Erkenntnisse einer Berlinreise zur Lesung mit Ulrich Grober : Was gutes Fleisch und gute Möbel verbindet

 

mondsichellosfahrenwebDurch das Zusammenlegen einiger kleinen Aufgaben in Berlin, ließ sich das Angenehme mit dem Nützlichen gut verbinden.

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Zunächst war mal wieder frühes Aufstehen angesagt, dann war ich aber schon um 10 Uhr bei unserem Kunden, der diese Eckbank vor exakt 20 Jahren bei uns in Auftrag gab und  jetzt samt Lederkissen an die Familie der Tochter weiter. Ein fast schon klischeehaftes Beispiel für Nachhaltigkeit.

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Beim nächsten Kunden fotografierten wir das superschicke Schlafzimmer aus Elsbeere endlich mal mit und ohne Türen, weil die Beratung über die Inneneinteilung von Schränken mindestens so wichtig ist, wie die Front. Wenn man also mal so ein akkurat eingerichtetes Exemplar findet,  dann lohnt sich auch der Aufwand (unsere Schlafzimmer).

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Die Gemeinsamkeiten von  Holz und Fleisch

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Fast drei Stunden früher als geplant ging es wieder zurück in die Berliner Innenstadt  und da kam die Idee den Bloggerkollegen „Wurstsack“ (so sein Künstlername) Hendrik Haase von der Metzgerei Kumpel und Keule in der Markthalle in Kreuzberg zu besuchen. Schnell eingetippt, sagte das Navi „noch 400 Meter.“

Seit 2008 treffen wir uns jährlich beim ursprünglich von uns organisierten Treffen der Nachhaltigkeitsblogger auf der Biofach und beim letzten Mal diskutierten wir noch über Strategien, der ultimativen Haltung der Veganer mit einem Statement für die verantwortungsvolle Tierhaltung und vernünftigen Genuss zu begegnen.

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Während wir auf unseren Veranstaltungen die natürschützenden Rinder unserer Hutanger und die Weideschweine vom Schwabhof bewerben und zubereiten (Werkstatt-Tage 20016, Tag der Küche 2016, Tag des Schreiners 4. Nov), hat Hendrik ein sehr dickes Buch „Crafted Meat“ herausgebracht und eine – dank seines Kommunikationsgenies – sehr erfolgreiche handwerkliche Metzgerei Kumpel und Keule gegründet.

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So wie für uns die Herkunft unseres Holzes aus der Hersbrucker Alb wichtig ist (an der gewaltfreien Baumernte arbeiten wir noch), ist es für verantwortungsvolle Metzger die Herkunft, aber natürlich auch die Haltung und Tötung der Tiere.

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Wir entrinden und sägen unser Holz selbst auf unserem Gelände und lagern es jahrelang, genau das gleiche – nicht ganz so lange – macht man es auch mit gutem Fleisch. Unsere eigenen Trockenkammern entsprechen dann ziemlich genau den Fleischreifeschränken Saltager.

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Aber die Parallelen gehen weiter: Aus den edelsten Teilen machen wir Küchen und Möbel, aus den kleinen Stücken Schneidbretter und der gesamte Rest beheizt das Gelände und die Trockenkammern. „Von der Schnauze bis zum Schwanz“ – „nose to tail“ in Angeberdeutsch  – oder „vom Wald bis zum Kunden“ bedeutet  in beiden Handwerken einen wertschätzenden Umgang mit Tier oder Baum, der bei uns durch die Einzelanfertigung zusätzlich aufgeladen wird, so wie auch ein guter Metzger seine Kunden auch außerhalb der bekannten Filetstücke raffinierte Zuschnitte und -bereitungen empfiehlt.

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Wie die Möbelmacher ein Team mit gemeinsamer Philosophie des sorgfältigen Handwerks und des gesunden Wohnens sind, so stoßen auch zu Hendrik ganz besondere Mitarbeiter. Torsten hat zum Beispiel 20 Jahre im KaDeWe von Mario Barth bis zu Angela Merkel fachkundig bedient, und er verkauft selbst einer vorbeischlendernden, pappsatten Vegetarierin einen seiner wirklich genialen Burger in medium. Übrigens haben auch bei unseren Veranstaltungen einige Vegetarier mit gutem Gewissen  Freude am richtigen Fleisch  gefunden.

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In der richtig coolen Markthalle habe ich dann auch noch tollen Käse für unser Team mitgenommen, nachdem es das letzte Mal Bergkäse aus dem Allgäu war, stammt der diesmal aus Ostfriesland von der Rohmilchkäserei Backensholz.

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Inspirierende Lesung mit Ulrich Grober endet im Pub

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Der genaue Termin der Berlintour ergab sich aus der Lesung von Ulrich Grober in der Stratum Lounge, die ich zur Absprache des Ablaufplans für unsere Lesung in Unterkrumbach (Tage des Schreiners 4.Nov. 2016, hier ist die Besprechung) gerne besuchen wollte.

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Der leise Atem der Zukunft“ heißt sein Nachfolger von „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit„, die sich zum internationalen Wissensstandard über die Geschichte und die Bedeutung von Nachhaltigkeit entwickelt hat.

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Sowohl während der Lesung, als auch später im netten MacLaren´s Pub direkt daneben  war die Inspiration und das motivierende „Vom Aufstieg nachhaltiger Werte“ eine echte Bereicherung für alle Besucher, von denen einige selbst vom Fach waren, wie zum Beispiel Prof. Joachim D. Weber, der das mehr politisch orientierte Buch zur Nachhaltigkeit „Wie wollen wir leben“ schrieb.

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Chinesische Schneidermeisterin und Einrichtungskollegin lacht über altmodische Visitenkarte 

Die Pubgäste hatten alle noch weite Wege, ich musste nur noch ins Hotel genau ein Haus weiter und so kam ich mit einer chinesischen Schneidermeisterin aus Berlin ins Gespräch, die in den nächsten Tagen die Polster des Pubs neu beziehen wird.

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Beim Austausch der Visitenkarten machte die junge Dame ziemlich deutlich, dass die Möbelmacher in ihre aktuelle Qualitätsoffensive wohl auch herwigs Visitenkarte einbeziehen sollten. Nunja, es wurde nicht zuletzt dank des netten Barkeepers, von Beruf  Architekt, noch ein handwerklich-architektonisch diskussionsreicher Abend.

Filmpark Babelsberg

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Als ich tags darauf unserer Sekretärin Nina gerade via Autotelefon durchgab, dass ich gegen 15 Uhr zuhause sein werde, sah ich das Schild zum Filmpark Babelsberg, was mich dank des späteren Verkehrschaos‘ (90 min) dann insgesamt  7 Stunden Verspätung einbrachte. Aber der aktuelle Anlass war das Gespräch mit dem Regisseur Johannes Naber im Casablanca (hier der Bericht darüber), der die Babelsberger Filmstudios über den Schellenkönig lobte. Beim Gespräch mit der Stuckateurin im Filmpark wurde das Lob dann zurückgegeben: nach ihrer Meinung war „Das kalte Herz“ der schönste und beste Film seit ganz vielen Jahren  und Regisseur samt allen Schauspielern das angenehmste Team, das sie jemals in Babelsberg erlebt hat. „Hach!“

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Direkt hinter dem Eingang schaute man wehmütig auf den Bauwagen von Peter Lustig aus der Sendung Löwenzahn und auch der oh wie schöne Panamapark von Janosch weckte Erinnerungen.

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Sehr imponierend war  die Tierschau mit teppichausrollendem Schwein, witzigem Huhn, exakt folgendem Zwergpony und superintelligentem Border Collie. Die Tiertrainerin Claudia zeigte eindrucksvoll, was neben der Kamera passiert, wenn Tierszenen gedreht werden.

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Das 4D-Kino mit den rüttelnden Sitzen war auch mal lustig (wenn man es noch nicht kannte, wie ich), die vermeintlichen Horroraktionen im U-boot eher zum Lächeln und die  Stuntshow – trotz – aller Gewalt und Geballer (da gibt es anscheinend Filme, für die man solche Szenen braucht) sportlich und technisch beeindruckend inszeniert. Für Helmuts Söhne habe ich sogar ein kleines Video mitlaufen lassen.

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Die meisten Stuntmen und -frauen kämen vom Turnen,  einer vom Motocrossfahren und alle durften so Auto fahren, wie das im normalen Verkehr wohl eher ungern gesehen würde. (Auf Youtube gibt es übrigens eine Doku über diese Show)

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Faszinierend war auch, wie ein Moderator rund 1500 Menschen in kurzer Zeit in Stimmung bringt, vielleicht sollten wir uns für unsere Kochshows und Lesungen davon ‚ne Scheibe abschneiden? „Sorry, aber bei dem laschen Applaus, schalten wir unseren Tepan Yaki erst gar nicht an? Jetzt nochmal richtig: WOLLT IHR, DASS WIR KOCHEN??????????????

Apropos: Kochworkshop bei uns in Unterkumbach am Samstag, den 5. November von 10 bis 15 Uhr (bitte anmelden), Lesung mit Ulrich Grober am Freitag, den 4. November.

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„Das kalte Herz“ im Film von Johannes Naber und Thema unserer Lesung mit Ulrich Grober am 4. November

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Am Samstag (22.10.) gab es die einmalige Chance den Johannes Naber, Regisseur des kalten Herzens, im Casablanca (Kult-Kino in Nürnberg),  live zu erleben. Dem Verkehr ist es zu verdanken, dass die Diskussion erst nach der Vorführung stattfand, was ich als sehr angenehm empfand. Seinen beeindruckenden Film „Das kalte Herz“ nennt er selbst „Schmonzette,“ die Fragen und Antworten im Gespräch danach sind im Video zu sehen, die Kamera hat intelligenterweise abgeschaltet, als die Fragen vom Niveau her abglitten, aber sehr viel internes über den Film und den sympathischen Macher kann man in den 20 Minuten vorher erfahren.

Johannes Naber erschien mir ehrlich, intelligent, gesprächsbereit (meine Frau empfand ihn  zusätzlich noch als gutaussehend) und anscheinend hat er gerade das Genre „Fantasy“ als Märchenfilm in Deutschland mit beeindruckenden Schauspielern eingebracht, von denen mich die Anmut der weiblichen Hauptrolle Lisbeth , gespielt von  Henriette Confurius, am meisten beeindruckt hat. Trotz der Tätowierungen, mit denen ich persönlich meine Probleme habe, aber gottseidank war es ja nur Maske und als Schichtenkennzeichen soziologischer Natur gedacht.

Meine und alle anderen weiter unten verlinkten Kritiken zum Märchenfilm sind absolut positiv, bis auf den Verriss in der FAZ, dessen anscheinend hauffverliebter Autor Tilman Spreckelsen, seinen Denkfehler in einem kleinen Nebensatz (fett markiert) selbst manifestiert hat:

„Er (Peter Munk) möchte sozial aufsteigen, angesehen und geachtet werden, er möchte die Taschen voller Geld haben und der flotteste Tänzer weit und breit sein, nur dafür arbeiten will er nicht.

Der germanistische Schreibtischtäter Spreckelsen verkennt dabei sowohl die Botschaft des Märchens, wie die des Regisseurs Naber, dass  Peter Munk nie die Chance bekam, sich ob seiner harten Arbeit zu entwickeln, weil die strenge gesellschaftliche Ordnung nach Kasten oder Schichten ihm nur die Wahl des verlogenen Zaubers ließ.

Der Rest der Schmähkritik scheitert an diesem Verständnisfehler, alle anderen Kritiken kann ich nachvollziehen und muss sie nicht wiederholen.

Aber wie kommt ein Mensch in einen Fantasy-Film, den er normalerweise nie anschauen würde?

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Am 4. November 2016 liest bei uns der Nachhaltigkeitspapst Ulrich Grober aus seinem neuen Buch „Der leise Atem der Zukunft“ und er wandert auf den Spuren des Peter Munk im Schwarzwald und beschreibt die Hintergründe eines damals entstehenden Kapitalismus, in dessen Entstehung Gier noch anrüchig war und mit dem kalten Herz aus Stein begründet wurde. Heute ist das kalte Herz der Investmentbanker gemeinhin als normal akzeptiert, „die machen halt ihren Job.“

Grober beschreibt, wie Stuttgarts Reichtum aus den Bäumen im Schwarzwald entstand, weil die Holländer ihre Kolonialmacht aus den daraus gebauten Schiffen aufbauten und als holzverarbeitender Betrieb ist das auch unser Thema, nicht zuletzt weil uns Grober seit vielen Jahren darin bestärkt, das Thema Nachhaltigkeit ob der inflationären Wirkung seiner Verwendung von Politikern und anderen Manipulatoren nicht aufzugeben, sondern – im Gegenteil – mit dem Beispiel unseres nachhaltigen Wirtschaftens mit Sinn zu erfüllen.

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Wir empfehlen also den deutschen Fantasyfilm „Das kalte Herz“ von Johannes Naber und laden just diese Menschen, die in der alten oder neuen Gier des Menschen die Probleme der Menschheit sehen, zur Lesung mit Ulrich Grober am 4. November ein. Spitzenköchin Diana Burkel macht aus den schwierigen Themen einen unvergesslichen Abend aus dem Fleisch des Hutangerbullen, dessen Geschichte von Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark nebenbei mal erzählt werden wird.

 

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Der Film läuft im Casablanca noch bis 20.10. hier die offizielle Einführung:

Do 20.10. bis Mi 26.10. täglich außer Sa 20:20, Sa 19:30

Der mittellose Peter sucht aus Liebe zu der schönen Lisbeth, die aus gutem Hause stammt, einen Weg, um reich zu werden. In seiner Verzweiflung lässt er sich auf einen Pakt mit dem teuflischen Holländer-Michel ein, der ihm anstelle seines Herzens einen Stein in die Brust setzt. Befreit von jeglichem Mitgefühl gelangt Peter schnell zu Reichtum und Ansehen. Doch Lisbeth erkennt ihren einst so gutmütigen Peter in dem skrupellosen Geschäftsmann nicht mehr wieder und stellt sich gegen ihn. Um Lisbeth zurückzugewinnen, muss Peter um sein Herz kämpfen.

DAS KALTE HERZ entführt in eine archaische Welt, in der die Menschen noch an Geister glauben. In der kraftvollen Geschichte um den jungen Peter, der aus Liebe zu der schönen Lisbeth sein Herz verkauft, glänzt ein hochkarätiger Cast von Jungstars wie Frederick Lau (VICTORIA), Henriette Confurius (DIE GELIEBTEN SCHWESTERN) und David Schütter (WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK.) neben Leinwandgrößen wie Moritz Bleibtreu (SOUL KITCHEN) und Milan Peschel (HALT AUF FREIER STRECKE). Die bildgewaltige Neuver lmung der beliebten Hauffschen Erzählung entstand vor grandiosen Kulissen im Schwarzwald sowie an aufwendigen Sets im traditionsreichen Studio Babelsberg.

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Postive Filmkritik: http://kunstundfilm.de/2016/10/das-kalte-herz/

Vernichtend in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/kinofilm-das-kalte-herz-der-hollaendermichel-lacht-sich-eins-14488623.html

Lob im Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/kino/das-kalte-herz-mit-frederick-lau-frisch-gelueftetes-maerchen-a-1117113.html

Elke Vogel bei RP-Online: http://www.rp-online.de/kultur/film/kinokritiken/das-kalte-herz-neu-im-kino-neuverfilmung-von-wilhelm-hauffs-maerchen-aid-1.6337452

Positiv Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de/kultur/film-das-kalte-herz-eine-kapitalismuskritische-maerchenverfilmung/14710540.html

Positiv Augburger Allgemeine http://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Das-kalte-Herz-ist-ein-Maerchen-mit-duesterer-Seite-id39405997.html

Frank Braun stellt die Möbelmacher im EWS-Magazin vor

Unser Freund Frank Braun hat einen Artikel über die Möbelmacher geschrieben, der im EWS-Magazin erschien. Vielen Dank an Frank und EWS in Lauf an der Pegnitz.

von Frank Braun (bluepingo)

ewsmarktmoebelmacher16-10_kw43-1seite1web Hier ist alles aus gutem Holz geschnitzt

In unserer Reihe über Mutmacher möchten wir sie heute in das kleine Örtchen Unterkrumbach wenige Kilometer außerhalb von Hersbruck gelegen. Dort sind die Möbelmacher seit 1996 zu Hause. „Wir machen das Un-Möbliche wahr“, so lautete das Motto der Möbelmacher zur Gründung 1988. Eine Schreinerei sollte es sein, in der ausschließlich Massivhölzer und andere wohngesunde Materialien verarbeitet würden, so die Vision der beiden Firmengründer Gunther Münzenberg und herwig Danzer. Und dieser Vision sind die Möbelmacher bis heute treu geblieben.  Schon bei der Einrichtung ihrer ersten Werkshalle in Hersbruck machten die Beiden auch bei der Ausstattung keine faulen Kompromisse. Vom Möbelbauer entwickelte sich das Einrichtungshaus Schritt für Schritt zum Einrichter. „Alles Gute zum Einrichten“, das wollen die Möbelmacher auch heute noch Ihren Kunden schenken. Seit 1997 ist der Betrieb in Unterkrumbach zu Hause und feiert dort bald sein 20-jähriges Jubiläum.

Das „Un-Möbliche“ wahrmachen

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Das versprechen die Möbelmacher. Und dabei gehen sie keine Kompromisse ein. Von der Holzauswahl bis zum letzten Schliff wird hier auf Regionalität, Ökologie und einen fairen Umgang miteinander gesetzt. „Das Un-Möbliche wahrmachen“, diese Vision über mittlerweile mehr als 25 Jahre beizubehalten war nicht immer einfach, wie mir Firmenchef herwig Danzer erzählt: „Das Schwierigste ist die eigenen Prinzipien konsequent zu vertreten. Nachhaltigkeit ist für uns Verpflichtung. Da machen wir keine Kompromisse. Das stößt nicht bei jedem potentiellen Kunden auf Begeisterung. Nein zu sagen, dafür braucht es immer wieder Mut, denn wir tragen ja mittlerweile für rund 15  Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Verantwortung. Wir sind uns da aber stets treu geblieben. Wenn ein Kunde beispielsweise Spanplatte zum Bau von Möbeln verwenden wollte dann waren wir eben nicht die richtigen Partner“. Das Konzept scheint aufzugehen. Weit über Nürnbergs Grenzen hinaus hat die Arbeit der Möbelmacher in den letzten beiden Jahrzehnten Anerkennung gefunden und wurde auch vielfach ausgezeichnet. So wurde herwig Danzer 2003 zum Umweltbotschafter für den Freistaat Bayern ernannt und 2010 erhielten die Möbelmacher den Lokalen Deutschen Nachhaltigkeitspreis.

Die schönsten Momente für Danzer sind immer jene Augenblicke, wenn ein Kunde manchmal erst Jahre später rückmeldet, wie froh er wahr, dass er sich auf die Einrichtungsvorschläge der Möbelmacher eingelassen hatte. „Wir sind da manchmal  vielleicht anstrengend und bemühen uns den Kunden von der optimalen Lösung zu überzeugen. Denn mit unserer Erfahrung sehen wir schnell,  wenn der Kundenwunsch noch Verbesserungsmöglichkeiten bietet.“, so erklärt er mir.

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Das Team ist ihm dabei wichtig. Nachdem sich sein Gründungspartner Ende 2015  in den Ruhestand verabschiedet hat, versuchen die Möbelmacher noch mehr als zuvor das Team in die Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen. Flache Hierarchien und ein starkes Team, so wollen die Möbelmacher sich für die Zukunft aufstellen. Danzer denkt da längst über sich hinaus. Es soll ja auch weitergehen, wenn er sich in den Ruhestand verabschieden wird. Nachhaltigkeit, dass scheint ihm in den Genen zu liegen. Wie die Möbel, so soll eben auch der Betrieb noch über viele Generationen Freude machen!

Herzlich grüßt

Ihr Frank Braun

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Die Homepage der Möbelmacher

 

NL 130 – Statt Consumenta: Tag des Schreiners, Thermoküchenfabel, Sessel-Special, ministerialer Nachhaltigkeitssegen

Liebe Leute,

weil wir in diesem Jahr nicht auf der Consumenta sind, laden wir Sie stattdessen ganz herzlich zu 3 Tagen des Schreiners (4.bis 6.Nov.) nach Unterkrumbach ein. Das können Sie auch im Begleitschreiben zum Kalender nachlesen, den Sie in den nächsten Tagen in der Post haben sollten. Falls nicht, bitte einfach anrufen und natürlich schicken wir auch gerne ein Exemplar an Ihre einrichtungsinteressierten Freunde.Außerdem erzählt unsere Massivholzküche aus Thermobuche namens „Brown Sugar“ ihre fabel-hafte Lebensgeschichte, wir erzählen vom ministeriellen Nachhaltigkeitssegen und stellen das absolute Sessel-Special für unsere Ausstellungssessel vor.Die Musik zum Video ist von Christof Stahl komponiert, Schlagzeuger bei The Rose and Crown und neuer Bekocher unserer Thermobuchenshowküche.

 

Die Themen heute
  1. Tag des Schreiners Fr. 4. Nov.: Nachhaltigkeitspapst liest, Superköchin kocht
  2. Tag des Schreiners Sa. 5. Nov.: Kochworkshop und Tag der offenen Tür
  3. Tag des Schreiners So. 6. Nov.: Tag der offenen Tür und kleines Showkochen
  4. Kalender Nr. 21: 20 Jahre Unterkrumbach
  5. Die Fabel unserer Thermobuchen- Ausstellungsküche
  6. Im Frühtau in Sachen Nachhaltigkeit zur Umweltministerin nach München
  7. Warum unsere Kundin ihr Nachtkästchen als „Aufstehhilfe“ postet
  8. Die Youtube-Video Playlists der Möbelmacher
  9. Kurznachrichten + Sessel-Special für unsere Ausstellungssessel von Jori + Junge Hotelmeisterin sucht neue Herausforderung in der Gastronomie + Sessel-Special mit supergünstigen Ausstellungsstücken +  Werkstatt-Tage 2017 mit Fränkischem Sommer mit Oliva Trummer

Tag des Schreiners Fr. 4. Nov.: Nachhaltigkeitspapst liest, Superköchin kocht
Ulrich Grobers Buch „Der leise Atem der Zukunft“ wurde im Büchermagazin der Zeit hochgelobt und es gibt feines Essen
Es ist uns durchaus bewusst, dass wir mit einer Lesung über die Werte der Nachhaltigkeit nicht so viele Menschen anlocken, wie mit Freibier und Fischers Helene, umsomehr freuen wir uns auf einen unvergesslichen Abend mit einem inspirierenden Referenten, angenehmen Gästen und dem feinen Essen von Diana Burkel aus dem Nürnberger Würzhaus. Sie wird einen Bullen aus der Hutagerherde garköstlich zubereiten und noch viele andere feine Dinge anbieten. Der Eintritt zur Lesung beträgt im Vorverkauf 9.- statt 12.- Euro. Sie können jetzt schon Ihre Karten reservieren: 09151 862 999 oder hd@die-moebelmacher.de.


Tag des Schreiners Sa. 5. Nov.: Kochworkshop und Tag der offenen Tür
Von 10 bis 15 Uhr kochen wir gemeinsam mit Kunden und neuen Gästen nicht zuletzt im Sous Vide Verfahren – Bitte anmelden   

Und wieder werden wir in unseren neuen Showküchen gemeinsam kochen und/oder genießen und den Bullen vom Hutanger, aber auch das Weideschwein vom Schwabhof im Vakuum aber natürlich auch ganz klassisch zubereiten. So kann jeder selbst probieren, was ihm liegt, schmeckt oder gefällt. Wie viel Spaß das gemeinsame Kochen machen kann, sieht man in dem Video vom Tag der Küche. Bitte melden Sie sich einfach kurz an: 09151 862 999 oder hd@die-moebelmacher.de.

 

Übrigens wird es bald den Thermalisierer „Emily“ nicht mehr geben, dem Nachfolger „Steffi“ wurden einige Ausstattungsmerkmale geraubt, weshalb wir uns noch ein paar für Sous Vide Freaks reserviert haben (1050.- Euro), aber Sie müssen schnell sein.

Und gleichzeitig ist in der ganzen Werkstatt Tag der offenen Tür, Sie können auch die Herstellung von Küchen und Möbeln in der Werkstatt verfolgen, oder Matratzen, Polstermöbel und Esszimmerstühle ausprobieren.

Die Tag des Schreiners Seite und der direkt Link zum Kochworkshop-Einladungsvideo.


Tag des Schreiners So. 6. Nov.: Tag der offenen Tür und kleines Showkochen  
Sonderangebote für Bettsysteme von Pro Natura und die Leder-Stoffaktion für alle Relaxsessel: bestes Leder zum günstigsten Preis  

Weil wir in diesem Jahr nicht auf der Consumenta ausstellen, machen wir auch am Sonntag (6.11.) auf und laden unsere Kunden zum Tag der offenen Tür ein, bei dem auch ein wenig gekocht wird. In der Werkstatt können Sie die Herstellung von Küchen und Möbeln verfolgen, in der Ausstellung Matratzen, Polstermöbel und Esszimmerstühle ausprobieren und für alles gibt es Sonderpreise.


Kalender Nr. 21: 20 Jahre Unterkrumbach
Bitte Fragebogen auf der Rückseite des Anschreibens ausfüllen 
Auf 52 Seiten haben wir im Jahrbuch wieder mit 152 Fotos Wohnbeispiele demonstriert und hoffen, dass Sie bei Ihren nächsten Einrichtungswünschen vom Fußboden bis zur Beleuchtung, vom Sofa bis zur Matratze und von der Küche bis zum Wohnzimmer an uns denken.Sollten Sie noch nicht in unserer Postdatei stehen, würden wir uns freuen, wenn Sie uns  Ihre Postadresse schicken würden, dann kommt unser Jahrbuch kurz darauf bei Ihnen an. Und natürlich schicken wir es auch gerne an ihre einrichtungsinteressierten Freunde. Hier kann man es auch im Netz durchblättern und sich – für ehrbare private oder Pressezwecke – die pdf-Datei herunterladen.

 


Die Fabel unserer Thermobuchen- Ausstellungsküche
Unsere Showküche hat neue Besitzer und sie erzählt selbst ihre ereignisreiche Geschichte nebst Video  

Unsere Showküche hat eine neue Heimat gefunden. Da sie intern „Brown Sugar“ genannt wurde, musste sie bei einem Musiker landen, mit dessen Musik auch das Video vertont ist.

Im Video berichteten wir ganz objektiv über die schönen Jahre mit unserer ersten Showküche aus Thermobuche, im Text berichtet sie selbst fabel-haft subjektiv.


Im Frühtau in Sachen Nachhaltigkeit zur Umweltministerin nach München  
Der feierlich angehauchte Abschluss des Pilotprojekts Anspruchsgruppenanalyse!

Vom Projekt „Stakeholderanalyse“ haben wir schon vom Start in Augsburg und vom Mitarbeiterworkshop in Kühnhofen berichtet, jetzt wurden die Pilotbetriebe vom Bayerischen Umweltministerium und der IHK Bayern nach München zur Abschlussveranstaltung eingeladen. Hier der Bericht darüber.

Es ging um den Test und die Entwicklung eines Organisationswerkzeugs für die Stakeholderanalyse, die in der Zwischenzeit wieder zur Anspruchsgruppenanalyse zurückgedeutscht wurde (gerade, als wir das Fremdwort endlich begriffen haben). Diese Analyse ist ein kleiner aber wichtiger Teil im ganzheitlichen Nachhaltigkeitsmanagement, die wir zusammen mit neun anderen Betrieben aus unterschiedlichen Branchen mit unterschiedlichen Größen getestet und weiterentwickelt haben. Weil das wiederum allen bayerischen und fränkischen Betrieben zugute kommt, bedankte sich die Ministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf, für unseren Einsatz im Sinne der Nachhaltigkeit.


Warum unsere Kundin ihr Nachtkästchen als „Aufstehhilfe“ postet   
Barrierefreie Kleinmöbel, Küchen und Hotelzimmer in Einzelanfertigung 

herwig Danzer durfte als Zivildienstleistender beim geschätztem ASB in Lauf alles lernen, was mit Pflege zu tun hat und besonders die Rollstuhlfahrer waren seine ständigen Kunden beim Fahrdienst. Umso leichter fiel den Möbelmachern ob dieser Erfahrungen die Entwicklung des barrierefreien Hotelzimmers für den VdK und den Hotelfachverband vor einigen Jahren. Noch besser ist natürlich die individuelle Planung, weil jede Rollstuhlfahrerin andere Einschränkungen hat.
So entwarfen und bauten wir für unser Kundin dieses Nachtkästchen, an dem sie sich auch alleine hochziehen kann. Auf Facebook postete sie dann das Nachkästchen als „Aufstehhilfe,“ weil es eben mehr Aufgaben erfüllt, als das „normale“ Nachtkästchen. Vielen Dank für das erfolgreiche gemeinsame Planen.
Barrierefreie Küchen der Möbelmacher
Barrierefreie Hotelzimmer der Möbelmacher


Die Youtube-Video Playlists der Möbelmacher
Alle Videos nach Themen sortiert auf einen Blick    
Unsere Videoplaylisten:


Kurznachrichten + Sessel-Special für unsere Ausstellungssessel von Jori + Junge Hotelmeisterin sucht neue Herausforderung in der Gastronomie + Sessel-Special mit supergünstigen Ausstellungsstücken +  Werkstatt-Tage 2017 mit Fränkischem Sommer mit Oliva Trummer

+++ Sessel-Special mit Ausstellungsstücken

Special-Sessel: unsere Sessel wollen wir komplett gegen die neuen Modelle tauschen, und deshalb sind – neben der Leder-Stoff-Aktion – die Ausstellungssessel sogar noch günstiger, als auf unserer Sonderangebotsseite angeboten.

+++ Ausführlicher Bericht zum Tag der Küche aus Massivholz


Thomas Schwab vom Schwabhof stellte uns seine Tierhaltung vor und wir haben mit Bernd Müller und Elke Böhner und vielen anderen Gästen, ganz erfahrenen und Neulingen wunderbar gemeinsam gekocht. Daraus ist ein Video und Blogartikel entstanden, das gleichzeitig zum Kochworkshop am Tag des Schreiners (5.11. 10 bis 15 Uhr) einlädt.

 

+++
Junge Hotelmeisterin sucht neue Herausforderung


Ganz intensiv und begeistert haben wir mit Mareike Selz ihr neues gastronomisches Projekt bis ins kleinste Detail geplant. Leider fiel es in letzter Sekunde ins Wasser, obwohl wir darin schon im neuen Jahrbuch werben. Jetzt sucht sie guten Mutes nach neuen Herausforderungen. Hier erfährt man mehr und die Kontaktdaten.

+++ Facebook kann manchmal Freude machen

Sind Sie schon Fan auf unserer Facebookseite? Über den Kalenderpost von Stadträtin Gig Pflaum haben wir uns sehr gefreut und die Gedichte bezüglich unseres Lamas (oder Alpakas?), das gut gelaunte Mitarbeiter im Holzstapel entdeckten und das Michael Maußner bedichtete:

Was wissen wir von Lamas?
Das Haupt schmückt eine Tolle,
fern von den Bahamas
kleidet sie die Wolle.

Vielleicht gibts Lama Dandys
und die tragen mit Stolz
zu brilliantbesetzten Handys
Fliegen aus Zypressenholz.

Aber dann kam die Frage auf, ob es nicht ein Alpaka sein könnte, aber die tragen keine Fliegen, sondern Kravatten.

Albaggas sind scho was besonders,
Therfore no one really wonders,
dass sie in allen Lebenslagen,
ausschließlich Holzkrawatten tragen.

Unsere Facebookfirmenseite finden Sie hier, die persönliche (mit noch mehr Lamagedichten) hier.

+++ Terminvorankündigung: Werkstatt-Tage mit Fränkischem Sommer mit Oliva Trummer

Am 23. Juni 2017 wird unser exakt 20 Jahre altes Gebäude durch den Besuch des fränkischen Sommers mit der Ausnahmepianistin Olivia Trummer geadelt und wir werden Sie an den drei Unterkrumbacher Werkstatt-Tagen – übrigens die neunzehnten – gemeinsam mit der Unterkrumbacher Feuerwehr empfangen, bewirten und gut unterhalten.



Das ganze Team der Möbelmacher wünscht Ihnen einen schönen Herbst. Besuchen Sie uns doch an den Tagen des Schreiners, oder wann immer Sie Zeit dafür finden.

Alle Möbelmacher grüßen herzlich aus dem Nürnberger Land

herwig Danzer

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Pilotprojekt „Stakeholderanalyse“ im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements mit Umweltministerin abgeschlossen

 

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Das Ergebnis: die neue Broschüre (und noch mehr) über die Anspruchsgruppenanalyse vom Bayerischen Landesamt für Umwelt

Vom Pilotprojekt „Stakeholderanalyse“ haben wir schon vom Start in Augsburg und vom Mitarbeiterworkshop in Kühnhofen berichtet, jetzt wurden die Pilotbetriebe vom Bayerischen Umweltministerium und der IHK Bayern nach München zur feierlich angehauchten Abschlussveranstaltung eingeladen.

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Da war der der Mond noch nicht mal untergegangen, da mussten wir schon im Auto sitzen

Wir mussten dazu ungewöhnlich früh los, aber dank großer Zeitreserven schafften wir es gerade noch pünktlich zur IHK in der Münchner Balanstraße, die Ute und herwig Danzer nicht ganz fremd ist, weil sie in Haidhausen  acht Jahre lang wohnten, studierten und auch arbeiteten. Was es für einen Luxus bedeutet, wenn die Firma rund 40 Meter vom Bett entfernt ist, wurde uns auf der Autobahn mal wieder bewusst.

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Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, dankte den zehn  handverlesenen Betriebsinhabern oder -vertretern aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Größen für ihr Engagement. Denn der gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt und altbekannten Beratern in 10 Monaten erarbeitete Praxisleitfaden für die „Anspruchsgruppenanalyse“ soll allen Betrieben Deutschlands beim Nachhaltigkeitsmanagement wertvolle Hilfen bieten.

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Kathrin Englmann-Moosburger,  Marketingchefin der Lammsbräu (mitte) mit Ministerin Ulrike Scharf und IHK-Präsidenten Dr. Eberhard Sasse

Während sich einige Teilnehmer eher als Neulinge beim Thema Nachhaltigkeit bezeichneten,  wurden zum Beispiel die Neumarkter Lammsbräu und die Möbelmacher wegen ihrer langjährigen Erfahrung im Dialog mit Anspruchsgruppen nicht zuletzt  im Nachhaltigkeitsblog und dem Jahrbuch der Möbelmacher, aber auch mit dem nachhaltigem Wirtschaften im Ganzen ausgewählt.

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Nach mehreren Treffen ein cooles Team in Sachen Nachhaltigkeit

Die Zeit von Ministerinnen ist noch begrenzter, als von normalen Sterblichen und so ging es gleich nach ihrem Statement zum Fototermin, der den engagierten Fotografen deshalb so verblüffte, weil die Teilnehmer schon ein eingespieltes Team waren, die auch nicht sooooo wichtige Veranstaltungspunkte gemeinsam humorvoll und zügig mitmachen. Als Umweltpaktmitglied seit 1997 und Umweltbotschafter seit 2003 hat herwig Danzer schon ganz viele Fotos mit Umweltministern gesammelt, Ulrike Scharf ist wohl die charmanteste.

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Der Fotograf zeigte vollen Einsatz fürs Gruppenbild
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Die Projektpartner der Unternehmen auf der Regierungs-, Verbands-, und Beraterseite

Der sympathische Fotograf Goran Gajanin wunderte sich auch über die vielen eigenen Fotos, die wir machten, weil uns die Erfahrung lehrte, dass es supertoll ist, wenn gute Fotos gemacht werden, dass es im Zweifelsfall aber besser ist, eigene Fotos zu haben, selbst wenn sie schlechter sind. Das Nachhaltigkeitsblog wäre bis heute wohl reine Prosa, wenn man sich auf „und die Fotos schick ich Dir gleich heute Abend“ verlassen würde. (Aber in der Zwischenzeit sind sie schon da und richtig gut, herzlichen Dank dafür). Hier noch ein kurzes Video:

In einer kleinen Podiumsdiskussion befragte anschließend Dagmar Schmitt, Leiterin des IZU (Infozentrum UmweltWirtschaft am Landesamt für Umwelt) einige Teilnehmer und  herwig Danzer nach ihren Erfahrungen mit der Stakeholderanalyse und auch nach einer Vision der Nachhaltigkeit in der Zukunft.

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Podiumsdiskussion mit Dagmar Schmitt (mitte) Leiterin des IZU

Danzer wünschte sich (etwas naiv vielleicht ?), dass Unternehmen bald nur noch ebenso wahre, wie nachprüfbare Argumente für ihre Produkte liefern und das peinlich werbende Schmücken mit falschen Nachhaltigkeitsfedern namens „Greenwashing“ dank der aufgeklärten Endkunden nicht zuletzt über die sozialen Medien  endlich scheitern möge.

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Ein ausgewähltes Publikum

Der Präsident der Bayerischen IHK, Dr. Eberhard Sasse  freute sich riesig über das erste gemeinsame Projekt mit dem Umweltministerium und die schnelle Verwirklichung  (Anm. des Autors: „schnell“ nach den Kriterien eines Verbandes). Die beteiligten Betriebe lobte er für ihre Impulse, die zusammen mit den Beratern von CR-Consulting aus einem theoretisch erarbeiteten Konstrukt eine erprobte, handfeste Praxisanleitung ermöglichten.

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Das Buffet im großen Clubraum

Beim feierlich angehauchten Imbiss danach im „großen Clubraum,“  kamen die Gastgeber leider nicht auf die freundliche Idee, Getränke der Lammsbräu anzubieten, die bei einem zweiten Treffen des Pilotprojekts sogar als Gastgeber diente und sich seit Jahrzehnten in diesem Rahmen engagiert. Aber nach den ausgesprochen ausführlichen Ausführungen  der Geschäftsführerin der Bayerischen IHK, Gertrud Oswald am Veranstaltungsende, will sich die IHK in Richtung Nachhaltigkeit ja deutlich verbessern. Und da ist es doch motivierend, wenn es an Potential nicht mangelt.

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Achja, natürlich gab es nicht nur bei uns auch konkrete Ergebnisse der Anspruchsgruppenanalyse.  So liest am 4. November 2016 der „Nachhaltigkeitspapst“ Ulrich Grober vom Aufstieg nachhaltiger Werte, kulinarisch begleitet von Spitzenköchin Diana Burkel im Rahmen des Tags des Schreiners, dem noch ein Kochworkshop und zwei Tage der offenen Tür folgen.

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Pilotprojekt „Stakeholderanalyse,“ das war der  Start in Augsburg
Das war der Mitarbeiterworkshop in Kühnhofen
Hier sind die Tools zur Anspruchsgrupenanalyse nachlesbar
Hier ist alles zum Nachhaltigkeitsmanagement des IZU zu finden

Wer alle Fotos und Videos möchte, schickt eine Mail an hd@die-moebelmacher.de

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Und gerade kam auch noch die offizielle Pressemeldung des Veranstalters, die das Ganze nochmal aus anderer Sicht darstellt:

Scharf: Umweltpakt-Betriebe sind Keimzelle für Innovationen

Nachhaltigkeit in Bayern wird weiter gestärkt

Pressemitteilung

17.10.2016
Nr. 184/16

Die Bayerische Staatsregierung und der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) unterstützen gemeinsam den systematischen Dialog von kleinen und mittleren Unternehmen mit ihren Stakeholdern. Das bekräftigten die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf und BIHK-Präsident Dr. Eberhard Sasse heute in München. Scharf: „Die Erwartungen an Unternehmen werden heute immer größer. Zukunftsfähige Unternehmen müssen heute sicher erkennen, wessen Interessen und welchen Ansprüchen sie begegnen. Deshalb ist es entscheidend, Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und Verbände rechtzeitig einzubinden. Diese Anspruchsgruppen spielen bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.“ Gerade das Konzept der Nachhaltigkeit zielt darauf ab, die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft aufzugreifen, ohne die Bedürfnisse künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Um den Austausch zwischen Wirtschaft und Anspruchsgruppen zu fördern, hat das Landesamt für Umwelt im Auftrag des Umweltministeriums gemeinsam mit dem BIHK den neuen Leitfaden für Unternehmen „Anspruchsgruppenanalyse und -dialog in der Praxis“ entwickelt. An der Erstellung waren zehn bayerische Betriebe und ein externer Partner beteiligt. „Die Frage Wer will eigentlich was von meinem Unternehmen? sollte sich jeder Unternehmer stellen, der im Sinne des Ehrbaren Kaufmanns wirtschaftet. Denn eine systematische Analyse und ein Dialog mit den Stakeholdern ermöglicht es, Konflikte und Konfrontationen im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden. Wer Anspruchsgruppen als Partner begreift und einbezieht, kann nur gewinnen“, so Dr. Sasse. Das Umweltministerium hat das Projekt mit rund 25.000 Euro gefördert.

 

Das gemeinsame Projekt ist eine Zusage im Rahmen des 5. Umweltpakts Bayern. Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. Beide Partner erklären im Umweltpakt ihre nachdrückliche Überzeugung, dass die natürlichen Lebensgrundlagen mit Hilfe einer freiwilligen und zuverlässigen Kooperation von Staat und Wirtschaft besser geschützt werden können als nur mit Gesetzen und Verordnungen. Der Umweltpakt gilt jeweils für fünf Jahre. Seit 1995 wurden durch ihn insgesamt über 700 Projekte gemeinsam realisiert. Derzeit beteiligen sich rund 1.400 Betriebe mit freiwilligen Leistungen für den Umwelt- und Ressourcenschutz.

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Weitere Informationen zum Umweltpakt Bayern unter www.umweltpakt.bayern.de. Der Leitfaden steht beim Infozentrum UmweltWirtschaft unter www.izu.bayern.de zum kostenfreien Download bereit.

Die Pressemitteilung finden Sie unten in der Email und hier:

http://www.stmuv.bayern.de/aktuell/presse/pressemitteilung.htm?PMNr=184/16

 

Das Gruppenfoto und die Einzelfotos finden Sie hier:

https://www.ihk-muenchen.de/leitfaden-nachhaltigkeit/

 

Zum Online-Tool „Nachhaltigkeitsmanagement für KMU“ mit den Arbeitshilfen (Servicepaket) und zum Infozentrum UmweltWirtschaft (IZU) kommen Sie hier:

http://www.izu.bayern.de/nachhaltigkeitsmanagement/

 

Auf der Internetseite des Umweltpakts Bayern finden Sie Informationen hier:

https://www.umweltpakt.bayern.de/erfolge_und_angebote/index.htm

„Der leise Atem der Zukunft“ von Ulrich Grober in der „Zeit“-Besprechung von Prof. Reinhard Loske und bei uns am 4. November

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Weil wir in diesem Jahr nicht auf der Consumenta sind, veranstalten wir den Tag des Schreiners etwas feierlicher und beginnen am Freitag, den 4. November mit unserer Herzenssache Nachhaltigkeit in Form einer Lesung von Ulrich Grober, dem deutschen Nachaltigkeitspapst. Zusätzlich haben wir Spitzenköchin Diana Burkel vom Nürnberger Würzhaus gebeten, für unsere Gäste den Bullen vom Hutangerprojekt zuzubereiten und natürlich gibt es auch etwas Feines zu trinken.

Hier haben wir uns selbst zum Buch „Der leise Atem der Zukunft“ geäußert, im Literaturmagazin der „Zeit“ ist gerade die Rezension von Prof. Reinhard Loske erscheinen, die er uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

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Der leise Atem der Zukunft

Ulrich Grober empfiehlt Gelassenheit als Königsweg ins Grüne

Von Reinhard Loske

Kaum eine Buchgattung war so katastrophenreich wie die Ökologiebücher der letzten Jahrzehnte. Da konnte man vom stummen Frühling und dem geplünderten Planeten lesen, von sterbenden Wäldern und der Klimakatastrophe, vom todbringenden Ozonloch, dem totalitären Atomstaat und der Menschheit am Abgrund. Viele dieser aufrüttelnden Werke haben ihre Wirkung entfaltet: vom Verbot der Chemikalien DDT  und FCKW über die Luftreinhaltepolitik bis zum Atomausstieg und zu den Pariser Klimabeschlüssen.

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Seit geraumer Zeit allerdings bewegen sich Ökologiebücher vom Katastrophismus zum zuversichtlichen Realismus. Ulrich Grobers  jüngstes Buch „Der leise Atem der Zukunft. Vom Aufstieg nachhaltiger Werte in Zeiten der Krise“ ist das vielleicht schönste Beispiel für diese kenntnisreiche Zuversicht. Es redet nicht schön, wie es die sogenannten „Ökooptimisten“ mit ihren Frohmutsphrasen tun oder auch die Protagonisten des „grünen Wachstums“, die die ökologische Wende auf technische Innovationen zusammenschnurren lassen und über verschwenderische Lebensstile und Ungerechtigkeit kein Wort mehr verlieren. Stattdessen kennt sich dieses Buch in der Wirklichkeit aus.

Der Publizist Ulrich Grober, dessen Bücher zu einer nachhaltigen Lebensweise inzwischen Klassiker ihres Genres sind, macht sich in seinem neuen Buch buchstäblich auf den Weg und entdeckt auf seinen Wanderungen durch Schwarzwald, Thüringer Wald, Harz oder Ruhrgebiet einen Hunger nach Einfachheit und Echtheit. Mal nüchtern, mal pathetisch beschreibt Grober, wie sich gerade in Zeiten der von vielen empfundenen Sinnkrise aus dem Bestehenden heraus soziale Experimente und Innovationen entwickeln. Für ihn ist es ein Zeichen der Hoffnung, dass die Werte der Entschleunigung, des Lassens, des Kreislaufs, der Gemeingüter und der Selbstbeschränkung von immer mehr Menschen erkannt, geteilt und auch in neue Lebensmodelle umgesetzt wird.

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Dabei ist Grober keineswegs ein naiver Schwärmer, der sich ein romantisches postmaterielles Weltbild zusammenbastelt und nur sieht, was er sehen will. Ganz im Gegenteil: Er ist ganz Kind des Ruhrgebietes und kennt sich mit Bergbautechnik und Bergarbeiterkultur, Haldenbegrünung und Kleingartenwesen bestens aus und flicht sein umfassendes Wissen in lebendige Erzählungen ein, die auch von literarischer Kraft sind. Am besten ist Grober da, wo er akribische Naturbeobachtung, die Beschreibung sozialer Realitäten und die Analyse von Wandlungsprozessen zusammenführt. Man spürt den Respekt für das Gewesene und Gewordene, da ist keinerlei Ökoverbissenheit, sondern vor allem Gelassenheit. Aber noch stärker spürt man den Wunsch, Zeichen der Hoffnung zu erkennen, zu deuten und mitzuteilen.

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Es ist eine Freude, Grober nicht nur auf seinen Wanderungen d zu begleiten, sondern auch in die Wolfsburger Autostadt, die Tempelanlage des deutschen Automobilismus. Auch hier könnte man eigentlich erwarten, dass Grober als Ökologe mit spitzer Feder gegen den Umweltkiller Nummer eins, das Auto, zu Felde zieht. Aber wieder ist es eher die Gelassenheit des Autors, die erstaunt: Seine Beschreibung kommt  dem Abgesang auf eine untergehende Welt gleich, die nur noch nicht verstanden hat, wie unzeitgemäß sie geworden ist. Und fast hat man den Eindruck, die überwiegend männlichen Besucher der Autostadt täten Grober ob ihrer „falschen“ Orientierung ein wenig leid. Mit seinem Groll müssen sie nicht rechnen. Er ist sicher: Das Problem wird sich von selbst lösen.

Es mag sein, dass Grober die systemischen Zwänge im Kapitalismus und die Macht der politischen Beharrungskräfte  ein wenig unterschätzt. Und es mag auch sein, dass er die Hoffnungszeichen ein wenig überschätzt, schließlich halten zahlreiche ökologisch desaströse Entwicklungen weltweit unvermindert an. Und doch ist die Lektüre ein Gewinn, weil Grober erzählt, was möglich ist, mit etwas Mut.

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Reinhard Loske ist Professor für Nachhaltigkeit und Transformationsdynamik an der Universität Witten/Herdecke. Zuletzt erschien von ihm: Politik der Zukunftsfähigkeit, Fischer Verlag Frankfurt a. M. 2015

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Ulrich Grober liest bei uns am Freitag, den 4. November, kulinarisch begleitet von Diana Burkel. Einlass ist um 18:30, Beginn der Lesung um 19:30. Über Ihre Anmeldung würden wir uns freuen.
Alles zum Tag des Schreiners 2016
Einladung zur Lesung im Nachhaltigkeitsblog

Die Brown Sugar Fabel – Die Ausstellungsküche aus massiver Thermobuche beschreibt ihr Leben

Im Video wird die wahre Geschichte der Showküche außer Dienst objektiv erzählt, im fabel-haften Text berichtet „Brown Sugar“ dafür selbst und hoch emotional:

Jede Massivholzküche aus unserer Ausstellung wünscht sich nach vielen Messen, Kochshows und dem täglichen Braten von gesunden Kartoffelchips auf dem Tepan Yaki einen schönen Raum, in dem sie ihre langjährigen (aber sicher nicht letzten) Besitzer verwöhnen kann.  Hier fabuliert unsere Brown Sugar aus dem Jahr 2008 ihre Lebensgeschichte, denn Massivholzküchen sind  nach unserer Erfahrung fabelhafte Wesen, was man in der 360-Grad -Ansicht schon erahnen kann  (mit dem Mauszeiger und Scrollrad kann man drehen und zoomen).

Brown Sugar: „Jetzt bin ich am Ziel meiner Wünsche angekommen. Endlich ein richtiges Zuhause und nicht mehr das dauernde Auf- und Abbauen, Rein- und Rausräumen und die unsanfte Behandlung bei Kochshows und -workshops. Am schlimmsten war aber ein küchenverwüstenden Verkäufer, der sich trotz dafür eher ungeeigneter Figur nur zum Angeben in meine Schubladen reinstellte.

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Die neue Heimat unserer „Brown Sugar“  Massivholzküche bei Anne und Christof
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Endlich angekommen – die Thermoholzküche „Brown Sugar“ hat ein richtiges Zuhause

Klar macht mir das eigentlich nichts aus, aber so zärtlich wie Christof und Anne mich seit ein paar Wochen behandeln, taten das Gäste, Köche oder meine Möbelmacher noch nie. Allerdings haben mich die Schreinerinnen und Schreiner noch ganz liebevoll aufgehübscht.  Fühle mich nach der Komplettüberholung wirklich wie neu geboren und habe sogar zwei neue Türen bekommen.  Aber ich soll meine Geschichte ja von Anfang an erzählen:

Vom Baum zur Küche

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So sah die „Brown Sugar“ direkt aus dem Wald aus
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Die mobile Säge ist genial, weil sie – gefühlvoll gesteuert – das Schönste aus jedem Baum zur Geltung bringt

Nach über 100 Jahren war es im Wald dann irgendwann auch ein wenig langweilig und ich hatte das Glück, nach der Ernte in Unterkrumbach abgeladen zu werden, wo die große Sorgfalt beim Sägen auf der mobilen Säge eine gute Basis für mein später strahlendes Aussehen als Massivholzküche bot.

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In diesem Ofen wird sanft und schonend Thermoholz hergestellt (foto: holz-renz.de)

Nach Jahren im Außenlager und ein paar Wochen in der Trockenkammer sollte ich aber nochmal  in einen großen Ofen. Erstmal war ich beunruhigt, aber heute bin ich überglücklich, denn im Vergleich zu den anderen Buchenküchen bin ich als dunkle Thermobuche wirklich etwas ganz Besonderes. So kam ich auch zu meinem Namen „Brown Sugar,“ nach einem Lied von den Rolling Stones.  Der nette Chef der Möbelmacher-Küchenbrigade, Helmut Neugebauer war mein Taufpate – aber den Sekt tranken immer die Kunden mit dem Verkäufer.

Die Küchenkarriere beginnt

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Beim 20-jährigen Jubiläum der Möbelmacher war „Brown Sugar“ im Volleinsatz
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Nach zwei Feiertagen war am Sonntag Morgen endlich Zeit für unsere Wildkräuterweißwürste, verfeinert von Kräuterpädagogin Anita Eberhard

Meine harte Küchenkarriere begann 2008 beim 20-jährigen Jubiläum in der Werkstatt der Möbelmacher, wo wir mit einem ganz netten Kochteam drei tolle Tage feierten und köstliches Essen auf die Teller brachten.

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Ein super Team aus Jürgen Beyer, Möbelmacherfreunden und -kunden bekochte unsere Gäste und brachte alle Küchen zum unermüdlichen Einsatz

Abends ging die Party ab, bei der ich in den frühen Morgenstunden  nur noch für das Tragen von Gläsern gebraucht wurde.

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Manche sagten, in der Möbelmacherwerkstatt wäre nur deshalb so eine edler Holzboden, weil sie gerne drauf tanzen

Die erste längerfristige Platzierung hatte ich dann in der Ausstellung im ersten Stock, wo wir häufig Kunden bekochten und auch Kochvideos drehten. Sogar mit der bekannten Fernsehköchin Diana Burkel, die immer sooo ausgefallene Sachen macht, das man das im Video ausführlich erklären muss.

Gewerbeschau Hersbruck und Consumenta 

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Erstmals gab es in Hersbruck gekonntes Body Painting auf der Gewerbeschau 2009 und sogar passend zu unserer „Brown Sugar“
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Die Miniköche waren wie immer die Stars auf dieser Veranstaltung und Markus Uhl hielt es für hersbruck.tv im Video fest
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Christl Geiger erklärte das Spätzleschaben, was einfach aussieht, aber dennoch der Übung bedarf

Auf der Gewerbeschau in Hersbruck war ich auch schon, neben den hübsch angemalten und anlehnungsbedürftigen Mädchen (die dabei leider ein wenig abfärbten), sind mir vor allem die unendlich vielen Miniköche im Gedächtnis und wir haben mit einer waschechten Schwäbin das erste Mal Spätzle geschabt.

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Bei Stefan Rottner vom Gasthaus Rottner Großreuth kochten auf der unserem Consumentastand auch Peter und Michael Bauer vom Restaurant Bauer in Hersbruck

Kaum zurück in der Ausstellung, wurde ich nochmal sorgfältig nachgeölt und superschick musste ich schon ein paar Monate später auf die Consumenta, wo ich drei Kochshows am Tag absolvierte. Der Stefan Rottner war schon ein ebenso guter wie witziger Koch und wir haben alle viel gekocht und gelacht bis die Gläser klirrten.

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Was für ein Auftritt für unsere Küche auf der Consumenta 2009 (beim Aufbau)

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Eine nette Männerkochtruppe testete unsere Küche auf Herz und Nieren …
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… und brachte köstliche Tierchen mit

Irgendwann  gab es mal einen Überfall von einem Männerkochclub, die hatten auch komische Tiere dabei aber selbst nach solchen Aktionen, dauert es nur wenige Minuten und ich erstrahle in neuem Glanz, was ja auch der Grund ist, warum nach mir noch einige andere Küchen in Thermobuche entstanden sind.

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Thermobuchenmassivholzküche mit weißen Glasfronten und Hund
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Thermobuchenmassivholzküche mit schwarzer Keramikarbeitsplatte und weißem Becken

Tag der Küche 2015

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Zwiebelschneidkurs am Tag der Küche 2015

Mein letzter großer Auftritt bei den Möbelmachern war der Tag der Küche, bei dem ich viele wahnsinnig sympathische Küchenkunden kennen lernen durfte und der Bernd Müller zerhackte auf mir sogar die Rehknochen, weil das seine Möbelmacherküche auch locker wegsteckt, hat er allen erklärt.

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Am Tag der Küche 2015: Bernd Müller am Rehrücken

Das neue Heim

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Mit ein wenig Pflege ist eine Massivholzküche auch nach ein paar Jahren wie neu, eigentlich noch stabiler, denn die Oberfläche wurde schon oft nachgeölt

Tja und dann kam ein paar Wochen später die liebe Anne mit Christof und die haben sich sofort in mich verliebt, weil sie so einen ausgezeichneten Geschmack haben. Ein paar kleine Änderungen waren nötig, dass ich bei ihnen in der Altstadtwohnung problemlos einziehen kann, aber bei uns Massivholzmöbeln ist das ja alles kein Problem.

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Herzlichen Dank für die schöne Zusammenarbeit an Anne und Christof

Seitdem geht es mir supergut, nicht zuletzt, weil Christof so schön rhythmisch rührt und Fleisch klopft – er ist übrigens Schlagzeuger bei dem Trio The Rose and Crown, die auch schon bei meinen Möbelmachern spielten) . Ein wenig enttäuscht war ich schon, dass sich von den Möbelmachern  erstmal keiner nach mir umsah. Aber dann kam herwig doch noch (weil er unbedingt Kalenderfotos brauchte) und hat mit meinen neuen Bekochern tolle Fotos gemacht und versprochen, das er meine Lebensgeschichte aufschreibt, (wobei ich ihn locker überleben werde, ha). Na dann hoffen wir mal, dass er Aufschreiben besser kann, als Küche putzen.“

Mit herzlichem Gruß an all die vielen netten Menschen,  die schon mit mir gekocht haben

Euere

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(zur Zeit bei Anne und Christof, aber wer hundert Jahre zum Wachsen braucht, gibt als Küche auch nicht so schnell auf)

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Was lernen wir aus der Fabel von „Brown Sugar“?

Unsere Ausstellungsküche können entweder nach vielen Jahren die perfekten Bekocher für ihr Leben finden oder schon im Vorfeld, weil die Küche bereits für den Kunden gebaut wird und mindestens ein Jahr bei den Möbelmacher ihrer Arbeit nachgeht. Beides ist ein Glücksfall für den Kunden, der viel Geld spart und auch für die Möbelmacher, die sich danach wieder über eine neue Ausstellungsküche freuen – nicht ohne die alte zu vermissen. Aber alle Möglichkeiten können nur abgeklärt werden, wenn wir zusammen reden, ob am Telefon (09151-862999) oder per Email (hd@die-moebelmacher.de).

Am besten besuchen Sie unseren Kochworkshop am Tag des Schreiners 2016 am 5. November 2016. Hier sind alle Infos und hier das Einladungsvideo:

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Wunderbare Musik von The Rose and Crown

Küchenlinks

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Hotelmeisterin Mareike Selz sucht eine neue Herausforderung

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Ganz intensiv und begeistert haben wir mit Mareike ihr neues gastronomisches Projekt bis ins kleinste Detail geplant. Leider fiel es in letzter Sekunde ins Wasser, obwohl wir darin schon im neuen Jahrbuch werben.
Weil wir sie dabei aber eine wenig kennen lernen durften, geben wir gerne ihre Stellenanzeige hier im Nachhaltigkeitsblog auf.

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Das ist die leider nicht mehr gültige Anzeige in unserem Jahrbuch

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BERUFLICHE NEUORIENTIERUNG

Mareike Selz ist 31 Jahre und hat eine abgeschlossene Ausbildung zur Hotelfachfrau und ist seit 2010 als Hotelmeisterin IHK qualifiziert.

Sie möchte Ihr bisher erworbenes Wissen weiterhin im Managementbereich einbringen und sucht
ab sofort nach einem neuen innovativen Aufgabenfeld.

Nähere Informationen über Mareike erfahren Sie dann von Ihr gerne persönlich unter:

mareike.selz@yahoo.de
Tel. 0170/ 3565512

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Mit Ihrem Eintritt in Ihr Unternehmen gewinnen Sie eine ehrgeizige Mitarbeiterin, die mit nachhaltiger Konsequenz an Schaffenskraft, Belastbarkeit, Teamgeist und Flexibilität, Ihre Zielvorstellungen in die Tat umsetzt.

Tag der Küche 2016 im Zeichen des Weideschweins vom Schwabhof

Ein kleiner Eindruck vom Tag der Küche
(als Einladung zum Tag des Schreiners)  im 3 min. Video.)
(Wer die längere Version (7 min) sehen will, klickt hier, wer die ganz lange (48 min) sehen will, schickt uns eine Mail.)  

 

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Am Tag der Küche 2016 haben wir wieder gemeinsam mit interessierten Kunden und neuen Gästen gekocht und konnten dabei erfahrene Möbelmacherkunden mit Kunden in der Planungsphase und „nurmalso“ reinschauenden Menschen zusammenbringen.

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Deren Austausch ist aus unserer Sicht die glaubwürdigste Informationsveranstaltung, die man bieten kann: es ist immer hilfreich, vielfältige Meinungen einzuholen und das sogar im real Live  von netten Menschen und nicht in anonymen Internetforen, in denen viele Firmen bereits bezahlte Trolle zur Meinungssteuerung beschäftigen.

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dsc066962016 stand im Zeichen des Weideschweins vom Schwabhof, denn  herwigs Schulfreund Thomas Schwab unterbrach extra seinen Urlaub, um unseren Gästen Rede und Antwort zur verantwortungsvollen Tierhaltung zu stehen und vor allem um zu zeigen, dass man zusätzlich zum guten Gewissen beim Genuss von Tieren auch geschmacklich in ganz anderen Regionen landet, als dass die heutige Massentierhaltung vermag.

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13227531_1054529064605426_5464087685465938365_oEgal ob Weideschwein vom Schwabhof, Weiderinder aus dem Hutangerprojekt oder die Saiblinge von der Fischzucht Rauh – neben dem Geschmack achten wir ebenso auf verantwortungsvolle Tierhaltung und ökologische Verträglichkeit.

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Manche probierten das Kochen in unseren Küchen, andere waren eher  mit dem Zollstock unterwegs,  um  die eigenen Möglichkeiten der aktuellen Planung auszuloten, aber alle haben sich gut unterhalten und verbrachten einen wunderbar sonnigen Samstag zusammen.

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dsc06717Um die richtigen Menschen zusammenzubringen, haben wir nicht nur die potentiellen Gerichte an die Glasfronten der Kühlschränke geschrieben, sondern auch die Vornamen der Kunden (die über Klebeband auch am lebenden Subjekt ablesbar waren) mit einem K-Code versehen, der das Alter ihrer Küche beschrieb. Dass der Höchstwert  bei der Möbelmacherküche seit 28 Jahren liegt, erstaunt bei Ute und herwig Danzer nur wenig, aber dass Kunden mit K-24 wieder über neue Küchen für das neue Haus gemeinsam mit uns nachdenken ist schon motivierend.

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Die weiteste Anreise hatten Kunden aus dem Allgäu und aus Weiden aber bei aller Regionalitätsneurose halten wir es auch ökologisch für vernünftig, wenn Menschen auch aus anderen Regionen Holz der Hersbrucker Alb bekommen. Denn der Transportweg des fertigen Produkts ist klimatechnisch überschaubar.

Zwischendrin auch Zeit für Entspannung

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Kochen macht schon Spaß, aber auf unseren Sofas und Relaxsesseln kann man sich zwischendurch auch mal eine Auszeit gönnen.  00000-18-mts-standbild043

Küchen zum Kochen

Nach unserer Überzeugung sind Küchen nicht mit Geräten bestückte Möbel, sondern als Gesamtkonzept Werkzeuge zum Kochen. Beim gemeinsamen Planen schildern wir die Vor- und Nachteile der jeweiligen Idee und die Kunden setzten ihre Prioritäten. So gelingt der Spagat zwischen Optik und Funktion, zwischen ihren und seinen Wünschen.

Sous Vide Garen mit den modernsten Geräten

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Die Firma Komet hat uns direkt von der Messe den allerersten  Einbauthermalisierer „Sandra“ geschickt, er ist in unserer neuen Ausstellungsküche und der Küche eines Kunden schon eingeplant. Lustigerweise probierten neben herwig Danzer noch drei Ingenieure das edle Küchengerät zum Heizen zu bewegen, am Tag darauf erfuhren wir dann, dass bei diesem Messedummy das Heizelement gar nicht angeschlossen war.

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War nicht so schlimm, wir hatten ja genügend Standgeräte im Einsatz in denen Schweinebauch und Nacken schon am Vortag für 24 Stunden bei 59 Grad gegart wurden.

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Außerdem waren vom kleinsten Einbauvakuumierer in der Schublade bis zum Profigerät mit Druckanzeige alle Varianten der Vakuumierer von Komet aufgebaut.

dsc06723Das Fleisch war im Reifeschrank von Königssalz untergebracht, dessen Salzrückwand das Klima im Dry-Ager so stark verbessert, dass selbst nach vielen Wochen kein Schimmel auftritt. Übrigens wurde das gesamte Fleisch vom Tier an diesem Tag gegessen oder verkauft.

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blu%cc%88tenrein_content_bilder_06-06-1Und noch eine Neuigkeit hatten wir auf Lager: den köstlichen rote Basilikumblütensirup von www.blueten-rein.de aus Augsburg:

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Wir bedanken uns bei unseren Gästen und stehen für weitere Fragen zum Sous Vide Kochen oder zum Einrichten von Küchen jederzeit gerne zur Verfügung.

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Jetzt ist leider doch durchgesickert, dass das Foto unser Plakataktion zum Tag der Küche an zwei Laufer Standpunkten einen Fotomontage war, dabei sagte der Social Media Berater  „Auf Facebook merkt das kein Mensch.“

Einladung zum Kochworkshop am Tag des Schreiners

Eine ähnliche Veranstaltung wird es auch am Tag des Schreiners am 5. November 2016 von 10 bis 15 Uhr geben. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung per Mail oder Telefon: 09151 862 999.

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