Kategorie-Archiv: Allgemein

Wie die Massivholzküche aus Unterkrumbach ins Allgäu kam

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Gemeinsames Kochen mit neuen Küchenkunden im Allgäu

     PRESSEMELDUNG
Über die Internetsuche  fand die kochbegeisterte Familie Felbinger aus dem Allgäu den Weg nach Unterkrumbach und zur individuellen Massivholzküche. Beim ersten Besuch übernachteten  sie nach fünf Stunden gemeinsamer Küchenplanung, Werkstattführung und gemeinsamen Kochens  im Wohnmobil auf dem Gelände der Möbelmacher, wo sich deren Zwergpudel Sambo nur sehr zaghaft mit der französischen Hauskatze Plümi anfreundete.

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Am Tag der Küche nahmen auch Sohn und Tochter teil. (v.rechts nach links: Ute, Stephi, Maja, Jakob

Deutlich schneller ging das bei Frau Felbingers erwachsenen Kindern Maja und Jakob, die sich einige Wochen später am Tag der Küche in Unterkrumbach beteiligten und beim Kochen und Diskutieren mit anderen Kunden das Vakuumieren, Sous Vide Garen und Nudelkochen im Dampfgarer lernten.

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Das Bergpanorama der Allgäuer Alpen auf der Küchenfront aus Unterkrumbach

Als Glasfront auf dem Oberschrank wählte die Familie ein vom Nebelhorn aufgenommenes Foto der Allgäuer Alpen, das die Inhaberfamilie Danzer bei ihrem Besuch einen Monat später – nach dem gemeinsamen Skifahren – auf vielen Fotos festhielt.  Danach wurde spontan alles verkocht, was der Kühlschrank hergab, Induktionswok,  Tepan Yaki und der Vakuumierer zum Sous Vide Garen waren dabei im Dauereinsatz.   Das Rezept mit den Zuckerschoten und Flußkrebsen, wurde neben allen anderen Fotos und Videos mit im Nachaltigkeitsblog veröffentlicht: www.nhblog.de/allgaeu.

Alle Küchen aus dem Jahr 2016

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Der fränkische Jedermoo

Der Fränkische Jedermann

Von Fitzgerald Kusz nach Hugo von Hofmannsthal

Theater Kuckucksheim

Gott ist wütend. Schlecht sind die Menschen, eitel und habgierig. Eigentlich würde er lieber heute als morgen zum Jüngsten Gericht blasen lassen. Doch Gott gibt der Welt eine letzte Chance: Wird der selbstsüchtige Jedermann im Angesicht des Todes zum Guten bekehrt, soll die Welt verschont bleiben.
Dieser Jedermann ist ein hartherziger Genussmensch, voller Stolz und ziemlich selbstgerecht. Er hat nur Augen für seinen Reichtum und die Reize seiner Angebeteten, dem „Herzala“. Mitten auf einem Fest erscheint ihm nun aber der Tod höchstpersönlich, um ihn abzuholen. In der einen Stunde Aufschub, die er dem Tod abhandelt, kann er nicht einen einzigen seiner Freunde und Verwandten dazu überreden, ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Und auch von seinen angesammelten Reichtümern muss er sich endgültig trennen. Einzig sein „Gwissen“ und sein „Glaum“, zwei allegorische Figuren, die entsprechend seines bisherigen Lebenswandels eher gebrechlich daherkommen, sind ihm noch eine Stütze und retten ihn vor dem Teufel und der ewigen Verdammnis.

Donnerstag 29. Juni 19.00 Uhr    Eintritt 20 Euro   Anmeldung empfehlenswert

(info@kulturbahnhof –ottensoos.de oder tel. 09123/6518)

Spiel: Stefan Kügel, Benjamin Seeberger, Lukas Seeberger    Regie: Jürg Schlachter

Puppen: Frauke Lehmann-Hößle, Lisa Palesche   Kostüme: Johanna Hößle, Frauke Lehmann-Hößle     Bühnenbild: Benjamin Seeberger, Lukas Seeberger       Musik: Dietmar Staskowiak  Foto jedermoo_04_druck

Selbstoptimierung

Dienstag, 9. Mai 2017, 19:30 Uhr  im Kulturbahnhof Ottensoos, Bahnhofstr.11

Selbstoptimierung: Königsweg zum Glück oder gnadenlose Geißel? (Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Evangelischen Forum Hersbruck)                                                                      (Bild:anyGGG/fotolia)

Schön, erfolgreich und glücklichmüssen die Menschen sein! So Icon Perfektionistin, schwarz, Vektor, freigestelltlauten viele Parolen, die uns  in eine kontinuierliche Selbstoptimierung und ein grenzenloses Verlangen (Immer und Jetzt) treiben. Das Wettbewerbsprinzip, die Globalisierung und die technischen Möglichkeiten der Internet-Ökonomie sowie dieWarenfülle der heutigen Welt verleiten zu Maßlosigkeit und führen zum Verlust der inneren  und äußeren Balance (mit der eigenen Natur sowie mit der sozialen und natürlichen Umwelt). Inzwischen liegen viele Analysen zu den Erschöpfungen und Überforderungen der grenzenlosen Selbstoptimierung vor.

Vor 500 Jahren hatten die Leute eher Angst, nach dem Tod zu den Versagern zu gehören. Dem setzte z.B. Martin Luther sein „Sola Gratia“, „Allein durch die Gnade werden wir selig“ entgegen.

Daniela Fuchs (Trainerin, Coach und Konfliktmediatorin) und Pfarrerin Nicola Neitzel nähern sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln der „Selbstoptimierung“.

Moderation:   Konstanze Heß, Pädagogische Leiterin (Evang. Forum Hersbruck)

Eintritt frei,  Spenden erwünscht

Die regionale Waldschöpfungskette und was die individuelle Massivholzküche mit der Sterneküche verbindet

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Andreé Köthe und herwig Danzer in der Frankenschau im Jahr 2004

Seit 1988 engagieren sich die Möbelmacher für regionale Wirtschaftskreisläufe und 1998  begann nach dem ersten Tag der Regionen in Unterkrumbach die Zusammenarbeit mit fränkischen Spitzenköchen für das Bayerische Fernsehen. Knapp zwanzig Jahre durften wir mit Andreé Köthe (Essigbrätlein), Stefan Rottner (Gasthaus Rottner), Christian Wonka, Diana Burkel (Würzhaus), und vielen anderen kreativen Köchen zusammen arbeiten und letzte Woche fiel uns bei einem Kochevent in der BindergassTheke von Nina Bressel – mit dem Team des sehr jungen prämierten Restaurants  „Sosein“ – mal wieder auf, wie eng  die Sterneküche und die individuelle Massivholzküche zusammenhängen.

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Das Team vom Sosein in der BindergassTheke 2017

Am Teller oder am Küchenboden sieht oder schmeckt man nur das Ergebnis der Arbeit, also das Gericht oder die Küche, nicht aber deren Vorgeschichte und den Aufwand, der dafür getrieben wurde. Inspiriert von den sehr ausführlichen Vorgeschichten jedes einzelnen Gangs des Restaurants „Sosein“ wollen wir – mal wieder – die Zusammenhänge von gastronomischer Spitzenküche und unserer individuellen Massivholzküche beschreiben:

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Kochworkshop am Tag des Schreiners 2016 in unserer Showküche
  • beide eint der Ruf, dass sie teuer seien
  • beide haben einen Qualitätsanspruch, der jenseits des „Sattwerdens“ oder des „Kochenkönnens“ liegt
  • der Material-Einkauf ist zeit- und pecuniär immens aufwändig
  • die Liebe, die Zeit, die Kompetenz und die Zuverlässigkeit, die auf jedem Teller oder in jeder Massivholzküche stecken, sind mit Fast Food oder industriellen Spanplattenmöbeln nicht vergleichbar
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Diana Burkel bekochte unsere Gäste während der Lesung mit Ulrich Grober bei den 18. Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen

Der kleine Unterschied, dass der Gastronom ein Gericht auf der Speiesekarte vorgibt (zumindest war das vor Lactoseintoleranz und der Speisenwahl im Film „Harry und Sally“ so), wir Möbelmacher aber jedes Möbel und jede Küche individuell für den Kunden entwerfen, wird vielleicht durch die jeweilige Investitionssumme ausgeglichen. Denn zugegeben, unser Küchen sind etwas teurer, als ein Abend im Spitzenrestaurant.

Aber wir wollen auch erklären, warum das so ist und deshalb haben wir unsere regionale Waldschöpfungskette des Jahres 2017 in ein superkurzes Video gepackt, wer sich noch tiefer einarbeiten will, findet von der Holzanlieferung bis zum fertigen Möbel noch viele ausführliche Videos in unserer Playlist.

Die regionale Waldschöpfungskette 2016/17

Der Einkauf

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Tobias Raum mit Helfer Kilian bei der Submission in Sailershausen

Unser Holzmanager Tobias Raum hat diesmal 137 Kubikmeter Holz eingekauft (Buche, Esche, Eiche, Kirschbaum, Ahorn, Elsbeere)  wovon rund ein Drittel aus den Wertholzversteigerungen (Submission) in Franken stammt. Die Waldbauern bringen ihre schönsten Stämme auf einen Lagerplatz, wo jeder Käufer sein Gebot in eine Liste eintragen kann, und  wer am meisten geboten hat, bekommt den Stamm.

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Auf den Willen kommt es an, nicht auf die Größe der Säge!

Die Anlieferung

Zwei Drittel, kommen von der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land, womit wir zu deren größten Kunden zählen. Diesmal wurde ein großer Teil der Buchen direkt mit dem Rückewagen aus dem Wald angeliefert, weil die Stämme nur 1940 Meter von unserer Werkstatt entfernt gefällt wurden und weil sie sowieso am Heimweg der Holzarbeiter lag.

Die Rundhölzer – meist die Erdstämme – werden bei uns Ende März zunächst von der Monstermaschine der Familie Feulner entrindet, auf dass das Sägen leichter wird und schon mal die meisten Tierchen weg sind. Den Berg Rinde holt gleich der Nachbar Rainer Scharrer, der seinen Kühen damit die Laufwege auf die Frühlingsweide komfortabel ausstattet.

Das Sägen und Schlichten

Zwei Wochen dauerte diesmal das Sägen mit der mobilen Bandsäge von Claus Gerstacker, eine echte Knochenarbeit ist vor allem das Stapeln oder Schlichten der Bretter, weshalb wir ein paar Wochen später auch wieder ein Schlichtfest feiern werden. Alle Helfer und auch die, die uns vielleicht im nächsten Jahr helfen wollen, sind dazu herzlich eingeladen.

Die Sägespäne machen es wieder Rainers Kühen in den Boxen angenehm weich, trocken und wohlriechend und das komplette Restholz wird von von der Firma Schwarm aus Stöppach gehäckselt und sorgt im Anschluss für wohlige Wärme im Hersbrucker Thermalbad. Am Ostersamstag war damit für diese Saison Schluss – jetzt kaufen wir bis November kein Holz mehr – und das Team erholt sich um im nächsten Jahr wieder fit zu sein.

Der Lohn der Arbeit und die Zertifizierung

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Starkes Team

Unser Holz bleibt dann ein bis fünf Jahre im Außenlager, bevor es in die Trockenkammern kommt und danach in Einzelanfertigung zu Küchen und Möbeln veredelt wird. Dabei haben wir nicht nur die optisch schönsten Stämme aus der Hersbrucker Alb ausgewählt, wir haben dank unserer langen Lagerung vor allem ein ruhiges und angenehm zu verarbeitendes Holz, für das sich dieser Aufwand wirklich lohnt.

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Ute und herwig Danzer in der neuen Showküche aus fränkischer Buche namens „Rotweinküche“

Der immense Unterschied zu schnell getrocknetem Holz (im Vakuum) fällt uns jedes Mal auf, wen wir ein paar Bretter davon verarbeiten, was gottseidank nur sehr selten vorkommt. Wir sind sehr glücklich, dass unser ganzes Team diese Anstrengungen für die best mögliche Qualität im Möbelbau mitträgt und perfekt organisiert.

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Weil wir für diese Art der superregionalen Holzwirtschaft kein Beispiel kenne, wir aber ständig von unserer blauäugigen französischen Hauskatze beobachtet werden, hat sie uns ihr Siegel gegeben, Merci.

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Hier sind  unsere aktuellen Küchenlinks mitsamt den Videos:

Die ganze Holzgeschichte im Video in unserer Playlist.

Alle Videos über die Massivholzküchen in der Youtube Playlist:
http://nhblog.de/yt_pl_kueche/

Die Videos über das Kochen in unseren Küchen (Kochveranstaltungen oder-Shows):
http://nhblog.de/yt_pl_kochen/

Unsere Kochsendungen mit Diana Burkel (Würzhaus) ist hier zu finden: http://kocheinrichtung.de

Unsere eigene Kochreihe heißt „Einfach Kochen:“
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/einfach-kochen

Und viele Artikel über unsere Art des Küchenbaus sind im Nachhaltigkeitsblog unter der Rubrik „Die Küche zum Kochen“:
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/die-kueche-zum-kochen

Die Küchenseite auf der Homepage :
http://www.die-moebelmacher.de/produkte/kueche.html

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Kleines schönes Massivholz-Badezimmer mit „Great Greta“

BAdKAtzmeierFErtigMontiertWEBDas ist schon eine Herausforderung, ein nicht wirklich riesiges Badezimmer so zu fotografieren, dass sich der Betrachter ein MontagebeispielBeineWEBrealistisches Bild davon machen kann. Deswegen montierten wir zwei Fotos vom Tilt-Shift-Objektiv übereinander was aus dem 24-er Weitwinkel eine noch viel kleinere Brennweite macht, aber beim Zusammenführen von Gretas Beinen aus dem untern und den Haaren im oberen  Bild dann wirklich aufwändig wird. Gleichzeitig zeichnen wir ein Video vom Fototermin mit Greta auf, die das Bad zusätzlich mit der Kugelkamera Pananono fotografiert hat.

In dieser 360 Grad-Ansicht können sie mit der Maus zoomen und scrollen und sich den Raum wirklich aus allen Blickwinkeln anschauen.

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Wir fotografierten „mitnichten“ also mit der Nichte meines ehemaligen Kompagnons, der Tochter unseres IT-Spezialisten und sie ist nicht nur größer als ich, sondern auch wesentlich größer als unsere Kundin, weshalb das Waschbecken etwas zu niedrig erscheinen könnte, aber für unsere Kunden aus dem Sittenbachtal passt es wirklich perfekt.

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Auch die Zusammenarbeit mit unseren Handwerkskollegen aus der Nachbarschaft – Fliesen Binker und Paulus Sanitär und Heizung – klappte hervorragend, und so wollen wir uns bei unseren Kunden für die schöne Zusammenarbeit bedanken und allen Betrachtern empfehlen, Ihr neues Bad auch gemeinsam mit uns und mit unseren Handwerkspartnern zu planen, denn nur die Einzelanfertigung von Massivholzmöbeln macht wirklich glücklich.

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Das Holz ist heimische Buche, die Armatur von unseren Lieblingsmarke Vola, den Spiegel und die Beleuchtung haben wir gemeinsam entworfen und verwirklicht, das Keramikbecken auf der Holzplatte ist das „Strada“.

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Hier sind noch mehr Einrichtungsbeispiele von den Badezimmern unserer Kunden.

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Heikes Barschrank und einige Vorgänger nebst Geschirrschränken

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Beim gemeinsamen Entwerfen des Wohnzimmer von Heike und Stefan entstand die Idee, statt einer normalen Vitrine einen richtigen Barschrank zu gestalten, der perfekt zum Mixen ausgestattet ist.

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BarschrankDuttenhöferII_0063Dazu dient neben der Dekobeleuchtung (die dauerhaft angeschaltet und gedimmt werden kann) auch der von der feststellbaren Schublade per Sensor gesteuerte  Arbeitsspot, der genau in die Gläser und Becher beim Mixen leuchtet. Die Spiegelrückwand verdoppelt den Alkoholvorrat.

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Schon bei der ersten Besichtigung in unserer Werkstatt kam der Schrank gut an, aber das Arbeiten damit, überzeugt endgültig von den Vorteilen der Einzelanfertigung von Massivholzmöbeln: bis zur letzten Kleinigkeit wurden alle Details des Möbels gemeinsam abgestimmt und dass es wirklich Freude macht, sieht man in diesem Video:

Natürlich bekam Stefan auch noch ein auf seine Anlage und Boxen abgestimmtes Sideboard, das neben allen Kabeln auch das ganze Hifi-Kleinzeug in Spezialschubladen aufnimmt. Und passend zum perfekten Sound gibt es dann auch den perfekten Drink, denn Heike hat das einst sogar mal richtig gelernt.

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Barschränke haben Tradition bei den Möbelmachern

Den ersten schick beleuchteten und raffiniert ausgestatteten Barschrank bauten wir für Nicole Obert, die in ihrem Loft aber nicht nur Getränke sondern auch Wäsche darin unterbringen wollte.

In Berlin steht ein raffinierter Schrank mit Hochfaltklappe, die in der Enge des verfügbaren Platzes das Herausnehmen auch großer Flaschen ermöglichen muss. Präsentiert wird dieses möbeltechnische Kleinod von Greta, der Tochter unseres IT-Spezialisten.

Einen ganz anderen Möbelstil verwirklichten wir mit diesem Bar- oder auch Geschirrschrank aus Elsbeere. Auf einer Sekretärklappe kann man hier mixen oder Geschirr abstellen und auch hier ist die raffinierte Beleuchtung ein wichtiger Teil des individuell auf die Kundenwünsche abgestimmten Möbels, vorgestellt von Esther, der Tochter einer Schulfreundin aus Hannover.   Diesen wertvollen Schrank, kann man etwas günstiger aus unserer Ausstellung kaufen.

Aber eigentlich wollen wir mit diesen Beispielen zeigen, dass nur gemeinsam entworfene Möbel wirklich Freude machen.

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Alle Barschränke auf unserer Homepage

Blogbeitrag zum Elsbeerenschrank mit Esther

Barschrank für Berlin mit Great Greta

Der erste Barschrank aus Nussbaum für Nicole

 

 

Noch können wir weitere Ideen für die Filmgala „Dolores“ am 24. Juni 2017 aufnehmen


Beim Schneiden des Einladungsvideos für unsere Filmgala am Samstag Abend (24.Juni 2017 im Rahmen der 19. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage) haben wir noch sooo viele liebe cineastische Mitstreiter aus dem Gymnasium Hersbruck entdeckt, dass wir nochmal die Einladung zum Mitmachen an alle schicken wollen, weil sich die Hersbrucker Filmszene eben über einige Generationen bis ins Heute erstreckt.

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Wer sich als ehemaliger Schüler, Lehrer oder normaler Mensch noch mit einer Idee  einzubringen möchte, möge sich ganz bald melden, wir sind für alles offen und würden uns rund um den epochalen Film „Dolores“ über ein fulminantes Wiedersehen freuen.

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Dolores Filmgala

Es geht natürlich zunächst mal um den Film, aber auch um ein stilechtes 60-er Jahre-Buffet, tolle Oldtimer und Requisiten und Kleider aus dieser Zeit, damit verbundene Foto- und Videoaktionen und vor allem ganz neue Ideen, die spannend für unsere Gäste sind.

Was bisher geplant ist:

  • den Kinofilm Dolores  (nominiert für den Grimme Preis 90 min) Dolores_Plakat_small
  • den Regisseur desselben Michael Rösel MichaelRösel
  • die TV-Moderatorin Christina RingerChristinaRinger
  • Buffet von einem Workshopteam (wer mag mitmachen?) im Stil der 60-er mit Foodbloggerin Dr. Barbara Steinbauer Grötsch (http://eintopfheimat.de)
  • Sekt aus Naumburg von Andreas Kirsch DoloresEinladungKurz.MTS Kopie.Standbild003
  • Technik und altes Feuerwehrauto von Matthias Meier aus Vorra (http://die-theatermaler.de) MatthiasMeier
  • Oldtimertreffen rund um das Original aus dem Film Dolores

    Filmdreh Dreharbeiten zu Dolores; Drehtag 5 Bild 98 Friedhof Aussegnungshalle; Georg  alias Udo Schenk wacht aus seinem Traum auf. Links Dolores alias Franziska Petri
    Filmdreh Dreharbeiten zu Dolores; Drehtag 5 Bild 98 Friedhof Aussegnungshalle; Georg  alias Udo Schenk wacht aus seinem Traum auf. Links Dolores alias Franziska Petri
  • Fotostationen, die den Abend in bleibender Erinnerung behalten DoloresEinladungKurz.MTS Kopie.Standbild004

Ein erster vorläufiger Ablaufplan

Einlass, Buffett,Fotostationen, Oldtimerbestaunen: 18 Uhr
Moderationsbeginn: 19:00
Filmstart 19:30

Fotostationen und Service:
Paul-Pfinzing-Gymnasium

Alle Oldtimerbesitzer sind herzlich eingeladen sich anzumelden und freien Eintritt zu erhalten
Alle liebevoll im Stil der 60-er Jahre gekleideten Gäste erhalten den ermäßigten Eintritt

Günstige Karten jetzt schon im Vorverkauf per email oder Telefon reservieren:

EintrittAbendkasse: 16 .-
Eintritt ermäßigt Abendkasse 13.-
Eintritt im Vorverkauf: 12.-
Eintritt ermäßigt Vorverkauf: 9.-

Wer Ideen hat, bite einfach melden
Telefon 09151 82 999
Email: herwig.danzer(at)die-moebelmacher.de
Sonderseite: www.die-moebelmacher.de/uwt

Die Filmgala auf der Homepage

Einladung zu den 19. Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen am Freitag:
Fränkischer Sommer mit Oliva Trummer und Roland Satterwhite

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Die ganze Geschichte der Allgäuer Alpenküche vom Tepan bis zum Fototermin

Stephanie aus Immenstadt im Allgäu suchte schon lange nach der perfekten Küche, aber vor allem nach den besten Geräten zum Kochen. Deswegen entstand der erste Kontakt zu ihr im Juni 2016 ausnahmsweise nicht über die Suche nach Massivholzküchen, sondern über unseren Hersteller aller Tepan Yaki-, Wok-, und Induktionskochfelder Christian Jaksch.

Der empfahl ihr auch, unbedingt zu uns zum Probekochen zu kommen und nach einigen Telefonaten verband sie den Besuch mit einer Urlaubsreise nach Norddeutschland , bei der sie sich mit ihrem Mann Bernd am Heimweg als Wohnmobilgäste in Franken anmeldete. Ist bei uns ja ganzjährig problemlos möglich, wenn unsere Katze Plümi sich mit ihrem süßen Zwergpudel Sambo auf gegenseitige Duldung einigen kann.

Kochen statt Dozieren

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Seit unserem Umzug nach Unterkrumbach 1997 haben wir Küchen zum Kochen in unserer Ausstellung und wir präsentieren unsere Küchengeräte im echten Einsatz, weil die branchenübliche theoretische Erklärung – „macht viel Spaß und ist leicht zu reinigen“ – völlig sinn- und überzeugungsfrei ist.

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Mit einer kleinen Führung durch Werkstatt und Musterhaus wurde die Idee zur modernen Massivholzküche rund um den gewünschten Tepan Yaki konkreter und  gegen 23 Uhr wusste man auch schon ziemlich genau, wie sie aussehen wird.

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Tags darauf verließen sie uns mit einem Giovanni aus Nussbaum, der im Wohnmobil im Alkoven die Reise ins Allgäu antrat und Stephi berichtete sogar von seiner glücklichen Ankunft dortselbst und seinen schönen neuen Aufgaben als stummer Diener der Familie: hilfreich – verschwiegen – käuflich.

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Kocherlebnis und geheime Absprachen am Tag der Küche

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Im September darauf reiste Stephi mit Tochter Maja und Sohn Jakob an und lernte von und befreundete sich mit vielen anderen Küchenkunden, die den Tag der Küche gestalteten oder besuchten. Sogar sooo unglaublich gut, dass sie heimlich Küchenliefertermine mit unseren Kunden Laura und Dieter tauschte, was wir dann erst später erfuhren:

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„Also Laura und Dieter schaffen das dann doch nicht so schnell wie geplant mit ihrem Umbau, also könnt ihr doch stattdessen meine Küche noch in diesem Jahr liefern?“ Gleichzeitig überzeugten ihre Kinder sie von der absoluten Notwendigkeit eines Woks neben dem großen Tepan Yaki – wofür sie schon Minuten nach der Lieferung dankbar war.  Aus unserer Erfahrung übrigens eher eine tolle  Ausnahme, denn die meisten Kinder wollen am liebsten die alte Küche vor jeder geringsten Änderung bewahren.

Planung via Graham Bell und Social Media

Gesagt, getan, die 300 km Entfernung überbrückten wir problemlos mit Telefon (von Antonio Meuccis erfunden, von Graham Bell geklaut), Whatsapp, Facebook  und unzähligen gemailten Fotos und Nachrichten (190 an der Zahl) und durch den zusätzlichen Zugang zu unserer eigenen Fotodatenbank für Kunden, (den natürlich jede Interessentin haben kann). Aktuell ist sie wohl die beste Kennerin aller Möbelmacherküchendetails und Kosenamen aller Kundenküchen der letzten sechs Jahre von der Mohnblumen-, Erdbeer- und Limettenküche, bis zur nagelneuen Küche aus Rüster in unserer Ausstellung.

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Aber auch Bernd vertiefte sich in die Pläne und entwickelte mit uns raffinierte Ideen für den Umbau, von denen die abgeschrägten Wandecken der neuen Küche wohl am meisten Funktionalität und Großzügigkeit einbrachten.  Auch die Lösung für den Dunstabzug ist als Umluftvariante beeindruckend. Mit unserem Küchenbauer Helmut Neugebauer verband Stephi bald ein gegenseitiger Respekt: „Sie beschäftigt sich ernsthaft abwägend mit jedem kleinsten Detail“ und „er beantwortet wirklich jede Frage schnell, kompetent und gewissenhaft.“

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Zusammen mit Matthias Becker und unserem Auszubildenden Tobias lieferten sie einige Monate später die neue Küche, deren Oberschrank mit einem künstlerischen Foto der Allgäuer Bergwelt gestaltet wurde – von uns digital schwarzweiß aufbereitet.

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Im Video erklärt Bernd Ute Danzer jeden Gipfel, denn lustigerweise gründete sein Vater zusammen mit dem Vater von Utes Kommilitonin aus dem Sportstudium  in München, Skischulleiterin von Skitotal Claudia Reusch,  den heimischen Skiclub. Unglaubliche Zusammenhänge, die sich aus dem zufälligen(?) Interesse für einen Tepan Yaki ergaben. Logisch, dass Stephi ihre  Küche jetzt  „Allgäuer Alpenküche“ nennt.

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Gleich nach der Montage erreichten uns Fotos von kritisch prüfenden Eltern und ein Video von freudig kochenden aber eher wortkargen Männern.

Nicht zuletzt dank des gemeinsam kochend verbrachten „Tags der Küche“ wurde Stephi schnell zum Fan des Sous Vide Garens, weshalb auch der Vakuumierer von Komet bei ihr Einzug hielt,
IMG_0054zum Garen selbst nutzt sie aktuell noch ihren Dampfgarer oder die Cooking Chef Küchenmaschine von Kenwood, die dank Induktionskochfeld die Wassertemperatur in der etwas kleinen Rührschüssel ebenfalls gradgenau einhalten kann.

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Eine wunderbare Buchenküche mit begeistert kochenden Besitzern und Kindern wollten wir natürlich auch so schnell wie möglich für noch kommende Kunden dokumentieren und so vereinbarten wir einen Besuchs- und Fototermin, dem wir erstmal gemeinsames Skifahren mit Claudia voranstellten.

Foto- und Kochtermin mit Salbei statt Basilikum

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Beim Skifahren fragte Stephi noch, was sie zum Sous Vide Garen von Schweinerücken besorgen müsse und irgendwie verwechselte Mann Salbei und Basilikum, was zum Einsatz von gefrorenem Basilikum, aber ganz vielen am Tepan Yaki köstlich gebratenem Salbeiblättern führte, die übrigens ausgezeichnet schmecken.

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Im Video ganz am Anfang dieses Artikels kann man sehen, dass der temporale Aufwand der Fotoarbeiten ein wenig unterschätzt wurde und dass die ganze Familie wegen der aufwändigen Beleuchtungs- und Fotoarbeiten tapfer mit dem Hunger kämpfte, aber dank (mindestens) acht folgenden Gängen verbrachten wir  einen wunderbar inspirierenden Abend rund ums Kochen und mit vielen offenen Gesprächen über den Rest der Welt. Und es wurden wirklich alle satt – wenn auch später als sonst.

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Was lernen wir daraus?

Es ist nicht die Entfernung in Kilometern, sonder die Nähe im Denken, die unsere Zusammenarbeit mit Kunden so oft so angenehm macht. Es ist ein großes Glück für  Menschen mit gemeinsamen Ansichten Möbel und Küchen bauen zu dürfen und mit ihnen kochen, lachen und sogar skifahren zu können. Unser ganzes Team freut sich mit uns so oft über solch tolle Kunden und wir haben gelernt, es ganz bewusst zu genießen. Und übrigens hat Basilikum glatte Blätter und Salbei die ganz rauhen.

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Das Rezept für die Scampis (im Video Flusskrebse) mit Zuckerschoten und das Standardrezept für köstliche Nachspeisen auf dem Tepan aus dem Kochbuch des Jahres 1992: RezeptAtagZuckerschotenScampis

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Die Küchenlinks:

Alle Videos über die Massivholzküchen in der Youtube Playlist:
http://nhblog.de/yt_pl_kueche/

Die Videos über das Kochen in unseren Küchen (Kochveranstaltungen oder-Shows):
http://nhblog.de/yt_pl_kochen/

Unsere Kochsendungen mit Diana Burkel (Würzhaus) ist hier zu finden: http://kocheinrichtung.de

Meine eigene Kochreihe heißt „Einfach Kochen:“
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/einfach-kochen

Und viele Artikel über unsere Art des Küchenbaus sind im Nachhaltigkeitsblog unter der Rubrik „Die Küche zum Kochen“:
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/die-kueche-zum-kochen

Die Küchenseite auf der Homepage haben Sie sicher schon entdeckt:
http://www.die-moebelmacher.de/produkte/kueche.html

 

Save the date – Konferenz zur regionalen Nachhaltigkeitstransformation am 6.4.2017 an der Universität Bayreuth

Seit 1997 hatten wir immer wieder regen Meinungsaustausch und intensive Zusammenarbeit bei unterschiedlichsten Projekten mit Professoren, Studenten und Universitäten zwischen Virginia, Bayreuth und Nürnberg/Erlangen. Deswegen hier die Einladung zur sicher interessanten

Tagung:  „Den Übergang in eine nachhaltige Gesellschaft vor Ort gestalten. Reallabore und Transformationsplattformen in der Region“

von Prof. Manfred Miosga (Uni Bayreuth) persönlich:

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„Sehr geehrte Damen und Herren,

die UN-Klimakonferenz hat in Paris im November 2015 bekräftigt, dass alle Anstrengungen unternommen werden sollen, damit die Erderwärmung auf 1,5 Grad oberhalb des langjährigen Mittels begrenzt werden kann. Der Beschluss hat zunächst insbesondere in der Fachwelt für Aufatmen gesorgt. Schienen doch damit die Empfehlungen der Klimaforschung aufgegriffen und die politische Blockade auf internationaler Ebene überwunden.

Mittlerweile ist deutlich geworden, welch epochale Herausforderungen damit verbunden sind. Für die westlichen Industrienationen bedeutet das Klimaschutzziel, dass schon in den nächsten 15-25 Jahren eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf annähernd null vollzogen werden muss. Auch die Inanspruchnahme anderer Ressourcen muss drastisch reduziert werden, um die planetaren Leitplanken des globalen Ökosystems nicht zu sprengen.

Klar ist, dass die Zeit drängt. Klar ist auch, dass die aktuellen politischen Klima- und Umweltschutzprogramme auf nationaler Ebene nicht ausreichen, um das Ziel zu erreichen. Ohne eine tiefgreifende Veränderung unserer Konsummuster und Produktionsweise wird die Erderwärmung und die Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlagen nicht zu stoppen sein. Alle politischen Ebenen und alle gesellschaftlichen Teilbereiche sind gefordert, ihren Beitrag zu leisten und Verantwortung zu übernehmen.

Mit der Tagung „Den Übergang in eine nachhaltige Gesellschaft vor Ort gestalten. Reallabore und Transformationsplattformen in der Region“ am 6. April 2017 von 10-17:30 Uhr an der Uni Bayreuth wollen wir als Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth diese Aufgabe aufgreifen und mit Akteuren aus der Region diskutieren, wie der notwendige Transformationsprozess vor Ort und in der Region konkret gestaltet werden kann. Das ausführliche Programm dazu finden Sie im Anhang.

Die Tagung richtet sich an alle, die sich angesprochen fühlen und Verantwortung übernehmen wollen: aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Bildung etc. Wir wollen mit Handelnden und Forschenden ins Gespräch kommen und nach geeigneten Lösungswegen vor Ort suchen. Wir verstehen die Tagung als ein Auftakt für einen längerfristig angelegten Prozess eines transdisziplinären Erfahrungs- und Wissensaustausches, der Forschung und Praxis zusammenbringt, mit dem Ziel Impulse für regionale Aktivitäten auszulösen bzw. zu unterstützen. Die Idee ist, eine Plattform aufzubauen, die verfügbares Transformationswissen zugänglich macht und die Produktion neuen Wissens anregt: das „Forum 1.5“. Dabei steht „ 1.5“ für das Ziel, die Erderwärmung auf maximal eineinhalb Grad zu begrenzen.

Anhand von Plenumsvorträgen und thematisch aufgefächerter Workshops (s. Anhang) wollen wir einige Themen anreißen, den Stand transformativer Aktivitäten reflektieren und Wege zur Lösung von Blockaden diskutieren. Die Ergebnisse der Diskussionen sollen die Grundlage liefern für die konkrete Ausgestaltung des „Forum 1.5“.

Wir möchten Sie sehr herzlich einladen an der Tagung teilzunehmen und die Einladung in ihrem Netzwerk / Bekanntenkries / in ihrer Organisation weiter zu leiten. Die Teilnahme ist kostenlos. Falls Sie teilnehmen können, melden Sie sich bitte bis spätestens 31.03. unter folgender Email-Adresse an: stadtregion@uni-bayreuth.de oder auf www.forum1punkt5.de.  Wir freuen uns auf eine spannende Tagung.

Mit freundlichen Grüßen

UnzerschriftMiosga

Prof. Dr. Manfred Miosga“

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StudentenVirginia
Studenten aus Virginia mit Dr. Heike Mayer 2005
StudentenVirginiaEssplatz
Studenten aus Virginia mit Dr. Heike Mayer 2005
VorlesungWiso2010_0261
Vorlesung an der Ohm über die Entwicklung des Internets 2010
StudentenOhmFH0706
Studenten der Ohm 2006
P1020884
Führung mit Dr. Ulrich Ermann und Dr. Sonja Hack 2005

 

Von der Ökologie zur Nachhaltigkeit – gesellschaftliche Verantwortung bei den Möbelmachern

Die Entstehungsgeschichte erklärt in einem Vorwort, wie sich der Familienbetrieb seit der Gründung in Richtung  Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung entwickelt hat. Im Anschluss werden Kernthemen, wie die ökologische Fertigung und regionale Wirtschaftskreisläufe beleuchtet um dann im Paradebeispiel Massivholzküche die Querverbindungen aufzuzeigen, die bei der täglichen Arbeit motivieren und Freude machen. Der Ausblick erklärt die bereits vollzogene Betriebsübername und die geplante Übergabe im nächsten Jahrzehnt der Firmengeschichte.

Die Entstehungsgeschichte

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Von 1988 bis 2015 Kompagnons: Gunther Münzenberg links und herwig Danzer rechts

Als die Möbelmacher 1988 von einem Studenten für Politik, Soziologie und Germanistik und einem befreundeten Schreinermeister als reine Massivholzschreinerei gegründet wurden, lag der Fokus auf ökologischen Aspekten wie der Verweigerung von Spanplatten und Kunstharzlacken. Im Laufe der Jahre erweiterten sich die Anforderungen und die Möbelmacher wollten nicht nur die Wohngesundheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit ihrer Produkte kommunizieren, sondern auch deren Einsatz für regionale Wirtschaftskreisläufe, attraktive Arbeitsplätze und das Engagement für Lebensqualität in der Hersbrucker Alb. Ökologische Betriebe strebten schon damals nach Nachhaltigkeit. Auch wenn dieser Begriff in der Bedeutung der „Sustainibility“ im Bericht an den Club of Rome  „Die Grenzen des Wachstums“ schon 1972 entstand, war er Ende der achtziger Jahre noch nicht als Wirtschaftsweise etabliert, gleichwohl hatten Geschäftsführer nie ausschließlich den ökologischen Aspekt im Visier, denn ohne Ökonomie und soziale Verantwortung hätten gerade diese Betriebe nicht existieren können.

Ulrich Grober hat zuletzt wieder bei seiner Lesung bei den Möbelmachern gefordert, dass die Möbelmacher den Begriff „Nachhaltigkeit“pflegen sollten

Den aktuell stark strapazierten Begriff der Nachhaltigkeit verwenden die Möbelmacher in der Zwischenzeit ganz bewusst, weil er aus „ihrer“ Holzwirtschaft kommt und weil sie der bekannte Autor zu Nachhaltigkeitsthemen, Ulrich Grober („Die Entdeckung der Nachhaltigkeit“) während einer Lesung dazu ermutigte: „Denn wer, wenn nicht die Möbelmacher sollten die wahre Bedeutung dieses Begriffes pflegen,“ argumentierte Grober anhand des von ihnen geprägten Begriffs der „Waldschöpfungskette“ und so mauserte sich die inzwischen nicht mehr kleine Schreinerei mit rund 15 Mitarbeitern zum Vorreiter für Nachhaltigkeit, was zahlreiche Anerkennungen mit sich brachte.

Das Möbelmacherteam im Jahr 2003 beim EFQM-Workshop

Die Ziele der Möbelmacher wurden im Jahr 2003 während einer Selbstbewertung nach dem um den „Nürnberger Nachhaltigkeitsansatz“ erweiterten EFQM-Modell gemeinsam so definiert:

Der Slogan „Alles Gute zum Einrichten“ steht für die Ziele der Möbelmacher. Als überschaubares Handwerksunternehmen streben wir mit unserem wohngesunden und qualitativ führenden Einrichtungs-Komplettservice nach Zufriedenheit und Begeisterung bei Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft. Nachhaltiges Wirtschaften, bedeutet neben der Verwirklichung unserer ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen an einen ganzheitlich ausgerichteten Betrieb, auch die Förderung der regionalen Wirtschaftskreisläufe besonders bei der Holznutzung und des Bewusstseins für Qualität, Individualität und Regionalität. Ständige Verbesserungen von der Möbelgestaltung bis hin zu den Betriebsabläufen sollen die Freude an unserer attraktiven Arbeit erhalten und die Zukunft des Betriebs auf Generationen sicherstellen.

Nach dieser Leitlinie werden seitdem Maßnahmen geplant, Entscheidungen gefällt und nach neuen Wegen gesucht, wie ein positiver Einfluss auf die Entwicklung einer Region mit dem geschäftlichen Erfolg verbunden werden kann.

Ökologische Möbelfertigung durch konsequente Neubauten weiterentwickeln

Die durchgängig ökologische Fertigung von Massivholzmöbeln war damals weniger Marketingkonzept, als vielmehr die persönliche Überzeugung der Eigentümer und auch heute noch entspricht die  Kompromisslosigkeit bei der Materialwahl eher dem Selbstverständnis der Firma, als dem expliziten Wunsch aller Kunden, die immer wieder mal fragen, „ob das wirklich alles massiv sein muss“. Aber Glaubwürdigkeit entsteht am besten durch Vorbild und so errichteten die Möbelmacher im Jahr 1997 einen ökologischen Gewerbebau, der alle damaligen Erkenntnisse des umweltfreundlichen Bauens in sich vereinte.

Der Neubau

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Das 1997 nach ökologischen Richtlinien errichtete Firmengebäude mit Büro, Ausstellung und Fertigung

Grundidee war eine Halle für Fertigung, Büro und Ausstellung, für die nur wohngesunde Materialien verwendet werden, also solche, die die Möbelmacher auch beim Bau von Einfamilienhäusern empfehlen würden. Denn interessierten Bauherrn kann man nicht Naturfarben und ökologisches Dämmmaterial ans Herz legen, wenn man das eigene Gebäude aus Sparsamkeitsgründen mit billiger Industrieware gestrichen oder mit Mineralwolle statt ökologisch gedämmt hat.

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In der lichtdurchfluteten Halle fühlte sich auch das Bayerische Fernsehen beim Drehen eines Lehrfilms mit unserem Auszubildenden wohl

Angenehmes Arbeitsklima entsteht in einer Werkshalle in Holzbauweise durch massive Holzdielenböden und Deckenstrahlungsheizkörper, aber auch durch eine Architektur, die viel Tageslicht nach innen und den Blick in die Natur nach draußen ermöglicht.  Die eigenen Holzabfälle beheizen das gesamte Gelände und die Trockenkammern, die Streuobstwiese versorgt das Team mit angenehmer Atmosphäre und Vitaminen und das große Holzlager ermöglichte die Perfektionierung der Möbelfertigung auf 100 Prozent Holz aus der Region. Um vermeintliche Skandalmeldung zu vermeiden oder Engpässe bei bestimmten Holzarten durch Zukauf lösen zu können, werden nach außen nur fünfundneunzig Prozent Holz aus der Region kommuniziert, aber bisher waren es bis auf eine Ausnahme immer hundert.

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In der Ausstellung werden nicht nur Möbel verkauft, sondern auch Kochkurse und unterschiedliche Workshops abgehalten

Und noch einen wichtigen Aspekt hatte das neue Gebäude. In der Ausstellung können die Möbelmacher jetzt auf rund 1000 Quadratmetern nicht nur Massivholzmöbel zeigen, sondern die komplette Einrichtung mit Küchengeräten, Beleuchtung, Matratzen, Polstermöbeln und Vorhängen. Sie entwickelten sich dank ihrer Planungskompetenz immer mehr zum Kompletteinrichter, auch für ganze Häuser und Hotels.

Die regionale Waldschöpfungskette

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Veranstaltung nach dem Vorbild des „Weltcafes“ zum Thema „Der kurze Holzweg“ gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Initiativkreis Holz aus der Frankenalb im Jahr 2008

Auch hier ist die Motivation die Schaffung einer einzigartigen Waldschöpfungskette vom Wald bis zum Kunden, und viele Maßnahmen zielen in der Folge darauf hin, Kunden auf die Vorteile regionaler Wirtschaftskreisläufe – nicht nur in der Holzbranche – aufmerksam zu machen. So gab es in der Vergangenheit schon abendfüllende Veranstaltungen zusammen mit der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land, aber auch öffentliche Informationsveranstaltungen zum Baumfällen und vor allem ganz viele Videos über den Weg des Holzes. Der ist bei den Möbelmachern lückenlos dokumentiert, weil nach der Anlieferung des Rundholzes, das Entrinden der Stämme, das Sägen der Bretter mit der mobilen Bandsäge, das Stapeln, das Lagern und das Trocknen in den beiden selbst entwickelten Trockenkammern komplett am eigenen Gelände erfolgt.

Die komplette Waldschöpfungskette am eigenen Gelände

Vermutlich weckte aber auch die freundliche Aufnahme der Möbelmacher in dem  kleinen Dorf Unterkrumbach im Sittenbachtal den Wunsch, das dort erwirtschaftete Geld so weit wie möglich auch im Tal auszugeben und dadurch einen kleinen Beitrag für die Lebensqualität einer Region zu leisten. So muss der – im Vergleich zum „normalen“ Einkauf im Holzhandel – ungleich höhere Aufwand des eigenen Holzmanagements mit der deutlich besseren Qualität, der Einbeziehung aller Gewerke als Freunde, der Begeisterung der Kunden oder einfach nur mit einem angenehmeren Gefühl gegengerechnet werden. Und sollte all das keine exorbitanten Gewinne versprechen, so scheint dieses  Alleinstellungsmerkmal als Wettbewerbsvorteil doch die Zukunft in einer sehr schwierigen Branche sicher zu stellen.

Möbeloberflächen aus Naturharzölen

Neben ausgasenden Holzwerkstoffen wie Spanplatten oder MDF Werkstoffen (mitteldichte Faserplatten), ist vor allem die Oberflächenbehandlung der Möbel immer wieder ein Anlass für leider nur kurz aufwallende Skandale. Wenn Wohnraummessungen  ergeben, dass Anstriche ganze Wohnhäuser unbewohnbar machten, dann müssen sich ganzheitlich denkende Einrichter über alle Materialien Gedanken machen, die sie für Kunden einsetzen. So wurde schon bei der Firmengründung festgelegt, dass bei den Möbelmachern nur wohngesunde Materialien zum Einsatz kommen, aber vor allem die Oberflächenbehandlung passiert ausschließlich mit Naturfarben, für die Volldeklarationen vorliegen, also eine genaue Auflistung aller im Öl verwendeten Zutaten.

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Messen statt vermuten: die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten lässt fundierte Aussagen zum gesunden Wohnen zu

Zusätzlich führt die langjährige Zusammenarbeit mit Herstellern wie der Firma Livos oder baubiologischen Instituten und deren physikalischen Messtechniken zu einem Erfahrungsschatz, den die Möbelmacher auch beratend an die Kunden weitergeben.  So können sie sensiblen Menschen wissenschaftliche Daten zur Verfügung stellen und bei der Einrichtung von Kinder-, Schlaf- oder auch Hotelzimmern sicher sein, dass alles für die Gesundheit der Kunden getan wurde.

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Für die Oberflächentechnik mit Naturharzölen wird auch weiterhin ständig getestet und geforscht

Aber das ist nur ein Aspekt, der geölten Oberflächen. Neben der angenehmen Haptik, ist vor allem die Pflegeleichtigkeit im täglichen Gebrauch oft kaufentscheidend. Genau dazu forschen die Möbelmacher ständig nach verbesserten Materialien und Arbeitstechniken, um besonders Küchen und Fußböden auch für nicht ökologisch interessierte Menschen attraktiv zu machen. Testreihen mit Kaffee, Mineralwasser, Rotwein, Roter Beete und dem Permanentmarker von Edding münden immer wieder in kleine Detailverbesserungen, die dem Kunden später die Massivholzmöbel noch sympathischer machen.

Das regionale Musterhaus   

Das „regionale Musterhaus“ der Familie Danzer (2002), das nur mit Materialien und von Handwerkern aus der Region errichtet wurde und als Wohn- und Ausstellungsfläche genutzt wird

Aus der Zusammenarbeit mit der Forstbetriebsgemeinschaft und anderen befreundeten Handwerkern, die in die Gründung des Initiativkreises Holz aus der Frankenalb mündete, ergab sich die Idee, die eigenen Forderungen nach Regionalität auch für alle nachvollziehbar in einem Pilotprojekt zu verwirklichen. So entstand das Holzhaus der Familie Danzer direkt neben der Möbelmacherhalle im Jahr 2001 mit der Maßgabe, dass alle verwendeten Baumaterialien im Umkreis von 100 km hergestellt wurden und alle Handwerker aus dem Initiativkreis oder der Nachbarschaft kommen.

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Presserummel rund ums regionale Musterhaus

Die Presse begleitete das „das regionalen Musterhaus“ von der Planung bis zu den ersten Besichtigungen, was nachweislich die Akzeptanz regionaler Wirtschaftskreisläufe aber auch die Bekanntheit der Möbelmacher erhöhte. Sogar in der Wochenzeitung „Die Zeit“ wurde darüber berichtet. Gleichzeitig können sie seitdem nicht nur in der Ausstellung zeigen, wie sich Massivholzmöbel anfühlen, sondern auch im regionalen Musterhaus, welche Atmosphäre die Kompletteinrichtung aus einer Hand vermittelt. So verbinden sich Werte wie einfühlsame Architektur, gesundes Wohnklima im Holzhaus, Funktionalität und Ästhetik der Einrichtung, aber auch Gastfreundschaft und Kochveranstaltungen mit Regionalität. Ein Ziel, dass für alle Beteiligten auch wirtschaftliche Vorteile brachte.

Erster Tag der Regionen als Meilenstein

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Meilenstein für die Regionalentwicklung in der Hersbrucker Alb: der erste Tag der Regionen in der Werkstatt der Möbelmacher 1998

Der Höhepunkt für das langjährige regionale Engagement der Möbelmacher war der erste Tag der Regionen 1998, den sie gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum Wengleinpark aus der Taufe hoben. In der Zwischenzeit wird diese erstmals am Gelände in Unterkrumbach veranstaltete „Regionalmesse“ mit Direktvermarktern und allem, was in der Region interessant ist von der „Regionalbewegung e.V.“ in ganz Deutschland veranstaltet, damals war der Gedanke noch neu. herwig[1] Danzer lud zusammen mit Geschäftsführer Dipl. Ing. agr. Rainer Wölfel nicht nur die Lebensmittelerzeuger und die Forstwirtschaftler ein, sondern auch das Dehnberger Hoftheater aus der Nachbarschaft, das neue gegründete Convivium von Slow Food Nürnberg und veranstaltete eine Podiumsdiskussion mit regionalen Akteuren und Politikern.

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Podiumsdiskussion mit den Protagonisten regionaler Wirtschaftskreisläufe 1998

Daraus entwickelten sich in den folgenden Jahren viele gemeinsame Projekte vom Initiativkreis Holz aus der Frankenalb über Heimat auf´m Teller bis hin zu zahlreichen Messeauftritten, bei denen zusätzlich zu den Möbelmachern immer auch die Partner drumrum kommuniziert wurden. Von Slow Food, der maßgeblich von herwig Danzer mitinitiierten Cittaslow Hersbruck bis zu den zahlreichen Köchen und Politikern, die in den Kochshows der Möbelmacher auftraten.

Nachhaltiges Wirtschaften am Beispiel der Massivholzküche

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Ute und herwig Danzer in der aktuellen Showküche mit digital bedruckten Glasfronten

Natürlich besteht auch eine Küche der Möbelmacher aus einzelnen geölten Schränken, die zu einer funktionalen Küche gemeinsam montiert und mit modernsten Geräten ausgestattet werden. Und doch ist einiges anders, denn gerade anhand der Küchen lässt sich der ganzheitliche Ansatz der fränkischen Einrichter beispielhaft beschreiben. Küchen haben sich in den letzten 25 Jahren zum wichtigsten Standbein der Kompletteinrichter entwickelt. Dabei wurden die Unterschiede der Materialien – Massivholz versus Spanplatte – bereits beschrieben, im Folgenden wird auf die Aspekte der technischen Weiterentwicklung und der Kundenkommunikation eingegangen.

Technische Küchenentwicklung im Haus und mit Partnerbetrieben

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In der ersten Showküche werden im regionalen Musterhaus auch Kochsendungen mit Spitzenköchinnen aufgezeichnet

Die wichtigste innovative Küche wurde im Jahr 2000 zunächst für einige Messen, aber am Ende für das regionale Musterhaus gefertigt. Damals ergänzte man auf Ute Danzers Wunsch die Massivholzfronten mit solchen aus Edelstahl und stellte die Kochinsel in ein vom Partnerschlosser eigens geschweißtes Gestell aus dem gleichen Material. Die bis heute fortschreitende Individualisierung jeder einzelnen Küche führte insbesondere durch die einige Jahre später entstehende Glastechnik zu immer neuen Varianten, von denen der Fotodruck hinter Glas die auffälligste und originellste ist. So sprechen Kunden oft von der Mohnblumen-, der Erdbeer- oder der Rotweinküche, weil sich die auf der Homepage gezeigten Fotos derselben einprägen.

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Die erste Küche mit Granitfronten aus Bayern aus fränkischem Rüster

Die neueste Showküche in der Ausstellung wurde 2016 gemeinsam mit einem Granitverarbeiter entwickelt, der auf Wunsch der Möbelmacher erstmalig heimischen Granit aus Bayern verarbeitete und daraus die Fronten und Arbeitsplatten in nur 1 cm Stärke fertigte.

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CEO von Miele antwortet auf den offenen Brief und Beitrag im NAchhaltigkeitsblog

Aber auch mit den Geräteherstellern von der großen Firma Miele bis zu kleinen Manufakturen sind die Möbelmacher im regen Austausch. So hat der Miele Geschäftsführer Reinhard Zinkann selbst auf einen persönlichen und im Nachhaltigkeitsblog veröffentlichten offenen Brief von herwig Danzer geantwortet: Zinkann teile seine Vorliebe für den Druckdampfgarer und koche selbst damit, Miele wird ihn deshalb – entgegen vieler Ankündigungen von Vertreterseite – weiterhin im Programm lassen.

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Prototyp des ersten Einbauthermailiserers zum Sous Vide Garen in der neuen Showküche

Die Fachwelt war erstaunt, wie auch von der Tatsache, dass der erste Sous Vide Einbauthermalisierer von Komet – ein Gerät mit dem man vakuumierte Speisen bei niedriger Temperatur im Wasserbad gart – in jener Granitküche in der Möbelmacherausstellung integriert wurde. Die Firma Jaksch, Hersteller von kombinierten Tepan Yaki- und Induktionskochfeldern, lieferte den Möbelmachern schon 2008 zum 20-jährigen Jubiläum einen Prototyp zum Testen, alle erarbeiteten  Verbesserungsvorschläge wurden in der ersten Serie verwirklicht.

Einigen Kunden waren Induktionskochfelder suspekt und die Plastiktüten zum Sous Vide Garen beunruhigten, also haben die Möbelmacher Labore und Messtechniker bekannter Institute mit der Prüfung beauftragt und die Ergebnisse im Nachhaltigkeitsblog veröffentlicht. Jetzt kann jeder aus diesen  Daten selbst seine Schlüsse ziehen und fundierte Entscheidungen fällen.

Weil Danzer ständig experimentell kocht und das gesamte Küchenteam auf der steten Suche nach Verbesserungen ist, werden die einzeln für die computergesteuerte Maschine programmierten Schränke ständig weiterentwickelt, von der Öffnungsmöglichkeit aller unteren Schubladen mit dem Fuß, über perfektionierte Einteilungen für die Gewürze des befreundeten Biolieferanten Sonnentor – die auf Wunsch auch mitgeliefert werden – bis zur Einschubmöglichkeit für den großen Bräter von Miele im Backofenhochschrank.

Küche mit Kunden

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Alfons Schubeck auf der Consumenta 2000 auf der Möbelmacherbühne beim Bayerischen Fernsehen

Ute Danzers schon oben erwähnte Küche war die erste, die die Möbelmacher für Kochshows beim Bayerischen Fernsehen auf der Verbrauchermesse Consumenta im Jahr 2000 aufbauten. Dort lernte Danzer viele Jahre jeweils 9 Tage in täglich bis zu fünf Kochshows das Moderieren von Fernsehmoderatoren, die auch schon bei eigenen Veranstaltungen in Unterkrumbach auftraten.

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Kochshow mit Ralf Zacherl auf der Grünen Lust 2005

Die Stars waren dabei meist regionale Sterne- und Spitzenköche, aber auch Alfons Schubeck und Ralf Zacherl gaben sich in Möbelmacherküchen den Kochlöffel in die Hand. Parallel dazu absolvierte Danzer eine Ausbildung als Ernährungsexperte und moderierte auch die Kochshows der Biomesse Grüne Lust und der BIOerleben am Nürnberger Hauptmarkt.

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Foodbloggerin Barbara Steinbauer Grötsch  bei der gemeinsamen Kochshow auf der Messe

Mit einer lange Zeit in der Abu Dhabi und Syrien  lebenden Schulfreundin und Kundin von zwei Küchen gab es viele Besuche und regen Austausch zur arabischen Küche, was 2009  zu einem Kochbuch und ihrem in der Zwischenzeit sehr bekannten Foodblog www.eintopfheimat.de führte. Das ist vielseitig mit dem Nachhaltigkeitsblog verlinkt und stellt quasi das internationale Pendant zur Regionalität in Unterkrumbach dar.

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Zur  Küchenplanung gehört auch immer das gemeinsame Kochen

Küchenkunden profitieren von den gesammelten Erfahrungen, denn bei Beratungsgesprächen wird immer auch gekocht und genau in diesen Momenten lernt man die Lebensqualität der von den Möbelmachern zu über 95 Prozent eingebauten Kochinseln oder Kochhalbinseln zu schätzen. Viele können sich in ihrem „kleinen Raum“ keine Insel vorstellen, sie erklären, dass sie keinen Dampfgarer und keinen Tepan Yaki bräuchten und sie seien ja wegen des Holzes da, nicht wegen Fronten aus Glas. Manchmal sind es dann deren Kinder, die das Braten von selbstgehobelten Kartoffelchips am Tepan Yaki unbedingt auch zuhause wollen, es sind häufig Frauen, die die Zubereitung von Nudeln, Reis und Gulasch im Druckdampfgarer zu schätzen lernen und Männer entdecken den Reiz des perfekten Steaks im Vakuumverfahren. So bietet erst das gemeinsame Kochen die Chance, den echten Nutzen von bisher unbekannten Geräten einschätzen zu können.

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Viele Freihandzeichnungen entstehen während des ersten Gesprächs

Beim zweiten Gespräch haben schon viele Kunden eigene Lebensmittel zum Ausprobieren ihrer eigenen Lieblingsrezepte in der Möbelmacherküche dabei und die Küchenzeichnungen entstehen dabei nebenbei freihand mit Bleistift auf weißem Papier ganz ohne Computer.

Viele Kunden kommen von weit weg, Berlin, Allgäu, Köln oder Halle, und sie übernachten im benachbarten Hotel in den von den Möbelmachern eingerichteten  Zimmern. Am zweiten Tag können sie die vielen Fragen abarbeiten, die nach dem gemeinsamen Planungsabend nachts noch entstanden sind. Dank des akribisch arbeiteten Küchenteams bekommen diese Kunden zum vereinbarten Wunschtermin eine perfekte Küche, die nach zwei Montagetagen bekochbar ist und keine weiteren Anreisen benötigt.
Danach stehen sie ein Leben lang für ergänzende Beratungen, Umbauten oder Umzüge  zur Verfügung. Besonders bei Massivholzküchen führt ein Umzug zu überraschend perfekten Ergebnissen, weil es keinen Unterschied zwischen Sicht- und Korpusseiten gibt.

Gemeinsam Kochen bei den Werkstatt-Tagen, dem Tag der Küche oder des Schreiners

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Volle Werkstatt (350 Gäste) beim internationalen Gitarrenfestival Hersbruck, viele Jahre zu Gast in der auf- und ausgeräumten Fertigungshalle der Möbelmacher

Die Unterkrumbacher Werkstatt-Tage finden im Jahre 2018 bereits zum zwanzigsten Mal statt und das Rahmenprogramm besteht ursprünglich aus klassischen Konzerten heimischer Orchester, aber auch Jazz, Lesungen mit bekannten Autoren wie Uwe Timm, Herbert Rosendorfer oder Deutschlands renommiertesten Literaturkritiker Denis Scheck, der auch schon Kochworkshops begleitet hat. Sie sind der Versuch, an drei Tagen ein vielseitiges Programm für jeden Geschmack in der ausgeräumten für bis zu 300 Personen bestuhlten Werkstatt zu bieten und immer wichtiger werden dabei tagsüber die Kochworkshops, bei denen in der Zwischenzeit Möbelmacherkunden nahezu selbstständig das Programm bestimmen.

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Kochworkshops mit kochenden Kunden

Der Einkauf der Lebensmittel hat dabei missionarische Züge entwickelt, denn es wurde schon ein ganzer Ochse aus dem Hutangerprojekt an drei Tagen ganz unterschiedlich von verschiedenen Köchen von der Nase zum Schwanz verarbeitet. Die Weideschweine stammen von Danzers Schulfreund, der als hochbezahlter Manager im Lebensmittelbereich den Bauernhof seines Onkels in der Nachbarschaft übernommen hat. Die Fischzucht Rau ist Mitglied im Verband Heimat auf´m Teller dessen Entstehungsgeschichte auf den Tag der Regionen 1988 in Unterkrumbach zurückgeht und auch für alle anderen Lebensmittel werden Empfehlungen und Prospekte weitergegeben, denn wer wertvolle Lebensmittel zu schätzen weiß ist auch für besondere Küchenideen offen.

Die kochenden Kunden führen spannende Gespräche, es wurden sogar schon Küchenliefertermine untereinander getauscht und es entsteht eine „Community“, die sich auf die regelmäßigen Treffen am Tag  der Küche im September oder dem Tag des Schreiners im November freut. Manche schreiben über ihre Sous Vide Kocherfahrungen Artikel ins Nachhaltigkeitsblog und auch Danzer versucht die versammelte Koch- und Lebensmittelkompetenz der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Dazu dreht er mit der Spitzenköchin Diana Burkel eigene Kochsendungen unter dem Titel www.kocheinrichtung.de oder erklärt die einfachsten Rezepte in der Serie „Einfach Kochen.“ Diese soll in Zukunft auch mit Sendungen zusammen mit den Kindern von Kunden ergänzt werden, denn wer im Ernährungsreport 2017 lesen muss, dass immer mehr Deutsche auf Tiefkühlkost zurückgreifen, wird versuchen, schon die Kinder zum „richtigen“ Kochen zu motivieren. An Kochinseln, bei denen beim gemeinsamen Kochen die Arbeit zur Freude wird gelingt das am leichtesten.

Küchen und Kommunikation

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Das Jahrbuch Nr. 21 ist auch immer ein kleiner Nachhaltigkeitsbericht

Unterkrumbach (106 Einwohner) liegt neben Hersbruck im Nürnberger Land und bietet keinerlei Laufkundschaft, weshalb die Möbelmacher großen Aufwand in die Neukundenakquise aber auch in die Kundenpflege stecken müssen. Seit 1997 erhalten alle eingetragenen Kunden, aktuell sind das ca. 5500, das Jahrbuch der Möbelmacher kostenlos per Post. Auf 52 Seiten zeigen rund 150 Fotos und viele redaktionelle Texte die Arbeit des letzten Jahres und gleichzeitig können es die Kunden als Jahreskalender an die Wand hängen.

Das aufgeklappte Din A4 Format des Jahrbuchs wird an die Wand gehängt
Das aufgeklappte Din A4 Format des Jahrbuchs wird an die Wand gehängt

Nach einer externen Umfrage der Marktforscher des „Forschungswerks“ tun dies bis zu 29 Prozent der Kunden tatsächlich. Finanziert wird dieses für eine Schreinerei kommunikative Mammutprojekt mit den Werbekostenzuschüssen der Lieferanten für Matratzen, Polstermöbel und Küchengeräte und den Anzeigen von befreundeten Betrieben aus der Region aller Gewerke. Mindestens genau so wichtig ist der monatliche Newsletter (4500 Abonnenten), der zusätzlich auch als zeitsparendes zweiminütiges Video angeboten wird. Hier werden die Veranstaltungen beworben, aktuelle Projekte und die Sonderangebote aus der Ausstellung vorgestellt und auf diesem Weg häufig auch verkauft.

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Das Nachhaltigkeitsblog war im Jahr 2005 das erste im Handwerk

Die Neukundenakquise passiert neben persönlichen Empfehlung und anschließendem Blick auf die Website meist über das Internet, wobei das Nachhaltigkeitsblog seit 2005 mit seinen 2300 Artikeln nicht nur wegen dessen positiven Einfluss auf die  Suchmaschinen einen wichtigen Raum einnimmt.

„Die Möbelmacher aus Unterkrumbach bei Hersbruck wollen mit dem Dialog in diesem Weblog von Kunden, Freunden und Fremden lernen und das Bewusstsein für regionale Wirtschaftskreisläufe und verantwortliches Handeln stärken.“

Die Homepage ist „normale“ Werbung, aber durch den persönlichen Schreibstil im Blog erkennt man, wie die Möbelmacher „ticken“ und erfährt eine Menge Insiderinformationen vom Chef, der Sekretärin, der Praktikantin oder von Gastautoren. Das Bespielen anderer Social Media Kanäle wie Facebook, Youtube oder Twitter nutzt alle Fotos für das Jahrbuch oder Beiträge und Videos im Nachhaltigkeitsblog  um zusätzliche Glaubwürdigkeit und Reichweite zu erzielen. Auf diesem Weg wird auch die angebotene Möbelmachermöbelrücknahme organisiert, denn auf Facebook angebotene, 20 Jahre alte und nachgeölten Betten sieht man das Alter nicht an. Und meist freute sich bisher innerhalb weniger Stunden ein Student über ein „Schnäppchen“ von den Möbelmachern. Interessanterweise ist für die zurückgebenden Kunden dabei die Weiterverwendung des wertvollen Möbels viel wichtiger, als die Höhe der Gutschrift für die neuen Möbel. Kunden bestellen etwas Neues, weil sie wissen, dass sich über das Alte jemand freut. In einem Fachartikel mit dem Titel  „Die Möbelmacher zeigen wie´s geht“ wurden sie als „virtuose Spezialisten aller Social Media Kanäle“ bezeichnet.

Rechnet sich Nachhaltigkeit?

Natürlich kann ein Handwerksbetrieb nicht messen, ob er mehr oder weniger verkaufen oder verdienen würde, wenn das Konzept geändert würde. Einerseits lassen sich Möbel und Küchen aus billigerem Material leichter verkaufen, andererseits fiele das Alleinstellungsmerkmal Massivholzküche aus heimischem Holz weg. Zum Jahrbuch der Möbelmacher gibt es immer auch einen Fragebogen, der seit 20 Jahren die Kaufargumente der Kunden abfragt. Dabei hat sich der Begriff „Nachhaltigkeit“ stets etwas nach oben geschoben, allerdings noch immer hinter „Holz aus der Region“, „Beratung“ und „Ökologie“, was darauf hindeutet, dass die Möbelmacher ohne ökologische und nachhaltige Ausrichtung  die jahrzehntelang aufgebauten Kundenwünsche wohl nicht erfüllen könnten. Aber solange das Team von einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsphilosophie überzeugt ist, stellt sich diese Frage nur akademisch. Ein wichtiges Argument für das Fortsetzen der Nachhaltigkeitstradition sind die angenehmen Kunden der Möbelmacher, die die gleichen Werte teilen und die den Preis dafür nachvollziehen können.  Bisher konnten die Möbelmacher knapp 30 Jahre alle Löhne und die Investitionen bezahlen und auch in der Zukunft, werden neue Maßnahmen in diese Richtung geplant. So wird dieser kleine Text wohl dem nächsten Jahrbuch ergänzend beiliegen, denn nach der Empfehlung einer Arbeitsgruppe der Ohm-Universität sollten die Möbelmacher weiterhin ihren Stakeholdern statt eines offiziellen Nachhaltigkeitsberichts eher redaktionell aufbereitete Nachhaltigkeitsinformationen in der schon eingeführten Kalenderform anbieten. Außerdem soll die geplante Photovoltaikanlage ab Mitte 2017 rund 50% des Strombedarfs decken, der Rest ist natürlich Ökostrom.

Wissenschaftliche Anerkennung langjähriger Arbeit

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Vorlesung über Social Media Themen an der Ohm-Universität in Nürnberg

Über diese Social Media Aktivitäten, werden die Möbelmacher auch immer von Universitäten oder Instituten gefunden, die nach Praxisbeispielen für nachhaltiges Wirtschaften suchen. Als geprüfter EFQM Assessor bringt Danzer seine Erfahrungen im Qualitätsmanagement und vor allem dem nachhaltigen Wirtschaften bei Kongressen und Podiumsdiskussionen ein und es werden auch Aktionen der Bayerischen Staatsregierung begleitet – wie zum Beispiel ein Pilotprojekt zur Stakeholderanalyse. In zahlreichen Büchern und Fachzeitschriften werden die Besonderheiten der Möbelmacher erwähnt oder deren eigene Beiträge veröffentlicht. Danzer nimmt auch Einladungen zu Gastvorlesungen oder Vorträgen an, vielleicht findet sich ja auch auf diesem Weg einmal ein Nachfolger, der nachhaltiges Einrichten in die nächste Generation weiterträgt und sich als neuer Besitzer im regionalen Musterhaus wohl fühlt.

Nachfolger gesucht

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Zu den wichtigsten Aspekten der Nachhaltigkeit zählt die Erhaltung des Betriebs, der Arbeitsplätze und der Serviceleistungen für die Kunden.  Bei der Betriebsgründung im Jahr 1988 vereinbarten Gunther Münzenberg und herwig Danzer, dass Münzenberg nur bis zum 60. Geburtstag arbeiten will, lieber sogar schon früher aufhören möchte. Über ein Jahr wurde deshalb die Übergabe der Betriebshälfte geplant und so sorgfältig vorbereitet, dass der Steuerberater von der „harmonischsten Betriebsübergabe, die er jemals gesehen hat“ sprach.  Die Handwerkskammer, Steuerberater Michael Boos und die Hausbank waren wesentlich daran beteiligt. Durch den einvernehmlichen Ausstieg könnten die Möbelmacher in Spitzenzeiten oder bei besonderen Problemen auch weiterhin mit der Hilfe des ehemaligen Geschäftsführers rechnen.  Alle Details  der Betriebsübergabe (wer übernimmt seine Aufgaben?) wurden auch per Jahrbuch und Newsletter nach Außen kommuniziert, so gab es keine Verwunderung oder Verängstigung bei Kunden und Anspruchsgruppen.

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Das Team der Möbelmacher schlägt im Jahr 2016 neue Wege ein

Im Januar 2016 führten Ute und herwig Danzer mit der Gründung des Kernteams die Firma in eine neue Ära, die aufgrund von gemeinsamen Entscheidungen, großer Transparenz und Flexibilität schon jetzt eine neue Arbeitsatmosphäre bietet. Gemeinsam und mit viel Weiterbildung soll in den nächsten Jahren investiert und verbessert werden, um die Firma so zukunftssicher aufzustellen, dass auch der Ausstieg von Ute und herwig Danzer in 10 bis 15 Jahren reibungslos von statten geht. Ob der Nachfolger oder die Nachfolgerin aus den eigenen Reihen, der Schreiner-, der Einrichtungs- oder der Architekturbranche stammen, oder völlige Quereinsteiger sind, ist dabei nicht entscheidend. Wichtig ist, dass sie gemeinsam mit allen Mitarbeitern und angenehmen Kunden Freude an einer spannenden und erfüllenden Arbeit am Standort Unterkrumbach haben.

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Das Gelände am 6.1.2017

Bis dahin freuen sie sich schon auf die nächsten Unterkrumbacher Werkstatt-Tage vom 23. bis 25. Juni 2017, bei der die berühmte Konzertreihe „Fränkischer Sommer“ am Freitag zu Gast sein wird, beim Kochworkshop am Samstag wird das thematisierte Abendessen für die Kinogäste am Abend bereitet. Denn aus einem großen Schüler- und Freundeskreis rund um den Kult-Deutschlehrer und Filmemacher Richard Siebenbürger ist ein großartiger – und hoffentlich bald preisgekrönter – Kinofilm „Dolores“ entstanden. Dessen Regisseur wird von einer bekannten Fernsehmoderatorin, einem Winzer für Premiumsekt, einem Theatermaler, jener erwähnten Foodbloggerin und vielen Mitstreitern aus dem Schulumfeld in einem kultigen Galaabend unterstützt. Es bleibt spannend in Unterkrumbach.

 

Vita: herwig Danzer

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herwig Danzer wurde 1962 in Nürnberg geboren und studierte nach dem Abitur Germanistik, Soziologie und Politik. Bereits als Schüler baute er parallel dazu in der Waschküche der Mutter einen Handwerksbetrieb auf, den er am 18. Geburtstag als GbR anmeldete. 1988 gründete er gemeinsam mit dem vom Drachenfliegen bekannten Schreinermeister Günther Münzenberg die Möbelmacher, in denen er die Bereiche Marketing und Verkauf aufbaute. Er absolvierte Ausbildungen zum EFQM-Assessor und zum Ernährungsexperten wurde zum Umweltbotschafter Bayerns ernannt und gewann zahlreiche Preise für Nachhaltigkeit, Marketing und Management. Er organisiert Kochshows für den Bayerischen Rundfunk und andere Veranstalter, hält Vortrage für Verbände und Firmen und war für seine Heimatstadt Hersbruck Mitinitiator der ersten Cittaslow außerhalb Italiens. Seit 1997 erscheint jährlich sein 48-seitiges Jahrbuch, 2005 gründete er das Erste Weblog im Handwerk, das Nachhaltigkeitsblog, in dem auch der monatliche Newsletter mit Video erscheint. Seit 2016 ist er alleiniger Geschäftsführer und leitet mit seiner Frau Ute und dem Kernteam die Geschicke der Möbelmacher.

[1] Aus alter Tradition wird Danzers Vorname herwig mit kleinem „h“ geschrieben.