Zwiebelschneidkurs mit Diana Burkel: Werkzeug und Handwerk in der Küche

Zwiebelschneidkurs8_08_07Fotos bei sevenload

Nur in der Pegnitzzeitung und im Internet (openpr und pressehof) haben wir unseren Zwiebelschneidkurs beworben Anzeigezwiebelschneidkurssonntagund so haben zehn Menschen gute drei Stunden dem Zwiebelschneiden, Messerschärfen, dem Dampfgaren und anderen interessanten Facetten des Küchenhandwerks gewidmet. Zwiebelschneidkurs8_08_15_kopie Denn  das gute Messer (zum Beispiel unser Jubiläumsmesser von Solicut) allein genügt nicht, auch die Schneidtechnik zählt zu den Dingen, die wir gerne vermitteln wollen. So wie auch ein Dampfgarer immer nur so gut ist, wie der, der ihn bedient. Deshalb haben wir aus guten drei Kilo Zwiebelwürfeln, -Ringen und Halbringen nach Dianas Rezept saure Zipfel und am Tepan Yaki Honigzwiebeln zubereitet.

Zwiebelschneidkurs8_08_21_kopie Dianas Erzählungen aus dem Küchenalltag der Spitzenköchin waren die ideale Erweiterung, sonst wäre vor lauter konzentrierter Übungsarbeit glatt Schulungsatmophäre aufgekommen. Zwiebelschneidkurs8_08_14_kopie Und ganz so streng, wollten wir die Veranstaltung ja dann doch nicht haben. Anscheinend schmeckten die fränkischen Bratwürste besser als erwartet, denn vertilgt wurde fast die doppelte Menge der über Vorabfrage bestellten. Hat sich der überlaufende Sud bei dreißig Würsteln also doch rentiert, nicht nur um die Pflegeleichtigkeit unserer Küchen zu demonstrieren, sondern auch um den Wurstnachschub sicherzustellen.

Vielen Dank an unsere netten Kursteilnehmer, die sich nicht einmal das Abspülen und Einräumen der Spülmaschine abnehmen lassen wollten (habe mich auch nicht wirklich gewehrt), wer mal einen anderen Wunsch für eine Schulung oder einen Workshop hat, kann den gerne vorschlagen, ab 8 Personen sind wir für jede Idee zu haben. Und vielen Dank an Diana, die als leidenschaftliche Köchin sogar im Urlaub Menschen mit ihrer Freude am Kochen ansteckt.

Die Homepage von Diana Burkels Würzhaus.
In unserer Rezeptdatenbank können Sie nach Zutaten (z.B. Reh oder Saibling), dem Namen der Köche oder nach dem Namen des Gerichts (saure Zipfel) suchen.

Alle Fotos bei sevenload (am besten rechts "slideshow" anklicken).

Fotos bei Picasa

Blog als Skandalmelder: Schreinerinnung Bayreuth wegen seltsamer „Guter Form“ in den Schlagzeilen

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Wir wollen uns wirklich nirgends einmischen, wo es mit rechten Dingen zugeht.  Wenn der stellvertretende Obermeister der Schreinerinnung Oberfranken, Andreas Pimpl, aber selbst die Regelung für die Nichtzulassung bei der "Guten Form" für Gastgesellen aus anderen Innungen "nicht nachvollziehen kann," uns aber im Zeitungsartikel (der aus unserem Blogbeitrag entstanden ist), "eine Frechheit und eine unverschämte Aktion" vorwirft, dann sieht es ein wenig aus, als wenn bei der "Guten Form" in Bayreuth trotz des eingeräumten "großen Kummers" nicht alles den werten Namen verdienen würde.

Fast noch mehr als der Skandal um unseren diskriminierten Lehrling Michael Herzog befremdet uns ein Zeitungsartikel, auf dessen Foto Funktionäre und Sponsoren(!) in einem seltsam arrangierten Möbellager ganz ohne Schreinerlehrlinge bzw. Gesellen zu sehen sind (siehe Foto1). Lustigerweise wundert sich nicht nur die Bayreuther Zeitungsredaktion darüber, sondern auch Fachlehrer, ganz viele Kommentatoren und der Dachverband in München. Denn nichtmal in China gab es Medallienfotos ohne Sportler und das will wirklich was heißen.

Nach unseren Informationen gibt es auch im nächsten Jahr wieder Schreinerinnen und Schreiner aus benachbarten Innungen in Bayreuth. Denen gilt unsere Hoffnung, dass Michaels Gesellenstück zwar preistechnisch verschmäht, aber wenigstens moralisch wirksam  wurde. Vielleicht fragt die Redaktion ja wirklich im Mai oder Juni 2009 bei den Organisatoren nach, oder der Dachverband (der es in diesem Handwerk wirklich nicht leicht hat) schafft endlich einheitliche Regelungen für die Teilnahme an einem Design-Wettbewerb, der im Endeffekt für die Zukunftsfähigkeit einer ganzen Branche steht.

Der Artikel von Susanne Lindner:

 

Kummer um Gesellenstück

von Susanne Lindner


BAYREUTH/NUERNBERG. Weil Michael Herzog aus Bayreuth seine Ausbildung
zum Schreiner in Unterkrumbach im Landkreis Nürnberg absolvierte, wurde
ihm die Teilnahme am Wettbewerb „Die gute Form – Schreiner gestalten
ihr Gesellenstück“ der Schreiner-Innung Bayreuth untersagt.

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Schreiner-Lehrling
Michael Herzog mit seinem Gesellenstück. Die Teilnahme am Wettbewerb
„Die gute Form“ wurde ihm verwehrt. Foto: nk

         

Als „diskriminierenden Protektionismus“ bezeichnen Die Möbelmacher aus
Unterkrumbach bei Hersbruck die Vorgehensweise der Bayreuther
Schreiner-Innung auf ihrem Weblog. Der Grund: Ein Lehrling der Firma
wurde beim Wettbewerb „Die gute Form – Schreiner gestalten ihr
Gesellenstück“ abgelehnt. Als Begründung gab die Innung laut Herzog an,
dass die Firma Die Möbelmacher zwar Mitglied in der Schreiner-Innung
Nürnberg-Land, nicht aber Mitglied der Schreiner-Innung Bayreuth ist.

Herzog selbst wohnt in Bayreuth und besuchte deshalb während seiner
Ausbildung auch dort als Gastschüler die Berufsschule. Da die
Nürnberger Innung am 28. Juli ebenfalls den Wettbewerb durchgeführt
hat, hätte er sein Gesellenstück auch dort ausstellen können. Zu dieser
Zeit waren die Bayreuther Berufsschüler jedoch noch nicht mit ihrer
Gesellenprüfung fertig und Herzogs Gesellenstück befand sich noch in
Bayreuth.

Dass an einem Innungs-Wettbewerb normalerweise nur Innungs-Mitglieder
teilnehmen dürfen, ist nach den Worten von Hans Konrad Felser, dem
Prüfungsvorsitzenden der Innungen Nürnberg und Nürnberg-Land klar. Dass
aber auch sogenannte Gastlehrlinge wie Herzog ausgeschlossen werden sei
ihm bisher nicht bekannt gewesen. „Diese Vorgehensweise ziemt sich für
eine Innung nicht und ist ziemlich schroff“, erklärt Felser. „Ich
verstehe nicht, warum sich die Bayreuther so kurzsichtig geben.“

Nur für Mitglieder

Die Bayreuther Schreiner-Innung sieht das ganz anders. „Der Fall mit
Herzog macht uns großen Kummer“, sagt Andreas Pimpl, der
stellvertretende Obermeister. Die Bayreuther Innung habe vor
Jahrzehnten einen Beschluss gefasst, nach dem für den Wettbewerb nur
die Gesellenstücke der Lehrlinge herangezogen werden, die aus einem
Mitgliedsbetrieb stammen. Selbst wenn Gesellenstücke aus Betrieben, die
nicht Mitglied der Bayreuther Innung sind, besonders gut gelungen sind,
dürften sie sich nicht am Wettbewerb beteiligen. Pimpl: „Wer nicht
Mitglied ist, kann nicht mitmachen.“

Genau nachvollziehen kann
Pimpl, der seit 2001 das Amt des stellvertretenden Obermeisters
besetzt, den Beschluss der Bayreuther Innung heute allerdings nicht.
Immerhin sei Herzog auch der erste Fall dieser Art, der Pimpl zu Ohren
kommt.

Das Verhalten
des Betriebs aus Unterkrumbach und den Beitrag im Internet hält Pimpl
für eine Frechheit und eine unverschämte Aktion: „Wenn der Betrieb
Mitglied der Innung Nürnberg-Land ist, warum ist Herr Herzog dann nicht
in Nürnberg in die Berufsschule gegangen?“ Natürlich könne ein
Auszubildender einen Gastschulantrag an einer Berufsschule, die sich
näher am Wohnort befindet, stellen. Doch dann müsse er eben seine
Zwischenprüfung und auch die Gesellenprüfung dort absolvieren.

HINTERGRUND
"DIE GUTE FORM"

Der Wettbewerb „Die gute Form – Schreiner gestalten ihr Gesellenstück“ wird auf Innungs-, Landes- und Bundesebene ausgetragen. Er soll den Stellenwert, den Gestaltung im Schreinerhandwerk hat, ins Blickfeld rücken. Junge angehende Schreiner sollen sich ernsthaft Gedanken zu einer zeitgemäßen Formgebung ihrer Gesellenstücke, die gleichzeitig auch die Wettbewerbsarbeit sind, machen. Nachbildungen vergangener Stilepochen werden nicht zugelassen. Um am Wettbewerb teilnehmen zu können, muss das Gesellenstück mindestens die Note „befriedigend“ erreicht haben. Bewertet werden die Wettbewerbsarbeiten von einer unabhängigen Jury nach Gesichtspunkten wie Originalität, Formgebung, Funktionalität, Konstruktion und Zeitaufwand. Die Sieger erhalten in der Regel Siegerprämien, werden in das Begabtenförderungsprogramm aufgenommen und qualifizieren sich für die nächste Ebene.

Der Blogbeitrag vom 06.August 2008
Die Sonderseite der Gesellenstücke 2008.

 

Biomarkt Lauf: „Grün tischt auf“ am Mittwoch, den 10. September im Biomarkt Lauf

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Wir moderieren am Mittwoch, den 10. September um 20 Uhr die Veranstaltung bei Erika Vogel im Biomarkt Lauf in unserer Küche. Wir haben schon getestkocht, Krabbensuppewebkochgetestet und testgekocht und können nur die rechtzeitige Anmeldung empfehlen, denn so viele Plätze gibt es nichtBoulettenweb
und die Krabbensuppe von Achim ist ebenso köstlich, wie Juttas Lammbällchen mit Chili und Schokolade.
Florians Salat konnten wir noch nicht probieren, aber auch den werden wir hinkriegen.Hier die Einladung der Gastegeberin Erika Vogel:

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Die grünen Kandidaten

Jutta Berlinghof – für den Landtag und

Florian Thomaefür den Bezirkstag sowie

Hans-Joachim Dobbert2.
stellvertretender Landrat

 

kochen für Sie ihre Lieblingsgerichte

und beantworten dabei alle Fragen zu
persönlichen Vorlieben

und ganz nebenbei zur aktuellen
Landespolitik.

 

Damit nix anbrennt assistiert, moderiert und kommentiert

Ernährungsexperte und Umweltbotschafter

herwig Danzer

von „die-moebelmacher.de aus
Unterkrumbach“ diesen Abend.

Sie dürfen den Kandidaten über die
Schulter schauen, probieren,

Fragen stellen und die Kochergebnisse
genießen.

 

Wann? Mittwoch, 10.September, 20 Uhr

 

Wo? Biomarkt Lauf, Simonshofer Str. 5, 91207
Lauf a. d. Peg.

  Tel.
Nr. 09123/84905

 

Wer? Alle die Spaß an gutem Essen haben!

 

Anmeldung erbeten:  ab sofort im Biomarkt  (Plätze sind begrenzt)

                                         biomarktlauf@web.de

Kosten? Spenden jederzeit willkommen!

 

Auf Ihr
Kommen freut sich Erika Vogel und ihr Bio-Markt Team !

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AusstellungstischesthleneuWir Möbelmacher stellen auch die Stühle und Tische zur Verfügung, die bei unserem 20-jährigen Jubiläum noch übrig sind. Es ist wirklich dramatisch: im Moment will keine Mensch Stühle und -kaum haben wir unsere Leihstühle an Jori zurückgeschickt – werden die Menschen danach fragen.

 

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Kochen im Biomarkt

Die Eröffnung im Biomarkt Lauf

Kochshows im Biomarkt

Biomarkt Lauf auf unserer Homepage

Pressemeldungen gibt es auch bei
openpr

und

pressehof

und

businessportal24.com

Zwiebelschneidkurs am nächsten Samstag, 30.8. um 14:00 Uhr

Passend zu unseren Jubiläumsmessern bieten wir am nächsten Samstag auch den Zwiebelschneidkurs an, bei dem uns Diana Burkel vom Würzhaus unterstützt. (Danke für das Fotoshooting, bei dem ich auch gleich ein Kalenderfoto mitmachen konnte. Leichte digitale Bearbeitung erleichterte die Jonglieraufgabe)
Dianaherwigmontag1000

Denn wohin mit Zwiebelwürfeln kiloweise? Saure Zipfel kochen und das natürlich im Druckdampfgarer, weil es dort superschnell geht.7 Minuten braucht der Sud und nochmal 5 für die fränkischen Bratwürste bei 120 Grad. Saurezipfelweb

Wir freuen uns über Anmeldungen aber genauso über Spontanbesuche.

Ausführliches zum Zwiebelschneidkurs auf der homepage.
Und natürlich ist das Rezept für die saueren Zipfel schon in unserer Datenbank.

Für die Pegnitz-Zeitung haben wir eine Sonderseite erstellt, mal sehen, ob das jemand zum Kommen animiert.
Anzeigezwiebelschneidkurssonntag

Wandern mit sanften Lamas – Fortsetzung 6 und Schluss

von Alice Niklaus

Zum sechsten Teil
 

Der letzte Wandertag! Wir haben uns besonders intensiv um unser Lama Cuzco gekümmert, mit ihm geflirtet, seine weiche Wolle geknetet, in seine Ohren geflüstert und es bewundert. Wiederum war es ein Sonnentag wie im Märchen.

P1050821a_2Beim Dorf Madale trafen wir auf einen Schäfer mit seiner gemischten Herde bestehend aus Ziegen und Schafen. Anscheinend hatte er die Lamas noch nie in seinem Weidegebiet gesehen. Er fiel beinahe um vor Überraschung und sein Hund brachte keinen einzigen Beller zustande, auch er wie sein Meister sprachlos!

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Wir stiegen auf und auf, schauten immer wieder ins Tal hinunter, begegneten keinem Menschen.  Der letzte Picknickplatz war erreicht, Chucho fand seine Machete, das Fernglas und die Karte wieder. Er war glücklich, aber nicht erstaunt. Für ihn war es klar, dass niemand einem anderen etwas wegnimmt. Ganz abgesehen davon, dass nur wenige Menschen in dieser Einsamkeit wandern. Die Lamas legten sich sofort nieder, vor allem die trächtige Lima streckte sich wohlig aus. Die Last, die sie zu tragen hatte, wurde im Laufe der Woche reduziert.

Nun kam das Schlussbouquet in Form eines Römerweges. Etwa zwei Stunden Abstieg auf den eher runden Steinen waren zu bewältigen; Chucho schnitt einen Stock für mich. Auf halbem Weg sahen wir durch das Fernglas, dass Pascal mit Auto und Anhänger auf uns wartete. Wir fuhren auf den Mas de Riol zurück, verbrachten einen fröhlichen Abend zusammen und nahmen Abschied von den wilden südlichen Cevennen, ihren Bewohnern und Tieren.

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Nachtrag: Bei einer späteren Reise zu den Katharer Schlössern besuchten wir Pascal und die Lamas. Bis zum Jahr 1999 erhielten wir ausserdem die Programme von Sud-Escapades, worin immer noch die Lama-Randonnées beschrieben waren. Die Suche im Internet nach dieser Organisation bringt heute keinerlei Hinweise mehr auf Lama-Wanderungen. Offenbar hat Chucho seine Pläne wahrgemacht und ist wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Ohne den Lamaflüsterer keine Ferien mit Lamas!

Klick in die Fotos bringt die Vergrösserung, aber nur, wenn man Geduld hat. Die Basis für die digitalen Aufnahmen sind Dias.

Der sechste Teil

Hubert Rottner im Ökorausch

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Für Insider ist das nichts Neues. Hubert hat 1995 (?) die Biofach in Frankfurt erfunden und ist seitdem keinen Millimeter von seiner Philosophie abgewichen. Wenn er auf der Ökorausch-Messe in Köln den Besuchern und jungen Designern erklärt, wo es damals lang ging und sie vielleicht erkennen, dass sich das kein bisschen von dem gefeierten Messekonzept des neuen "Ökorauschs" unterscheidet, dann merken vielleicht einige, dass die Idee des nachhaltigen Handelns alleine noch keinen Wert besitzt, sondern nur die Umsetzung derselben.

Und genau das wünsche ich den Organisatorinnen und -toren, dass sie ihre eigenen Erwartungen (über-)erfüllen und dass sie noch mehr Menschen für einen bewussten Umgang mit der Natur, aber auch für einen bewussten Einkauf begeistern können. Ich selbst kann zum Beispiel Huberts Begeisterung für einen Gürtel aus einem Fahrradmantel (gekauft auf der BioErleben Nürnberg 2008) nur bedingt teilen, meine Gürtel halten einfach so lange, bis sie zu kurz geworden sind, aber dann kauf ich mir eben einen zweiten, in der Hoffnung, dass er den Rest meines Lebens übersteht (rein statistisch sollte er das). Und den will ich aus dem nachwachsenden Rohstoff Leder in neu, aber nie im Leben aus einem alten Fußball, einer LKW-Plane oder (igitt) aus einem Fahrradschlauch.  .

So ähnlich sehe ich es auch beim Holz, nie im Leben werden wir aus alten Möbeln neue machen, wir bauen unsere Möbel aus nachwachsenden Rohstoffen so langlebig und wertvoll, dass die Notwendigkeit des "Upcyclings" einfach nicht entsteht, einfache Anpassungen an neue Lebensumstände würden völlig genügen. (Griffe, oder Türfüllungen austauschen, Ergänzungen bauen, Küchen umziehen). Und das Holz aus unserer Nachbarschaft ist mir lieber als sinnlos von weit hergekarrtes mit FSC-Siegel.

Sophie Scholz von Fairdo hat mir die Infos über diese neue Messe geschickt und ich finde sie (die Messe, aber Sophie eigentlich auch) wirklich interessant, leider haben wir an diesem Wochenende den Tag der Küche aus Massivholz und die Vorstellung eines umweltfreundlichen Hotelzimmers in der Nachbarschaft.

Besucht die Ökorausch in Köln und berichtet darüber, einige brandaktuelle Insiderinfos von Sophie sind weiter unten zu finden.

Ach ja und nochwas: das Bloggertreffen zur Briofach 2009 wird laut Geoffrey Glaser zwischen zwei Kochshows auf der Bioerleben wieder stattfinden, ich freu mich schon drauf, die Nachhaltigkeitsblogger wieder zu treffen. Bald mehr im Nachhaltigkeitsblog.

Hubert Rottner im Ökorausch weiterlesen

Wandern mit sanften Lamas – Fortsetzung 5

von Alice Niklaus

Zum fünften Teil

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Ein heisser Tag kündigte sich an, denn Chucho  hatte sein Shirt als Turban über den Kopf drapiert. Der schöner schwarzer Zopf hatte sich aufgelöst, die Haare boten somit seinem Rücken genügend Schutz vor der Sonne. Pascal war schon auf der Weide bei den Lamas. Er hatte Nachschub für die Tiere gebracht, die freuten sich über das Körnerfrühstück. Douch hat doch immerhin eine holprige Zufahrtstrasse, auf der wir allerdings nie ein Auto fahren sahen, ausser heute den alten Citroen von Pascal.

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Ein erstes Ziel ist der Mont Caroux auf etwas über 1000 m ü.M. Vorher hatten wir noch einmal die Möglichkeit, einen Blick in das Héric-Tal zu werfen, durch das wir vor zwei Tage aufgestiegen waren. Gleichzeitig war es ein Abschied von der einzigartigen, wilden Heimat der Mouflons.

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Der Aufstieg zur Hochebene war eine Prüfung, wobei die Lamas bedeutend besser abschnitten als wir. Erstens brauchten sie kein Wasser, sie können drei Tage ohne zu trinken ausharren. Zweitens hatten sie links und rechts einen gedeckten Tisch, denn auch stachliges Gebüsch hielten sie nicht vom Fressen ab und drittens haben sie einen absolut sicheren Tritt und viel Ausdauer.

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Auch wandern über die Hochebene war spannend, interessant die bizarren Felsen, heiss die Sonne, liebenswert die Lamas in ihrer dicken Wolle rundum. Der Adler kreiste.

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Dann querten wir ein Hochmoor, kamen vorbei an ca. 100 Bienenstöcken, labten uns an Heidelbeeren, die hier üppig Früchte anboten. Auf dem Mt. Caroux war ich überrascht über den weiten Blick, der uns in der Ferne das Meer erkennen liess, sogar die Hafenstadt Sète orteten wir. Unter uns schlängelte sich der Fluss Orb. Schön langsam wurde mir bewusst, dass das einfache Leben sehr bald zu Ende gehen würde.

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Aber vorher feierten wir nochmals eine Siesta, die es in sich hatte. Ein lukullisches Picknick, ich zähle gerne ein letztes Mal auf: gekochter Buchweizen, Blutwurst, Käse, Brot, Wein, Kaffee und des gâteaux, wie immer garniert mit Blüten. Und als Krönung ein Bad im Bergbach. Um 18.30 Uhr brachen wir auf, wanderten nochmals zwei Stunden,  durchquerten den Forêt des Ecrivains Combattants. Hier haben bekannte zeitgenössische französische Dichter im Rahmen der Wiederaufforstung Gedenksteine erhalten. Der Platz gilt als Attraktion und als Anstoss für Sponsoren, sich an den Kosten für die Aufforstung zu beteiligen. Müde und hungrig kamen wir in unserer letzten Unterkunft, dem Sportheim der Gemeinde Combes, an. Hier trafen wir auch wieder die Sud Escapades-Wandergruppe, überhaupt war es vorbei mit der Stille der vergangenen Tage. Auf der Weide die Lamas, sie anzuschauen war tröstlich.

Fortsetzung und Schluss folgen demnächst.

Der fünfte Teil