1 Jahr Hutangerblog!

von Alice Niklaus

Heute vor einem Jahr schrieb ich den ersten Eintrag in den Hutangerblog. Dies ist mir einen kurzen Rückblick Wert. Der Tag der Regionen fand am 30. September 2007 in Henfenfeld statt. Es war ein strahlender Tag, der für mich und Waldemar früh anfing. Und das war gut so. Denn ab Mittag war auf den Strassen und Plätzen fast kein Fortkommen mehr möglich. Trotzdem haben wir den besten Chip(zum essen)hersteller der Region gesichtet, der getreulich und ausdauernd gelbe und blaue Kartoffeln schnipselte und buck, um all die vielen hungrigen Münder ringsum stopfen zu können. Gegenüber lachte mich der Hutanger-Kalender 2008 an, den ich unbedingt haben musste. Das war dann der Einstieg zu "Alice im Hutanger-Wunderland". Ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Zum Eintrag "Blaue Kartoffeln beim Tag der Regionen"

Zur Homepage "Hutanger-Projekt"
 

b_free Kongressmesse: Nachhall


Frisbee auf der b_free

(Kongressmesse für barrierefreies Bauen, Wohnen und Leben für alle)

B_freefreitagtag_001_kopie_kopie
Die breiten Gänge auf der b_free waren nicht nur für die Rollstuhlfahrer sehr angenehm. Wenn keine Besucher da waren, taugten sie sogar zum Frisbee-Spielen. Lehre Gänge führten eher selten auch dazu, dass die netten Besucherbefragerinnen sich mangels "Opfer" gegenseitig befragten. B_freefreitagtag_069
Der Möbelmacherstand entwickelte sich ob seiner Jori Sessel und Stühle, dem Miele Kaffeeauftomaten und dem Franken-Seccokühlenden Liebherr-Minikühlschranks zum Kommunikationszentrum, wie Farmblogger Micha Wenzl schon erwähnte). B_freesamstag_03
Wie soll ich mit den Fotos von ebenso kompetenten, wie netten sektschlürfenden Schönheiten aus der Tourismusbranche und vom Bayerischen Hotel und Gaststättenverband erklären, dass so eine Messe wirklich harte Arbeit ist?

Harte Arbeit mit falscher Zeit

Ist es aber so, vor allem, wenn man auch noch täglich Vorträge halten muss. Da hatte ich diesmal kein glückliches Händchen:

1.Tag: Technik geht, aber nur drei Zuhörer.

2.Tag: ne Menge Zuhörer aber keine Technik, kein Problem, der Mittelfränkische Trendsetter hält seine Vorträge halt ohne Bauer-Boint.
B_freefreitagmicha2
3. Tag: dank Michael Wenzl alias Farmblogger (Danke für die Fotos!) geht die Technik, und viele Zuhörer gehen auch danach noch mit ins Hotelzimmer (das auf der Messe!).
B_freesamstag_04
4.Tag: . ich baue alles auf, Technik funktioniert, aber kein einziger Zuhörer. Warte noch ein paar Minuten und baue wieder alles ab. Es macht mir nichts aus, vor wenigen Mensche zu referieren, aber gar keine sind mir zu wenig. Eine viertel Stunde später signalisiert mir die Messeleitung am Stand, dass die Zuhörer auf meinen Vortrag warten würden. Hä? Des Rätsels Lösung: Die Hallenuhr, an der ich mich vier Tage lang (fehl-)orientiert habe (und wegen der ich viele Vor-Vortragende gedanklich wegen der Überziehung gerügt habe) geht um eine knappe Viertel Stunde vor.

Tough Girl will´s wissen

B_freefreitagtag_031
Eine junge Dame, die gerade ihre Ausbildung in einem Pflegeberuf macht, hat den Messestand im wahrsten Sinne begriffen, denn genau so war er gedacht: Sie hat sich in unseren Rollstuhl gesetzt und einfach alles ausprobiert. B_freefreitagtag_023
Was mich anfangs störte, die besten Rolli-Fotos ausgerechnet von einer gesunden Frau zu verwenden, hat sich im Moment zum Konzept gedreht. Je mehr gesunde Menschen wir dazu bewegen können sich in einen Rollstuhl zu setzen, desto schneller können wir Deutschlands barrierefreie Rückständigkeit zum Beispiel gegenüber Skandinavien aufholen. Engagierte Pflegerinnen sind dafür enorm hilfreich.

Die Zeitungen

Einen Artikel, auf den wir Aussteller richtig sauer reagierten, veröffentlichte die bei Insidern wenig beliebte Augsburger Allgemeine Zeitung. Darüber haben wir uns im letzten Artikel schon ausgelassen, die Kritik auf dem Forum der Zeitung blieb zumindest bis Montag unbeantwortet. Der Münchner Merkur dagegen recherchierte und berichtete sorgfältig.B_freemerkur

Messefazit

Die b_free muss sein! Planer, Gastronomen und auch allen anderen Menschen sollten sich nicht nur mit den Bedürfnissen von Rollstuhlfahrern und anderen Menschen mit Behinderungen beschäftigen, sondern vor allem erkennen, dass man innerhalb von Sekunden selbst im Rollstuhl sitzen könnte. Wir haben ganz viele gesunde Menschen gebeten, unser barrierefreies Hotelzimmer im Rollstuhl zu testen. Am Nachbarstand gab es sogar einen eigenen Test-Parcour über Kies und Türschwellen. Und wir haben versucht Gastronomen davon zu überzeugen, dass der Komfort eines barrierefreien Hotelzimmers aus Massivholz auch von gesunden Menschen gern gebucht werden wird. Die überschaubaren Mehrkosten werden sich durch die Stabilität und Pflegeleichtigkeit ganz schnell amortisiert haben.
B_freemittwoch67
Diese Messe muss das Wort „barrierefrei“ und "rollstuhlgerecht" endlich mit neuem Inhalt füllen: Komfort, Lebensqualität, Design ja sogar Luxus können viele auf der Messe gezeigten Produkte vermitteln. Auch wenn wir keine Aufträge für rollstuhlgerechte Hotel- oder Schlafzimmer mitgenommen haben werden wir versuchen unseren Teil dazu beizutragen, die Idee des normgerechten, trotzdem komfortablen, schicken, schönen und langlebigen Hotelzimmers für alle voranzutreiben.


Alle Fotos der b_free bei Picasa

++++++++++++++

Der Artikel über die Suche nach Verbesserungsvorschlägen.

Das barrierefreie Musterhotelzimmer auf der Homepage der Möbelmacher.

Die Sonderseite der Möbelmacher zur Barrierfreiheit.

Hotelzimmer einrichten


Die Vorteile von Möbeln aus Massivholz

Die Messe b-free

Mehr "Das barrierefreie Hotelzimmer für die b-free Messe" »

+++++++++++

Sven Heilmann von FSB hat mehrere Artikel zur b_free veröffentlicht.

Micha Wenzl im Farmblogger

Ein sehr wichtiges Blog für Barrierefreiheit, sogar preisgekrönt, ist Behindertenparkplatz von Christina Link, zu der ich hoffe noch Kontakt aufnehmen zu können, was leider über das Blog nicht möglich ist..

b_free Messe steckt unberechtigte Pressekritik locker weg

Für die Augsburger Allgemeine Zeitung titelte Thomas Faulhaber, der
sich zusammen mit dem Augsburger Vorsitzenden des Behindertenbeirats
Arno Erlei auf den bedauerlichen Holzweg machte: "Fachmesse mit
Fallstricken für Behinderte." Der Artikel geht am eigentlichen Thema
der Messe völlig vorbei und folgt einzig der Maxime, dass nur schlechte
Nachrichten gute Nachrichten sind.

Zeitungsartikelb_free

Veranstalter Afag hat ne Menge Geld
und sogar Engagement investiert, um die Messe auf  Beine zu stellen,
die auch durch Rollstühle zu ersetzen wären. Dass die 25 Jahre alte Halle deswegen
trotzdem nicht  zum barrierefreien Mekka mutiert,
war allen bewusst. Mit vielen Fachleuten wurde im Vorfeld noch alles
gestest und so gut, wie es eben vertretbar war auch umgesetzt, sogar ein
zwar improvisiertes aber komplett barrierefreies WC installiert.

Wir Aussteller, vor allem Antje aus Langeoog waren sauer: "Ich hab
hier die weiteste Anreise und will nicht, dass unsere Veranstaltung
grundlos so mies gemacht wird." Ich sehe es genauso, habe aber vor
wenigen Minuten das Glück gehabt, den als Verursacher vermuteten
Menschen, Arno Erlei, persönlich kennen zu lernen und mein Urteil
rechtzeitig vor dem Blogeintrag revidieren zu können. "Ich wusste ja
nicht, ob ich mich heute nochmal auf die Messe trauen konnte" sagte,
Erlei, worauf ich im Sinne vieler Veranstalter antwortete: "Und wir
wussten nicht, ob wir sie reinlassen sollten."

Aber es war ganz anders, als vermutet. Erlei lobte beim gemeinsamen
Rundgang mit dem Journalisten die Veranstaltung, hob deren Bedeutung
für Süddeutschland hervor und und zeigte als Fachmann natürlich auch
das Verbesserungspotential auf.  Daraus strickte der berufsblinde
Sensationsjournalist den völlig aus dem Gesamtzusammenhang gerissenen
Artikel mit der Unterüberschrift "Test. Die gestern eröffnete Schau für
barrierefreies Leben ist selbst nur unzureichend für ihre Zielgruppe
gerüstet."

So ein Schmarrn, alle die wollten kamen rein und konnten auf´s WC
gehen. Wenn  sich ein Schreiber ernsthaft über den Geräuschpegel einer
Messe beschwert, gleichzeitig die Offenheit der Stände lobt, fehlt ihm
wohl ein wenig der Überblick über die Ziele – und eben nicht die
Zielgruppe – dieser Messe.

B_freedonnerstag04
Ich habe heute mit mindesten 10 Rollstuhlfahrern unser Hotelzimmer
diskutieren können und jede Menge Verbesserungsvorschläge notiert. Hab
mit vielen Architekten und Planern gesprochen und auch bei meinem
Vortrag interessierte Zuhörer gehabt, auch wenn die Technik nicht
funktioniert hat. War sehr ärgerlich, aber der echte fränkische
Trendsetter hält seine Vorträge eh ohne Computer, wir aus dem
Frankenland brauchen kein Bauer-Boint.

Also bleibt noch eine gedankliche Entschuldigung für die üblen
Gedanken (und nur die!) an den Mann, der nicht Täter, sondern Opfer der
Presse wurde, dem wirklich ganz engagierten und netten Arno Erlei
(Foto am b_free_buffet)

Erleiweb
Der Dialogabend war eine nette Geste der
Messeleitung, man hätte bei diesen Besucherzahlen aber etwas
großzügiger mit den Eintrittskarten sein sollen. Nicht nur den jungen
Leuten bleibt eine Messe ganz anders im Gedächtnis, wenn man mit den
Standnachbarn auch mal einen schönen und kostenlosen Abend verbringen
kann und für die alten ist es viel schöner, wenn auch die Praktikanten/innen dabei sind. An unserem Tisch mit vielen flotten Fachfrauen aus der
Touristikszene haben wir ausgiebig die Unterschiede innerhalb
Deutschlands und auf Langeoog diskutiert, die bayerische Maß und das Kölsch und ich bin trotzdem bald heim, weil das blöde W-Lan sich mal wieder mit meinem Rechner nicht vertragen wollte und ich habe ja neben dem Bloggen auch noch ein paar ernsthafte Arbeiten zu erledigen … .

Und ganz zum Schluss das schönste Bild von gestern: Ministerin Stevens und unser engagierter Verbreiter des barrierefreien Gedankenguts: Herr Schieder vom VdK ist unser wichtigster Mann am Gemeinschaftsstand, der mit Engelsgeduld allen Besuchern, Standnachbarn und einfach jedem die Vorteile unseres rolltstuhtauglichen Hotelzimmers erklärt. Für dieses Engagement bedanke ich mich ganz herzlich, diese Messe lebt von Menschen, die die Bedeutung des Wortes "Ehrenamt" vorleben.

Christastevensschiederweb

Wer die journalistische Themaverfehlung wirklich, im vollen Ernst und freiwillig nachlesen will, findet sie hier.

++++++++++++++

 

Der Artikel über die Suche nach Verbesserungsvorschlägen.

Das barrierefreie Musterhotelzimmer auf der Homepage der Möbelmacher.

Die Sonderseite der Möbelmacher zur Barrierfreiheit.

Hotelzimmer einrichten


Die Vorteile von Möbeln aus Massivholz

Die Messe b-free

Mehr "Das barrierefreie Hotelzimmer für die b-free Messe" »

Täglich neue Einträge von der Messe finden Sie auch in der Blog-Pflege-Nachbarschaft.de.

Noch ein interessantes Blog aus Hamburg: Blog Barrierefrei

Der RSS-Feed speziell für die Einträge zum Thema "Barrierefrei"

+++++++++++++++++++++++++++++

Der Eintrag im Forum der Augsburger Allgemeinen Zeitung sieht übrigens so aus, mal sehen, ob er auch gedruckt wird:

Thema verfehlt

Wir Aussteller der b_free sind richtig sauer auf den Autor dieses
unberechtigten Schmähartikels, weil er dem Effekt zuliebe („nur
schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“) auf die eigentliche
Information über die b_free verzichtet hat. Die Tatsache, dass man eine
uralte Halle nicht einfach so in eine barrierefreies Mekka verwandeln
kann, hat mit der Zielrichtung der Veranstaltung praktisch gar nichts
zu tun. Gottseidank haben wir rechtzeitig erfahren, dass
Behindertenbeauftragter Arno Erlei nichts mit der Diffamierung dieser
für die Entwicklung der Barrierefreiheit in Deutschland wichtigen Messe
zu tun hat. Einige ergänzende Gedanken zu diesem Thema sind im
Nachhaltigkeitstblog unter der Kategorie "Barrierefrei" nachzulesen:
http://nachhaltigkeit.blogs.com/nachhaltig/2008/09/b_free-messe-st.html
herwig Danzer
Aussteller am Gemeinschaftsstand des VdKs, des Bayerischen Hotel und
Gaststättenverbandes und des Bayerischen Ministeriums für Arbeit und
Sozialordnung, Familie und Frauen, unterstützt von den Firmen saniku
und die-moebelmacher.de

b_free Augsburg: man trifft interessante Menschen

B_freemittwoch05Der Aufbau auf der b_free war sehr entspannt (die b_free Messe in Augsburg ist die erste Fachmesse für barrierefreies Bauen, Wohnen und Leben für alle). Mit dem (falschen) Auto direkt an den Stand gefahren, dessen Wände der Messeveranstalter Afag schon wunderbar aufgebaut hatte und dessen Möbel schon Mathias Deinhard mit dem neuen fitten Lehrling Matthias  am Montag montierte.B_freemittwoch09
Mit meinem Container aus der Titanküche, der rechts eine Klappe für das Notebook hat und links einen Miele Kaffeeautomaten kann man mich überall auf der Welt aussetzen.

Schilder aufhängen, Klamotten einräumen und Deko platzieren war in vier Stunden erledigt, danach begeisterte ein ausgesprochen freundlicher Empfang im von der Afag gebuchte Hotel Zeller in Königsbrunn. Zusammen mit dem perfekten Service und dem guten Essen tröstete dieser über das Raucherzimmer hinweg. Tags darauf bekam ich ein neues Zimmer inklusive perfekten Umzugs, hätte es vermutlich gar nicht gemerkt, wenn man mir kommentarlos den neuen Schlüssel in die Hand gedrückt hätte.B_freemittwoch64

B_freemittwoch13Tragischerweise zeigt das Erlebnis ausgerechnet, wie unwichtig die Zimmer in Relation zu den Menschen sind. Ist zwar kein Verkaufsargument für unsere Massivholzzimmer ob mit oder ohne Barrieren, andererseits könnte es sein, dass auch andere Hotels nette Menschen beschäftigen, aber eben nicht so schöne Zimmer haben. Muss also nicht ganz doof sein, seine Zimmer attraktiv und noch dazu barrierefrei einzurichten.B_freemittwoch77

Das beste an den Zimmern im Hotel Zeller sind neben der Größe vor allem die Bilder, von denen ich ja schon zwei gesehen habe (zum Vergößern draufklicken).B_freemittwoch12

Die Aufgeregtheit beim offiziellen Presserundgang mit der bayerischen Ministerin Christa Stevens (Familie und so) war wie immer unbegründet, mein Gott, macht doch nicht so ein Theater, die sind doch ganz normal diese Ministerinnen. Aber gut, eine Messe lebt nun mal nicht zuletzt vom Promifaktor der Besucher, darüber haben wir uns ja bei Frau Wöhrl und Pauli schon mal ausgelassen. Und deswegen darf auch hier das offizielle Pressefoto Stevens am Möbelmacher-Musterhotelzimmerstand nicht fehlen.Christastevensamstand02
 

Viel wichtiger waren mir die Gespräche mit Rollstuhlfahrern, die uns wieder einige Schritte weiterbrachten, weniger in der Möbelgestaltung (aber da auch) sondern vor allem in den Ideen fürs Hotelmanagement. B_freemittwoch69
Die Wünsche der Rollstuhlfahrer sind auf dieser Messe so einfach zu erfahren und ein netter Mensch war sogar so hilfsbereit, die verschiedenen Techniken zum ins Bett steigen vorzuführen. Jetzt wissen wir, wo die abmontierbare Griffstange hin muss. 

B_freemittwoch67
Wir haben viel gelernt aber das Lehren, das in Form von Vorträgen auch zu unserer Aufgabe zählt, auf drei interessierte Zuhörer gegen Messeende reduziert. Aber am Donnerstag werden schon die Massen die Notizbücher zücken um die neuen Hotelzimmer bei uns zu bestellen …

Aber jetzt erstmal noch ne Mütze Schlaf …

+++++++++++++++

Der Artikel über die Suche nach Verbesserungsvorschlägen.

Das barrierefreie Musterhotelzimmer auf der Homepage der Möbelmacher.

Die Sonderseite der Möbelmacher zur Barrierfreiheit.

Hotelzimmer einrichten


Die Vorteile von Möbeln aus Massivholz

Die Messe b-free

Mehr "Das barrierefreie Hotelzimmer für die b-free Messe" »

Täglich neue Einträge von der Messe finden Sie auch in der Blog-Pflege-Nachbarschaft.de.

Noch ein interessantes Blog aus Hamburg: Blog Barrierefrei

Der RSS-Feed speziell für die Einträge zum Thema "Barrierefrei"

+++++++++++++++++

Der Sven hat auch schon über den heutigen Tag berichtet

Nürnberger Opernball und die Holzfliege aus Unterkrumbach

Klaus_schrage_holzfliege
Hey wir haben´s geschafft, der Opernball hat unsere Holzfliege geadelt, sie ist in, wir werden dem Bauen von edlen Massivholzküchen bald abschwören können und nur noch  Holzfliegen verkaufen, denn Klaus Schrage von den Nürnberger Nachrichten (mitte) hat sie beim Nürnberger Opernball eingeführt und sicher wollen alle mittelfränkischen Trendsetter dem Vorbild des knitterfreien und trotzdem  angesagten Halsschmucks nacheifern.

Sicher ist der Opernball wichtig für die Region und sicher vermittelt er vielen Mittelfranken Hollywood, was völlig o.k. ist, wenn das holy wood aus Unterkrumbach kommt  Bitte bestellen Sie rechtzeitig, für den Opernball 2009 sind wir schon fast ausgebucht ….

Der tolle Artikel und alle links und Videos zu den Promis im humorvollen Blog von Klaus "Hirndübel."

Ab morgen berichten wir von der B_free Messe, aber die Fliegenklatsche musste noch vorher sein.

 

+++++++++++++++
Aber zu Svens neuem Eintrag zu verlinken, schaffen wir grade noch. Der ist einerseits anständiger Blogger andererseits bei FSB, was die coolsten Hersteller von Türklinken sind (auch im regionalen Musterhaus im Einsatz) , deren Werbebotschaft so raffiniert ist, dass ich vor Begeisterung erblasse, sie aber nicht immer verstehe. Hoffe auf der Messe was dazuzulernen und grüße aus einem Hotel mit mittelprächtigen Zimmern, aber genialer Führung. Zu meinem persönlichen Ärger als Hoteleinrichter, ist für den gefühlten Wert eines Hauses die Chefin mit Esprit wichtiger, als die Einrichtung, so gesehen bin ich auf der Messe und im Hotel auf der Suche nach neuen Erkenntnissen.

Freu mich drauf.

Es grünt so grün im Peuerlinger Anger

von Alice Niklaus

P1060021
Peuerling ist ein Gemeindeteil von Engelthal. Ich mag diesen Weiler besonders gerne, schaue mir immer wieder die interessanten Häuser an, von einer gut erhaltenen Fachhausruine bis zum unverrückbaren neurenovierten Steinhaus gibt es eine grosse Spanne von Eindrücken.
  P1060007_3
Das schönste Objekt allerdings ist die knorrige riesige Eiche zwischen Strasse und Hutanger. Eichen habe ich während meiner Hutangersuche  unzählige gesehen, aber keine, die mich mehr beeindruckt hat, als diese hier! Eine Überraschung erlebe ich beim Vergrössern der Foto. Auf der Strasse links neben dem Baumstamm flitzt ein Radfahrer vorbei, den ich beim Fotografieren nicht gesehen habe.

P1060007veloDiese Gegend scheint ein Radfahrerparadies zu sein. Es ist der dritte Radsportler, der mir unerwartet, unbestellt, aber gerne gesehen ins Bild fährt. Der erste auf dem Weg zum Fennatanger,  Zum Eintrag Fennatanger, der zweite bei der Gersberger Linde  Zum Eintrag Anger Kirchlohe/Gersberger Linde , der dritte an diesem schönen Samstagnachmittag bei Peuerling. Das Grössenverhältnis Mensch – Eichenstamm ist doch sehr beeindruckend!

P1060014
Der Anger ist dicht, dämmrig und grün. Ich bleibe lange im Dickicht stehen und stelle mir vor, dass ich hier anwachsen möchte. Es ist ganz still. Anwachsen ist aber nicht ganz so einfach. Eine Ameise oder ähnliches Getier hat sich auf meinem Nacken niedergelassen und krabbelt den Rücken hinunter. Aushalten befehle ich mir! Das ist schwierig, nach wenigen Augenblicken  muss ich die Jacke ausziehen und das Tshirt ausschütteln, um das Tierchen loszuwerden. Währenddessen  nähert sich auf der angrenzenden Wiese ein Traktor, beim Wendemanöver entdeckt mich der Bauer doch tatsächlich im grünen-grünen Wald. Ich weiss nicht, was er sich denkt, aber ich kann es mir vorstellen. Aus der Traum, ich sei ein Baum!

Zur Hutanger-Google-Map hier klicken und unten rechts "grössere Kartenansicht" wählen.

Klick in die Fotos bringt die Vergrösserung

Das barrierefreie Hotelzimmer für die b-free Messe

LogommabarrierefreiwebVielen Dank für die Tipps

Wir haben im letzten Artikel und in Pressemeldungen um Verbesserungsvorschläge für unser barrierefreies Hotelzimmer auf der "b-free
Messe für barrierfreies Bauen, Wohnen und Leben für alle" in Augsburg (24. bis 27. September) gebeten und einige wichtige bekommen, die wir auch sofort umgesetzt haben.Perspektivebfreeweb_2

Hier drei Verbesserungsvorschläge von Rollstuhlfahrern und – fahrerinnen:Chillaplauraweb

1. Ein drehbarer Polstersessel ist ohne Feststellmöglichkeit für einen Rollstuhlfahrer zu gefährlich.

Navy_jr4080_g_rgb
Ergebnis: Im Hotelzimmer steht ein fester Sessel, den schönen Chillap nehm ich zwar trotzdem mit, er steht aber nicht im Hotelzimmer, sondern auf meinem Ministand

2. Die Unterkanten der Möbel sind durch die Wendemannöver der Rollstuhlfahrer sehr schnell verschrammt.

Ergebnis: Wir haben die Schranktür etwas höher gesetzt, dass man die (im Massivholz leicht zu entfernenden) Schäden nicht sieht. Ansonsten hoffen wir, dass wir ohne Schutzkanten auskommen werden, mal sehen.

3. Ein Tipp eher für das Hotelmanagement: Viele Behinderte müssen links oder rechts im Doppelbett liegen, zum Beispiel Oberschenkelamputierte.

Ergebnis: Die Hoteliers sollten das abfragen und das Bett so verschieben, das auf der Wunschseite 150 cm Platz ist. Auch die gewünschte Betthöhe kann unterschiedlich sein, unser Bett lässt sich mit wenigen Handgriffen noch erhöhen, die DIN-Norm der 48 cm erfüllt es natürlich auch so schon. Die Planer sollten drauf achten, dass Schalter und Nachtkästchen die Verschiebung nicht behindern.

Weitere Tipps erwünscht

Mobilitaet_mit_rollstuhl_25
Auf der Messe werden wir so viel Erfahrungen wie möglich sammeln, um den Hoteliers dann eine umfassende Beratung geben zu können, aber natürlich auch den Behinderten für ihre Einrichtung im privaten Bereich, wo unsere Einzelanfertigung natürlich ganz anders auf persönliche Wünsche eingehen kann, als das im Hotel möglich ist.

Models gesucht

Und natürlich würden wir unser Zimmer auch gerne im Gebrauch fotografieren, wer Interesse hat, sich als Model zur Verfügung zu stellen (und nicht ganz so schüchtern ist, wie das Tier am rechten Bildrand)Schchternestier
, möchte sich doch einfach an uns wenden, wir schicken für Tipps und Models natürlich auch gerne Freikarten per Post zu.

Große Schilder

Wenn wir in diesem Zimmer werben müssen wir natürlich auch die Besonderheit der Messe und unserer Auftraggeber betonen. Für den Bayerischen Hotel und Gaststättenverband geht es ja um die Suche nach möglichst vielen Betrieben, die sich zertifizierte Zimmer einrichten. Deswegen die Erwähnung der "Serie," für behinderte Menschen selbst können wir natürlich die Möbel viel individueller an die jeweilige Behinderung anpassen, weshalb wir auch die Einzelanfertigung auf dem Schild erwähnen. Dank an die Firma Meysel, die die Schilder "just in time" für uns herstellen.

Schildhotelzimmerweb

Wir freuen uns auf die Messe und sind schon gespannt was wir alles lernen können.

Der Artikel über die Suche nach Verbesserungsvorschlägen.

Das barrierefreie Musterhotelzimmer auf der Homepage der Möbelmacher.


Die Sonderseite der Möbelmacher zur Barrierfreiheit.


Hotelzimmer einrichten


Die Vorteile von Möbeln aus Massivholz

Die Messe b-free

Das barrierefreie Hotelzimmer für die b-free Messe weiterlesen

Tag der Küche aus Massivholz

Tagdkuechefahne1000_2
Man kann nicht grade von einem menschlichen Andrang sprechen, obwohl wir im Newsletter, mit Pressemeldungen (Eco World, Pressehof und openpr ) und sogar einer Anzeige in der Pegnitzzeitung auf den Tag der Küche hingewiesen haben. Bei Google findet man unter Tag der Küche das Ergebnis der Arbeit mit vielen Einträgen auf Seite eins, aber eine gute Googleplatzierung heißt noch lange nicht, dass viele Besucher kommen. Solche Veranstaltungen wurden bei zu vielen Gästen auch schon zu unverbindlich, die Leute schoben sich durch und man konnte mit niemand mehr reden. Der Vorteil weniger Gäste dagegen, ist die Zeit für einen intensiven Gedankenaustausch, die Möglichkeit auf Fragen sofort reagieren zu können und eine lockere Atmosphäre.
Tagdkuechegste4_1000
Das gemeinsame Kochen genossen wir am Tag der Küche aus Massivholz zur Genüge, weil von früh 10 Uhr bis abends um 17 Uhr durchgehend nette Menschen da waren, die auch noch die angenehmsten Kinder dabei hatten. Tagdkuechegste3_1000
Die beiden aufmerksamen jungen Damen waren interessiert an Küche, kochen und Werkstatt, offen für neue Geschmackserlebnisse und vertrieben sich die (lange!) Zeit ebenso kreativ wie sorgsam in unserer Ausstellung. Nebenbei wurde Designpreisen und Auszeichnungen zum Trotz, der wahre Sinn des Chillap-Sessels entdeckt, den die Designer bisher wohl selbst nicht erkannten: Höhlen bauen!Tagdkuechechillapkind1000

Der Tepan Yaki war im Dauereinsatz zwischen Kartoffelchipps, Pfannkuchen, Spiegelei (Overeasy und Sunny Side up) und ganz zum Schluss noch Bratwürsten, der neueSalamanderzweibelsuppeweb
Miele-Salamander brachte den Käse auf der Zwiebelsuppe und auf köstlichen Kräuterpfannkuchen zum Schmelzen, dessen Erfindung wir kreativen Gästen verdankten. Tagdkuechemiel90bagiuette10
Der Dampfgarer leistete ohne Pause Überzeugungsarbeit bei Dampfgarverweigerern, die das erste Mal bei den bei 120 Grad in zwei Minuten erweichten Zwiebeln weich wurden und die Front zu bröckeln begann. Außerdem bewiesen wir mit einem langen Baguette eindrucksvoll, zu was man das Miele Flaggschiff, den 90 cm breiten Backofen wirklich braucht. Parallel gab´s noch saure Zipfel, denn die Übungszwiebeln der Messertester mussten ja irgendwie verbraten werden.

Ein schöner Tag zum Thema Massivholzküche.

   

Herbstanfang im Stöppacher Anger

von Alice Niklaus

Stöppach habe ich bis jetzt immer seitlich liegen lassen und somit erschien auch sein Anger noch nicht in meiner Sammlung. Eigentlich fahre ich nicht gern mit dem Auto fast direkt zu einem Hutanger, aber die Temperatur an jenem Tag war so hoch, dass es mich überhaupt nicht gelüstete, zu Fuss den Weg nach Stöppach zu gehen, obwohl die Distanz ab Dietershofen nicht so gross wäre.

Von Aspertshofen im Sittenbachtal zweigt rechts die Strasse dem Stöpperbach entlang nach Stöppach und Treuf ab. Das Tal wirkt wegen der zeitweiligen düsteren Strecken geheimnisvoll.

P1050949

P1050946
Ausserhalb des Dorfes geht rechts die Strasse nach Vorra im Pegnitztal weg. Auf ca. 520 m ü.M., dem höchsten Punkt der Strassenführung, nehme ich den Fotoapparat zur Hand und mache mich wieder einmal auf Angersuche. Nach ein paar Minuten entlang des Waldrands finde ich schon bald den Stöppacher Hutanger, der Schlüssel zum Eingang ist eine  Silberdistel. Kuhfladen am Boden bestätigen, dass die Wiese aktiv genutzt wird. Eine kurze Weile geniesse ich die Ruhe und erinnere mich, dass wir vor Jahren regelmässig im Frühjahr eine weiter oben gelegene Wiese erwandert haben, auf der eine fantastische Flora gedieh. Von Jahr zu Jahr wurden es weniger Blumen, weil  der Hang langsam verbuschte.

P1050951
Auf dem Rückweg begegne ich zwei von der Natur geschaffenen Skulpturen, welche der Bauer stehen liess. Dafür sei ihm gedankt! Mein Vorschlag: hingehen und bewundern! P1050952_3

Zur Hutanger-Google-Map: hier klicken

Klick in die Fotos = Vergrösserung