Die gute Form 2009 – Alexander Setschödi von den Möbelmachern bekommt den zweiten Platz

Alle Fotos bei Ipernity

Nach meinem Geschmack war das seit 19 Jahren die gelungenste Freisprechung, die ich erlebt habe. Alle Redner hatten eine ehrliche Botschaft, der Rahmen in der Sparkasse war angemessen festlich aber nicht überzogen und alles hatte einen vernünftigen Zeitrahmen.


MDB Marlene Mortler

GuteForm09Freisprechung_0114 Die Festrede von unserer Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler ging gekonnt auf die Forderungen unseres Obermeisters Heinz Oppel nach weniger Vorschriften ein, ohne zu verleugnen, dass die Einflussmöglichkeiten einer einzelnen Abgeordneten, die selbst Unternehmerin ist, nur begrenzt sind.

GuteForm09Freisprechung_0019 Der Laudator der guten Form, Prof. Ingo Klöcker hat im letzten Jahr Kritik am Umgang mit den Gesellen einstecken müssen, obwohl er vielleicht ein wenig im Ton, aber nicht in der Botschaft "über die Strenge schlug". Dieses Jahr hat er bewiesen: Wenn man die Nachricht  der "angemessenen Kleidung" richtig rüberbringt, kann man sogar eingefahrene Rituale, mit denen wir uns fälschlicherweise schon abgefunden haben, auch ändern.

Die Schreinerinnung Nürnberger Land ist ihm für den Erfolg seines aufklärenden Schreibens an die Gesellen dankbar, denn wer sich mit der guten Form beschäftigt, sollte auch auf die passende Kleidung achten. Aus Zeitgründen hat er es vermutlich nicht selbst formuliert, aber er war richtig zufrieden über den Sinnes- bzw. Darstellungswandel der Gesellen, die der von uns angestrebten "würdigen Form" des Rituals der Freisprechung nicht widersprach. Seine Preisvergabe war kompetent, sympathisch und humorvoll.

GuteForm09Freisprechung_0086So sehr ich den Redakteur der Hersbrucker Zeitung, Jürgen Ruppert, für seinen unermüdlichen Einsatz für das perfekte Foto schätze – und oft auch verteidige -  so sehr enttäuschte mich seine Bildgestaltung an diesem Abend (na gut, man weiß ja noch nicht, was gedruckt wird). Wenn sich seine Philosophie des guten Fotos nicht mit der Entscheidung der Jury für das beste Gesellenstück deckt ist das natürlich sehr schade, der Öffentlichkeit aber im Rahmen der guten Form Gesellenstücke zu präsentieren, die derselben nicht entsprechen – aus welchen Gründen auch immer – ist eine Entscheidung die jeder objektiven Berichterstattung widerspricht. Das ist, wie wenn er bei der Sportreportage die Medallienträgerinnen ignorieren würde, weil die als letzte eindümpelnde Schwimmerin die schönste Figur hat. Vielleicht ist ja das Presserecht auf seiner Seite, aber für mein Gefühl entspricht  seine Bildwahl, über die wir bereits im Vorfeld heftig diskutiert haben, in keinster Weise seiner journalistischen Aufgabe der Berichterstattung über die Entscheidung einer hochkompetenten Jury. Oder spielte er Robin Hood, der die vermeintlich geächteten verteidigen will?

Nachtrag: Tut mir leid, wenn sich Jahrgangsbester Sven Horn, von der Schreinerei Albatros (der den "falschen" Schreibtisch gebaut hat) von diesem Vergleich unfair behandelt fühlt. Mir ging es an keiner Stelle um die Herabwürdigung seiner herausragenden Leistung (die ich mit "schönster Figur" meinte beschrieben zu haben). Ich wollte mit dem Vergleich vielmehr die Missachtung der Arbeit der 5 Juroren kritisieren, die sich für unsere Innung die Zeit nehmen, lange und ausgiebig übder die Gesellenstücke zu diskutieren. Diese Aufwand ist nicht ohne und ein Zeitungsredakteur, der sich einfach raussucht, was ihm besser gefällt der eigenltiche Grund  meiner Kritik.)

 Hinzu kommt, dass die Trennung in Hersbrucker und Laufer Gesellen
falsch ist, denn es geht um die Innung Nürnberger Land und alle
Betriebe haben Kunden in beiden Städten. Für nächste Veranstaltungen würde ich das gerne im Vorfeld absprechen, denn es gab im letzten Jahrzehnt immer wieder mal Unmut über
diskussionswürdige Berichterstattung oder Bilderwahl, die zum Beispiel den
Namen der Ausbildungsbetriebe verschwieg, obwohl sie die Basis des
ganzen Abends sind. Vielleicht liege ich ja falsch mit meiner Meinung. Ich bin ein großer Fan der subjektiven Berichterstattung eines Redakteurs, aber die Auswahl von Text und Bild sollte nicht völlig losgelöst von dem Thema der Veranstaltung sein und das war bei uns nun mal die "gute Form" und die Freisprechung.

Die Jury

Apropos Jury: Unsere Innung hat das große Glück die wirklich schwierige Aufgabe der Bewertung der guten Form an eine Traumkombination aus unterschiedlichen Kompetenzen übertragen zu dürfen.

Paul Ban ist Innenarchitekt und schon seit über 20 Jahren in der Jury

Angelika Eisenbrand-Leykauf ist Designerin aus dem grafischen Bereich, in der Hersbrucker Kunstszene engagiert und betreibt eine eigene Werbeagentur.

Herr Grimm ist Hersbrucker Stadtbaumeister.

Herr Wagner ist Schreinermeister und Fachlehrer an der Berufsschule in Lauf.

Prof. Ingo Klöcker ist Professor an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule.

Die PreisträgerGuteForm09Freisprechung_0202

GuteForm09Freisprechung_0192 Sie haben zum ersten Mal völlig einstimmig den ersten Platz ausgewählt, ein super Schreibtisch aus Ahorn (Martin Bayer, Schreinerei Pickelmann) , den zweiten bekam unser Lehrling Alexander Setschödi für seinen Containerturm, der seine Aufgabe als Laptoparbeitsplatz geschickt versteckte, den dritten bekam eine gekonnt schlichte Vitrine (von Tommy Loos, Schreinerei Wölfel). Belobigungen bekamen Timo Jaekel und Marco Schuber, beide von der Schreinerei Prager.

Ich oute mich nur sehr ungern als konservativ, aber was andere Innungen angeblich im Sinne der jungen Menschen in Discotheken oder Bistros veranstalten, ist mir fremd. Es geht darum die jungen Leute ins Leben der Erwachsenen einzuführen und nicht umgekehrt, die Jury in die Disco zu bringen (würde Prof. Klöcker wohl auch protestieren). Ich hoffe, dass unsere Lehrlinge den Abend als etwas "Besonderes" in Erinnerung behalten, die Redner haben sich auf jeden Fall darum bemüht,  und ich danke der Sparkasse für den Rahmen, der Öffentlichkeit und Feierlichkeit so perfekt verbindet. 

++++++

Alle Fotos bei Ipernity

Der Skandal im letzten Jahr mit der Schreinerinnung Bayreuth

Diskriminierender Protektionismus der Schreinerinnung in Bayreuth

Die grünste Kreditkarte ist schwarz – Pressemeldung von Utopia

Habe gleich unseren Bloggerfreund Johannes Korten von der GLS Bank befragt und der findet die Idee klasse. Könnte ich mir glatt auch vorstellen, auch wenn ich fast nie eine brauch, aber sie kommt sicher cooler als die blöde goldene schnelle amerikanische…

Pressemeldung 

Die grünste Kreditkarte ist schwarz!

München, 30.
Juli 2009. Viele haben durch die weltweite Finanzkrise das Vertrauen in Banken
verloren. Nun bietet Utopia.de, die führende Internetplattform für strategischen
Konsum, zusammen mit der GLS-Bank eine echte Alternative: die schwarze
Utopia-Kreditkarte, die tief in ihrem Herzen “grün“ pocht. Denn 30 Prozent der
Kreditkartenerträge erhält die Aktion “Plant for the Planet“. Und die pflanzt
weltweit Bäume für ein besseres Klima.
 
Doch damit nicht genug: Die Utopia-Kreditkarte kann ohne
einen Konto- oder Bankwechsel in wenigen Sekunden online beantragt werden.
Außerdem ist sie nicht nur Zahlungsmittel, sondern gleichsam ein Bekenntnis zum
strategischen Konsum. Wer damit einkauft sagt indirekt: „Ich kaufe nicht auf
Kosten des Klimas oder auf Kosten von anderen ein. Ich konsumiere strategisch,
indem ich darauf achte, wie etwas hergestellt wird!“ Da die Utopia-Kreditkarte
edel und stilvoll aufgemacht ist, hat sie das Potential, ein grünes Statussymbol
zu werden. Und je mehr Käufer den schicken schwarzen Geldersatz öffentlich
einsetzen, desto mehr Menschen erfahren von der Idee des strategischen Konsums.

Grünes Doppelpack: Kreditkarte plus Konto

Wer noch mehr tun
möchte, um seinen eigenen CO2-Fußabdruck zu verringern, der kann sich außerdem
das grüne Utopia-Konto bei der GLS-Bank zulegen. Denn die GLS ist die erste
sozial-ökologische Bank in Deutschland und investiert ausschließlich in
Unternehmen sowie Projekte, die unter ökologischen, sozialen und ökonomischen
Gesichtspunkten zukunftsweisend sind.
 
Die Fakten zur
Utopia-Kreditkarte:

– erhältlich und bestellbar ab sofort online auf
www.utopia.de/kreditkarte

– nach einer Bonitätsprüfung kommt die Karte
innerhalb von circa sieben bis 14 Werktagen per Post

– es ist kein
Bankwechsel dafür notwendig

– bestehende Kreditkarten können formlos
gekündigt werden. Oder die Utopia-Kreditkarte wird zunächst
Zweitkarte.

Hintergrundinformationen:

www.utopia.de
Utopia ist
die Internet-Plattform für strategischen Konsum mit mehr als 46.000
registrierten Community-Mitgliedern und monatlich über einer Million Page
Impressions. Hier treffen sich Menschen, die ihre Kaufentscheidungen (auch)
danach treffen, ob sie zu einer besseren Welt beitragen. Utopia bietet ihnen
Orientierung sowie Inspiration und macht es ihnen leicht, ihr Leben nachhaltiger
zu gestalten.

Über die GLS Bank
Die 1974 gegründete GLS Bank
finanziert nach konsequenten Kriterien ausschließlich soziale, ökologische und
kulturelle Unternehmen und Initiativen mit konkretem realwirtschaftlichen Bezug.
Vom Girokonto über sozial-ökologische Geldanlagen bis hin zu Finanzierungen und
Vermögensmanagement bietet die GLS Bank alle Angebote einer modernen Bank.
Transparenz gehört zum Konzept: In der Kundenzeitschrift "Bankspiegel" werden
alle Kredite veröffentlicht. Zusätzlich legt die Bank ihre Eigenanlagen offen.
Neben ihrem Hauptsitz in Bochum ist die Bank mit Filialen in Berlin, Frankfurt,
Freiburg, Hamburg, München und Stuttgart vertreten.
Gegen den Trend und
mitten in der Wirtschafts- und Bankenkrise, hat die GLS Bank alleine in den
vergangenen 12 Monaten einen Sprung von rund 35% in ihrem Bilanzwachstum
hingelegt und hat nun Geschäftsvolumen von über 1,3 Mia. Euro. Damit ist sie die
am stärksten wachsende Bank in Deutschland.

Welches Projekt wird
gefördert?
Kinder haben “Plant for the Planet” ins Leben gerufen und möchten
in nur zwei Jahren eine Milliarde Bäume weltweit pflanzen. Dabei ist für die
kleinen Aktivisten jeder Baum ein Symbol für Klimagerechtigkeit. Weltweit haben
sich diese Kinder miteinander vernetzt und nehmen ihre Zukunft selbst in die
Hände. So viel Tatendrang von unserem Nachwuchs muss einfach belohnt und
gefördert werden, deshalb liegt Utopia dieses Projekt von Kindern ganz besonders
am Herzen. Mit jeder Utopia-Kreditkarte wird “Plant for the Planet” unterstützt.
www.plant-for-the-planet.org

Pressekontakt Utopia
Anna
Neubauer
Tel.:    0 89 / 2 60 24 14 0
E-Mail:
presse@utopia.de

Pressekontakt GLS-Bank
Christof Lützel –
Pressesprecher
Tel.:     02 34 / 57 97 178
E-Mail:
christof.luetzel@gls.de

Mit Nicole Wirl zu den Hutangern im unteren Hammerbachtal

von Alice Niklaus

Dipl. Geographin Nicole Wirl vom Naturschutzzentrum Wengleinpark führte uns am vergangenen Sonntag knappe vier Stunden durch das Land der Eichenanger von Henfenfeld über Krönhof nach Engelthal und zurück zum Ausgangspunkt. Es war ein sehr interessanter Nachmittag, die Anger empfingen uns unter weitausladenden Ästen, unsere junge Naturkennerin bereicherte uns in fassbaren Dosen ihres kompetenten Wissens und liess uns an ihrer Freude über das Land ihrer Kindheit teilhaben.

P1070810

Treffpunkt war der Grüne Punkt in Henfenfeld.

P1070812
Beim Gänsanger ausgangs Henfenfeld in Richtung Engelthal. Heute befindet sich hier ein vielbesuchter Kinderspielplatz.

P1070814

Kulturhistorische Erkärungen zu Henfenfeld und Umgebung.

P1070815 Eingang zu einem der schönsten Eichenanger der Hersbrucker Alb, dem Fennatanger.

P1070817 Durch die Wiesen Richtung Peuerling. Links an der Strasse nach Engelthal steht dieser Kreuzstein mit dem erhaben eingearbeiteten Malteserkreuz. Unten rechts eine Pflugschar, links ein Pflug-Sech.

P1070820 Der Mühlschlaganger im Höllgraben. Der Anger zieht sich weit nach Südosten zum Hammerbach hin.

P1070823a Rückweg durch Engelthal und rechts des Hammerbachs zum Schloss Henfenfeld und dem Grünen Zentrum.

Klick in die Fotos!

BIO Erleben 2009 in den Kochshows der Möbelmacher am Nürnberger Hauptmarkt

BIOerleben09_0008

Es war kein Fehler auf die Politikpromis der letzten BIOerleben zu verzichten. So schön es war und so viel gute Presse es auch gebracht hat, es hat meinen Köchen doch ein wenig die Schau gestohlen und die sind es, die sich richtig Arbeit machen und Zeit nehmen. Meine Aufgabe des Moderierens und Mithelfens ist bei den Profiköchen wie Hans Kraus aus Weierblasch, Norbert Wittmann aus Neumarkt und Diana Burkel vom Würzhaus durchaus spannend, bei unseren Nischenspezialisten sogar eine richtige Herausforderung. 

Aber der Reihe nach:

Freitag

BIOerleben09_0030 Hans Kraus aus Weierblasch begeisterte die Gäste nicht nur durch seine nette Tochter, sondern vor allem mit seiner BIO-Kompetenz, die sich nicht auf seine Fische beschränkte. Die drei Gänge hätt's aus Sicht vom Service nicht unbedingt gebraucht, aber den Testessern hat Saiblingsushi und der Saibling im Kartoffelmantel hervorragend geschmeckt, auch der Beerennachtisch war klasse. BIOerleben09_0034 Hat die Eismaschine grade so noch hingekriegt. Weierblasch ist sicher eine Reise wert.

BIOerleben09_0092 Gisela Kadegge hat die erste Kochshow der roten Beete gewidmet, am nächsten Tag hat sie dann weniger gekocht und die Zeit für Fachinformationen über Rosen verwendet. Beide Shows haben die Zuhörer interessiert verfolgt und alle Teller aufgegessen.

BIOerleben09_0193 Norbert Wittmann aus Neumarkt hatte seinen vollcoolen Sohn und die eigene Presse dabei und super Geschichten von seiner Weißwurstakademie und der Zusammenarbeit mit der Lammsbräu. Neumarkt ist einfach Vorreiter in vielen Themen der Nachhaltigkeit und Norbert zählt dazu.

BIOerleben09_0207 Richard Wolny Olivenölverkostung ist für alle Teilnehmer immer ein Erlebnis, denn sie lernen in so kurzer Zeit so viel über Olivenöl. Ein wichtiger Beitrag bei allen Öko-Veranstaltungen.

BIOerleben09_0395 Genauso spannend sind die Weinproben mit Manfred Rothe. Eine normale Sprache, Weine, die hauptsächlich zum Trinken gedacht sind und eine Firmenphilosophie, die mitzuerleben Freude macht.

BIOerleben09_0420 Der Übergang von der Weinprobe zur schnellen Küche war auch sprachlich interessant, denn Conni heißt mit Nachnamen Rausch und startete der Vortrag beim Befestigen des Funkteils mit nettem Gekicher, das leider schon über die Lautsprecher übertragen wurde. Beide gingen wir dann mit etwas roten Köpfen auf die Bühne. Habe selbst einiges über den Einsatz von Nussmus der Firma Eisblümerl gelernt. Sie kreierte auch den schönsten Schlusssatz aller Kochshows: "Na, wie schnell war ich?"


Samstag

BIOerleben09_0476 Dr. Dodo Liade ist nicht nur promovierter Politologe (der lustigerweise an der gleichen Uni wie ich in München studiert hat), sondern auch ein echter Showman. Mit afrikanischem Temperament führte er in die Voodooküche ein und brachte die Leute sogar über den Regen hinweg. Vielleicht der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit, denn sein Vortrag war wirklich klasse, wir sollten vielleicht mal was zusammen mit unserem EineweltVerein Cocoyoc machen.

BIOerleben09_0525 Nach der schnellen Küche mit Conny, die schon deutlich weniger nervös war, setzte sich Diana Burkel, Würzhaus vorbildlich für Bio und die feine Küche ein. Selbst Fenchelverachter haben brav aufgegessen, ihre Poularde mit der scharfen italienischen Wurst (wie heißt jetzt die wieder?), war göttlich.

BIOerleben09_0587 Hans Peter Eberhard vom Grünen Baum in Kühnhofen zeigte das richtige auf der BIOerleben: ganz einfache Bio-Gemüsebaggers, mit Tomatensugo und Pfifferlingen. Und das absolut live von der rohen Kartoffel bis zum fertigen Gericht. Die Arbeit übernahmen die vier Miniköche aus der Hersbrucker Cittaslow. Eine absolut gelungene Darstellung der gesunden und schnellen Ernährung verbunden mit dem pädagogischen Ansatz der Miniköche. Das Publikum war richtig begeistert.

BIOerleben09_0324 Olga Häring & Jürgen Seiwert,  beeindruckten die Zuhörer mit kulinarischen Regeln der 5-Elementküche, die sie noch gehört haben. Eine ganz andere Welt des Kochens, bei dem es auch auf die Reihenfolge der Zutaten ankommt. Das Rührei aus Tofu (ohne Ei) war dem Namensgeben nicht nur optisch sehr ähnlich, es schmeckte auch sehr gut. Schön, wenn man auf der BIOerleben auch mal Sachen mitbekommt, von denen man keinen blassen Schimmer hatte. 

BIOerleben09_0378 Den Abschluss machte Gisela Kadegge mit einem Rosenspecial, bei dem sie endlich die am Tag vorher verdrängten Fachinfos über Rosen unterbringen konnte. Habe heute ihre Adresse schon weitergegeben, weil einer meiner Kunden unbedingt viele Duftrosen in Bioqualität braucht.


Der besondere Dank geht an:

Hubert Rottner und die Stadt Nürnberg fürs Machen.

N-Ergie für den tollen Truck und die Hilfe durch das nette Team.

Jan und Cora für die perfekte Technik und Betreuung.

BIOerleben09_0106 Fotos und Videos und Hilfe in allen Lebenslagen:  Farmblogger Micha Wenzl.

Den absolut perfekten Service für die Gäste und das gleichzeitige Fotografieren an Max und Helmut.

Die Menschen im Spülzelt, ohne die Kochshows in diesem Rhythmus nicht möglich wären

Jürgen Baron, für das schnelle Weinholen.

Die Spitzenköche für die professionelle Abwicklung.

Die Nischenspezialisten für den großen Einsatz für die gute Sache.

Das Umweltministerium, das 50% der Finanzierung übernimmt

Den Erfinder des Induktionswoks bei Miele, ohne den ich bei einigen Shows richtig Probleme gekriegt hätte.

Diana Burkel, dafür, dass sie mich zwingt zu begreifen, dass Genialität nicht durch Tatoos, Piercing und ungewohnte Frisuren ausgeschlossen wird.

BIOerleben09_0007 Uwe Neukamm, der bei seinen Interviews in jedem Satz Inhalt transportiert.

BIOerleben09_0140 Frank Braun von Bluepingu, dessen Engagement die Nürnberger Szene bereichert.

Die Kameraführerfamilie Pieper, ohne die das Ganze auf der Bühne nicht einsehbar gewesen wäre

Bernhard Schwenzl von der Lammsbräu, der vor den schwierigsten Kochshows die beruhigende Wirkung des Bio-Hopfens einbrachte.

++++++++++

Alles in Allem eine wichtige Veranstaltung, die BIO wirklich weiterbringt.

Die Fotos BIO erleben 2009 in Nürnberg bei Ipernity

Oder direkt in die Diashow.

Fast alle Rezepte von BIOerleben seit 2007.

BIO erleben Links

Auf der Möbelmacher homepage:

BIOerleben Sonderseite

Zu den Rezepten der BIO erleben

Interessante Artikel über die BIO erleben im Nachhaltigkeitsblog

Der Schlussbericht über die BIO erleben 08

BIO erleben Nürnberg 08: Es gibt kein Duell, Rezepte und Toleranz

BIO erleben Nürnberg: Das kochen wir

Die Rezeptdatenbank

Bioerlebnistage: Insiderinfos vom letzten Jahr
Wundervoller Start: Bioerlebnistage 07

Pressemeldung der Bioerlebnsitage 07

Externe Links

Alle Fotos bei Picasa

Die offizielle Homepage der BIO erleben in Nürnberg

Der Hirtenberganger unter dem Gipfelkreuz

von Alice Niklaus

Gipfelkreuze stehen meist auf unerreichbaren Höhen im Gebirge. In der Hersbrucker Alb befindet sich eines auf erreichbaren 563 m üM und zwar auf dem Hirtenberg in Hartenstein.

P1070768a Da schlägt mein Schweizerherz wieder einmal schneller. Ich freue mich, den Hang hinaufzusteigen, rundum zu schauen und die schöne Juralandschaft aufzuschlüsseln.

P1070757a Um dem Anger möglichst nahe zu kommen wählen wir den direkten Pfad an der östlichen Begrenzung am Waldrand entlang. Unterwegs entdecken wir umrahmt von einem gekrümmten Baumstamm das Kreuz. Dort hinauf wollen wir auch.

P1070767a Der Blick vom Hirtenberg auf den gleichnamigen Anger bleibt wieder am gekrümmten Baum hängen.  Die Wiese sieht einer Bergwiese gleich.

P1070761a Das Ziel ist erreicht, die Bedriedigung ist gross, das Wetter hält, die Sonne brennt, die Schmetterlinge taumeln, die Blumen geben sich bescheiden und sind zahlreich und die Aussicht erweitert auch den seelischen Horizont. Danke!

Infos: Die Gemeinde Hartenstein besteht aus folgenden 16 Ortsteilen: Engenthal, Enzendorf, Geisberg, Griesmühle, Grossmeinfeld, Grünreuth, Güntersthal, Hartenstein, Häuslfeld, Harnbachmühle, Höflas, Kleinmeinfeld, Loch, Lungsdorf, Neuensorg und Rupprechtstegen. Um diese alle zu finden brauchte ich vier topografische Karten 1 : 25000, nämlich Auerbach, Betzenstein, Hersbruck und Pommelsbrunn. So ganz einfach wird die Verwaltung für den Bürgermeister nicht sein!

P1070762a Hier gehts zur Hutanger-Map!

Klick in die Fotos!

Der Kühanger Velden am Schiessmauerhang

von Alice Niklaus

P1070739 An einem Sonntagvormittag waren wir in Velden auf der Suche nach dem Hutanger. Es war nicht leicht, die Wiese anhand der Karte zu finden, später gab uns dann auch das Gelände Rätsel auf. Von der Bergstrasse aus machen wir uns vorerst ein Bild von der möglichen Lage des Angers, der von Rainer Wölfel auf der Google-Map gepunktet wurde. Wir stehen auf der Anhöhe links der Pegnitz und schauen auf die Häuser gegenüber rechts der Pegnitz. Dazwischen fliesst der Fluss, fährt die Bahn, stehen Felsen und es ist ganz einfach knallsteil. Also weidende Kühe können wir uns hier nicht vorstellen. Auf der Bergstrasse treffen wir einen freundlichen Menschen an, den wir in unsere Suche miteinbeziehen. Solche Gespräche sind immer eine willkommene Bereicherung im Hutangerland. Ja, dies ist der Schiessmauerhang. Nein, von einem Hutanger weiss er nichts. Hingegen war das in der Vergangenheit auch der Skihang, damals, als es noch mehr Schnee gab, hier hat er skifahren gelernt.

P1070747 Dann vertrauten wir uns dem Panoramaweg an. Er führte uns vorbei an Felsen und durch den Anger, der früher im Sommer für die Kühe und im Winter für die Jugend ein Tummelplatz war. Das Rumpeln der Eisenbahn holte uns bald wieder in die Gegenwart zurück.

P1070751 Viele Äste verdecken die Panoramaaussicht, es war trotzdem ein Vergnügen, zum Schiessmauerweg abzusteigen und zur Pegnitz hellem Strande zu spazieren. Der Weg soll demnächst im Rahmen eines Naturparkprojekts instand gesetzt werden, so las ich in der Hersbrucker Zeitung.

P1070754a Nun zog es uns noch auf die andere Seite der Pegnitz zum Felsenweg, wo ich eine Lücke in der Häuserzeile fand, durch die ich den eben durchwanderten Schiessmauerhang gegenüber fotografieren konnte. Schön war dieser Sommermorgen in Velden!

Hier gehts zur Hutanger-Map!

Klick in die Fotos!

Strohwitwers Kochtipps zu Kalendervorbereitungszeiten

Unterkrumbach verlässt mann nur ungern, alleine schon gleich gar nicht. Statt des offiziellen Empfangs bei Peter Gross (Conny ist im kleinen Schwarzen dort!), musste ich die Vorarbeit am Jahrbuch 2010 vorziehen, denn die nächsten Tage sind mit BIOerleben voll, dann kommt die Freisprechungsfeier der Lehrlinge und dann ist das Strohwitwerdasein schon bald wieder rum (welches übrigens einen tieferen Blick auf die wahren Werte dieses bisschen Lebens ermöglicht).

KochenREHFladenbrotWEB Also Gefriertruhen auf und bei den Möbels noch einen uralten Hefeteig als Baguett entdeckt und bei den Danzers ein wenig Beute vom "Zerwirken" am Salon der Genüsse. Weil man nichts schmutzig machen will, (und die Showküche der Möbelmacher schon für die BIOerlebnistage ausgeräumt ist) wird nur der heimische Tepan Yaki zur Hälfte  angeworfen und Brotteig und Rehstückchen zwecks Reh-inkarnation im Dampfgarer bei 60 Grad in 15 Minuten aufgetaut.

Den Brotteig kann man ohne neues Kneten, Mehlstaub oder sonstige aufwändig zu reinigenden Aktionen einfach mit Spachtel und Palette am Tepan Yaki auf Olivenöl flachdrücken und ein Fladenbrot draus machen, oder sogar Brotsticks, wenn man's romatisch will, was alleine eher albern ist. Kurzgebratenes Reh und Fladenbrot sind auch für die Idee des "Bindünnerwennduheimkommstgedankens" hilfreich, auch die Flasche Rotwein ist vom Reinigungsaufwand überschaubar und gesünder als ein Schäufele, na ja, mag auf die Größe ankommen. Und weil alle Kochaktivitäten ziemlich überschaubar sind, kann man dazu auch noch arbeiten.

KochenREHFladenbrotTellerWEB Neben dem Pfeffer ist auf dem Reh nur das sündhaft teuere, liebevoll geschenkte grobe Meersalz aus der Provence, das wiederum mit der in gleiche Richtung verreisten Familie verbindet. Und wenn man diesen dämlichen Kochartikel nicht geschrieben hätte, wäre man mit dem neuen Kalender noch viel weiter gekommen.   

Serenade im Hersbrucker Schloßhof 2009

von Nina Brunner

CollegiumMusicumAnzeigeJuli09Das Collegium Musicum Hersbruck lädt unter der Leitung von Susanne Pflaumer, 

am Samstag, den 25. Juli 2009 um 20:00 Uhr

zur Serenade im Hersbrucker Schlosshof ein.

Zu hören sein werden:

– Antonín Dvořák – Ouverture Othello op.93
– Erich Wolfgang Korngold – Violinkonzert D-Dur op.35
– Alexander Borodin – Steppenskizze aus Mittelasien
– Aram Khatschaturian – "Maskerade" Suite für Orchester

Solist: Christoph Geibel, Dresden

Die Karten gibt es im Vorverkauf bei der Touristinformation
Hersbruck und kosten 12,00 € für Erwachsene und 7,00 € für Schüler bzw.
an der Abendkasse für 14,00 € und 9,00 €.
-Kinder bis 10 Jahre haben
freien Eintritt-

Das Konzert findet bei ungünstiger Witterung in der Hersbrucker Stadtkirche statt.

Schäufele König Hersbruck: mit dem Artikel von Walter Grzesiek fing alles an

Die Reihenfolge ist eigentlich falsch rum, aber das kann man sich halt nicht aussuchen. Der beste und ausführlichste Artikel über den Schäufele-König stand in der Hersbrucker Zeitung, jetzt im Nachhaltigkeitsblog zu lesen.

Hier war der erste Artikel zum Schäufele König

und hier der Artikel über den Besuch von "Quer" vom Bayerischen Fernsehen.

HERSBRUCK (gz) – Stürzt
der Schäufeleskönig vom Thron, bevor er ihn bestiegen hat? Die Idee der
Bürgermeister Plattmeier und Schmidt, mit der gebratenen Schweineschulter für
die Gesundheitsregion zu werben, stößt bei Medizinern wie Dr. Wolze und Prof.
Amon auf Entsetzen. Schmidt hält dagegen, er wolle „die heimatliche Tradition
nicht dem neuen Glauben opfern.“

Woher die Blutdruck steigende
Aufregung? Beim letzten Treffen der LAG Gesundheitsregion hatten die
Bürgermeister von Hersbruck und Reichenschwand ganz im Ernst zur besseren
Vermarktung der Region den „Schäufeleskönig“ aus der Hersbrucker Schweiz
vorgeschlagen. Denn Bratwurst- oder Bierkönige, Spargel- oder Erdbeerköniginnen
gibt es schon zuhauf. Das Schäufele, das nur in Franken, Baden und der Schweiz
heimisch ist, hat noch keinen herrschaftlichen Repräsentanten. Weil schon im
Gremium der Kommunalpolitiker und Gesundheitsexperten Widerspruch kam,
versicherte Wolfgang Plattmeier, den Schäufeleskönig notfalls nur als Stadt
Hersbruck küren zu lassen. Sein Reichenschwander Kollege Bruno Schmidt will als
Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins Hersbrucker Land das Thema ebenfalls
weiter verfolgen.

Image gefährdet

Gegen diese
Idee machen nun drei engagierte Mitstreiter der Gesundheitsregion erbittert
Front: Der ärztliche Leiter der Psorisol-Hautklinik Prof. Dr. Ulrich Amon, der
Internist Dr. Otto Wolze und die Geschäftsführerin des Sanitätshauses Coframed,
Cornelia Wilhelm bitten in einem auch der <+kursiv>HZ
<+roman>zugesandten Brief die zwei Rathauschefs dringend, ihre
Königskrönung zu überdenken. Denn sie laufe „allen Bemühungen und dem Image der
Gesundheitsregion entgegen“, fürchten sie: „Wir weisen in aller Deutlichkeit
darauf hin, dass wir als Repräsentanten für Gesundheitsdienstleistungen der
Region Ihre Pläne nicht nur strikt ablehnen, sondern sie für weitere
überregionale und insbesondere auch touristische Aktivitäten der Stadt Hersbruck
für kontraproduktiv und schädlich halten!“

Jahrelang habe man versucht, Stadt
und Region überregional für den Bereich Gesundheit, Wellness, Prävention und
hochwertige Medizin bekannter zu machen. Dem liefe die neue Idee völlig zuwider.
Die Gesundheitsexperten: „Wir sollten doch bei allen Verantwortlichen das Wissen
voraussetzen können, dass — bei aller Verbundenheit zu bodenständiger Küche —
eine Vermarktung hochkalorischer Ernährung mit einem Schäufeleskönig als
Sinnbild dieser Denk-, Lebens- und Ernährungsweise nicht vereinbar ist mit einer
touristischen Ausrichtung einer Gesundheitsregion Hersbruck.“ Da nütze es auch
nichts, wenn nicht die Gesundheitsregion, sondern die Stadt Hersbruck oder der
Fremdenverkehrsverein das Schäufele vermarkte. Die Autoren zum Abschluss
mahnend: „Wenn Sie in der Zukunft noch authentisch hinter dem Leitgedanken der
Gesundheitsregion stehen, können Sie Ihre Pläne der Kür eines Schäufeleskönigs
nicht ernsthaft weiter verfolgen.“

Reichenschwands Bürgermeister Bruno
Schmidt, früher Chef des Hersbrucker Fremdenverkehrsamts, ist von der harschen
Kritik der Doktores einigermaßen überrascht. Gesundheitsregion dürfe doch nicht
bedeuten, heimische Tradition und Eigenheiten zu verleugnen, meint er. Er und
seine ehrenamtlichen Mitstreiter im Fremdenverkehrsverein täten mit der
Ausweisung von Rad- und Wanderwegen viel für die Gesundheit der Urlauber. Und
wer „Algen, Astronautennahrung oder Sushi vom Fließband der heimischen Küche
vorziehe, könne dies tun. Aber es sei keineswegs erwiesen, dass Schäufele-Genuss
in Maßen gesundheitsschädlich sei. Wozu habe man schließlich bei der EU für den
Erhalt kleiner Metzgereien und Schlachtschüssel-Wirtschaften gekämpft? Schmidt:
„Zur Gesundheitsregion gehört auch das seelische Wohlbefinden. Und Heimat auf’m
Teller liefert auch nicht nur light Produkte.“

Zustimmung der
Bevölkerung

Ähnlich argumentiert sein Hersbrucker Kollege
Wolfgang Plattmeier, der gleichwohl die in der AG Gesundheitsregion geäußerte
„Minderheitenmeinung“ respektiert und dort das Thema nicht weiter verfolgen
will. Dass auf Tourismusmessen der Schäufeleskönig dem Hersbrucker Image von
Wellness und Fitness in die Quere kommen könnte, sieht Plattmeier nicht. Er habe
viel Zustimmung aus der Bevölkerung erfahren und will die Idee der Königskrönung
auch mit Wirten und Hoteliers weiter verfolgen. Zu Cittaslow passe sie auch.
Schmidt betont, dass man als Repräsentanten der gebratenen Schweineschulter
nicht an langgediente Politiker denke, sondern eher an eine junge Familie oder
einen Jungmetzger.
Die „Freunde des fränkischen Schäufele“, die in Nürnberg
eine eigene Gastwirtschaft betreiben, sehen die Kalorienfrage übrigens ähnlich
wie die beiden Bürgermeister. „Fett, von wegen!“ erläutert etwa Schäufele-Köchin
und Hauswirtschaftsmeisterin Gerda Schirl. Denn das ungesunde Fett sitze allein
unter der Schwarte: „Und die muss ich ja nicht mitessen, oder?“
Die krosse
Schwarte wiederum sei pure Gelatine: „Und die esst ihr doch auch in die
Gummibärle.“ Nach der Lende das feinste Fleisch stecke an der Schaufel, sagt
Schirl. In ihrer Nürnberger Wirtschaft wird zudem Gesundheitsbewussten und
Bürohockern das „Bleistiftspitzer-Schäufele“ angeboten: eine Viertelportion vom
strittigen Genuss.