Kategorie-Archiv: BETRIEBS(ver)FÜHRUNGEN

Warum Betriebs(ver)führungen Freude machen

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Im Dezember letzten Jahres kamen die Waldbauern, um den Werdegang ihrer Buchen zu kennen zu lernen (hier der ganze Artikel drüber), gleich im Januar besuchte uns der Lionsclub Hersbruck und  im Februar die Rotarier aus Auerbach.

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Führung mit dem Lionsclub Hersbruck
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Empfang in der Ausstellung für den Lionsclub
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Gemeinsam Kochen mit dem Lionsclub

 

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Rotaryclub Auerbach in Unterkrumbach
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Rotaryclub Auerbach in Unterkrumbach
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Das Reh aus dem Staatswald Pegnitz Sous Vide gegart und am Tepan gebraten

Mit beiden Serviceclubs haben wir nach der Führung gekocht und geschlemmt und vor ein paar Tagen erst war der Bezirkstagspräsident mit seiner Pressesprecherin Carina Knoll und Marina Wildner von der Hersbrucker Zeitung zu Gast.

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Carina Knoll, Richard Bartsch und Marina Wildner

Nach dem gemeinsamen Mittagessen (Sous Vide gegartes Weideschwein mit Tomatennudeln aus dem Dampfgarer was man heutzutage supermodern „One Pot Pasta“ nennt) begrüßt er die völlig überraschten Landfrauen des Nürnberger Lands, die vor Ihrer Landfrauenzirkelsitzung im grünen Baum Kühnhofen noch einen Einblick in das ganzheitliche Holzhandwerk, die „regionale Waldschöpfungskette der Möbelmacher“ bekamen.

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Gastgeschenk vom Bezirkstagspräsidenten: natürlich regionaler Apfelsaft
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Richard Bartsch begrüßt die überraschten Landfrauen
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Erklärungen an der CNC-Maschine

Egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich, superwichtig oder ganz entspannt: den Aufwand, den wir mit dem Holz aus dem Wald, mit der Einzelanfertigung von Küchen und Möbeln und bei der gemeinsamen Planung mit unseren Kunden treiben,  kann man viel besser nachvollziehen, wenn man die Beweggründe dafür und vor allem das Ergebnis kennt.

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Gläschen Frankensecco und Kartoffelchips vom Tepan Yaki gibts natürlich auch für die 20 Fachfrauen aus der Landwirtschaft

Und selbst, wenn man sich nach der Führung keine Möbel von uns kaufen sollte, können unsere Besucher in künftigen Gesprächen zum Thema Einrichten trotzdem erklären, dass es viele nachvollziehbare Gründe gibt, warum unsere Möbel ein wenig mehr kosten, als die vom schwedischen Kollegen.  Jedenfalls hoffen wir das und werden auch weiterhin offen für alle Gäste sein.

Alle Artikel im Blog zum Thema Betriebsverführung zurück bis zur Baustelle des regionale Musterhauses im Jahr 2001

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Hier ist der Artikel von Marina Wildner von der Hersbrucker Zeitung

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Lob fürs Sittenbachtal

Bezirkstagspräsident besuchte Burg Hohenstein, Rathaus und „Möbelmacher“

KIRCHENSITTENBACH (mw) –
Bei seinem ersten Gemeindebesuch in Kirchensittenbach war Bezirkstagspräsident Richard Bartsch gleich doppelt begeistert:
Die Sanierung der Burg Hohenstein zeige, was mit hohem ehrenamtlichen Engagement möglich ist.
Danach traf er bei den „Möbelmachern“ auf einen „Pionier der
Regionalbewegung“, wie er den Geschäftsführer Herwig Danzer
nannte.
„Ich bin sprachlos.“ So fasste Bezirkstagspräsident Richard Bartsch seinen Besuch auf Burg Hohenstein zusammen. Georg Maul, Vorsitzender des Verschönerungsvereins, führte ihn durch
die Burganlage und berichtete über die wichtigsten Fakten zur
Renovierung. Bartsch war sichtlich beeindruckt von der Arbeit der
Ehrenamtlichen.

Erst im März dieses Jahres konnte er dem Verein die  Denkmalurkunde des Bezirks Mittelfranken überreichen, um dessen Engagement bei der Sanierung der historischen Gemäuer zu würdigen. Bei dieser Gelegenheit lud ihn Maul direkt zu einer Besichtigung der Burg ein. Bartsch verband dies mit einem Gemeindebesuch in Kirchensittenbach. Große Finanzspritze
Bereits 1901 hatte der Verschönerungsverein die Burgkapelle
erworben, renoviert und damit deren kirchliche Nutzung wieder möglich gemacht.

Im Jahr 2000 fiel der Startschuss für eine umfangreiche Sanierung der Burg selbst, die in sechs Bauabschnitten gestemmt werden
konnte. Zuletzt wurde das sogenannte Lange Haus mit hohem
persönlichen Einsatz der Vereinsmitglieder instand gesetzt. Der Bezirk Mittelfranken unterstützte die Baumaßnahme mit über
86 000 Euro. Bartsch lobte auch den Kräutergarten auf der Burg:
„Ich weiß, mit wie viel Aufwand auch die Pflege verbunden
ist“, betonte er. Der Verein habe wieder Leben in die Anlage gebracht:
Nicht nur zu den wechselnden Kunstausstellungen kämen besonders an den Wochenenden viele interessierte Besucher
aus dem ganzen Landkreis nach Hohenstein. Zuvor traf sich
Bartsch mit Kirchensittenbachs Bürgermeister Klaus Albrecht im
Rathaus, um sich über die Infrastruktur und aktuelle Maßnahmen der Gemeinde zu informieren. Albrecht wies ihn bei der dieser Gelegenheit auf die sanierungsbedürftige Staatsstraße hin. Bartsch freute besonders, dass sich die Gemeinde derzeit auch Gedanken um ein Wohnkonzept für Senioren macht (wir berichteten).

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Von historischen Gemäuern auf dem Hohenstein ging es für den Bezirkstagspräsidenten weiter in moderne Produktionshallen: Weil
der Bezirk auch regionales Handwerk fördert, besuchte Bartsch das
Unternehmen „Die Möbelmacher“ in Unterkrumbach.
Die Firma hat sich ganz der Nachhaltigkeit und regionalen Produkten verschrieben und bezieht das Holz fast ausschließlich
von der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land. „Die Buchen
in diesem Jahr hatten einen Transportweg von genau 1940 Metern
— sie kommen aus einem Wald bei Oberkrumbach“, erklärte Geschäftsführer Herwig Danzer stolz.

Regionale Verwertung

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Bei einer Führung durch die Produktionsräume zeigte er Bartsch
den Weg vom gefällten Baumstamm bis zur fertigen Küchenfront.
Während die meisten Schreinereien die fertigen Bretter geliefert bekämen, setzen die Unterkrumbacher schon beim Baum an. Ein Kurzfilm erklärte die „Waldschöpfungskette“ aus dem Sittenbachtal. Die bei der Holzverarbeitung entstandenen Späne dienten in Kuhställen in Kühnhofen als Einstreu.

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Dass Kultur und Handwerk gut zusammen passen, zeigt Danzer am
23. Juni: Dann ist der „Fränkische Sommer“ in den Räumen der „Möbelmacher“ zu Gast. Ab 20 Uhr spielen Pianistin und Sängerin Olivia Trummer sowie Violinist und Sänger Roland Satterwhite eigene Kompositionen und Jazz-Klassiker. Hier sind die Infos zu den Werkstatt-Tagen

Die neue Generation der Postwachstumsforscher war bei uns zu Gast

ZeppelinKimKellyPhilippSophia (4) So richtig habe ich als Handwerker den Hype um die Postwachstumsdiskussion offengestanden immer noch nicht begriffen (aber ich weiß immerhin, dass er mit der deutschen Post nichts zu tun hat), denn fast jeder Handwerker hat ein Gefühl für die gesunde Größe seines Betriebs, das Wachstumsvirus befällt wohl eher die Industrie oder Größenwahnsinnige.  ZeppelinKimKellyPhilippSophia (15)

Aber Handwerker sind in dieser ganzen Diskussion sowieso die Ausnahme und so konnte ich von meinen sympathischen Interviewern (von der Zeppelin Universität in Friedrichshafen) schon wieder einiges lernen. Im Prinzip war es eine Auffrischung zu unserer Berliner Wissenschaftskonferenz,  denn deren Moderatorin Jana Gebauer ist aktuell wohl die kompetenteste Forscherin auf dem Gebiet des Wachstums, bzw. des Postwachstums. Aber der Nachwuchs war bei uns und schläft nicht, freue mich, wenn sich junge Menschen in ihrer Projektarbeit tiefgründig mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen.

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Und weil so ein Interview ganz schön lange dauert haben wir auch was gekocht,  denn bekanntlich geht auch die Wissenschaft geht durch den Magen.

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Hier ist die Broschüre über die Postwachstumspioniere nachzulesen.

Vom Lehrling lernen – Vorbild als Werbung fürs Handwerk

WerkstattFrank_0006       Hätte ihn schon beinahe bedauert, als unser Auszubildender Frank  fragt, ob er auch am Samstag Vormittag an seiner Projektarbeit arbeiten darf. Natürlich, alle Mitarbeiter können bei uns auch ihre eigenen Möbel bauen, allerdings zählt dieses Projekt ja zu seiner Ausbildung, aber o.k.. Samstag früh fragt er dann, ob ihm seine Freundin Nina helfen darf, aber selbstverständlich gerne.

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Wenn dann jugendliche Anmut an der Längsschnittsäge vereint ist, könnten ja auch ein paar Fotos nicht schaden und als Frank in die Maske geht (Jogginghose geht ja gar nicht) erzählt Nina, dass sie mal sehen wollte, was ihr Freund hier so macht, ist das nicht klasse? Einige Stunden später zeigt sich, dass eine junge Frau das Handwerk richtig attraktiv findet, vielleicht sollte die Handwerkskammer daraus mal eine Werbekampagne für das Handwerk machen, diese hier war ja im Jahr 2010 höchst umstritten.

Auf jeden freuen wir uns über Freundinnen, Kinder, Partner und Freunde und alle anderen interessierten Menschen, die  sich unser Gelände anschauen und sich für unsere Arbeit interessieren und noch mehr, wenn sie mit hinlangen, denn sie ist wirklich spannend.

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Und insgeheim beantworten die Fotos auch die oft gestellte Frage, woher wir  die vielen attraktiven Menschen für unser Jahrbuch kennen. Es ergibt sich …

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„Submission“ heißt „Wertholzversteigerung“ und ist ein Teil unseres Holzeinkaufs

20150108_135601Es war wieder soweit: die Holzeinkäufer wurden zur Submission der Waldbauernvereinigung nach Coburg geladen. Eine Versteigerung, bei der man einzelne Stämme bebietet und wer am meisten auf seine Liste schreibt, bekommt den Stamm. Die ersten Fotos sind von diesem Januar, die weiter unten deutlich älter, denn unsere Art des regionalen Holz-Wirtschaftens, hat sich nicht geändert.  Wer sich solche Dinge lieber als Video ansieht, findet sie hier in unserer Holz-Playlist.

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Ressourcenmanagement oder Holzeinkauf?

Natürlich klingt Ressourcenmanagement deutlich cooler als Holzwirtschaft, BWL-Studenten hätten ihre Freude dran und selbst Banker kann man damit begeistern, obwohl immernochnicht alle durchschaut haben, warum wir unser Holz selbst im Wald kaufen, bei uns sägen, lagern und trocknen und damit jede Menge Kapital binden. Anstatt es, wie die meisten Kollegen, einfach beim Händler zu ordern, wenn wir einen Auftrag haben. Die Philosophie der regionalen Wirtschaftskreisläufe, der Qualitätssicherung an der ersten Stelle der Wertschöpfungskette (die wir für die genannten lieber "Supply Chain" nennen würden) und die Freude an einem durch und durch schlüssigen und regionalem Produkt  ist Zahlenakrobaten nur schwer zu vermitteln. Trotzdem versuchen wir es immer wieder indem wir auf die "Soft Facts" des Harten Holzes aus Hersbruck  verweisen.


Holzernte

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Es war wieder soweit: die Bäume, die den jüngeren das Licht wegnehmen und selbst nicht mehr viel Holz-Zuwachs zu erwarten haben wurden, idealerweise nach dem ersten Frost, geerntet. Übrigens kein wesentlich anderer Vorgang, wie bei der Getreideernte, nur eben selektiv, d.h. nur die Bäume im richtigen Alter werden markiert und einzeln aus dem Wald transportiert (diese Argumentation hat FBG-Geschäftsführer Michael Müller im Fernsehen sooo toll rübergbracht, dass wir das gleich übernehmen mussten). Wenn das unsere vorbildliche Forstbetriebsgemeinschaft macht, werden die wertvollsten Laubhölzer häufig mit einem MM für Möbelmacher beschriftet, weil sie die Holztransporteure dann gleich auf unser Gelände fahren, weil deren Wert und Einschneidestärke man am besten vor Ort beim Schneiden auf der mobilen Säge beurteilen kann.

Gunthersubmission06Holzkauf per Submission

Es gibt aber auch die Versteigerungen (Submissionen), bei denen die Waldbauern ihre wertvollsten Hölzer in eine Reihe legen, wo sie katalogisiert und numeriert werden. Mein Kompagnon Gunther Münzenberg geht dann mit einer Liste rum und schreibt bei den meisten Bäumen die Summen dazu, die wir dafür freiwillig zahlen würden. Leider machen das auch viele andere und wer die größte Summe hinschreibt zahlt zwar auch am meisten, aber er bekommt dafür dann auch den Baum.  So werden manche edle Bäume (vor allem von den Furnierhändlern, die ja eine große Wertschöpfung aus edlen Hölzern haben) furchtbar teuer verkauft, was dann in der Zeitung steht und viele denken, dass für alle Bäume so viel bezahlt wird. Andere Stämme will wiederum kein Sch(w)(r)ein(er) und die bleiben übrig, aber das interessiert die Zeitung nicht. Egal, ob das Prinzip wirklich genial ist, oder nicht, es ist toll, dass dieser enorme Arbeitsaufwand zur Organisation des Verkaufs geleistet wird. 

Holzverbrauch

Im Durchschnitt haben wir einen Holzverbrauch von ca. 150 m³ im Jahr, verteilt auf alle Holzarten (ca. 70% Buche) und alle Stärken. Auf dem Foto markiert Gunther die Stämme, die wir ersteigert haben mit MM, dass Werner Schmidt mit seinem wunderschönen Holzlaster nur noch vorbeifahren und aufladen braucht. "MM" sind also die Stämme mit dem gewissen Extra (auch wenn wir sie zwar genießen, aber nicht trinken können, wie beim gleichnamigen Schaumwein).

Nach einigen Jahren werden aus den Brettern wunderschöne Möbel gefertigt. Sind regionale Wirtschaftskreisläufe in einem Möbel spürbar? Kann man die Beisterung der Mitarbeiter für so wertvolle Stämme auch im fertigen Tisch spüren? Bedeutet Qualität nicht nur Belastbarkeit, Gewicht, Materialstärke oder optische Gestaltung, sondern auch Herkunft, Sorgfalt und Engagement? Wie stark werden die Kriterien der Nachhaltigkeit einen Kauf beeinflussen? Darüber hat der, der den Baum vor 150 Jahren gepflanzt hat nicht nachgedacht und auch wir werden ihn solange liegen lassen, bis er als Küche, Wohnzimmer oder Kneipe verkauft ist. Ob bis dahin der Nachhaltigkeitsnachweis das wichtigste Kaufkriterium ist, oder Ikea und andere global Player den Begriff entweder allgemeinverständlich oder einfach überflüssig gemacht hat wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass wir auch weiterhin nur so arbeiten werden. Einfach, weil es Sinn und Freude macht. 

"Vom Baum zu Tisch", alles über unsere Holzverarbeitung

 

Das Massivholzbett: Jubiläumsmöbel für junge und junggebliebene Menschen

JubiläumsbettMontageBodenWEB25 Jahre Möbelmacher

Wie beim Jubiläums-Tisch und der passenden Bank, haben wir uns auch über das Bett für die Kinder unserer Kunden oder andere junggebliebene Menschen viele Gedanken gemacht.
2012-12-31 12.50.18Weil diese immer öfter bei uns anfragen, haben wir eine schlichte Form entworfen, die -im Vergleich zu unseren Betten aus Einzelanfertigung – unaufwändig zu fertigen ist. 2013-02-01 15.18.29In massiver, geölter und unsortierter Buche samt selbsttragenden Mittelbalken (eine Stütze in der Mitte ist nicht notwendig) können wir es preiswert herstellen, was zum Beispiel bei 180 mal 200 cm 890.- Euro ohne die seitliche Ablagen bedeutet.

Auch was für die Gesundheit

Insgeheim hoffen wir dabei auch etwas für die Gesundheit der jungen Kunden tun zu dürfen, denn eine Matratze, oder besser noch ein Bettsystem aus Naturmaterialien von Pro Natura ist mindestens genauso wichtig, wie ein schönes Bett.

CatanaBett99FEINUnd davon machen wir sehr viele. Eines davon haben wir schon im Jahr 1998 fotografiert und vorläufig mit den Werkstatt-Fotos des Jubiläumsbettes und der ausgeschnittenen Catana ein wenig gemogelt. Für die echte Fotosession für dieses Bett suchen wir noch junge Männer und Frauen zwischen 18 und 25. Bei Interesse bitte einfach Mail schreiben.

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Auf dem Werkstattfotos ist unser damaliger Praktikant Nico Münzenberg und unser Schreiner Nils Hager.

Unser Jubiläumstisch (180 mal 90 cm für 1390) mit Bank (890.-)

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Die Schlafzimmer der Möbelmacher

Pro Natura und die Möbelmacher

Jubiläumstisch und -Bank von den Möbelmachern

 

 

 

 

 

Chinesische Gäste beeindrucken am Tepan Yaki und mit Ginseng-Wurzel

2012-10-02 15.20.36Natürlich beginnt auch eine Führung mit chinesischen Gästen im Holzlager, wo wir dank des genialen chinesischen Dolmetschers (der in Frankfurt Germanistik studiert hatte) die regionale Waldschöpfungskette lückenlos erklären konnten. Auch in der Werkstatt übersetze er nahezu synchron die Besonderheiten unserer individuellen Leimholzherstellung und die außergewöhnliche Ausstattung unserer Maschinen, die ausschließlich auf die Verarbeitung von Massivholz spezialisiert sind. 
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Im Bankraum diskutierten wir lange die Technik der dort gerade verklebten Glasfronten, die vorher mit einem Naturfoto unseres Kunden digital bedruckt wurden. Kaum waren die vielen Fragen in der Werkstatt beantwortet, ging es in der Ausstellung weiter.

2012-10-02 16.03.25Besonders unsere Küchen haben es den Gästen angetan, und was soll man dann machen, dann muss einfach im Druckdampfgarer und auf dem Tapn Yaki auch gekocht werden, man kann ja den Frankensecco Fraenzi schlecht ohne Grundlage genießen. Aber kaum legte ich Spachtel und Palette kurz aus der Hand zum Einschenken der Gläser, übernahmen die Chinesen diese Werkzeuge und – es fällt schwer das zuzugeben – sie konnten beeindruckend damit umgehen. Schon das Geräusch, wenn Zhang Zhili, General Manager der Jilin Forest Industry, mit der Spachtel über den Tepan Yaki strich, klang nach Profi, während das eigene Gekratze im Nachhinein wie ein erster Versuch klingt.

2012-10-02 16.03.38Aber offensichtlich war Herr Zhili dann doch so begeistert von unserer Kochaktion, dass er uns zwei Ginseng-Wurzeln schenkte, von der wir nach seinem Rat sicher eine in Schnaps einlegen werden, um das hundertste Lebensjahr bei voller Gesundheit zu erreichen, für die andere suchen wir noch nach dem besten Rezept. Leider gibt es davon nicht so viele, denn die Verarbeitung der Wurzel als Gemüse hält sich aufgrund des Preises von rund einem Euro pro Gramm in engen Grenzen. Es könnten die wertvollsten Chips unserer Tepan Yaki-geschichte werden, oder Sie formulieren im Kommentar noch eine bessere Idee, was man wohlschmeckendes daraus zaubern könnte (allerdings ist die Wurzel eher für die Heilwirkung, als für den Geschmack berühmt geworden).
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Und sollten wir in nächster Zeit zufällig mal nach Peking kommen, wissen wir schon, wo wir eingeladen sind. Ein beruhigendes Gefühl.

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Die ganze Geschichte "Vom Baum zu Tisch" auf unserer Homepage.

NACHTRAG:

Dieses Rezept aus einem koreanischem Kochbuch schickte uns ein Küchenkunde Bernd Müller:
Candied-GinsengWEB

Vielleicht
sollte man noch erläutern, dass das sein Kochbuch aus der Heimat der
Ginsengwurzel Korea stammt und schon sehr alt ist. Dieser Teller wäre
nach heutigen Maßstäben (1gramm = ca.1
Euro) bei 37 Stückchen, also gut 4 ganzen großen Wurzeln locker 400
Euro wert. Und schmecken tut es vermutlich auch hauptsächlich gesund. Wobei man das natürlich mal im Dampfgarer probieren müsste …

Japan in der Betriebs(ver)führung ob der Cittaslow Hersbruck

2012-09-12 14.21.41Diesmal führten wir drei japanische Journalisten über das Gelände, durch Werkstatt, Ausstellung und regionales Musterhaus. Nana Takeda ist die Chefredakteurin der Zeitschrift http://vivaconagua.jp/, die in Berlin lebende freie Journalistin Hideko Kiwachi übersetzte und der Fotograf Jasuma Miura fotografierte – wer hätte es gedacht.  

Wegen der Cittaslow waren sie nach Hersbruck gekommen und wünschten sich neben allen Infos über Lebensmittel auch einen Beitrag aus dem Non-Foodbereich, wobei man dann sehr schnell beim Holz aus der Region landet. 

Wie fast immer landete jede Betriebsführung nach der Werkstatt und der Ausstellung in irgendeiner unserer Massivholzküchen bei Chips vom Tepan Yaki und Frankensecco, diesmal im regionalen Musterhaus, wo ich mir nochmal bestätigen ließ, dass – wie ich in keiner Kochshow müde werde zu erwähnen – das Wort "Tepan" aus Tetsu=Eisen und Pan=Platte zusammengesetzt ist. Und "Yaki" heißt gebraten.Und dann schweiften die Gespräche natürlich von der Entstehung der Cittaslow, zum Phänomen, dass 70 Prozent der Japaner aus genetischen Gründen Alkohol nicht verarbeiten können, bis hin zu Geschichten mit befreundeten Japanern zu Studentenzeiten.

2012-09-12 15.04.33Leider können wir diesmal, wenn die Zeitschrift erscheint, nichtmal nachlesen, was über die Cittaslow Hersbruck geschrieben wurde (ganz anders als im Landspiegel, der gerade erschien), aber vielleicht übersetzt Hideko den Text ja für uns.

Einen sehr guten Text hat Melanie Strauß von der Hersbrucker Zeitung über den Besuch in Hersbruck veröffentlicht: http://bit.ly/Qe4izZ

 

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Die Massivholzküchen der Möbelmacher

Tag der Küche aus Massivholz rund um den Apfel

2012-09-08 09.01.37Samstag ganz früh haben "wir" noch die Äpfel gezupft und die ersten Kunden kamen ebenfalls so früh zum "Tag der Küche aus Massivholz", dass man in aller Ruhe noch eine schnelle Skizze der neuen Küche anfertigen konnte.

2012-09-08 09.39.40Dann ging es aber gleich los mit dem Kochen, denn wir waren auf "Rund um den Apfel vorbereitet. So gab es von ernährungsbewussten Gästen und Kindern gleichsam gelobte Apfelküchle vom Tepan Yaki und im Dampfgarer bereiteten wir aus Hefeteig in zwei Minuten Mini-Apfelknödel zu.
2012-09-08 09.25.10Bis zur Vanillesauce kamen wir irgendwie gar nicht, obwohl wir alle Zutaten im Biosupermarkt Herbsruck besorgt hatten.

 

Dafür musste ich noch zwei Apfelschwäne schnitzen, was ich erst am Abend vorher dank einer Anleitung im Landspiegel gelernt hatte (wo auf Seite 52-55 auch ein schöner Artikel über unsere grüne Küche zu finden ist). Apfelschwan4WEB

Irgendwie wurde es furchtbar schnell 14 Uhr und wir führten wie angekündigt durch Holzlager und Werkstatt und zeigten die Entstehung von Massivholzmöbel auch an den Maschinen. 2012-09-08 14.08.06 

2012-09-08 13.56.26Gäste aus Erlangen und der Oberpfalz waren gekommen aber natürlich viel mehr aus Lauf und Hersbruck.

Wir wollten am Tag der Küche zeigen, dass unsere Massivholzküchen in Einzelanfertigung nicht nur den Geschmack der Kunden treffen, sondern auch  pflegeleicht sind und vor allem professionelle Werkzeuge zum Kochen. Und natürlich haben wir dabei die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Dampfgarer und Backöfen diskutiert und alle Geräte – wie bei "normalen" Küchenterminen auch – im harten Einsatz getestet. 2012-09-08 13.54.33

Wir bedanken uns bei unseren interessierten Besuchern freuen uns auf die nächsten Termine zur Besprechung aller entstandener Ideen.

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Kundenbeispiele der  Massivholzküchen der Möbelmacher auf der Homepage

Alle Artikel rund um die Küche der Möbelmacher im Nachhaltigkeitsblog

 

 

 

Zwei Tage der offenen Tür an den Werkstatt-Tagen (mit Video der CNC-Maschine)

Essplatz_BirneJEssica_NilsII__0023 copyWährend der beiden Tage der offenen Tür bei den 14. Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen interessierten sich einige Menschen jenseits des Fussballtaumels für unsere Neuigkeiten, wie zum Beispiel den ungewöhnlichen Massivholztisch aus Birnbaum (es wird aus diesem Stamm noch ein zweiter Tisch entstehen), 2012-06-24 11.23.47unser iPult für das iPad oder auch den Jubiläumsrelaxsessel von Jori.

OlschokAmelie_CG_Farfalla23Aber vor allem die Präsentation der Schneidbrettfertigung von Gunther Münzenberg wurde interessiert verfolgt, hatte man hier doch das zweite Mal die Gelegenheit, die Arbeit unserer computergesteuerten CNC-Maschine ausführlich erklärt zu bekommen und sie bei der Arbeit beobachten zu können. Weil das bei einem richtigen Möbel etwas lang dauern würde, haben wir extra ein aufwändiges Schneidbrett entworfen, dass einige Arbeitsschritte der Maschine zeigt und gleichzeitig auch in der Küche wertvolle Dienste tut, weil man einen Teller oder einen Garbehälter des Dampfgarers wunderbar drunterschieben kann. 

 

Das haben wir hier einmal im Video zusammengefasst, auf dass auch Nichtanwesende erkennen können, dass eine CNC-Maschine ein wertvolles Werkszeug ist, aber nur, wenn man – gerade bei der Einzelanfertigung – auch perfekt damit umgehen kann. 

Wir danken unseren Gästen für den Besuch, die während der Werkstatt-Tage bestellten Schneidbretter werden in den nächsten Stunden fertig geölt sein.

 

 

SchneibrettGratNina_0100WEB

 

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Bericht über das Abschlusskonzert mit der Orchestergmeineschaft (mit Video)

Bericht über das Werkstatt-Gespräch am Samstag

Slow Food trifft Cittaslow am Freitag

Alle Artikel, Videos und Einladungen zu den Werkstatt-Tagen

Alles auf der Homepage unter www.die-moebelmacher.de/uwt

Kleine Gruppe der Dorfgemeinschaft Münzinghof zu Gast bei den Möbelmachern in Unterkrumbach

FuehrungMueninghof12_Mai__0005Die Dorfgemeinschaft Münzinghof hat 120 Bewohner, Unterkrumbach nur 106, aber das ist ja nur ein "normales Dorf", während der Münzinghof: 

DIE DORFGEMEINSCHAFT MÜNZINGHOF
IST HEIMAT  
FÜR  
MENSCHEN , die auf Grund ihres anders-Erscheinens daran gehindert werden, in
WÜRDE  
UND größtmöglicher Selbständigkeit zu leben,
MENSCHEN , die durch das Stigma der "geistigen Behinderung" in ihrem
RECHT  auf freie Wahl des Lebensortes, auf Partnerschaft und Familie, auf angemessene Arbeit, auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit, auf Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft benachteiligt, bevormundet, behindert werden.

FuehrungMueninghof12_Mai__0014Als Teil der Berufsausbildung haben die beiden Betreuerinnen das große Thema Holz mit einem Besuch in einer Schreinerei ergänzt. Unsere klassische Führung vom Holzlager über die Werkstatt in die Ausstellung haben die jungen Menschen natürlich sehr unterschiedlich wahrgenommen, für mich selbst weckte es durchaus angenehme Erinnerung an die Arbeit mit Behinderten während des Zivildienstes.

Im Gespräch mit den Jugendlichen und den Pädagoginnen kamen aber auch einige Ähnlichkeiten zwischen den Ansätzen der Möbelmacher und dem Münzinghof zutage. So zum Beispiel die Ganzheitlichkeit des Anspruches nicht nur in ökologischer Hinsicht, sondern in der regionalen Waldschöpfungskette bei uns, oder dem nahezu autarken Gedanken der Gemeinschaft, der auch die eigene Herstellung von Lebensmitteln umfasst. Auch unsere Mitarbeiter lehrt eine solcher Besuch nicht nur Dankbarkeit für die Gesundheit der eigenen Familie, sondern auch Respekt vor der Arbeit der Pädagogen und der Gemeinschaft, die durch die selbstgestellte Aufgabe über die reine Betreuung hinaus diesen Menschen die "Entfaltung ihrer Persönlichkeit" und ein Leben in Würde ermöglichen.

FuehrungMueninghof12_Mai__0007 Vielleicht haben wir sogar mehr von unseren Besuchern gelernt, als andersrum, vielen Dank dafür.

 

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Alle Betriebsführungen in der Kategorie "BetriebsVERFührungen"

Eine komplette Führung mit Video im Internet

"Vom Baum zu Tisch"