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Pilotprojekt „Stakeholderanalyse“ im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements mit Umweltministerin abgeschlossen

 

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Das Ergebnis: die neue Broschüre (und noch mehr) über die Anspruchsgruppenanalyse vom Bayerischen Landesamt für Umwelt

Vom Pilotprojekt „Stakeholderanalyse“ haben wir schon vom Start in Augsburg und vom Mitarbeiterworkshop in Kühnhofen berichtet, jetzt wurden die Pilotbetriebe vom Bayerischen Umweltministerium und der IHK Bayern nach München zur feierlich angehauchten Abschlussveranstaltung eingeladen.

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Da war der der Mond noch nicht mal untergegangen, da mussten wir schon im Auto sitzen

Wir mussten dazu ungewöhnlich früh los, aber dank großer Zeitreserven schafften wir es gerade noch pünktlich zur IHK in der Münchner Balanstraße, die Ute und herwig Danzer nicht ganz fremd ist, weil sie in Haidhausen  acht Jahre lang wohnten, studierten und auch arbeiteten. Was es für einen Luxus bedeutet, wenn die Firma rund 40 Meter vom Bett entfernt ist, wurde uns auf der Autobahn mal wieder bewusst.

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Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, dankte den zehn  handverlesenen Betriebsinhabern oder -vertretern aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Größen für ihr Engagement. Denn der gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt und altbekannten Beratern in 10 Monaten erarbeitete Praxisleitfaden für die „Anspruchsgruppenanalyse“ soll allen Betrieben Deutschlands beim Nachhaltigkeitsmanagement wertvolle Hilfen bieten.

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Kathrin Englmann-Moosburger,  Marketingchefin der Lammsbräu (mitte) mit Ministerin Ulrike Scharf und IHK-Präsidenten Dr. Eberhard Sasse

Während sich einige Teilnehmer eher als Neulinge beim Thema Nachhaltigkeit bezeichneten,  wurden zum Beispiel die Neumarkter Lammsbräu und die Möbelmacher wegen ihrer langjährigen Erfahrung im Dialog mit Anspruchsgruppen nicht zuletzt  im Nachhaltigkeitsblog und dem Jahrbuch der Möbelmacher, aber auch mit dem nachhaltigem Wirtschaften im Ganzen ausgewählt.

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Nach mehreren Treffen ein cooles Team in Sachen Nachhaltigkeit

Die Zeit von Ministerinnen ist noch begrenzter, als von normalen Sterblichen und so ging es gleich nach ihrem Statement zum Fototermin, der den engagierten Fotografen deshalb so verblüffte, weil die Teilnehmer schon ein eingespieltes Team waren, die auch nicht sooooo wichtige Veranstaltungspunkte gemeinsam humorvoll und zügig mitmachen. Als Umweltpaktmitglied seit 1997 und Umweltbotschafter seit 2003 hat herwig Danzer schon ganz viele Fotos mit Umweltministern gesammelt, Ulrike Scharf ist wohl die charmanteste.

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Der Fotograf zeigte vollen Einsatz fürs Gruppenbild
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Die Projektpartner der Unternehmen auf der Regierungs-, Verbands-, und Beraterseite

Der sympathische Fotograf Goran Gajanin wunderte sich auch über die vielen eigenen Fotos, die wir machten, weil uns die Erfahrung lehrte, dass es supertoll ist, wenn gute Fotos gemacht werden, dass es im Zweifelsfall aber besser ist, eigene Fotos zu haben, selbst wenn sie schlechter sind. Das Nachhaltigkeitsblog wäre bis heute wohl reine Prosa, wenn man sich auf „und die Fotos schick ich Dir gleich heute Abend“ verlassen würde. (Aber in der Zwischenzeit sind sie schon da und richtig gut, herzlichen Dank dafür). Hier noch ein kurzes Video:

In einer kleinen Podiumsdiskussion befragte anschließend Dagmar Schmitt, Leiterin des IZU (Infozentrum UmweltWirtschaft am Landesamt für Umwelt) einige Teilnehmer und  herwig Danzer nach ihren Erfahrungen mit der Stakeholderanalyse und auch nach einer Vision der Nachhaltigkeit in der Zukunft.

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Podiumsdiskussion mit Dagmar Schmitt (mitte) Leiterin des IZU

Danzer wünschte sich (etwas naiv vielleicht ?), dass Unternehmen bald nur noch ebenso wahre, wie nachprüfbare Argumente für ihre Produkte liefern und das peinlich werbende Schmücken mit falschen Nachhaltigkeitsfedern namens „Greenwashing“ dank der aufgeklärten Endkunden nicht zuletzt über die sozialen Medien  endlich scheitern möge.

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Ein ausgewähltes Publikum

Der Präsident der Bayerischen IHK, Dr. Eberhard Sasse  freute sich riesig über das erste gemeinsame Projekt mit dem Umweltministerium und die schnelle Verwirklichung  (Anm. des Autors: „schnell“ nach den Kriterien eines Verbandes). Die beteiligten Betriebe lobte er für ihre Impulse, die zusammen mit den Beratern von CR-Consulting aus einem theoretisch erarbeiteten Konstrukt eine erprobte, handfeste Praxisanleitung ermöglichten.

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Das Buffet im großen Clubraum

Beim feierlich angehauchten Imbiss danach im „großen Clubraum,“  kamen die Gastgeber leider nicht auf die freundliche Idee, Getränke der Lammsbräu anzubieten, die bei einem zweiten Treffen des Pilotprojekts sogar als Gastgeber diente und sich seit Jahrzehnten in diesem Rahmen engagiert. Aber nach den ausgesprochen ausführlichen Ausführungen  der Geschäftsführerin der Bayerischen IHK, Gertrud Oswald am Veranstaltungsende, will sich die IHK in Richtung Nachhaltigkeit ja deutlich verbessern. Und da ist es doch motivierend, wenn es an Potential nicht mangelt.

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Achja, natürlich gab es nicht nur bei uns auch konkrete Ergebnisse der Anspruchsgruppenanalyse.  So liest am 4. November 2016 der „Nachhaltigkeitspapst“ Ulrich Grober vom Aufstieg nachhaltiger Werte, kulinarisch begleitet von Spitzenköchin Diana Burkel im Rahmen des Tags des Schreiners, dem noch ein Kochworkshop und zwei Tage der offenen Tür folgen.

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Pilotprojekt „Stakeholderanalyse,“ das war der  Start in Augsburg
Das war der Mitarbeiterworkshop in Kühnhofen
Hier sind die Tools zur Anspruchsgrupenanalyse nachlesbar
Hier ist alles zum Nachhaltigkeitsmanagement des IZU zu finden

Wer alle Fotos und Videos möchte, schickt eine Mail an hd@die-moebelmacher.de

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Und gerade kam auch noch die offizielle Pressemeldung des Veranstalters, die das Ganze nochmal aus anderer Sicht darstellt:

Scharf: Umweltpakt-Betriebe sind Keimzelle für Innovationen

Nachhaltigkeit in Bayern wird weiter gestärkt

Pressemitteilung

17.10.2016
Nr. 184/16

Die Bayerische Staatsregierung und der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) unterstützen gemeinsam den systematischen Dialog von kleinen und mittleren Unternehmen mit ihren Stakeholdern. Das bekräftigten die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf und BIHK-Präsident Dr. Eberhard Sasse heute in München. Scharf: „Die Erwartungen an Unternehmen werden heute immer größer. Zukunftsfähige Unternehmen müssen heute sicher erkennen, wessen Interessen und welchen Ansprüchen sie begegnen. Deshalb ist es entscheidend, Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und Verbände rechtzeitig einzubinden. Diese Anspruchsgruppen spielen bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.“ Gerade das Konzept der Nachhaltigkeit zielt darauf ab, die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft aufzugreifen, ohne die Bedürfnisse künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Um den Austausch zwischen Wirtschaft und Anspruchsgruppen zu fördern, hat das Landesamt für Umwelt im Auftrag des Umweltministeriums gemeinsam mit dem BIHK den neuen Leitfaden für Unternehmen „Anspruchsgruppenanalyse und -dialog in der Praxis“ entwickelt. An der Erstellung waren zehn bayerische Betriebe und ein externer Partner beteiligt. „Die Frage Wer will eigentlich was von meinem Unternehmen? sollte sich jeder Unternehmer stellen, der im Sinne des Ehrbaren Kaufmanns wirtschaftet. Denn eine systematische Analyse und ein Dialog mit den Stakeholdern ermöglicht es, Konflikte und Konfrontationen im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden. Wer Anspruchsgruppen als Partner begreift und einbezieht, kann nur gewinnen“, so Dr. Sasse. Das Umweltministerium hat das Projekt mit rund 25.000 Euro gefördert.

 

Das gemeinsame Projekt ist eine Zusage im Rahmen des 5. Umweltpakts Bayern. Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. Beide Partner erklären im Umweltpakt ihre nachdrückliche Überzeugung, dass die natürlichen Lebensgrundlagen mit Hilfe einer freiwilligen und zuverlässigen Kooperation von Staat und Wirtschaft besser geschützt werden können als nur mit Gesetzen und Verordnungen. Der Umweltpakt gilt jeweils für fünf Jahre. Seit 1995 wurden durch ihn insgesamt über 700 Projekte gemeinsam realisiert. Derzeit beteiligen sich rund 1.400 Betriebe mit freiwilligen Leistungen für den Umwelt- und Ressourcenschutz.

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Weitere Informationen zum Umweltpakt Bayern unter www.umweltpakt.bayern.de. Der Leitfaden steht beim Infozentrum UmweltWirtschaft unter www.izu.bayern.de zum kostenfreien Download bereit.

Die Pressemitteilung finden Sie unten in der Email und hier:

http://www.stmuv.bayern.de/aktuell/presse/pressemitteilung.htm?PMNr=184/16

 

Das Gruppenfoto und die Einzelfotos finden Sie hier:

https://www.ihk-muenchen.de/leitfaden-nachhaltigkeit/

 

Zum Online-Tool „Nachhaltigkeitsmanagement für KMU“ mit den Arbeitshilfen (Servicepaket) und zum Infozentrum UmweltWirtschaft (IZU) kommen Sie hier:

http://www.izu.bayern.de/nachhaltigkeitsmanagement/

 

Auf der Internetseite des Umweltpakts Bayern finden Sie Informationen hier:

https://www.umweltpakt.bayern.de/erfolge_und_angebote/index.htm

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