Puffmais, Popcorn und großes Kino in der Möbelmacherküche ohne Mikrowelle

Nur selten sind in unseren Küchen Mikrowellen eingebaut. Manchmal unsichtbar hinter einer Tür, weil die Kinder darauf bestehen, dann kann man sie nach deren Auszug wieder rausnehmen. Manchmal auch wegen der Kirschkernkissen, was der Backofen aber auch leisten könnte. Das Aufwärmen an sich ist im Dampgarer sowieso gesünder – außerdem hat es dort den wesentlich schöneren Namen, denn dort heißt Aufwärmen immerhin "Regenerieren." Die Milch wird am Induktionskochfeld so viel schneller heiß, dass man sogar den dazu benötigten Topf noch locker abspülen kann, aber egal. Nach dem Abwägen aller Argumente bestand ein junger und durchaus kocherfahrener Kunde trotzdem auf die Mikrowelle und der Grund war:

Popcorn

Er entschied sich dann doch für einen Druckdampfgarer (nicht zuletzt wegen der einfachen Zubereitung von Fonds bei Wildgerichten) aber als kostenlose Beigabe gab es ein von mir geschätztes Heißluft-Gerät zur Erzeugung von Puffmais, neudeutsch "Popcornmaker."

Zu Weihnachten bekamen wir von unser Tochter DVDs von den guten Filmen, die absolut popcorntauglich sind. Und so entstand das Video über die fettfreie Popkornzubereitung, in dem wir die karamellisierte süße und salzige Variante zeigen. Letztere mit einem Sprühsalz, weil das besser am Puffmais haftet, aber natürlich geht es auch mit normalem Salz.

Ein ganz netter Artikel über Popcorn ist hier zu finden: https://www.freitag.de/autoren/jkabisch/warum-essen-wir-im-kino-popcorn

Basics über Popcorn bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Popcorn

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Die Massivholzküchen der Möbelmacher

Newsletter 110: Wir sind durchgehend für Sie da und laden ein zum Seccoschlürfen am heiligen Morgen

Liebe Leute, 

am heiligen Morgen laden wir Sie zum traditionellen Secco-Schlürfen in unserer Ausstellung ein. Was vor rund 30 Jahren in der Buchhandlung Stöber (heute Lösch) entstanden ist, kann ihnen nicht zuletzt wegen der vielen Sonderangebote für unsere Ausstellungsmöbel, -Küchen, Sessel, Sofas, aber auch Schneidbretter, oder Edles von Rösle oder Auerhahn Freude bescheren. Wir sind vor, zwischen und nach den Feiertagen durchgehend für sie da.Wenn Sie hier klicken, können Sie denNewsletter mit allen Videos sehen.

 

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Das sind die Themen heute:
  1. Frankensecco  am heiligen Morgen
  2. Kalender 2015 – wer ihn nicht hat, meldet sich bitte
  3. Die ersten fünf Bücher für die ersten fünf Fragebo
  4. Messerblock aus Verzweiflung selbst gemacht
  5. Zwei Lesungen der Buchhandlung Lösch
  6. Stefan Winter und Mathias Deinhard bei der Jorischulung und die Aktion bis Silvester
  7. Der aktuelle Kinospot
  8. Kurznachrichten+ Die GEMA-Alternative C3S + Nachricht bei jedem neuen Blogbeitrag + Musiktipp: Rebecca Bakken singt Tom Waits +

Secco  am heiligen Morgen und Sonderangebote
Die Tradition des Sektschlürfens bereichert um neue Erkenntnisse des Sous Vide Garens
 

Damals ging es in der Buchhandlung von Brigitta Stöber um die Wette, ob der letzte Kunde, der ein Weihnachtsgeschenk kauft, ein Mann sei. In den darauffolgenden Jahren hat sich das Öffnen des Sekts dann immer weiter nach vorne verschoben … . In diesem Jahr ergänzen wir das Seccoschlürfen um das Sous Vide garen, denn die meisten unserer Küchenkunden haben ja schon Dampfgarer, mit deren Hilfe sich die in den Kochbüchern von Hubertus Tzschirner vorgestellte Technik hervorragend umsetzen lässt.Die Marke Auerhahn wird es ab 2015 leider nicht mehr geben, was uns sehr leid tut, für sie aber einen sehr preiswerten Abverkauf unseres Lagers zur Folge hat.


Kalender 2015 – wer ihn nicht hat, meldet sich bitte
Wir haben seit 26 Jahren noch niemand aus der Datei gelöscht!

Die ersten fünf Bücher für die ersten fünf Fragebogen haben gewonnen:
Burgi Helmchen
Lore Wiesentheit
Renate Jähnert
Sibylle Kisro-Völker
Edeltraud MüllerAus allen anderen von uns noch heiß ersehnten Fragebögen verlosen wir zehn weitere Genießerbücher über Nürnberg, also bitte noch fleißig ausfüllen.Hier kann man den Fragebogen auch online ausfüllen.
Hier kann man den Kalender auch online durchblättern.++++++++++++++++++Überall lauern Gefahren für die Überbringung unseres Jahrbuches! Datenübermittlung, die Druckerei, die Post, der Postbote. Leider denken manche Menschen dann, wir hätten die Adressdatei bereinigt. Sie zählt zwar laut Korrekturstatistik zu den best gepflegtesten des Handwerks, was Umzüge, Scheidung oder Tod angeht, aber noch nie haben wir einen Menschen gegen seinen Willen aus derselben entfernt. Also bitte einfach bei uns anrufen oder Mailen, dann finden wir heraus woran es lag. Und gerne können Sie noch weitere Exemplare für interessierte Freunde haben. 09151 862 999
 
Wie es es im Jahr 1996 zum Kalender kam, haben wir hier erklärt.


 

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Messerblock aus Verzweiflung selbst gemacht
Ab jetzt bekommen Sie funktionale Messerblöcke in der Holzart Ihrer Küche

Wir haben uns schon so lange über das Runterfallen der kleinen Messer geärgert, dass wir die Magnetmesserblöcke mit Spezialmagneten selbst gebaut haben (180 Euro). Natürlich können wir diese Teile jetzt auch passend zu Ihrer Küche bauen.


Zwei Lesungen der Buchhandlung Lösch
Von der Grossrussin und von Franken und Bayern!

Im ganz kleinen Rahmen stellte Albert Geng sein lokalpatriotisches neues Buch "Franken und Bayern – was wäre Bayern ohne die Franken" in der Buchhandlung vor. Stefan Schwarz las im Paul Pfinzing Gymnasium eingerahmt von feiner Musik, Häppchen und ebensolchen Weinen. Von dieser Lesung haben wir sogar eine kleines Video im Nachhaltigkeitsblog. Den Umzug der Buchhandlung haben wir hier dokumentiert.


Stefan Winter und Mathias Deinhard bei der Jorischulung und die Aktion bis Silvester
Die Nackenkissen geschenkt, alle Möbel in Stoff supergünstig

Wim Vantomme, Geschäftsführer bei Jori, Mathias Deinhard und Stefan Winter bei der Polstermöbelschulung, die wegen ihrer technischen Ausrichtung auch für die Möbelmacher interessant ist, die nicht im direkten Verkauf sind. Stefan Winter hat einen kleinen Bericht im Blog geschrieben.


Der aktuelle Kinospot
Was können wir besser machen?
 


Nachdem unser erster Kinospot für das Citykino Hersbruck ein wenig albern war, kann der nächste mal  eine wenig biederer kommen. Haben Sie Vorschläge für uns, wie der nächste aussehen sollte? Hier ist er auf dem Youtube-Möbelmacherkanal zu sehen.


Miele gewinnt den deutschen Nachhaltigkeitspreis
Wir gratulieren herzlich

Manchmal diskutieren wir mit Kunden, warum es unbedingt Miele-Geräte sein sollen, ob nicht günstigere Backöfen Geld sparen würden. So gesehen, freuen wir uns als überzeugte Miele-Händler wohl am meisten über den Preis für das letzte Familienunternehmen der Küchengerätebranche (von den ganz großen).
Denn längere Lebensdauer, die Fertigung in Deutschland und nicht zuletzt die funktionalen und schönen Geräte machen auf Dauer einfach mehr Spaß, als die Freude über den niedrigeren Preis anhält.  (Pressebericht)
Übrigens ist der Miele Bräter gerade in der Weihnachtsaktion.


Kurznachrichten+ Die GEMA-Alternative CS3 + Nachricht bei jedem neuen Blogbeitrag + Musiktipp: Rebecca Bakken singt Tom Waits +

+++ Warum eine Alternative zur GEMA Sinn macht

Wer sich als Musiker oder Veranstalter mit dem Thema Gema beschäftigt, kann sicher nachvollziehen, warum wir die Alternative Culturall Commons Collecting Society unterstützen. Alle Infos sind hier aufgeführt.
 

+++ Nachricht bei jedem neuen Blogbeitrag

Weil wir gefragt worden, ob wir das auch im Nachhaltigkeitsblog haben – natürlich. Wenn Sie hier Ihre Emailadresse eintragen, erhalten Sie automatisch einen Nachricht, wenn wir einen neuen Blogbeitrag veröffentlicht haben.
 

+++ Musiktipp: Rebecca Bakken singt Tom Waits


Nicht jeder mag Tom Waits, aber wenn seinen genialen Lieder von der Norwegerin Rebekka Bakken interpretiert werden, ist das einfach nur beeindruckend. Hier kann man in das faszinierende Album "Little Drop of Poison" reinhören.

 


Die Videos der Möbelmacher in Themenlisten


Wir bedanken uns bei Ihnen für das Lesen des Newsletters und die gute Zusammenarbeit und wünschen wunderbare Feiertage und eine gesundes neues Jahr. Besuchen Sie uns am heiligen Morgen?Alle Möbelmacher grüßen herzlich aus Unterkrumbach
 
 
herwig Danzer
 
Wenn Sie die älteren Newsletter noch nachlesen wollen, finden sie diese in unserem Social Media Newsroom.Folgen Sie den Möbelmachern bei Twitter
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Für Bilderliebhaber gibt es jetzt auch pinterest.com/moebelmacher/
Und relativ neu ist die Rebelmouse


Stefan Winter und Mathias Deinhard bei der Jori-Schulung in Belgien

von Stefan Winter

P1050058Ende November waren Mathias Deinhardt und ich (Stefan Winter), für zwei Tage nach Belgien zur Jorischulung eingeladen.

P1050059Wir arbeiten seit über 20 Jahren mit dem Polstermöbelhersteller aus Wervik zusammen.
Seit 14 Jahren arbeite ich als angestellter Meister für die Möbelmacher, zwar weniger im Verkauf, habe aber trotzdem viel Kundenkontakt durch Ausmessarbeiten, Detailbesprechungen oder auch Montagen und Lieferungen.

Gerade bei der Lieferung von hochwertigen Joriprodukten wie Sesseln, Sofa's, Relaxsesseln und Stühlen ist es gut, über das Produkt bescheid zu wissen. Meine Joricouch ist heuer zehn Jahre alt geworden – vielleicht oft das beste Argument!

Montagmorgen

 Der Wecker klingelte um vier: aufstehen, waschen und treffen mit Arbeitskollege Mathias Deinhardt für die Fahrgemeinschaft nach München zum Flughafen. 8.30 einchecken für den Flug nach Brüssel, 11.30 Ankunft, Weiterfahrt mit dem Bus nach Wervik zu Jori. 13.00Uhr Empfang mit Häppchen.
Und dann ging's schon los! P1050060

Schwerpunkt – Wissenwertes über gutes Leder

P1050092Hier wurde der Aufbau der Rinderhaut erklärt, welche Schichtdicken wichtig sind für Qualitätshäute, warum nur männliche Häute verwendet werden und die Eigenschaften der verschiedenen Leder die Jori verwendet. Danach gabs noch ein kötliches Abendessen im Hotel aber das Aufstehen um 4 Uhr …

Aufbau und Materialien der Jori-Produkte

P1050067Durch die Werksbesichtigung am zweiten Tag bekam man nochmals eine Vorstellung
über die stabile Grundkonstruktion aus zertifiziertem Buchenholz, hochwertige Wellenfedern und den Einsatzbereich der verschieden Kaltschäume.

Wie aufwendig es ist eine hochwertige Couch entstehen zu lassen wußte man spätestens nach der 2,5 stündigen Werksführung durch sämtliche Abteilungen bis hin zur Verladerampe.
Für eine Stadtführung blieb leider keine Zeit, denn um 16.00Uhr traten wir die Heimreise an um um
24 Uhr sehr erschöpft ins Bett zu fallen.

Wie es zu unserem Kalender kam – seit 1997 „Neues von der Baum-Stelle“

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Unser Jahrbuch Nr. 19, der Kalender 2015

Ökologie und Einzelanfertigung

Im Jahr 1997 – zwar 33 Jahre nach Pirelli , aber lange vor der heutigen Kalenderflut – brachten die Möbelmacher ihren ersten Kalender heraus. 

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Der erste Kalender hatte noch eine Spiralbindung

Die Idee entstand, weil ein normaler Katalog oder Prospekt die Möglichkeiten der Einzelanfertigung nicht darstellt, denn wir wollen nicht genau das Produkt auf dem Foto verkaufen, sondern mit dem Beispiel belegen, dass es für diese abgebildeten Kunden die optimale Lösung war. Es geht weniger darum, ob diese Einrichtung schön ist (was trotzdem nicht schaden würde), sondern dass sie nach den Wünschen und Anforderungen des Kunden entstand. Gleichzeitig konnten wir ob des ökologischen Anspruchs unserer Kunden auch nicht verschwenderisch mit Papier umgehen und so entstand das jährliche Präsentieren unserer Arbeit mit dem Zusatznutzen Kalender, denn man kann ihn nicht nur lesen, sondern auch auf aufhängen. Gleichzeitig können wir mit diesem Medium auch erzählen, was sich im Laufe des letzten Jahres so alles an Aktionen, Veranstaltungen, Lustigem oder Nachdenkenswerten ereignet hat und warum uns nachhaltiges Wirtschaften so wichtig ist.

Format und Finanzierung

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Seit 1998: Das Din A 4 Format, wird aufgehängt Din A 3

Der Kalender 1997 war der einzige mit der kalenderüblichen Spiralbindung, denn kurze Zeit später entdeckte herwig Danzer im Wendy Pferdekalender von Tochter Laura, dass sich das hängende Format verdoppeln lässt, wenn man DinA 4 auffaltet. Größer als Din A 4 wäre im Versand sehr teuer und so entstand das Format und die doppelte Lochung, die zum Aufhängen entweder zwei Nägel oder ein Bändchen benötigt (der Draht von Sektkorken ist auch gut geeignet). Die Lochung hat für viele Kunden den Nebeneffekt, dass sie den abgelaufenen Kalender in Ordnern sammeln können. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass das Projekt das Werbebudget einer Schreinerei nicht zuletzt durch den teuren Versand übersteigen würde und so entstand für den Kalender 1999 die Idee, die Seite hinter dem Kalendarium als Anzeigenfläche zu verkaufen.

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Die Anzeigen zählen zu den ganz wichtigen Informationen des Kalenders und werden sehr aufmerksam gelesen

Allerdings nur an Betriebe, die wir auch ehrlich empfehlen können, denn – wie unsere Anzeigenkunden berichten – es entstehen wirklich viele Kontakte und Verkäufe durch diese ehrliche Werbung. Zusammen mit den Werbekostenzuschüssen unserer Lieferanten für Polstermöbel, Küchengeräte, Matratzen und Beleuchtung können wir seitdem Satz, Druck und Versand bezahlen, den Rest müssen wir halt selbst machen. 

Fotografierzwang und die hübschen Damen 

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Unser Kunden fotografierte seine Schlafzimmer mit seiner Tochter selbst
Unser Kunden fotografierte seine Schlafzimmer mit seiner Tochter selbst

Die Aufschieberities oder neudeutsch Prokrastination ("Man müsste mal wieder fotografieren") kann man sich bei Kalenderprojekten nur bis in den September leisten, spätestens dann muss man sehen, wie man die 12 großen und 60 kleineren Fotos zusammen bekommt, denn dazu sind viele Termine bei den Kunden nötig. Das erzeugt einerseits Druck, andererseits haben wir aber das Glück immer aktuelle Fotos unserer Einrichtungsarbeit zu besitzen, die wir auch im Internet sehr ausgiebig nutzen.

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Auch Familie Maly durften wir in Ihrer neuen Möbelmacherküche fotografieren
Auch Familie Maly durften wir in Ihrer neuen Möbelmacherküche fotografieren

Ganz wichtig ist dabei, die Nutzung genau mit den Kunden abzusprechen, denn deren Einstellungen könnten unterschiedlicher nicht sein: Die einen kauften ihre Einrichtung nicht zuletzt mit dem Ziel damit auf den Kalendertitel zu gelangen (was zufällig auch gelang), bei den anderen dürfen wir zwar fotografieren, aber sie wollen selbst nicht mit aufs Bild und möchten auch nicht, dass deren Name erwähnt wird.

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Mädels haben mehr Spaß am Fotografieren, Jungs zu finden ist nicht leicht.
Mädels haben anscheinend mehr Spaß am Fotografieren, Jungs zu finden ist wirklich schwierig

Andere wiederum schicken uns ausgezeichnete selbst gemachte Fotos, sogar mit hübscher Tochter, und manchmal bringen wir einfach gut aussehende Jungs und Mädels als Models mit, wobei es leider sehr schwer ist, modelnde Jungs zu finden. Wenn dann zusätzlich zu den hübschen Mädels auch noch unser Freund und Playboy-Fotograf Peter Jirman jun. ein Bild in seinem Stil beisteuert, haben wir schon wieder einen kleinen Skandal.

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Playboy-Fotograf Peter Jirmann jun. bei der Arbeit in unserer Werkstatt
 

Auch wenn das den Vorteil hat, dass über den Kalender wenigstens gesprochen wird ist es ein wenig schade, aber wir wissen durch die Auswertung der Fragebögen, dass genau diese Bilder die sind, die am meisten negative Bewertungen erhalten, allerdings auch am meisten positive.

Der Fragebogen und Forschungswerk

Seit dem Jahr 2000 liegt jedem verschickten Kalender (in der Zwischenzeit werden 5600 von 7000 per Post verschickt) ein Fragebogen bei, in dem nicht nur das beste und schlechteste Bild gewählt wird, sondern auch Fragen nach den Kalenderinhalten und sogar den Kaufmotiven gestellt werden. Die Auswertung derselben hat dann wieder Einfluss auf die Gestaltung des nächsten Jahrbuchs. Weil das aber kein wirklich objektives Bild der Kundenmeinung ergibt, haben wir im Jahr 2008 unsere Freunde vom Forschungswerk mit einer zweiteiligen Telefon-Kundebefragung beauftragt und  – neben super Werten bei der allgemeinen Kundenzufriedenheit – auch erfahren, dass unser Jahrbuch bei 28 Prozent der Kunden einen festen Platz an der Wand hat. Der beste Platz ist hier übrigens das Gästeklo, denn dort sehen ihn statistisch am meisten Menschen. Wir waren von diesem positiven Ergebnis wirklich überwältigt, die Marketingfachleute sehr erstaunt, und so gaben sie den Rat, das Format beizubehalten, bis aus eigenen Ideen oder anhand der Fragebögen eine sehr viel bessere Idee auftaucht.  Tja, das haben wir bis jetzt gemacht und den aktuellen Kalender 2015  (bald kommt er per Post, aber nur, wenn Sie uns Ihre Adresse an info@die-moebelmacher.de schicken) kann man in diesem Jahr erstmals auch mit einem online-Formular bewerten.

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Am besten ist es natürlich, wenn die Kunden selbst auf den Fotos zu sehen sind

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei unseren Kunden, die mit ihren schönen Aufträgen die Aufnahmen erst ermöglichen, bei unseren Lieferanten und Partnern, die mit Werbekostenzuschüssen oder Anzeigen die Finanzierung ermöglichen und bei allen Menschen, die uns als Model, Grafiker oder einfach Ratgeber unterstützen. Hier ist der Kalender 2015 schon mal online zu sehen (schöner ist natürlich, wenn man noch drauf wartet, bis man ihn in den Händen hält).

 

 

Lecker schenken – Geschenkideen aus der Küche zur Weihnachtszeit

von Nina Brunner

Gerne unterstützen wir die Idee der Redakteurin, Sophie Mettler, bei der es darum geht, selbstgemachtes aus der eigenen Küche zu verschenken. Auf der Website htttp://www.erlebnisgeschenke.de/lecker-schenken/  finden Sie kostenlose und interaktive Rezepte und die dazu passenden Verpackungen. Vielleicht ist ja auch für Sie das Richtige dabei?

Zusammen mit drei Kollegen habe ich in den vergangenen Monaten an dieser interaktiven Rezeptsammlung zum Thema „essbare Geschenke“ gearbeitet. Wir möchten mit der Aktion einen kleinen Teil dazu beitragen, dass in der kommenden Weihnachtssaison weniger sinnlose Geschenke gekauft werden und die Idee der selbstgemachten Geschenke wieder präsenter wird. Denn etwas Selbstgemachtes aus der eigenen Küche zu verschenken ist viel nachhaltiger und ökologischer, als auf Massenware „Made in China“ zurückgreifen zu müssen. Wäre unsere interaktive Rezeptsammlung für Ihre Leser auch eine interessante Anregung für die Vorweihnachtszeit?

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Bei „Lecker schenken“ handelt es sich um eine ausgewählte Sammlung an leicht verschenkbaren Koch- und Backideen (siehe Beispiel anbei). Mit deren Hilfe kann jeder den Kochlöffel schwingen und selbst gemachte Gourmet-Geschenke zaubern. Alle Rezepte und die dazugehörenden Verpackungsideen können kostenlos und ohne Anmeldung als PDF-Dokument heruntergeladen und ausgedruckt werden, damit man sie zuhause nachkochen und in die persönliche Rezeptsammlung ablegen kann. In der „Lecker schenken“ Rezeptsammlung bekommt jede eine persönliche Rezeptempfehlung samt Verpackungsidee für ihre Lieben präsentiert und kann sich kulinarisch austoben und dabei tolle Geschenke zaubern. „Lecker schenken“ richtet sich dabei insbesondere an umweltbewusste Menschen und zeigt ihnen, wie einfach und zugleich schön man Geschenke selber herstellen kann. Und wenn alle Zutaten auch noch nach Möglichkeit regional und saisonal sind sowie aus kontrollierten Anbau bzw. aus dem eigenen Garten stammen, ist das nachhaltige und zugleich persönliche Geschenk perfekt.

Also los gehts: http://www.erlebnisgeschenke.de/lecker-schenken

Mit freundlichen Grüßen

Sophie Mettler

Die Gewürzmischung für unsere Kartoffelchips vom Tepan Yaki

PICT0059optDie Grundidee für unsere Kartoffelchips vom Tepan Yaki (so heißt das thermostatgesteuerte Kochfeld aus Edelstahl, auf dem man direkt brät) stammt von Sternekoch Bernhard Reiser, der im Jahr 2004 mit uns in unserer Frankenschauküche für die Frankenschau kochte. KuecheGruenAmelieII_0268ChipsWEB

Im Vorfeld haben wir festgestellt, dass die Sendezeit mit den roh gebratenen Kartoffelscheiben etwas zu knapp ist, weshalb wir uns dereinst fürs Fernsehen für die Pellkartoffelvariante entschieden. (Hier ist noch das Rezept mit dem Saiblingröllchen.)

In der Testphase mit den rohen Kartoffeln entstand also die Idee der Kartoffelchips, die im Laufe der nächsten 10 Jahre ständig ein wenig geändert wurde, zuletzt bekamen sie auf der Consumenta 2014 sogar noch ausgeschnittene Herzchen.

So wurden sie dank des genialen Hobels von Rösle immer dünner und seit einigen Jahren verwenden wir ein – mehr oder weniger – selbstgemischtes Gewürz, zu dem wir ständig befragt werden und es deswegen endlich hier veröffentlichen:

Chips- oder auch Hähnchengewürz

150 Gramm Salz (mein Lieblingssalz ist das Alpensalz von Koenigssalz)
50 Gramm Paprika (edelsüß)
2 Esslöffel fein gemahlener schwarzer Pfeffer
2 gehäufte Esslöffel Zimt
und 5 Esslöffel von der Gewürzmischung Cap d´Amour von voodoofood (enthält in Bioqualität Hibiskusblüten*Pfeffer*Paprika*Meersalz*Kreuzkümmel*Kioriander*Anis*Bockshornklee*Knoblauch*Ingwer*
Zimt*)

Chipsgwürz14_06 

Für meine große Menge verwende ich die Küchenmaschine zum Mischen, was nicht in den Gewürzstreuer passt wird natürlich im Einbauvakuumierer von Komet aromadicht aufbewahrt. 

Nach dem Braten und Wenden die Kartoffelscheiben auf zwei Blätter Küchenkrepp geben, würzen und mit schütteln ein wenig entfetten.

Chipsgwürz14_10 Wenn man dann noch Kartoffeln in Herzform findet …

  IMG_0371UteherwigHErzAusschnitt

 

 

Die perfekte Lesung: „Die Grossrussin“ von Stefan Schwarz

Schon seit mehr als 20 Jahren veranstalten wir zusammen mit der Buchhandlung Lösch Lesungen. Die gestrige mit Stefan Schwarz und seinem neuen Buch "Die Großrussin" jedoch, die wegen des zu erwartenden Ansturms in der Aula des Paul Pfinzing-Gymnasiums in Kooperation mit dem Förderverein  des Gymnasiums stattfand, war nahe an der Perfektion. 
 
Das Rahmenprogramm, das vom Grooving High Quartett gestaltet wurde, die "Feinen Weine" und die von der Elterninitiative des Gymnasiums bereitgestellten Häppchen trugen nicht unwesentlich zum Gelingen des Abends bei. Letztere lösten vor allem das Problem der nicht wenigen Berufstätigen, die direkt aus der Firma zur Lesung strömten.StefanSchwarzGrossrussin14__0015
 
Ich selbst habe "Die Grußrussin" und auch das vorhergehende Werk "Das wird ein bisschen wehtun" von Stefan Schwarz schon vorab mit soviel Vergnügen gelesen, dass mein Lachen zu später Stunde im Schlafzimmer manchmal sogar das Missfallen meiner Frau erregte.
 
Die überaus witzige persönliche Präsentation durch den Autor an diesem Abend gab der Geschichte aber noch den letzten Kick. Er verstand es, die einzelnen Passagen so geschickt auszuwählen und miteinander zu verbinden, die Dialekte und Dialoge so perfekt zu vermitteln, dass die Zuhörer auf die Konsultation eines Lachseminars – das in dem Buch eine gewisse Rolle spielt - leicht verzichten konnten.
Das ist insofern erwähnenswert, als unserer Erfahrung nach durchaus nicht jeder Autor auch immer sein bester Interpret ist.

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Herzlichen Dank an Familie Lösch, den Förderverein und vor allem an Stefan Schwarz für den schönen Abend.

 

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Alle Artikel zum Thema Buch im Nachhaltigkeitsblog.

     

 

Metamorphose eines Möbelmachertischs durch Drechslermeister Hager

Von Alice Niklaus

Anstatt Skifahren in der Schweiz haben wir uns im Frühjahr 2000 umständehalber gegenseitig den gleichen Möbelmacher-Küchentisch geschenkt. DSC04795 Heute morgen wurde unser sehr geliebter und täglich benutzter Tisch durch Drechslermeister Horst Hager aus Hersbruck einer liebevollen, reinigenden Behandlung unterzogen. In seinem 15. Jahr sieht der Tisch nun wieder aus wie am ersten Tag! Und weil er unbedingt 24 Stunden unbenutzt bleiben soll ist heute kein Kochtag!

Nachtrag: Horst Hager ist seit 22 Jahren vormittags für die Möbelmacher-Oberflächen zuständig und frönt erst nachmittags dem Drechseln.

Krimis zur Weihnachtszeit – Lesung am 19.12.14 im K5, Hersbruck

von Nina Brunner

Zum Abschluss unserer Ausstellung "Monochrom und Polychrom" mit Bildern von Hedda Weickmann und Omar Gomez Rey und ehe sich das K5 in die Winterpause verabschiedet, hat der Dezember noch ein kleines Highlight zu bieten:Plakat_RauschgiftEngel_Hersbruck

Drei Autor/innen des ars vivendi Verlages:
Helwig Arenz, Sigrun Arenz und Theresa Mutter lesen aus der aktuellen Weihnachtsanthologie "RauschGiftEngel". 
Spannende Krimis passend zur kalten Jahreszeit.

Beginn der Lesung am Freitag, 19.12.2014 ist 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Natürlich freuen wir uns über Spenden für unsere Stiftungsarbeit!

Reservierungen bitte via Mail (Teilnehmerzahl ist begrenzt): 
k5_pr@live.de 

K5
Kirchgasse 5
91217 Hersbruck

Hier geht`s zum Buch:
http://www.arsvivendi.com/programm?page=shop.product_details&flypage=flypage2.tpl&category_id=33&product_id=1497

Buch von Herbert Artelt: „Biologisch bauen, renovieren und wohnen“

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Es gibt sie noch, die glaubwürdigen Baubiologen. Der Architekt Herbert Artelt schrieb sein Buch "Biologisch bauen, renovieren und wohnen" und in diesem Zusammenhang eine Mail an uns, in der er seinem für uns durchaus nachvollziehbaren Kummer Ausdruck verlieh:

" … Seitdem stelle ich fest, dass zwar „Nachhaltigkeit“ und „ökologisch“ in aller Munde ist, diese Begriffe jedoch von den herkömmlichen Wirtschaftsbetrieben für ihre Produkte besetzt werden. Dem Verbraucher werden Waren als ökologisch angeboten, die davon weit entfernt sind. Die Attribute dienen der Industrie ausschließlich dazu, deren wirtschaftlichen Erfolg zu optimieren. Auf der Strecke bleiben leider die Hersteller und Händler von „wahren“ ökologischen Produkten. Von der Existenz dieser Betriebe und deren Produkte ist im täglichen Leben so gut wie nichts zu spüren. Es werden ausschließlich Verbraucher darauf aufmerksam, die kritisch genug sind, sich aus eigenem Antrieb für das Thema zu interessieren und sich auf die Suche von besseren Alternativen machen.
Um die „richtigen“ ökologischen Produkte bekannter und auf die Unzulänglichkeiten herkömmlicher Waren aufmerksam zu machen, habe ich zu diesem Thema das oben genannte Buch geschrieben. Ich hoffe, mit diesem Buch einen Beitrag dazu zu liefern, biologisch Bauen aus seiner Nische zu holen, die Begriffe „ökologisch“ und „nachhaltig“ verständlicher zu machen und dass viele Verbraucher herkömmlichen Produkten kritischer gegenüber stehen."

DSC01826Auch wir Möbelmacher hofften vor 26 Jahren, dass die Menschheit erkennen muss, dass die Spanplatte voller Formaldehyd als Irrweg erkannt wird, dass die Zunahme der Allergien die Menschen für ihr Wohnumfeld sensibilisieren würde und dass wissenschaftliche Schadstoffmessungen in Wohnräumen zu einer Orientierung hin zu Massivholz, Naturharzoberflächen und dem vernünftigen Umgang mit Farben, Teppichen und Stoffen führen könnte. Auch wenn eine Zunahme der wohnbewussten Menschen zu verzeichnen ist, den erhofften Durchbruch hat es nie gegeben. Allergie- und krankheitsgeplagten Menschen wissen worum es geht, viele andere halten unsere Favorisierung natürlicher Materialien für – sehr positiv ausgedrückt – erstaunlich.

Das Ergebnis unserer Kundenbefragung

DSC01822Das Ergebnis unserer jährlichen Kundenbefragung durch den Fragebogen im Jahrbuch: An die erste Stelle bei den Kaufgründen hat sich die Regionalität geschoben, dann kommt die Langlebigkeit und dann erst die Ökologie. Viele unserer Kunden akzeptieren unsere ökologische Haltung, aber kaufen die Küche, das Wohn- oder Schlafzimmer eher, weil sie erkannt haben, dass unsere Beratung und Einzelanfertigung die besten Wohnergebnisse liefert. Und wenns noch dazu gesund ist, macht das ja auch nix. 

Das Lesen von Herberts Buch brachte mich mal wieder zum Nachdenken über diese Zusammenhänge, denn er ist noch von unserer alten Schule und beschreibt die wahre baubiologische Lehre, die wir im Beratungsgespräch nur noch dann aktiv einbringen, wenn wir merken, dass wir auf offene Ohren stoßen. Das Bekehrende haben wir dabei schon lange abgelegt.

Nachvollziehbare Materialvorlieben und Warnung vor Massivholzmoglern

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Dabei beschreibt der Architekt das Bauen und Wohnen und sogar das Arbeiten meist genau nach den Kriterien, die wir auch bei unseren Gebäuden und denen des Initiativkreises Holz aus der Frankenalb anweden. Die kleinen Unterschiede in den Materialvorlieben haben sich bei uns über die Verbundenheit zum Holz aus der Region und die Freude am Kochen mit Induktion ergeben (was wir hier argumentieren), aber im Großen und Ganzen kann man von vergleichbaren Erfahrungen beim Einrichten und Hausbauen ausgehen. Auch er steht als einer der wenigen den OSB-Grobspanplatten eher skeptisch gegenüber.

Sogar die Mogeleien der Möbelhäuser – sie glauben ja nicht, bei wie vielen unserer Kunden wir vermeintliche Massivholzmöbel als Spanplatten enttarnen – thematisiert Artelt, denn was unter den Begriffen "Echtholz" vermarktet wird, ist stets vor der Betrugsgrenze, in dem von ihm  beschriebenen Betten-Fall sogar drüber.

Aus alle diesen Gründen wollen wir dieses Buch ausdrücklich allen Baufrauen und -herren, aber auch allgemein interessierten Menschen an Herz und – noch besser – auf den Bauch legen und bitte unterstützen Sie mit ihrem Kauf Ihre Buchhandlung vor Ort. 

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Alle Buchbesprechungen im Nachhaltigkeitsblog.

Die Din-Norm der Massivholzmöbel