterer" auf und unter den Anger-Eichen. Hoffentlich halten die Äste! Nun gehts bergab, immer wieder mit einem Seitenblick auf den Anger. Unten am Weinberg angelangt setzen wir uns auf die gemütliche Bank, schauen den Pferden auf den Koppeln zu und essen die unvermeidliche Banane.
Hinter uns liegen die Rückhalteweiher. Wir könnten nun daran vorbei bis zum Wasserreservoir wandern, ziehen aber einen Gang durch den Wald zurück auf den Heuchlinger Berg vor. Vom lichten Anger wechseln wir so in einen Chaoswald und lassen uns oben auf dem Heuchlinger Berg nochmals auf die Kunst am Baum ein. Titel: "wer sind wir, woher kommen wir, wohin gehen wir".
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Hier gehts zur Hutanger Homepage
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Verfasst von Alice Niklaus am 06. April 11 um 14:56 in Baumwelten, Hutanger, Streuobstinitiative | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Wieder einmal in Loch! Die Auffahrt von Hirschbach zum Ökohof Klischeswski ist spannend, enge Kurven, steile Strasse.
Immerhin, der Schnee ist geschmolzen. Es ist klirrekalt. Ich habe mich mit einer Ziegenzüchterin verabredet und bin gespannt auf sie. Nicht einmal den Namen kenne ich. Das ändert sich jetzt, denn die Frau, die strahlend auf mich zukommt, ist Elisabeth Fischer und ich
kenne sie als Frau von Ottmar Fischer, der die Streuobstwiesen-Initiative gestartet hat. Der Stall bietet eine Überraschung:
es riecht nicht nach Dung, sondern nach Heu, der Boden ist trocken, die Nutzung und Einrichtung von Fachmann Klischewski sorgfältig geplant und ausgeführt. Jetzt dürfen die Ziegen in den frisch geputzten Stall und an die
Futterkrippe. Die quickfidelen Zicklein sind im warmen Stall geblieben. Die einen springen hoch und ausdauernd, die anderen kuscheln am Boden. Waldemar darf sich als Babysitter
bewähren und Elisabeth verströmt ihre Tierliebe, wo immer sie eingefordet wird. Die Geissen futtern mit Wonne das luftige Gras vom Ökohof. Zwei Haufen Heu liegen bereit. Ich schnuppere daran und bin perplex, denn die beiden Futtervorräte riechen sehr verschieden. Grosses Fragezeichen, einfache Lösung: sie kommen von verschiedenen Weiden. Der Ziegenkäse, den ich am Freitag auf dem Bauernmarkt in Hersbruck kaufe, wird mit Ziegenmilch aus Loch gemacht. Um zum Zickleinfleisch zu kommen muss man sich nach Restaurants erkundigen, die dieses Fleisch auf der Speisekarte stehen haben.
Eine Frau hatte eine Idee, ein Bauer hatte einen leeren Stall, beide leben und arbeiten nach ökologischen Grundsätzen, die Ziegen mit dem schönen Namen "dunkle deutsche Edelziegen" ist die Verbindung. Ich bewundere Elisabeth Fischer für ihren Mut zum Projekt, denn das heisst Dauereinsatz!
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Verfasst von Alice Niklaus am 28. Februar 11 um 19:39 in Baumwelten, Hutanger, Regionalbewegung, Streuobstinitiative | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (1)
von Alice Niklaus
Im Hutanger-Prospekt "Natur in Lauf" wird die Hardt so beschrieben: "Grösse ca 1,7 ha, Beseitigung der Verbuschung: 2004. Derzeitige Bewirtschaftung: Mahd. Hardt bedeutet im Mittelhochdeutschen Wald und Weide. Das Gebiet reichte früher bis zum Erbsenboden und erstreckte sich im Osten bis zur Kunigundenstrasse und im Süden bis zur Espanstrasse."
Der heutige noch überlebende Angeranteil liegt zwischen "Bad" entlang des Bitterbachs und der Sportanlage TV 1877. Der Waldanteil macht nach der Steigung einen Dreh um 45 Grad nach rechts und endet am Berg bei der Vogelhoferstrasse,
alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit. Am einfachsten ist hinzugehen, die Baum- und Graslandschaft einzuschätzen und auf Hutangerzugehörigkeit zu prüfen. Eichen rechts und links und auch als
Alleebäume. Ich möchte zum Bitterbach hinunter, dessen Wasser ist aber an dieser Stelle statisch, weil vereist. Zurück übers romantische Brücklein und hoch zur Wiese vor der Sportanlage TV 1877. Ich werden als Suchende erkannt,
weshalb mir ein freundlicher Mensch den Besuch des Bitterbachs ans Herz legt. Eigentlich will ich den Hutanger begehen, den kennt wiederum er nicht. Die fünf alten Obstbäume gehören doch dazu, nicht wahr? Eine grosse weisse
Wiese mit zarten Spuren im Schnee, denen ich nachgehe. Abdrücke von Füsschen sind keine zu finden, welches Bäuchlein hat sich hier denn wohin geschleift? Nur ein Loch kann das Ziel sein. Ob das Mäuschen - wenn es denn
eines war - auf Nahrungssuche unterwegs war? Kalte Füsse zwingen mich zur Umkehr. Meine Gedanken sind etwas zwiespältig, denn dieser Anger hat in mir keine
wohligen Gefühle ausgelöst. Die Stadt drückt mit den Strassen, Gärten, Häusern allzunah auf die Hardt. Immerhin: Zum Schluss schickt die Sonne ihre Strahlen doch noch einen kurzen Moment zum Wasser des Bitterbachs.
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Verfasst von Alice Niklaus am 04. Februar 11 um 18:53 in Baumwelten, Hutanger | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Im Prospekt "Natur in Lauf" lese ich, dass der Geiteranger ca. 2 ha gross ist, im Jahr 2000 entbuscht wurde und die derzeitige Bewirtschaftung die Beweidung mit Schafen ist.
Am letzten schönen, kalten Tag vor dem brutalen Regen, der uns Eis bescherte und die weisse saubere Welt in eine graue, schmutzige Oede verwandelte, waren wir im Hersbrucker Land - genauer unterm Heuchlinger Berg
bei Lauf - unterwegs zum zweigeteilten Geiteranger. Oberhalb Heuchling verlassen wir die Strasse nach Dehnberg und gehen in den Spuren im Schnee zum Schlittelhang. Links davon
liegt der eine Teil des Angers, und hier sorgen Schafe zusammen mit menschlicher Tatkraft für einen lichten Baumbestand. Im Westen sehen wir die Stadt Lauf unter Wolken, die sich sehr schnell gebildet haben. Wir kommen am Heuchlinger Kriegerfriedhof vorbei,
denken an die Jahre des ersten Weltkrieges, denen hoffentlich nach der zweiten Katastrophe kein weiterer bezifferter Name mehr folgen wird. Am Ende des Waldwegs schauen wir zum zweiten Teil des
Geiterangers hinüber, er befndet sich auf der linken Seite der Strasse nach Dehnberg und erstreckt sich unterhalb der Gartenbausiedlung in Richtung Wald "Alte Reut". Unsere geplante Rückkehr zur
Strasse vom Wasserspeicher über den zweiten Halbanger wurde mangels Gummistiefel vom tiefen, tiefen und nassen Schnee gestoppt.
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Verfasst von Alice Niklaus am 16. Januar 11 um 19:56 in Baumwelten, Hutanger | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Im Prospekt "Hutanger - Natur in Lauf" finde ich folgenden (gekürzten) Text zum Beerbacher Loh: Grösse: ca. 2,5 ha, Beseitigung der Verbuschung im Jahr 2000, Neuschaffung eines Hutangers durch Pflanzung von Eichenhochstämmen im Jahr 2005, derzeitige Bewirtschaftung: Schafbeweidung und Mahd. Das Beerbacher Loh hat eine lange Geschichte. Es war nicht nur Weideplatz, sondern auch Treffpunkt für Feierlichkeiten. 1910 kam seine königl. Hoheit Prinz Ludwig. der spätere letzte bayr. König Ludwig II, nach Neunhof, besuchte auch den Hain im Lohe und war von der Schönheit der Fränkischen Alb beeindruckt.
Beerbach ist ein Ortsteil der Stadt Lauf an der Pegnitz. Eine der zwei Hauptkirchen der Pfarrei Beerbach ist die St. Egidienkirche, nach deren Besuch wir aufbrechen, um den Hutanger "Loh" kennen zu lernen. Wir steigen die Strasse zum Dorf hinauf,
suchen und finden die Abzweigung in Richtung Kleingeschaidt und machen Halt bei der geschützten alten Eiche auf der rechten Strassenseite. Beim Wald zweigt ein Feldweg ab. Nach ein paar Regentagen bleiben unsere Schuhe im
matschigen Boden kleben. Trotz der Schafe sieht es hier nicht nach einem Hutanger aus. Die Ortschaft im Norden heisst Eckental, die Karte bestätigt dies. Zurück zur Strasse, Blick rundum auf der Suche nach Hutangermerkmalen. Beinahe wären wir darüber gestolpert: schlanke, junge Bäume säumen die linke Strassenseite. In Verbindung mit der im Prospekt aufgedruckten Fläche sind wir sicher: hier ist "das Loh". Viel Wasser ist nicht sehen, ich vermute deshalb, dass mit dem "Loh" nicht eine Gerberei gemeint ist, sondern eher ein Eichenwald, der die Rinde für das Gerben der Tierhäute lieferte. Wie auch immer: der Hutanger ist gerettet!
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Seitlich links nach unten scrollen, auf Hutanger "Beerbacher Loh" klicken
Verfasst von Alice Niklaus am 07. Dezember 10 um 20:17 in Baumwelten, Hutanger, Regionalbewegung | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Aus dem Hutangerprospekt der Stadt Lauf entnehme ich, dass der Dornespan ca. 0,6 ha gross ist, 2009 entbuscht wurde und als Nutzungsziel die Beweidung angestrebt wird. Das Weideland, das früher von Neunhofer und Beerbacher Bauern gemeinsam genutzt wurde, war damals mit wenigen Bäumen bestockt. Das ist heute anders!
Für meine Suche griff ich auf das 4 x 3 cm kleine Foto im Flyer zurück und wanderte an einem der letzten sonnigen und warmen Novembertagen zur Egidien-Kirche, die etwas unterhalb des Dorfs Beerbach liegt. Rundum
gibts es ein Pfarrhaus, ein Gemeindehaus und einen Friedhof. Der Dornespan liegt überwiegend am Hang gegenüber. Ein Wanderweg befindet sich gleich neben der Kirche und führt mich zuerst steil zum Angerbach hinunter und über eine
Brücke zum anderen Ufer. Nach kurzem Anstieg weist eine Tafel zur Nikolaus-Quelle. Die Beinahe-Namensgleichheit verpflichtet und ich bereue den Abstecher nicht! Das Wasser der Quelle wurde 1660 gefasst und leuchtet
blau aus dem gefallenen Laub. Hier kommt die Entbuschung besonders gut zum Tragen. Neben der als heilkräftig verehrten Quelle stand einst eine dem Hl. Nikolaus geweihte Kapelle. Schön ist es hier! Weiter auf dem Wanderweg. Ein Blick zurück auf die Egidienkirche am anderen Ufer. Dass hier einmal Angergebiet war, bestätigen die alten Eichenbäume.
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Verfasst von Alice Niklaus am 29. November 10 um 20:34 in Baumwelten, Hutanger, Regionalbewegung | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (1)
von Alice Niklaus
Kürzlich war ich wieder einmal zu Besuch im "Grünen Zentrum" in Henfenfeld. Seit April 2007 sind hier untergebracht (nach dem ABC) die Forstbetriebsgemeinschaft, der Maschinenring und das Naturschutzzentrum Wengleinpark. Ich wollte wissen, was es an Neugedrucktem so gibt und fand einen sympathisch aufgemachten Prospekt mit dem Titel "Hutanger, Natur in Lauf". Den nahm ich gleich mit, denn Hutanger sind meine Leidenschaft. Da ich die mir bekannten Hutanger der Hersbrucker Alb schon alle aufgesucht habe, befinde ich mich momentan in einem Hutanger-Vakuum und notiere mit grosser Freude, dass es bei und im Umkreis von Lauf acht Hutanger gibt! Über zwei davon - Brandanger und Weiberslohanger bei Weigenhofen - habe ich allerdings schon vor Jahren gebloggt, aber es bleiben ja noch sechs, die mir bestimmt den Winter verschönern werden.
Die "Beerbacher Loh" und der "Dorn-Espan" werden demnächst im diesem Blog erscheinen.
Hier gehts zum Blogeintrag "Grünes Zentrum in Henfenfeld wird eröffnet"
Verfasst von Alice Niklaus am 25. November 10 um 19:14 in Baumwelten, Hutanger, Regionalbewegung | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (1)
von Alice Niklaus
Der Haaganger zwischen Kirchensittenbach und Dietershofen erstrahlt noch in sattem Grün, am Weg nach Morsbrunn plätschern Bächlein, verschwinden in Rohrleitungen und füllen die im Umfeld zahlreichen Weiher.
Der Zwillingsanger gleich daneben heisst Dietershofeneranger und hat sich seit dem ersten Blogeintrag im Februr 2008 überhaupt nicht verändert. Damals war es klirrekalt, heute - mitte Oktober -
scheint die Sonne und wärmt den Boden, so dass sich sogar Admirale wohl fühlen. Hier sammeln sie sich gleich im Pulk. In unserem Garten fliegt momentan nur einer. Bald wird er sterben, seine Flügel sind schon defekt.
Bei der nächsten Begegnung lasse ich mich wie immer, wenn ich eine Schafherde sehe, einlullen von Ruhe, Frieden und dem Gefühl, dass die Zeit still steht. Herbst und Lämmer heisst aber auch, Lust auf Lammfleisch, welch ein Dilemma!
Auf dem Weg nach Morsbrunn kommen drei Pferde neugierig auf uns zu. Ein weisses, ein schwarzes und ein braunes. Ihr Interesse verfliegt aber bald, wir haben nichts zu bieten, ausser unsere Freude, und diese ist nicht essbar.
Hier gehts zum Blogeintrag vom Februar 2008
Hier gehts zum Naturschutzzentrum Wengleinpark/Hutanger
Verfasst von Alice Niklaus am 21. Oktober 10 um 19:27 in Baumwelten, Hutanger | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Am 8. März 2009 stand der Anger steif in Eis und Schnee, dieser Tage empfing er mich im Glanz und der Wärme der September-Sonne. Die Kurzwanderung beginnt bei Steinensittenbach.
Auf die Höhe hinauf nach Frohnhof.Wunderschön gelegen inmitten grünen Wiesen, Weiden mit zufriedenen Kühen, beschützt von der Burg Hohenstein. Gemütliches Wandern, Sonntagsruhe, Gruss an einen stillen Bauern auf einer Bank im Schatten. Erkunden der Osternoher Höhe, zurück zum Weg nach Entmersberg.
Vor dem Dorf den Feldweg wählen, der links ab zum Hutanger führt. Es liegen Welten zwischen den Gefühlen, die der herbstliche und der winterliche Hutanger auslösen. Ein interessantes Gelände, recht steil , vielfältiger Baum- und Buschbestand, gepflegt, momentan nicht beweidet. An den Anger
anschliessend steht ein Obstgarten mit alten Hochstammbäumen, vor allem Kirschen. Auf unbekannten Wegen auf und ab fand ich zurück nach Steinensittenbach im schönen Sittenbachtal.
Hier geht's zum Hutangerprojekt.
Zum ersten Blogeintrag über den Entmersberger Anger auf TrackBack klicken.
Verfasst von Alice Niklaus am 17. September 10 um 18:21 in Baumwelten, Hutanger | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (1)
von Alice Niklaus
Vernetzung ist ein wichtiger Begriff im Umfeld von Gleichgesinnten! In diesem Sinne nahmen vergangenen Samstag fünzig Menschen an einer Fahrt zur "Rhöner Apfelinitiative" in Hausen teil. Organisator war Ottmar Fischer von der "Streuobst Initiative Herbrucker Alb e.V."
Auf der Anfahrt besichtigen wir die Kirchenburg in der unterfränkischen Stadt Ostheim vor der Rhön. Seit meinem ersten Besuch vor einigen Jahren hat sich vieles verändert. Die damalige Halbruine verwandelte sich in eine beeindruckende Anlage. Wie es dazu kam vermittelte uns ein engagierter Führer.
Hausen, Modellgemeinde im Biosphärenreservat Rhön, das nächste und wichtigste Ziel des Tages, erwartete uns gleich mit einer Idylle, viel Sonne und Wolkentürmen. Das Dorf ist für seinen gut erhaltenen Streuobstgürtel und einer
langen Obstbautradition bekannt. Der Mitinitiator der "Rhöner Apfelinitiative", Adam Zehntgraf, führte uns durch den Hausener Streuobstlehrpfad und den Sortengarten. 1,8 km lang ist der Pfad, unzählige Apfelbäume werden hier
vorgestellt. Apfelträume: beim Apfelwirt einkehren, Apfel-Ferien planen, Apfelmärkte besuchen, spazieren vorbei an Bauerngärten, Schafen, Hecken vorbei, ab und an in einen Apfel beissen, die schönen Wiesen geniessen, dem
achtjährigen Jonas beim Mähen des Grasgürtels zwischen Zaun und Strasse zuschauen, mit ihm plaudern, welch ein Tag! Und ausserdem begegnete ich hier sogar dem "Berner Rosenapfel" aus meiner Heimat. Bevor wir zur
Verkostung im Rathaus übergingen, interessierten wir uns noch für die Vermarktung. Denn Bio-Äpfel rufen nach einer umweltverträglichen Verarbeitung. Und diese ist im Biosphärenreservat gewährleistet.
Nach dem Mittagessen auf der Rother Kuppe wartete das Schwarze Moor geduldig auf uns. Seit seiner Entstehung sind 12'000 Jahre vergangen. Somit ist unsere durch "besondere Umstände" eingetretene Verspätung kaum ein
Wimpernschlag für das stille Gelände. Michael, unser Führer, trifft auf eine aufmerksame Gruppe, seine Begeisterung am Moor ist ansteckend, sein Wissen gross. Vorerst wanderten wir durch die Randzone aus Fichtenwald
und Niedermoor. Dann trafen wir auf das Hochmoor, das "Hoch" hat nichts zu tun mit Höhe ü.M., sondern mit einer kuppelförmigen Wölbung. Das Hochmoor hat keinen Kontakt zum mineralischen Untergrund, ist deshalb
nährstoffarm und bezieht seine Nährstoffe hauptsächlich aus dem Regenwasser. Durch den Stickstoffmangel hat dieser Sonnentau die Fähigkeit erworben, kleine Insekten zu fangen und deren Nährstoffe
aufzunehmen. Auch die Moosbeere haben wir gefunden. Lupe mitnehmen! Fasziniert hat mich dieses Moorauge. Michael bestätigte die Besonderheit eines Kolks im Hochmoor, hier insbesondere an dessen Rand.
Als Tagesabschluss folgte ein Besuch in der Schaukelterei Krenzer und Apfelweinprobe mit Brotzeit in Ehrenberg-Seiferts. Ruhige Rückfahrt!
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Verfasst von Alice Niklaus am 08. September 10 um 19:14 in Baumwelten, Hutanger, Streuobstinitiative | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
von Alice Niklaus
Des Sommers letzte Abende sind angekommen. Einen davon will ich im Hutanger Klingenhof verbringen. Auf dem Weg dahin komme ich an den Weilern Kucha, Püscheldorf, Ittelshofen vorbei. Ein Abend voller Wärme und sanfter Farben.
Die riesige Eiche steht am Angereingang. Ich bräuchte 4 x meine zwei Arme, um den Stamm umfassen zu können. Kinder suchen im Gras - wonach? Überraschung: Ein grosser Teil des Angers ist eingezäunt, also sind Tiere
auf der Wiese. Schon kommt die erste Kuh auf mich zu. Ich freue mich darüber und auch über die Rückführung des ehemaligen Hutangers zur beweideten Wiese. Die Begrüssung ist freundlich, aber kurz. Fressen ist
wichtiger und so höre ich wieder einmal das unvergleichbare Geräusch vom Reissen des Grases und kauen, reissen und kauen, reissen und kauen, das sich gleich noch verstärkt durch die Ankunft des Stiers. Der hat nur
einen kurzen Blick für mich übrig, dann folgt wieder reissen und kauen.... Zur Herde gehören auch noch ein paar Kälber, somit ist die Nachfolge gesichert. Disteln und Dornengewächse bleiben stehen, das Gras wird
niedrig gehalten. Stehen bleiben glücklicherweise auch die vollkommenen Parasolpilze, die zwischen Disteln und Brombeerstauden wachsen.
Zum ersten Blogeintrag über den Hutanger Klingenhof vom 15. November 2008 auf TrackBack klicken.
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Verfasst von Alice Niklaus am 24. August 10 um 19:17 in Baumwelten, Hutanger | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (1)
von Alice Niklaus
Samstag wars als ich zum zweiten Seminar in den Obstsortengarten Hersbruck pilgerte. Der Blogeintrag zum ersten Kurs ist über "TrackBack" am Ende dieses Artikels erreichbar. Die Themen sind "Sommerschnitt und Baumgesundheit", das Seminar leitet Josef Weimer aus Schaafheim im Odenwald, Initiator ist Ottmar Fischer von der Streuobst Initiative Hersbruck. Wer Obstbäume pflanzt muss sich um die Voraussetzungen zum guten Gedeihen kümmern. Das Klima, die Lage und die Bodenbeschaffenheit entscheidet über die Wahl.
Da schau ich mir doch mal die Umgebung an. Es hat in der Nacht geregnet, das Spinnennetz ist ein Kunstwerk! Gras und Boden sind sehr nass, das Wasser bleibt stehen. Das heisst dann wohl für die Obstbaumwahl: Apfel oder Kirsche? Welche Sorte?
Darüber muss ich mir keine Gedanken machen, mein Patenapfelbäumchen gedeiht. Es wird bestens betreut. Der moderate Läusebefall hält sich in Grenzen. - Von hier sieht das Hersbrucker Land aus wie auf einer Breitleinwand. Ich komme an einer Brombeerhecke vorbei, wie ich sie kaum wo sah. Und Beeren hängen dran, sagenhaft! Die Bienen aus den nahen Bienenstöcken haben die Blüten eifrig besucht.
Wie ich zurückkomme ist die Gruppe dabei, nach eingehender Beratung den Ast zu benennen, der abgesägt werden muss, die Gründe zu warum und wozu werden nochmals aufgezählt und gutgeheissen.
Zu den herabgefallenen Birnen gibts den weisen Rat, sie gründlich am Boden zu zertreten und liegenzulassen. So werden sie von Wespen und anderen Tierchen besucht und geben wenig Fäulnis ab. Ich habe Lust, diesen Rat zu befolgen, mal sehen.....
Bei diesem Eingriff hier braucht es zwei Männer, um mit dem Stock die gewünschte Spreizung von zwei Ästen zu erreichen. Nicht ganz einfach!
Der Samstag ist vorbei, der Sonntag ist dem Wort gewidmet. Die Erfahrung der Anwesenden ist ein Thema, guter Rat gefragt. Die ruhige Art des Referenten erklärt und löst Enttäuschungen auf. Klima - Lage - Boden - Baum: die Zusammenhänge und Voraussetzungen werden nochmals vertieft.
Das ist die Gelegenheit für mich, nochmals den Obstsortengarten zu erkunden. Mir wurde von einem uralten Kirschpflaumenbaum berichtet. Ich finde ihn in einer Wildnis beim Wald. "Die Kirschen in Nachbars
Garten, die waren so süss und so rot". Rot sind sie schon, diese Kirschpflaumen, aber süss? Da labe ich mich doch lieber an Kaffee und Kuchen, zubereitet und gebacken von Elisabeth. Die Äpfel im Apfelkuchen sind allerdings
aus Nachbars Garten, geschenkt sagt Elisabeth! Ausserdem ist in Nachbars Garten ein Wunder geschehen. Ein am Boden liegendes Stück Weidenstamm hat gewurzelt und treibt aus zur Freude der Besitzer.
Es gibt Menschen, die können zaubern, Josef Weimer gehört dazu!
Hier gehts zur Streuobstwiesen Initiative Hersbruck
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Klick auf TrackBacks führt zu früher erschienenen Blogeinträgen zum Thema.
Verfasst von Alice Niklaus am 11. August 10 um 09:45 in Baumwelten, Hutanger, Streuobstinitiative, Veranstaltungen | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (3)
von Alice Niklaus
Ein Jahr nach meinem ersten Bericht über den Wengleinpark gabs letzthin ein Wiedersehen. Im damaligen Blogeintrag stand allerdings der Schlossanger Eschenbach und die Holzplastik "Ödlandschrecke" als Teil des Wengleinparks im Mittelpunkt. Heute geht es um das Naturschutzgebiet als Ganzes.
Bei der ersten Schautafel beim Heroldturm steige ich in den Naturpark ein. Der Hutanger ist nun eingezäunt und wird beweidet. Ich erinnere mich noch an den Aufruhr rund um die ersten Baumfällaktionen. Die Ödlandschrecke lasse ich oben am Hang stehen und wähle den Salamanderweg. Wäre doch schön, einem Feuersalamander zu begegnen! Ich finde den Weiher, drin schwimmen kleine, dunkle Salamander. Hoffnungsvoll.
Aufstieg: ich wähle den Weg nach rechts, der stellte sich dann als der falsche heraus. Das bin ich inzwischen gewohnt, also quer durch den Wald immer schön in Richtung Himmel, vorbei an Felsen, Koppe Sattelboden steht auf einer uralten Tafel.
Es findet sich ein Weg. Auf dem Acker daneben strahlen Roggen, Schafgarbe, Wegwarte, Mohn um die Wette. Und es riecht so gut nach warmem Getreide. Ich freue mich auf das nächste Roggenbrötchen am Sonntagmorgen.
Im nahen Wald bezirzt mich ein hölzernes freundliches Monster. Nein, jetzt nicht! Mein Ziel ist heute der Wengleinpark, den ich unterwegs irgendwo verloren habe. Ich bin nämlich auf der Suchen nach einer lebendigen Ödlandschrecke.
Auf der ungemähten Magerwiese nahe des Mausoleums - auch das gibts im Park! - bleibe ich längere Zeit stehen und warte. Ein Schachbrettfalter ist so nett und setzt sich vor mir auf eine Nektarquelle am Boden. So macht das Fotografieren keine Probleme.
Und dann bewegt sich etwas im grünen Gras. Das ist doch ein Heugumper (gumpen = Schweizer Mundart = springen). Er ist so still und klein, dass ich ihn schon verloren glaubte. Er ist aber noch da!
Aber leider für mich und gut für die kleine Heuschrecke ist sie grün, grüner geht nicht mehr, also wohl keine Ödlandschrecke, die grau oder braun ist. Dieser Heugumper ist seiner Umgebung ganz und gar angepasst und heisst wohl anders. Macht nichts, ich bin auch so zufrieden.
Nun wandere ich zügig abwärts an solch illustren Plätzen wie Befreiungshalle, Malerwinkel und Mausoleum vorbei und rund um das rechts des Tals liegende Hutangergebiet. Beinahe beim Ausgangspunkt angelangt entdecke ich im sommerlichen Dunkel der Baumkronen einen Platz zum Sitzen und Verweilen, ganz auf Nachhaltigkeit eingestellt: Tisch, Bank und Hocker aus Vollholz. Ich würde gerne mal mit herwig hier ein kühles Bier trinken!
Wege und Gebäude im Park stehen unter Denkmalschutz.
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Zum früheren Bericht über den Schlossanger im Wengleinpark: TrackBack anklicken!
Verfasst von Alice Niklaus am 01. August 10 um 18:13 in Baumwelten, Hutanger | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (1)

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