Thermoholz in aller Munde – Bericht über die IMM in Pegnitz Zeitung erschienen

von Nina Schoproni

PegnitzzeitungmbelmesseprIn der Pegnitz Zeitung ist, unter der Rubrik Schöner Wohnen, ein Bericht von herwig Danzer über die IMM, die Internationale Möbelmesse in Köln, erschienen. Der Originaltext war leider zu lang und wurde von der Redaktion des Fahner Verlags einvernehmlich ein wenig gekürzt – aber Zitat herwig: "wie gut, wenn man ein weblog hat". (Immerhin war das das deutlich besser als bei der Hersbrucker Zeitung, die mal wieder weder den Autor erwähnt, noch beim Bild anständig die Quelle belegt hat).

Den vollständigen Text können Sie hier lesen:

Massivholzmöbel in aller Munde

Die Euphorie für dunkle
Nussbaumhölzer ist noch in vollem Gange, da zeigt der industrielle Hersteller
von Massivholzmöbeln, die Firma Göhring, auf der Möbelmesse in Köln ihre Möbel
aus dunklem "Buchen-Thermoholz." Göhring war vor dem Einstieg in die
Möbelfertigung ein Hersteller für Polstermöbelgestelle, die traditionell aus
Buche gefertigt werden. Diese Buche wird in einem wirklich großem Backofen bei
160 Grad in wenigen Tagen zu Thermobuche verwandelt, die dadurch "durch und
durch" einen Nussbaum-Mahagoni-Farbton annimmt. "Der Zucker im Holz
karamellisiert" ist die vereinfachte Erklärung für die chemischen Vorgänge, die
das Holz nebenbei auch pilzresistent machen, was für Esstische selbst bei
häufigem Pilzgenuss nicht besonders gefährlich ist, im Außenbereich aber – durch
diese für heimisches Holz eher ungewöhnlichen Eigenschaften – Tropenholz
ersetzen kann. Der fränkische Nussbaum ist vielen Möbelkunden nicht dunkel
genug, er ist zu selten und zu kurz, die amerikanische Schwarznuss ist bewusst
einkaufenden Menschen nicht regional genug und so kommt der "Global Player"
Göhring lustigerweise auf die gleiche Lösung wie die Möbelmacher aus
Unterkrumbach, nur haben letztere neben dem großen Backofen viel kleinere Stapel
ihrer fränkischen Buche liegen. Thermoholz löscht den Durst nach dunklen Hölzern
aus heimischen Wäldern ohne Raubbau an heimischen Nussbäumen zu treiben, oder
ökologisch unsinnige Transportwege in Kauf zu nehmen.

Erstmals in der
Einrichtungsgeschichte hat die Möbelmesse Köln aus Massivholzmöbeln einen Kult
gemacht. Wer durch die ebenso neue, wie anspruchslose Eingangshalle Nord die
Messe durchschreitet, findet schon nach wenigen Metern Massivholzmöbel von
Herstellern, die noch im letzten Jahr erklärt haben, dass man für "richtige"
Möbel Plattenmaterialien braucht, weil sich "echtes Holz" aus Bäumen nur
verziehen würde. Was früher einen "Biotouch" hatte, ist heute geradlinig,
schlicht und elegant.

Alles nur für
"LOHAS"

Denn alle haben die Studie
über "Lifestyle of Health and Sustainibility" gelesen. Die Abkürzung-
"Lohas" beschreibt diejenigen
Konsumenten, die bei ihrem Einkauf neben der Qualität auch ökologische und
soziale Werte berücksichtigen. Innerhalb weniger Jahre hat das einen Trend
ausgelöst, an dem selbst die härtesten Spanplattenvertreter teilhaben wollen.
Sie beginnen ernsthaft zu überlegen, ob man die schönsten angelieferten Stämme
nicht lieber doch zu Brettern sägen sollte, statt sie zerspant und chemisch
verunstaltet mit Resopal zu beziehen. Man könnte gleichzeitig aber auch mal
recherchieren, wo man weltweit die billigsten Möbel aus nahezu echtem Holz
einkaufen könnte. 

Genau hier
zeigt sich der Vorteil einer Möbelmesse im Vergleich zur Katalog- oder
Internetrecherche: Das Verhältnis von Qualität und Preis lässt sich nicht anhand
von retouchierten Fotos beurteilen, sondern nur am fertigen Produkt. Deswegen
sind rein statistisch die Möbelvertriebswege über Internet genauso
problembeladen, wie die von Großflächenanbietern: Reklamationen, Konkurse und
Lieferschwierigkeiten trüben ganz massiv die Freude über einen Möbelpreis, für
den man selbst nichtmal einen halben Tag arbeiten würde.

Lebensqualität durch
vernünftige Küchen und Möbel

Pulverbeschichtete
Glasfronten ersetzen bei verantwortungsvoll produzierenden Firmen wie zum
Beispiel Team 7, Scholtissek oder auch – im Nürnberger Land – den Möbelmachern
die extrem empfindlichen Hochglanzlackfronten auf billigen Spanplatten.
Langlebigkeit, Ökologie und kontrollierbare Produktionsbedingungen werden für
viele Möbelkäufer immer wichtiger. Persönliche Überprüfbarkeit  bei heimischen
Einrichtern in der Region treten hier in Konkurrenz zu bunt gestalteten
Prospekten der großen Hersteller von Massivholzmöbeln. Glaubwürdige Konzepte
werden zum Beispiel im Buch von Fred Grimm "Shopping hilft die Welt verbessern,"
in aktuellen Zeitschriften wie der Healthy
Living unter dem Titel " Alles was fair ist" und vor allem in den Lohas Weblogs
im Internet vorgestellt – so heißen die fast täglich aktualisierten "Tagebücher"
engagierter Autoren. Für das Wohnklima der bewusst einkaufenden Kunden wäre es
sehr hilfreich, wenn sich der von der Kölner Messe definierte Trend zum
offenporig behandelten Massivholz bis in die Wohn- und Schlafzimmer fortsetzen
würde. Wenn ökologische und soziale Werte der Herstellerfirmen Einfluss auf die
Kaufentscheidung bekommen, kann das die Lebensqualität einer ganzen Region
erhöhen. Denn normalerweise beschränken sich diese Kriterien dann nicht auf die
Möbel, sondern betreffen fast alle Einkäufe, von den Lebensmitteln bis zu
den Handys. Auch wenn man auf die
Bezeichnung "Lohas" gut verzichten könnte, denn "gesunder Menschenverstand"
führt zu den gleichen Kaufentscheidungen, so könnte der wachsende Teil diese
Bevölkerungsgruppe einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben. Gut,
wenn die Möbelmesse Köln sich dieses Themas annimmt.

Beispiele für Nachhaltigkeitsblogs:

www.lohas.de

www.lohas-blog.de

www.vital-genuss.de

 

Apfelski im Bild und Video

Skitest1_jan08_03sessellift_2Das Skierlebnis mit Klaus Mayr (ehem. Nationaltrainer der deutschen Skiasse) haben wir hier schon beschrieben, hier sind noch ein paar Fotos und die Videos, die uns nur wünschen lassen, mit 68 Jahren selbst noch soo fit zu sein. Skitest1_jan08_052bergdohlen
Genussskifahren ist sein Konzept und das sieht man ihm auch an. Der letzte 180er Apfelski hat seinen Meister gefunden, jetzt bleiben nur noch ein 170er oder ein 160er, dann ist für diese Saison Schluss. Skitest1_jan08_013utekurve

(Utes Füße sind leider sogar für die flexible Naxobindung zu klein, deswegen ausnahmsweise ein Foto ohne Apfelski)

Denn so schön die Bretter auch sind, eigentlich sind wir Einrichter. Für die nächste Serie kann man sich natürlich jetzt schon anmelden, Mail genügt, dann telefonieren wir mal.



Alle Infos zu den Allmountain-Skiern mit fränkischem Apfelbaum (1300 € inkl. Naxo Bindung) auf der homepage und der ultimative Erfahrungsbericht von Klaus Mayr hier im Weblog.

   

Google Earth: Hutanger als Blue Dots

von Alice Niklaus

Meine erste Serie Blue Dots für die Hutanger sind in Google Earth erschienen und zwar:

  • Heuchling (1 Foto)
  • Krönhof (2 Fotos, bei einem muss ich die Position ändern)
  • Kühnhofen (1 Foto)  –  in guter Nachbarschaft zu den Möbelmachern
  • Kirchensittenbach (1 Foto)
  • Kainsbach/Mosenhof (2 Fotos)

Ratschläge, Kritik, überhaupt Kommentare würden mich freuen.

Mehr zu Hutanger: hier klicken

Möbelmesse Köln: Jori Chillap Laptopsessel

Auf der Möbelmesse stellte Jori das erste Mal den genialen Notebooksessel Chillap der Öffentlichkeit vor (wir kannten ihn schon von unserem Werksbesuch in Belgien). Leider ist er noch nicht in unserer Ausstellung, aber wir bekommen einen der ersten. Für die Beilage "Schöner Wohnen der Pegnitzzeitung und der Hersbrucker Zeitung habe ich den kleinen Text geschrieben, der leider nicht veröffentlicht wurde, wie gut, wenn man ein Weblog hat.

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Ferkauf folgt der Funktion

 

Noch vor wenigen Jahren hat man
geglaubt, dass ein Sofa zum Sitzen da sei. Auf der Kölner Möbelmesse wird der
Besucher eines Besseren belehrt. Ein Sofa muss Funktionen haben, sonst verkauft
es sich nicht. Deswegen gibt es kaum noch Modelle, die nicht irgendwas können:
Armlehnen stufenlos verstellen, Sitztiefen verändern, schlaftauglich müssen sie
sowieso sein oder sogar eine AbstellmöglichkeitWeb_joriute_chillap_weiss14
fürs Notebook bieten. Der Sessel
Chillap vom belgischen Hersteller Jori kann eine der beiden Armlehnen so
geschickt drehen und fixieren, dass man sich selbst um 90 Grad drehen und die
Beine unter die Lehne schieben kann. Das dazugehörige Lehnenkissen wird einfach
mitgenommen und schon kann man mit dem gleichen Sitzkomfort auch Arbeiten oder
Essen.. Ute Danzer von den Möbelmachern testet auf der Kölner Messe mit dem
neuen Verkaufsleiter Vincent Goveart die unterschiedlichen Positionen.

Jori Sofa und Sesselsonderangebote bei den Möbelmachern

Die Jori Diners Serie bietet die schönsten Esszimmerstühle

Holzski mit fränkischem Apfelbaum von Klaus Mayr getestet

Skitest1_jan08_14_brbelklauslauraAlle Fotos bei Sevenload


Auf dem Bild: Bärbel Schlachter-Ebert, Klaus Mayr, Laura Danzer am Breitenberg in Pfronten vor ein paar Tagen.

Das Furnier des kernigen fränkischen Apfelbaums ziert unseren High End All-Mountain Ski aus der Zweydingers Fertigung. Die geölte Oberfläche macht ihn pflegeleicht, kein Logo stört die Optik der Natur auf der Oberseite, nur im Belag ist "die-moebelmacher.de" zu lesen. Skitest1_jan08_068liftskibelagDie Sonderanfertigung der Naxo 21 Bindung lässt Farbspielchen weg und betont nochmal die Wertigkeit dieses pisten- und geländetauglichen Traumskis.

Wir lieferten die Nummer sieben der 12 real existierenden Paare an Bärbel Schlachter-Ebert ins schöne Allgäu auf die Schlossanger Alp, wo wir einen wunderschönen Abend bei köstlichem Essen verbrachten. Die Schlossanger-Alp ist wirklich eine Reise wert, das Ambiente, aber noch viel mehr die angenehme Atmosphäre, die Bernd und Bärbel zusammen mit dem tollen Team dem Gast vermitteln, gibt einem schon nach einer Nacht das Gefühl  von Urlaub.Skitest1_jan08_007_klauskurve

Aber wir wollten ja gemeinsam das erste Mal den Ski testen und so machten wir uns in der Früh zusammen mit deren Freund und Überraschungsgast Klaus Mayr auf zum Pfrontener Breitenberg. Klaus hat seinerzeit als Ski-Nationaltrainer aus der normalen Rosi eine Goldrosi gemacht und auch alle anderen Mädels der Mannschaft wie zum Beispiel die Epple Geschwister zu Siegerinnen (Bericht aus der Zeit von 1979!). Skitest1_jan08_08_1klausmayrapfelsk
Den Holzski fuhren wir an diesem Tag alle mal – nicht zuletzt, weil sich die Bindung so kinderleicht und werkzeugfrei umstellen lässt, aber Laura Danzer, Bärbel Schlachter-Ebert und Klaus Mayr testeten am ausführlichsten.

Klaus schickte uns gleich am nächsten Tag seinen Kommentar:

"Nun zu dem All-Mountain Genusscarving Ski:

Am 21.1.2008 habe ich diesen Ski bei verschiedenen Pistenbeschaffenheiten getestet. Das Ergebniss ist sehr einfach ausgedrückt, dass mit diesem Ski überall und bei jeder Schneebeschaffenheit leichtes unbeschwertes  und sicheres Fahren leicht möglich ist.

Im Detail heisst das:

– Sehr drehfreudig und dadurch auch leichte Schwungeinleitung
–  gute Stabilität im Kurvenradius und dadurch ausgezeichnete Laufruhe
–  gemütliches Genussfahren, sowie sportliches Carven, beides ist mit dem All-Mountain Apfelski möglich
–  sowie das interessante Design sorgt immer und überall für nette Bekanntschaften"

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Die "netten Bekanntschaften" hatten wir dann gleich bei der Brotzeit auf der Hütte, eine Familie, die zufällig durch den Hauskauf zu einer Massivholzküche kam und seitdem nur noch Massivholzmöbel einkauft, vielleicht auch mal bei uns.  Auch wenn der Kontrast vom Abendessen auf der Schlossanger Alp zur Verköstigung am Breitenberg größer nicht sein konnte, Skitest1_jan08_052bergdohle2
wir haben das gemeinsame Essen bei Sonnenschein trotzdem sehr genossen. Die Vögel mit Pommes Frites zu den Skis gelockt und ne Menge Spaß gehabt.

Unser Fazit für den Apfelski:

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Wir haben den Ski ursprünglich eher aus romantischen Gründen fertigen lassen, nicht zuletzt, weil wir auch die Stabilität von geölten Oberflächen beweisen wollten. Dass es gleichzeitig auch noch ein super Ski zum Skifahren ist, ist ein angenehmer Nebeneffekt.Skitest1_jan08_33brbel
Die Kombination von Ski (der Aufbau mit Eschemassivkern und Titanal entspricht dem Bognerski) und der genialen Bindung ist nicht nur optisch, sondern auch funktional ein Genuss.

Wer nicht auf den Zufall warten will, kann das Skifahren mit Klaus Mayr auch buchen. Er ist nicht nur ein sehr sympathischer Lehrer, sondern auch heute noch sehr erfolgreich. Am besten in Colorado, dort leitet er einmal im Jahr eine Skisafari.Skitest1_jan08_025apfelskipiloten

Wir bedanken uns bei Bärbel und Bernd für die Gastfreundschaft und bei Klaus Mayr für die vielen technischen Tipps und vor allem Skiputzen ohne Murren und Knurren.

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Apropos Ski: Im Moment haben wir nur noch zwei Paar mit 170 und eines mit 160 für 1300 euro inklusive Bindung, Skischloss und Nostalschisack

Alles technische zum Holzski hier auf der Homepage..

Alle Fotos bei Sevenload

Hutanger Kalender – es geht weiter

von Thomas Geiger

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Auch auf die Gefahr hin, dass der Nachhaltigkeitsblog zum Hutangerblog wird… Es gibt gute Nachrichten:

1. Nicht nur Alice Niklaus ist in den Hutangern unterwegs.
2. Auch ich bin es wieder. (siehe 4.)
3. Alle (wenigstens fast alle) Hutanger-Kalender 2008 sind verkauft.
4. Ein Hutanger-Kalender 2009 entsteht.

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Nachdem gestern ein derartig herrlicher Tag war und leider (oder in dem Fall besser Gott sei Dank) unser Friseurtermin am frühen Morgen ausgefallen war, wurde der Besuch in Pommelsbrunn gleich zu einem morgendlichen Hutanger-Spaziergang umgewidmet. "Die Wied" fehlte sowieso noch in meiner Sammlung.

Und da jetzt sicher wieder die Nachfrage kommt "Wo ist denn die Wied?", denn Rainer Wölfel hat den Pommelsbrunner Hutanger bei Google-maps noch nicht markiert, hier gleich die Antwort. Man biegt in Pommelsbrunn von Hersbruck kommend gegenüber von Morishima links ab und folgt der Beschilderung Naturfreundehaus. Dieses liegt direkt an der "Wied" oder "Weide", eben dem alten Hutanger. Img_1074_k
Übrigens hat man hier das wunderbare Beispiel einer Blockschutthalde, ein ganz spezieller Hutanger-Typ. Ja auch Fotografen lernen…

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Wenn man schon mal da ist, dann sollte man die Gelegenheit auch nutzen, noch ein paar Schritte über den Hutanger hinaus in den Wald oberhalb zu tun. Dort befindet sich nur wenig entfernt die Ruine Lichtenstein mit einem traumhaften Blick auf das Pegnitztal unterhalb Hohenstadt. Noch dazu an so einem Tag wie gestern.

Rund um den Schupfer Hutanger – ein Bilderbuch

von Alice Niklaus

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Für die Wanderung zum Schupfer Hutanger ist das Faltblatt "Hutanger in der Hersbrucker Alb" (liegt in der Tourist Information im Rathaus Hersbruck auf) sowie die topographische Karte Nr. 6534 Happurg hilfreich. Die Wanderung kann kurz oder lang sein, je nach Wahl. Als Winterwanderung haben wir den kurzen Umgang ab Schupf gewählt. Auf dem Feldweg oberhalb des Dorfes  Richtung Landerbühl gehen. Eine erstaunliche Wand ausP1040004 Brennholzteilen von Obstbäumen gestützt fällt auf.

Bei der Weggabelung rechts halten. Wir kommen beim Anger an. Würden wir absteigen, kämen wir zum Teufelsdümpfel. Welch schöner Anger!  Er ist relativ schmal, langgezogen und bietet uns eine Überraschung:

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Standen da plötzlich still und stumm und bewegungslos drei
Rinder aus fernen Landen und schauten uns unentwegt an. Der  Anger ist  offen, die Tiere waren somit in der Lage, das Weidegebiet zu verlassen.
Später erfuhren wir mehr.

P1040009aNun folgt ein frohes Schlendern durch den Anger-Rain mit seinem
Freilandmuseum an natürlichen Holzfiguren.

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Wieder aus dem Anger heraus zur Anwechslung Steine, viele Steine, ein Meer von Steinen!

Auf dem Rückweg nach SchupfP1040014_2
plaudern wir noch eine Weile
mit dem Bauern. Er erzählt uns, dass es sich bei den drei
schwarzen Rindern um "Ausgebüxte" handelt. "Ach, da hinten sind sie nun"!

Ob sie wohl wissen, dass sie auf einem Hutanger stehen?

Mehr zum Hutanger-Projekt

AI / CH: Die Heimat von Bauer Hans

von Alice Niklaus

AI steht für Appenzell Innerrhoden
CH steht für Confoederatio Helvetica

Dienstagmorgen, 15. Januar 2008, 2 Grad über Null, Föhn in den Bergen. Ich stehe im Dorf Haslen und wähle den Wanderweg auf der Karte aus, den ich heute gehen möchte. Der Himmel ist strahlend blau, der Boden gefroren. Ich werde die Sitter, den Fluss, der den Alpstein entwässert, zweimal überqueren. Beim ersten Bauernhof am Weg ergibt sich ein Gespräch mit Bauer Hans, er nennt sich selbst eine Ausnahme unter den hiesigen Bergbauern. Über die Kühe reden wir, worüber denn sonst!

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Hans ist mit dem Düngen seiner Weiden beschäftigt. Er hat 24 Kühe, die allerdings im Sommer nur ein paar Wochen
draussen weiden können. Der Grund ist das Fehlen von genügend Grasflächen um sein "Heemet" herum. "Heemet" ist appenzellerisch und heisst "Heimat" und mit "Heimat" ist wiederum das Bauernhaus gemeint. Die Weidefläche ist in zwei Tagen leergefressen und das Gras muss wieder nachwachsen. Um den Heubedarf zu decken, hat Hans Land  gepachtet und  macht Silofutter. Die hornlosen Kühe sind deshalb Sommer und Winter im Laufstall. Sie können allerdings wählen, ob sie sich lieber  im Laufgehege draussen aufhalten.  Ich erzähle noch kurz vom Hutangerprojekt im fernen Nürnberger Land. Weder den Namen Hutanger noch Anger hat der Bauer jemals gehört.

Nun führt der Weg zur Sitter hinunter, deren Wasser sich irgendeinmal in den Rhein ergiessen wird. Am anderen Ufer fordert ein vereister Aufstieg kreative Trittfindung. Auf den Bäumen sitzen zahlreiche Fischreiher. Die Weiher unter ihnen sind zugefroren.

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Vorbei am Bildstock – die Bevölkerung von AI ist vorwiegend katholisch – steige ich nun 200 m auf. Mit jedem Höhenmeter zeigt sich mehr vom Alpsteingebirge. Nachdem sich herausstellt, dass
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das Gasthaus am Leimensteig heute geschlossen ist, esse ich meinen Notvorrat auf und mache mich auf den Rückweg. Beim Bauernhof im Büel ist der Weg zu Ende und der nächste Kuhstall wird erkundet. Der
dazu gehörende Bauer ist namenlos und familienlos. Er zeigt mir seinen nagelneuen Stall und erzählt, dass er momentan nur 12 Kühe und einige Rinder besitzt. Er habe beim Stallbau mitgeholfen und darum keine Zeit für mehr Kühe gehabt. Aber das werde sich wieder ändern. Denn im Gegensatz zu Bauer Hans besitzt Bauer namenlos so viel Land, dass er seine Kühe täglich weiden kann. Der Stall ist ganz einfach 5-Sterne-verdächtig! Hoch, hell, es duftet nach Heu (kein aber, es "stinkt" überhaupt nicht!), es handelt sich um einen Anbinde-Stall. Der Bauer findet, dass die Hörner zur Kuh gehören wie die Klauen und dass beide Extremitäten einen Zusammenhang hätten. Wir schauen den mahlenden Kühen zu, riechen das Heu und spüren den Frieden.

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Durch aufgetaute Kuhfladen und durchgetrampelte Erde suche ich einen Weg und fege später im Schnee den Dreck von den Schuhen.

Der Föhn wird bald zusammenbrechen und dann wird es regnen.

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Die Möbelmacher in healthy living

Healthyliving_3von Nina Schoproni

In der Januarausgabe der Zeitschrift ´healthy living`
ist unter dem Beitrag "Alles was fair ist" ein kleiner Artikel über uns Möbelmacher drin.

Und Erna Pörner vom Sittenbacher Laden hat ihn entdeckt! Ute Danzer war diese Woche bei Erna einkaufen und wusste erst mal von garnix –
"naja der herwig wird schon wissenAlleswasfairist warum wir da drin sind". Aber auch herwig weiß von nix. Also, wem wir diesen gelungenen Beitrag auch immer zu ve
rdanken haben, vielen Dank dafür!

Hier der Text zum nachlesen:

Korrekte MöbelAlleswasfairistmmmonta

Neues Bad oder neues Bett gerade im Gespräch? Die Firma Die Möbelmacher aus dem fränkischen Unterkrumbach setzt auf "ehrliche Materialien" und verwendet beim Bau von Küchen, Wohnräumen und Möbeln nur regionale Hölzer, Glas, Leder und Edelstahl. Für sein umweltschonendes Konzept erhielt der Betrieb bereits viele Preise und darf sich zu den sieben besten Handwerksbetrieben Deutschlands zählen. www.die-moebelmacher.de.

Karlsbader Kanne von Walküre neu interpretiert, von den Möbelmachern getestet

Walkrekarlskannealtneu
Die Original Karlsbader Kanne ist fast 100 Jahre alt (auf Foto 1 links unten), die neue Karlsbader Kanne hört auf den hübschen Namen "699 070" (oben und ganz rechts) und wurde vor wenigen Tagen von der Walküre Porzellanfabrik an uns Händler geliefert. Der Filter ist aus Hartporzellan, deshalb sei es die beste Kaffeekochmethode der Welt. Wir haben das edle Teil ausprobiert und müssen wohl noch ein wenig üben oder es uns auf der Messe nochmal zeigen lassen.

Bei uns war das noch nicht der Hit, aber nach 18 Jahren Espresso (wir waren einer der ersten Saeco-Händler Deutschlands) ist man wohl auch ein wenig festgefahren. Herwigkalenderschreiben07_2

Und vor allem die Vollautomaten halten vor allem Nichtraucher für eine Erfindung, die mit der Entwicklung der PCs zwangsläufig einherging. Wer als Nichtraucher auf Windowsrechner wartet, holt sich erstmal noch nen Kaffee aus dem Automaten.

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Eine völlig andere Philosophie, verfolgt Walküre mit der uralten Brühmethode, die man je nach Einstellung "Zelebrieren" oder "Zeittotschlagen" nennt. Wie der Schnapssäufer Biertrinken als Zeitverschwendung ansieht, verhält sich der Espressojunkie zum Karlsbader Kaffeekannenaufbrüher (das vierteilige Set von unten nach oben: Kanne, Filter, Einfüllhilfe, Deckel.)

Karlsbaderkaffeeweb
Natürlich braucht man – wie für alles Besondere – auch einen besonders gemahlenen Kaffee. Grob gemahlen (grießig) muss er sein, auf dass er nicht den raffinierten zweilagigen PorzellanfilterFilterdetailweb
verstopfe und trotzdem dauert es ein wenig, bis der Kaffee fertig ist.

KarlsbaderkaffeeingiessenwFür die erste Tasse zehn Gramm, für die weiteren 6 Gramm, schreiben die Spezialisten. Die Kanne vorher kurz anwärmen, denn sonst ist er bereits bei der zweiten Tasse zu kalt. Wasser zunächst zum Vorbrühen aufgießen und später Portionsweise nachgießen.Karlsbaderkaffeegebrauchsa
Die Gebrauchsanleitung ist o.k., im Web haben wir noch ein paar helfende Infos gefunden.Karlsbaderkaffeeaufquellen

Beim
Einschenken sollte man auf den Deckel aufpassen, habe nicht damit gerechnet, Karlsbaderkaffeeeinschenke
dass ein Walküredeckel einfach runterfällt, aber vermutlich hält ihn jeder kannengewöhnte Kaffeetrinker automatisch fest, nur unsere Automatengeneration hat vermutlich wichtige kulturelle Kompetenzen auf der Saecostrecke gelassen.

Walküre zählt zu unseren Lieblingsfirmen, weil sie in Deutschland  (noch dazu in Franken, genau in Bayreuth) bleiben und Kostenprobleme durch geniale Innovation auffangen. Von der Trinkschokolade bis zu Problemlösungen für Pflegeheime sind sie immer auf der Suche nach Verbesserung. Besser ist zum Beispiel die eindrucksvolle Haltbarkeit des Hotelporzellans. Während eine unserer noch mit unsrem alten Rattenlogo verzierten Walküre Tassen maximal einmal pro Jahr beim Wurf aus großer Höhe zerbersten, geben die ganzen geliebten Werbegeschenkhumpen unserer Partnerfirmen schon nach ein paar Wochen den Henkel ab, sogar in der Spülmaschine. 

Wer sich für diese auch in der Fachliteratur als edelste Art der Kaffeezubereitungs-Zeremonie interessiert, kann sie gerne bei uns ausprobieren, den Spezialkaffee und heißes Wasser haben wir immer auf Lager und die Karlsbader Kaffeelegende der Zukunft natürlich auch.

Alle gesammelten Links in Foren und zu Seminaren sind bei Mister Wong zu finden, wer die Bilder genauer betrachten will, klickt zum Vergrößern einfach drauf.