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Pro Natura Tagung am Attersee zeigt wo´s mit unseren Bettsystemen lang geht

LuiseSchiffAtterseeFöttinger

Mindestens alle zwei Jahre treffen wir uns mit der Geschäfts- und Vertriebsleitung und rund 15 Händlerkollegen der Marke Pro Natura, die seit 1990 unser Partner für ergonomische und natürliche Bettsysteme ist. Die Firmengeschichte ist durchaus spannend, denn der Gründer Max Atzinger verkaufte die Firma 2004 an den großen Kollegen Fehrer, der sie 2013 wiederum an Familie Kapsamer – Inhaber der bekannten Polstermöbel- und Matratzenmarke Joka – weitergab.

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Anna Kapsamer war trotz süßem Babys durchgehend dabei, ihre Mutter machte es dankenswerterweise möglich

Dort nahm sich dann bald Tochter Anna als Geschäftsleiterin und Gerhard Ausserhuber als Vertriebschef der Philosophie und den Produkten an.

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Gerhard Ausserhuber im ständigen Einsatz

Zwar sind wir Möbelmacher als älteste Händler der Dinosaurier in der Pro Naturagang, aber es gibt noch einige Kollegen, die schon fast so lange dabei sind und zusammen mit den regelmäßigen Besuchern der Tagungen hat sich Pro Natura von Anfang an zur Familie entwickelt, wobei auch viele Freundschaften entstanden sind.

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Wenn aus Lieferanten und Kollegen Freunde werden …

Die Frage, ob die neuen Inhaber  das zu schätzen wissen werden, hat sich spätestens in diesen Tagen erübrigt, denn die Offenheit und Herzlichkeit mit der alle Themen bei den Diskussionen angegangen wurden,  zeigt eine tiefe Verbundenheit mit der Idee des gesunden Schlafens. Den letzten Beweis dafür lieferte Johann Kapsamer, als er nach der Betriebsbesichtigung auf den Hinweis, dass der Pro Natura Bereich im Vergleich zur Gesamtgröße des Betriebs doch recht klein sei, erwiderte: „Im Verhältnis zum menschlichen Körper nimmt das Herz ja auch nur einen vergleichsweise geringen Platz ein.“ 

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Johann Kapsamer kurz nach seiner umwerfenden Aussage vom „kleinen Herz im großen Körper“

Anreise Sonntag Mittag

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Dreamteam Ramona Hofstadler, bester Innendienst ever von Pro Natura, Kollegin Tanja Heumeier und Werbefachfrau Conny Felice am Nostalgieschiff von Herrn Föttinger

In diesem Jahr waren wir direkt am Attersee im liebenswürdig geführten Hotel Föttinger, von dem aus uns der Senior gleich nach der Ankunft und dem Mittagssnack eine interessante Schiffsrundfahrt mit seinem 100 Jahre altem Holzschiff „Liese“ vom Königssee einlud, während der er fast zu jedem Haus am See eine spannende Geschichte zu erzählen wusste.

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Die im Taxi konnten wir nicht fotografieren, wir sind gelaufen …

Danach ließen sich die meisten zum Feldbauernhof hochfahren, tapfere wanderten natürlich auf steilen Pfaden und genossen anschließend die großzügigen Hängematten, bevor Eigentümer Christian eine ausgesprochen ausführliche Entstehungs- und Philosophiebeschreibung bar jeder falscher Bescheidenheit vortrug.

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Die Hängematten waren die Belohnung fürs Laufen …

Den ersten Abend und den ersten Tag verbrachten wir auf diesem durchaus originellen Eventbauernhof mit regionaler Ausrichtung und handwerklich interessant verwirklichter Eventhalle. Als gastronomische Neueinsteiger gab sich das Team Mühe und wir fanden beeindruckende regionale Grill-Fleischberge, vor allem die Vegetarier aber auch Verbesserungspotential.

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Eiweiß

Der Ausklang mit grünem Veltliner wurde dann an der Hotelbar am See beim sogenannten „Fluchtachterl“ zelebriert, einem Kosewort für das letzte kleine Glas Wein, das man erstaunlicherweise auch öfter bestellen kann.

Der Montag

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Attersee um 6:30 mit 17.8 Grad

Ob der 17,8 Grad Seetemperatur gab es tags darauf vor Sieben ein nur kurzes Schwimmen von wenigen Teilnehmern vor dem absolut empfehlenswerten Frühstücksbuffet im Hotel Föttinger und der Vormittag verging wie im Flug aufgrund der ausführlichen Vorstellungsrunde, von der man auch nach fast 30 Jahren immernoch neue Denkanstöße mitnimmt. Denn die Händler zwischen Bielefeld, der Schweiz, Liechtenstein, Bayern und natürlich Franken haben sehr unterschiedliche Betriebe und Auffassungen von Marketing, Ausstellungsgestaltung und Kundenberatung und vermutlich macht diese Vielfalt zwischen DinA6 Handzettel („Auf den passt alles drauf!“) und 52 Seiten Möbelmacher-Kalender die Diskussionen so spannend. Für die einen ist ein sündhaft teurer digitaler „Wirbelscanner“ eine interessante Hilfe für das Verkaufspersonal, die anderen sehen darin sinnbefreiten Schnickschnack, der die Inkompetenz der Verkäufer kaschieren soll. Und beide Positionen lassen sich gut argumentieren.

Geheime Gruppe auf Facebook

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Geheime Facebookgruppe im Nachhaltigkeitsblog ganz öffentlich …

Interessant war auch, dass die bei der letzten Tagung beschlossene Einführung eines internen Diskussionsforums im Internet selten genutzt wurde, jetzt wurde nur wenige Minuten nach dem neuen Beschluss per Mobiltelefon eine geheime Facebookgruppe gegründet, die diese Aufgabe bereits übernommen hat. Aber bekanntlicherweise ist es ja nie eine Frage des Mediums, sondern immer eine der Menschen und derer Kommunikation, also bleibt abzuwarten, ob mit Facebook alles besser wird.

Manuel Krautgartner als bekannter Referent

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Links oben: „Mach Dir nicht zu viele Gedanken“

Um 16 Uhr erzählte der nahtoderfahrene Manuel Krautgartner zum Thema „Am Ende zählt kein Umsatz“ über seinen Sprung von der Klinge bei einem Autounfall und warb damit für einen wertschätzenden Umgang mit allen, sich selbst und vor allem seiner Zukunft. Nicht zuletzt wegen seines sympathischen Auftretens, der Motivation zu mehr Mut zu neuen Wegen und den Gitarreneinlagen begeisterte er nahezu alle Teilnehmer. Nur einer fragte sich insgeheim,  wie Referenten mit Sterbeknowhow und ausgesprochen professionell kommunizierten „Scheiß di net oh“ (frei übersetzt vielleicht „Mach Dir nicht zu viele Gedanken“) so viele Zuhörer zufrieden machen können?

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Engagierte Beraterinnen für den gesunden Schlaf beim Abstieg nach dem Abendessen

Besonders beeindruckend waren Manuels Gewittereffekte während des Vortrags – einige Menschen glauben ja nicht mehr an Zufälle –  weshalb das Abendessen ob der Nässe außerhalb, dann in der Eventhalle serviert wurde. Passend dazu wählten dann viele Teilnehmer einen langen Verdauungsspaziergang zum See, wo noch das Komponierhäuschen von Gustav Mahler am Gelände der Familie Föttiger besichtigt werden konnte – und da geht sogar die Musik an, wenn man reingeht.

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Wenn man die Tür öffnet, hört man Gustav Mahler, was eher technischen denn transzendentalem Ursprungs ist

Wenn man sich in diesen 8 Quadratmetern vor einem Flügel so ein gerade erst erlebtes Gewitter vorstellt, kann man nachvollziehen, wie Mahler zu seiner Art von Musik kam.

Der Dienstag

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Mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit hat diese Dame Ihr Bettsystem konfektioniert

 

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Gerhard erklärt die Arbeitsabläufe im Werk

Am Dienstag Morgen stand die Betriebsbesichtigung bei Joka – insbesondere die Pro Naturafertigung an – bei der wir das Stecken der Lamellen, das Füllen der Matratzen und das gesamte Gelände wieder einmal erleben durften, diesmal schon deutlich besser organisiert, als beim letzten Besuch kurz nach der Übernahme.

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Der neue elektrisch verstellbare Einlegerahmen ist eine echte Verbesserung zum Vorgängermodell

Ganz zum Schluss gab es dann doch noch eine technische Neuerung, nämlich den neuen elektrisch verstellbaren Einlegerahmen, der deutlich weniger Platz unter und im Bett braucht und deshalb ein echter Problemlöser ist

Die Abschlussbesprechung brachte noch mal fast glückselige  Stimmung und nach dem gemeinsamen Mittagessen machten sich alle hochmotiviert auf den Heimweg. Und zwar in der Hoffnung, die in diesen Tagen selbst gesteckten Ziele auch möglichst bald erreichen zu können. Nachdem die Möbelmacher seit 1991 nur mit einem einzigen Matratzenhersteller zusammenarbeiten, größere Möbelhäuser derer aber gar viele führen, war das große Lob der „Big Player“ für die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und Händlern bei Pro Natura maßgeblich.

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Ute und herwig huldigen aller Beteiligten

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Familie Kapsamer, Gerhard Ausserhuber, Ramona Hofstadler, Ludwig Völk, Conny Felice, Hans-Georg Schmitt, Thomas Skoff und Bianca Loipetsberger von Pro Natura und bei allen teilnehmenden Kollegen und Freunden für die inspirierenden Tage.

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Pro Natura auf der Möbelmacher-Homepage
Die Pro Natura Homepage
Alle Pro Natura Artikel im Nachhaltigkeitsblog

 

 

 

 

 

 

 

 

3 Gedanken zu „Pro Natura Tagung am Attersee zeigt wo´s mit unseren Bettsystemen lang geht“

  1. Danke Herwig für Deinen wie immer sehr ausführlichen Beitrag vom. Expertentreffen von ProNatura. Es macht einfach Spaß hier einige sehr schöne Tage zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterentwicklung der ProNatura Schlafsysteme zu genießen. So können wir alle gemeinsam wachsen und den erholsamen ergonomischen Schlaf für alle die gut schlafen möchten nach vorne bringen.

    Liebe Grüße von Sabine und Georg Niebler

  2. Liebe Ute, lieber herwig,
    ich habe mich sehr gefreut, euch wieder zu sehen. Toll, wie du dein Tagebuch – deinen Nachhaltigkeitsblog – konsequent führst. Liebe Grüße nach Franken.
    Conny Felice

  3. Liebe Ute, lieber Herwig,

    vielen lieben Dank für Deine Doku. Unglaublich ausführlich,
    herrlich im Beschrieb. Und, was die ERFA-Tagungen bei uns „Pronatur`lern“ bisher alle gemeinsam hatten:
    Ankommen bei Freunden!
    Lieben Gruß nach Franken,
    Tanja

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