Meine Praktikumserfahrung bei den Möbelmachern

 von Sylke Pfeiffer

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Nach drei Jahren Studium und einem weiteren vor mir bis zum Bachelor im Fach Industriedesign, packte mich die Lust außerhalb der Uni einen tieferen Einblick in ein Handwerk zu erhalten.
Dazu durfte ich ein dreimonatiges Praktikum bei den Möbelmachern antreten, welche mir durch ihren offenen Auftritt, den Fokus auf Nachhaltigkeit und die vergleichsweise hohe Frauenquote aufgefallen sind.

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Mich bewog die Frage wie in einem Betrieb gearbeitet wird, im Gegensatz zu den selbstgewählten oft experimentellen Arbeitsweisen in den Werkstätten unserer Hochschule. Und auch abseits des Handwerks wollte ich gerne einen Vergleich von den Prozessen und Zeitmanagement während eines Auftrags bei
den Möbelmachern zu meinem Vorgehen im Studium.

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Und nun über drei Monate später zurück in Halle wird mir fast jeden Tag etwas darüber bewusst, wie umfassend mein Einblick und die Erfahrungen sind, die ich machen durfte.

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Sylke filmt das Fällen der Buche in Oberkrumbach
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und auch bei der anschließenden Führung (mit kleinem Imbiss) bleibt sie bis zum Schluss

 

Daraus hat Sylke dann auch ein Video geschnitten

 

Hauptbestandteil des Praktikums war natürlich das Arbeiten in der Werkstatt. Mehrmals habe ich den Zyklus vom Aussuchen des Holzes über die Bearbeitung bis zur Auslieferung begleitet. Dabei habe ich unglaublich viel über das Material, wie es arbeitet und wie es verarbeitet wird gelernt, auf alle Fälle zu viel um es hier in aller Ausführlichkeit wiederzugeben. Verschleifen, leimen, montieren und die Oberflächenbehandlung sind da einige Stichworte.

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Mich hat beeindruckt, wie die individuellen Wünsche der Kund*Innen von Anfang an die Herstellung beeinflussen. Und es macht sehr viel Spaß, wenn man je nach gewünschten Erscheinungsbild, sauber oder wild, versucht für eine Schrankwand ein homogenes Ganzes aus den einzelnen Balken zu puzzeln.

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Foto von Sylke beim Kundengespräch

Nachdem ich in der Werkstatt erfahren habe wie viel der Kunde bestimmt, konnte ich dann auch bei Vorbesprechung und Planung beiwohnen. So unterschiedlich wie die Wünsche sind auch die Kund*Innen, aber selbst wenn es bisweilen etwas Beherrschung braucht, sind am Ende auch die schwierigsten Kund*Innen zufrieden gestellt und glücklich.

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Model für das neue Sofa Wing nebst Couchtisch

Newsletterschnitt von Sylke

Wenn ich herwig begleitet habe, war ich in die Werbearbeiten eingebunden. Das beinhaltet Werbefotos machen, einer der zahlreichen Infoveranstaltungen oder Kochabende beizuwohnen und aufzuzeichnen sowie diese Aufzeichnungen, dann später in Werbefilme, Newsletter und Texte zu verwandeln.

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Bei der Summe an zu Bewerbbaren ist es ein ganz schöner Aufwand die Homepage sowie den YouTube-Kanal aktuell zu halten. An der Uni muss ich ja nur mein eines Semesterprojekt bewerben. So viel Arbeit steht bei den Möbelmachern in einer Woche mindesten an.

Wie wichtig es ist ein funktionierendes Team zu haben ist wohl am eindrücklichsten geworden. Alle Aufgaben sind gut verteilt und jeder kann sich auf die anderen verlassen. Alle Mitarbeiter*Innen zeichnen sich durch eine Besonderheit aus, sei es eine besonders präzise Arbeitsweise, der Spezialist für Schablonen zu sein oder ein unglaubliches Lösungsstreben an den Tag zu legen.

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Die Mitarbeiter organisierten ein gemeinsames Fondue-Essen
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bei dem auch für Vegetarier gesorgt wurde

Man ergänzt sich und hat dadurch einen größeren Möglichkeitenpool. Klar gab es auch mal Unstimmigkeiten, aber das wird ausgesprochen und wenn dann wie kurz vor Weihnachten viel fertigzustellen ist packen alle gemeinsam an. Dann kann es sogar passieren, dass am Wochenende gearbeitet wird, alles damit der Auslieferungstermin sichergestellt ist.

Dieses Video hat Sylke aus dem Filmmaterial vom Fotoshooting geschnitten

Bei den Möbelmachern habe ich das Gefühl, dass alle an einem Strang ziehen und das Unternehmen als gemeinsames Projekt verstanden wird. Das Miteinander ist familiär und eben kein reines Angestelltenverhältnis. In so einer Atmosphäre hat jeder Lust gute Arbeit zu machen und das merkt man auch.

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Jahresanfangsfeier im Dehnberger Hof-Theater

Danke an alle von den Möbelmachern für die Gelegenheit, die Zeit, eure Geduld auch für die Aufmunterungen und Späße und einfach dafür, dass ich mich so aufgenommen gefühlt habe.

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Ich hoffe, dass es bei Euch weiterhin so gut läuft und ihr es euch gut gehen lasst.

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Auch von allen Möbelmachern herzlichen Dank für Deine tolle Mitarbeit liebe Sylke. Engagierte, sympathische und richtig zupackende Menschen wie Dich nimmt man gerne auf.  Wir wünschen Dir viel Erfolg im Studium und bleib bitte auch weiterhin in Kontakt mit uns, wir freuen uns auf ein Wiedersehen, dann gibt´s auch wieder Chips vom Tepan

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Noch können wir weitere Ideen für die Filmgala „Dolores“ am 24. Juni 2017 aufnehmen


Beim Schneiden des Einladungsvideos für unsere Filmgala am Samstag Abend (24.Juni 2017 im Rahmen der 19. Unterkrumbacher Werkstatt-Tage) haben wir noch sooo viele liebe cineastische Mitstreiter aus dem Gymnasium Hersbruck entdeckt, dass wir nochmal die Einladung zum Mitmachen an alle schicken wollen, weil sich die Hersbrucker Filmszene eben über einige Generationen bis ins Heute erstreckt.

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Wer sich als ehemaliger Schüler, Lehrer oder normaler Mensch noch mit einer Idee  einzubringen möchte, möge sich ganz bald melden, wir sind für alles offen und würden uns rund um den epochalen Film „Dolores“ über ein fulminantes Wiedersehen freuen.

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Dolores Filmgala

Es geht natürlich zunächst mal um den Film, aber auch um ein stilechtes 60-er Jahre-Buffet, tolle Oldtimer und Requisiten und Kleider aus dieser Zeit, damit verbundene Foto- und Videoaktionen und vor allem ganz neue Ideen, die spannend für unsere Gäste sind.

Was bisher geplant ist:

  • den Kinofilm Dolores  (nominiert für den Grimme Preis 90 min) Dolores_Plakat_small
  • den Regisseur desselben Michael Rösel MichaelRösel
  • die TV-Moderatorin Christina RingerChristinaRinger
  • Buffet von einem Workshopteam (wer mag mitmachen?) im Stil der 60-er mit Foodbloggerin Dr. Barbara Steinbauer Grötsch (http://eintopfheimat.de)
  • Sekt aus Naumburg von Andreas Kirsch DoloresEinladungKurz.MTS Kopie.Standbild003
  • Technik und altes Feuerwehrauto von Matthias Meier aus Vorra (http://die-theatermaler.de) MatthiasMeier
  • Oldtimertreffen rund um das Original aus dem Film Dolores

    Filmdreh Dreharbeiten zu Dolores; Drehtag 5 Bild 98 Friedhof Aussegnungshalle; Georg  alias Udo Schenk wacht aus seinem Traum auf. Links Dolores alias Franziska Petri
    Filmdreh Dreharbeiten zu Dolores; Drehtag 5 Bild 98 Friedhof Aussegnungshalle; Georg  alias Udo Schenk wacht aus seinem Traum auf. Links Dolores alias Franziska Petri
  • Fotostationen, die den Abend in bleibender Erinnerung behalten DoloresEinladungKurz.MTS Kopie.Standbild004

Ein erster vorläufiger Ablaufplan

Einlass, Buffett,Fotostationen, Oldtimerbestaunen: 18 Uhr
Moderationsbeginn: 19:00
Filmstart 19:30

Fotostationen und Service:
Paul-Pfinzing-Gymnasium

Alle Oldtimerbesitzer sind herzlich eingeladen sich anzumelden und freien Eintritt zu erhalten
Alle liebevoll im Stil der 60-er Jahre gekleideten Gäste erhalten den ermäßigten Eintritt

Günstige Karten jetzt schon im Vorverkauf per email oder Telefon reservieren:

EintrittAbendkasse: 16 .-
Eintritt ermäßigt Abendkasse 13.-
Eintritt im Vorverkauf: 12.-
Eintritt ermäßigt Vorverkauf: 9.-

Wer Ideen hat, bite einfach melden
Telefon 09151 82 999
Email: herwig.danzer(at)die-moebelmacher.de
Sonderseite: www.die-moebelmacher.de/uwt

Die Filmgala auf der Homepage

Einladung zu den 19. Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen am Freitag:
Fränkischer Sommer mit Oliva Trummer und Roland Satterwhite

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KICK Hersbruck e.V.

Samstag
30.09.2017
20:30

Diknu Schneeberger Trio
Gypsy Swing

diknu_presse_800Mit seinem 2007 erschienenen Debütalbum „Rubina“ sorgte der damals erst 17-jährige Wiener Gypsy Gitarrist für Furore, erhielt mit dem Hans-Koller-Preis den wohl wichtigsten Jazzpreis seines Landes und konzertierte mit seinem Trio vor ausverkauftem Haus in Frankreich, Deutschland, England, Russland, Spanien, Mexiko…
Es folgte „The Spirit Of Django“ – frische und zeitgemäße Musik im Geiste Django Reinhardts, ein lebendiges Album voller Spielfreude des mittlerweile zum Shooting Star der internationalen Gypsy Jazz Szene aufgestiegenen Diknu.
Auf dem 2012 erschienenen Album „Friends“ hat der mittlerweile 22-Jährige sein von Anfang an begeisterndes Spiel deutlich weiterentwickelt, verfeinert und erweitert. Seine Improvisationen stecken voller Überraschungen, Energie und Eigenständigkeit. Er verbindet perfekte Technik mit lockerer Verspieltheit und besticht durch natürliche Musikalität und rhythmischen Einfallsreichtum.
Diknu soliert mit leichter Hand, mit virtuoser und melodiöser Fantasie sowie mit einer geballten Ladung Swing, was das Zuhören zu einem einzigen Vergnügen macht. Mittlerweile ist der Gitarrist auf bestem Wege eine Weltkarriere zu machen, woran auch sein Trio bedeutenden Anteil hat. Diknus Vater Joschi Schneeberger, seit langem eine feste Größe der Wiener Jazz-Szene, spielt einen soliden und feurigen Kontrabass. Martin Spitzer (auch Hans-Koller-Preisträger) als Diknus (ehemaliger) Lehrer, Mentor und Freund rollt als Rhythmus-Gitarrist einen fein gewebten Klangteppich aus.
Das durch Spielfreude und Spontaneität geprägte Zusammenspiel des Trios begeistert Publikum wie Kritiker gleichermaßen und garantiert ein echtes Hörerlebnis. Besser und interessanter kann Gypsy Jazz nicht sein.

Diknu, geb. am 17.01.1990 in Wien
Hans Koller Preisträger 2006 Talent of the Year!

Diknu Schneeberger -Gitarre
Joschi Schneeberger – Kontrabass
Martin Spitzer – Gitarre

http://diknuschneeberger.com/music.html

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck

Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 19,00 Euro
Vorverkauf: 17,00 Euro
Diknu Schneeberger Trio

Samstag
14.10.2017
20:30

Bavaschôro
Bavaschôro mischen bayerische und brasilianische Volksmusik

Presse3-lachend_kleinLuftig-leichte Kleidung, ein federnder Gang, Virtuosität und jede Menge guter Laune: Die fünf Musiker der Münchner Band „Bavaschôro“, wissen, wie man in Brasilien leibt und lebt.
An sonnigen Sommertagen verwandeln sie kleine Straßen und Cafés (wie das winzige Café Henry in der Au) in ein Fleckchen Rio de Janeiro, wenn sie Ihre Instrumente aus den Koffern holen und brasilianische Choromusik nach Bayern bringen.
Es sind fünf Jungs – alle professionelle Musiker – die ausgehend von unterschiedlichen Genres und Musiktraditionen zum „Choro“ gekommen sind: Der Gitarrist Henrique de Miranda Rebouças und der Saxophonist Marcio Schuster sind gebürtige Brasilianer. Trotz ihrer klassischen Ausbildung scheuen sie nicht die Einflüsse der brasilianischen Volksmusik und werden so zu Botschaftern der Vielfältigkeit ihrer eigenen Kultur. Die Brüder Ludwig (Percussion, Horn und Tuba) und Xaver Himpsl (Flügelhorn) sind schon von Kindesbeinen an über den brasilianischen Jazz-Trompeter Claudio Roditi (Dizzy Gillespie, Arturo Sandoval) mit dem Choro in Kontakt gekommen. Als Mitglieder der „Unterbiberger Hofmusik“ erweitern sie das klassische Choro-Repertoire durch Einflüsse der bayerischen Volksmusik und des Jazz. Gitarrist Luis Maria Hölzl – halb Portugiese, halb Bayer – ergänzt die Gruppe mit seiner portugiesischen Gitarre und Interpretationen aus dem klassischen südamerikanischen Gitarrenrepertoire.
Gleich beim ersten Konzert der Band gesellte sich Jay Ashby, ein Weltklasse-Solist (Astrud Gilberto, Paul Simon) dazu: “It´s a pleasure to play with young guys as good as these. It reminds me of my time in Brazil more than 20 years ago.”
Brasilien vor 20 Jahren, Brasilien auf der Straße und Mitten im Leben – die brasilianische Choromusik, eine Fusion europäischer Tanzmusik und afrikanischer Rhythmen, erreicht mit Bavaschôro wieder europäischen Boden. Erweitert um einen weiteren kulturellen Einfluss, wird die Musik der fünf Chorões zum Sinnbild für musikalische Lebendigkeit und Spielfreude.
Besetzung:
Ludwig (Percussion, Horn und Tuba) und Xaver Himpsl (Flügelhorn),
Luis Maria Hölzl, Gitarre, Henrique de Miranda Rebouças, Gitarre,
Marcio Schuster, Saxofon

http://www.bavaschoro.de/

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 18,00 Euro
Vorverkauf: 16,00 Euro

Samstag
28.10.2017
20:30

LANDMUSIGG
Fränkische Weltmusik

1428000636Die Stücke, Arrangements und Texte sind zum größten Teil aus der Feder von Siegfried Michl.
Musikalisch bewegt sich die „Landmusigg“ zwischen volksmusikalischen Klängen, Elementen aus südosteuropäischen, jiddischen und lateinamerikanischen Musiktraditionen.
Michls humorige Texte ziehen, zumeist auf fränkisch, ihre Poesie aus dem prallen Leben
der ganz „normalen“ Leute, die in diesem Moment zum Nabel der Welt werden.

„Überschäumende Lebensfreude gepaart mit fränkischer Melancholie“.

Die Band begeisterte beim Bardentreffen (2009) und beim „Drumherum“ in Regen (2010)

http://www.landmusigg.de/horch-amoll-nei.html


Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 18,00 Euro
Vorverkauf: 16,00 Euro

Samstag
11.11.2017
20:30

Che Bobbo
Mix aus Rock, Funk und lateinamerikanischen Elementen

IMG_9201_presseEntstanden 1991, in grauer Vorzeit als man noch mit D-Mark bezahlte und Musik zum Nachspielen erst von Langspielplatte auf Musikkassette überspielt wurde um dann nach hunderten von Spulvorgängen reproduziert werden zu können.

Anfangs ein Mix aus Rock und Funk, entwickelten sich zur Jahrtausendwende deutlich latinophile Tendenzen und wurden mehr oder weniger schamlos ausgelebt. Vorwiegend mit selbstgeschriebenen Stücken aus der Feder von „Kompositionsgott“ Mackl Strobl (ja…der berühmte Frontmann von „Fo Latta“…).

Aber auch während Ihrer lateinamerikanischen Phase haben stets Funk und Soul eine große Rolle im Répertoire der „Wahnsinnigen Acht“ gespielt.

Dieser Tage scheint tatsächlich ein gewisser Reifungsprozess abgeschlossen zu sein und man merkt den durchaus rüstigen Mannen an, dass sie musikalisch, mit dem was sie tun, angekommen sind und sich pudel wohl dabei fühlen. Angekommen im Reich der „Funky Fusion“, mit immer noch Eigenkompositionen, aber auch Stücken von Crusaders, Al Jarreau und Ihrem geheimen Lieblings Songwriter Jeff Cascaro. Selbstverständlich darf schon aufgrund des Alters der Musiker und der damit verbundenen Lebenserfahrung auch der eine oder andere Blues nicht fehlen.

Das Wichtigste aber bei Ihrem Rezept ist: auf der Bühne merkt man jedem einzelnen der acht Recken an welchen unbändigen Spaß er beim gemeinsamen Spielen hat.

Besetzung:

Markus Strobl – all saxes
Marcus Ehebauer – vocals, trumpet, flugelhorn
Matthias Wegner – tenorsax, flute
Martin Preischl – keys
Harry Zawrel – guitar
Wolfgang Ernst – bass
Martin Probst – percussion
Max Gellfart – drums

https://www.facebook.com/Que-Bobbo-195856817476250/

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 16,00 Euro
Vorverkauf: 14,00 Euro

Samstag
25.11.2017
20:30

Tango Transit
Elemente aus Cajun-Musik Louisianas, Balkan, französischer Musette und orientalischen Klängen

tango_transit_01Die Art, nach der hier Energie und Ausdruckskraft des klassischen Tangos mit modernem Sound verschmilzt, sucht ihresgleichen: Elemente aus der Cajun-Musik Louisianas mischen sich mit der Rohheit des Balkans, französische Musette trifft auf orientalische Klänge; hinzu kommen bisweilen gar House Bass Drum oder Wah-Wah und Verzerrer beim Akkordeon. Neben Kompositionen der Band sind erstmals auch drei Bearbeitungen (Roger Waters „Brain Damage“, Astor Piazzollas „Libertango“ und F. Mendelssohn Bartholdys „Elfentanz“) zu hören. Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit von drei außergewöhnlichen Instrumentalisten.
Die Musik von Tango Transit ist kraftvoll, filigran, melancholisch und schweißtreibend und live äußerst beeindruckend.

Das Jazzthing schreibt: „Das Trio musiziert auf höchsten Niveau, jeder ist Solist… eine Entdeckung!“

Martin Wagner – Akkordeon
Hanns Höhn – Kontrabass
Andreas Neubauer – Schlagzeug

http://www.tango-transit.de/band/

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck

Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 18,00 Euro
Vorverkauf: 16,00 Euro

Samstag
09.12.2017
20:30

Ludwig Seuss Band
Blues, Boogie, Cajun & Zydeco

seuss_band_swMit mittlerweile zehn CD´s im Gepäck, einer herausragenden Allstarbesetzung und zahlreichen Fernsehauftritten ist die Ludwig Seuss Band in den letzten Jahren zu einer der interessantesten deutschen Blues und Zydeco Bands gewachsen.
Der Pianist und Akkordeon Virtuose Ludwig Seuss ist unter anderem auch festes Mitglied der Spider Murphy Gang. Nur hier klingt es nicht nach Spiders –hier klingt es nach Louisiana!
Mit seiner eigenen Band vermischt Ludwig Seuss klassischen Piano-Boogie mit Jump-Blues und Louisiana-R&R. Seit Ludwig Seuss auch noch den Zydeco aus New Orleans importiert hat und die Band hinter ihm tobt wie im tiefsten Sumpf Louisianas, ist der Erfolg für diese Band und ihren extrem tanzbaren Sound nicht mehr aufzuhalten.
Ein Ludwig-Seuss-Konzert ist immer ein Erlebnis der Extraklasse. Mehr wie ein Konzert, eine Gefühlsreise nach New Orleans und durch die Süd-Staaten. Ob abtanzen oder einfach nur zuhören und genießen, eine Atmosphäre, die man erlebt haben muss. Wenn dann Ludwig Seuss auf seinem Akkordeon richtig loslegt, so reißt er damit auch den letzten Zuhörer in seinen Bann und jeder ist davon überzeugt: Nun sind wir in den Südstaaten Amerikas angekommen und New Orleans ist gleich um die Ecke.
Pressestimmen:
Süddeutsche Zeitung: Die Musiker betreten die Bühne und binnen Minuten weht ein Hauch von New Orleans durch den Saal der das Publikum im rauhen Sound des Rhythm & Blues vibrieren lässt.
Münchner Merkur: Wenn Profimusiker virtuos spielen, improvisieren und Spaß haben, macht sich sofort dieses Feeling breit. Die Gäste waren schon nach den ersten Takten restlos überzeugt: Besser geht´s nicht!
Donaukurier: Pianist, Akkordeonist, Organist und Sänger Ludwig Seuss sorgte mit seiner Gruppe von Beginn an für prächtige Stimmung und hatte das Publikum im Handumdrehen in der Tasche.

http://www.ludwig-seuss.de/

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck

Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 18,00 Euro
Vorverkauf: 16,00 Euro

Samstag
13.01.2018
20:30

EMMINGER-HAHN REUNION QUINTETT
Swing, Latin, Funk, New Orleans Grooves und Hardbop

Norbert_JuergenEnde der neunziger Jahre erschien die CD „In The Park“ des Norbert Emminger Quintetts, in der Frontline neben Emminger der Trompeter Jürgen Hahn. Nun kommen sie 15 Jahren später wieder mit einem gemeinsamen Projekt zurück. Beide haben sich als Musiker in den unterschiedlichsten Stilen etabliert, von New Orleans Jazz über Latin bis zu modernem Jazz.
Jürgen Hahn in Berlin, wo er u.a. als Mitglied des Berlin Jazz Orchestra mit Jiggs Wigham spielt, Norbert Emminger überwiegend in Süddeutschland, u.a. als Mitglied der Thilo Wolf Bigband und vielen anderen stilistisch äusserst vielfältigen Ensembles, beide sind außerdem Mitglieder des Nürnberger Sunday Night Orchestra.
Mit der fantastischen Rhythmus Gruppe Bernhard Pichl: Klavier, Rudi Engel: Bass und Florian Kettler: Drums, haben Sie nun eine neue Band zusammengestellt. Als Spieler und Komponisten gereift, präsentieren Sie Ihre Musik mit enormer Spielfreude: energiegeladen, sensibel und dabei immer unterhaltsam.
Die neue CD wurde im Juni 2015 (unterstützt vom Kulturreferat der Stadt Nürnberg) als Koproduktion mit dem Bayrischen Rundfunk im Studio des BR in Nürnberg aufgenommen.
Die Kompositionen sind bis auf eine Ausnahme (Süssigkeit von Izabella Effenberg) ausschließlich von Norbert und Jürgen und spannen den Bogen von Swing über Latin bis zu Funkigen Stücken, New Orleans Grooves und Hardbop.

Besetzung:
Norbert Emminger bsax, Jürgen Hahn tp
Bernhard Pichl: Klavier, Rudi Engel: Bass,
Florian Kettler: Drums

http://www.juergenhahn.com/eh-reunion.html

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 17,00 Euro
Vorverkauf: 15,00 Euro

Samstag
27.01.2018
20:30

MONACO SWING ENSEMBLE
Gypsy-Swing – Klezmer – World Music

mse_group_reduSeit 2015 spielt sich das Monaco Swing Ensemble durch den Süden Deutschlands, den ewigen Django Reinhardt im Ohr und doch eigene musikalische Vorstellungen vor Augen: Die ureigene Melancholie des Gypsy Jazz und anderer folklorischer Traditionen (Klezmer, Valse Musette) präsentiert mit der unterhaltsamen Leichtigkeit einer modernen Swing-Band. Abwechslungsreich, unterhaltsam und immer tanzbar gestalten die jungen Musiker ihr Programm, stets die Balance wahrend zwischen arrangierten Passagen und der Inszenierung einzelner Solisten. Auf dem Debut-Album “Marais”, das zur Hälfte im Studio, zur Hälfte live aufgenommen wurde, soliert mit Diknu Schneeberger, langjähriger Freund der Band, ein begnadeter Gitarrist, der dem weltmusikalischen Anstrich der Band einer Extra-Portion Virtuosität und Django Flair verleiht.
Besetzung:
Daniel Fischer (Gitarre, arr.)
Max Stahlschmidt (Gitarre)
Max Eisinger (Violine)
Julia Hornung (Kontrabass)
Jakob Lakner (cl, bcl, sax, voc)
Max Wunderle (Klarinette)

http://monacoswing.de/media/

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 18,00 Euro
Vorverkauf: 16,00 Euro

Samstag
10.02.2018
20:30

Papa Legba’s Blues Lounge
Handgemachter Blues aus dem tiefen Süden Hessens

1436eaacb8bPapa Legba’s Blues Lounge kommt aus Darmstadt am Rande des südhessischen Rieds, eine von zahllosen Wasserläufen durchzogene ehemalige Sumpflandschaft, deren feuchtwarme Luft im Sommer von Myriaden blutsaugender Moskitos bevölkert ist. Zwar gibt es dort keine Alligatoren, aber die Ähnlichkeit zum Mississippi-Delta liegt auf der Hand. Und hier wie dort herrscht das ideale Klima um den Blues prächtig gedeihen zu lassen.
Mit Mundharmonika und Maultrommel, Blechgitarre und Blechtrommel, mit Bassukulele, Mandoline, Nasenflöte, Kazoo und dreistimmigem Gesang legt Papa Legba’s Blues Lounge Wert auf abwechslungsreichen Klang. Dabei bleiben die Drei immer nah am Sound ihrer Vorbilder, die zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts durch den Süden der Vereinigten Staaten zogen. Und wie die Musikanten aus dem Mississippi-Delta beschränkt sich die Band nicht auf zwölftaktigen Blues. In ihrem Repertoire finden sich ebenso Jazzstandards, Schlager, Hokums sowie eigene Stücke und Klassiker aus der Frühzeit der Rockmusik.

Besetzung:
Papa Jürgen Queissner – Gesang, Gitarre
Papa Reiner Lenz – Bluesharp, Gesang, Percussion
Papa Thomas Heldmann – Kontrabass, Gesang

http://www.bluespapas.de/Die-Videos

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 16,00 Euro
Vorverkauf: 14,00 Euro

Samstag
24.02.2018
20:30

Sigi Zimmerschied
Der siebte Tag – Ein Erschöpfungsbericht

der_siebte_tagEngelbert Erz ist verzweifelt.
Er war als Berater und Assistent seines Chefs an einem universellen Experiment beteiligt.
Nach vielen Vorbereitungen erschufen sie innerhalb von sechs Tagen ein komplexes Gebilde.
Einen bisher nie dagewesenen Baukasten.
Landschaften, Elemente, Lichtwechsel, Kreaturen, Emotionen.
Engelbert Erz war begeistert.
Ein unvergleichliches Lebenswerk.
Am sechsten Tag erschuf der Chef dann noch ein Wesen nach seinem Ebenbilde und wollte sich am siebten Tag ausruhen und mit Freude sein Werk betrachten.
Aber je länger er es betrachtete umso trauriger wurde er.
Dann kam der Zorn dazu.
Engelberts Sorge um seinen liebgewonnen Baukasten wuchs.
Gerade als der Chef alles wieder zerstören wollte hatte er eine große, rettende Idee.
Er beruhigte seinen Chef und überredete ihn zu einem weiteren Arbeitstag. Ihm war plötzlich klar geworden, wie man diese Fehlkonstruktion dennoch würde ertragen können.
So schliefen der Chef und er am siebten Tag nicht, sondern erschufen etwas ebenfalls noch nie dagewesenes, etwas ungeheuerliches.
Den Witz.
Verbunden mit einer ultimativen Ansage des Chefs an seinen Schöpfungsassistenten.
Dieses Gebilde werde nur solange Bestand haben, als ihre, nun mit Humor ausgestattete Schöpfung in der Lage sei, ihn mindestens einmal pro Woche zum Lachen zu bringen.
Ansonsten werde er es zerstören.
Engelbert Erz ist verzweifelt.
Immer grimmiger stiert sein Chef auf sein Werk.
Einen riesigen Hammer in der Hand.
Er hat diese Woche noch nicht ein einziges Mal gelacht.
Nicht einmal geschmunzelt.
Engelbert Erz verbleiben gerade noch zwei Stunden.
Und ein paar unterhaltungssüchtige Ahnungslose…………….

… ein ausgewachsenes Bühnenstück, ein dichter denn je ineinander verwobener Monolog, der sich kunstvoll von einer Überraschung zur nächsten hangelt und auf eine große Auflösung hinausläuft. Das einzige, was den unvermeidlichen Verrat einiger Pointen erträglicher macht, ist, dass selbst wenn man weiß, was er spielt, man sehen muss, wie es dieser seit langem ja auch als unverwechselbarer Schauspieler präsente Berserker spielt. … Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung

http://sigi-zimmerschied.de/

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck

Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 22,00 Euro
Vorverkauf: 20,00 Euro

Samstag
10.03.2018
20:30

VIP TRIO
Swing, Groove, Ballad, Latin & Funk

vip-trioVIP Trio steht für den Namen der Bandleaderin (VIctoria Pohl – sie ist eine ehemalige Schülerin des Paul-Pfinzing-Gymnasium-Hersbruck; Tochter der Pianistin Hilde Pohl), aber auch für ihre Bandmitglieder (Very Important Persons), die sich Victoria speziell für ihren eigenen Bandsound ausgesucht hat.
Gemeinsam spielen die drei deshalb auch Very Interesting Pieces der amerikanischen Jazzgeschichte. Darüber hinaus finden sich vor allem intensiv-persönliche Eigenkompositionen in ihrem facettenreichen Repertoire wieder.

Besetzung:
Victoria Pohl – piano
Oliver Dannhauser – bass
Michael Höfner – drums

http://viptrio.de/

www.soundcloud.com/user-3801567

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 14,00 Euro
Vorverkauf: 12,00 Euro

Samstag
24.03.2018
20:30

Moi et les Autres
Klassischer Chanson, French-Bossa, Walzer, Swing, Klezmer und etwas New Orleans-Jazz

moietlesautres4_reduziertUnter dem Titel „Moi et les autres“ (Ich und die Anderen) stellt die gleichnamige Band rund um die Sängerin Juliette Brousset jetzt das Ergebnis der Zusammenarbeit auf CD und bei ihren Live-Auftritten vor. Entstanden ist eine liebevolle Zusammenstellung kleiner poetischer Geschichten, die die Freude und die Traurigkeiten des Lebens, der Liebe und der Menschen mit Humor und Leichtigkeit aus der Sichtweise von Juliette betrachten. Die Sujets, die sie aufgreift sind Erfahrungen und Beobachtungen, oder komplett unrealistische Geschichten, denen Sie ihre besondere Stimme schenkt. Die Lieder erzählen von Verliebten, einem Regentag, Füßen im Sand, von einem Mädchen dass nichts als tanzen will, vom Vollmond in Burgund, von der Reise nach Nirgendwo, von Haushaltslöchern, von Fernfahrern und deren Leben als Cowboys des 21. Jahrhunderts, von Wiedersehen mit Freunden…
Getragen werden Texte und Stimme von der Musik, die Acoustic Jazz mit der Musik französischer Chansons verbindet. Tango, Musette und Jazz werden ausschließlich auf akustischen Instrumenten dargeboten. Die neue CD, aufgenommen in einem ehemaligen Kloster in Frankreich, spiegelt die außergewöhnlichen Atmosphäre des Aufnahmeortes und die Schaffensfreude der Musiker innerhalb der kurzen Entstehungszeit in besonderer Weise wieder.
In ihrer Live-Performance führt Juliette Brousset gekonnt und mit französischem Esprit durch den Abend. Ihre charmanten Ansagen und Übersetzungen der Texte sorgen dafür, dass auch nicht Französisch sprechende Zuhörer die Inhalte der Texte verstehen können. Juliettes frische und natürliche Ausstrahlung nimmt das Publikum mit auf die Reise durch ihre Geschichten.
Besetzung:
Juliette Brousset (voc.), David Heintz (Gitarre), Yves Weyh (Akkordeon/Klarinette),
Simon Ostheim (Drums), Andreas Manns (Bass)

https://moietlesautres.wordpress.com/

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 19,00 Euro
Vorverkauf: 17,00 Euro

Samstag
07.04.2018
20:30

FLEZ ORANGE
Polka, Balkangroove und Filmmusik

FO_presseAuch in diesem Jahr wirbelt die ungewöhnliche Band aus Niederbayern wieder musikalische Stilrichtungen wild durcheinander.
So prägten Matthias Klimmer (Klarinette, Gitarre, Gesang),
Veronika Keglmaier (Geige, Gesang)-(Schwester von Evi Keglmaier, war mit Zwirbeldirn schon im KiCK), Stefan Fusseder (Akkordeon, Gesang), Jochen Rössler (Bass, Gesang) und Maximilian Maier (Perkussion, Banjo, Gesang) eine neue Klangfarbe: traditionell und modern, aufregend und virtuos, mitreißend und aufmüpfig – eben orange!
Innerhalb kurzer Zeit eroberten die fünf Musiker manch bayerische Kleinkunstbühne, spielten im Passauer Scharfrichterhaus ebenso wie im Münchner Fraunhofer-Theater, und bereits mehrmals wurden sie im Bayerischen Fernsehen portraitiert.

Der Name von Flez Orange ist Programm:
Flez ist ein niederbayerisches Wort für Hausflur und steht für die Nähe zur heimischen Tradition.
Die Mischfarbe Orange verleiht diesem Flur einen zeitgemäßen Anstrich.
Flez Orange präsentiert ihr aktuelles Programm „Vielleicht morgen!“
Mit musikalischen Geschichten über Weltuntergänge, einsame Sennerinnen und eine erfolglose Hasenjagd entführen die Musiker von Flez Orange in eine Welt, nach der Sie nie gefragt hätten.

Besetzung:
Matthias Klimmer – Klarinette, E-Gitarre, Gesang
Veronika Keglmaier – Geige, Gesang
Stefan Fusseder – Akkordeon, Gesang
Jochen Rössler – Bass, Gesang
Maximilian Maier – Perkussion, Banjo, Gesang

http://www.flez-orange.de/index.php

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 18,00 Euro
Vorverkauf: 16,00 Euro

Samstag
21.04.2018
20:30

JUNG/JUNG trio
Zeitgenössischer Modernjazz mit traditionellen Jazzelementen, impressionistischen Klängen

jung_jung_presseJUNG/JUNG trio ist das neue Projekt der Zwillingsbrüder Alex und Heiko Jung. Da beide in den vergangenen Jahren in zahlreichen Bands unterschiedlichster Stilrichtungen (Klaus Doldinger’s Passport, Panzerballett, Martin Grubinger’s Percussive Planet, Passo Avanti) vorwiegend als Sidemen aktiv sind, finden sie sich nun in der Trioformation zusammen, um Ihre eigenen musikalischen Vorstellungen zu verwirklichen.
Zwischen zeitgenössischem Modernjazz, traditionellen Jazzelementen, impressionistischen Klängen, rhythmischer Komplexität und schönen Melodien sind hauptsächlich Eigenkompositionen und neue Arrangements Ausgangspunkt für energiegeladenes Powerplay und vielschichtige Kommunikation der Musiker.
Manche müssen ein ganzes Leben lang nach der Idealbesetzung für ihre Band suchen. Die Köpfe hinter JUNG//JUNG haben es da leichter: die Zwillingsbrüder haben augen- und ohrenscheinlich die gleiche Groove-DNA in die Wiege gelegt bekommen. Alex Jung spielt sechssaitige Gitarre, Heiko Jung sechssaitigen Bass. Zwei Instrumente, so ähnlich wie unterschiedlich. Zwei Brüder, so gleich wie verschieden. Der aktuellen CD „Trio Recordings“ hört man an, dass die beiden schon viele Stunden zusammen in kleinen stickigen Proberäumen und auf vom Rampenlicht aufgeheizten Bühnen verbracht haben. Es klingt harmonisch und spannend, es kocht auf und fährt zurück, es klingt nach guter alter Zeit und nach Aufbruch in eine neue. Zwei entgegengesetzte, sich anziehende Pole mit Schlagzeuger Matthias Gmelin als Rückhalt und Erdung. Die Trioformation gibt jedem Instrument Platz zum atmen, die Musik treibt, schwingt, schmeichelt und manch unerwarteter Tonartwechsel und sonderbarer Takt klingt wie ein gelungener Spaß von leise in sich hinein lachenden Brüdern unter lauter Uneingeweihten…

„Alex Jungs besonnene Melodielinien, die er mit dem warmen Ton seiner Joe Striebel Archtop-Gitarre spielt, eine saubere Artikulation und rhythmische Sicherheit sind beispielhafte Kennzeichen seines Gitarrenspiel auf „Trio Recordings“.
„Junge, Junge! Zwei Zwillingsbrüder spielen E-Gitarre und sechssaitigen E-Bass, und sie haben es echt drauf! …“- Gitarre&Bass
„Eines der interessantesten deutschen Jazz-Alben des Jahres!“ – bassquarterly

Heiko Jung – bass
Alex Jung – guitars
Matthias Gmelin – drums

http://www.jungjung.de/

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen: mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 15,00 Euro
Vorverkauf: 13,00 Euro

Samstag
05.05.2018
20:30

DIE DREI DAMEN
Spielerisch & Sinnlich jazzt das Trio auf hohem Niveau, mischt Latin mit Swing

DieDreiDamen_presseDie Münchner Sängerin Lisa Wahlandt, bestens bekannt durch ihre Bossa Nova affinen Alben mit Mulo Francel von Quadro Nuevo, oder auch durch ihre eigenwilligen Gute Nacht Lieder Bearbeitungen mit Martin Kälberer bis hin zu Eigenkompositionen auf ihrem neuesten Album „Wowowowonder“ (enja), hat etwas Brandneues aufgetan und eine Damenband gegründet: Die Drei Damen.
Mit der Münchner Pianistin Andrea Hermenau und der Passauer Bassistin Christiane Öttl werden bestehende Lieder komplett runderneuert und eigene Lieder erdacht. Mit herausragendem dreistimmigen Gesang, hervorragenden Arrangements und höchster Musikalität schaffen es die Künstlerinnen ihre Leichtigkeit und Echtheit zu erhalten.
Von Ballade und Bossa über Chanson und Swing bis Funk und Pop, gespielt wird, was gefällt. Und gesungen wird englisch, deutsch und – aufgepasst – bairisch! Eine Rückbesinnung auf die Wurzeln, alle Drei Damen stammen vom altbairischen „Land“. Diese Identität zu verknüpfen mit allen Eindrücken und Entwicklungen seit dem Auszug in die Welt, das schaffen Die Drei Damen musikalisch wie persönlich.
So facettenreich wie spannend, so selbstironisch wie düster, so durch und durch … weiblich. Kein Wunder wenn Männer sagen, dass sie die Frauen nicht verstehen – wer soll sich denn da noch auskennen?
Die Drei Damen jedenfalls sind wie sie sind, sie singen und spielen wie sie leben. Echtheit spürt man hinter jedem Ton. Drei Damen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, harmonieren auf´s Trefflichste miteinander. Das sollte man gehört haben!
Presse
„Eigenkompositionen und Coversongs, gepaart mit intelligenten, witzigen Moderationen“ „Die Attitüde reicht von cosmopolitisch cool bis bodenständig bayrisch…“ Süddeutsche Zeitung
„Zusammen unschlagbar!
„… Ein Genussabend: so zart wie herb, so sexy wie intelligent, so entspannend wie anregend.“
„… Was DIE DREI DAMEN boten war purer Luxus!“ Passauer Neue Presse
„… das Trio klingt mal wie klassisch bairischer Dreigesang, mal nach tibetischem Einschlag, mal wie eine Erinnerung an die 50er Jahre…“
„… Wärmend & Herzlich! Spielerisch & Sinnlich jazzt das Trio auf hohem Niveau, mischt Latin mit Swing, Bossa mit Pop und das ganze lässig dahin!“ Süddeutsche Zeitung
„Die Drei Damen ist eine umwerfende Mischung aus entspannter Musik zwischen Jazz und Pop“ Musenblätter
„Dreifaches Fräuleinwunder!“ „Drei Meisterinnen ihres Fachs!“ Münchner Merkur
Lisa Wahlandt (vocals), Andrea Hermenau (piano, vocals), Christiane Öttl (bass, vocals)

http://www.lisa-wahlandt.com/die-drei-damen

http://www.lisa-wahlandt.com/videos

Vorverkauf: Spielwaren Rauenbusch, Hersbruck
Karten-Reservierungen:mailto:kickev.reservierung@gmail.com

Eintritt: 19,00 Euro
Vorverkauf: 17,00 Euro

le: KICK Hersbruck e.V.

Aus kontrolliertem Raubbau

von Dr. Volker Stahlmann

 

  1. März 16.00 Uhr in der TH Nürnberg!

Aus kontrolliertem Raubbau, Vortrag von Kathrin Hartmann

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Studierendeninitiative OEPRO mit dem Kulturbahnhof Ottensoos

TH Nürnberg, Fakultät Betriebswirtschaft, Bahnhofstraße 87, 90402 Nürnberg, Raum 112

Eintritt frei!

Angesichts des Klimawandels, der drohenden Ressourcenknappheit und etlicher anderer menschgemachter Umweltkatastrophen beruht die Hoffnung vieler auf einer Green Economy mit technischen Lösungen: Elektroautos, Biosprit, Aquakulturen etc. – oft staatlich subventioniert, ausgezeichnet mit Nachhaltigkeitspreisen und -logos und sogar unterstützt von manchen Umweltorganisationen. Doch der Rohstoffhunger auch des grünen Kapitalismus ist riesig, green washing funktioniert dank smarter Werbeagenturen blendend, ökologische und soziale Misstände werden unserem unmittelbaren Blickfeld entzogen.

Hartmann

Für ihr Buch „Aus kontrolliertem Raubbau“ hat Kathrin Hartmann umfangreiche Recherchen vor Ort durchgeführt und entlarvt einige großmundige Versprechungen.

 

Merken

Die ganze Geschichte der Allgäuer Alpenküche vom Tepan bis zum Fototermin

Stephanie aus Immenstadt im Allgäu suchte schon lange nach der perfekten Küche, aber vor allem nach den besten Geräten zum Kochen. Deswegen entstand der erste Kontakt zu ihr im Juni 2016 ausnahmsweise nicht über die Suche nach Massivholzküchen, sondern über unseren Hersteller aller Tepan Yaki-, Wok-, und Induktionskochfelder Christian Jaksch.

Der empfahl ihr auch, unbedingt zu uns zum Probekochen zu kommen und nach einigen Telefonaten verband sie den Besuch mit einer Urlaubsreise nach Norddeutschland , bei der sie sich mit ihrem Mann Bernd am Heimweg als Wohnmobilgäste in Franken anmeldete. Ist bei uns ja ganzjährig problemlos möglich, wenn unsere Katze Plümi sich mit ihrem süßen Zwergpudel Sambo auf gegenseitige Duldung einigen kann.

Kochen statt Dozieren

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Seit unserem Umzug nach Unterkrumbach 1997 haben wir Küchen zum Kochen in unserer Ausstellung und wir präsentieren unsere Küchengeräte im echten Einsatz, weil die branchenübliche theoretische Erklärung – „macht viel Spaß und ist leicht zu reinigen“ – völlig sinn- und überzeugungsfrei ist.

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Mit einer kleinen Führung durch Werkstatt und Musterhaus wurde die Idee zur modernen Massivholzküche rund um den gewünschten Tepan Yaki konkreter und  gegen 23 Uhr wusste man auch schon ziemlich genau, wie sie aussehen wird.

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Tags darauf verließen sie uns mit einem Giovanni aus Nussbaum, der im Wohnmobil im Alkoven die Reise ins Allgäu antrat und Stephi berichtete sogar von seiner glücklichen Ankunft dortselbst und seinen schönen neuen Aufgaben als stummer Diener der Familie: hilfreich – verschwiegen – käuflich.

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Kocherlebnis und geheime Absprachen am Tag der Küche

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Im September darauf reiste Stephi mit Tochter Maja und Sohn Jakob an und lernte von und befreundete sich mit vielen anderen Küchenkunden, die den Tag der Küche gestalteten oder besuchten. Sogar sooo unglaublich gut, dass sie heimlich Küchenliefertermine mit unseren Kunden Laura und Dieter tauschte, was wir dann erst später erfuhren:

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„Also Laura und Dieter schaffen das dann doch nicht so schnell wie geplant mit ihrem Umbau, also könnt ihr doch stattdessen meine Küche noch in diesem Jahr liefern?“ Gleichzeitig überzeugten ihre Kinder sie von der absoluten Notwendigkeit eines Woks neben dem großen Tepan Yaki – wofür sie schon Minuten nach der Lieferung dankbar war.  Aus unserer Erfahrung übrigens eher eine tolle  Ausnahme, denn die meisten Kinder wollen am liebsten die alte Küche vor jeder geringsten Änderung bewahren.

Planung via Graham Bell und Social Media

Gesagt, getan, die 300 km Entfernung überbrückten wir problemlos mit Telefon (von Antonio Meuccis erfunden, von Graham Bell geklaut), Whatsapp, Facebook  und unzähligen gemailten Fotos und Nachrichten (190 an der Zahl) und durch den zusätzlichen Zugang zu unserer eigenen Fotodatenbank für Kunden, (den natürlich jede Interessentin haben kann). Aktuell ist sie wohl die beste Kennerin aller Möbelmacherküchendetails und Kosenamen aller Kundenküchen der letzten sechs Jahre von der Mohnblumen-, Erdbeer- und Limettenküche, bis zur nagelneuen Küche aus Rüster in unserer Ausstellung.

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Aber auch Bernd vertiefte sich in die Pläne und entwickelte mit uns raffinierte Ideen für den Umbau, von denen die abgeschrägten Wandecken der neuen Küche wohl am meisten Funktionalität und Großzügigkeit einbrachten.  Auch die Lösung für den Dunstabzug ist als Umluftvariante beeindruckend. Mit unserem Küchenbauer Helmut Neugebauer verband Stephi bald ein gegenseitiger Respekt: „Sie beschäftigt sich ernsthaft abwägend mit jedem kleinsten Detail“ und „er beantwortet wirklich jede Frage schnell, kompetent und gewissenhaft.“

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Zusammen mit Matthias Becker und unserem Auszubildenden Tobias lieferten sie einige Monate später die neue Küche, deren Oberschrank mit einem künstlerischen Foto der Allgäuer Bergwelt gestaltet wurde – von uns digital schwarzweiß aufbereitet.

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Im Video erklärt Bernd Ute Danzer jeden Gipfel, denn lustigerweise gründete sein Vater zusammen mit dem Vater von Utes Kommilitonin aus dem Sportstudium  in München, Skischulleiterin von Skitotal Claudia Reusch,  den heimischen Skiclub. Unglaubliche Zusammenhänge, die sich aus dem zufälligen(?) Interesse für einen Tepan Yaki ergaben. Logisch, dass Stephi ihre  Küche jetzt  „Allgäuer Alpenküche“ nennt.

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Gleich nach der Montage erreichten uns Fotos von kritisch prüfenden Eltern und ein Video von freudig kochenden aber eher wortkargen Männern.

Nicht zuletzt dank des gemeinsam kochend verbrachten „Tags der Küche“ wurde Stephi schnell zum Fan des Sous Vide Garens, weshalb auch der Vakuumierer von Komet bei ihr Einzug hielt,
IMG_0054zum Garen selbst nutzt sie aktuell noch ihren Dampfgarer oder die Cooking Chef Küchenmaschine von Kenwood, die dank Induktionskochfeld die Wassertemperatur in der etwas kleinen Rührschüssel ebenfalls gradgenau einhalten kann.

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Eine wunderbare Buchenküche mit begeistert kochenden Besitzern und Kindern wollten wir natürlich auch so schnell wie möglich für noch kommende Kunden dokumentieren und so vereinbarten wir einen Besuchs- und Fototermin, dem wir erstmal gemeinsames Skifahren mit Claudia voranstellten.

Foto- und Kochtermin mit Salbei statt Basilikum

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Beim Skifahren fragte Stephi noch, was sie zum Sous Vide Garen von Schweinerücken besorgen müsse und irgendwie verwechselte Mann Salbei und Basilikum, was zum Einsatz von gefrorenem Basilikum, aber ganz vielen am Tepan Yaki köstlich gebratenem Salbeiblättern führte, die übrigens ausgezeichnet schmecken.

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Im Video ganz am Anfang dieses Artikels kann man sehen, dass der temporale Aufwand der Fotoarbeiten ein wenig unterschätzt wurde und dass die ganze Familie wegen der aufwändigen Beleuchtungs- und Fotoarbeiten tapfer mit dem Hunger kämpfte, aber dank (mindestens) acht folgenden Gängen verbrachten wir  einen wunderbar inspirierenden Abend rund ums Kochen und mit vielen offenen Gesprächen über den Rest der Welt. Und es wurden wirklich alle satt – wenn auch später als sonst.

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Was lernen wir daraus?

Es ist nicht die Entfernung in Kilometern, sonder die Nähe im Denken, die unsere Zusammenarbeit mit Kunden so oft so angenehm macht. Es ist ein großes Glück für  Menschen mit gemeinsamen Ansichten Möbel und Küchen bauen zu dürfen und mit ihnen kochen, lachen und sogar skifahren zu können. Unser ganzes Team freut sich mit uns so oft über solch tolle Kunden und wir haben gelernt, es ganz bewusst zu genießen. Und übrigens hat Basilikum glatte Blätter und Salbei die ganz rauhen.

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Das Rezept für die Scampis (im Video Flusskrebse) mit Zuckerschoten und das Standardrezept für köstliche Nachspeisen auf dem Tepan aus dem Kochbuch des Jahres 1992: RezeptAtagZuckerschotenScampis

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Die Küchenlinks:

Alle Videos über die Massivholzküchen in der Youtube Playlist:
http://nhblog.de/yt_pl_kueche/

Die Videos über das Kochen in unseren Küchen (Kochveranstaltungen oder-Shows):
http://nhblog.de/yt_pl_kochen/

Unsere Kochsendungen mit Diana Burkel (Würzhaus) ist hier zu finden: http://kocheinrichtung.de

Meine eigene Kochreihe heißt „Einfach Kochen:“
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/einfach-kochen

Und viele Artikel über unsere Art des Küchenbaus sind im Nachhaltigkeitsblog unter der Rubrik „Die Küche zum Kochen“:
http://www.nachhaltigkeitsblog.de/die-kueche-zum-kochen

Die Küchenseite auf der Homepage haben Sie sicher schon entdeckt:
http://www.die-moebelmacher.de/produkte/kueche.html

 

Aus der Tretmühle zur Selbstbestimmung

von Dr. Volker Stahlmann

Kulturbahnhof Ottensoos am 6. April 19.00 Uhr

Was hindert mich eigentlich daran, so zu leben, wie ich es will?
Was kann mir helfen, um mehr von meinen Vorstellungen Realität werden zu lassen? Wie kann ich Wege aus der Beengtheit meiner eigenen Sachzwänge zu entdecken? Dieter Wunderlich geht diesen Fragen am Beispiel seiner bisherigen Lebensgeschichte auf unterhaltsame Weise nach. Und er zeigt auf, wie durch ein bewusstes Selbstmanagement Freiräume für ein selbst bestimmtes Leben geschaffen werden können.

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Dieter Wunderlich ist professioneller Coach für Menschen, die eine nachhaltige Entwicklung für sich, Teams oder Organisationen anstreben. Er studierte als Schwerpunkt Umweltverantwortliche Unternehmensführung an der Fakultät Betriebswirtschaft der TH Nürnberg (bei Prof. Stahlmann) und war vor seiner beruflichen Selbständigkeit 17 Jahre in verschiedenen internationalen Managementpositionen tätig, zuletzt als Director Corporate Responsibility International der ALDI SÜD Unternehmensgruppe.

Die Veranstaltung ist Auftakt einer workshop-Reihe im Kulturbahnhof mit u.a. folgenden Themen * Mehr Selbstbestimmung durch bewusstes Selbstmanagement: Der Praxisworkshop * Kann ich irgendetwas besonders gut? Mit dem Strengthsfinder auf der Suche nach der persönlichen Einzigartigkeit * Was will ich eigentlich? Schritt für Schritt zur eigenen Vorstellung eines erfüllten Lebens.

Nähere Informationen unter: Dieter.wunderlich@questcafe.com

Der Eintritt für den Vortrag am 6. April 19.00 Uhr ist frei.

Tag der Rückengesundheit am Samstag, den 11. März: Balance halten – Rücken stärken bei den Möbelmachern

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Pressemeldung zum Tag der Rückengesundheit 2017

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Höhenverstellbare Schreibtische erleichtern den häufigen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen

Der 16. Tag der Rückengesundheit steht in diesem Jahr unter dem Motto „Balance halten -Rücken stärken“ und der Veranstalter „Aktion Gesunder Rücken e.V.“ empfiehlt den vielen Menschen mit Rückenproblemen auf das „körperliche und seelische Gleichgewicht zu achten.“ Die Theorie klingt einfach, natürlich ist dafür Bewegung und gesunde Ernährung extrem wichtig,  aber Ute Danzer von den Möbelmachern will als Rückenschulleiterin und Sportlehrerin ihren Kunden mehr praxisorientierte Tipps zur Bewegung, aber auch zur rückenfreundlichen Einrichtung geben.

Am Arbeitsplatz erleichtert zum Beispiel ein höhenverstellbarer Schreibtisch nicht nur den häufigen Wechsel  zwischen Sitzen und Stehen, sondern bietet auch unterschiedliche Arbeitshöhen für das Schreiben an der Tastatur, dem Surfen im Netz oder dem Lesen von Texten.  Auch das von Sprachtrainern empfohlene Telefonieren im Stehen – es verbessert Stimme und Aussprache – ist damit leicht zu verwirklichen, weil Tastatur und Bildschirm trotzdem sicht- und bedienbar bleiben.

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Mindestens ebenso wichtig für den gesunden Rücken ist das  ergonomisch richtige Liegen, welches den Bandscheiben das Aufsaugen von Flüssigkeit ermöglicht. Danzers Kunden profitieren  von ihrer über 20-jährigen Erfahrung in der Schlafberatung, denn das  Abstimmen der Bettsysteme und Matratzen auf die individuellen Bedürfnisse bedarf großen Einfühlungsvermögens und Kompetenz.

Auch das abendliche Fernsehschauen kann bei einseitig belastender Sitzhaltung zu Rückenproblemen führen. Statt des berühmten „Auf-dem-Ellbogen-Liegens“ empfiehlt die Rückenschulleiterin pflichtgemäß das „anständige Sitzen“, aber häufig entspricht ein ergonomischer Relaxsessel  mit Nackenkissen viel eher dem abendlichen Entspannungswunsch.

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Gesundes Sitzen beim Lesen oder Fernsehschauen

Am Tag der Rückengesundheit steht Ute Danzer  für alle Fragen rund um das Thema gesunder Rücken  bis 13 Uhr bei den Möbelmachern in Unterkrumbach neben Hersbruck zur Verfügung.

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Weitere Informationen zum Tag der Rückengesundheit geben die Veranstalter unter www.agr-ev.de/tdr.

 

 

 

Save the date – Konferenz zur regionalen Nachhaltigkeitstransformation am 6.4.2017 an der Universität Bayreuth

Seit 1997 hatten wir immer wieder regen Meinungsaustausch und intensive Zusammenarbeit bei unterschiedlichsten Projekten mit Professoren, Studenten und Universitäten zwischen Virginia, Bayreuth und Nürnberg/Erlangen. Deswegen hier die Einladung zur sicher interessanten

Tagung:  „Den Übergang in eine nachhaltige Gesellschaft vor Ort gestalten. Reallabore und Transformationsplattformen in der Region“

von Prof. Manfred Miosga (Uni Bayreuth) persönlich:

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„Sehr geehrte Damen und Herren,

die UN-Klimakonferenz hat in Paris im November 2015 bekräftigt, dass alle Anstrengungen unternommen werden sollen, damit die Erderwärmung auf 1,5 Grad oberhalb des langjährigen Mittels begrenzt werden kann. Der Beschluss hat zunächst insbesondere in der Fachwelt für Aufatmen gesorgt. Schienen doch damit die Empfehlungen der Klimaforschung aufgegriffen und die politische Blockade auf internationaler Ebene überwunden.

Mittlerweile ist deutlich geworden, welch epochale Herausforderungen damit verbunden sind. Für die westlichen Industrienationen bedeutet das Klimaschutzziel, dass schon in den nächsten 15-25 Jahren eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf annähernd null vollzogen werden muss. Auch die Inanspruchnahme anderer Ressourcen muss drastisch reduziert werden, um die planetaren Leitplanken des globalen Ökosystems nicht zu sprengen.

Klar ist, dass die Zeit drängt. Klar ist auch, dass die aktuellen politischen Klima- und Umweltschutzprogramme auf nationaler Ebene nicht ausreichen, um das Ziel zu erreichen. Ohne eine tiefgreifende Veränderung unserer Konsummuster und Produktionsweise wird die Erderwärmung und die Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlagen nicht zu stoppen sein. Alle politischen Ebenen und alle gesellschaftlichen Teilbereiche sind gefordert, ihren Beitrag zu leisten und Verantwortung zu übernehmen.

Mit der Tagung „Den Übergang in eine nachhaltige Gesellschaft vor Ort gestalten. Reallabore und Transformationsplattformen in der Region“ am 6. April 2017 von 10-17:30 Uhr an der Uni Bayreuth wollen wir als Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth diese Aufgabe aufgreifen und mit Akteuren aus der Region diskutieren, wie der notwendige Transformationsprozess vor Ort und in der Region konkret gestaltet werden kann. Das ausführliche Programm dazu finden Sie im Anhang.

Die Tagung richtet sich an alle, die sich angesprochen fühlen und Verantwortung übernehmen wollen: aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Bildung etc. Wir wollen mit Handelnden und Forschenden ins Gespräch kommen und nach geeigneten Lösungswegen vor Ort suchen. Wir verstehen die Tagung als ein Auftakt für einen längerfristig angelegten Prozess eines transdisziplinären Erfahrungs- und Wissensaustausches, der Forschung und Praxis zusammenbringt, mit dem Ziel Impulse für regionale Aktivitäten auszulösen bzw. zu unterstützen. Die Idee ist, eine Plattform aufzubauen, die verfügbares Transformationswissen zugänglich macht und die Produktion neuen Wissens anregt: das „Forum 1.5“. Dabei steht „ 1.5“ für das Ziel, die Erderwärmung auf maximal eineinhalb Grad zu begrenzen.

Anhand von Plenumsvorträgen und thematisch aufgefächerter Workshops (s. Anhang) wollen wir einige Themen anreißen, den Stand transformativer Aktivitäten reflektieren und Wege zur Lösung von Blockaden diskutieren. Die Ergebnisse der Diskussionen sollen die Grundlage liefern für die konkrete Ausgestaltung des „Forum 1.5“.

Wir möchten Sie sehr herzlich einladen an der Tagung teilzunehmen und die Einladung in ihrem Netzwerk / Bekanntenkries / in ihrer Organisation weiter zu leiten. Die Teilnahme ist kostenlos. Falls Sie teilnehmen können, melden Sie sich bitte bis spätestens 31.03. unter folgender Email-Adresse an: stadtregion@uni-bayreuth.de oder auf www.forum1punkt5.de.  Wir freuen uns auf eine spannende Tagung.

Mit freundlichen Grüßen

UnzerschriftMiosga

Prof. Dr. Manfred Miosga“

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StudentenVirginia
Studenten aus Virginia mit Dr. Heike Mayer 2005
StudentenVirginiaEssplatz
Studenten aus Virginia mit Dr. Heike Mayer 2005
VorlesungWiso2010_0261
Vorlesung an der Ohm über die Entwicklung des Internets 2010
StudentenOhmFH0706
Studenten der Ohm 2006
P1020884
Führung mit Dr. Ulrich Ermann und Dr. Sonja Hack 2005

 

Von der Ökologie zur Nachhaltigkeit – gesellschaftliche Verantwortung bei den Möbelmachern

Die Entstehungsgeschichte erklärt in einem Vorwort, wie sich der Familienbetrieb seit der Gründung in Richtung  Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung entwickelt hat. Im Anschluss werden Kernthemen, wie die ökologische Fertigung und regionale Wirtschaftskreisläufe beleuchtet um dann im Paradebeispiel Massivholzküche die Querverbindungen aufzuzeigen, die bei der täglichen Arbeit motivieren und Freude machen. Der Ausblick erklärt die bereits vollzogene Betriebsübername und die geplante Übergabe im nächsten Jahrzehnt der Firmengeschichte.

Die Entstehungsgeschichte

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Von 1988 bis 2015 Kompagnons: Gunther Münzenberg links und herwig Danzer rechts

Als die Möbelmacher 1988 von einem Studenten für Politik, Soziologie und Germanistik und einem befreundeten Schreinermeister als reine Massivholzschreinerei gegründet wurden, lag der Fokus auf ökologischen Aspekten wie der Verweigerung von Spanplatten und Kunstharzlacken. Im Laufe der Jahre erweiterten sich die Anforderungen und die Möbelmacher wollten nicht nur die Wohngesundheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit ihrer Produkte kommunizieren, sondern auch deren Einsatz für regionale Wirtschaftskreisläufe, attraktive Arbeitsplätze und das Engagement für Lebensqualität in der Hersbrucker Alb. Ökologische Betriebe strebten schon damals nach Nachhaltigkeit. Auch wenn dieser Begriff in der Bedeutung der „Sustainibility“ im Bericht an den Club of Rome  „Die Grenzen des Wachstums“ schon 1972 entstand, war er Ende der achtziger Jahre noch nicht als Wirtschaftsweise etabliert, gleichwohl hatten Geschäftsführer nie ausschließlich den ökologischen Aspekt im Visier, denn ohne Ökonomie und soziale Verantwortung hätten gerade diese Betriebe nicht existieren können.

Ulrich Grober hat zuletzt wieder bei seiner Lesung bei den Möbelmachern gefordert, dass die Möbelmacher den Begriff „Nachhaltigkeit“pflegen sollten

Den aktuell stark strapazierten Begriff der Nachhaltigkeit verwenden die Möbelmacher in der Zwischenzeit ganz bewusst, weil er aus „ihrer“ Holzwirtschaft kommt und weil sie der bekannte Autor zu Nachhaltigkeitsthemen, Ulrich Grober („Die Entdeckung der Nachhaltigkeit“) während einer Lesung dazu ermutigte: „Denn wer, wenn nicht die Möbelmacher sollten die wahre Bedeutung dieses Begriffes pflegen,“ argumentierte Grober anhand des von ihnen geprägten Begriffs der „Waldschöpfungskette“ und so mauserte sich die inzwischen nicht mehr kleine Schreinerei mit rund 15 Mitarbeitern zum Vorreiter für Nachhaltigkeit, was zahlreiche Anerkennungen mit sich brachte.

Das Möbelmacherteam im Jahr 2003 beim EFQM-Workshop

Die Ziele der Möbelmacher wurden im Jahr 2003 während einer Selbstbewertung nach dem um den „Nürnberger Nachhaltigkeitsansatz“ erweiterten EFQM-Modell gemeinsam so definiert:

Der Slogan „Alles Gute zum Einrichten“ steht für die Ziele der Möbelmacher. Als überschaubares Handwerksunternehmen streben wir mit unserem wohngesunden und qualitativ führenden Einrichtungs-Komplettservice nach Zufriedenheit und Begeisterung bei Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft. Nachhaltiges Wirtschaften, bedeutet neben der Verwirklichung unserer ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen an einen ganzheitlich ausgerichteten Betrieb, auch die Förderung der regionalen Wirtschaftskreisläufe besonders bei der Holznutzung und des Bewusstseins für Qualität, Individualität und Regionalität. Ständige Verbesserungen von der Möbelgestaltung bis hin zu den Betriebsabläufen sollen die Freude an unserer attraktiven Arbeit erhalten und die Zukunft des Betriebs auf Generationen sicherstellen.

Nach dieser Leitlinie werden seitdem Maßnahmen geplant, Entscheidungen gefällt und nach neuen Wegen gesucht, wie ein positiver Einfluss auf die Entwicklung einer Region mit dem geschäftlichen Erfolg verbunden werden kann.

Ökologische Möbelfertigung durch konsequente Neubauten weiterentwickeln

Die durchgängig ökologische Fertigung von Massivholzmöbeln war damals weniger Marketingkonzept, als vielmehr die persönliche Überzeugung der Eigentümer und auch heute noch entspricht die  Kompromisslosigkeit bei der Materialwahl eher dem Selbstverständnis der Firma, als dem expliziten Wunsch aller Kunden, die immer wieder mal fragen, „ob das wirklich alles massiv sein muss“. Aber Glaubwürdigkeit entsteht am besten durch Vorbild und so errichteten die Möbelmacher im Jahr 1997 einen ökologischen Gewerbebau, der alle damaligen Erkenntnisse des umweltfreundlichen Bauens in sich vereinte.

Der Neubau

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Das 1997 nach ökologischen Richtlinien errichtete Firmengebäude mit Büro, Ausstellung und Fertigung

Grundidee war eine Halle für Fertigung, Büro und Ausstellung, für die nur wohngesunde Materialien verwendet werden, also solche, die die Möbelmacher auch beim Bau von Einfamilienhäusern empfehlen würden. Denn interessierten Bauherrn kann man nicht Naturfarben und ökologisches Dämmmaterial ans Herz legen, wenn man das eigene Gebäude aus Sparsamkeitsgründen mit billiger Industrieware gestrichen oder mit Mineralwolle statt ökologisch gedämmt hat.

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In der lichtdurchfluteten Halle fühlte sich auch das Bayerische Fernsehen beim Drehen eines Lehrfilms mit unserem Auszubildenden wohl

Angenehmes Arbeitsklima entsteht in einer Werkshalle in Holzbauweise durch massive Holzdielenböden und Deckenstrahlungsheizkörper, aber auch durch eine Architektur, die viel Tageslicht nach innen und den Blick in die Natur nach draußen ermöglicht.  Die eigenen Holzabfälle beheizen das gesamte Gelände und die Trockenkammern, die Streuobstwiese versorgt das Team mit angenehmer Atmosphäre und Vitaminen und das große Holzlager ermöglichte die Perfektionierung der Möbelfertigung auf 100 Prozent Holz aus der Region. Um vermeintliche Skandalmeldung zu vermeiden oder Engpässe bei bestimmten Holzarten durch Zukauf lösen zu können, werden nach außen nur fünfundneunzig Prozent Holz aus der Region kommuniziert, aber bisher waren es bis auf eine Ausnahme immer hundert.

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In der Ausstellung werden nicht nur Möbel verkauft, sondern auch Kochkurse und unterschiedliche Workshops abgehalten

Und noch einen wichtigen Aspekt hatte das neue Gebäude. In der Ausstellung können die Möbelmacher jetzt auf rund 1000 Quadratmetern nicht nur Massivholzmöbel zeigen, sondern die komplette Einrichtung mit Küchengeräten, Beleuchtung, Matratzen, Polstermöbeln und Vorhängen. Sie entwickelten sich dank ihrer Planungskompetenz immer mehr zum Kompletteinrichter, auch für ganze Häuser und Hotels.

Die regionale Waldschöpfungskette

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Veranstaltung nach dem Vorbild des „Weltcafes“ zum Thema „Der kurze Holzweg“ gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Initiativkreis Holz aus der Frankenalb im Jahr 2008

Auch hier ist die Motivation die Schaffung einer einzigartigen Waldschöpfungskette vom Wald bis zum Kunden, und viele Maßnahmen zielen in der Folge darauf hin, Kunden auf die Vorteile regionaler Wirtschaftskreisläufe – nicht nur in der Holzbranche – aufmerksam zu machen. So gab es in der Vergangenheit schon abendfüllende Veranstaltungen zusammen mit der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land, aber auch öffentliche Informationsveranstaltungen zum Baumfällen und vor allem ganz viele Videos über den Weg des Holzes. Der ist bei den Möbelmachern lückenlos dokumentiert, weil nach der Anlieferung des Rundholzes, das Entrinden der Stämme, das Sägen der Bretter mit der mobilen Bandsäge, das Stapeln, das Lagern und das Trocknen in den beiden selbst entwickelten Trockenkammern komplett am eigenen Gelände erfolgt.

Die komplette Waldschöpfungskette am eigenen Gelände

Vermutlich weckte aber auch die freundliche Aufnahme der Möbelmacher in dem  kleinen Dorf Unterkrumbach im Sittenbachtal den Wunsch, das dort erwirtschaftete Geld so weit wie möglich auch im Tal auszugeben und dadurch einen kleinen Beitrag für die Lebensqualität einer Region zu leisten. So muss der – im Vergleich zum „normalen“ Einkauf im Holzhandel – ungleich höhere Aufwand des eigenen Holzmanagements mit der deutlich besseren Qualität, der Einbeziehung aller Gewerke als Freunde, der Begeisterung der Kunden oder einfach nur mit einem angenehmeren Gefühl gegengerechnet werden. Und sollte all das keine exorbitanten Gewinne versprechen, so scheint dieses  Alleinstellungsmerkmal als Wettbewerbsvorteil doch die Zukunft in einer sehr schwierigen Branche sicher zu stellen.

Möbeloberflächen aus Naturharzölen

Neben ausgasenden Holzwerkstoffen wie Spanplatten oder MDF Werkstoffen (mitteldichte Faserplatten), ist vor allem die Oberflächenbehandlung der Möbel immer wieder ein Anlass für leider nur kurz aufwallende Skandale. Wenn Wohnraummessungen  ergeben, dass Anstriche ganze Wohnhäuser unbewohnbar machten, dann müssen sich ganzheitlich denkende Einrichter über alle Materialien Gedanken machen, die sie für Kunden einsetzen. So wurde schon bei der Firmengründung festgelegt, dass bei den Möbelmachern nur wohngesunde Materialien zum Einsatz kommen, aber vor allem die Oberflächenbehandlung passiert ausschließlich mit Naturfarben, für die Volldeklarationen vorliegen, also eine genaue Auflistung aller im Öl verwendeten Zutaten.

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Messen statt vermuten: die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten lässt fundierte Aussagen zum gesunden Wohnen zu

Zusätzlich führt die langjährige Zusammenarbeit mit Herstellern wie der Firma Livos oder baubiologischen Instituten und deren physikalischen Messtechniken zu einem Erfahrungsschatz, den die Möbelmacher auch beratend an die Kunden weitergeben.  So können sie sensiblen Menschen wissenschaftliche Daten zur Verfügung stellen und bei der Einrichtung von Kinder-, Schlaf- oder auch Hotelzimmern sicher sein, dass alles für die Gesundheit der Kunden getan wurde.

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Für die Oberflächentechnik mit Naturharzölen wird auch weiterhin ständig getestet und geforscht

Aber das ist nur ein Aspekt, der geölten Oberflächen. Neben der angenehmen Haptik, ist vor allem die Pflegeleichtigkeit im täglichen Gebrauch oft kaufentscheidend. Genau dazu forschen die Möbelmacher ständig nach verbesserten Materialien und Arbeitstechniken, um besonders Küchen und Fußböden auch für nicht ökologisch interessierte Menschen attraktiv zu machen. Testreihen mit Kaffee, Mineralwasser, Rotwein, Roter Beete und dem Permanentmarker von Edding münden immer wieder in kleine Detailverbesserungen, die dem Kunden später die Massivholzmöbel noch sympathischer machen.

Das regionale Musterhaus   

Das „regionale Musterhaus“ der Familie Danzer (2002), das nur mit Materialien und von Handwerkern aus der Region errichtet wurde und als Wohn- und Ausstellungsfläche genutzt wird

Aus der Zusammenarbeit mit der Forstbetriebsgemeinschaft und anderen befreundeten Handwerkern, die in die Gründung des Initiativkreises Holz aus der Frankenalb mündete, ergab sich die Idee, die eigenen Forderungen nach Regionalität auch für alle nachvollziehbar in einem Pilotprojekt zu verwirklichen. So entstand das Holzhaus der Familie Danzer direkt neben der Möbelmacherhalle im Jahr 2001 mit der Maßgabe, dass alle verwendeten Baumaterialien im Umkreis von 100 km hergestellt wurden und alle Handwerker aus dem Initiativkreis oder der Nachbarschaft kommen.

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Presserummel rund ums regionale Musterhaus

Die Presse begleitete das „das regionalen Musterhaus“ von der Planung bis zu den ersten Besichtigungen, was nachweislich die Akzeptanz regionaler Wirtschaftskreisläufe aber auch die Bekanntheit der Möbelmacher erhöhte. Sogar in der Wochenzeitung „Die Zeit“ wurde darüber berichtet. Gleichzeitig können sie seitdem nicht nur in der Ausstellung zeigen, wie sich Massivholzmöbel anfühlen, sondern auch im regionalen Musterhaus, welche Atmosphäre die Kompletteinrichtung aus einer Hand vermittelt. So verbinden sich Werte wie einfühlsame Architektur, gesundes Wohnklima im Holzhaus, Funktionalität und Ästhetik der Einrichtung, aber auch Gastfreundschaft und Kochveranstaltungen mit Regionalität. Ein Ziel, dass für alle Beteiligten auch wirtschaftliche Vorteile brachte.

Erster Tag der Regionen als Meilenstein

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Meilenstein für die Regionalentwicklung in der Hersbrucker Alb: der erste Tag der Regionen in der Werkstatt der Möbelmacher 1998

Der Höhepunkt für das langjährige regionale Engagement der Möbelmacher war der erste Tag der Regionen 1998, den sie gemeinsam mit dem Naturschutzzentrum Wengleinpark aus der Taufe hoben. In der Zwischenzeit wird diese erstmals am Gelände in Unterkrumbach veranstaltete „Regionalmesse“ mit Direktvermarktern und allem, was in der Region interessant ist von der „Regionalbewegung e.V.“ in ganz Deutschland veranstaltet, damals war der Gedanke noch neu. herwig[1] Danzer lud zusammen mit Geschäftsführer Dipl. Ing. agr. Rainer Wölfel nicht nur die Lebensmittelerzeuger und die Forstwirtschaftler ein, sondern auch das Dehnberger Hoftheater aus der Nachbarschaft, das neue gegründete Convivium von Slow Food Nürnberg und veranstaltete eine Podiumsdiskussion mit regionalen Akteuren und Politikern.

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Podiumsdiskussion mit den Protagonisten regionaler Wirtschaftskreisläufe 1998

Daraus entwickelten sich in den folgenden Jahren viele gemeinsame Projekte vom Initiativkreis Holz aus der Frankenalb über Heimat auf´m Teller bis hin zu zahlreichen Messeauftritten, bei denen zusätzlich zu den Möbelmachern immer auch die Partner drumrum kommuniziert wurden. Von Slow Food, der maßgeblich von herwig Danzer mitinitiierten Cittaslow Hersbruck bis zu den zahlreichen Köchen und Politikern, die in den Kochshows der Möbelmacher auftraten.

Nachhaltiges Wirtschaften am Beispiel der Massivholzküche

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Ute und herwig Danzer in der aktuellen Showküche mit digital bedruckten Glasfronten

Natürlich besteht auch eine Küche der Möbelmacher aus einzelnen geölten Schränken, die zu einer funktionalen Küche gemeinsam montiert und mit modernsten Geräten ausgestattet werden. Und doch ist einiges anders, denn gerade anhand der Küchen lässt sich der ganzheitliche Ansatz der fränkischen Einrichter beispielhaft beschreiben. Küchen haben sich in den letzten 25 Jahren zum wichtigsten Standbein der Kompletteinrichter entwickelt. Dabei wurden die Unterschiede der Materialien – Massivholz versus Spanplatte – bereits beschrieben, im Folgenden wird auf die Aspekte der technischen Weiterentwicklung und der Kundenkommunikation eingegangen.

Technische Küchenentwicklung im Haus und mit Partnerbetrieben

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In der ersten Showküche werden im regionalen Musterhaus auch Kochsendungen mit Spitzenköchinnen aufgezeichnet

Die wichtigste innovative Küche wurde im Jahr 2000 zunächst für einige Messen, aber am Ende für das regionale Musterhaus gefertigt. Damals ergänzte man auf Ute Danzers Wunsch die Massivholzfronten mit solchen aus Edelstahl und stellte die Kochinsel in ein vom Partnerschlosser eigens geschweißtes Gestell aus dem gleichen Material. Die bis heute fortschreitende Individualisierung jeder einzelnen Küche führte insbesondere durch die einige Jahre später entstehende Glastechnik zu immer neuen Varianten, von denen der Fotodruck hinter Glas die auffälligste und originellste ist. So sprechen Kunden oft von der Mohnblumen-, der Erdbeer- oder der Rotweinküche, weil sich die auf der Homepage gezeigten Fotos derselben einprägen.

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Die erste Küche mit Granitfronten aus Bayern aus fränkischem Rüster

Die neueste Showküche in der Ausstellung wurde 2016 gemeinsam mit einem Granitverarbeiter entwickelt, der auf Wunsch der Möbelmacher erstmalig heimischen Granit aus Bayern verarbeitete und daraus die Fronten und Arbeitsplatten in nur 1 cm Stärke fertigte.

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CEO von Miele antwortet auf den offenen Brief und Beitrag im NAchhaltigkeitsblog

Aber auch mit den Geräteherstellern von der großen Firma Miele bis zu kleinen Manufakturen sind die Möbelmacher im regen Austausch. So hat der Miele Geschäftsführer Reinhard Zinkann selbst auf einen persönlichen und im Nachhaltigkeitsblog veröffentlichten offenen Brief von herwig Danzer geantwortet: Zinkann teile seine Vorliebe für den Druckdampfgarer und koche selbst damit, Miele wird ihn deshalb – entgegen vieler Ankündigungen von Vertreterseite – weiterhin im Programm lassen.

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Prototyp des ersten Einbauthermailiserers zum Sous Vide Garen in der neuen Showküche

Die Fachwelt war erstaunt, wie auch von der Tatsache, dass der erste Sous Vide Einbauthermalisierer von Komet – ein Gerät mit dem man vakuumierte Speisen bei niedriger Temperatur im Wasserbad gart – in jener Granitküche in der Möbelmacherausstellung integriert wurde. Die Firma Jaksch, Hersteller von kombinierten Tepan Yaki- und Induktionskochfeldern, lieferte den Möbelmachern schon 2008 zum 20-jährigen Jubiläum einen Prototyp zum Testen, alle erarbeiteten  Verbesserungsvorschläge wurden in der ersten Serie verwirklicht.

Einigen Kunden waren Induktionskochfelder suspekt und die Plastiktüten zum Sous Vide Garen beunruhigten, also haben die Möbelmacher Labore und Messtechniker bekannter Institute mit der Prüfung beauftragt und die Ergebnisse im Nachhaltigkeitsblog veröffentlicht. Jetzt kann jeder aus diesen  Daten selbst seine Schlüsse ziehen und fundierte Entscheidungen fällen.

Weil Danzer ständig experimentell kocht und das gesamte Küchenteam auf der steten Suche nach Verbesserungen ist, werden die einzeln für die computergesteuerte Maschine programmierten Schränke ständig weiterentwickelt, von der Öffnungsmöglichkeit aller unteren Schubladen mit dem Fuß, über perfektionierte Einteilungen für die Gewürze des befreundeten Biolieferanten Sonnentor – die auf Wunsch auch mitgeliefert werden – bis zur Einschubmöglichkeit für den großen Bräter von Miele im Backofenhochschrank.

Küche mit Kunden

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Alfons Schubeck auf der Consumenta 2000 auf der Möbelmacherbühne beim Bayerischen Fernsehen

Ute Danzers schon oben erwähnte Küche war die erste, die die Möbelmacher für Kochshows beim Bayerischen Fernsehen auf der Verbrauchermesse Consumenta im Jahr 2000 aufbauten. Dort lernte Danzer viele Jahre jeweils 9 Tage in täglich bis zu fünf Kochshows das Moderieren von Fernsehmoderatoren, die auch schon bei eigenen Veranstaltungen in Unterkrumbach auftraten.

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Kochshow mit Ralf Zacherl auf der Grünen Lust 2005

Die Stars waren dabei meist regionale Sterne- und Spitzenköche, aber auch Alfons Schubeck und Ralf Zacherl gaben sich in Möbelmacherküchen den Kochlöffel in die Hand. Parallel dazu absolvierte Danzer eine Ausbildung als Ernährungsexperte und moderierte auch die Kochshows der Biomesse Grüne Lust und der BIOerleben am Nürnberger Hauptmarkt.

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Foodbloggerin Barbara Steinbauer Grötsch  bei der gemeinsamen Kochshow auf der Messe

Mit einer lange Zeit in der Abu Dhabi und Syrien  lebenden Schulfreundin und Kundin von zwei Küchen gab es viele Besuche und regen Austausch zur arabischen Küche, was 2009  zu einem Kochbuch und ihrem in der Zwischenzeit sehr bekannten Foodblog www.eintopfheimat.de führte. Das ist vielseitig mit dem Nachhaltigkeitsblog verlinkt und stellt quasi das internationale Pendant zur Regionalität in Unterkrumbach dar.

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Zur  Küchenplanung gehört auch immer das gemeinsame Kochen

Küchenkunden profitieren von den gesammelten Erfahrungen, denn bei Beratungsgesprächen wird immer auch gekocht und genau in diesen Momenten lernt man die Lebensqualität der von den Möbelmachern zu über 95 Prozent eingebauten Kochinseln oder Kochhalbinseln zu schätzen. Viele können sich in ihrem „kleinen Raum“ keine Insel vorstellen, sie erklären, dass sie keinen Dampfgarer und keinen Tepan Yaki bräuchten und sie seien ja wegen des Holzes da, nicht wegen Fronten aus Glas. Manchmal sind es dann deren Kinder, die das Braten von selbstgehobelten Kartoffelchips am Tepan Yaki unbedingt auch zuhause wollen, es sind häufig Frauen, die die Zubereitung von Nudeln, Reis und Gulasch im Druckdampfgarer zu schätzen lernen und Männer entdecken den Reiz des perfekten Steaks im Vakuumverfahren. So bietet erst das gemeinsame Kochen die Chance, den echten Nutzen von bisher unbekannten Geräten einschätzen zu können.

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Viele Freihandzeichnungen entstehen während des ersten Gesprächs

Beim zweiten Gespräch haben schon viele Kunden eigene Lebensmittel zum Ausprobieren ihrer eigenen Lieblingsrezepte in der Möbelmacherküche dabei und die Küchenzeichnungen entstehen dabei nebenbei freihand mit Bleistift auf weißem Papier ganz ohne Computer.

Viele Kunden kommen von weit weg, Berlin, Allgäu, Köln oder Halle, und sie übernachten im benachbarten Hotel in den von den Möbelmachern eingerichteten  Zimmern. Am zweiten Tag können sie die vielen Fragen abarbeiten, die nach dem gemeinsamen Planungsabend nachts noch entstanden sind. Dank des akribisch arbeiteten Küchenteams bekommen diese Kunden zum vereinbarten Wunschtermin eine perfekte Küche, die nach zwei Montagetagen bekochbar ist und keine weiteren Anreisen benötigt.
Danach stehen sie ein Leben lang für ergänzende Beratungen, Umbauten oder Umzüge  zur Verfügung. Besonders bei Massivholzküchen führt ein Umzug zu überraschend perfekten Ergebnissen, weil es keinen Unterschied zwischen Sicht- und Korpusseiten gibt.

Gemeinsam Kochen bei den Werkstatt-Tagen, dem Tag der Küche oder des Schreiners

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Volle Werkstatt (350 Gäste) beim internationalen Gitarrenfestival Hersbruck, viele Jahre zu Gast in der auf- und ausgeräumten Fertigungshalle der Möbelmacher

Die Unterkrumbacher Werkstatt-Tage finden im Jahre 2018 bereits zum zwanzigsten Mal statt und das Rahmenprogramm besteht ursprünglich aus klassischen Konzerten heimischer Orchester, aber auch Jazz, Lesungen mit bekannten Autoren wie Uwe Timm, Herbert Rosendorfer oder Deutschlands renommiertesten Literaturkritiker Denis Scheck, der auch schon Kochworkshops begleitet hat. Sie sind der Versuch, an drei Tagen ein vielseitiges Programm für jeden Geschmack in der ausgeräumten für bis zu 300 Personen bestuhlten Werkstatt zu bieten und immer wichtiger werden dabei tagsüber die Kochworkshops, bei denen in der Zwischenzeit Möbelmacherkunden nahezu selbstständig das Programm bestimmen.

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Kochworkshops mit kochenden Kunden

Der Einkauf der Lebensmittel hat dabei missionarische Züge entwickelt, denn es wurde schon ein ganzer Ochse aus dem Hutangerprojekt an drei Tagen ganz unterschiedlich von verschiedenen Köchen von der Nase zum Schwanz verarbeitet. Die Weideschweine stammen von Danzers Schulfreund, der als hochbezahlter Manager im Lebensmittelbereich den Bauernhof seines Onkels in der Nachbarschaft übernommen hat. Die Fischzucht Rau ist Mitglied im Verband Heimat auf´m Teller dessen Entstehungsgeschichte auf den Tag der Regionen 1988 in Unterkrumbach zurückgeht und auch für alle anderen Lebensmittel werden Empfehlungen und Prospekte weitergegeben, denn wer wertvolle Lebensmittel zu schätzen weiß ist auch für besondere Küchenideen offen.

Die kochenden Kunden führen spannende Gespräche, es wurden sogar schon Küchenliefertermine untereinander getauscht und es entsteht eine „Community“, die sich auf die regelmäßigen Treffen am Tag  der Küche im September oder dem Tag des Schreiners im November freut. Manche schreiben über ihre Sous Vide Kocherfahrungen Artikel ins Nachhaltigkeitsblog und auch Danzer versucht die versammelte Koch- und Lebensmittelkompetenz der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Dazu dreht er mit der Spitzenköchin Diana Burkel eigene Kochsendungen unter dem Titel www.kocheinrichtung.de oder erklärt die einfachsten Rezepte in der Serie „Einfach Kochen.“ Diese soll in Zukunft auch mit Sendungen zusammen mit den Kindern von Kunden ergänzt werden, denn wer im Ernährungsreport 2017 lesen muss, dass immer mehr Deutsche auf Tiefkühlkost zurückgreifen, wird versuchen, schon die Kinder zum „richtigen“ Kochen zu motivieren. An Kochinseln, bei denen beim gemeinsamen Kochen die Arbeit zur Freude wird gelingt das am leichtesten.

Küchen und Kommunikation

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Das Jahrbuch Nr. 21 ist auch immer ein kleiner Nachhaltigkeitsbericht

Unterkrumbach (106 Einwohner) liegt neben Hersbruck im Nürnberger Land und bietet keinerlei Laufkundschaft, weshalb die Möbelmacher großen Aufwand in die Neukundenakquise aber auch in die Kundenpflege stecken müssen. Seit 1997 erhalten alle eingetragenen Kunden, aktuell sind das ca. 5500, das Jahrbuch der Möbelmacher kostenlos per Post. Auf 52 Seiten zeigen rund 150 Fotos und viele redaktionelle Texte die Arbeit des letzten Jahres und gleichzeitig können es die Kunden als Jahreskalender an die Wand hängen.

Das aufgeklappte Din A4 Format des Jahrbuchs wird an die Wand gehängt
Das aufgeklappte Din A4 Format des Jahrbuchs wird an die Wand gehängt

Nach einer externen Umfrage der Marktforscher des „Forschungswerks“ tun dies bis zu 29 Prozent der Kunden tatsächlich. Finanziert wird dieses für eine Schreinerei kommunikative Mammutprojekt mit den Werbekostenzuschüssen der Lieferanten für Matratzen, Polstermöbel und Küchengeräte und den Anzeigen von befreundeten Betrieben aus der Region aller Gewerke. Mindestens genau so wichtig ist der monatliche Newsletter (4500 Abonnenten), der zusätzlich auch als zeitsparendes zweiminütiges Video angeboten wird. Hier werden die Veranstaltungen beworben, aktuelle Projekte und die Sonderangebote aus der Ausstellung vorgestellt und auf diesem Weg häufig auch verkauft.

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Das Nachhaltigkeitsblog war im Jahr 2005 das erste im Handwerk

Die Neukundenakquise passiert neben persönlichen Empfehlung und anschließendem Blick auf die Website meist über das Internet, wobei das Nachhaltigkeitsblog seit 2005 mit seinen 2300 Artikeln nicht nur wegen dessen positiven Einfluss auf die  Suchmaschinen einen wichtigen Raum einnimmt.

„Die Möbelmacher aus Unterkrumbach bei Hersbruck wollen mit dem Dialog in diesem Weblog von Kunden, Freunden und Fremden lernen und das Bewusstsein für regionale Wirtschaftskreisläufe und verantwortliches Handeln stärken.“

Die Homepage ist „normale“ Werbung, aber durch den persönlichen Schreibstil im Blog erkennt man, wie die Möbelmacher „ticken“ und erfährt eine Menge Insiderinformationen vom Chef, der Sekretärin, der Praktikantin oder von Gastautoren. Das Bespielen anderer Social Media Kanäle wie Facebook, Youtube oder Twitter nutzt alle Fotos für das Jahrbuch oder Beiträge und Videos im Nachhaltigkeitsblog  um zusätzliche Glaubwürdigkeit und Reichweite zu erzielen. Auf diesem Weg wird auch die angebotene Möbelmachermöbelrücknahme organisiert, denn auf Facebook angebotene, 20 Jahre alte und nachgeölten Betten sieht man das Alter nicht an. Und meist freute sich bisher innerhalb weniger Stunden ein Student über ein „Schnäppchen“ von den Möbelmachern. Interessanterweise ist für die zurückgebenden Kunden dabei die Weiterverwendung des wertvollen Möbels viel wichtiger, als die Höhe der Gutschrift für die neuen Möbel. Kunden bestellen etwas Neues, weil sie wissen, dass sich über das Alte jemand freut. In einem Fachartikel mit dem Titel  „Die Möbelmacher zeigen wie´s geht“ wurden sie als „virtuose Spezialisten aller Social Media Kanäle“ bezeichnet.

Rechnet sich Nachhaltigkeit?

Natürlich kann ein Handwerksbetrieb nicht messen, ob er mehr oder weniger verkaufen oder verdienen würde, wenn das Konzept geändert würde. Einerseits lassen sich Möbel und Küchen aus billigerem Material leichter verkaufen, andererseits fiele das Alleinstellungsmerkmal Massivholzküche aus heimischem Holz weg. Zum Jahrbuch der Möbelmacher gibt es immer auch einen Fragebogen, der seit 20 Jahren die Kaufargumente der Kunden abfragt. Dabei hat sich der Begriff „Nachhaltigkeit“ stets etwas nach oben geschoben, allerdings noch immer hinter „Holz aus der Region“, „Beratung“ und „Ökologie“, was darauf hindeutet, dass die Möbelmacher ohne ökologische und nachhaltige Ausrichtung  die jahrzehntelang aufgebauten Kundenwünsche wohl nicht erfüllen könnten. Aber solange das Team von einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsphilosophie überzeugt ist, stellt sich diese Frage nur akademisch. Ein wichtiges Argument für das Fortsetzen der Nachhaltigkeitstradition sind die angenehmen Kunden der Möbelmacher, die die gleichen Werte teilen und die den Preis dafür nachvollziehen können.  Bisher konnten die Möbelmacher knapp 30 Jahre alle Löhne und die Investitionen bezahlen und auch in der Zukunft, werden neue Maßnahmen in diese Richtung geplant. So wird dieser kleine Text wohl dem nächsten Jahrbuch ergänzend beiliegen, denn nach der Empfehlung einer Arbeitsgruppe der Ohm-Universität sollten die Möbelmacher weiterhin ihren Stakeholdern statt eines offiziellen Nachhaltigkeitsberichts eher redaktionell aufbereitete Nachhaltigkeitsinformationen in der schon eingeführten Kalenderform anbieten. Außerdem soll die geplante Photovoltaikanlage ab Mitte 2017 rund 50% des Strombedarfs decken, der Rest ist natürlich Ökostrom.

Wissenschaftliche Anerkennung langjähriger Arbeit

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Vorlesung über Social Media Themen an der Ohm-Universität in Nürnberg

Über diese Social Media Aktivitäten, werden die Möbelmacher auch immer von Universitäten oder Instituten gefunden, die nach Praxisbeispielen für nachhaltiges Wirtschaften suchen. Als geprüfter EFQM Assessor bringt Danzer seine Erfahrungen im Qualitätsmanagement und vor allem dem nachhaltigen Wirtschaften bei Kongressen und Podiumsdiskussionen ein und es werden auch Aktionen der Bayerischen Staatsregierung begleitet – wie zum Beispiel ein Pilotprojekt zur Stakeholderanalyse. In zahlreichen Büchern und Fachzeitschriften werden die Besonderheiten der Möbelmacher erwähnt oder deren eigene Beiträge veröffentlicht. Danzer nimmt auch Einladungen zu Gastvorlesungen oder Vorträgen an, vielleicht findet sich ja auch auf diesem Weg einmal ein Nachfolger, der nachhaltiges Einrichten in die nächste Generation weiterträgt und sich als neuer Besitzer im regionalen Musterhaus wohl fühlt.

Nachfolger gesucht

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Zu den wichtigsten Aspekten der Nachhaltigkeit zählt die Erhaltung des Betriebs, der Arbeitsplätze und der Serviceleistungen für die Kunden.  Bei der Betriebsgründung im Jahr 1988 vereinbarten Gunther Münzenberg und herwig Danzer, dass Münzenberg nur bis zum 60. Geburtstag arbeiten will, lieber sogar schon früher aufhören möchte. Über ein Jahr wurde deshalb die Übergabe der Betriebshälfte geplant und so sorgfältig vorbereitet, dass der Steuerberater von der „harmonischsten Betriebsübergabe, die er jemals gesehen hat“ sprach.  Die Handwerkskammer, Steuerberater Michael Boos und die Hausbank waren wesentlich daran beteiligt. Durch den einvernehmlichen Ausstieg könnten die Möbelmacher in Spitzenzeiten oder bei besonderen Problemen auch weiterhin mit der Hilfe des ehemaligen Geschäftsführers rechnen.  Alle Details  der Betriebsübergabe (wer übernimmt seine Aufgaben?) wurden auch per Jahrbuch und Newsletter nach Außen kommuniziert, so gab es keine Verwunderung oder Verängstigung bei Kunden und Anspruchsgruppen.

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Das Team der Möbelmacher schlägt im Jahr 2016 neue Wege ein

Im Januar 2016 führten Ute und herwig Danzer mit der Gründung des Kernteams die Firma in eine neue Ära, die aufgrund von gemeinsamen Entscheidungen, großer Transparenz und Flexibilität schon jetzt eine neue Arbeitsatmosphäre bietet. Gemeinsam und mit viel Weiterbildung soll in den nächsten Jahren investiert und verbessert werden, um die Firma so zukunftssicher aufzustellen, dass auch der Ausstieg von Ute und herwig Danzer in 10 bis 15 Jahren reibungslos von statten geht. Ob der Nachfolger oder die Nachfolgerin aus den eigenen Reihen, der Schreiner-, der Einrichtungs- oder der Architekturbranche stammen, oder völlige Quereinsteiger sind, ist dabei nicht entscheidend. Wichtig ist, dass sie gemeinsam mit allen Mitarbeitern und angenehmen Kunden Freude an einer spannenden und erfüllenden Arbeit am Standort Unterkrumbach haben.

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Das Gelände am 6.1.2017

Bis dahin freuen sie sich schon auf die nächsten Unterkrumbacher Werkstatt-Tage vom 23. bis 25. Juni 2017, bei der die berühmte Konzertreihe „Fränkischer Sommer“ am Freitag zu Gast sein wird, beim Kochworkshop am Samstag wird das thematisierte Abendessen für die Kinogäste am Abend bereitet. Denn aus einem großen Schüler- und Freundeskreis rund um den Kult-Deutschlehrer und Filmemacher Richard Siebenbürger ist ein großartiger – und hoffentlich bald preisgekrönter – Kinofilm „Dolores“ entstanden. Dessen Regisseur wird von einer bekannten Fernsehmoderatorin, einem Winzer für Premiumsekt, einem Theatermaler, jener erwähnten Foodbloggerin und vielen Mitstreitern aus dem Schulumfeld in einem kultigen Galaabend unterstützt. Es bleibt spannend in Unterkrumbach.

 

Vita: herwig Danzer

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herwig Danzer wurde 1962 in Nürnberg geboren und studierte nach dem Abitur Germanistik, Soziologie und Politik. Bereits als Schüler baute er parallel dazu in der Waschküche der Mutter einen Handwerksbetrieb auf, den er am 18. Geburtstag als GbR anmeldete. 1988 gründete er gemeinsam mit dem vom Drachenfliegen bekannten Schreinermeister Günther Münzenberg die Möbelmacher, in denen er die Bereiche Marketing und Verkauf aufbaute. Er absolvierte Ausbildungen zum EFQM-Assessor und zum Ernährungsexperten wurde zum Umweltbotschafter Bayerns ernannt und gewann zahlreiche Preise für Nachhaltigkeit, Marketing und Management. Er organisiert Kochshows für den Bayerischen Rundfunk und andere Veranstalter, hält Vortrage für Verbände und Firmen und war für seine Heimatstadt Hersbruck Mitinitiator der ersten Cittaslow außerhalb Italiens. Seit 1997 erscheint jährlich sein 48-seitiges Jahrbuch, 2005 gründete er das Erste Weblog im Handwerk, das Nachhaltigkeitsblog, in dem auch der monatliche Newsletter mit Video erscheint. Seit 2016 ist er alleiniger Geschäftsführer und leitet mit seiner Frau Ute und dem Kernteam die Geschicke der Möbelmacher.

[1] Aus alter Tradition wird Danzers Vorname herwig mit kleinem „h“ geschrieben.