Kategorie-Archiv: Die Küche zum Kochen

Coq au Vin im Druckdampfgarer

 

Einen schmackhaften Coq au Vin kann man leicht und schnell auch auf dem Tepan Yaki und im Druckdampfgarer zubereiten.

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An Zutaten habe ich verwendet:

  • ein frisches Hähnchen, besser wäre noch eine Poularde oder ein Hahn
  • durchwachsenen Räucherbauch
  • Zwiebel, Möhre, Knoblauch
  • Lorbeerblätter und ein Kräutersträußchen (Thymian, Majoran, Petersilie, Liebstöckel, ….
  • Tomatenmark
  • eine Flasche trockenen Rotwein
  • frische braune Champignons
  • Pfeffer aus der Mühle, Salz

Und so geht’s – Step by Step:

Das Hähnchen gut waschen, trockentupfen, mit der Geflügelschere am Rückgrat und an der Brust teilen und in acht Teile zerlegen. Ich lasse die Haut dran.

Den Bauchspeck würfeln und auf dem Tepan mit etwas Butterschmalz oder Öl anbraten.

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Den Bauchspeck in den großen Garbehälter geben. Die Hähnchenteile salzen und im Bratfett rundrum goldgelb anbraten,

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und zum Bauchspeck in den Garbehälter geben.

Jetzt die gewürfelte Möhre anbraten

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und in den Garbehälter geben. Den geschälten Knoblauch andrücken, mit den gewürfelten Zwiebeln anschwitzen

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und mit Rotwein ablöschen. Dabei den Bratensatz aufnehmen.

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Alles in den Garbehälter geben und mit dem Rest Rotwein auffüllen. Die Hähnchenteile sollen vollständig mit Rotwein bedeckt sein. Mit Pfeffer und Salz würzen.

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Jetzt kommen noch das Tomatenmark, die Lorbeerblätter und das Kräutersträußchen hinzu. Ich habe auch noch etwas geschnittene Petersilie dazu gegeben.

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Alles nochmal durchmischen und im Druckdampfgarer bei 120 Grad ca. 30 Minuten garen.

Während der Garzeit die frischen Champignons putzen und in Scheiben schneiden.

Nach der Garzeit die Pilze dazugeben,

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durchmischen und nochmal 5 Minuten bei 120 Grad im Druckdampfgarer garen. Vor dem Anrichten das Kräutersträußchen entfernen.

Fertig.

Ich serviere den Coq au Vin gerne in vorgewärmten großen Pastatellern, garniert mit etwas Petersilie. Dazu passt Baguette.

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Man kann den Coq au Vin auch sehr gut mit Weißwein – bevorzugt einem trockenen Riesling – anstelle dem Rotwein  zubereiten. Dann aber das Tomatenmark weglassen.

Viel Spaß beim Nachkochen und gutes Gelingen.

Einfach Kochen Nr. 6: Apfelküchle beim Dorf-Flohmarkt in Unterkrumbach – mit Rezept

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Weil Firmen bei Flohmärkten ja nicht mitmachen dürfen – wie macht man das nochmal  mit der Mehrwertsteuer? – wir aber über unser Blog und den Newsletter trotzdem Werbung für unser liebenswertes Dorf Unterkrumbach machen wollten, luden wir am 3. Oktober 2017 zu Apfelküchle mit Kaffee, oder Schaumwein oder POM 200 ein. POM 200 ist die neue köstliche Apfelschorle mit Bergamotte von der Streuobstinitiative.  Irgendwie entschieden sich dann aber doch alle für Frankensecco von Manfred Rothe  oder Schorle, statt Kaffee. Macht ja nix, war ein lustiger Tag mit vielen netten Besuchern in jedem Alter.

Zwischendrin haben wir zusätzlich zu den Apfelküchlein auch mal richtig gekocht, Kartoffeln und Karotten von der Solidarischen Landwirtschaft in 2 Minuten im Druckdampfgarer, Spiegeleier am Tepan Yaki und sogar Sous Vide gegarte Kotteletts vom Schwabhof kurz noch am Tepan angebraten. Manche Unterkrumbacher waren seit unserem Zuzug vor genau 20 Jahren das erste Mal in unserer Ausstellung – obwohl wir mindestens zwei Mal in jedem Jahr zum Tag der offenen Tür einladen – und hoffentlich kommen sie in Zukunft ja öfter. Zum Beispiel am Tag des Schreiners vom 10. bis 12. November.

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Schon zwei Stunden vor Beginn des Flohmarkts kamen die zwielichtige Händlerprofis, die sich wertvolle Dinge zu Spottpreisen von Hinterwäldern erhofften. Aber die hatten ja keine Ahnung, dass „Zgrumba“ die eigentliche Metropole in Mittelfranken ist, in der man weiß, was eine richtige Milchkanne noch wert ist. Ha, die haben sie voll abblitzen lassen, von meinem Pförtnerschreibtisch konnte ich sie in ihren VW-Bussen am Heimweg noch diskutieren sehen.

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In der fast leeren Mittagspause besuchten uns Mona und Lisa, zwei junge Damen aus der Nachbarschaft, die ich schon als Baby kannte, zu Jugendzentrumszeiten versuchten wir einst Dinge in die richtige Richtung zu bewegen und  auch jetzt schmiedeten wir multimediale Pläne für die Zukunft.

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Gäste aus Auerbach kamen aber auch mit ganz konkreten Möbelwünschen  und so setzte man sich einfach hin und entwirft gemeinsam schnell mal eine Schlafzimmer. Neue Gäste setzen sich dazu und finden Bleistift statt Computer spannend, und schneller und überzeugender ist er auch noch.SchalfziHoffmannEntwurfWEB

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Stolze Gockel am Tag der Küche aus Massivholz 2017

Im Zeichen des stolzen Gockels

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Unser Kochworkshop am Tag der Küche (in der Rotweinküche und der Rüsterküche in unserer Ausstellung) stand ganz im Zeichen der  stolzen Gockels aus dem Gockelprojekt von Peter Schubert. Knapp zwanzig kochbegeisterte Menschen trafen sich schon um 10:30 Uhr, um Küchen und Geräte zu testen, gemeinsam zu kochen und die Hintergründe der verwendeten Lebensmittel zu ergründen.

Peters Demeter-Hähne werden nach dem Schlüpfen nicht zu Tierfutter verarbeitet, sondern dürfen erstmal zusammen mit den Schwestern aufwachsen, bis sie in die Männer-WG mit Wintergarten ziehen, und dort reichlich Auslauf und Biomahlzeiten genießen. Natürlich haben wir Peter auf seinem Hof in Unterrüsselbach (was einen ähnlich metropolen Klang hat wie Unterkrumbach, aber grob zwischen Eckental und Gräfenberg liegt) besucht. Erstens, weil wir noch Hähne zum Üben brauchten und zweitens, weil wir unseren Kunden nur Tiere aus verantwortungsvoller Haltung anbieten wollen. Und so ist es auch.

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Das fachgerechte Zerlegen konnten die Gäste auch selbst üben

So durften wir mit seinen Bresse-Hähnen kochen, braten und grillen und auch seine Nudeln und Eier genießen. In seinem Olineshop kann es nur versandtaugliche Lebensmittel geben, weshalb wir unbedingt den Besuch im Hofladen empfehlen, am besten vorher anrufen und sich einen Hahn reservieren lassen (immer am Mittwoch werden sie verkaufsfertig hergerichtet).

Streuobstinitiative Hersbrucker Alb mit köstlicher Apfelschorle mit Bergamotte

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Just in Time lieferte Renato Pasalic noch die POM200, die wir im Schockfroster gleich herunterkühlten, denn kalt ist die Apfelschorle mit Bergamotte noch besser

Kurz vorher brachte Renato Pasalic von der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb die letzten verfügbaren Flaschen der köstlichen Apfelschorle Pom 200 mit Bergamotte vorbei, so dass die Teilnehmer als Alternative zum Premium-Sekt von der Henne ein wirklich außergewöhnlich köstliches alkoholfreies Getränk genießen konnten, das gleichzeitig unsere Landschaft und die über 200  Apfelsorten erhält. Im Deutschlandfunk ist die ganz tolle Geschichte hier nachzulesen.  Beide Getränke kann man bei uns auch kaufen.

Solidarische Erntegemeinschaft Vorderhaslach

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Frank Durta erklärt die Erntegemeinschaft Vorderhaslach oder SoLaWi

Auch zum Thema Gemüse stellten wir unseren spannenden Partner vor:  die SoLaWi Vorderhaslach (Solidarische Landwirtschaft oder Erntegemeinschaft) bringt uns das Gemüse in Demeterqualität, das jeden Geschmackstest gewinnen würde. Die Workshopteilnehmer erfuhren vom Mitglied Frank Durta, der auf dem Weg zur Kartoffelernte noch die Prospekte bei uns reinlangte, wie das gesamte Projekt der Solidarischen Erntegemeinschaft Vorderhaslach aufgebaut ist. Die Idee kam sehr gut an, auch wenn die meisten leider so weit entfernt wohnten, dass sie deren verlockendes Angebot des solidarischen Gemüseanbaus wohl nicht annehmen können.  Das Team um Uwe Neukamm – einem der Pioniere der Biobauern in Deutschland – hat auf jeden Fall wieder gezeigt, wohin sich intelligente Weiterentwicklungen der klassischen Landwirtschaft hinbewegen werden, wir alle waren begeistert.

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Tag der Küche aus Massivholz am Samstag mit stolzem Gockel

PRESSEMELDUNG

Die Qualität einer Küche und deren Planung erkennt man erst beim Kochen, weshalb die Möbelmacher am Tag der Küche ab 10 Uhr  zusammen mit Kunden und spontanen Gästen zum Beispiel Hähne aus dem Gockelprojekt  des Geflügelhofs Schubert zubereiten, aber natürlich auch viel Gemüse der Solidarischen Erntegemeinschaft Vorderhaslach.

Endlich kann man die neuesten Geräte bis hin zum Schockfroster selbst ausprobieren, sich von erfahrenen Köchen Tipps geben lassen, oder einfach nur zuschauen und essen. So wird die Brust vakuumiert, im Wasserbad bei 60 Grad Sous Vide gegart und danach am Tepan Yaki kurz angebraten. Der Rest wird wohl im Backofen gegrillt oder in nur 35 Minuten zum Coq au Vin im Druckdampfgarer verarbeitet, sofern die Gäste keine besseren Ideen mitbringen, denn sie entscheiden selbst, was und wie zubereitet wird.

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Während die einen begeistert kochen, können sich die anderen die moderne Küchenfertigung in der Werkstatt, oder die Polstermöbel und Matratzen in der Ausstellung anschauen. Von 10 bis 16 Uhr werden die Massivholzküchen der Möbelmacher beweisen, dass nur   sie solche Kochaktionen unbeschadet überstehen: sie sind ein funktionales Werkzeug aus dem Holz der Hersbrucker Alb, das dank Einzelanfertigung liebevoll für die Vorlieben der Kunden entworfen wird.

Alle Infos und Videoeinladung unter www.die-moebelmacher.de
Einladung im Nachhaltigkeitsblog
Das Rezept des Coq au Vin im Druckdampfgarer

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Tag der Küche aus Massivholz mit Bresse-Hahn und anderen stolzen Gockeln vom Geflügelhof Schubert

TagderKüche17BannerStartseiteNeuhochauflösendHier ist die ausführliche Einladung zum Tag der Küche aus Massivholz am 30. September 2017 von 10 bis 17 Uhr mit vielen Bild und Videobeiträgen, die zeigen, wie wohl sich unsere Gäste in den letzten Jahren fühlten (hier der ausführliche Bericht von 2016). 00000 (18).MTS.Standbild006

Viele haben engagiert gekocht, aber wir hatten auch Spezialisten fürs Essen und Relaxen.

Die neigen dazu Köchinnen und Köche auf das Höchste zu loben und übernehmen damit auch eine wichtige Rolle für die Atmosphäre. Und manche kochten erst und relaxten danach, jeder, wie es ihm Freude macht.

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Wir hatten Gäste, die nur mal auf eine Stunde reinschauten und welche, die vom Frühsekt bis zum Abspülen am Abend da waren: alle Besuchertypen sind auch in diesem Jahr herzlich willkommen, wo trotz des  Hutanggerrinds und des schwabhofschen Weideschweins der Focus auf den Hähnen liegt, die ein tolles Leben hatten.

Auf jeden Fall ist es für uns hilfreich, wenn wir wissen, wer aktiv mitkochen möchte und um 10:30 schon da ist, denn da besprechen wir , was wir machen werden und wie.

Das Gockelprojekt und die Bressehähne

Das Thema Tierhaltung ist schwierig! Wir haben volles Verständnis für Vegetarier (auch in der eigenen Familie und in unserer Firma gibt es welche), aber wir unterstützen aktiv die Projekte unserer Direktvermarkter von Heimat auf´m Teller und Demeter- und Biobetrieben, die in unserer Region verantwortungsvoll  wirtschaften und damit einen wertvollen Beitrag zur Lebens- aber auch zur Landschaftsqualität in der Hersbrucker Alb leisten.

Zitat aus der TAZ über die konventionelle Haltung:

Die brutale Praxis in Geflügelmastbetrieben sieht so aus: Die Brüder von Legehennen werden direkt nach dem Schlüpfen aussortiert, weil sie naturgemäß keine Eier legen und es aufgrund ihrer Genetik nicht wie ihre Kollegen im Mastbetrieb auf satte 1,5 Kilogramm Gewicht in einem Monat schaffen. Jährlich werden allein in Deutschland so mehr als 40 Millionen männliche Eintagsküken vergast oder geschreddert und beispielsweise zu Tierfutter weiterverarbeitet. Auch die Biobranche arbeitet so.

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Peter Schubert lernten wir auf der Biofach kennen, wo er auf unserem Tepan Yaki Gockelwürste gebraten hat. Nachdem wir uns mit dem Thema Geflügel auseinandergesetzt, die Rassengeschichte mit der Doppelnutzung verstanden haben (die Mädels legen Eier, die Jungs liefern Fleisch) und Peters Hof besucht haben, kamen wir zu dem Schluss, dass wir neben dem Reh aus unseren Wäldern, dem Hutangerrind, Renate Bauers Lämmern und dem schwabhofschen Weideschwein auch die stolzen Gockel von Peter Schubert mit gutem Gewissen in unser kulinarisches Repertoire aufnehmen können.

Das Experimentieren mit Peters Geflügel

DSC08873Für die Hähne aus dem Gockelprojekt (dabei werden die männlichen Küken nach der Geburt nicht getötet, sondern dürfen mit ihren Schwestern behütet aufwachsen) musste jedes Rezept angepasst werden, denn deren Fleisch sah anders aus und war auch wesentlich fester. Als wir endlich alle Varianten vom Sous Vide Garen der Brust, bis zum Coq au Vin durchprobiert hatten, kamen Peters neue Bressehähne, die sich wieder wie ein normaler Hahn bis hin zum Grillen verarbeiten lassen.

DSC09045Bressehahn (1)Auch diese sind eine Rasse mit Doppelnutzen, die weiblichen Küken legen irgendwann Eier, die männlichen bekommen in diesem Projekt ein anständiges Leben, an dessen Ende deren Fleisch verwertet wird. Und die Bresse-Hähne lassen sich fast verarbeiten, wie „normale Hähnchen.“

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Am Tag der Küche vom Schnabel bis zum Schwanz und Ihre Ideen

kochworkshoptds16_-27Was wir am Tag der Küche neben allen anderen Kochaktionen mit viel Biogemüse (Sellerieschnitzel, Tomatennudeln, Pfannkuchen) und den Klassikern vom Schwein und Rind vor haben:

DSC09045Bressehahn (9)Die stolzen Gockel und Bressehähne werden wir fachgerecht zerlegen und mindestens die Brust mit ein wenig Orangenschale und Rosmarin Sous Vide garen, wobei der stolze Gockel und der Bressehahn deutlich unterschiedliche Garzeiten haben.

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DSC09045Bressehahn (24)Keule und Flügel könnten wir ganz klassisch im Backofen grillen und die von einem anderen Tier zu Coq au Vin mit Rotwein, oder das gleiche in hell mit Nolly Prat machen, je nach Geschmack unserer Gäste.  Und wir können auch Coq au Vin und Fond gleichzeitig machen, weil wir drei angeschlossene Druckdampfgarer am Gelände haben, die das Ganze in beim Bressehuhn in 30 Minuten bei 120 Grad erledigen, beim stolzen Gockel dauert es 45.

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DSC09045Bressehahn (28)Aus dem Gerippe machen wir im Druckdampfgarer Fond und die Haut der Bressehähne wird ebenfalls gegrillt und geknabbert. Die Haut der stolzen Gockel kann man nur ganz trocken grillen und dann gemörsert über die Gerichte streuen, was ausgesprochen köstlich ist.  Außer einer unsere Gäste hat noch bessere Ideen, dann probieren wir das einfach zusätzlich, wir haben ja ein paar Tiere zur Verfügung.

Was ist sonst noch los am Tag der Küche?

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OligoLeuchtenVivianne_0006 Kopie OligoLeuchtenVivianne_0030WEBIn unserer Werkstatt werden alle handwerklichen Dinge der Küchenfertigung, der Oberflächenpflege und das Einstellen von Bändern besprochen, und in unsere Ausstellung kann man natürlich auch unsere Sofas (Jori) und Matratzen (Pro Natura) testen, sich die Leuchten von Oligo anschauen.

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch egal wann und wie lange, bei den Mitköchen würden wir uns über eine Anmeldung freuen.

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Hier ist die Sonderseite Tag der Küche auf unserer Homepage.

Massivholzküche aus fränkischer Eiche und die zwei Tomaten

Das neueste Produkt unserer Videokamera während des Fototermins in Nürnberg entstand hinter der Bundesanstalt für Arbeit, wo unsere Kunden vor kurzem ihr neues Domizil bezogen. Deren Lob für unsere Mitarbeiter durften wir dabei verewigen und die beiden mussten richtig lachen, als sie an die ersten Gespräche im Freundeskreis zurückdachten.

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Mit dem Satz „Wir bekommen eine massive Eichenküche in unser Reihenhaus“ lösten sie damals eher betretenes Schweigen als euphorische Zustimmung aus. Dass jenes Reihenhaus supermodern, gut geschnitten und so überhaupt nicht spießig ist und dass eine Massivholzküche mit Arbeitsplatten aus Edelstahl und funktionaler Kochinsel kein bisschen rustikal sein muss,  hat sich erst im Laufe der ersten Besuche und dem Posten der Fotos derselben herumgesprochen.

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Rückblick

Im Jahr 2011 haben wir während des Fototermins bei Ulrike und Bernd Meier ob seines 5-Gängemenüs zum ersten Mal eine unbewegte Kamera laufen lassen. Denn die Gespräche beim Dokumentieren der Küche empfanden wir nicht nur für uns, sondern auch für alle an Küchen interessierte Menschen  spannend.

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Der leider immer weiter sinkenden Aufmerksamkeitsschwelle moderner Menschen folgend haben sich die daraus geschnittenen Videos von fast fünf (plus Langversion!) auf 2 Minuten reduziert, für die 60 Sekunden bei Instagram (hier kann man uns folgen) kürzen wir entweder nochmal, oder machen einen Zweiteiler daraus.

Die Zweitomatenküche

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Unsere Prophezeiungen, dass alle Gäste ständig an der Kochinsel sitzen werden, erfüllt sich im Moment – wir behaupten: mangels Gelegenheit dazu – noch nicht, aber wir sind zuversichtlich, dass der gelebte Minimalismus der Gastgeber irgendwann der Bequemlichkeit der Gäste weichen wird. Falls nicht, wäre ein Gegenbeispiel zu unserer Statistik des Nachkaufs von Tresenhockern ja auch mal kein Fehler, frei nach der Amazonstrategie:

„Kunden, die DAS nicht bestellt haben,
wollten auch DAS hier nicht haben.

Gemeinsam stellten wir auch fest, dass es kein Fehler ist, wenn eine Küche einen für Kochworkshopteilnehmer  bildlichen Namen wie Erdbeerküche, Mohnblumenküche, Laraslosftküche trägt, dass es aber auch gute Gründe für die sowohl optische, als auch verbale Zurückhaltung in küchenkommunikativen Zusammenhänge geben könnte und so haben wir uns auf keinen Küchennamen geeinigt, bis dann die zwei namensgebenden Tomaten auf der Kochinsel auftauchten. Zunächst mit einem unverzeihlichen Brotmesser, was wir aber stante pede  zum Kochmesser korrigierten.

360 Grad Ansichten

Seit März 2016 fotografieren wir zusätzlich zum Foto mit der digitalen Vollformatspiegelreflex auch mit der Kugelkamera Panono, die das Drehen und Zoomen in der 360 Grad Ansicht erlaubt. Denn immer wieder fiel uns auf, dass anhand  „normaler“ Fotos der Grundriss und die meist geniale Raumaufteilung gar nicht so leicht zu erkennen ist.

Hier sind übrigens alle 360 Grad Küchenfotos in der Galerie zusammengefasst.

 Massivholzküchen 2017 sind schon online

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Weil unsere Küchenkunden so hilfreich und unsere Massivholzküchen so schön sind, gibt es auf der Massivholzküchen2017-Seite auf unserer Homepage  jetzt schon einiges zu sehen.  Viele Vorzeigeküchen aus diesem Jahr fehlen noch, aber wir werden sie bald nachreichen.

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Küchenlinks

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Zeitsparende Lebensmittelorganisation am Beispiel Rehburger von der Küchenmaschine über den Schockfroster bis zum Sous Vide Garen

Das ist die Geschichte unserer ebenso zeitsparenden wie abfallvermeidenden Lebensmittelorganisation, die bei den Direktvermarktern beginnt und über Zerlegen, Vakuumieren, Schockfrosten, Garen im Thermalisierer oder Dampfgarer und Braten am Tepan Yaki im Magen unserer Kunden endet.

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Denn wenn wir mit unseren Kunden Küchen planen, manchmal auch bei anderen Planungsaufgaben, gibt es meist etwas zu essen. Erstens hat man nach 3 bis 4 Stunden gemeinsamen Planens immer Hunger, zweitens ist eine bekochte Küche schöner (und glaubwürdiger) und drittens kamen dabei schon bisher unausgesprochene Küchenwünsche zu Tage, deren Erfüllung uns nicht nur Freude macht, sondern wiederum unser ganzes Team ernährt.

Dabei ist für uns das Sous Vide Garen (Garen im Vakuum) in Kombination mit Gefriertruhe oder noch besser mit unserem neuen Schockfroster „Freddy“ superpraktisch, weil es die perfekte Organisation fertig vorbereiteter kleiner Fleischportionen ermöglicht. Die Herkunft und Geschichte des Tiers ist uns extrem wichtig, weshalb wir fast nur das Weideschwein vom Schwabhof, das Hutangerrind und das Reh unserer Wälder verarbeiten, aber zum Beispiel letzteres bekomme ich natürlich in der Wanne im ganzen – wenn auch bereits in die 9 Stücke plus Haxen zerlegt.

Meist liefert es unser wichtigster Holzlieferant, der Geschäftsführer der  Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land, der gleichzeitig auch Jäger ist und die Tiere aus Vorderhaslach und Umgebung zu uns bringt, je nachdem, wo er sie trifft.

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so wird das Reh angeliefert …

Zuerst werden die schönsten Stücke aus den Keulen und dem Rücken ausgelöst,  mit Fond, Wacholderbeeren, Kaffeebohnen und Lorberblatt vakuumiert und schockgefrostet und bei Bedarf direkt aus der Gefriertruhe in 90 Minuten bei 60 Grad im Wasserbad oder Dampfgarer zubereitet.

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fertig portioniert und gewürzt wandern die Beutel zuerst in den Schockfroster und dann in den Tieflühlschrank, wo sie bei minus 20 Grad auf Gäste warten

Was beim Zerlegen übrigbleibt, wird zusammen mit den Knochen im Druckdampfgarer bei 120 Grad mit Wurzelgemüse, Rotwein, Wacholderbeeren und Lorbeerblatt in 45 Minuten zu Fonds verarbeitet und eingefroren, aber alle größeren Abschnitte und den Bauch frieren wir extra ein, falls mal Würste, Burger oder andere Hackfleischgerichte passen würden.

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und so sieht das Reh nach dem Zerlegen ohne Rücken aus

Weil Reh wenig Fett hat, haben wir auch beim Portionieren der Weideschweinstücke vom Schwabhof fette Stücke gesammelt, um sie beim Wolfen dem Reh beimischen zu können.

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Links in der Wanne Weideschwein, rechts Reh, ganz links die abgewogene Gewürzmischung, denn Probieren und ein wenig Nachwürzen ist bei diesen Mengen nicht so einfach

In der Zwischenzeit haben sich einige solcher Beutel angesammelt, und als das neue Reh am Freitag ankam, musste in den Gefrierschränken Platz gemacht werden.  Es waren rund drei Kilo Reh und ein Kilo Schwein, die wir am Samstag sehr früh verarbeiteten. Übrigens ein weiterer Vorteil des Sous Vide Garens: es ist völlig egal wann man kocht, die Früchte der Arbeit, zwischen 10 und 15 fertige Beutel, stehen quasi als selbst gemachtes Conveniencegericht jederzeit abrufbereit zur Verfügung.

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Kleiner Trick am Rand: nach dem Wolfen alte Weggla oder altes Brot durch den Wolf jagen macht das Reinigen selbst Stunden später zum leichten Vergnügen

Diese Stücke wurden nach dem schonenden Auftauen im Schockfroster Freddy (ja, das kann der auch hervorragend und zwar so, dass keine problematische Auftauflüssigkeit entsteht) geschnitten und wie unsere Rehbratwürste, aber eigentlich als Fleischpflanzerl schon in der Wanne kräftig gewürzt. Denn im fertigen Hackfleisch wären die Gewürze nur noch schwer gleichmäßig  zu verteilen.  Die Fleischpflanzerl sollen nämlich auch ohne alles schmecken, während „richtige“ Burger ob der üppigen Beilagen und Saucen nur schwach bis gar nicht gewürzt würden.

Für vier Kilo Fleisch mischten wir:
– 64 gr Alpensalz
– 10 gr Pfeffer
– 4 gr Piment
– 2 gr Chili
– drei Teelöffel getrockneten Rosmarin

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Vier Kilo Fleisch in der Ankarsrum

Danach wird das Hackfleisch noch ein paar Minuten in der Ankarsrum Küchenmaschine mit dem Knethaken vermengt – die Schüssel schafft die vier Kilo Fleisch locker, unsere Kitchen Aid wäre damit heillos überfordert gewesen.

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Dank des Abschnitts vom Edelstahlmöbelfußes haben sie die Form von Mini-Rehburgern, aber sie wurden als Fleischpflanzerl fertig gewürzt

In einem entgrateten Rohrabschnitt aus Edelstahl formten wir mittels Löffel die Masse zu Burgern mit rund 50 gramm, was erstaunlicherweise nur 73 Pflanzerl ergab, man muss zwischendurch halt viel probieren.

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Dank des Tepan Yakis geht das Braten von 73 Burgern auf zweieinhalb mal

Weil wir an diesem Wochenende keine Gastesser hatten, wurden sie sofort nach dem Braten am Tepan Yaki  im Schockfroster „Freddy“ von Irinox bei minus 34 Grad in rund 2 Stunden auf minus 20 Grad heruntergekühlt (das dauert nach Herstellerangaben in der Gefriertruhe bis zu 10 mal so lange und die bei der Langsamkeit entstehenden großen Eiskristalle beschädigen die Zellstruktur des Fleisches).

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Der Schockfroster „Freddy“ von Irinox erhält Qualität und Geschmack des fertigen Flesichpflanzerls

Danach haben wir sie als Sixpack vakuumiert und in der Gefriertruhe geparkt.

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Bei 60 Grad  kann man sie im Beutel in 30 Minuten essfertig auftauen und erwärmen oder nochmal kurz anbraten. Wir konnten keinen Geschmacksunterschied zu den frischen Fleischpflanzern schmecken, besuchen Sie uns, dann können Sie sie selbst probieren.

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Im Thermalisierer von Komet kann man die tiefgefrorenen Burger bequem regenerieren

Kann also gut sein, dass unsere Gäste bei den kommenden Beratungsgesprächen Rehburger genießen können.  Das größte Kompliment, dass wir schon einige Male erhielten, war der Fleischgenuss von Vegetariern, die ob der glaubwürdigen Tiergeschichten bei uns eine Ausnahme machten und damit zum Flexitarier wurden.

Weil wir die skeptischen Blicke auf den bekochten Tepan Yaki kennen „Wie lange schrubbt man denn an dem Ding“ versichern wir mit dem Handyvideo, dass er wirklich in einer Minute wieder sauber ist und wer nochmal 20 Sekunden für die Behandlung mit Zitronensäure investiert, hat sogar die Eiweisflecken entfernt.

Mit dem Testen eines der ersten in Deutschland ausgelieferten  Schockfrosters sind wir noch ganz am Anfang, wer schon Erfahrungen oder Tabellen dafür hat, möge uns bitte informieren.

Die aktuellen Küchenlinks:

Die Ankarsrum Küchenmaschine, den Schockfroster Freddy, die Vakuumierer und Thermalisierer von Komet kann mal, wie alle anderen Küchengeräte, natürlich bei uns kaufen

Alle Artikel über das Sous Vide Garen

Alle Videos über die Massivholzküchen in der Youtube Playlist:
http://nhblog.de/yt_pl_kueche/

Die Videos über das Kochen in unseren Küchen (Kochveranstaltungen oder-Shows):
http://nhblog.de/yt_pl_kochen/

Unsere Kochsendungen mit Diana Burkel (Würzhaus) ist hier zu finden:

http://kocheinrichtung.de

Meine eigene Kochreihe heißt „Einfach Kochen:“
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/einfach-kochen

Und viele Artikel über unsere Art des Küchenbaus sind im Nachhaltigkeitsblog unter der Rubrik „Die Küche zum Kochen“:
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/die-kueche-zum-kochen

Die Küchenseite auf der Homepage haben wir aktualisiert:
http://www.die-moebelmacher.de/produkte/kueche.html

 

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„Immer teurer, aber selten genutzt“ – Widerspruch zur dpa Meldung von Uta Knapp in den Nürnberger Nachrichten

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Manchmal bedienen sich auch die Nürnberger Nachrichten bei der deutschen Presse Agentur, weil trotz immer leerer werdenden Redaktionszimmern, die Seiten  ja trotzdem voll werden müssen.
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Gemeinsames Genießen am Tepan Yaki

So fand wohl auch der seltsam überschriebene Artikel von Uta Knapp (von der deutschen Presse Agentur) über Küchen „Immer teurer, aber selten genutzt“ in die Nürnberger Nachrichten, den wir an einigen Stellen durchaus bestätigen können, an anderen aber heftig widersprechen. Denn unsere Küchenkunden kochen ebenso gerne wie gut und das auch noch oft.  Sie schreibt:

Verbraucher sollten indes auch bei hohen Nachlässen nicht blind zugreifen, sondern die Preise über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgen, rät Gabriele Bernhardt von der Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs: „Der Preiswettbewerb im Möbelhandel ist sehr hart. Wenn der Verbraucher anfängt, ein bisschen rumzuschauen, wird sich einiges bewegen.“
Nunja, bei Küchen von der Industrie, die von den Händlern nur weitergereicht werden, gibt es einen vernichtenden Preiskampf, weil der Kunde theoretisch von jedem Händler die gleiche Ware bekommen würde – aber nur, wenn alles fehlerfrei bestellt wird. Aber von wem ist der beste Entwurf, wer montiert zuverlässig und wer steht auch die nächsten Jahrzehnte zum  Service zur Verfügung?  Die mit „ein bisschen rumzuschauen“ vermeintlich verbraucherfreundliche beworbene Schnäppchenjagd kann einen einfachen Garantiefall durch Konkurs des ach so günstigen Händlers zur Katastrophe werden lassen, sie führt häufig zu völlig unvernünftigen Transportwegen daraus folgenden Serviceproblemen und der Verdrängungswettbewerb („wird sich einiges bewegen“), wird durch die beispiellose  Monopolisierung am Möbelmarkt das Angebot so weit zentralisieren, dass wir über den Einheitsbrei bald  jammern werden, wie über den Verlust der kleinen und guten  Metzgereien und Bäckereien.
„Für die Zubereitung eines gesunden Essens reiche dabei bereits eine ganz einfache Ausstattung: „Eine Küche für 30.000 Euro oder 100.000 Euro braucht kein Mensch.“
herwig_peter_norway87WEBDas ist nicht ganz falsch, aber vor allem nicht ganz richtig. Im Sommer 1990 schenkten uns zum Beispiel dankbare Norweger für den schönen Abend mit Gitarre, aber wohl noch mehr für den üppigen Alkohol tags darauf ein ganzes Zicklein, das wir auf sechs Campingkochern unseres wilden Campingplatzes mit böhmischen Knödeln und Sahnesoße für alle köstlich zubereiteten.
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Böhmische Knödel in einem von 6 gleichzeitig eingesetzten Campingkochern, um ein geschenktes Zicklein zum Festessen für alle zu machen – Norwegen 1991

Wir brauchten sicher keine Superküche zum gemeinsamen Kochen, wir hatten ja Zeit und Improvisationstalent und doch machen wir heute unsere Knödel mit weniger Aufwand im Dampfgarer, freuen uns über das schnelle Baggersbraten für alle auf dem Tepan Yaki und die ersten Kunden, die das Garen im Vakuum entdeckt haben, sind total begeistert: das Vakuumieren und Sous Vide Garen bietet die unproblematische Lebensmittelorganisation und ist die beste Kombination, wenn man bei unseren Direktvermarktern Hutangerrind, Weideschwein oder Reh einkauft.

Der Begriff „Brauchen“ ist in unserer Gesellschaft nicht mehr das Kriterium, es geht um köstliche und zeitsparende Zubereitung und Organisation, aber vor allem geht es um Lebensqualität oder einfach Freude am Zusammensein.
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Die wertvolle Küche – die bei uns durch Massivholz noch viel wertvoller wird als die Spanplattenvariante – wird in diesem Artikel als sinnlos erklärt, dabei kostet sie genauso viel wie ein Auto, von dem einen auch das billigste von A nach B bringt. Ein Auto wird bald ausgetauscht, unsere Küchen halten dagegen ein Leben lang und für viele unserer Küchenkunden ist das Auto ebenso egal, wie als Statussymbol unbrauchbar.
„Doch wird angesichts solch hoher Investitionen dann auch mehr selbst gekocht? Die Küchenbranche sieht einen Trend zu „genussvollem Kochen“. Es sei davon auszugehen, dass während der Woche etwas weniger, aber am Wochenende mehr gekocht werde, sagt Mangels.“
Warum eigentlich sind bei Männern Oldtimer und für Außenstehende andere  schwer nachvollziehbare Hobbys liebenswert, aber wenn sich Frauen eine funktionale und vor allem dank Kochinsel familienfreundliche Küche leisten, lästert Uta Knapp über das „Statussymbol.“ (Übrigens haben wir auch kochbegeisterte Männer als Kunden und viele Kinder lernen in unseren Massivholzküchen begeistert das Kochen)

Ich würde der sonst durchaus engagierten Journalistin gerne unsere Produktion zeigen und gemeinsam mit ihr und Freunden am Tepan Yaki im Dampfgarer und auf allen anderen Geräten in aller Ruhe kochen und dann genießen. Die berechtigte Kritik am Gebaren der Möbelhäuser wird das sicher nicht ausräumen, aber vielleicht kann ich um Verständnis für unsere Kunden werben, die ihr Geld ausgesprochen sinnvoll in die Lebensqualität der Familie investieren und die sich über diesem Artikel beschwert haben.


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Hier sind  unsere aktuellen Küchenlinks mitsamt den Videos:

Die ganze Holzgeschichte im Video in unserer Playlist.

Alle Videos über die Massivholzküchen in der Youtube Playlist:
http://nhblog.de/yt_pl_kueche/

Die Videos über das Kochen in unseren Küchen (Kochveranstaltungen oder-Shows):
http://nhblog.de/yt_pl_kochen/

Unsere Kochsendungen mit Diana Burkel (Würzhaus) ist hier zu finden: http://kocheinrichtung.de

Unsere eigene Kochreihe heißt „Einfach Kochen:“
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/einfach-kochen

Und viele Artikel über unsere Art des Küchenbaus sind im Nachhaltigkeitsblog unter der Rubrik „Die Küche zum Kochen“:
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/die-kueche-zum-kochen

Die Küchenseite auf der Homepage :
http://www.die-moebelmacher.de/produkte/kueche.html

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Im Roman „Der große Glander“ von Stevan Paul geht es um Genuß und den Zusammenhang zwischen Handwerk, Kunst und Kochen

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Stevan Paul bei der Lesung an der Bindergass Theke

Wir durften den sympathischen Kochbuchautor Stevan Paul vor ein paar Tagen bei einer Lesung in der Nürnberger Bindergass Theke kennen lernen.  Da wir selbst seit 25 Jahren Lesungen veranstalten, waren wir sehr gespannt, wie Stevan mit dem vielgängigen und erklärungsreichen Auftritt des Küchen-Teams vom „Sosein“  zurecht kommen wird, aber er hat das bravourös gemeistert. Er nahm seinen Part so weit zurück, dass die Gäste das Buch noch gut erleben, die Kochstories genießen konnten und zeitlich nicht überfordert wurden.

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Stevan Paul mit dem Team vom „Sosein“

Gestern Nacht habe ich dann das Buch „Der große Glander“  sehr angetan ausgelesen, weil – wie bei der Lesung schon erahnt – eine gewisse Verwandtschaft im Geiste spürbar ist. Denn er wirbt mit seinem spannenden und kurzweiligen Roman über einen erfolgreichen und untergetauchten Eat-Art Künstler eigentlich für den Genuss an sich und sucht nach den Zusammenhängen zwischen Handwerk,  Kunst und Kochen, was ja auch uns Möbelmacher nicht nur bei der eigenen Handwerks-Arbeit umtreibt.  Auch bei den Veranstaltungen während der Werkstatt-Tage (23. bis 25. Juni 2017) oder den Kochsendungen und -shows seit über 20 Jahren geht es just um diese Erkenntnisse.

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„Das ist es, was uns ausmacht, Gustav.  Das ist, neben all dem Handwerk und der Kreativität, vielleicht die größte Kunst. Jeder Hobbykoch kriegt doch mit ein bisschen Geduld und Übung einen guten Teller hin. Diesen Teller aber immer wieder gleich gut und für jeden Gast in Perfektion hinzubekommen, noch im allergrößten Stress immer wieder die allergrößte Leistung abzurufen, das ist die Kunst. „

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„Ich habe von Bruno Lugge gelernt, dass Kochen ein Handwerk ist, das nur zur Kunst werden kann, wenn Leidenschaft, Persönlichkeit und Liebe der Motor deines Handelns als Koch sind“

Das gilt natürlich nicht nur für das Kochhandwerk, sondern auch für das Kunst,- und Holzhandwerk von Glanders Vater, das dem unseren schon fast unheimlich verwandt ist:

„Vater war da ganz anders. Der hat Holz geschlagen, gesägt und geschnitten und aus dem Holz hat er Möbel gemacht. Wunderschöne, stabile Möbelstücke für die Ewigkeit. Für Leute im Ort, die Leute, die er kannte.“

(Über den Zusammenhang zwischen Holzwirtschaft und Sterneküche habe ich im gleichen Zusammenhang hier schon einen Artikel veröffentlicht)

Alle Infos zur Handlung zwischen dem Allgäu, Hamburg, New York und Sankt Moritz will ich hier gar nicht wiedergeben, das kann man auf der Verlagseite oder auch mit einigem Hintergrund im Blog Nicole Klauß nachlesen.

Ich stelle mir die Entstehung des Romans (ein vierwöchiges Stipendium in Sankt Moritz war wohl der Ausgangspunkt)  ganz einfach so vor:
Man nimmt den bei uns koch-, küchen- und gatronomiebegeisterten Menschen immer mal wieder auftauchenden Traum von einem Restaurant (oder Küchenstudio) mit großer Kochschule, der perfekten und teuersten Ausstattung, den regionalsten und besten Lebensmitteln und ausschließlich netten gernzahlenden Gästen und überlegt, auf welchem Weg ein Koch zu so viel Glück und Geld zur Verwirklichung dieses Traums kommen könnte. Und so ist dann auch das lange Happy End des großen Glander gestrickt.

Aber wie sagte der Mann auf der Parkbank sinngemäß? “ Genuß ist nur selten eine Frage des Geldes, aber immer eine Frage des Stils.“

Ich habe sowohl den Stil (übrigens auch der Drucksache selbst), als auch die Geschichte des „großen Glander“ sehr genossen.

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Weitere Links zum Grander

Interview mit Stevan Paul beim Verlag:

Stevan bietet eine Blogparade zu Fotos von seinen von Bloggern selbstgekochten Gerichtbeschriebungen vor (es sind 48 Stück).

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Links der Möbelmacher zum Thema

Einladung zu den Werkstatt-Tagen (23. bis 25. Juni 2017)

Die ganze Geschichte unserer Waldschöpfungskette im Video in unserer Playlist.

Alle Videos über die Massivholzküchen in der Youtube Playlist:
http://nhblog.de/yt_pl_kueche/

Die Videos über das Kochen in unseren Küchen (Kochveranstaltungen oder-Shows):
http://nhblog.de/yt_pl_kochen/

Unsere Kochsendungen mit Diana Burkel (Würzhaus) ist hier zu finden: http://kocheinrichtung.de

Unsere eigene Kochreihe heißt „Einfach Kochen:“
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/einfach-kochen

Unsere Artikel zum Sous Vide Garen:
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/sous-vide-garen

Und viele Artikel über unsere Art des Küchenbaus sind im Nachhaltigkeitsblog unter der Rubrik „Die Küche zum Kochen“:
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/die-kueche-zum-kochen

Die Küchenseite auf der Homepage :
http://www.die-moebelmacher.de/produkte/kueche.html

„Eat-Art verkauf sich, entschuldigen Sie den platten Witz, wie geschnitten Brot.“

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Die regionale Waldschöpfungskette und was die individuelle Massivholzküche mit der Sterneküche verbindet

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Andreé Köthe und herwig Danzer in der Frankenschau im Jahr 2004

Seit 1988 engagieren sich die Möbelmacher für regionale Wirtschaftskreisläufe und 1998  begann nach dem ersten Tag der Regionen in Unterkrumbach die Zusammenarbeit mit fränkischen Spitzenköchen für das Bayerische Fernsehen. Knapp zwanzig Jahre durften wir mit Andreé Köthe (Essigbrätlein), Stefan Rottner (Gasthaus Rottner), Christian Wonka, Diana Burkel (Würzhaus), und vielen anderen kreativen Köchen zusammen arbeiten und letzte Woche fiel uns bei einem Kochevent in der BindergassTheke von Nina Bressel – mit dem Team des sehr jungen prämierten Restaurants  „Sosein“ – mal wieder auf, wie eng  die Sterneküche und die individuelle Massivholzküche zusammenhängen.

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Das Team vom Sosein in der BindergassTheke 2017

Am Teller oder am Küchenboden sieht oder schmeckt man nur das Ergebnis der Arbeit, also das Gericht oder die Küche, nicht aber deren Vorgeschichte und den Aufwand, der dafür getrieben wurde. Inspiriert von den sehr ausführlichen Vorgeschichten jedes einzelnen Gangs des Restaurants „Sosein“ wollen wir – mal wieder – die Zusammenhänge von gastronomischer Spitzenküche und unserer individuellen Massivholzküche beschreiben:

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Kochworkshop am Tag des Schreiners 2016 in unserer Showküche
  • beide eint der Ruf, dass sie teuer seien
  • beide haben einen Qualitätsanspruch, der jenseits des „Sattwerdens“ oder des „Kochenkönnens“ liegt
  • der Material-Einkauf ist zeit- und pecuniär immens aufwändig
  • die Liebe, die Zeit, die Kompetenz und die Zuverlässigkeit, die auf jedem Teller oder in jeder Massivholzküche stecken, sind mit Fast Food oder industriellen Spanplattenmöbeln nicht vergleichbar
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Diana Burkel bekochte unsere Gäste während der Lesung mit Ulrich Grober bei den 18. Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen

Der kleine Unterschied, dass der Gastronom ein Gericht auf der Speiesekarte vorgibt (zumindest war das vor Lactoseintoleranz und der Speisenwahl im Film „Harry und Sally“ so), wir Möbelmacher aber jedes Möbel und jede Küche individuell für den Kunden entwerfen, wird vielleicht durch die jeweilige Investitionssumme ausgeglichen. Denn zugegeben, unser Küchen sind etwas teurer, als ein Abend im Spitzenrestaurant.

Aber wir wollen auch erklären, warum das so ist und deshalb haben wir unsere regionale Waldschöpfungskette des Jahres 2017 in ein superkurzes Video gepackt, wer sich noch tiefer einarbeiten will, findet von der Holzanlieferung bis zum fertigen Möbel noch viele ausführliche Videos in unserer Playlist.

Die regionale Waldschöpfungskette 2016/17

Der Einkauf

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Tobias Raum mit Helfer Kilian bei der Submission in Sailershausen

Unser Holzmanager Tobias Raum hat diesmal 137 Kubikmeter Holz eingekauft (Buche, Esche, Eiche, Kirschbaum, Ahorn, Elsbeere)  wovon rund ein Drittel aus den Wertholzversteigerungen (Submission) in Franken stammt. Die Waldbauern bringen ihre schönsten Stämme auf einen Lagerplatz, wo jeder Käufer sein Gebot in eine Liste eintragen kann, und  wer am meisten geboten hat, bekommt den Stamm.

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Auf den Willen kommt es an, nicht auf die Größe der Säge!

Die Anlieferung

Zwei Drittel, kommen von der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land, womit wir zu deren größten Kunden zählen. Diesmal wurde ein großer Teil der Buchen direkt mit dem Rückewagen aus dem Wald angeliefert, weil die Stämme nur 1940 Meter von unserer Werkstatt entfernt gefällt wurden und weil sie sowieso am Heimweg der Holzarbeiter lag.

Die Rundhölzer – meist die Erdstämme – werden bei uns Ende März zunächst von der Monstermaschine der Familie Feulner entrindet, auf dass das Sägen leichter wird und schon mal die meisten Tierchen weg sind. Den Berg Rinde holt gleich der Nachbar Rainer Scharrer, der seinen Kühen damit die Laufwege auf die Frühlingsweide komfortabel ausstattet.

Das Sägen und Schlichten

Zwei Wochen dauerte diesmal das Sägen mit der mobilen Bandsäge von Claus Gerstacker, eine echte Knochenarbeit ist vor allem das Stapeln oder Schlichten der Bretter, weshalb wir ein paar Wochen später auch wieder ein Schlichtfest feiern werden. Alle Helfer und auch die, die uns vielleicht im nächsten Jahr helfen wollen, sind dazu herzlich eingeladen.

Die Sägespäne machen es wieder Rainers Kühen in den Boxen angenehm weich, trocken und wohlriechend und das komplette Restholz wird von von der Firma Schwarm aus Stöppach gehäckselt und sorgt im Anschluss für wohlige Wärme im Hersbrucker Thermalbad. Am Ostersamstag war damit für diese Saison Schluss – jetzt kaufen wir bis November kein Holz mehr – und das Team erholt sich um im nächsten Jahr wieder fit zu sein.

Der Lohn der Arbeit und die Zertifizierung

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Starkes Team

Unser Holz bleibt dann ein bis fünf Jahre im Außenlager, bevor es in die Trockenkammern kommt und danach in Einzelanfertigung zu Küchen und Möbeln veredelt wird. Dabei haben wir nicht nur die optisch schönsten Stämme aus der Hersbrucker Alb ausgewählt, wir haben dank unserer langen Lagerung vor allem ein ruhiges und angenehm zu verarbeitendes Holz, für das sich dieser Aufwand wirklich lohnt.

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Ute und herwig Danzer in der neuen Showküche aus fränkischer Buche namens „Rotweinküche“

Der immense Unterschied zu schnell getrocknetem Holz (im Vakuum) fällt uns jedes Mal auf, wen wir ein paar Bretter davon verarbeiten, was gottseidank nur sehr selten vorkommt. Wir sind sehr glücklich, dass unser ganzes Team diese Anstrengungen für die best mögliche Qualität im Möbelbau mitträgt und perfekt organisiert.

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Weil wir für diese Art der superregionalen Holzwirtschaft kein Beispiel kenne, wir aber ständig von unserer blauäugigen französischen Hauskatze beobachtet werden, hat sie uns ihr Siegel gegeben, Merci.

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Hier sind  unsere aktuellen Küchenlinks mitsamt den Videos:

Die ganze Holzgeschichte im Video in unserer Playlist.

Alle Videos über die Massivholzküchen in der Youtube Playlist:
http://nhblog.de/yt_pl_kueche/

Die Videos über das Kochen in unseren Küchen (Kochveranstaltungen oder-Shows):
http://nhblog.de/yt_pl_kochen/

Unsere Kochsendungen mit Diana Burkel (Würzhaus) ist hier zu finden: http://kocheinrichtung.de

Unsere eigene Kochreihe heißt „Einfach Kochen:“
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/einfach-kochen

Und viele Artikel über unsere Art des Küchenbaus sind im Nachhaltigkeitsblog unter der Rubrik „Die Küche zum Kochen“:
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/die-kueche-zum-kochen

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http://www.die-moebelmacher.de/produkte/kueche.html

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